Workshop Live-Tontechnik



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Transkript:

Workshop Live-Tontechnik Komponenten und Signalfluss Mikrofone Kabel D.I. Box Mischpult Effekte & Dynamics Multicore Endstufen Boxen 1

Mikrofone Spezielle Mikros zur Abnahme von Schlagzeug, Gitarren, Gesang etc. 2 Grundlegende Arten: - dynamische Mikrofone - Kondensator Mikrofone Dynamische Mikrofone Brauchen keinen Strom Halten hohem Schalldruck stand Relativ unempfindlich gegen Schläge Beispiele: - Gesangsmikros - Schlagzeugmikros - Gitarrenmikros 2

Beispiele für Gesangsmikros Shure SM58, Beta 58a Sennheiser e845, e865 Beispiele für Gitarrenmikros Shure SM57 Sennheiser e606, e609 3

Beispiele für Schlagzeugmikros AKG D-112 (Bassdrum) Sennheiser e602 (Bassdrum) Beispiele für Schlagzeugmikros Sennheiser e604 (Clipmikros Toms+Snare) Shure SM57 (Snare) 4

Kondensator Mikrofone Brauchen Strom (48V Phantomspeisung) Halten nur begrenzte Lautstärken aus Wesentlich empfindlicher gegen Schläge Klingen wesentlich feiner, oberton-reicher Beispiele für Kondensatormikros Overhead-Mikros (Sennheiser e614) Spez. Gesangsmikros (Shure Beta 87a) 5

Beispiele für Kondensatormikros Mikros für Bläser, Streicher, Percussion Studiomikros (Neumann U87) Richt-Charakteristiken Niere Super-/Hyperniere Kugel Keule Acht 6

Niere Richt-Charakteristiken Richtwirkung: ok Positionierung der Monitore: direkt gegenüber Beispiel: Shure SM58 Shure SM57 Superniere Richt-Charakteristiken Richtwirkung: besser Positionierung der Monitore: seitlich links und rechts Beispiele: Sennheiser e845 Shure Beta 58a 7

Hyperniere Richt-Charakteristiken Richtwirkung: noch besser Positionierung der Monitore: seitlich links und rechts Beispiele: Grenzflächenmikro Kugel Richt-Charakteristiken Richtwirkung: gleich Null Positionierung der Monitore: --- Beispiele: Ansteckmikros Raummikros 8

Keule Richt-Charakteristiken Richtwirkung: extrem Beispiel: Richtmikro im TV Stabmikros Acht Richt-Charakteristiken Richtwirkung: --- Beispiel: Stereomikro 9

Kabel 2 Wege der Signalübertragung Symmetrisch Unsymmetrisch Symmetrische Signalübertragung Kabel mit 3 Adern Kann Strom übertragen (Kondensatormikros) Unempfindlich gegen Störungen von außen (Funk-/Handystrahlen, Lichteinstreuungen) Stecker: XLR, Speakon, Stereo-Klinke 10

Beispiele für Symm. Kabel XLR-Kabel (Mikrokabel) Speakon-Kabel (Boxen-Verkabelung) Stereo-Klinkenkabel (Effektverkabelung) Unsymmetrische Signalübertragung Kabel hat 2 Adern Keine Stromübertragung möglich Kann Störungen auffangen (Licht, Funk) => Rauschen, Brummen Stecker: Mono-Klinke, Cinch 11

Beispiele für Unsymm. Kabel Mono-Klinkenkabel (Instrumentenkabel) Cinch-Kabel (Anschluss von CD-Player) Fazit Signalübertragung Nach Möglichkeit immer Symmetrische Kabel wählen, um Brummen und Rauschen auf der Anlage zu vermeiden 12

D.I. Box Direct Injection Box Konvertiert unsymmetrische Signale zu symmetrischen Signalen Einsatz bei Akustikgitarren, Bass, Keyboards und DJs Ground Lift -Schalter: bei Brummschleife durch Stromnetz => dreht Phase Pad -Schalter: schwächt das Eingangssignal ab Beispiel D.I. Box 4fach D.I. Box mit Ground-Lift und Absenkung Einfache D.I. Box 13

Mischpult Aufgebaut aus: - Kanalzügen - AUX-Wegen -Master-Bereich Kanalzug Mono und Stereo Alle gleich aufgebaut Signalfluss von oben nach unten 14

Anschlüsse je Kanalzug Eingang: XLR und Klinke Insert-Buchse: Stereo-Klinke => zum Einschleifen von Kompressoren Gain-Regler (auch: Trim) Verstärkt das ankommende Signal Pegeln mittels PFL/Solo-Schalter und LED-Anzeige, Maximalpegel sollte 0db nicht überschreiten 15

AUX-Regler Bestimmen den Signalanteil, der an die AUX-Wege geschickt wird Verwendet für: Monitorsignal, Effekte PRE: Faderposition beeinflusst AUX- Signal nicht (wichtig bei Monitorsignal) POST: Faderposition beeinflusst AUX Signal (Einsatz bei Effekten, Hallanteil) Equalizer (EQ) Beeinflussen die Frequenzen, den Klang Regler für Höhen, Mitten und Bässe Anhebung wie Absenkung möglich Frequenzen festgelegt, Mitten regelbar 16

Bedienelemente: Equalizer (EQ) Gain (db): Stärke der Anhebung/Absenkung Frequency (Hz/kHz): Frequenzbereich Q(1- ): Bandbreite Lo-Cut: Schneidet alles unterhalb von 100 Hz weg (Trittschall) Equalizer-Arten Parametrischer EQ Frequenzband kann selbst gewählt werden, Bandbreite auch Teil-Parametrischer EQ Frequenzband kann selbst gewählt werden, Bandbreite fix Graphischer EQ Komplettes Frequenzspektrum in Bänder unterteilt, graphische Oberfläche 17

Equalizer-Arten Shelf-Filter ( Kuhschwanz ) Hebt oder senkt alle Frequenzen ab gewählter Grenzfrequenz Equalizer-Arten Bell-Filter ( Glocke ) Bestimmter Bereich wird verstärkt oder abgesenkt, Q-Faktor bestimmt Bandbreite 18

Weitere Equalizer-Arten Low Pass Hohe Frequenzen ab Grenzfrequenz werden abgedämpft Hi Pass Tiefe Frequenzen ab Grenzfrequenz werden abgedämpft Notch Filter nur bestimmte Frequenzbreite hörbar (z.b. Telefon) Solo, Mute, Subgruppen Solo-Switch: Signal auf Kopfhörer, Pegeln Mute-Switch: stummschalten des Kanals, gilt für Front wie Monitor! Subgruppen: Submixes erstellen (z.b. nur Drums), die dann eigens geregelt werden können: 19

Fader Bestimmt Lautstärke des Kanals auf der PA Verändert AUX Signal bei POST AUX-Sektion AUX Sends und AUX Returns Masterlautstärke für Monitor- und Effektsignale 20

Master-Sektion Master-Fader: Bestimmt Pegel, der an die Endstufen geht Subgruppen können hier auf die Front geschaltet werden, Fader für Subgruppen Kopfhörer-Lautstärke, Talkback, Solo- Lautstärke und Methode uvm. einstellbar Anschlüsse Master-Sektion Main Out (XLR und Klinke) AUX Send (Klinke) AUX Return (Klinke) Phones (Kopfhörer, Stereoklinke) Tape in/out (Cinch) SUB-Out (Subgruppen, Klinke) Lampe 21

Effekte & Dynamics Effekte: Hall, Delay, Chorus etc. => Eingeschliffen über AUX Send/Return Dynamics: Kompressor, Noise-Gate, Expander => Eingeschliffen über Insert-Weg Effekte Multieffektgerät TC (stereo in/out) AUX-Send schickt Signal an Effektgerät Effektgerät verhallt (z.b.) Signal und schickt zurück an Mischpult Effektsignal wird mittels AUX Return dazugemischt (Alternativ: Effektkanal einrichten) 22

Zu beachten: Effekte Effektgeräte müssen auch gepegelt werden, sowohl am Effektgerät selbst als auch am Mischpult (Return oder Kanal) Dynamics Kompressor: - verdichtet das Signal - schränkt die Dynamik ein - gut für Gesang und Instrumente mit schwankendem Pegel (z.b. Bass) 23

Dynamics Kompressor-Regler: - Threshold: bestimmt den Pegel ab wann der Kompressor greift - Ratio: bestimmt die Stärke der Kompression (z.b. 3:1, 4:1) - Attack/Release: bestimmt das Ansprechverhalten (greifen und loslassen) Noise-Gate: Dynamics Entfernt Müll im Signal Lässt nur durch, was einen bestimmten Pegel hat Gut für Schlagzeug (insbesondere Toms) => Knackige Toms und Bassdrum 24

Dynamics Noise-Gate Regler: Threshold: Einsatzpegel des Gates Attack/Release: Ansprechverhalten SC-Filter: EQ für eine Frequenz, zum filtern von Störfrequenzen Expander Gegenstück zum Kompressor vergrößert die Dynamik, de-komprimiert Regler wie bei Kompressor 25

Multicore Dicker Kabelstrang, der Signale zum Mischpult und wieder zurück transportiert 24/4 = 24 Hin- und 4 Rückwege Hinwege beinhalten Signale von Mikros Rückwege beinhalten Signal für PA und Monitore (d.h. bei 4 Rückwegen gibt es 2 Monitorwege, da die PA stereo läuft, L/R) Multicore 26

Endstufen Verstärken Signal aus Mischpult und schicken es an die Boxen Meist getrennte Endstufen für Bässe und Hochtöner (effektiver) Trennung der Frequenzen mit Frequenzweiche (ein Eingang, 2 Ausgänge für Hi und Low, 2-kanalig bei Stereo) Endstufen Zu beachten: Endstufen immer als letztes ein- und als erstes ausschalten beim Auf-/Abbau Endstufen ziehen viel Strom, daher gut abgesicherte Steckdose verwenden (bei größeren Anlagen Starkstrom) Endstufenracks sind sauschwer ;) 27

Bässe/Subs: Boxen Zuständig für alles spürbare Hochtöner/Mittelhochtöner Zuständig für alles hörbare Je nach Anlage meistens mehrere Subs und ein Hochtöner pro Seite, Distanzstangen dazwischen Signalfluss Muss man im Kopf haben um Probleme zu orten, logische Schlussfolgerung führt dann meist zum Übeltäter Grundlegender Signalfluss: Mikro Kabel Multicore Mischpult Effekte/Dynamics Multicore Kabel Frequenzweiche Kabel Endstufen Kabel - Boxen 28

Fehlersuche Wie zu erkennen ist sind viele Kabel im Spiel, wenn eines kaputt ist darf man erst mal suchen. Schwieriger wird s, wenn Hardware- Komponenten defekt sind (Mischpult, Frequenzweiche) Bei der Fehlersuche fängt man immer mit dem einfachsten an (Kabel) und arbeitet sich dann mit Trial&Error zur defekten Komponente vor Oft sind auch Endstufen-Racks falsch verkabelt oder Stecker haben einen Wackler, dies in die Überlegungen mit einbeziehen Vorgehensweise Soundcheck 1. PA Aufbauen: Boxen aufbauen Endstufen positionieren Mischpult aufbauen Multicore legen/fliegen Multicore + Enstufen + Boxen verkabeln Monitorboxen verkabeln 29

Vorgehensweise Soundcheck 2. Musiker aufbauen lassen, währenddessen Mischpult verkabeln (Multicore, Effekte, Strom) und beschriften (Tape, Stift) Vorgehensweise Soundcheck 3. Mikrofonieren: Schlagzeug: Clips anbringen, Bassdrum- Mikro, evtl. Overheads Gitarren-Verstärker: Mikro vor Membran Gesangsmikros positionieren Evtl. weitere Mikros anbringen 30

Vorgehensweise Soundcheck 4. Verkabeln: Sämtliche Mikrofone mit der Stage Box verbinden, Kabellängen einteilen (lange und kurze Mikrokabel) Falls D.I. Box benötigt, diese aufbauen und mitverkabeln Bass-Verstärker mit D.I. Out verkabeln Vorgehensweise Soundcheck 5. Endstufen anschalten: Alle Endstufen anschalten, vorher sicherstellen dass am Mischpult alles auf 0 ist. Monitorboxen ausrichten (Band fragen) 31

Vorgehensweise Soundcheck 6. Schlagzeug-Check: Reihenfolge: Bassdrum, Snare, Toms (einzeln), HiHat, Becken (bei Overheads) Jeden Kanal ent-muten, pegeln mit SOLO, Fader aufziehen und Klang auf der Anlage mit Eqs bearbeiten Evtl. Dynamics einstellen (Komp./Gates) Über Kopfhörer abhören zum Feintuning Am Ende komplettes Set spielen lassen und Lautstärken der Komponenten abgleichen Evtl. Subgruppe bilden Vorgehensweise Soundcheck 8. Bass-Check: Lautstärke auf der Bühne festlegen (evtl. in kurzem Zusammenspiel mit Schlagzeug) Pegeln und Klang einstellen Evtl. Kompressor Bass mit Schlagzeug zusammen spielen lassen und v.a. auf Zusammenspiel von Bass und Bass-Drum achten und einstellen 32

Vorgehensweise Soundcheck 9. Gitarren-Check: Lautstärke auf der Bühne festlegen Amps leiser drehen lassen ;) Pegeln und Klang einstellen Bei mehreren Gitarren: Klang abstimmen im Zusammenspiel Vorgehensweise Soundcheck 10. Keyboard-Check: Kanäle ent-muten, pegeln Signal auf die Front geben und Klang einstellen Am Besten gleich ein wenig auf den Monitor geben, da die meisten Keyboarder keine Verstärker haben Selbes Spiel mit Akustik-Gitarre 33

Vorgehensweise Soundcheck 11. Vocal-Check: Kanäle ent-muten Lautesten Pegel des Sängers geben lassen, pegeln ( 1-2-3 check bringt nix) Gleich ein wenig auf den Monitor geben Signal auf die Front geben und Klang einstellen Mehrstimmige Gesänge abstimmen Effekte testen Vorgehensweise Soundcheck 12. Monitor-Check: Band fragen nach Monitorsound, was sie hören wollen Nach Möglichkeit auf Gesangsmonitore keine Gitarren, Bass oder Drums legen (überlagert den Gesang und der wird damit leiser auf der Bühne) Band einen Song spielen lassen, Frontsound einstellen, Effekte dazufahren Monitorwünsche anpassen (Wer will was lauter? Was leiser), die beiden Schritte evtl. wiederholen Wenn Monitorsound passt und Frontsound auch ist der Soundcheck für die Band beendet 34

Mixing / Abmischen Frequenzverteilung (Wie benutzt man EQs?) Mixing / Abmischen Was beinhaltet das Abmischen? Frequenzverteilung (Wie benutzt man EQs?) Tipps für guten Monitorsound Lautstärke 35

Mixing / Abmischen Was beinhaltet das Abmischen? Frontsound und Monitorsound Verteilung der Instrumente über den Frequenzraum (EQ) Verteilung der Instrumente im Raum (PAN) Lautstärkenmischung zu homogenem Gesamtklang Frequenzverteilung Wie benutzt man EQs? Jedes Instrument hat bestimmten Frequenzbereich, die meisten einen sehr ähnlichen (Gitarre, Keys, Gesang, Bläser) Jedem Instrument wird ein Frequenzbereich zugeteilt mittels EQ, mit dem Ziel dass am Ende kein Instrument das andere überlagert und alles gut zu hören ist 36

Frequenzverteilung Dies erreicht man durch Anheben bestimmter Frequenzen oder Absenken von Störfrequenzen Beim Absenken möglichst schmalbandig Beim Anheben eher breitbandig Zudem muss man die einzelnen Instrumente im Klang auf der Front optimieren Frequenzverteilung Daher 2 grundlegende Aufgaben von EQs: 1. Verteilung der Instrumente im Frequenzraum 2. Optimierung des Klangs der einzelnen Instrumente auf der Front 37

Raumklang Instrumente kommen als Mono-Spuren am Mischpult an Das Mischpult verlässt allerdings eine Stereosumme Daher Mono-Kanäle mit PAN Regler im Stereobild verteilen Allerdings eher subtil vorgehen, da nicht jeder Zuhörer live in der Mitte steht Raumklang Tipps: Keyboards und Turntables die stereo auf 2 Mono-Kanälen ankommen, auf Anschlag links und rechts Toms links/rechts verteilen wie Ansicht Evtl. Gitarren leicht zur Seite um mehr Raum für Gesang zu schaffen 38

Raumklang Auf jeden Fall in die Mitte müssen: Bass-Drum Bass Lead-Gesang Front Sound Lautstärken der einzelnen Kanäle mischen um einen homogenen Gesamtsound zu erreichen Augenmerk auf Verhältnis Rhythmusgruppe (Instrumente) und Gesang legen Gesang setzt sich immer schwerer durch als ein Instrument, aufgrund des fehlenden Lautstärke- Reglers 39

Front Sound Daher zuerst Gesang bestmöglich auf die Anlage bringen und dann Instrumente dazufahren Im Laufe der Zeit findet sich meist eine gute Mischung (guter Bühnensound vorausgesetzt!) Tipp: Instrumentenverstärker von der Seite hereinstrahlen lassen Monitor Sound Je lauter der Bühnensound, desto schwieriger ist der Front Sound in den Griff zu bekommen Daher Instrumente auf der Bühne genau so laut, dass jeder diese hört, getrennt wahrnehmen kann Orientierungspunkt ist die Schlagzeug- Lautstärke, die Band soll im Trockentest ausloten, wie laut sie die Verstärker brauchen 40

Monitor Sound Auf Gesangsmonitore tunlichst auch nur Gesang geben (keine Gitarre, Bass oder Drums!) Überlagerungseffekt: Gesang wird bei gleichbleibendem Pegel leiser, da Instrumente der selbe Frequenzbereich! Auf Schlagzeugmonitor wird meistens Bass, etwas Gitarren und die Bassdrum (optional) gewünscht Oben genannte Empfehlungen richten sich sehr stark nach der Bühnengröße (Bsp. für Kant n) Monitor Sound Umso lauter die Monitore, desto höher das Feedback-Risiko! Bei Mikros auf kleinen Bühnen fangen sich meist die Becken und sind auf der Front dann meist lauter als der Gesang Daher bei kleinen Bühnen nach Möglichkeit das Mikro vom Sänger abdecken lassen (auch weniger Feedback) Tipp: Verstärker hochstellen, kaum einer hat die Ohren an seinen Knien 41

Lautstärke Bei kleinen Räumen und lautem Bühnensound kommt es oft vor, dass nur noch der Gesang auf die Anlage kommt Um den lauten Bühnensound auszugleichen müsste man extreme Lautstärken fahren, doch wenige Zuhörer haben einen adäquaten Gehörschutz dabei Lautstärke Daher: Den Bühnensound so leise wie möglich halten Den Frontsound auf eine akzeptable Lautstärke bringen (variiert nach Stilrichtung) 42

Tipps & Tricks EQ für Front EQ für Monitor / Einpfeifen Positionierung von Mikrofonen Aktive und passive Systeme Umgang mit Funksystemen (Mikrofone und InEar Monitoring) EQ für Front Wird zwischen Mischpult und Multicore gesteckt Alternativ: Main Inserts PA einmessen: In unbekannten Räumen mit CD (bekannter Sound) und Front-EQ die Anlage einmessen 43

EQ für Monitor Wird zwischen Mischpult und Multicore geschaltet Einpfeifen: - Mikros auf, Lautstärke langsam anheben - Rückkopplungen mit EQ filtern Wenn richtig gemacht, höhere Lautstärke möglich Positionierung von Mikrofonen Macht jeder etwas anders, persönliche Vorlieben, ein paar Richtlinien Meist beim Soundcheck ein wenig testen, kommt auch ganz auf die Instrumente an (ein Marshall-Amp mit 2x12er klingt komplett anders als ein MesaBoogie mit Oversized 4x12er) 44

Gitarren-Amps Je weiter in der Mitte des Lautsprechers, desto schärfer und krätziger der Sound Je weiter außen, desto dumpfer der Sound Gute Position: Mikro auf Übergang zwischen Kalotte und Membran richten, leicht nach oben anschrägen Bass-Drum Je weiter rein, desto mehr Klicken Je weiter raus, desto mehr Volumen Umso direkter auf Mitte des Fells gezielt, desto mehr Klicken Lieblings-Position: Mittig ins Schalloch 45

Snare + Toms Etwa in 45 Winkel positionieren Je nach Klang der Trommeln muss man ein wenig experimentieren Bei Snare kann man zusätzlich ein 2. Mikro von unten positionieren (für den Teppich), dann Phase drehen und beide Mikros mischen (professioneller Weg) HiHat Umso weiter am Rand, desto heller der Klang Umso weiter innen, desto hohler und dunkler der Klang Kann man von oben oder unten abnehmen 46

Overheads Stereofonie: AB-Stereofonie: links und rechts die jeweiligen Beckenbereiche ins Visier nehmen XY-Stereofonie: Mikros übereinander kreuzen im 90 Winkel Aktiv oder Passiv? Aktiv: Verstärkung eingebaut, z.b. Monitor mit eingebauter Endstufe Passiv: Box und Endstufe notwendig Gilt für PA- wie Monitoranlagen 47

Aktive Systeme Bei aktiven Systemen ist man bei den Monitorwegen nicht von der Anzahl der Endstufen abhängig Es wird allerdings ein bi-amped System empfohlen (integrierte Frequenzweiche) Jede Box braucht Strom (extra Kabel!) Passive Systeme Jede Box braucht externe Verstärkung über eine Endstufe Zentrale Klangregelung über externe Frequenzweiche Nur 1 Kabel notwendig (für Sound) Monitorwege auf Anzahl der Endstufen begrenzt 48

Funksysteme Gitarrenfunk u.ä. bleibt auf der Bühne Bei Funkmikros und InEar-Monitoring die Empfänger/Sender mindestens 3m vom Gegenpart wegstellen, evtl. beim Mischpult aufbauen Frequenzen so wählen, dass keine Interferenzen auftreten (möglichst weit auseinander) InEar Monitoring Da keine Endstufe notwendig, direkt AUX Signal vom Mischpult in Sender Manche benötigen Ambience-Mikro, da sonst zu abgeschlossen vom Rest Reduziert den Bühnensound enorm, bessere Bedingungen für den Frontmix, weniger Feedback 49

ENDE Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! 50