P A U L K L E E M U S I K U N D T H E A T E R I N L E B E N U N D W E R K W I E N A N D
PAUL K L E E MUSIK UND THEATER IN LEBEN UND WERK 23. Februar - 12. Mai 2018 Eröffnung am Donnerstag, 22. Februar 2018, 19 Uhr Ab Ende Februar 2018 präsentieren die Galerie Thomas, die Pinakothek der Moderne, München und das Franz Marc Museum in Kochel am See zeitgleich Ausstellungen mit Werken von Paul Klee. Der Leiter der Sammlung Klassische Moderne der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München, Dr. Oliver Kase verspricht für 2018 Klee-Festspiele in München. (Süddeutsche Zeitung, 28.09.2017)
Die Galerie Thomas setzt in ihrer Ausstellung den Schwerpunkt auf das Thema Paul Klee. Musik und Theater in Leben und Werk. Klee war nicht nur bildender Künstler, sondern auch Musiker. In seiner Jugend hatte er sich nur schwer zwischen den beiden Professionen entscheiden können, und obwohl er der Malerei schließlich den Vorzug gab, blieb er der Musik zeitlebens eng verbunden: als passionierter Geiger und als ebenso begeisterter wie kritischer Besucher von Konzerten und Opernaufführungen, vor allem auch in München. Musik und bildende Kunst gingen aber nicht nur in Klees Leben, sondern auch in seinem Werk eine enge Verbindung ein. Rhythmen und Melodien spiegeln sich in Landschaften, Architekturen und abstrakten Kompositionen, Pathos und Witz des Bühnenspiels liegen vielen seiner Figurenszenen zu Grunde. Mit rund 40 Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen von 1914 bis 1939 veranschaulicht die Galerie Thomas, wie Klee das Thema Musik durch alle Werkphasen hindurch beschäftigte. Darunter sind bekannte Werke, aber auch solche, die bisher nur selten oder gar nicht in Ausstellungen zu sehen waren. Die Ausstellung setzt dabei vor allem zwei Schwerpunkte: Auf der einen Seite sind dies Bühnenfiguren und Masken, also Werke, die aus seiner Leidenschaft für Oper, Theater und Puppenspiel entstanden, auf der anderen Seite zeichenhaftabstrakte Aquarelle und Gemälde, deren Bildgestaltung das Vorbild musikalischer Strukturen spiegelt. Leontine 1933, 56 Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern
Die Sängerin L. als Fiordiligi (aus Mozarts Così fan tutte ) 1923 Galerie Thomas, München
Der Höhepunkt der Ausstellung ist das Bild Die Sängerin L. als Fiordiligi, 1923, ein Werk, das Klee nicht nur genau vorbereitet, sondern auch mehrfach wiederholt hat. Nicht weniger als fünfmal hat er die Figur gestaltet, so häufig wie kein anderes Motiv in seinem Werk. Zwei Fassungen sind in der Ausstellung zu sehen: Das Hauptstück von 1923 und die davon abgeleitete handkolorierte Lithographie, die Klee nur an ausgewählte Sammler verschenkte. Eine weitere Fassung ist im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München und wird zeitgleich in der Ausstellung der Pinakothek der Moderne zu sehen sein. Neben privaten Leihgebern wurde die Ausstellung dankenswerter Weise auch von öffentlichen Museen mit Leihgaben unterstützt: Bechtler Museum of Modern Art, Charlotte (North Carolina, USA); Kunsthalle Karlsruhe; Franz Marc Museum, Kochel am See; Ulmer Museum, Ulm und andere. Die Kuratorin der Ausstellung ist Dr. Christine Hopfengart, frühere Leiterin der Paul-Klee-Stiftung, Bern und langjährige Spezialistin für das Werk des Künstlers. Haelften, der Clown 1938, 27 Olbricht Collection Figurine des bunten Teufels 1927, 166 Franz Marc Museum, Kochel, Dauerleihgabe aus Privatbesitz
BEGLEITPROGRAMM Die Galerie Thomas veranstaltet zu ihrer Klee-Ausstellung ein umfangreiches Begleitprogramm. Es umfasst Konzerte, in denen Werke von Bach und Mozart zur Aufführung kommen, sowie die Arie der Fiordiligi aus Così fan tutte, weil Klee diese Werke besonders liebte; andererseits Werke zeitgenössischer Komponisten nach Bildmotiven Paul Klees, eine Auf - führung mit Repliken von Klees Handpuppen sowie eine Lesung aus seinen Schriften, Briefen und Tagebüchern. Mephisto als Pallas, 1939 Museum Ulm, Foto: Mario Gastinger, München Paul Klee gehörte nicht nur zu den bildenden Künstlern des 20. Jahrhunderts, die sich am intensivsten mit Musik auseinandergesetzt haben, er war auch der - jenige, der mit seinem malerischen Werk das umfangreichste Echo bei Musikern und Komponisten gefunden hat. Klee selber nahm Anregungen aus der Musik auf und gab sie auch wieder zurück. Mehr als 450 Kompositionen sind seit den 1940er-Jahren bis heute entstanden, die sich auf Klee und einzelne seiner Bilder beziehen. KATALOG Das Katalogbuch (hrsg. von Christine Hopfengart), das im Februar 2018 im Wienand Verlag, Köln erscheinen wird, gibt Einblick in Klees Doppel-Leben als Maler und Musiker. Es enthält mehrere Beiträge von kunsthistorischer und musikwissenschaftlicher Seite zu Klees spezifischer künstlerischer Existenz als Maler-Geiger und dem künstlerischen Spannungsfeld, in dem er sich bewegte. P A U L K L E E M U S I K U N D T H E A T E R I N L E B E N U N D W E R K W I E N A N D Darüber hinaus zeigt das Katalogbuch sämtliche ausgestellten Werke in farbigen Abbildungen (ca. 208 Seiten mit ca. 160 farbigen und s/w-abb., ISBN 978-3-86832-423-5).
Komische Figur aus einem bayerischen Volksstück 1924, 170 Privatbesitz Schweiz Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern DOKUMENTATION Die ausgestellten Werke werden von einer umfangreichen Dokumentation zu Klees musikalischtheatralischer Biographie begleitet. Seine Auftritte als Geiger kommen hier ebenso zur Sprache, wie seine Tätigkeit als Musik- und Theaterkritiker oder der Einfluss der Musik auf seinen Unterricht am Bauhaus. Besondere Aufmerksamkeit gilt darüber hinaus seinen Verbindungen zur Münchner Musik- und Theaterszene. Hier empfing er nicht nur prägende Eindrücke in den Aufführungen des Münchner Hoftheaters und bei seinen zahlreichen Konzertbesuchen, hier machte er vor allem auch die entscheidenden Schritte hin zu seiner musikalischen Bildsprache. Für ausführliche Presseunterlagen sowie druckfähige Abbildungen kontaktieren Sie bitte Ulrike Haardt unter +49 89 29 000 820 u.haardt@galerie-thomas.de