RTU Produktlinie Modem 23WT25 Datenblatt Merkmale Für Gemeinschaftsverkehrslinien lässt sich das 23WT25 Modem hochohmig aufstaffeln. Entsprechend der Kanalbelegung und gewählter Zwei- oder Vierdrahtleitung sind Duplex oder Halbduplexbetrieb ohne besondere Zusatzmaßnahmen wie Gabelschaltung usw. möglich. Es ist für die Übertragungseigenschaften von Ortskabelleitungen ausgelegt. Leuchtdioden zeigen die wichtigsten Betriebszustände an, und Messtrennbuchsen auf der Frontplatte erlauben das einfache Überprüfen und Messen der Tonfrequenzkanäle sowie der DTESchnittstellensignale. Die Baugruppe 23WT25 belegt einen Steckplatz in einem RTU Baugruppenträger. Anwendung Die Modembaugruppe 23WT25 ist für den Einsatz auf Fernwirklinien zusammen mit der RTU konzipiert. Sie kann jedoch auch an andere Datenendeinrichtungen angeschlossen werden, da sie an den Schnittstellen als universelles FSK-Modem nach CCITT im Sprachbandbereich (300-3400 ) arbeitet. Das 23WT25 Modem ermöglicht die Anschaltung einer Zweioder Vierdrahtleitung mit Übertragungskanälen im CCITT Raster für bis 2400 Baud (24 Kanäle Baud, Kanäle 100 Baud, Kanäle 200 Baud, 2 Kanäle 00 Baud, 1 Kanal 00 Baud). Das Modem 23WT25 ist in zwei Versionen (Rubriken) verfügbar: R0001: 5 V DC Versorgungsspannung R0002: 24 V DC Versorgungsspannung RxD DCD SQL EQZ TxD RTS Abbildung 1: Prinzipschaltbild 23WT25 Für die Uetzung der binären Information in das Sprachband und umgekehrt ist ein Digitaler Signal-Prozessor (DSP) zuständig. Seine hohe Verarbeitungsleistung ermöglicht unter anderem eine hohe selektive Kanalfilterung (90 db) und damit eine volle uneingeschränkte Belegung der Kanäle. Die Kanäle sind im CCITT Raster belegbar. Für Übertragungsraten bis 00 Bit/s können Sender und Empfänger auf unterschiedliche Baudraten eingestellt werden. Muss man alle Kanäle in beliebiger Anordnung und Baudrate nutzen, so ist die hohe Kanalselektivität einzuschalten. Bei getrennter Belegung der Sende- und Empfangskanäle (Blockbildung) und mindestens einen Kanal Abstand zwischen den Blöcken kann die normale genutzt werden. Bei normaler ist eine geringere Laufzeit und Eigenverzerrung gegeben. Das 23WT25 Modem kann das Empfangssignal auf isochrone Verzerrungen überwachen und bei mehrmaliger (10x) Überschreitung des Grenzwertes (40% bzw. %) den Signal Quality Level (SQL) -Alarm anzeigen. Die LED SQL zeigt für mindestens vier Sekunden, bei größeren Störungen entsprechend länger, die Überschreitung der en Verzerrung an. Der Tonfrequenzträger wird überwacht und mit dem DCD-Signal angezeigt bzw. gemeldet. Für Gemeinschaftsverkehrslinien lässt sich ein Trägerausfall verzögert über das Alarmrelais signalisieren. Die Verzögerungszeit ist hierbei von der Baudrate abhängig.
Abbildung 2: Kommunikation Linien-Verbindung Das Alarmrelais der 23WT25 Baugruppe spricht an bei einem Trägerausfall (DCD direkt oder verzögert), bei SQL-Alarm oder bei Spannungsausfall. Für kritische Übertragungsstrecken bietet das 23WT25 Modem die Möglichkeit einer einstellbaren Vorverzerrung zum Ausgleich der Leitungsverzerrungen. Je nach qualitativem Zustand der Übertragungsleitung kann diese Vorverzerrung als Hoch- oder Tiefpass zwischen 0 db und 10 db eingestellt werden. Zur richtigen Einstellung der Vorverzerrung lassen sich die beiden 23WT25 Modem einer Übertragungstrecke als Testsender und Testempfänger konfigurieren. Das ausgewertete Ergebnis des gesendeten Testmusters zeigt die Leuchtdiode EQZ an. Die Blinkfrequenz der LED EQZ (0... 25 ) ist dabei ein Maß für die erzielte Verbesserung. Das 23WT25 Modem erlaubt es, ohne Zwischenverstärker bis zu drei Übertragungslinien sternförmig als Punkt-zu-Punkt Verbindung anzuschalten. Die Senderausgangstufe wird hierbei als Konstantstromquelle betrieben. Sämtliche wesentlichen Einstellungen wie Kanal, Verstärkung, Leitungsbetriebsart, Leitungsabschluss, Übertragungsgeschwindigkeit usw. konfigurieren sich über Steckbrücken. Über die Messtrennbuchsen auf der Frontplatte können sowohl die Schnittstellensignale zur Datenendeinrichtung (DTE) als auch die NF-Leitungen gemessen und aufgetrennt werden. Sind höhere Isolationsspannungen gefordert, so sind zusätzliche NF-Leitungsübertrager (NFLÜ) einzusetzen. 2 1KGT 1 591 V005 0 - Modem 23WT25
Technische Daten DCD-Überwachung Neben den generellen technischen Daten der RTU0 Serie gelten: DCD-Alarm bei Halbduplexbetrieb wenn der Träger für mind. n Sekunden fehlt Bit/s 1 s 100 Bit/s 8 s Allgemeine Daten Modulationsart 200 Bit/s 4 s 00 2400 Bit/s 2 s Frequenzumtastung (FSK) mit Trägerabschaltung für Mehrpunktverbindun- DCD-Alarm bei Duplexbetrieb schaltet mit dem Träger unverzögert. gen Verkehrsart Punkt-zu-Punkt oder Mehrpunktver- Betriebsart über Brücke einstellbar DCD - LED Schaltet mit dem Träger unverzögert bindungen Betriebsarten Duplex oder Halbduplex über Zweioder Vierdrahtleitung Kanalbelegung Alarmrelais Schaltfunktion DCD-Alarm oder SQL-Alarm und / Nach CCITT Raster oder Ausfall der Versorgungsspannung Serielle Schnittstelle zur DEE Alarmkontaktrelais 0 V DC / 0.5 A / 30 W Signaldefinition V.24 / V.28 Signalleitungen TxD D1 / 103 Stromaufnahme für die Energieversorgung über die RTU-Rück- RxD C2 / 104 wandplatine RTS S2 / 105 5 V DC 00 ma 24 V DC 140 ma CTS M2 / 10 DCD M5 / 109 Schnittstelle zur Übertragungsleitung Ein- / Ausgangsimpedanz Mechanische Ausführung Abmessungen 10 mm x 100 mm, 3HE Europakar- 00 Ω erdfrei und symmetrisch oder 5 tenformat kω bei Staffelbetrieb Sendepegel an 00 Ω Leitung 0-22.5 4R (20 mm) Frontplatte Gehäusetyp Leiterplatte Montage zum Einbau in RTU-Baugruppen- einstellbar über Steckbrücken in Anhängigkeit der Bitrate (CCITT) oder der träger Anzahl der belegten Kanäle Sendervorverzerrung Als Hoch- oder Tiefpass 0 10 db Empfangspegelbereich - -58 Empfangsverstärkung / 10 / 14 / 2 db einstellbar über Steckbrücken Empfangsfiltercharakteristik Gewicht 185 g Anschlusstechnik RTU Backplane-Steckverbinder 48-polig Typ F DIN 41 Uchaltbar zwischen hoher (90 db) und normaler (für Umgebungsbedingungen 00 Baud) Nomaler Betriebstemperaturbereich: 0 C... 0 C EN 008-2-1, 2-2, 2-14 Signalqualitätsüberwachung Relative Feuchte 5... 95 % Ansprechschwelle EN 008-2-30 (nicht kondensierend) >40% für 00 B/s >% für 2400 Bit/s SQL - LED isochrone Verzerrung Bestellangaben EIN: > 10 Fehler mit < 4 s Abstand 23WT25 R0001 AUS: kein Fehler mind. 4 s 5 V DC Versorgungsspannung 23WT25 R0002 1KGT0400R0001 1KGT0400R0002 24 V DC Versorgungsspannung Modem 23WT25-1KGT 1 591 V005 0 3
Data table Datenformat seriell, binär, asynchron Einheit Verkehrsart Punkt-zu-Punkt-Verbindung, Mehrpunkt-Verbindung Modulationsart Frequenzumtastung (FSK) mit Trägerabschaltung für Mehrpunkt-Verbindung CCITT Kanal R.35 R.3 R.38A 00 Bd V.23 2400 Bit/s Bitrate nominal 100 200 00 00 2400 Minimaler Kanalabstand 0 240 480 1440 tiefste 420 480 00 1320 100 2000 höchste 3180 30 3000 20 100 2000 Frequenzhub ± 30 ± 0 ± 0 ± 210 ± 400 ± 400 Anzahl Kanäle nach CCITT 24 2 1 1 Sendepegel nach CCITT -22,5-19,5-1,5 - -8, - Sendepegel in Abhängigkeit von der Kanalzahl 1: - / 2: -9 / 3: - / 4: - / 5: -13,8 / : -13,8 / 9: -15, / [Kanalzahl: Pegel / Kanalzahl: Pegel] 10 13: -1,2 / 14 18: -18, / 19 24: -19,8 Eingangsverstärkung (EV) / 10 / 14 / 2 Mittenfrequenz Minimaler Empfangspegel bei 14 db EV Kanallaufzeit Eigenverzerrung Kanal-Ver- hohe zögerungszeit RTS = EIN bis DCD = EIN normale Kanal-Ver- hohe zögerungszeit RTS = AUS bis DCD = AUS normale 4 1KGT 1 591 V005 0 - Modem 23WT25 Bit/s db hohe - -48-4 -51-55 -4 norm. -53-53 -52-51 -55-4 hohe 43 2 15, 3,5 3,1 norm. 3 19 11 3,5 3,1 hohe 1-3 4-8 8-13 5- -11 18-24 % norm. 5- -11 18-24 % 58 3 21 9 85 29 14 4 24 14 5 35 19 10 9,5 28 1 4 4 2 40 20 3 3 54 30 1 8
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