Inhalt 1 Einleitung... 5 2 Materialkunde... 5 2.1 Der Arbeitsplatz... 5 2.2 Werkzeug... 5 2.2.1 Bindestock... 5 2.2.2 Spulenhalter... 5 2.2.3 Einfädler... 6 2.2.4 Schere... 6 2.2.5 Endknotenbinder... 6 2.2.6 Bürste... 6 2.2.7 Dubbing Nadel... 6 2.2.8 Dubbing Twister... 6 2.2.9 Haaraufstoßer... 6 2.2.10 Materialklemmen... 7 2.3 Fäden... 7 2.4 Dubbing... 7 2.4.1 Blend Dubbing... 7 2.4.2 Czech Nymph Dubbing... 7 2.4.3 Spectra Dubbing... 7 2.4.4 UV-Ice Dubbing... 7 2.4.5 Hare Dubbing... 7 2.4.6 Micro-Flash Dubbing... 7 2.4.7 Kaninchenfell Dubbing... 7 2.4.8 Superfine Dubbing... 8 2.5 Sonstiges Körpermaterial... 8 2.5.1 Body Glass... 8 2.5.2 Pfau... 8 2.5.3 Fasan... 8 2.5.4 Mylarschlauch... 8 2.5.5 Wolle... 8 2.5.6 Seide, Floss... 9 2.5.7 Schaumstoff... 9 2.5.8 Folie... 9 2.5.9 Bleidraht und Kupferdraht... 9 Seite - 1 -
2.5.10 Chenille... 9 2.6 Schwanz... 9 2.7 Rippung... 9 2.8 Lack... 9 2.9 Fell... 10 2.9.1 Kaninchen... 10 2.9.2 Bisam... 10 2.9.3 Cross cut Zonker... 10 2.9.4 Finnischer Waschbär... 10 2.9.5 Arktischer Fuchs... 10 2.9.6 Kalb... 10 2.9.7 Reh... 10 2.9.8 Bucktail... 10 2.9.9 Eichhörnchen... 11 2.10 Kunststofffäden... 11 2.10.1 Twist Flash Hair... 11 2.10.2 Flashabou... 11 2.11 Federn... 11 2.11.1 Hahn... 11 2.11.2 Henne... 11 2.11.3 Sonstige Federn... 11 2.11.3.1 CDC... 11 2.11.3.2 Strauß... 11 2.11.3.3 Rebhuhn... 11 2.11.3.4 Gans... 12 2.11.3.5 Goldfasan Tippets... 12 2.11.3.6 Goldfasan Crest... 12 2.11.3.7 Brustfedern vom Goldfasan... 12 2.11.3.8 Jungle Cock... 12 2.11.3.9 Truthahn... 12 2.11.3.10 Biots... 12 2.11.3.11 Krickente... 12 2.11.3.12 Perlhuhn... 12 3 Haken... 13 4 Perlen... 13 4.1 Messingperlen... 13 Seite - 2 -
4.2 Tungstenperlen... 13 4.3 Kunststoffperlen... 14 4.4 Baitfish Heads... 14 4.5 Sculpin Heads... 14 4.6 Augen... 14 5 Vorschlag für den Einsteiger (Werkzeug, Material und Muster)... 14 5.1 Einfache Version... 14 5.2 Gehobene Version... 14 6 Grundlegende Schritte... 14 6.1 Aufbau einer Fliege... 14 6.1.1 Trockenfliege mit Hechelkranz... 14 6.1.2 Trockenfliege mit Hechelkranz und Flügeln... 15 6.1.3 Trockenfliege mit CDC... 15 6.1.4 Nassfliege mit Weichhechel... 15 6.1.5 Nassfliege mit Flügel aus Federfibern... 15 6.1.6 Nassfliege mit Flügel aus Federsegmenten... 16 6.1.7 Nymphe... 16 6.2 Grundwicklung... 16 6.3 Halber Schlag... 16 6.4 Abschlussknoten (whip finish)... 16 7 Schwierigkeitsstufen der einzelnen Fliegen... 17 8 Muster... 17 8.1 Goldkopfnymphen... 17 8.1.1 Rhyacophila... 17 8.2 Nymphen... 23 8.3 Nassfliegen... 23 8.3.1 Weichhechel Nassfliege... 23 8.3.2 Nassfliegen mit Flügeln... 28 8.3.3 Nassfliegen mit Federfibern... 28 8.3.3.1 Light Cahill... 29 8.4 Trockenfliegen... 32 8.4.1 CDC-Fliegen... 32 8.5 Aufsteiger... 32 8.6 Streamer... 32 8.6.1 Hechtstreamer... 32 8.6.2 Zanderstreamer... 32 Seite - 3 -
8.6.3 Barschstreamer... 32 8.6.4 Forellenstreamer... 32 Seite - 4 -
1 Einleitung Was Sie hier lesen, spiegelt unsere persönlichen Erfahrungen mit dem Binden wieder. Auch, was wir zu einzelnen Produkten oder Firmen sage ist unsere persönliche Meinung. Wer eine andere hat, möge das gerne tun. Das Büchlein entsteht in Kooperation von Hans Hilgers und Gerhard Grünholz. Die Fotos sind entweder von Hans oder Elizabeth Clasen. Bei den Bindeanleitungen steht jeweils dabei, was von wem ist, damit Sie wissen, mit wem Sie Kontakt aufnehmen sollten, bei Fragen. Dieses Buch ist vor allem für Anfänger im Binden gedacht. Und denen gilt unsere Empfehlung: Kaufen Sie nicht alles an Bindematerial, was sie bekommen können. Orientieren Sie sich an den Mustern, die Sie binden wollen und kaufen dafür Material ein. Dann bleibt Fliegenbinden auch ein Hobby, das sich jeder leisten kann Binden Sie nicht ein Muster nach dem anderen. Lernen Sie grundlegende Techniken. Suchen Sie sich ein Muster raus und üben das so lange, bis Sie damit zufrieden sind. Das Buch erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es soll dem Anfänger den Einstieg in die Welt des Bindens etwas erleichtern. 2 Materialkunde 2.1 Der Arbeitsplatz Folgende Dinge scheinen uns hier wichtig: Sie brauchen ein wenig Platz, sonst finden Sie nichts. Optimal wäre ein kleiner Schrank mit vielen Schubladen. Sie brauchen Licht. Am besten finden wir Schreibtischlampen mit LED. Diese Art von Lichtquelle hat den großen Vorteil, dass man sich nicht die Finger verbrennt, wenn man in die Nähe kommt. Und auch wenn Sie noch jung sind und gute Augen haben, eine Lupenbrille ist kein Fehler. Man sieht bei kleinen Mustern doch erheblich besser und schont die Augen. Ob Sie sich für ein Standardmodell aus dem Internet entscheiden oder für ein Spezialanfertigung vom Optiker bleibt natürlich Ihnen überlassen, aber unser Rat lautete, nehmen Sie Bindezeug zum Optiker mit, damit Sie realistische Verhältnisse haben. 2.2 Werkzeug Ohne vernünftiges Werkzeug kann nicht vernünftig arbeiten, das gilt auch fürs Fliegenbinden. 2.2.1 Bindestock Kaufen Sie sich nicht das billigste, was Sie finden können. Aber es muss am Anfang auch kein Stock für 300 Euro oder mehr sein. Es gibt akzeptable Bindestöcke für unter 40 Euro, z. B der Regent. Wichtig ist, dass die Backen parallel sind und gehärtet. Nun zur Frage Tischklemme oder Platte?. Ich würde immer die Platte nehmen. Bedenken Sie bitte, dass Sie eventuell mal an einem Tisch binden, an dem man keine Tischklemme anbringen kann. Mit einer Platte ist man auch flexibler. Manche der Platten, die angeboten werden sind zu leicht. In dem Fall kauft man einen Stock mit Tischklemme und lässt sich vom Schlosser eine vernünftige, schwere Platte machen. Wenn Sie einen Bindestock brauchen, der sich leicht drehen lässt aber unter 100 Euro bleiben wollen rate ich zum Danvise. Und der, der auf einen Vollrationsstock zugreifen möchte, könnte sich den Norvise mal ansehen. Zu diesem Stock gibt es einen Menge Videos in You Tube. Der Vorteil solcher Stöcke liegt darin, dass man die Achse in Rotation versetzen kann. Zu allen anderen Stöcken fragen Sie bitte den Händler Ihres Vertrauens. 2.2.2 Spulenhalter Im Grunde gibt es drei Arten von Bobbins (Spulenhalter) Einfache, die für den Anfänger völlig ausreihen und die wir für Dyneema nehmen. Diese haben ein einfaches Metallröhrchen als Führung. Seite - 5 -
Stufe zwei sind Bobbins mit Keramikröhrchen. Bei denen sollte man auf zwei Dinge achten. Erstens sollte an beiden Enden Keramik sein und zweitens sollten die Aufnahmen für die Spulen schön rund und glatt sein. Etwas teuer, aber absolut empfehlenswert sind Bobbins mit Glas statt Keramik. Glas ist nicht nur sehr glatt sondern auch sehr hart. Mit diesen Bobbins kann man auch Draht oder Dyneem verarbeiten. Die nächste Stufe sind dann Spulenhalter, bei denen man die Fadenspannung einstellen kann. Die Firma Rite bietet solche z. B an. Diese Bobbins sind nicht billig, ich möchte sie aber nicht mehr missen. 2.2.3 Einfädler Viele Binder saugen den Faden in das Röhrchen des Bobbins ein. Das geht, kann einen aber auch zur Verzweiflung bringen, wenn der Faden sehr dünn ist. Besser ist es, sich einen einfachen Einfädler zu kaufen, mit dem man den Faden schnell in den Bobbin ziehen kann. 2.2.4 Schere Sie brauchen zwei Scheren. Eine gute, feine, mit der Sie auch kleine Fliegen gut beschneiden können und ein billig grobe für Draht. Am besten ist dafür ein kleiner Seitenschneider geeignet. 2.2.5 Endknotenbinder So mancher Binder fertig den Endknoten mit der Hand. Kann man machen, muss man aber nicht. Ein Endknotenbinder (whip finisher) erleichtert das Leben sehr. Auch hier gibt es verschiedene Ausführungen, z. B. solche, die sich drehen. Welchen man nimmt, liegt im Auge des Betrachters. 2.2.6 Bürste Bürsten nimmt man beim Fliegenbinden, um den Körper der Fliege aus zu bürsten. Für etwas größerer Fliegen kann man gut eine normale Zahnbürste verwenden. Eine andere Möglichkeit ist ein Stück Klettband auf ein Brettchen geklebt. 2.2.7 Dubbing Nadel Damit lockert man das Dubbing auf oder zieht Material aus dem Körper der Fliege. So kann man z. B die Beinchen der Bachflohkrebse nachahmen. Zum lackieren des Kopfes einer Fliege sind unseres Erachtens die gängigen Dubbing Nadeln zu dick. Hierfür empfehlen wir Folgendes. Nehmen Sie eine Nadel in der Stärke wie sie sie vorfinden, wenn Sie ein Hemd kaufen. Kleben Sie diese Nadel mit Heisskleber in ein Messingröhrchen. Ideal zum Lackieren 2.2.8 Dubbing Twister Es gibt im Wesentlichen zwei Arten von Dubbing Twistern. Version a muss man mit der Hand in Drehung versetzen. Preiswert aber ein wenig umständlich. Version b ist ein Dubbing Twister mit Kugellager. Kostet mehr ist aber auch viel besser in der Handhabung. 2.2.9 Haaraufstoßer Wird benutzt um Haare vor dem Einbinden auf die gleiche Länge zu bekommen zu bekommen. Seite - 6 -
2.2.10 Materialklemmen Die benutzt man, um Material festzuhalten, bevor man es in die Dubbingschlaufe legt. 2.3 Fäden Bindefäden gibt es in den Stärken 3/0 bis 17. 3/0 ist schon ein ziemliches Seil. 17 ist für Fliegen der Hakengröße 16 und kleiner. Außerdem gibt es Dyneema. Ein sehr reißfester Faden, den ich in der Stärke 100DEN für Bucktail Streamer oder andere Fliegen verwende, bei denen ich mit dem Bindefaden richtig Druck machen muss. Stärke 50 DEN nehme ich für Rehaar Sedge. Ansonsten kommt man mit einem 8 er Faden gut aus. Hier habe ich gute Erfahrungen mit dem Standardfaden von Flies and More gemacht. Ist mir ein 8er zu dick, greif ich auf die Fäden von Veevus zurück. 2.4 Dubbing Allein über Dubbing könnte man ganze Brücher schreiben. Einer unserer Fliegenfischerfreunde war in Irland in einem Angelladen. An einer Wand 2,40 m hoch 8 m lang, nur Dubbing. So arg wollen wir es hier nicht treiben, vielmehr besprechen wir einige Dubbings, mit denen wir gerne arbeiten 2.4.1 Blend Dubbing Eine Mischung aus natürlichem Dubbing, das für die Farbschattierung verantwortlich ist und synthetischem Material, das für ein irisierendes Schimmern sorgt. Die glänzenden Fibern tragen viel zur Fängigkeit der daraus gebundenen Fliegen bei. Lässt sich leicht an den Faden anspinnen. 2.4.2 Czech Nymph Dubbing Hervorragendes Dubbing Czech-Nymphs aber auch für alle anderen Nymphen. Das natürliche Dubbing hat eine feine Basisstruktur mit feinen Grannen. Es eignet sich besonders für Bindeanfänger. 2.4.3 Spectra Dubbing Ein hervorragendes Dubbing, das eine große Leuchtkraft besitzt. Es erhöht die Fängigkeit einer Fliege schon durch Zugabe zu anderen Materialien. Von Spectra gibt es z. B drei Farben, mit denen man Pfau ersetzen kann. 2.4.4 UV-Ice Dubbing Weiches Dubbing mit einem irrisierenden UV-Schimmern. Dieses Dubbing ist für fast jede Art von Fliege zu gebrauchen, egal ob Trockenfliege, Nymphe, Nassfliege oder Streamer. 2.4.5 Hare Dubbing Dubbing aus dem Haar des Wildhasen, etwas gröber als Kaninchen Dubbing. Bürstet man es aus bilden die Grannen recht gut die Beinchen einer Fliege nach. 2.4.6 Micro-Flash Dubbing Entspricht in etwa dem Spectra, nur feiner 2.4.7 Kaninchenfell Dubbing Ein recht feines Material, das sich gut an den Faden anspinnen lässt und deshalb gut geeignet für die ersten Bindeschritte. Seite - 7 -
2.4.8 Superfine Dubbing Unsere Empfehlung für den Körper kleiner Trockenfliegen. Lässt sich hervorragend an den Faden anspinnen. 2.5 Sonstiges Körpermaterial 2.5.1 Body Glass Body Glass ist ein Künstliches Material, mit dem sich sehr gut sie Segmente bei Nymphenkörpern nachahmen lassen. 2.5.2 Pfau Die Federn vom Schwanz eines männlichen Pfaus werden als Pfauengras bezeichnet. Pfauengras ist ein sehr schönes Material, dem die Fische kaum wiederstehen können. Es ist aber auch empfindlich und sollte gerippt werden. Dabei sind zwei Dinge wichtig. Die Rippung, meist Kupferdraht sollte entgegen der Richtung verlaufen, in der Sie das Pfauengras gewunden haben und Sie sollten beim Rippen mit dem Draht hin und her wackeln, damit die einzelnen Fibern beiseite geschoben werden. Details zur Handhabung erfahren Sie in den Mustern, in denen Pfau verwendet wird, z. B bei der Red Tag. Dann gibt es noch das Pfauenschwert. Diese Federn sind von Natur aus etwas gebogen und werden für spezielle Fliegen wie die Alexandra eingesetzt. Man kann auch die feinen Härchen von einer Fiber Pfauengras entfernen, am besten mit einem weichen Radiergummi. Man kann danach die Fiber als Körper für Trockenfliegen benutzen, z. B für die Mosquito. Als Alternative zu Pfauengras kann man auch entsprechendes Dubbing verwenden. Bei Spectra Dubbing gibt es die verschiedene Farben, die Pfauengras ersetzen können. 2.5.3 Fasan Wen von Fasanenfedern als Körpermaterial geredet wird ist meist Die Schanzfeder vom männlichen Jagdfasan gemeint. Man kann dieses schöne Material sowohl als Schwänzchen als auch für den Körper einer Fliege verwenden. Das wohl bekannteste Muster aus Fasan ist die pheasent tail Nymphe. 2.5.4 Mylarschlauch Mylarschlauch ist ein geflochtenes Kunststoffmaterial, das es in verschiedenen Farben gibt. Man schneidet ein Stück ab und entfernt das dochtähnliche Material im Innern. Mylarschlauch wird meist für die Körper von Streamern benutzt. 2.5.5 Wolle Auch Wolle kommt beim Binden zum Einsatz. Die berühmte Maifliegennymphe von Walker hat einen Körper aus Wolle. Dieses Material hat Vorteile, es kostet kaum etwas, und es gibt es in verschiedensten Stärken und Farben. Seite - 8 -
2.5.6 Seide, Floss Seide nimmt man für den Körper einer Fliege. Seide hat den großen Vorteil, dass sie schön schimmert und dass es sie in vielen verschiedenen Farben gibt. Meist wird der Seidenkörper mit Tinsel gerippt. Musterbeispiel: Black Penell 2.5.7 Schaumstoff Mit Schaumstoff kann man sehr schöne Käfermuster binden. Musterbeispiel: Schwimmender Käfer 2.5.8 Folie Folien benutzt man für den Rücken von Bachflohkrebsen und für Garnelenmuster Musterbeispiel: Bachflohkrebs 2.5.9 Bleidraht und Kupferdraht Beides dient der Beschwerung. Kupferdraht wird außerdem für den Körper einiger Nymphen benutzt. Musterbeispiel: Phaisen Tail Nymphe 2.5.10 Chenille Chenille gibt es in verschiedenen Arten, Farben und Stärken. Interessant ist nicht zuletzt Kaktuschenille für große Streamer. Musterbeispiel: Montana variant 2.6 Schwanz Als Schwanz kommen in Betracht: Flashabou, Wolle, Antron, Federfibern, Eichhörnchenschwanz, Bucktail, Reh, Marabou, Haare vom Pferdeschweif oder Pinselhaare. Man sollte bei der Auswahl des Schwanzes auf die Beschaffenheit des Materials achten. Wir nehmen für den Schwanz einer Light Cahill (Nassfliege) neben Fasan oder gelber Krickente gerne Fibern von den gelben Brustfedern des Goldafasans. Für die trockene Version der Light Cahill sind die Federn vom Goldfasan nicht geeignet, weil sie zu weich sind. Wenn der Schwanz einer Fliege (Federfibern) nach unten geht, legen Sie eine oder zwei Wicklungen darunter. Dadurch gewinnt er an Stabilität und spreizt sich schön auseinander. 2.7 Rippung Die Rippung hat zwei Aufgaben. Einerseits soll sie den Körper der Fliege schützen, andererseits soll sie den Körper segmentieren oder durch Glanz (Tinsel) das Schuppenkleid von Köderfischen nachahmen. Als Rippungsmaterial kommen in Frage: Tinsel, Draht, Monofil, Bindegarn. 2.8 Lack Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein spezieller Fliegenlack ist sicher kein Fehler, aber der ist teuer. Alternativen dazu wären billiger Nagellack oder Bootslack. Alle drei Lacke kann man mit handelsüblichem Verdünner bzw. Aceton wieder flüssiger bekommen, wenn sie eindicken. Seite - 9 -
2.9 Fell Fell kann man entweder verwenden, um daraus Dubbing herzustellen. Man schneidet es von der Haut und macht es in eine alte Kaffeemühle. Dadurch lässt es sich dann besser anspinnen. Oder man schneidet sogenannte Zonkerstrips daraus. Schmale Streifen, aus denen man Streamer herstellt. 2.9.1 Kaninchen Ein preiswertes Material, das es in vielen Farben gibt. Aus den Strips bindet man Streamer, aus den Fellflusen wird ein Dubbing hergestellt, das sich einfach an den Faden sinnen lässt. Wer die Fängigkeit seiner Fliegen mit Kaninchenfell erhöhen will kann es mit etwas glitzerndem Dubbing mischen, z. B mit UV-ICE. 2.9.2 Bisam Ergibt sehr schöne Zonkerstrips. 2.9.3 Cross cut Zonker Die quer geschnittenen Strips verwendet man für große Hechtstreamer. 2.9.4 Finnischer Waschbär Hat besonders weiches Haar, das hervorragend im Wasser spielt. 2.9.5 Arktischer Fuchs Hat besonders lange Haare. 2.9.6 Kalb Kalbsschwanz nimmt man meist für Flügel von Trockenfliegen. Die berühmten Wulf Fliegen sind eine Beispiel dafür. 2.9.7 Reh Reh verwendet man sowohl für Trockenfliegen wie die Rehhaar Sedge aber auch für Streamer wie den Muddler Minow. Das Haar vom Sommer ist weicher, das Haar vom Winter ist hohl und schwimmt besser. Wenn man Rehhaar kauft, sollte man bedenken, wofür es gedacht ist. Bei kleinen Haken nimmt man besser ein besonders feines Haar. Für Muddler Köpfe ist ein Stück vom Bauch besser. 2.9.8 Bucktail Bucktail ist der Schwanz vom amerikanischen Weißwedelhirsch Den weißen Teil kann man schön färben. Bucktail ist eines der Top Materialien für große Streamer. Die Betonung liegt auf groß. Wenn Sie auf einen 8 er Streamerhaken einen kleinen Forellenstreamer binden wollen, ist Eichhörnchenschwanz sicher die bessere Wahl. Wenn es aber um große Hechtstreamer geht, ist Bucktail das Material der Wahl. Bei Bucktail sollte man zwei Dinge beachten. Erstens, wenn man diese Haare auf dem Haken wirkliche festbekommen will, sollten man als Bindefaden Dyneema oder GSP von Veevus nehmen. Zweitens, die Haare am oberen Ende sind feiner, die am unteren Ende spreizen sich besser. Wer also Bucktail für den Schwanz nimmt, sollte vom oberen Ende nehmen, wer am Öhr einen schönen Kranz will, der sich gut spreizt nimmt die steifen Haare vom unteren Ende. Seite - 10 -
2.9.9 Eichhörnchen Aus dem Fell dieses Tierchens kann man schönes Dubbing machen. Und aus dem Schwanz kann man schöne Streamerschwingen gewinnen. Hinweis: nehmen sie nicht zu viel Material, sonst spielt die Schwinge nicht gut, halten Sie die Haare beim Einbinden gut fest, machen Sie den Kopf etwas größer als sonst, damit der Streamer keinen Haarausfall bekommt und machen Sie zuerst einige lose Wicklungen und ziehen dann erst stramm, sonst spreizt sich das Haar zu sehr. 2.10 Kunststofffäden Dieses Kapiteln werden wir später ergänzen. Auf zwei künstliche Materialien möchten wir zunächst hinweisen. 2.10.1 Twist Flash Hair Man kann diese Faser sowohl einsetzen um der Fliege etwas Glanz zu geben man kann aber auch ganze Streamer daraus binden. Musterbeispiel: Hechtstreamer Twist Flash Hair 2.10.2 Flashabou Ein interessantes Material für Streamer. Der Glanz übt einen zusätzlichen Reiz aus. Man kann Flashabou aber auch für das Schwänzchen von Nymphen und Streamern verwenden. Vor allem bei etwa trübem Wasser erhöht das die Sichtbarkeit der Fliege. 2.11 Federn 2.11.1 Hahn 2.11.2 Henne 2.11.3 Sonstige Federn 2.11.3.1 CDC CDC sind Federn vom Bürzel der Ente Cul De Canard ist der Entenarsch. Diese Federchen besitzen sehr feine Verästelungen und schwimmen sehr gut. Außerdem sind sie mit dem Wachs imprägniert, das die Ente benutzt, um ihr Gefieder gegen Wasser zu schützen. Man sollte Fliegen mit CDC deshalb nicht fetten. Wenn Sie auch durch Leerwürfe nicht mehr trocken wird, sollte man die Fliege wechseln. CDC gibt es im Prinzip in zwei Arten. Unsortiert, dann sind in dem Päckchen verschiedenste Größen. Wer viel bindet oder CDC bei vielen verschiedenen Hakengrößen einsetzt, ist damit gut bedient. Wer Wert darauf legt, möglichst nur große Federn zu erhalten, sollte selektierte CDC kaufen. Mit Federn von Marc Petitjean oder Swiss CDC kann man nichts falsch machen. Musterbeispiel: die Fratnik 2.11.3.2 Strauß Mit den Federn vom Strauß ahmt man die feinen Tracheen einer Nymphe nach. Musterbeispiel: Ritz D 2.11.3.3 Rebhuhn Vom Rebhuhn kann man den ganzen Balg verwenden. Am häufigsten nimmt man aber wahrscheinlich den Rupf. Man bindet diese Feder mit der Spitze ein, weil sie einen sehr dicken Kiel Seite - 11 -
hat. Vorsicht, Rebhuhn ist recht empfindlich und reißt schnell ab. Wir ersetzen es, wenn möglich durch Henne. Musterbeispiel: die Partridge and Orange 2.11.3.4 Gans Hier werden meist die gefärbten Schwungfedern eingesetzt. Sie finden Verwendung in den Schwingen klassischer Lachsfliegen. 2.11.3.5 Goldfasan Tippets Als Tippets bezeichnet man die orangenen Federn vom Hals des Goldfasans. Diese Federn finden in vielen Mustern Verwendung, meist als Schwanz. Musterbeispiel: Black Penell, Peter Ross 2.11.3.6 Goldfasan Crest Crest, das sind die gelben Federn vom Kopf des Goldfasans, wir kennen nur Lachsfliegen, in denen sei Verwendung finden. 2.11.3.7 Brustfedern vom Goldfasan Der Goldfasan hat verschieden farbige Brustfedern, die man alle verwenden kann. Allerdings sind sie zu weich, um als Schwänzchen für Trockenfliegen zu dienen. Man nimmt sie eher für Nymphen oder Nassfliegen. 2.11.3.8 Jungle Cock Eine sehr schöne aber auch recht teure Feder. Da der Jungle Cock durch jahrzehnte lange rücksichtslose Jagd kurz vor dem Aussterben stand, bekommt die Federn dieser Vögel nur noch aus der Zucht. Verwendet werden sie in den verschiedensten Mustern. Ob man wirklich mehr fängt, weil man die Augenfedern des Jungle Cocks mit eingebunden hat, möchten wir dahin gestellt lassen. 2.11.3.9 Truthahn Vom Truthahn nimmt man meist die braungesprenkelten großen Federn. Sie finden z. B als Federsegment Verwendung im Muddler Minnow. 2.11.3.10 Biots Jede Feder aus dem Flügel hat eine Seite mit langen und eine Seite mit kurzen Fibern. Die kurzen Fibern nennt man Biots. Biots werden bei der Prinz Nymphe verwendet, bei Steinfliegenmustern als Beinchen oder als Körper bei kleinen Trockenfliegen. 2.11.3.11 Krickente Die Federn der Krickente, von Natur aus schwarz-weiß gestreift gibt es auch gefärbt. Man nimmt Sie für Schwänzchen, Barthechel und Flügel. Musterbeispiel: die Ligth Cahill 2.11.3.12 Perlhuhn Vom Perlhuhn benutzt man meist den Rupf. Diese schwarzen Federn mit weißen Punkten werden in verschiedenen Mustern benutzt. Musterbeispiel: die Arthofer Seite - 12 -
3 Haken Mit Haken von namhaften Herstellern wie Partridge, Mustad etc. machen Sie sicher nichts falsch. Allerdings sind die nicht ganz billig. Eine qualitativ gute und preislich auf jeden Fall interessante Alternative sind die Osprey Haken von Veniard. Nassfliegen oder Nymphenhaken sind in der Regel dicker und damit schwerer als solche für Trockenfliegen. Dann gibt es noch gebogene Haken für Bachflohkrebse und langgezogene gebogene Haken für Parachute Fliegen. Streamerhaken sind länger als solche für Nymphen. Der Aufbau des Hakens: Von ganz vorne bis ganz hinten ist die Hakenlänge. Von der Stelle hinter dem Öhr bis zu der Stelle, ab der der Haken nicht mehr gerade sondern gebogen ist, das ist der Hakenschenkel. Der Schenkel ist der Bereich, über den die Grundwicklung reicht. Bei Haken mit Widerhaken endet der Schenkel meist über dem Widerhaken. Vergleichen Sie dazu auch das Foto des Hakens 4 Perlen Bei Perlen sollte man nicht auf den Cent schauen. Sie bekommen Perlen manchmal recht günstig. Nur hat man bei diesen Billigangeboten das Problem, dass sie einen gleichmäßigen Durchmesser in der Bohrung haben. Da bedeutet, entweder bekommen Sie die Perle nicht gescheit über den Hakenbogen geschoben oder sie rutscht über das Öhr. Perlen, die zum Fliegenbinden geeignet sind, sollten eine konische Bohrung besitzen oder einen Schlitz (slotted). Man führt die Messingperlen mit der schmalen Seite über die Halenspitze. 4.1 Messingperlen Messingperlen werden für die bekannten Goldkopf Nymphen benutzt. Bei flachem Wasser und/ Sonnenschein nimmt man besser Perlen in den Farben Kupfer oder schwarz. Das strahlende Messing hat sonst eher eine Schreck- als eine Lockwirkung. Es gibt diese Perlen auch in anderen Farben wie. z. B. weiß oder Rot. 4.2 Tungstenperlen Tungsten (Wolfram) ist wesentlich schwerer als Blei und bringt die damit gebundenen Fliegen schnell auf Tiefe. Tungsten setzt man immer ein, wenn das Wasser tief und / oder schnell ist. Es gibt Tungsten mit normaler Bohrung oder geschlitzt (slotted). Die Perlen haben verschiedene Farben. Es sind auch facetierte Perlen erhältlich. Seite - 13 -
Musterbeispiel: Montana variant. 4.3 Kunststoffperlen Auch Kunststoffperlen gibt es in verschiedenen Farben. Auf Grund ihres geringen Gewichtes fischt man Muster mit Kunststoffperlen in flachem Wasser 4.4 Baitfish Heads Baitfish Heads sind hohle Metallköpfe. Zuerst baut man einen Streamer und klebt dann den Kopf auf. Der Metallkopf sorgt dafür, dass der Streamer tief sinkt. Und wenn man ihn ran zupft und die Gerte leicht anhebt entsteht ein Zickzack Kurs, wie bei einem kranken Fisch. Hinweis: nehmen Sie keinen dünnflüssigen sondern eher einen pastösen Sekundenkleber. 4.5 Sculpin Heads Entsprechen den Baitfish Heads, sind nur breiter. Im allgemeinen nimmt man sie für Imitationen der Mühlkoppe. 4.6 Augen Augen benutzt man um der Fliege mehr Attraktivität zu verleihen. Entweder nimmt man eher flache Augen, klebt sie auf und formt aus Epoxy oder UV-Kleber einen Kopf. Oder man bindet Doppelaugen ein. Die sollte man allerdings dann auch mit Sekundenkleber oder UV-Kleber fixieren. Das Einbinden geschieht mit achter Wicklungen. Eine Alternative zu den Doppelaugen, die einen konischen Querschnitt haben sind Kettenaugen. 5 Vorschlag für den Einsteiger (Werkzeug, Material und Muster) 5.1 Einfache Version Regent Bindestock, einfacher Endknotenbinder, einfacher Spulenhalter, Schere, Seitenschneider, einfache Hechelklemme, Nassfliegen / Nymphenhaken, Trockenfliegenhaken, CDC, 8 er Standardfaden, Kaninchendubbing, Indische Henne, indischer Hahn, Whiting 100, Kupferdraht, Seide, Tinsel. 5.2 Gehobene Version 6 Grundlegende Schritte 6.1 Aufbau einer Fliege 6.1.1 Trockenfliege mit Hechelkranz Schwanzlänge: Schenkellänge des Hakens Körperlänge : 2/3 Schenkellänge Hechel: geht über 1/3 der Schenkellänge Die Fibern der Hechel sollten nicht zu lang sein, sonst steht die Fliege nicht sauber auf dem Wasser. Als Faustregel gilt, die Fieberlänge sollte das 1,5 fache der Hakenbogenöffnung betragen. Anfänger neigen dazu sowohl den Schwanz zu lange zu binden und die Hechel zu groß zu wählen. Für beide Probleme gibt es aber eine Lösung. Kaufen Sie sich einen Zirkel, und messen die Schenkellänge Seite - 14 -
damit. Dann binden Sie den Schwanz mit wenigen Windungen ein und legen die Zirkelschenkel an. Jetzt korrigieren Sie die Schwanzlänge, bis es passt und fixieren den Schwanz mit weiteren Windungen. Lernen Sie nicht mit indischen Hahnenbälgen Trockenfliegen zu binden. Das geht, aber es ist schwer. Unser Tipp: Whiting 100. Das sind Sattelfedern, die nach Hakengröße sortiert sind. Damit bekommen Sie ein Gespür dafür, welche Hechel zu welcher Hakengröße passt. 6.1.2 Trockenfliege mit Hechelkranz und Flügeln Der Flügel sollte etwa so lang sein wie der Hakenschenkel. Man bindet ihn auf dem Haken ein und richtet ihn mit Stützwicklungen auf. Als Material für die Flügel kann man Haare z. B vom Kalbsschwanz, Federfibern oder Hechelspitzen nehmen. 6.1.3 Trockenfliege mit CDC 6.1.4 Nassfliege mit Weichhechel Schwanzlänge: Schenkellänge des Hakens Körperlänge : 3/4 Schenkellänge Sie brauchen Platz für die Hechel und den Kopfknoten. Hechel: Die Fiberlänge entspricht in etwa der Hakenlänge. Bei Mustern, die eine Sedge (Köcherfliege) nachahmen, entfällt der Schwanz. Musterbeispiel: Yellow and Darkbrown 6.1.5 Nassfliege mit Flügel aus Federfibern Schwanzlänge: Schenkellänge des Hakens Körperlänge : 3/4 bis 4/5 der Schenkellänge Sie brauchen Platz für die Hechel und den Kopfknoten. Barthechel: sie geht bis zur Hakenspitze Federfiber Flügel: sollten kürzer als der Schwanz aber länger als der Haken sein. Musterbeispiel: Peter Ross, oder die Ligth Cahill (Nassfliege) Seite - 15 -
6.1.6 Nassfliege mit Flügel aus Federsegmenten Schwanzlänge: Schenkellänge des Hakens Körperlänge : 3/4 bis 4/5 der Schenkellänge Sie brauchen Platz für die Hechel und den Kopfknoten. Barthechel: sie geht bis zur Hakenspitze Flügel: Sollten kürzer als der Schwanz aber länger als der Haken sein. Musterbeispiel: Green Peter oder die Märzbraune 6.1.7 Nymphe Schwanzlänge: 1/3 der Schenkellänge des Hakens Hinterleib (Abdomen) 2/3 der Schenkellänge Vorderleib (Thorax) 1/3 der Schenkellänge 6.1.8 Streamer 6.1.8.1 Woolly Bugger Schwanz aus Marabou, Länge = Schenkellänge Körper aus Dubbing, gerne was glitzerndes wie UV-Ice Dubbing Rippung = Kupferdraht Körperhechel: Indischer Hahnensattel oder Softhackle and Chickabou 6.2 Grundwicklung Die Grundwicklung ist nötig, damit das Material auch auf dem glatten Haken hält. Sie beginnt knapp hinter dem Öhr und endet dort, wo der Haken beginnt gebogen zu werden. Das ist bei Haken mit Widerhaken meist die Stelle, an der der Widerhaken sitzt. 6.3 Halber Schlag Ein halber Schlag dient dazu, einzelne Bindeschritte zu sichern. Wenn Sie zum Beispiel einen Streamer mit Seidenkörper und Rippung aus Tinsel binden und kommen aus Versehen gegen den Bobbin, kann es passieren, dass die Fadenspannung weniger wird und Seide und Tinsel sich aufrollen. Sind die einzelnen Schritte mit halben Schlägen gesichert, passiert das nicht. 6.4 Abschlussknoten (whip finish) Damit die Fliege sich nicht spätestens beim ersten Biss in ihre Einzelteile auflöst, muss man einen sauberen Abschlussknoten binden. Der wird dann mit einem Tröpfchen Lack gesichert. Seite - 16 -
7 Schwierigkeitsstufen der einzelnen Fliegen Wir versuchen hier ein wenig Orientierung zu geben, welche Fliegen eher einfach und welche eher schwierig zu binden sind. Dabei beutet 1, recht simpel und 6 die ganz hohe Kunst. Keine Sorge eine 6 er wird nicht vorkommen. Muster Schwierigkeitsgrad Goldkopfnymphe 1 Goldkopfnymphe mit Schwanz und Kopfhechel 2 Partridge and Orange 2 Black Penell 2 Green Peter 3 8 Muster 8.1 Goldkopfnymphen 8.1.1 Rhyacophila Autor: Gerhard Grünholz Fotos: Elizabeth Clasen Kategorie: Goldkopfnymphe Haken: Nymphen Haken Größe 10 bis 14 Körper: Kaninchen Dubbing mit etwas UV-Ice Dubbing gemischt, UV-Ice-Dubbing, Spectra Dubbing oder ähnliche Dubbings. Hechel: Hechel von Hennensattel oder Balg (Inder) in mittelbraun. Faden: Standard Faden von Flies and More Stärke 8. Rippung: Kupferdraht Kopf: Messsingperle Schwanz: Entfällt, da Köcherfliegen keinen haben. Bemerkung: Diese Muster ahmt die Rhyacophila nach, eine Köcherfliege, die in deutschen Gewässern recht häufig vorkommt. Ob man dieses Muster mit oder ohne Hechel bindet hängt davon ab, welches Stadium des Insektes man nachahmen möchte. Geht es um die Insekten, die am Gewässergrund leben, ist die Hechel nicht unbedingt nötig. Dann macht es vielleicht auch Sinn hinter die Messingperle ein paar Wicklungen Blei zu legen. In dem Fall fischt man die Nymphe in freier Drift. Will man hingegen eine Köcherfliege binden, die bereits die Flügel entwickelt hat, fängt die Nymphe mit Hechel wahrscheinlich besser. Man sollte dann auf die Phase achten, wenn die Fliege aufsteigt, wenn die Strömung die Schnur streckt. Meist erfolgen dann die Bisse. Mit andersfarbigem Dubbing und / oder anderer Hechel ahmt man andere Köcherfliegen nach. Die Hydropsyche z. B hat einen blaugrün, gelblichen Körper. In dem Fall könnte man auch einen Perle aus Kupfer nehmen, die den braunen Vorderkörper der Hydropsyche imitiert. Seite - 17 -
Schritt 1, Aufziehen der Perle, Grundwicklung und Rippungsdraht Zuerst wird die Grundwicklung erstellt. In der Regel reicht Sie bis zum Wiederhaken. Dann wird dünner Kupferdraht für die Rippung eingebunden. Seite - 18 -
Schritt 2, Körper Dann winden Sie etwas Dubbing an den Faden. Wichtig!!!!. Wenig Dubbing. Nur mit einem dünnen Dubbing Strang kann man einen schönen Körper formen. Benutzen Sie etwas spröderes Dubbing, wie z. B UV-Ice Dubbing, empfehle ich die Schlaufentechnik, um den Dubbing Strang zu erstellen. Schritt 3,Abdomen, Hinterleib Seite - 19 -
Nun wir das Abdomen erstellt und mit dem Kupferdraht gerippt. Der Hinterleib sollte etwa 2/3 des Hakenschenkels lang sein. Schritt 4, Thorax, Vorderleib Danach wir der Thorax erstellt. Er kann gerne etwas dicker sein, als der Hinterkörper. Seite - 20 -
Schritt 5 Streifen der Hechel Will man einen dünnen Hechelkranz, so streift man die Hechel. Sprich, man reißt an einer Seite die Fibern ab. Schritt 6, Einbinden der Hechel und winden Seite - 21 -
Im nächsten Schritt wird die Hechel eingebunden und um den Haken gewunden. Seite - 22 -
Schritt 7 Kopfknoten Wer mag kann noch einen Hauch Dubbing zwischen Perle und Hechel legen. Dadurch wird sie stärker nach hinten gedrückt. Ab Schluss kommt der Kopfknoten 8.2 Nymphen 8.3 Nassfliegen 8.3.1 Weichhechel Nassfliege Name: Nassfliege Yellow and Dark Brown Kategorie: Nassfliege Haken: Hakengröße:10 bis 14 Körper UV-Ice Dubbing zitronengelb Schwanz: Entfällt, da Köcherfliegen keinen haben Kopfhechel: Dunkelbraune Henne Faden: Hell Schritt 1, Grundwicklung Seite - 23 -
Zuerst wird die Grundwicklung erstellt. Bei den meisten Haken endet der Schenkel dort, wo der Widerhaken sitzt. Danach beginnt die Biegung des Hakens. Die Grundwicklung und auch der Körper enden über dem Widerhaken. Seite - 24 -
Schritt 2, Der Dubbingstrang Zuerst legt man mit der Schnur eine Schlaufe. Und in diese Schlaufe ein Büschel UV-Ice Dubbing. Dann verdrallt man das Dubbing mit dem Dubbingtwister. Ich nehme schon lange nur noch Dubbingtwister mit Kugellager. Damit arbeitet man einfach schnell und präzise. Seite - 25 -
Schritt 3, der Körper Dann hält man das Ende des Dubbingstrangs mit der Hechelklemme fest und schneite den Faden vom Twister ab. Danach formt man den Körper Seite - 26 -
Schritt 4, die Kopfhechel Eine Feder von Hennenbalg oder Sattel einbinden. Henne, Rebhuhn etc. wird immer mit der Spitze eingebunden. Beim Winden um den Haken werden die Fibern nach hinten gestreift. Schauen Sie mal im Internet unter Hechel doppeln. Seite - 27 -
Die fertige Fliege. Hinweis: Die Idee zu diesem Muster kam mir, als ich im Bach stand und eine Köcherfliege trieb im Wasser auf mich zu. Das ist der Versuch sie nachzubinden, und ich durfte feststellen, es funktioniert. Solche Nassfliegen sind immer effektiv, wenn Fliegen im Oberflächenfilm gefangen sind. Ein leichtes Zittern mit der Rutenspitze ahmt den Versuch des Insektes nach, sich vom Oberflächenfilm zu lösen. 8.3.2 Nassfliegen mit Flügeln 8.3.3 Nassfliegen mit Federfibern Seite - 28 -
8.3.3.1 Light Cahill Kategorie: Nassfliege Haken: Hakengröße:8 bis 12 oder Streamerhaken Größe 12 bis 14 Körper Blassgelbes Felldubbing z. B Kaninchen oder UV-ICE Dubbing oder Spectra Dubbing oder Kaninchen mit UV-Ice gemischt. Schwanz: Gelbe Krickenten Federn Rippung: Monofil Stärke 12 (optional) Bart: Gelbe Krickenten Federn Flügel: Gelbe Krickenten Federn Faden: Hell Schritt 1, Grundwicklung Zuerst wird die Grundwicklung erstellt. Bei den meisten Haken endet der Schenkel dort, wo der Widerhaken sitzt. Danach beginnt die Biegung des Hakens. Die Grundwicklung und auch der Körper enden über dem Widerhaken. Seite - 29 -
Schritt 2, Einbinden des Schwanzes Zupfen Sie einige Fibern von der Entenfeder ab und drehen sie zwischen den Fingern, damit sie schön gerade werden. Binden Sie die Fibern als Schwanz ein. Der Schwanz einer Nassfliege hat im Allgemeinen die Länge des Hakenschenkels. Beginnen Sie mit einigen losen Wicklungen, damit sich die Fibern nicht drehen und legen dann mit festen Wicklungen den Schwanz fest. Damit der Schwanz nicht nah hinten runter hängt und sich schön spreizt, können Sie eine oder zwei Wicklungen unter den Schwanz legen. Bei einem Klassiker wie der Light Cahill ist es oft schwierig zu sagen, was die Original Bindeanleitung ist. Ich finde, das ist auch nicht wichtig. Wenn man eine Bindeanleitung modifiziert, ist es vielleicht nicht mehr das Original, aber, wer fängt hat Recht. Seite - 30 -
Schritt 3, Herstellen des Körpers Dann spinnen Sie etwas Dubbing an die Bindeseide. Dabei sind zwei Dinge wichtig; nehmen Sie nur wenig Material und spinnen Sie es in nur einer Richtung an. Nehmen Sie vor allem wenig Dubbing. Nur mit einem dünnen Dubbingstrang lassen sich schöne Körper formen. Wenn Sie kein Kaninchen sondern ein spröderes Dubbing nehmen sollten Sie das Dubbing entweder in einer Dubbingschlaufe verarbeiten oder Dubbingwachs benutzen. Hinweis: Sie sollten die Fliege nach jedem Bindeschritt mit einem halben Schlag sichern. Schritt 4, Einbinden der Barthechel Streif Sie wieder einige Fibern von der Entenfeder ab, drehen Sie sie zwischen den Fingern und binden Sie sie ein. Der Bart sollte auf der Hakenspitze enden. Tipp: Legen Sie die Fibern schräg an den Haken, und legen Sie sie mit einigen Windungen fest. Wenn die Fibern nicht ins Öhr ragen, ist es einfacher sie sauber abzuschneiden. Nachdem Sie den Überstand abgeschnitten haben ziehen Sie die Fibern gerade und machen Sie mit straffen Windungen fest. Seite - 31 -
Schritt 5, Einbinden des Flügels Nun kommt der letzte Schritt, nehmen Sie eine ausreichende Menge an Fibern und binden den Flügel. Er sollte etwa auf Höhe des Hakens enden Hinweis: Die Light Cahill ahmt die gelbe Maifliege nach, kann aber als Imitation für alle hellen, größeren Eintagsfliegen gefischt werden. 8.4 Trockenfliegen 8.4.1 CDC-Fliegen 8.5 Aufsteiger 8.6 Streamer 8.6.1 Hechtstreamer 8.6.2 Zanderstreamer 8.6.3 Barschstreamer 8.6.4 Forellenstreamer Seite - 32 -