RUBBERTITE. Technisches Datenblatt Stand:

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Transkript:

Technisches Datenblatt Stand: 27.04.2016 RUBBERTITE AbZ RUBBERTITE für die Schleierinjektion AbZ RUBBERTITE / POLINIT für die Rissinjektion CE-Kennzeichnung RUBBERTITE / POLINIT nach EN 1504-5 Eigenschaften: RUBBERTITE ist ein dreikomponentiges, wasserquellfähiges Hydrogel auf Methacrylatbasis, das zu einem gummiartigen, flexiblen Produkt aushärtet. RUBBERTITE ist besonders gekennzeichnet durch seine extrem niedrige Mischungsviskosität, die nah bei der Viskosität von Wasser liegt. Damit werden eine Reihe von Abdichtungsverfahren möglich, die mit Injektionsstoffen mit höheren Viskositäten nicht durchführbar sind. RUBBERTITE kann eingesetzt werden bei Schleierinjektionen, Mauerwerksinjektionen, nachträglichen Horizontalsperren und Bodenverfestigungen. In Kombination mit POLINIT wird RUBBERTITE bei Rissinjektionen und Injektionsschlauchverpressungen in Stahlbetonbauwerken verwendet (weitere Hinweise s. Technisches Datenblatt POLINIT). Aufgrund seiner hochwertigen Materialbasis hat RUBBERTITE im ausgehärteten Zustand eine gute chemische Beständigkeit gegenüber vielen Säuren, Laugen, Lösungsmitteln, Kraftstoffen etc. (s. Beständigkeitsliste). Während der Reaktion sowie im ausgehärteten Zustand gibt RUBBERTITE keine toxischen Substanzen an das Grundwasser ab. Im Reaktionsverlauf nicht eingebaute Produktbestandteile (Monomere, Zwischenprodukte) sind rasch und vollständig biologisch abbaubar. RUBBERTITE hat die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) als Injektionsstoff für Schleierinjektionen. RUBBERTITE hat in Kombination mit POLINIT die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung zur Verwendung als Rissfüllstoff im Anwendungsbereich der "DAfStb Richtlinie für Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen". RUBBERTITE ist in Kombination mit POLINIT CE gekennzeichnet gemäß EN 1504-5, System 2+ für das quellfähige Füllen von Rissen, Hohlräumen und Fehlstellen.

Technische Daten: Stoffdaten der Komponenten: AI-Komponente Konsistenz flüssig Farbe transparent Geruch esterartig Spezif. Dichte (20 C) ca. 1,06 g/cm 3 DIN EN ISO 3675 Dyn. Viskosität (20 C) ca. 5 mpas DIN EN ISO 2555 AII-Komponente Konsistenz flüssig Farbe farblos Geruch aminartig Spezif. Dichte (20 C) ca. 0,93 g/cm 3 DIN EN ISO 3675 Dyn. Viskosität (20 C) ca. 3,5 mpas DIN EN ISO 2555 BII-Komponente Konsistenz fest Farbe weiß Geruch geruchlos Spezif. Dichte (20 C) ca. 2,59 g/cm 3 Schüttdichte (20 C) ca. 1,15 g/cm 3 Mischung von A- und B-Komponente: Verarbeitungstemperatur * 5-40 C Bauteiltemperatur Mischviskosität (20 C) ca. 2,5 mpas DIN EN ISO 2555 Reaktionsdaten bei 20 C: Topfzeit ca. 5 min DIN EN 14022 Endaushärtung ca.10 min Eigenschaften nach der Aushärtung: Konsistenz gummi-elastisch Farbe weiß E-Modul ca. 0,13 MPa DIN EN ISO 527 Zugfestigkeit ca. 0,08 MPa DIN EN ISO 527 Bruchdehnung ca. 290 % DIN EN ISO 527 Wasseraufnahme ca. 20 % DIN EN ISO 62 Chemische Beständigkeit: DIN EN ISO 175 Einstufung: + beständig (keine bzw. kaum wahrnehmbare Änderungen) +/- mit Einschränkungen beständig (geringe bis mittlere Änderungen) - nicht beständig (starke Änderungen) Substanz Einstufung Bemerkungen Aceton + Ammoniaklösung 32 % - beständig für Havariefall von 72 h Belastung Benzin + Brackwasser + 2-Butoxyethanol +/- Verlust der Elastizität durch Xerogelbildung Butylmethacrylat + geringe Farbänderung von weiß zu transparent Calciumhydroxid-Lösung ph12 + Cyclohexanol +/- Farbänderung von weiß zu transparent Dieselkraftstoff + Essigsäure 96 % +/- starke Quellung Ethanol + Ethylacetat +/- leichte Schrumpfung

Ethylenglykol +/- Starke Quellung unter Erhalt der elastischen Eigenschaften, Farbänderung von weiß zu transparent-weiß n-hexan + Isobutylmethacrylat + Kerosin (Jet A1) + Kastoröl + Meerwasser + Methanol + Mineralöl (Typ 15W40) + Natronlauge 5 % - starke Quellung Natronlauge 10 % - starke Quellung Salzsäure 37 % + Schwefelsäure 96 % - beständig für Havariefall von 72 h Belastung wässrige Lösung mit ph 3 und + einem SO 4 2- -Gehalt > 4000 mg/l** Toluol + m-xylol + o-xylol + * Der angegebene Temperaturbereich entspricht unserer Empfehlung. Prinzipiell reagiert das Produkt auch bei sehr niedrigen Temperaturen (erfahrungsgemäß bis ca. -15 C) oder deutlich höheren Temperaturen als 40 C. Allerdings ergeben sich hier andere Schwierigkeiten, die nicht durch die Produkteigenschaften hervorgerufen werden. Dazu gehört bei Frost z.b. das Versagen der Pumpentechnik durch Einfrieren der Luftleitungen sowie das Vorhandensein von Eis im abzudichtenden Bauteil. Bei sehr hohen Temperaturen entstehen sehr kurze Reaktionszeiten, die eine vollständige Füllung des Injektionsbereiches verhindern können. Außerdem besteht die Gefahr, dass die aktivierte A-Komponente bei sehr hohen Temperaturen bereits ohne Zugabe der B- Komponente aushärtet, was zur Verstopfung der Injektionspumpe führen kann. ** Sehr stark betonangreifendes Grundwasser gemäß DIN 4030, Teil 1, Tabelle 4 Verarbeitung: 1. Bei Schleierinjektionen, Mauerwerksinjektionen, nachträglichen Horizontalsperren und Bodenverfestigungen: Das AII-Gebinde wird vollständig in das AI-Gebinde überführt und ca. 3 Minuten vermischt. Die BII-Komponente wird in ein der AI-Komponente entsprechendes Gebinde überführt und mit 20 Liter Leitungswasser aufgefüllt. Danach wird wieder ca. 3 Minuten vermischt. Die so zubereiteten, gebrauchsfähigen A- und B-Komponenten werden im Mischungsverhältnis von 1 : 1 (Volumenteile) verarbeitet. Die Verarbeitung erfolgt mit einer entsprechenden 2K-Injektionspumpe. Geeignete Injektionspumpen: BOOSTER 10 A MINIBOOSTER 5U Die mit AII aktivierte AI-Komponente ist ca. 12 Stunden (temperaturabhängig) verarbeitbar. Nach dieser Zeit ist die Verwendung der aktivierten AI-Komponente nicht mehr zu empfehlen. Die gebrauchsfertige B-Komponente ist ca. 5 Stunden stabil (temperaturabhängig). 2. Bei Rissinjektionen und Injektionsschlauchverpressungen: Das AII-Gebinde wird vollständig in das AI-Gebinde überführt und ca. 3 Minuten vermischt.

Bei Rissinjektionen und Injektionsschlauchverpressungen wird anstatt Wasser POLINIT zum Anmischen der B-Komponente verwendet. Um sicherzustellen, dass sich die BII-Komponente (Härtersalz) vollständig im POLINIT auflöst, wird folgende Vorgehensweise empfohlen: Das BII-Salz-Gebinde wird zur Hälfte mit Wasser aufgefüllt und solange geschüttelt, bis das Salz vollständig gelöst ist. Danach wird diese Salzlösung in das POLINIT gegeben und homogen vermischt. Die so zubereiteten, gebrauchsfähigen A- und B-Komponenten werden im Mischungsverhältnis von 1 : 1 (Volumenteile) verarbeitet. Die Verarbeitung erfolgt mit einer entsprechenden 2K-Injektionspumpe. Geeignete Injektionspumpen: BOOSTER 10 A MINIBOOSTER 5U Die mit AII aktivierte AI-Komponente ist ca. 12 Stunden (temperaturabhängig) verarbeitbar. Nach dieser Zeit ist die Verwendung der aktivierten AI-Komponente nicht mehr zu empfehlen. Die gebrauchsfertige B-Komponente (BII-Salzlösung + POLINIT) ist ca. 5 Stunden stabil (temperaturabhängig). Sicherheitshinweise: Die RUBBERTITE AI-, AII- und BII-Komponente ist als gefährlich eingestuft im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP). Vor Beginn der Verarbeitung ist es deshalb erforderlich, sich anhand des Sicherheitsdatenblattes über Vorsichtsmaßnahmen und Sicherheitsratschläge zu informieren. Lieferform: AI-Komponente 20 kg-kunststoffkanister AII-Komponente 1 kg-kunststoffflasche BII-Komponente 0,3 kg-kunststoffdose POLINIT 20 kg-kunststoffkanister Großgebinde auf Anfrage. Lagerung: Bei trockener Lagerung zwischen 10 und 25 C in den verschlossenen Originalgebinden, vor Hitze und direkter Sonneneinstrahlung geschützt, ist das Produkt ca. 12 Monate lagerfähig. Die Verwendung von länger gelagerten Produkten ist grundsätzlich nicht zu empfehlen, es sei denn es erfolgt vorher eine Freigabe von TPH. Diese Freigabe kann nur durch Überprüfung der Produktspezifikation der Originalware durch die QS-Abteilung der TPH erfolgen.

Entsorgung: Restentleerte Verpackungen können in Deutschland kostenlos über das INTERSEROH-System entsorgt werden. Ausreagierte Produktreste können in kleinen Mengen dem Hausmüll zugeführt werden. Nichtreagierte Produktkomponenten müssen entsprechend den örtlichen Vorschriften der Entsorgung zugeführt werden. Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte den Sicherheitsdatenblättern. Prüfzeugnisse: Mikrobiologischer Sterilitätstest, LADR Geesthacht 1999 Verträglichkeitsuntersuchung von Fugenbändern gegenüber dem Acrylatgel RUBBERTITE; MFPA Leipzig 1999 Korrosionsbeständigkeit von Bewehrungsstahl gegenüber dem Acrylatgel RUBBERTITE; MFPA Leipzig 1999 Prüfung der Beständigkeit der Acrylatgele RUBBERTITE und VARIOTITE gegen unterschiedliche Flüssigkeiten; MFPA Leipzig 1999 Prüfung der Eignung des Injektionsstoffes RUBBERTITE als nachträgliche Horizontalsperre zur Reduzierung des kapillaren Wassertransportes in Mauerwerk; MFPA Leipzig 2000 Untersuchung der Wärmeleitfähigkeit und der Wasserdampfdurchlässigkeit von Ziegelmauerwerk, das mit dem Acrylatgel RUBBERTITE getränkt wurde; MFPA Leipzig 2000 Orientierende Prüfung der Schwerentflammbarkeit des Acrylatgels RUBBERTITE nach DIN 4102; MFPA Leipzig 2002 Beständigkeitsuntersuchungen an dem Leipzig 2002 Acrylatgel RUBBERTITE; MFPA Anwendungstechnische Prüfungen des Injektionsstoffes RUBBERTITE/ POLINIT (für die Rissinjektion in Stahlbeton); MFPA Leipzig 2004 Frost-Tau-Wechselbeständigkeit von RUBBERTITE und RUBBERTITE/ POLINIT; MFPA Leipzig 2005 Untersuchungen zur Beurteilung der Auswirkung von RUBBERTITE auf das Grundwasser unter Verwendung des Säulenversuches mit umgekehrter Fließrichtung (Säulenversuch in Anlehnung an die DIBt-Grundsätze zur Bewertung der Auswirkungen von Bauprodukten auf Boden und Grundwasser); MFPA Leipzig 2007 Untersuchungen zur Beurteilung der Auswirkung von RUBBERTITE auf das Grundwasser unter Verwendung des Säulenversuches mit umgekehrter Fließrichtung (Säulenversuch in Anlehnung an die DIBt-Grundsätze zur Bewertung der Auswirkungen von Bauprodukten auf Boden und Grundwasser) - Ergänzende Untersuchungen -; MFPA Leipzig 2007

Bestimmung der elektrischen Leitfähigkeit an den Acrylatgelen RUBBERTITE und RUBBERTITE/POLINIT; MFPA Leipzig 2008 Untersuchungen zum Korrosionsschutz eines Acrylatgelsystems zur Verpressung von Rissen in Stahlbeton; IBAC Aachen 2008 Gutachterliche Stellungnahme zum Einsatz des Acrylatgels RUBBERTITE mit POLINIT als Injektionsmittel zur Abdichtung von Stahlbetonteilen; Prof. Dr. Raupach, IBAC Aachen 2008 Ermittlung identifizierender Eigenschaften des Acrylatgels RUBBERTITE als Injektionsstoff für Schleierinjektionen im Baugrund; MFPA Leipzig 2008 Prüfung auf Normalentflammbarkeit (Baustoffklasse B2) nach DIN 4102 Teil 1, Ausgabe Mai 1998; MFPA Leipzig 2008 Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung "Hydrogel RUBBERTITE als Schleierinjektion"; DIBt Berlin 2008 Eignungsprüfung des Injektionsgels RUBBERTITE nach den Vorgaben der Richtlinie 804.61.02 der DB; MFPA Leipzig 2009 Verhalten des Acrylatgels RUBBERTITE nach 10-jähriger Wasserwechsellagerung und Auslagerung im Erdreich; MFPA Leipzig 2009 Bestimmung von identifizierenden Eigenschaften und Leistungsmerkmalen des Polyacrylatgels RUBBERTITE / POLINIT gemäß DIN EN 1504-5; MFPA Leipzig 2011 Acrylatgel RUBBERTITE/POLINIT - Nachweis der Wasserdichtheit injizierter Risse unter zyklischer Aufweitung; MFPA Leipzig 2011 Prüfung der Wasserdichtheit von RUBBERTITE/POLINIT nach DIN EN 14068 bei einem Wasserdruck von 7 bar; MFPA Leipzig 2011 Untersuchung der Beständigkeit von Injektionsstoffen gegenüber betonangreifenden Flüssigkeiten; MFPA Leipzig 2011 Quellverhalten des Acrylatgels RUBBERTITE + POLINIT TX bei Lagerung in Salzwasser; MFPA Leipzig 2012 Untersuchung des Elutionsverhaltens des Injektionsstoffes RUBBERTITE im Rahmen der Verlängerung der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z- 101.29-3; MFPA Leipzig 2013 Prüfung des Acrylatgels RUBBERTITE + POLINIT zur Erlangung einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung als Injektionsstoff zur Injektion von Rissen in Stahlbetonbauteilen; MFPA Leipzig 2013 Untersuchung des Kontaktverhaltens von Injektionsharzen auf Acrylatbasis und Anhydritgestein; MFPA Leipzig 2014 Verhalten des Acrylatgels RUBBERTITE nach etwa 16-jähriger Wasserwechsellagerung und Auslagerung im Erdreich; MFPA Leipzig 2015 Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung "Rissfüllstoff Acrylatgel RUBBERTITE / POLINIT"; DIBt Berlin 2015

RUBBERTITE / POLINIT - Untersuchung des Elutionsverhaltens eines Injektionsharzes auf Acrylatbasis; MFPA Leipzig 2016 Herstellung von Gelprismen bei hohem Injektionsdruck - Ausführung in Verbindung mit der Kolbenpumpe Desoi PN-1435-3K; MFPA Leipzig 2016

0505 TPH Bausysteme GmbH Nordportbogen 8 D-22848 Norderstedt 08 GER0513/06 EN 1504-5:2004 RUBBERTITE / POLINIT Beton-Rissfüllstoff Wasserdichtheit S2 Viskosität 60 mpas, Füllgrad > 95 Korrosionsverhalten Nachweislich keine korrodierenden Auswirkungen Volumen- und Masseänderung durch Lufttrocknung und Wasserlagerung Lufttrocknung: ca. -15 % Wasserlagerung: ca. +20 % Empfindlichkeit gegenüber Wasser bestanden Empfindlichkeit gegenüber Nass- bestanden Trocken-Zyklen Verträglichkeit mit Beton bestanden Freisetzung von gefährlichen Stoffen NPD Rechtshinweise: Die richtige und damit erfolgreiche Anwendung unserer Produkte unterliegt nicht unserer Kontrolle. Eine Garantie kann deshalb nur für die Güte unserer Erzeugnisse im Rahmen unserer Verkaufs- und Lieferbedingungen, nicht aber für die erfolgreiche Verarbeitung übernommen werden. Alle Daten und Angaben in diesem Datenblatt beruhen auf dem derzeitigen Stand der Technik, Änderungen und Anpassungen an die Entwicklung bleiben ausdrücklich vorbehalten. Die von uns genannten Verbrauchsangaben können nur durchschnittliche Erfahrungswerte sein, Abweichungen im Einzelfall sind möglich und deshalb von uns nicht auszuschließen. TPH Bausysteme GmbH Nordportbogen 8 D-22848 Norderstedt Tel.: +49 (0)40 / 52 90 66 78-0 Fax: +49 (0)40 / 52 90 66 78-78 e-mail info@tph-bausysteme.com Web www.tph-bausysteme.com