KLINGER DICHTUNGSMATERIAL

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Transkript:

1. Dichtungsabmessungen 2. Lagerung 3. Handhabung 4. Schrauben/Muttern/Beilagscheiben 5. Einbau der Dichtung KLINGER in Dichtungen weltweit führend

1. Dichtungsabmessungen 2. Lagerung 3. Handhabung Dichtungsgröße n Die Dichtung muss die richtige Größe haben. Optimale Lagerbedingungen n Die Dichtung sollte horizontal gelagert werden um bleibende Verformungen zu vermeiden. n Optimale Lagerbedingungen sind: n Temperatur < 25 C n Luftfeuchtigkeit 50 60 % n Graphit- und Glimmerdichtungen dürfen keinesfalls feucht oder nass montiert Nasse Dichtungen dürfen erst nach vollständiger Trocknung (z. B. nach 3 Stunden bei 100 C im Trockenschrank) eingebaut werden n Abgedunkelter Lagerraum n Die Dichtungen sollten in einer sauberen Umgebung gelagert werden (am besten in einem Plastikbeutel). Schutz der Dichtung n Jedes Dichtungsmaterial (metallische Dichtungen, PTFE Dichtungen, faserverstärkte Dichtungen, etc.) muss mit der gleichen Sorgfalt behandelt n Das Transportieren von kleinen Dichtungen in einer Tasche der Arbeitskleidung sollte vermieden werden um die Dichtung vor Beschädigung zu schützen. n Fertig gestanzte Dichtungen sollten vorsichtig transportiert werden, am besten in einer Schutzfolie. Schraubenlöcher n Die Schraubenlöcher ein wenig größer stanzen als den Schraubenaussendurchmesser um die Zentrierung der Dichtung zu vereinfachen. Oberfläche der Dichtung n Dichtung nicht biegen. Innendurchmesser n Der Innendurchmesser der Dichtung sollte nicht kleiner sein, als der Innendurchmesser des Flansches. n Die Oberfläche nicht beschädigen.

4. Schrauben/ Muttern/ Beilagscheiben Schraubeneigenschaften n Es muss Acht gegeben werden, dass im Flansch alle Schrauben für die er vorgesehen ist, auch eingebaut sind. n Die verwendeten Schrauben müssen für die vorgesehenen Betriebsbedingungen geeignet sein. n Die Schrauben müssen kreuzweise mit dem richtigen Drehmoment angezogen werden (Berechnung der Drehmoments mit KLINGERexpert ). n Es darf keine Korrosion an den Schrauben auftreten da diese die Funktion der Schrauben beeinflussen kann. n Schrauben dürfen nicht wieder verwendet Mutterneigenschaften n Es sollen Muttern mit einer 20% höheren spezifischen Belastungsgrenze als die Belastungsgrenze der Schrauben verwendet n Die Verwendung von Standardgewinden ist der Verwendung von Feingewinden vorzuziehen. n Die Verwendung des korrekten Schmiermittels ist entscheidend. Beilagscheiben n Es sollte der gleiche Werkstoff für Muttern und Beilagscheiben verwendet n Die Verwendung von Beilagscheiben ist sinnvoll bei: n Rillen oder übergroße Löcher zu überbrücken n die Kräfte zwischen den verbundenen Bauteilen auszugleichen n Materialermüdungsprobleme zu reduzieren aufgrund einer gleichmässigeren Lastverteilung. 5. Einbau der Dichtung Die Werkzeuge n Zuerst sollte das Vorhandensein und die Funktion folgender Werkzeuge überprüft werden: n die richtige Dichtung, die für die Anwendung gewählt wurde n ein kalibrierter Drehmomentschlüssel n eine Drahtbürste n Schmiermittel für die Schrauben. Flanschoberflächen säubern n Die Flanschoberflächen müssen sauber sein. n Die Schrauben und die Flanschoberfläche müssen technisch in Ordnung und frei von jedweder Art der Beschädigung sein. n Beim Säubern immer in Richtung der Rillen bürsten. n Um eine Beschädigung der Flanschoberflächen zu vermeiden, ist die Verwendung eines Messingschabers sinnvoll. Flanschzustand n Die Flansche müssen parallel sein. Alle Unregelmäßigkeiten sollten festgehalten Wichtig für die Dichtung n Die Dichtung vorsichtig zwischen die Flansche schieben. n Die Dichtung muss zentral zwischen den Flanschen eingebaut sein. n Sicherstellung dass die Dichtung in trockenen Zustand eingebaut wird (keine Gleitmittel oder Anti- Stick-Sprays, etc). n Während die Flansche zusammengeschoben werden ist es wichtig dass die Dichtung weder eingeklemmt oder anders beschädigt wird.

Schmieren der Schrauben n Das Schmiermittel auf das Schrauben- und Mutterngewinde sowie auch auf die Unterseite der Mutter aufbringen, um die Reibung während des Anziehens zu verringern. n Das Schmiermittel darf die Dichtung oder die Flanschoberflächen nicht beschmutzen. n Die empfohlene Betriebstemperatur muss innerhalb der Temperaturgrenzen des Prozesses liegen. Anziehen der Schrauben n Das erforderliche Drehmoment kann mit KLINGERexpert errechnet n Es sind mindestens 4 Schritte für das Anziehen erforderlich: n Anziehen zuerst mit der Hand n Anziehen mit 30% des erforderlichen Drehmoments n Anziehen mit 60% des erforderlichen Drehmoments n Anziehen mit dem gesamten erforderlichen Drehmoment n Abschliessend müssen die Schrauben noch einmal mit 100% des Drehmoments im Uhrzeigersinn nachgezogen Nachziehen n Falls ein Nachziehen als notwendig erachtet wird, sollte dies nur vor oder während der ersten Inbetriebnahme erfolgen. n Faserverstärkte Materialien dürfen bei höheren Betriebstemperaturen und längeren Betriebszeiten nicht nachgezogen Wiederverwendung n Aus Sicherheitsgründen sollten Dichtungen nicht wieder verwendet n Die Kosten für eine Dichtung im Vergleich mit den Kosten einer Stehzeit des Prozesses sind minimal. Die Funktion und Haltbarkeit von KLINGER Dichtungen hängt weitgehend von den Einbaubedingungen ab, auf die wir als Hersteller keinen Einfluss haben. Wir gewährleisten deshalb nur eine einwandfreie Beschaffenheit unseres Materials. Für spezielle Fragen steht Ihnen die KLINGER Anwendungstechnik gerne zur Verfügung.

KLINGERexpert DIE LEISTUNGSFÄHIGE DICHTUNGS- BERECHNUNG Leichte, selbsterklärende Flanschauswahl Grafische Analyse der Flächenpressung QuickHelp-Funktion Produktdokumentation der Dichtungsmaterialien Schritt für Schritt zur Auswahl des am besten geeigneten Dichtungsmaterials Lösungsvorschläge des Programms bei Berechnungsproblemen In vielen Sprachen verfügbar Automatisches Update über das Internet Kostenloser Download Auch als App für Android und Apple KLINGER GmbH Rich.-Klinger-Straße 37 D-65510 Idstein Tel (06126)4016-0 Fax (06126)4016-11/ -22 e-mail: mail@klinger.de http://www.klinger.de

Grafik-Design Udo Wamper 2/2015 KLINGER DICHTUNGSMATERIAL Anwendungsparameter Durch die hohen Anforderungen, die an die Sicherheit von Dichtverbindungen gestellt werden und die heute gültigen Forderungen nach höchster Dichtheit ist es erforderlich, die Auswahl und den Einbau der richtigen Dichtung mit entsprechendem knowhow vorzunehmen. Es gibt dabei eine ganze Reihe von Forderungen, die an Flachdichtungsmaterialien sowie die gesamte Flanschverbindung zu stellen sind, damit eine zuverlässige Dichtverbindung erreicht werden kann: Anpassung an die Unebenheiten der Dichtfläche Abhängig von der Kompressibilität der Dichtung sowie von der Oberflächenbeschaffenheit der Dichtfläche und der Flächenpressung. Beständigkeit gegen das abzudichtende Medium Bei der Materialauswahl muss darauf geachtet werden, daß die Medienbeständigkeit des Dichtungsmaterials auch unter Betriebsbedingungen gegeben ist. Gut gepresste Dichtungen sind im allgemeinen beständiger als gering gepresste. Festigkeit der Dichtverbindung Das Gesamtverhalten in bezug auf Festigkeit und Statik ist durch das gesamte Dichtsystem bestimmt. In Abhängigkeit der hohen Anforderungen an die Dichtheit von Flanschverbindungen (z.b. Dichtheitsklasse L0,01) müssen mit steigenden Innendrücken entsprechend hohe Flächenpressungen auf die Dichtung aufgebracht Fu r solche Betriebsbedingungen muss u berpru ft werden, ob die vorgesehene Flanschverbindung auch geeignet ist, diese Beanspruchungen aufzunehmen, ohne mechanisch u berlastet zu Damit die Dichtverbindung dicht wird, ist eine bestimmte Mindestflächenpressung erforderlich. Für die Lebensdauer der Dichtung ist es darüberhinaus äusserst wichtig, dass die zur Aufrechterhaltung der Dichtheit erforderliche Mindestflächenpressung im Betrieb nie unterschritten wird. Höher gepresste, aber nicht überpresste Dichtungen weisen eine längere Lebensdauer auf als gering gepresste. Kann nicht sicher gestellt werden, dass die eingebaute Dichtung ausschliesslich statisch belastet wird, oder ist bei diskontinuierlichem Betrieb mit Spannungsschwankungen zu rechnen, sind speziell für Wasser-/Dampfapplikationen Dichtungswerkstoffe zu verwenden, die keine Versprödung unter Temperatur aufweisen (z.b. KLINGER graphit Laminat, KLINGER top-chem). Für Dichtungen, die im diskontinuierlichen Betrieb von Wasser- Dampf-Kreisläufen eingesetzt sind, empfehlen wir als Faustregel eine Mindestflächenpressung im Betriebszustand von ca. 30 MPa. In solchen Fällen sollte die Dichtungsdicke so dünn wie technisch möglich und sinnvoll sein. Dichtheit Die Dichtheit hängt u.a. wesentlich von der beim Einbau aufgebrachten, sowie der im Betrieb verbleibenden Flächenpressung ab. Eine richtig gewählte und gemäß diesen Hinweisen eingebaute Dichtung weist eine lange Lebensdauer auf. Von einer Mehrfachverwendung von Dichtungen ist aus sicherheitstechnischen Gründen abzuraten. Maximal zulässige Flächenpressung Die maximal zulässige Flächenpressung des Dichtungsmaterials in Abhängigkeit von Druck, Temperatur und Dichtungsdicke darf nicht überschritten Die Dichtverbindung bleibt dicht, wenn die im Betriebszustand vorhandene Flächenpressung höher ist, als die erforderliche Mindestflächenpressung und die maximal zulässige Flächenpressung σ Smax der Dichtung nicht überschritten wird. Die für KLINGER Dichtungen erforderlichen Dichtungskennwerte werden durch umfangreiche Messserien an speziellen Dichtheitsprüfgeräten ermittelt und sind Grundlage für das Dichtungsberechnungsprogramm KLINGERexpert sowie die Angaben in den Produktdatenblättern. Erforderliche Dichtungsdicke Eine allgemein verbindliche Regel zur Bestimmung der notwendigen Dichtungsdicke gibt es nicht. Meist ist eine Dicke von 2 mm ausreichend. Dünnere Dichtungen lassen höhere Flächenpressungen zu. Einsatz im Tieftemperaturbereich KLINGER Dichtungen sind auch bei sehr tiefen Temperaturen problemlos einsetzbar. Voraussetzung für die Dichtheit der Verbindung ist, dass die erforderliche Flächenpressung im gesamten auftretenden Temperaturbereich erhalten bleibt. Die Medienbeständigkeit ist bis - 196 C gewährleistet. Das Material darf im Tieftemperaturbereich keinen zusätzlichen Belastungen ausgesetzt Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008 Technische Änderungen vorbehalten. Stand: Mai 2015 KLINGER GmbH Rich.-Klinger-Straße 37 D-65510 Idstein Tel (06126) 4016-0 Fax (06126) 4016-11/ -22 e-mail: mail@klinger.de http://www.klinger.de