NORBERT KLORA. Malerei

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Transkript:

NORBERT KLORA Malerei

NORBERT KLORA geb. 1955 in Brüggen 1972-1975 Lithographenausbildung 1977-1981 Grafikstudium in Hildesheim bei Henning Kürschner und Fritz Dommel 1981-1983 Diverse Reisen und Autenthalte in den Niederlanden, Italien, Frankreich und Spanien 1984 Reise nach Ägypten 1984/85 Aufenthalt in Australien 1986 Reisen nach Kreta, Paris und Madrid Ausstellungen und Performances 1979 Museum Alfeld 1983 Galerie Odem - Hannover 2. Gegenwart - Hannover Atelier Lübecker Straße - Bremen 1984 Einzelausstellung in der Galerie Odem - Hannover Kunstmarkt - Hannover internationales Künstlertreffen - Hannover 1985 Galerie im Karolinenviertel - Hamburg Internationaler Markt für aktuelle Kunst - Dortmund 2. Rollendes Atelier - Köln Verlagshaus der Kölnischen Rundschau - Köln Freiluft-Ausstellung - Bellington/ Australien Kunstmarkt - Hannover Gallerie Galla - Hannover 1986 Bürstenfabrik - Hannover Niedersachsenpavillon der Hannover Messe Vitaliste Zomersalon - Brüssel Einzelausstellung Galerie im Karolinenviertel - Hamburg 1987 Einzelaussiellung im Hotel Kaiserworth - Goslar

Nicht kalt bewundern soll ich - nein, ich fühle, und im Gefühl vollendet sich die Kunst. Diese Verse von Theodor Körner sollte man im Kopfe haben, wenn man durch diese Präsentation der Bilder von Norbert Klora beobachtend geht. Denn eines fällt auf: Hier hat einer sich ganz behutsam aus der leicht ablesbaren Gegenständlichkeit herausgeschlichen, wenngleich ein Hauch davon - wenn man das Wort HAUCH hier zulassen sollte - immer noch erhalten blieb. Ich zögere beim Wort HAUCH, weil sich hier ein nahezu nervöser Pinsel austobt. Mit breiten Farbstrichen, kräftig kontrastiert. Diese Spitzgesichter, die man zuweilen heraussehen kann, sie sind aus den frühen Darstellungen von Teufeln herausgefiltert, wenn sie auch gleich nicht dem Teufel gelten. Vielmehr sind es denn wohl mehr arme Teufel, die dem Maler vorm Gesicht gestanden haben. Es fällt indes schwer, sich ein Bild vom Bild zu machen. In der Tat ist es uns aufgegeben, mehr dem Gefühl nachzusinnen als etwa der Fabel. Und im Gefühl vollendet sich die Kunst. Das gilt selbst für die subtilen Zeichnungen, denen eine gewisse Bändigung der im Farbereich anzutreffenden Nervosität eigen ist. Nicht fehlt auch ihnen die Aufgabenstellung für den Betrachter, den Schraffungen nachzugehen, um dann vielleicht doch einmal einer Fabel auf die Spur zu kommen. Klora ist viel gereist. In Europa, in Ägypten, in Australien. Aber der Fischzug geriet ihm immer wieder zu so weit angeähnelten Aussagen daß das Lokal-Spezifische kaum ergründbar bleibt. So auf dem Seile sich bewegend, das zwischen dem Gegenständlichen und dem Abstrakten aufgespannt ist, scheint mir eine Art von Kunstbetrachtungspädagogik im Spiele zu sein. Unversehens werden wir hinübergeführt in die Bereiche, die aus Träumen genährt sind. Träume, wenngleich der Mann vor der Leinwand alles tut, nur nicht träumen. Das merkt man am deutlichsten, wenn die Große Königin im Querformat vor schwarzem Hintergrund gelb nicht herrscht, sondern bereit zu sein scheint, ihre Untertanen mit den großen Brüsten zu nähren. Oder wenn das Portrait eines jungen Kriegshelden ohne Wundmale doch das Verwundetsein signalisiert, was wiederum diesem Helden tragische Züge aufprägt. So gar nicht die Lichtgestalt, die uns Älteren noch als Vorbild erinnerlich ist. Bei aller Leuchtkraft seiner Farben tritt mir also allenthalben ein tragischer Zug aus den Bildern entgegen. Und da fragt man sich sehr wohl, wie es denn dazu komme, daß überhaupt in der Kunst, auch bei der der nachwachsenden Künstler, Düsternis triumphiert über die Abgesandten des Lichts. Kein Frühjahr mit höher steigender Sonne? Keine Geburt von strahlenden Erkenntnissen? Nicht kalt bewundern soll ich, nein ich fühle... Und das Gefühl trübt sich ein, ohne als Gefühl wegzuschmelzen, man trauert wohl und denkt an Kästners Worte: Herr Kästner, wo bleibt das Positive? Ja weiß der Teufel wo das bleibt. Dr. Jürgen Paul

Über den Kopf 1986 Eitempera auf Leinwand 160 x 200 cm

Wie Puppenspiel 1987 Aquarell und Tusche auf Papier 47 x 60 cm

Verzwinkert 1986 Eitempera und Sand auf Leinwand 160 x 200 cm

Ein Augenschmaus 1986 Leimfarbe und Kreide auf Bütten 100 x 140 cm

Ein später Wink 1987 Leimfarbe auf Papier 50 x 70 cm