INSTRUCTIONS FOR USE MODE D EMPLOI TOURBILLON AND CHRONOGRAPH CALIBRES 2889 AND 2936 HAND-WOUND
4 1 2 e 5 3 f A B C B C
Inhaltsverzeichnis Einführung S. 58 - Die Manufaktur Audemars Piguet Über die Uhr S. 62 - Der Tourbillon - Der Chronograph Garantie und Wartung Alle Hinweise bezüglich der Garantie und der Empfehlungen betreffend der Wartung Ihrer Uhr sind im beigelegten Ursprungs- und Garantiezertifikat detailliert. Beschreibung des Uhrwerks S. 68 - Ansichten des Werks - Technische Daten des Uhrwerks - Besonderheiten Gebrauch der Funktionen S. 74 - Anzeigen und Funktionen der Uhr - Einstellen der Uhrzeit - Aufziehen der Uhr - Verwendung des Chronographen 56 57
Einführung Die Manufaktur Audemars Piguet Das Vallée de Joux, Wiege der Uhrmacherkunst Im Herzen des Schweizer Jura, etwa 50 Kilometer nördlich von Genf, befindet sich eine Landschaft, die ihren unverfälschten Charme bis heute bewahrt hat : das Vallée de Joux. Das rauhe Klima dieser Bergregion und ihr karger Boden veranlassten die dort angesiedelten Bauern, sich in der Mitte des 18. Jahrhunderts nach alternativen Erwerbszweigen umzusehen. Hohe manuelle Geschicklichkeit, unverbrauchte Kreativität und ein enormes Durchhaltevermögen prädestinierte die Talbewohner, Combiers genannt, geradezu für die Uhrmacherei. Die im Vallée de Joux gefertigten Werke erfreuten sich wegen ihrer hohen Qualität großer Beliebtheit bei den Genfer Uhrenfirmen, welche sie zu kompletten Uhren zusammenbauten und so vollendeten. Ab 1740 konnte sich die Uhrmacherei dann als freies Gewerbe im Vallée de Joux entfalten. Fortan entwickelte sich diese Region, wie aus einer Chronik des Jahres 1881 hervorgeht, zu einem Schlaraffenland, in dem die Armut schon bald einmal verschwunden war. 58 59
Zwei Namen für ein grosses Abenteuer Im Jahre 1875 beschlossen zwei junge und ambitionierte Uhrmacher, Jules Louis Audemars und Edward Auguste Piguet, ihre Talente gemeinsam einzu setzen, um im Vallée de Joux Uhren mit Komplikationen zu entwerfen und herzustellen. Ihre Entschlossenheit, Erfindungsgabe und Disziplin brachten ihnen schnell den erhofften Erfolg. Um 1885 eröffneten sie eine Niederlassung in Genf, und 1889 ergaben sich anlässlich der 10. Weltausstellung in Paris, auf der sie Grande Complication-Taschenuhren präsentierten, neue Geschäftsbeziehungen. Die junge Manufaktur Audemars Piguet gelangte rasch zu internationalem Ruhm. Ihre Kreationen schrieben Geschichte in der Haute Horlogerie : 1892 mit der ersten Armbanduhr mit Minuten-Repetierschlagwerk oder im Jahr 1915 mit dem kleinsten je realisierten 5-Minuten-Repetierschlagwerk. Ab 1918 führten die Söhne der Firmengründer die Arbeit ihrer Väter fort. Sie erweiterten ihre Kenntnisse in der Herstellung von Damen- und Herrenarmbanduhren und entwarfen völlig neue, hochkomplizierte und ultraflache Werke. Nachdem sie die Weltwirtschaftskrise von 1929 mit voller Wucht getroffen hatte, führten die beiden Geschäftsführer mit Ausdauer und Initiative die Skelett-Armbanduhren wieder ein, um sich dann der Herstellung von Chronographen zu widmen. Dieser neue Elan wurde jedoch jäh durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Nach Kriegsende drängte sich dem Unternehmen eine Neuorganisation auf. Ihrer innovativen Tradition folgend, konzentrierte sich die Manufaktur auf die Herstellung besonders hochwertiger Stücke. Eine Strategie, die sich als fruchtbar erweisen sollte, um so mehr, als sie mit großem kreativen Mut einherging. Gestärkt durch den internationalen Erfolg, führte Audemars Piguet ihre kreative Arbeit über Jahrzehnte fort und brachte 1972 die Royal Oak als erste hochwertige Sportarm banduhr aus Edelstahl auf den Markt. Sie fand sofort großen Anklang. Als weitere Weltpremiere folgte 1986 die erste ultraflache Tourbillon-Armbanduhr mit Automatikaufzug. Dank dem kreativen Geist, der die Manufaktur nach wie vor beflügelte, entstanden Zeitmesser mit innovativer Ästhetik und einzigartigen Uhrwerken. Ende der achtziger Jahre wurde die Renaissance der mechanischen Komplikationen ein geläutet. Legendäre historische Vorbilder inspirierten zu neuen Meisterwerken mit erlesenen Kalibern. 1999 präsentierte Audemars Piguet die außergewöhnliche Kollektion Tradition d Excellence. Lauter Beweise für einen in der Tradition verankerten wagemutigen Geist und ein Versprechen für die Zukunft. 60 61
Über die Uhr Der Tourbillon Bereits seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert haben sich namhafte Uhrmacher damit beschäftigt die Präzision in der Zeitmessung zu verbessern. Das Bestreben eine einheitliche Ganggenauigkeit der Zeitmesser in allen Positionen zu erreichen, stellte eine große Herausforderung dar. Durch die Erdanziehungskraft wird das regulierende Element (Unruh/Spirale) der Uhr in vertikaler Lage durch geringste Veränderungen der Lage negativ beeinflusst, was zu einer Gangabweichung führt. Im Jahr 1801 erfand der Uhrmacher Abraham Louis Breguet das Tourbillon-Drehgestell, durch welches die Gangabweichung in allen Lagen ausgeglichen wird. Das Funktionsprinzip ist bis heute überall gleich geblieben : die Elemente der Hemmung (Räder, Anker und Unruh) werden nicht fest in das Uhrwerk eingebaut, sondern durch einen beweglichen Käfig gehalten. Dieser Käfig dreht sich mit der Hemmung einmal pro Minute um sich selbst, so dass die einzelnen Elemente kontinuierlich ihre Lage verändern und die, durch die Erdanziehungskraft hervorgerufene, Gangabweichung ausgeglichen wird. 185 Jahre später, im Jahr 1986, gelang es Audemars Piguet erstmals dieses Funktionsprinzip in einer seriengefertigten Armbanduhr mit ultraflachem Automatikwerk anzuwenden. Seitdem erweitert die Manufaktur in Le Brassus ihre Kollektion stetig mit zahlreichen Versionen des Tourbillons in Kombination mit allen uhrmacherischen Komplikationen. Als eine der wenigen Uhren-Manufakturen beherrscht Audemars Piguet mit über 25 veschiedenen Uhrwerken, die mit einem Tourbillon ausgestattet sind, heute noch alle Geheimnisse dieser Komplikation. 62 63
Über die Uhr Der chronograph Besondere Umstände und Veranstaltungen erfordern immer wieder das Messen von Zeiträumen oder der Dauer verschiedenster Ereignisse. Der Chronograph wurde deshalb zu einem unverzichtbaren Messinstrument. Die Erfindung des modernen Chronographen ist das Werk eines Uhrmachers aus dem Vallée de Joux, Adolphe Nicole, der 1844 das erste Patent für diese Komplikation angemeldet hat. Seit ihrer Gründung im Jahre 1875 entwickelt und produziert die Manufaktur Audermars Piguet die kompliziertesten und leistungsfähigsten Chronographen der Welt. Der Tourbillon mit Chronograph fügt sich perfekt in diese mehr als hundertjährige Unternehmensphilosophie ein, zeichnet sich jedoch auch durch einen exklusiven Chronographenmechanismus aus, dessen Zuverlässigkeit und Präzision die neuesten Entwicklungen der Manufaktur von Le Brassus widerspiegeln. Der Chronographenmechanismus verfügt über eine neuartige Hochleistungskupplung. So lässt sich das Räderwerk doppelt einstellen, was die Präzision weiter erhöht. Durch diese Innovation, die es nur bei Audemars Piguet gibt, lässt sich überdies ein Sprung des Chronographenzeigers bei Aktivierung der Startfunktion vermeiden. Darüber hinaus verfügt der 30-Minuten-Zähler über eine praktische Einrichtung, die den Zählerzeiger präzise und minutengenau springen lässt. Der Zeigersprung vollzieht sich innerhalb einer halben Sekunde. Der Vorteil der springenden Anzeige ist die exaktere Ablesbarkeit der verstrichenen Minuten seit dem Start des Chronographen. 66 67
Beschreibung des Uhrwerks Ansichten des Werks Rückseite Kaliber 2889 Technische Daten des Uhrwerks Gesamthöhe : 8,07 mm Gesamtdurchmesser : 29,90 mm Frequenz der Unruh : 3 Hz (21.600 Halbschwingungen/Stunde) Anzahl der Rubine : 28 Gangreserve (mindestens): ca. 72 Stunden Handaufzug Unruh mit Schrauben für die Einstellung des Trägheitsmoments Breguet-Spiralfeder Beweglicher Spiralklötzchenträger Anzahl der Einzelteile : 290 Zifferblattseite Besonderheiten Integriertes Chronographen-Uhrwerk Chronographen-Mechanismus mit Säulenrad 30-Minuten-Zähler Brücken und Platine von Hand bearbeitet Zugeschnittene Teile von Hand bearbeitet (polierte Kanten, oben Strichfinish, unten Brouillé -Finish) 68 69
Beschreibung des Uhrwerks Ansichten des Werks Rückseite Kaliber 2889 Skelett Technische Daten des Uhrwerks Gesamthöhe : 8,07 mm Gesamtdurchmesser : 29,90 mm Frequenz der Unruh : 3 Hz (21.600 Halbschwingungen/Stunde) Anzahl der Rubine : 28 Gangreserve (mindestens): ca. 72 Stunden Handaufzug Unruh mit Schrauben für die Einstellung des Trägheitsmoments Breguet-Spiralfeder Beweglicher Spiralklötzchenträger Anzahl der Einzelteile : 295 Zifferblattseite Besonderheiten Skelett Uhrwerk Integriertes Chronographen-Uhrwerk Chronographen-Mechanismus mit Säulenrad 30-Minuten-Zähler Brücken und Platine von Hand bearbeitet Zugeschnittene Teile von Hand bearbeitet (polierte Kanten, oben Strichfinish, unten Brouillé -Finish) 70 71
Beschreibung des Uhrwerks Ansichten des Werks Rückseite Kaliber 2936 Skelett Technische Daten des Uhrwerks Gesamthöhe : 7,60 mm Gesamtdurchmesser : 29,90 mm Frequenz der Unruh : 3 Hz (21.600 Halbschwingungen/Stunde) Anzahl der Rubine : 28 Gangreserve (mindestens): ca. 72 Stunden Handaufzug Unruh mit Schrauben für die Einstellung des Trägheitsmoments Breguet-Spiralfeder Beweglicher Spiralklötzchenträger Anzahl der Einzelteile : 299 Zifferblattseite Besonderheiten Skelett Uhrwerk Integriertes Chronographen-Uhrwerk Chronographen-Mechanismus mit Säulenrad 30-Minuten-Zähler Brücken und Platine von Hand bearbeitet Zugeschnittene Teile von Hand bearbeitet (polierte Kanten, oben Strichfinish, unten Brouillé -Finish) 72 73
Gebrauch der Funktionen Anzeigen und Funktionen der Uhr (siehe Abbildung auf der Innenseite des Umschlags) Ihre Uhr misst mit dem Chronographen die Zeit bis auf 1/6 Sekunde genau und totalisiert dabei bis 30 Minuten. 1 Stundenzeiger 2 Minutenzeiger 3 Kleiner Sekundenzeiger 4 Chronographenzeiger 5 Minutenzählerzeiger des Chronographen (bis 30 Minuten) e Drücker für Chronographenfunktion 1.Druck : Start 2.Druck : Stopp f Drücker für Rückstellung auf Null Ihre Uhr ist mit einer Krone ausgestattet, die zwei oder drei Positionen einnehmen kann : A Krone in festgeschraubter Position (nur bei gewissen Royal Oak-Modellen) B Position der Krone für den manuellen Aufzug C Position der Krone zum Einstellen der Uhrzeit Achtung : Bei gewissen Royal Oak-Modellen muss die Krone vor ihrer Verwendung unbedingt losgeschraubt werden, damit die verschiedenen Positionen eingestellt werden können. Anschließend schrauben Sie die Krone wieder sorgfältig in Position A fest, um die Dichtheit zu garantieren. 74
Gebrauch der Funktionen Einstellen der Uhrzeit Bei gewissen Royal Oak-Modellen muss die Krone vor ihrer Verwendung unbedingt losgeschraubt werden, damit die verschiedenen Positionen eingestellt werden können. Ist die Krone losgeschraubt, nimmt sie automatisch die Position B ein. Krone in Position C herausziehen. Jetzt kann die Uhrzeit problemlos vor- oder zurückgestellt werden. Dazu sollte die einzustellende Zeit zunächst um etwa 5 Minuten überschritten werden, bevor man die Uhr wieder auf die korrekte Uhrzeit zurückdreht. Dadurch wird das Zähnespiel im Zeigerwerk eliminiert und eine höhere Einstellungsgenauigkeit der Zeiger erreicht. Bei gewissen Royal Oak-Modellen ist die Krone anschließend wieder sorgfältig in Position A festzuschrauben, um die Wasserdichtheit zu garantieren. Aufziehen der Uhr Bei gewissen Royal Oak-Modellen muss die Krone vor ihrer Verwendung unbedingt losgeschraubt werden, damit die verschiedenen Positionen eingestellt werden können. Ist die Krone losgeschraubt, nimmt sie automatisch die Position B ein. Ihre Uhr mit Tourbillon-Chronograph hat ein mechanisches Uhrwerk mit Handaufzug. Wir empfehlen, die Uhr jeden zweiten Tag zur selben Uhrzeit vollständig aufzuziehen (Krone in Position B). Wenn die maximale Spannung erreicht ist, sollten Sie keinen weiteren Druck ausüben. Einige Modelle besitzen eine Krone mit Drehmomentbegrenzer, die beim Überziehen leer durchdreht. Bei gewissen Royal Oak-Modellen ist die Krone anschließend wieder sorgfältig in Position A festzuschrauben, um die Wasserdichtheit zu garantieren. 76 77
Gebrauch der Funktionen Verwendung des Chronographen Start Drücker e betätigen Stopp Erneutes Betätigen des Drückers e Das Ablesen der gemessenen Zeit erfolgt dann am : Chronographenzeiger 4 Minutenzählerzeiger des Chronographen 5 Rückstellung auf Null Drücker f betätigen 4 e f 5 Fortsetzen der Zeitmessung Nach dem ersten Stopp kann der Chronograph wieder in Gang gesetzt und auch ohne Rückstellung auf Null erneut beliebig gestartet und gestoppt werden. Auf diese Weise lassen sich zwei oder mehrere Zeiten addieren. Während dieser Stoppfunktionen läuft die Uhr normal weiter. 78 79