Silikat-Klimafeinputz ELF 1808

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Transkript:

Praxismerkblatt feuchtepuffernde Calciumsilikat-Beschichtung, wetterbeständig, gut füllend, verarbeitungsfertig, matt, allergikergeeignet, für außen und innen Anwendungsbereich Eigenschaften Werkstoffbeschreibung Standardfarbtöne Glanzgrad Zur Erzielung hoch alkalischer, feuchtepuffernder Oberflächen im Innenbereich. Sehr gut geeignet für Räume, in denen Feuchtespitzen entstehen; wie z. B. in Küchen, Badezimmer u. Ä. Eignet sich auch als dekorative, allergikergeeignete Beschichtung in sensiblen Bereichen wie Kindergärten, Hotels und im privaten Wohnbereich. Darüber hinaus auch für füllende, Struktur gebende Beschichtungen im Außenbereich auf mineralischen, verkieselungsfähigen Untergründen, z. B. Putz, Kalksandsteinmauerwerk, Porenbeton, Silikatfarbenbeschichtungen usw. Verarbeitungsfertige, strukturierbare, quarzgefüllte Dispersions-Silikatbeschichtung nach VOB, DIN 18363, 2.4.1.1. Abs.V. Geruchsarm, hoch diffusionsfähig, feuchtepuffernd und leicht verarbeitbar. Ohne Konservierungsmittel und frei von foggingaktiven Substanzen. Im Standardfarbton weiß für Allergiker geeignet. Verbindet sich durch Verkieselung mit dem Untergrund. Für feuchteregulierende Wandbeschichtungen im Innenbereich, besonders auf verkieselungsfähigen, mineralischen Untergründen. Auch als wetterbeständige, hochfüllende Beschichtung, außen anwendbar. Kann bei Bedarf zusätzlich beschichtet und/oder als Schluss-beschichtung sowie als Untergrund für weitere Gestaltungstechniken eingesetzt werden. 0095 weiß, Über das Brillux Farbsystem sind helle Farbtöne mischbar. matt Werkstoffbasis Kaliwasserglas mit organischen Stabilisatoren gemäß VOB, DIN 18363 Dichte ca. 1,65 g/cm³ Seite 1 von 7 Praxismerkblatt Stand: 19.10.2017

Werkstoffbeschreibung Klassifizierung nach EN 13300 Brandverhalten Verpackung - Nassabriebbeständigkeit: Klasse 3 - Kontrastverhältnis (weiß): Klasse 1 bei 7 m²/l - Glanz: stumpfmatt - maximale Korngröße: fein A2 s1,d0 nach DIN EN 13501-1 (Nicht brennbar) Im Systemaufbau mit Briplast Spachtelmasse gemäß Klassifizierungsbericht Nr. 230010838-3 0095 weiß: 25 kg Farbsystem: 25 kg Verarbeitung Verdünnung Abtönen Verträglichkeit Auftrag Verarbeitungsfertig eingestellt. Falls erforderlich, geringfügig mit Wasser verdünnen. Bis max. 10 % mit Vitamix 9018 abtönbar. Helleres Auftrocknen der Farbtöne beachten. Nur mischbar mit gleichartigen und den in diesem Praxismerkblatt dafür vorgesehenen Materialien. Durch erhöhte Zugabemengen werden die Materialeigenschaften, z. B. das Stand- oder Deckvermögen, beeinflusst. vor der Verarbeitung mit einem leistungsstarken Rührgerät (mind. 900 Watt) und rechtsgewendeltem Rührstab (Putzrührstab) gut aufrühren. Der Auftrag kann je nach gewünschter Oberflächenoptik mit der Effekt- Glättkelle 1155, mit der Universal-Farbwalze 1102, mit einer Deckenbürste oder im Spritzverfahren erfolgen. Die Angaben zur Spritzverarbeitung in der Tabelle Spritzdaten beachten. Wischstruktur, außen/innen Filzstruktur, innen Sofort nach dem Auftrag die Flächen, je nach gewünschtem Strukturbild, mit der Flächen-Streichbürste 1210 oder der Streichbürste, oval 1175 ungleichmäßig, kreuz und quer strukturieren. Zur Erzielung einer gefilzten Oberfläche im Innenbereich den Silikat- Klimafeinputz ELF mit der Effekt-Glättekelle 1155 in Korngröße auftragen und mit dem Kunststoffglätter 3791 abreiben oder nach einer kurzen Ablüftzeit mit dem Zellkautschuk-Reibebrett 1099 filzen. Zur Vermeidung von Ansätzen den Putz nass in nass verarbeiten. Insbesondere bei größeren Flächen empfehlen wir, hierzu ausreichend Arbeitskräfte einzusetzen. Der Auftrag und die Strukturierung auf Wandflächen im Innenbereich erfolgen jeweils bahnenweise, nass in nass. Die einzelnen Bahnen leicht diagonal und wolkig überlappend auftragen. Die Auswahl der jeweiligen Bahnenbreite richtet sich nach den Objektbedingungen. Als Richtwert gilt eine Bahnenbreite von ca. 0,80 m bei einer Raumhöhe von ca. 2,50 m. Zur Erzielung einer feuchteregulierenden Beschichtung im Innenbereich mit feuchtepuffernder Eigenschaft ist ein zweimaliger Auftrag erforderlich. Hierzu die Flächen nach dem ersten Auftrag mit der Flächen-Streichbürste 1210 nur leicht glättend nachbehandeln. Starke Niveauunterschiede sowie hohe Schichtdicken vermeiden, ansonsten kann es zur Rissbildung in der Oberfläche kommen. Seite 2 von 7 Praxismerkblatt

Verarbeitung Auf Porenbeton, außen Verbrauch Verarbeitungstemperatur Werkzeugreinigung zum Erstauftrag auf Porenbeton als Schlämmanstrich mit der Deckenbürste porenfüllend einarbeiten. Die Schlussbeschichtung kann wahlweise mit einer Deckenbürste oder Farbwalze aufgetragen werden. Je nach gewünschter Oberflächenoptik können die Flächen z. B. mit einer Schaumstoff-Strukturwalze ansatzfrei in einer Richtung nachgerollt werden (Verlaufstruktur). Beim maschinellen Auftrag mit geeignetem Schneckenfördergerät den Silikat- Klimafeinputz zunächst aufspritzen und anschließend porenfüllend einarbeiten. Die im Spritzverfahren aufgetragene Schlussbeschichtung ebenfalls nach gewünschter Oberflächen-Optik ansatzfrei strukturieren. Ca. 800 g/m² je Arbeitsgang im Kellenauftrag. Bei der Erstbeschichtung auf Porenbeton einen Mindestverbrauch von insgesamt 1.800 g/m² (Grund- und Schlussbeschichtung) beachten. Genaue Verbrauchsmengen durch Probeauftrag am Objekt ermitteln. Nicht unter +8 C und bis max. +25 C Luft- und Objekttemperatur, auch während der Abbindezeit, verarbeiten. Nicht bei direkter Sonneneinstrahlung verarbeiten. Nach Gebrauch sofort mit Wasser. Spritzdaten Spritzgerät Düse Luftdruck Materialmenge (Drehzahlregler) Verbrauch Mit geeignetem Schneckenfördergerät, z. B. Wagner Plastcoat 4 mm 2,5 bar Stufe 1,5 ca. 1,0 1,4 kg/m² Trocknung (+20 C, 65 % r. F.) Lagerung Deklaration Wassergefährdungsklasse Produkt-Code Überarbeitbar nach ca. 12 Stunden. Vollständige Verkieselung erst nach mehreren Tagen. Bei niedrigerer Temperatur und/ oder höherer Luftfeuchtigkeit längere Trocknungszeit berück-sichtigen. Kühl und frostfrei. Anbruchgebinde dicht verschließen. WGK 1, nach VwVwS BSW40 Es gelten die Angaben im aktuellen Sicherheitsdatenblatt. Seite 3 von 7 Praxismerkblatt

Beschichtungsaufbau Untergrundvorbehandlung Der Untergrund muss eben, fest, trocken, sauber, tragfähig und frei von Ausblühungen, Sinter-schichten, Trennmitteln, korrosionsfördernden Bestandteilen oder sonstigen Verbund störenden Zwischenschichten sein. Vorhandene Beschichtungen auf Eignung, Trag- und Haftfähigkeit prüfen. Nicht tragfähige und ungeeignete Beschichtungen entfernen und nach Vorschrift entsorgen. Leimfarbe gründlich abwaschen. Intakte Ölund Lackfarbenanstriche anlaugen, gründlich anschleifen und säubern. Wandbeläge inkl. Kleister- und Makulaturresten restlos entfernen. Nachputzstellen fachgerecht fluatieren. Pilz- und algenbefallene Flächen, außen gründlich reinigen und mit Universal-Desinfektionsmittel 542 * nachbehandeln (* Biozide sicher verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen). Den Untergrund je nach Erfordernis grundieren und/oder zwischenbeschichten. Bei Bedarf, die vorbereiteten Flächen vor dem Beschichtungsaufbau durch Spachtelung mit z. B. Mineral-Handspachtel leicht 1886 oder Fassaden-Handspachtel leicht 1883 glätten. Siehe auch VOB Teil C, DIN 18363, Absatz 3. im Innenbereich 3) Schlussanstrich Untergründe Grundanstrich Strukturbeschichtung (optional) stark saugende Untergründe, z. B. poröse, sandende Putze, Beton, Mineral-Handspachtel leicht 1886 1 2x nass in feucht Silikat- Grund ELF 1803 1:1 wasserverdünnt normal saugende Untergründe, z. B. Putz (Druckfestigkeitskategorie CS I CS IV), Beton falls erforderlich 1 2x nass in feucht Silikat- Grund ELF 1803 1:1 wasserverdünnt je nach Erfordernis mit Silikat-Innenfarbe ELF 1806 oder Kalisil ELF 1809 Gipsputz in Abhängigkeit der Druckfestigkeit 1), Gipskarton, intakte Dispersionsfarbenanstriche Wand-Primer ELF 3729 oder Wand-Primer grob ELF 3728 2) 1) Mindestdruckfestigkeit > 2,0 N/mm² (Druckfestigkeitsklasse B1 B7). 2) Weiche Gipsputze und Gips-Spachtelmassen zuvor mit Lacryl Tiefgrund ELF 595 festigen. 3) Zur Erzielung einer feuchteregulierenden Beschichtung ist ein zweimaliger Auftrag erforderlich. Beim Durchscheinen von Untergrundschattierungen bei nur einmaligem Auftrag eine zweite Beschichtung mit oder einen Schlussanstrich mit Silikat-Innenfarbe ELF 1806 bzw. Kalisil ELF 1809 ausführen. Seite 4 von 7 Praxismerkblatt

Beschichtungsaufbau im Außenbereich Untergründe Grundanstrich Zwischenanstrich Schlussanstrich unbehandelter, normal und schwach saugende Untergründe, z. B. Neuputz (Druckfestigkeitskategorie CS I CS IV) usw. stark und ungleichmäßig saugende Untergründe, z. B. sandende Putze Druckfestigkeitskategorie CS I CS IV), Kalksandsteinmauerwerk, saugende intakte mineralische Beschichtungen usw. falls erforderlich mit, Silikat-Grund ELF 1803, 1:1 wasserverdünnt 2x nass in feucht mit Silikat-Grund ELF 1803, 1:1 wasserverdünnt optional 1 2x Silikat-Klimafeinputz ELF, Silikat-Fassadenfarbe HP 1801 oder Silikat-Finish 1811 unbeschichtete Porenbetonwandplatten 1) falls erforderlich mit, Silikat-Grund ELF 1803, 1:1 wasserverdünnt (ca. 800 g/m²) (ca. 1.000 g/m²) 1) Schadstellen je nach Erfordernis mit Fassaden-Handspachtel leicht 1883 oder Porenbetonmörtel 441 ausbessern. Hinweise Flächen abdecken Umgebung der Anstrichflächen, besonders Glas, Klinker und Natursteine, sorgfältig abdecken. Zusammenhängende Flächen Bei Fassadenanstrichen Farbige Ausführung auf Porenbeton Beschichtung bei Gipsputzen Haarrissüberbrückende Beschichtung auf Gipskarton Verfärbungen bei Gipskarton Auf zusammenhängenden Flächen nur Material einer Anfertigung verwenden oder die benötigte Materialmenge mischen. Fassadenflächen sollen stets zügig und satt gestrichen werden. Farbige Beschichtungen auf Porenbeton mit einem Hellbezugswert 30 ausführen. Bei Gipsputzen mit starker Saugfähigkeit wird nicht immer eine ausreichende Verfestigung erzielt. Zur sicheren Beurteilung empfehlen wir die Haftung des kompletten Beschichtungsaufbaus mit einem Klebeband- Abrisstest (z. B. Tesa Präzisionskrepp, gold 4334) zu prüfen. Gegebenenfalls ist die Grundierung mit Tiefgrund durchführen. Eine haarrissüberbrückende Beschichtung auf z. B. Gipskarton, Gipsfaserplatten o. Ä, gemäß VOB Teil C, DIN 18363, Abschnitt 3.2.1.2, kann durch vollflächiges Armieren mit z. B. CreaGlas Glasvlies VG 1000 und Rapidvlies 1525 erzielt werden. Bei der Gefahr des Durchschlagens von Verfärbungen bei unbehandeltem Gipskarton ist eine zusätzliche absperrende Beschichtung auszuführen. Je nach Objektsituation hierzu z. B. Aqualoma ELF 202, Isogrund 924 oder CreaGlas 2K-PU-Finish 3471 einsetzen. Zur genauen Beurteilung haben sich Musteranstriche über mehrere Plattenbreiten einschließlich der Fugen und Spachtelstellen als sinnvoll erwiesen. Seite 5 von 7 Praxismerkblatt

Hinweise Gipsspachtelmassen auf Gipskarton Ausbesserungen Verträglichkeit mit Dichtstoff Schutz der frischen Beschichtung Neue mineralische Untergründe Porenbeton mit Rissen bzw. nicht tragfähige Beschichtungen Technische Beratung Weitere Angaben Die von der Gipskartonplatten herstellenden Industrie empfohlenen Gipsspachtelmassen können eine besondere Feuchtigkeitsempfindlichkeit aufweisen, die zum Anquellen, zur Blasenbildung bis hin zu Abplatzungen führen kann (siehe auch Merkblatt Verspachtelung von Gipskarton Bundesverband der Gips- und Gipsbauplattenindustrie e.v.). Deshalb für eine rasche Trocknung durch ausreichende Lüftung und Temperatur sorgen. Ausbesserungen in der Fläche zeichnen sich, je nach Objektsituation, mehr oder wenig stark ab. Dieses ist unvermeidbar (siehe BFS- Merkblatt Nr. 25, 4.2.2.1, Abs. e) Bei der Beschichtung von anstrichverträglichen Dichtstoffen z. B. Acryl- Dichtungsmassen können aufgrund höherer Elastizität Risse im Anstrichmaterial auftreten. Darüber hinaus kann es zu Verfärbungen in der Beschichtung kommen. Aufgrund der Vielzahl auf dem Markt befindlicher Dichtungssysteme sind im Einzelfall Eigenversuche zur Beurteilung der Haftung und des Verarbeitungsergebnisses durchzuführen. Die frische Beschichtung vor Feuchtigkeitseinwirkung, z. B. Regen, aber auch zu schnellem Wasserentzug, z. B. durch starken Wind, Sonneneinstrahlung usw. schützen. Nicht auf aufgeheizten Untergründen auftragen. Falls erforderlich, Schutzplanen verwenden. Neue mineralische Untergründe, insbesondere Putzflächen, erst nach Abbindung und Trocknung, frühestens nach 14 Tagen, besser nach 4 Wochen beschichten. Silikat-Putz HP ebenfalls erst nach ausreichender Abbindung, witterungsabhängig nach ca. 5 Tagen, beschichten. Je nach Witterung und Jahreszeit kann der Trocknungsprozess auch noch längere Zeit beanspruchen. Zur Bearbeitung von Porenbeton mit Rissen bzw. nicht tragfähiger Beschichtung kann kein Regelaufbau genannt werden. Bei Fragen hierzu steht Ihnen der Brillux Beratungsdienst zur Verfügung. Die Angaben in den Praxismerkblättern der zur Anwendung kommenden Produkte beachten. Für weitere technische Auskünfte steht Ihnen der Brillux Beratungsdienst zur Verfügung. Tel. +49 251 7188-705 oder -240 Fax +49 251 7188-106 tb@brillux.de Seite 6 von 7 Praxismerkblatt

Anmerkung Dieses Praxismerkblatt basiert auf intensiver Entwicklungsarbeit und langjähriger praktischer Erfahrung. Der Inhalt bekundet kein vertragliches Rechtsverhältnis. Der Verarbeiter/Käufer wird nicht davon entbunden, unsere Produkte auf ihre Eignung für die vorgesehene Anwendung in eigener Verantwortung zu prüfen. Darüber hinaus gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Mit Erscheinen einer Neuauflage dieses Praxismerkblattes mit neuem Stand verlieren die bisherigen Angaben ihre Gültigkeit. Die aktuelle Version ist im Internet abrufbar. Version I Brillux Weseler Straße 401 48163 Münster Tel. +49 251 7188-0 Fax +49 251 7188-105 info@brillux.de www.brillux.de Seite 7 von 7 Praxismerkblatt