4.1 Gott kennt David

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Transkript:

4.1 Gott kennt David 109

Bibeltext 1. Samuel 16,1-13 Zielgedanke Gott kennt jedes Kind. Erklärungen zum Text Textzusammenhang In 1. Samuel 9 zeigt Gott Samuel, dass er den jungen Saul zum König haben möchte. Saul entwickelt sich am Anfang nach Gottes Willen; in der Folgezeit fragt er aber nicht mehr nach Gott, sondern handelt eigenmächtig. Immer wieder vergibt ihm Gott, weil Samuel für Saul das zerrüttete Verhältnis mit Gott wieder in Ordnung bringt. In Kap. 15 jedoch ist es Gott leid und er wendet sich von Saul ab. Gott möchte einen neuen König haben, der ihm ganz treu ist. Bereits im Kap. 13 spricht Samuel schon von einem von Gott ausgesuchten Nachfolger Sauls, einem Mann nach dem Herzen Gottes. Deshalb muss Samuel, obwohl er sich von der politischen Szene verabschiedet hat, noch einmal einen neuen König salben (salben siehe Worterklärung unter V. 13). Vers- und Worterklärung Samuel: Gottes treuer Prophet, der bereits vor seiner Geburt Gott zum Dienst versprochen wurde. Das Opfer mit der Salbung zu verbinden, war nicht trügerisch sondern diente dem Schutz Samuels vor Saul. V. 5: Kadosch hebr. sich reinigen, heiligen; Reinheit, Reinigung ist nötig, um der Heiligkeit Gottes zu begegnen. Der Gegensatz von Reinheit ist Sünde / Schuld. Mit unvergebener Schuld kann ich mich Gott nicht nähern. Zuerst muss mir vergeben sein, dann kann ich zu Gott kommen. In dieser Situation ist es eine Opferhandlung. Samuel möchte Gott ein Tier geben. Für diese Handlung ist es notwendig, sich zu reinigen/heiligen. V. 13: der Geist des Herrn geriet über ihn Salbung: Salbungen kommen an verschiedenen Stellen des Alten Testaments vor. In unserem Text beschreibt der Vorgang des Salbens, dass Gott sich David als König ausgesucht hat. Dies verdeutlicht er, indem er Samuel damit beauftragt, David vor seiner Familie mit einem kostbaren (Salb-)Öl zu übergießen. Dieses sichtbare Zeichen bringt eine unsichtbare Auswirkung mit sich, die (V. 13) eindeutig erwähnt wird: Der Geist des Herrn geriet über David! 110

Stundenentwurf Einleitung Hallo Schaf, schön, dass du wieder bei uns bist! Ich habe mich erst gar nicht hier her getraut. Was ist los? Ich bin doch nur ein kleines Schaf. Alle anderen sind so groß. Aber nein, schau mal: Wir haben hier große und kleine Leute. Aber ihr seid so viele und ich bin ganz allein. Ihr seid viel stärker, als ich es bin, und bestimmt auch viel schlauer. Tja, das hört sich ein bisschen traurig an. In der Schafherde werde ich auch ganz schnell übersehen: Die großen Schafe schubsen mich immer zur Seite. Wenn es frisches Wasser gibt, laufen sie viel schneller hin als ich und wenn es besonders leckere Kräuter gibt, dann fressen sie mir die vor der Nase weg. Das ist wirklich ungerecht. Dann musst du ja sehr durstig und hungrig sein. Nein, das bin ich auch nicht. Mein Hirte passt da nämlich auf mich auf. Als heute so ein großes Schaf mich zur Seite drängelte, hat der Hirte gesagt: Lass mein kleines Schaf an das Wasser, es hat auch Durst. Und dann hat er das große Schafe weggeschoben. Und außerdem hat er mir einen Büschel ganz leckere Kräuter hingehalten und ich habe es aus seiner Hand gefressen. Wie gut, dass dein Hirte so auf dich achtet. Ja, ihn habe ich auch sehr, sehr lieb. Und ich glaube, das weiß er. Hauptteil Zwei Personen: Samuel, Gottes Stimme Die Geschichte wird aus der Sicht von Samuel mit Kindern als Anschauungsmaterial erzählt. Hallo, ich bin Samuel. Ich bin schon so alt, und ich habe mein ganzes Leben lang für Gott gearbeitet. Ich habe immer den Menschen erzählt, was Gott ihnen zu sagen hat. Das habe ich gern gemacht. Jetzt will Gott mich noch einmal für einen großen, wichtigen Auftrag gebrauchen. Der König, der zur Zeit in Israel regiert, heißt Saul. 111

Viele Jahre hat er das getan, was Gott von ihm wollte. Doch in letzter Zeit tut Saul Dinge, die Gott nicht gefallen. Deshalb soll ich jetzt einen Mann aussuchen, der später einmal neuer König werden soll. Diesen Mann werde ich jetzt suchen. Ich mache mich auf den langen Weg nach Bethlehem, zur Familie von Isai. Samuel geht etwas durch den Raum, um die lange Reise zu demonstrieren. Gott schickt mich bis nach Bethlehem. Hier wohnt Familie Isai. Isai hat viele Söhne. Einer von ihnen soll der zukünftige König werden. Ah, da ist ja die Familie von Isai. Isai und seine Söhne erwarten mich schon. Es werden drei Kinder ausgewählt, die die Rollen der drei ältesten Söhne Isais übernehmen. Ein Kind soll ziemlich groß sein, eins sehr sportlich, eins schön gekleidet. Eventuell muss das erste Kind auf einen Hocker o.ä. steigen, damit es größer wird, das zweite bekommt ein Paar Turnschuhe in die Hand und das dritte bekommt einen schönen Umhang um. Samuel geht jeweils um die entsprechenden Kinder herum, um sie von allen Seiten zu begutachten. Das ist der älteste Sohn Isais. Er wird bestimmt der neue König. Er heißt Eliab und sieht gut und stark aus. Gottes Stimme spricht aus dem Hintergrund: Nein, Samuel, er wird nicht der neue König. Oh, das war ja Gottes Stimme. Er will also nicht, dass Eliab der neue König wird. Na, dann wird wohl einer von den anderen der neue König werden. Ich sehe sie mir mal an. Gott wird mir schon zeigen, wer der Richtige ist. Samuel geht zum nächsten Sohn. Der sieht sehr sportlich aus. Bestimmt kann er sehr schnell rennen. Das wäre ein guter König! Gottes Stimme spricht aus dem Hintergrund: Nein Samuel, er wird nicht der neue König. Samuel geht zum nächsten Sohn. Der hat so schöne Kleidung an. Alle Menschen werden ihn dafür bewundern. Er wird bestimmt der neue König sein. 112

Gottes Stimme spricht aus dem Hintergrund: Nein Samuel, er wird nicht der neue König. Jetzt hab ich mir schon alle Söhne angeguckt und jedes Mal hat Gott nein gesagt. Ich frage Isai einfach, ob er noch einen Sohn hat, wenn ja, soll er ihn holen. Es wird ein Kind ausgewählt, das keine besonderen Kennzeichen hat. Isai hat tatsächlich noch einen Sohn. Der arbeitet auf dem Feld und passt auf die Schafe auf. Wie der Sohn wohl sein wird? Da ist er ja schon. Er ist ja noch so jung, aber er sieht gut aus, von der Arbeit auf dem Feld so braun. Gottes Stimme aus dem Hintergrund: Samuel, das ist der neue König! Diesen Mann werde ich zum König machen. Er heißt David. David, du sollst der zukünftige König von Israel sein. Gott hat dich für diese Aufgabe ausgesucht. Als Zeichen dafür, dass Gott dich gesehen hat und dich kennt, salbe ich dich mit Öl. Das Kind bekommt einen kleinen Tropfen Öl auf die Stirn gerieben. Gott kannte jeden der Söhne Isais ganz genau. Er wusste, dass einer sehr groß war, dass einer sehr stark und sportlich war und dass einer besonders schöne Kleidung anhatte. Aber das war Gott vollkommen egal. Ihm war etwas ganz anderes wichtig. Gott wusste, dass David ihn lieb hatte. Darauf kommt es Gott an. Er lässt sich nicht von Größe und Aussehen beeindrucken, sondern er möchte, dass wir ihn von Herzen lieb haben. Schluss So wie Gott damals jeden von Isais Söhnen kannte, kennt er auch heute jeden von euch. Er kennt... (Namen einfügen). Auch du bist ihm wichtig und wertvoll. Jedes Kind bekommt als Zeichen für seine Besonderheit einen Tropfen Öl auf die Stirn. Gebet Lieber Vater im Himmel, du freust dich, wenn ich dich lieb habe. Das ist dir am allerwichtigsten. Amen. 113

Bausteine Spiele Wer hat die längste, größte...? Wer kann den höchsten Turm aus Bauklötzen bauen? Wer kann am weitesten wie ein Frosch hüpfen? Wer kann am schnellsten wie eine Spinne krabbeln? Wer kann am weitesten ein Wattebällchen pusten? Bemerkung: Bei diesem Spiel kommt es nicht darauf an, den Ehrgeiz der Kinder zu fördern, sondern es geht um den Spaß. Kinder, denen etwas nicht so gut gelingt, werden ermutigt: Weißt du, das macht gar nichts, dass du den Ball nicht in den Eimer getroffen hast. Das ist Gott überhaupt nicht wichtig. Ihm ist nur wichtig, dass du ihn lieb hast. Lernvers mit Bewegungen: 1. Samuel 16,7 Der Mensch - auf sich zeigen sieht, - Hand als Dach über die Augen halten was vor Augen ist, - aufs Auge zeigen der Herr aber - nach oben zeigen sieht - Hand als Dach über die Augen halten das Herz an. - Hand aufs Herz legen Herzen suchen Ein Kind wird vor die Tür geschickt (oder soll sich umdrehen). Jedes Kind bekommt nun drei (ganz) kleine Pappherzen, die es irgendwo an seinem Körper verstecken soll: Zwischen den Haaren, unter dem Klettverschluss der Schuhe, im Pulloverärmel. Von jedem Herzchen soll allerdings noch ein kleines Stück zu sehen sein. Das Kind vor der Tür wird nun hereingerufen. Es soll die Herzen bei den anderen Kindern suchen und möglichst finden. Basteln Fingerpuppen Jedem Kind wird auf die Fingerspitze des Zeigefingers ein Gesicht gemalt. Darunter wird auf den Finger ein Herz gemalt. Nun bekommt jedes Kind ein kleines Stück Stoff, das wie ein Beduinentuch (mit einem Gummi) auf dem Finger befestigt wird. 114

Variante: Anstatt den Finger zu bemalen, bekommt jedes Kind die Schale einer Erdnuss. Sie kann auf den Finger gestülpt und entsprechend angemalt werden. Herzcollage (auch für 0-3 Jahre) Die Kinder schneiden aus rotem Tonkarton Herzen aus. Sie bekleben sie individuell oder sie machen ihren Fingerabdruck auf das Herz (ihre Einmaligkeit wird deutlich). Die Herzen werden auf ein großes Plakat geklebt. Überschrift: Gott sieht dein Herz an. Anstatt Fingerabdrücke kann man mit den Kindern auch ein Foto machen. Eltern-Kind-Aktion Die Eltern stellen von ihren Kindern Profilbilder her: An einer glatten Wand wird ein Bogen Tonpapier befestigt. Das Kind setzt sich dicht davor. Es sitzt in einer starken Lichtquelle, so dass der Schatten des Kopfes deutlich auf dem Tonpapier zu sehen ist. Die Eltern malen mit einem Stift den Schatten auf dem Tonpapier nach. Anschließend wird das aufgemalte Profil ausgeschnitten. Alle Profilbilder können an einer Wand befestigt werden. Die Überschrift: Der Mensch sieht, was vor Augen ist. Die Unterschrift: Gott aber sieht das Herz an. Steckbrief Die Eltern füllen mit ihren Kindern einen Steckbrief aus. Dabei kommt es einerseits auf die Einmaligkeit des Kindes an, andrerseits aber auch auf seine Herzenshaltung Gott gegenüber. Lieder Gott mag Kinder Gott liebt dich Wir sind Wunderkinder Mein Gott ist so groß Bist du groß oder bist du klein 115

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