Danke Mirko! Bundesliga aktuell alles zum Saisonstart Ringen am Rande? Gedanken zum Nachwuchs Mehr Service beim RVS Webseite neu gestaltet.

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1 Heft 4/08 Danke Mirko! Vier Jahre Schonfrist dank Frankfurt/Oder Bundesliga aktuell alles zum Saisonstart Ringen am Rande? Gedanken zum Nachwuchs Mehr Service beim RVS Webseite neu gestaltet 1

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3 Liebe Leser des Sachsenringer, es ist wieder soweit und viele können es kaum erwarten: Die Mannschaftsrunde beginnt. Sächsische Teams sind in allen Leistungsklassen bis zur 1. Bundesliga vertreten und man darf gespannt sein, wie sie sich schlagen. Die neue Ausgabe des SaRi bietet Ihnen Informationen zu den Aufstellungen (S. 4-6), zu neuen Sportlern (S. 6) und zu den Turbulenzen zwischen der vergangenen Saison und dieser (S. 6, S. 7). Auch die Regionalund Oberliga ist abgebildet (S ), die Termine finden Sie in der Heftmitte. Wir haben versucht, ein Magazin zu erstellen, das Ihnen die ganze Saison als Begleiter zur Seite steht - viel Vergnügen in der Runde. Einige Sportler - viel zu wenige aus deutscher Sicht - hatten nur wenig Zeit zum Ausruhen. Das kleine deutsche Olympiateam hat den fehlenden Urlaub natürlich in Kauf genommen - das große Ziel Olympia steht über allem. Schön, dass der Traum auch für Jörn Levermann noch wahrgeworden ist - der Erfolgstrainer aus FFO wurde nachnominiert (S. 23). Dafür musste Schwergewichtler Nico Schmidt daheim bleiben - wie er es verkraftet hat, lesen Sie auf Seite 25. Aus sächsischer Sicht haben wir uns über Dustin Scherf gefreut - der Neu-Leipziger schaffte es zur Junioren-WM (S. 24). Währenddessen feierten die Vogtländer ihren Saisonabschluss (S. 26, S. 27) und Jürgen Hähnel seinen Geburtstag, der zugleich den Rückzug aus dem Schulleben bedeutete (S. 27). In den letzten Wochen hat sich viel bewegt: Einige Funktionäre haben den Verband und mich kritisiert, zu wenig zu leisten und zu wenig zu informieren. Wenn viel im Umbruch ist, geht einiges manchmal zu leicht unter - das sollte nicht passieren. Deshalb kann ich nur auf den Sachsenringer hinweisen: Viele der genannten Punkte waren hier zu finden, unser Magazin ist ein Service für Vereine, den jeder nutzen sollte. Der RVS nimmt Kritik sehr ernst und wir wollen noch mehr darauf eingehen. Deshalb stellen wir ab sofort noch mehr Informationen auf die neu gestaltete Webseite (S. 22) - mit Holepflicht für jeden Interessierten. Mit dem Sachsenringer, dem Internet und natürlich persönlich sind das Präsidium und die Referenten für Sie da. Wenn wir unterstützen können, werden wir Inhaltsverzeichnis DER SARI 4/08 das tun - im Leistungsbereich wie für den Nachwuchs - bitte lesen Sie dazu die Seiten 29 und 30. Ich freue mich auf die Saison - und hoffe, dass die Jugend in dieser Zeit nicht vergessen wird. Viel Spaß bei der Lektüre des neuen Sachsenringer. Benedict Rehbein Titelfoto: Jubel bei Mirko Englich über das Olympiaticket, das er in Novi Sad beim 2. Olympia-Qualifikationsturnier erkämpfte. Bilderfolge: Das ist eine Aktion von Mirko Englich bei seinem Sieg über den Weltmeister von 2006, Heiki Nabi (Estland) bei der Olympia-Qualifikation in Novi Sad (Serbien). Foto: J. Richter 1. Bundesliga Seiten 4-6 Kommentar zur Bundesliga Seite 7 2. Bundesliga Seiten 8-9 Regionalliga Seiten Oberliga Seite 12 Jugendliga Seiten Reisebericht Ungarn Seite 15 German Masters / Lang ist s her Seite 16 Ansetzungen Seiten MDM D-Jugend Zella-Mehlis Seite 21 PK + Einkleidung Olympia / Homepage RVS Seite 22 Nominierung Levermann / Kommentar Passarelli Seite 23 Junioren-EM / Junioren-WM Seite 24 Trainingspartnerschaften / Nico Schmidt Seite 25 Abschlussfeier Markneukirchen Seite 26 Abschlussfeier Pausa / Geburtstag J. Hähnel Seite 27 Grünes Band für Pausa Seite 28 Kommentar zum Nachwuchs im RVS Seite 29 Trainerfortbildung Rabenberg Seite 30 So wird s gemacht: Ringerfotos Teil 2 Seite 31 Kaderliste RVS Seite 32 Erdzhan Ibryam vom AV Germania 06 Markneukirchen will mit den Vogtländern in die 1. Bundesliga aufsteigen. Der Bulgare gehört zu den stärksten Ringern im Limit bis 66 kg in dieser Staffel. Foto: R. Beck / Vogtland-Anzeiger AC Werdau auf der Zugspitze Seite 33 Wir über uns / Internetadressen Seite 34 3

4 1. BUNDESLIGA NORD Luckenwalde bekommt Konkurrenz in der Nordstaffel Ausgeglichenheit der 1. Bundesliga Nord dürfte für Spannung sorgen Die Mannschaften der 1. Bundesliga Nord haben sich weiter verstärkt. Wie aus den Veröffentlichungen des Deutschen Ringer-Bundes hervor geht, haben vor allem der ASV Hof, aber auch der TRV Berlin eine ganze Reihe internationaler Spitzenringer verpflichtet. Die Franken dürften genauso wie die Hauptstädter mit ihren Verstärkungen hinter dem erneut als Favorit ins Rennen gehenden 1. Luckenwalder SC eine gewichtige Rolle um die Spitzenplätze der Nordstaffel spielen. Alles blickt zum 1. Luckenwalder SC, der sich am Ende der vergangenen Saison erneut mit Silber abfinden musste, während der KSV Köllerbach ausgelassen auf der Bühne in der Fläminghalle feierte. Die wohl größte Frage war nicht die nach entsprechenden Verstärkungen, denn ein stärkeres Team als das Vorhandene ist wohl kaum aufzutreiben. Vielmehr hoffte man in Luckenwalde, dass Hauptsponsor und Aufsichtsratschef Töpel dem Verein die Treue hält. Reinhard Töpel blieb! Und man darf erwarten, dass er sich mit der Rolle des ewigen Zweiten nicht abfinden wird. Was macht der Türkische Ringer- Verein Berlin, der im Vorjahr Zweiter der Vorrundengruppe Nord wurde? Auch die Hauptstädter flickten weiter Löcher in ihrem Team und wollen erneut ein gewichtiges Wort an der Spitze der Nordstaffel mitreden. Maxim Petrov, Emil Milev (Weingarten), Abdullayev Salis (Berolina Berlin), Arkadius Böhm (Benningen), Woijciek Sadowski (Markneukirchen), Mahmut Tosun (Türkei), Stanimir Dinev (Witten), Selami Akosman (Aue), Georgi Zlatanski (Aachen), Marek Mikulski (Mömbris) und Ümit Esen (TKSV Berlin) sind die Neuen beim TRV, während Trainer Ramazan Aydin mit Mirko Klein (zurück nach Witten) nur einen Weggang zu verzeichnen hat. Der ASV Hof hat sich nicht mit Masse sondern mit Klasse verstärkt. Trainerfuchs Horst Zeh holte mit dem Tschechen Tomas Sobecki (aus Markneukirchen), Tamas Kiss (Ungarn) sowie den 4 beiden Bulgaren Ivan Ivanov (Bulgarien) und Boyidar Boyadiev (aus Weingarten) international erfahrene Ringer nach Hof. Die Endrunde gehört für die Franken damit zur Pflichtkür, der riesige Fanblock der Franken darf sich auf eine große Saison freuen. Hinter Vizemeister Luckenwalde sowie Berlin und Hof dürften sich in der Nordstaffel der KFC Leipzig gemeinsam mit der KG Frankfurt/ Eisenhüttenstadt einordnen. Beide Mannschaften bleiben ihrer Philosophie treu und treten ausschließlich mit deutschen Athleten an. Jeweils drei Neue kamen in die Mannschaften. Während sich der KFC Leipzig mit Tony Selle (84 kg/gr - kehrte aus Aue zurück), Nico Graf (120 kg/ GR/FR - kommt über die Stationen AC Taucha und 1. Luckenwalder SC zum KFC) und den Deutschen Meister 2008 Dustin Scherf (55 kg/gr - AC Taucha) verstärkte, rücken Norman Schönwälder (84 kg/fr - RV Thalheim), Michael Wehlan (74 kg/fr - 1. Luckenwalder SC II) und Andreas Aurich (96 kg/gr - 1. Luckenwalder SC) neu ins Team der Oderstädter. In beiden Teams stehen auch einige Nachwuchsringer bereit, ins Erstligageschehen einzugreifen. Allein mit deutschen Athleten sind diese beiden Teams zu schwach, um die mit ausländischen Weltklasseringern bespickten Spitzenteams wie Luckenwalde, Berlin und Hof zu bezwingen. Doch gegen den Rest des Feldes sollten sich diese kompakt besetzten Teams aus Leipzig und Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt behaupten können und die Play-Offs einmal mehr erreichen. Gefahr könnte vom RV Thalheim ausgehen, der sich vor allem im leichtesten und im schwersten Limit gut verstärkt hat. Junioren- Auswahlringer Oliver Runge (55 kg/gr) kam vom RSV Hansa 90 Frankfurt/O. ins Erzgebirge, während Tschechiens Auswahlringer David Vala (120 kg/gr/fr) seine Anfahrtswege zu den Bundesligabegegnungen drastisch verkürzte und vom nordbadischen Südstaffelvertreter SV Weingarten in die Nordstaffel zum RV Thalheim wechselte. Auch die KG Rostock/Warnemünde/ Lübtheen rüstete auf, schaute sich vor allem in Skandinavien nach Verstärkungen für das Bundesligateam um. Dan Carlberg, Sebastian Lönnborn (b. Schweden) und Papiergewichtler Mitko Kostadinov-Asenow (Bulgarien) verstärken die Ostseestädter, die nicht zu unterschätzen sein sollten, wenn Trainer Stefan Beilke sein Bestaufgebot auf die Matte schickt. Der große Unbekannte der Liga ist der AC Lichtenfels. Im Vorjahr mussten die Nordbayern nur gegen den AVG 06 Markneukirchen eine einzige Niederlage hinnehmen, die Euphorie in der Korbmacherstadt war riesig. Der Einkaufszettel des ACL-Trainergespannes Ali Hadidi und Martin Wegner war nicht lang: Jaroslav Stoklas (Slowakei), Marian Stoica (Rumänien), Christian Lurz (Marktleutgast) und Lernik Vanjan (Hallbergmoos) stehen neu im Aufgebot. Die Trainer vertrauen damit dem Aufstiegsteam, das vor allem bei Heimkämpfen mit den vielen Fans im Rücken für manche Überraschung sorgen könnte. Das Niveau der Staffel Nord zieht an, der Kampf um die Play-Off- Plätze (1-6) spitzt sich zu. Die Ausgangsposition der Teams vor dem ersten Pfiff ist klar. Wir freuen uns jedoch auf Überraschungen - und die dürften in der Nordstaffel allemal möglich sein. Jörg Richter 1. Ringer-Bundesliga - Gruppe Nord: Die Zusammenstellung der Teams erfolgte durch DRB-Pressereferent Peter Weber KFC Leipzig Zugänge: Dustin Scherf (Taucha), Tony Selle (Aue), Nico Graf (Luckenwalde), Kai Fleckenstein, Jaroslav Erokhin, Richard Zechendorf (alle eig. Nachwuchs) Abgänge: Sven Thiele (Laufbahnende) Kader: 55 kg: Kai Wedekind (29), Dustin Scherf (19), 60/66 kg/f: Hendrik Strauß (20), 66 kg/k: Markus Stichling (26), Felix Dietrich (20), 66 kg/f: Daniel Wilde (33), Kai Fleckenstein (17), 74 kg/k: Tilo Türk (28), 74 kg/f: Jan Brömme (28), 74/84 kg: Heiko Heinemann (34), 84 kg/f: Robert Fuchs (25), Jaroslav Erokhin (20), 84 kg/k: Stephan Hube (34), Tonny Selle (28), Richard Zechendorf (21), 96 kg: Markus Streicher (27), 120 kg: Nico Graf (25), Trainer: Daniel Wilde, Uwe Hemmann RV Thalheim Zugänge: Oliver Runge (Frankfurt/O.), Waldemar Streib (Rostock), David Vala (Weingarten) Abgänge: Heiko Gensicke, Ralph Pieterek (b. Potsdam), Norman Schönwälder (Frankfurt/O.), Olaf Brandt (Karriere beendet) Kader: 55 kg: Patrick Baumann (22), Falko Berthel (34), 60 kg: Thomas Berger (36), 60 kg/k: Oliver Runge (18), 60/66 kg/f: Sebastian Weckener (28), 66 kg: Tobias Löffler (19), 66 kg/k: Kevin Mehlhorn (17), 66 kg/f: Michael Arnas (19), 74 kg: Dominic Förster (28), 74 kg/k: Petr Bielesz (36), Chris Paetzold (24), 74 kg/f: Dennis Mehlhorn (20), Sven Zimmermann (35), 84 kg/k: Waldemar Streib (22), Holger Hähnel (28), 84/96 kg/f: Aleksandr Sommer (27), Maik Hoeisel (20), 96 kg: Andre Montag (34), 96/120 kg/f: Rüdiger Möhring (51), 96/120 kg/k: Heiko Krauß (35), 120 kg: David Vala (30), Michael Gruner (19), Trainer: Heiko Krauß, Rüdiger Möhring AC Lichtenfels Zugänge: Jaroslav Stoklas (Slowakei), Marian Stoica (Rumänien), Christian Lurz (Marktleutgast), Lernik Vanjan (Hallbergmoos) Abgänge: Maurizio Mahr, Dalibor Busic (b. Burgebrach)

5 1. BUNDESLIGA NORD Kader: Jaroslav Stoklas (19, Marian Stoica (19), Christian Lurz (15), Valentin Peev (20), Dean Peev (19), Lernik Vanjan (26), Asygat Baschpajew (21), Johannes Grossmann (18), Erik Kamm (21), Alexander Schuhmacher (22), Serghei Shiskov (27), Timo Goller (19), Christoph Meixner (18), Johannes Kraus (18), Christian Fuchs (29), Florian Dörfler (24), Toncho Georgiev (38), Jan Höppel (26), Tobias Schütz (23), Steffen Hartan (25), Marian Giorgadse (32), Trainer: Ali Hadidi, Martin Wegner KG PSV Rostock/SV Warnemünde Zugänge: Dan Carlberg, Sebastian Lönnborn (b. Schweden), Mitko Kostadinov-Asenow (Bulgarien), Gunnar Schenk (SV Preußen), Benjamin Sadkowiak, Peter Baumann (b. eig. Nachwuchs) Abgänge: Waldemar Streib (Thalheim), Stefan Pentschew (Lübtheen) Kader: 55 kg: Alexander Frey (20), 55 kg/f: Mitko Kostadinov-Asenow (20), 60 kg: Dennis Langner (22), 66 kg: Christian Nützmann (21), 66 kg/k: Dennis Jensen (24), 66 kg/f: Benjamin Sadkowiak (20), 74 kg/f: Martin Buhz (30), 74 kg/k: Mathias Meyer (29), Peter Baumann (27), 74/84 kg/f: Gunnar Schenk (29), 84 kg/f: Jan Friedl (21), 84 kg/k: Dan Carlberg (23), Erik Regling (23), 96 kg/k: Jim Pettersson (25), 96 kg/f: Rene Hoppe (28), 96/120 kg: Mathias Schuck (28), 120 kg/f: Thomas Tonn (30), 120 kg/k: Sebastian Lönnborn (20), Trainer: Stephan Beilke ASV Hof Zugänge: Tomas Sobecky (Markneukirchen), Tamas Kiss (Ungarn), Ivan Ivanov (Bulgarien), Tomas Voboril (Zöblitz), Boyadir Boyadiev (Weingarten) Abgänge: Martin Preiß (Bindlach), Christian Wolfrum (Schonungen), Georgi Sredkov (Köllerbach) Kader: 55 kg: Matthias Hader (20), Alex Gavlik (21), 60 kg/k: Radoslav Palchev (22), 60 kg/f: Svetoslav Neychev (21), 60 kg: Burkhard Michalski (17), 66 kg/f: Sascha Büchner (21), 66 kg/k: Petr Svehla (36), Ondrej Ulip (23), 66/74 kg: Thorsten Preiß (17), 74 kg/k: Tomas Sobecky (27), 74 kg/f: Dominik Zeh (31), Christian Spörl (19), 74/84 kg: Ramsin Azizsir (17), 84 kg/f: Tamas Kiss (30), 84 kg/k: Filip Soukup (29), 84/96 kg: Kai Schramm (18), 96 kg/k: Kaloyan Dinchev (28), 96 kg/f: Ahmed Mehmedov (28), 96/120 kg: Stefan Mothes (31), Tomas Voboril (27), 120 kg/k: Ivan Ivanov (22), 120 kg/f: Boyadir Boyadiev (30), Trainer: Horst Zeh Jalmar Sjöberg (23), Trainer: Heiko Röll Türkischer Ringerverein Berlin (TRV) Zugänge: Maxim Petrov, Emil Milev (b. Weingarten), Abdullayev Salis (Berolina Berlin), Arkadius Böhm (Benningen), Woijciek Sadowski (Markneukirchen), Mahmut Tosun (Türkei), Stanimir Dinev (Witten), Selami Akosman (Aue), Georgi Zlatanski (Aachen), Marek Mikulski (Mömbris), Ümit Esen (TKSV Berlin) Abgänge: Mirko Klein (Witten) Kader: 55 kg/f: Maxim Petrov, 55 kg: Osman Atesavci, 55 kg/k: Abdullahev Salis, Bilal Musa, 60 kg/k: Marian Sandu, 60 kg: Senol Aydin, 60 kg/f: Arkadius Böhm, Ismail Zurnaci, 66 kg: Ümit Esen, 66 kg/k: Emil Milev, Emin Eminov, 66 kg/f: Yener Dagdemir, 74 kg: Ramazan Aydin, Abdurrahman Eren, Muhammed Ilkhan, 74 kg/k: Mahmut Tosun, 74 kg/f: Woijciek Sadowski, Tengiz Dolidze, 84 kg/f: Bülent Dagdemir, Selami Akosman, 84 kg/k: Velin Marinov Petrov, 96 kg/f: Stanimir Dinev, 96 kg/k: Georgi Zlatanski, 120 kg/k: Marek Mikulski, Stefan Meyer, Abdullah Omac (o. Altersangaben), Trainer: Ramazan Aydin KG Frankfurt(O.)/Eisenhüttenstadt Zugänge: Michael Wehlan, Andreas Aurich (b. Luckenwalde), Norman Schönwälder (Thalheim), Benjamin Meier, Christoph Bast (b. eig. Nachwuchs) Abgänge: Marcus Bankert (Luckenwalde), Oliver Runge (Thalheim), Sandro Mehler, Christian Kebschull (b. Potsdam) Kader: 55 kg/k: Benjamin Meier (19), 55 kg/f: Martin Weihs (20), 60 kg/f: Philipp Herzog (18), 60 kg/k:florian Crusius (22), 60/66 kg/k: Christoph Bast (18), 66 kg/f: Sebastian Nowack (21), 66 kg/k: Sebastian Möser (25), 74 kg/f: Michael Wehlan (27), 74 kg/k: Marcus Thätner (23), Fabian Jänicke (23), 74 kg/f: Martin Eiseler (25), 84 kg/k: Andreas Schulze (23), Thomas Franke (21), 84 kg/f: Marcel Redmann (22), Normen Schönwälder (29), 96 kg/k: Andreas Aurich (27), 96/120 kg: Tony Zeschke (23), 96/120 kg/f: Michael Völkel (23), 120 kg: Ronald Kraft (25), Trainer/Teammanager: Ingolf Schöllner, Michael Klebschull, Stefan Nemack 1. Luckenwalder SC Zugänge: Yavor Yanakiev (Bulgarien), Ismail Baygus (Aalen), Anders Rönningen, Thomas Rönningen (b. Anger), Attila Drechsler, Ivan Memeth (b. Auerbach), Mateusz Gucman (Dewangen), Willi Wendel, Nick Matuchin (b. eig. Nachwuchs) Abgänge: Anatoli Guidea, Nikolay Gergov (b. Aalen), Nico Graf (Leipzig), Jani Hermannsson (Ketsch), Stefan Barde (Potsdam), Venelin Venkov (Köllerbach), Lars Levermann (Taucha), Jani Haapamäki (Hallbergmoos), Dragomir Stoychev (Dewangen) Kader: 55 kg/f: Emanuel Krause (18), 55 kg/k: Anders Rönningen (22), 60 kg/f: Radoslav Velikov (23), 60 kg/k: Dennis Nowka (31), Thomas Rönningen (22), 60 kg/f: Stephan Spengler (25), Serafim Barzakov (33), 66 kg/k: Ismail Baygus (26), 74 kg/f: Felix Menzel (21), Krystian Brzozowski (26), Willi Wendel (18), 74 kg/k: Yavor Yanakiev (23), Attila Drechsler (28), Alexey Glushkov (33), 84 kg/f: Norman Pickut (33), Mihail Ganev (23), 84 kg/k: Mark O. Madsen (24), Artur Michalkiewicz (31), 96 kg/k: Marek Svec (35), Ivan Nemeth (22), 96 kg/f: Mateusz Gucman (28), 120 kg/f: Nick Matuchin (18), 120 kg/k: Mit dem tschechischen Auswahlringer Tomas Sobecky (74 kg/k) verließ einer der leistungsstärksten Weltergewichtler der 2. Bundesliga Nord die Staffel. Sobecky wechselte vom AV Germania 06 Markneukirchen zum Erstligateam des ASV Hof. Foto: R. Beck / Vogtland-Anzeiger 5

6 AUS DEN VEREINEN Saisonstart Drei Neue beim KFC Leipzig Die Ausgangspositionen der Teams in der 1. Bundesliga, Gruppe Nord könnten unterschiedlicher nicht sein. Das Teilnehmerfeld ist ausgeglichen besetzt, viele Mannschaften haben sich entsprechend verstärkt und heizen damit natürlich die Erwartungen der Fans an. Das Wechselkarussell steht seit dem 31. Mai still und auch die endgültigen Termine wurden seitens des DRB-Vizepräsidenten für Bundesligen, Karl Rothmer, inzwischen veröffentlicht. Verwunderlich ist, dass trotz angeblich fehlender Finanzen dennoch über 300 Vereinswechsel vollzogen wurden. Weitaus mehr ausländische Spitzenringer als in den Vorjahren wurden in die Bundesliga geholt. Kasse machen dabei vor allem der Europäische Ringer-Verband CELA, der für jeden Wechsel eines ausländischen Ringers eine Gebühr erhebt, sowie der DRB selbst. Gut dran, wer nur deutsche Athleten im Aufgebot hat, haben der KFC Leipzig und die KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt dabei gut lachen, denn diese beiden Erstligavertreter verzichten als einzige Teams grundsätzlich auf den Einkauf Nico Graf (rechts): hier noch beim Kampf für den 1. Luckenwalder SC gegen Mirko Klein, jetzt beim KFC Leipzig. ausländischer Spitzenathleten. Doch auch diese beiden Teams schlossen Lücken - allerdings mit deutschen Athleten und dem eigenen Nachwuchs. Für den KFC treten drei neue Ringer auf die Matte: Heimkehrer Tony Selle (84 kg) kommt vom FC Erzgebirge Aue zurück, Nico Graf (96 kg/1. Luckenwalder SC) lernte beim AC Taucha das Ringer-ABC und machte im Vorjahr beim Deutschen Vizemeister Luckenwalde gute Kämpfe. Vom Zweitbundesligisten AC Taucha stößt WM-Teilnehmer Dustin Scherf (55 kg) zum KFC. JWM-Starter in den Reihen des KFC Leipzig Mit Dustin Scherf hat sich der KFC Leipzig einen ganz besonderen Fisch an Land gezogen, schließlich wechselt damit der aktuelle Deutsche Meister im Limit bis 55 kg/gr an die Leplaystraße. Doch daran war bei der Verpflichtung des Juniorenringers noch gar nicht zu denken, denn nach Bronze im Vorjahr peilte Scherf vor allem die Goldmedaille bei den Junioren an. Doch dann war bei den Titelkämpfen der Männer Titelverteidiger Florian Crusius (AV Concordia Zella-Mehlis/ Leistungszentrum Frankfurt/O.) nach hartem DRB-Trainingslager nicht eben gut drauf, Scherf dafür umso mehr. Der Neu-KFCler nutzte seine Chance und drehte den Spieß nach klar verlorener erster Runde noch um und sicherte sich den Deutschen Meistertitel Der Lohn des Schweißes: Dustin Scherf kämpfte Anfang August bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Istanbul für den DRB, eine Leistung die auch den KFC Leipzig und Dustins Vorgängervereine mit Stolz erfüllt. Dustin Scherf begann beim SAV Leipzig in Grünau mit dem Ringkampfsport, wechselte später zum Zweitbundesligisten AC Taucha. Nach dem Abstieg der Parthestädter im Vorjahr will der KFC-Neuzugang nun seine Herausforderung in der höchsten Kampfklasse suchen. Ein Unternehmen, für das ihm die KFC-Fans, die sich auf den 21-jährigen Leipziger freuen, sicher viel Erfolg wünschen. Die Neuen sollen den KFC erneut in Play-Offs wuchten Die Play-Offs sind das erklärte Ziel des Trainergespannes Uwe Hemmann und Daniel Wilde, selbst mit dem Viertelfinale liebäugelt man in der Leplaystraße. Die Elle wurde damit sehr hoch gelegt - Ziele, bei denen auch die Neuen kräftig mit zupacken sollen. Jörg Richter NEWS Die Geschichte der sieben Schwaben*: Aalen droht Kämpfersperre Der Streit zwischen dem Deutschen Ringer- Bund (DRB) und dem KSV 05 Aalen treibt neue Blüten: Aufgrund von zu spät erfolgten Abmeldungen sollen sieben Neuzugänge des Vereins nicht startberechtigt sein - so hat der DRB entschieden. Der KSV Aalen bestreitet die späte Abmeldung, holte sich Rückendeckung der Ex-Vereine seiner Ringer und hat Rechtsmittel eingelegt. Wenn die Berufung scheitert, startet Aalen ohne die sieben Schwaben deutlich geschwächt in die Bundesligasaison. Zwischen Aalen und dem DRB war zuvor ein Streit um die Versicherung der Athleten entbrannt, dem sich weitere Vereine angeschlossen hatten (siehe Kommentar S. 07). Die Sperre der sieben Aalener gießt nun weiteres Öl ins Feuer. * Die Sieben Schwaben sind ein Erzählstoff, in dem es um die Abenteuer von sieben als tölpelhaft dargestellten Schwaben geht. Die sieben Protagonisten stehen dabei stellvertretend für sieben Charaktertypen. Als Höhepunkt des Dummenschwanks steht der Kampf mit einem Untier, das sich als Hase herausstellt (Quelle: Wikipedia.de). 6

7 KOMMENTAR Die Profi-Amateure Die Ringer-Bundesliga vor dem Start in eine neue Saison: (Noch) uneins mit dem DRB, aber voller Tatendrang und neuer Mitspieler. Ein Kommentar und Ausblick auf die weltweit stärkste Ringer-Liga. Die Fußball-Bundesliga ist gerade in eine neue Runde gestartet: Bayern München eröffnete die Saison mit dem Spiel gegen den Hamburger SV. Und kurz darauf geht es auch wieder los in der Ringer-Bundesliga! Das Wechselkarussell hat aufgehört, sich zu drehen - die meisten Sportler steigen in Richtung Deutschland aus: 279 der 312 CELA-Transfers sind in die BRD gegangen, die Bundesliga macht wieder einmal mobil und kauft, verkauft, bindet und entlässt die besten Ringer der Welt. Dass die erste Liga eine Ansammlung von Spitzenathleten ist, macht sie aber nur bedingt spannender: Viele hochklassige Kämpfe, vor allem im griechisch-römischen Stil, sind für den normalen Zuschauer nicht der Rede wert. Ein 1:1-Sieg in fünf Runden kommt in diesem Fall nicht an das Duell zweier Nachwuchsringer heran, bei der einer - in Führung liegend - noch kurz vor Ende geschultert wird. Dort kennt man die Ringer, es bleibt bis zuletzt spannend und man freut sich mit den Urgesteinen wie auch den jungen Wilden. Die Fans danken es den kleinen Vereinen, die noch Identifikationspotential bieten, mit großem Besucherandrang - man denke nur an die WKG Pausa/Plauen, deren Nachwuchsringer immer wieder auch für junges Publikum sorgen. Der amtierende Deutsche Meister Köllerbach denkt ähnlich und verkündete im Juni deshalb, ein Wettrüsten unter höchsten finanziellen Gefahren werde man 2008/2009 nicht mittragen. Köllerbach setzt stattdessen auf Konsolidierung des Vereins und damit Sicherung der Jugendarbeit - ein weiser Schachzug, auch wenn dadurch vielleicht der Titel verloren geht. Den haben indes andere Clubs im Blick - zum Beispiel Aalen oder Luckenwalde, zwei eigentlich gebrannte Kinder der Einkaufspolitik. Man wird sehen, wer sich in der Weltliga Bundesliga am Ende durchsetzt - und wer auch in zehn Jahren noch erfolgreich eine Mannschaft stellt. Im Vorfeld der Liga hatten einige Vereine ein Säbelrasseln angestimmt, vorangegangen war die Anfrage des DRB beim Deutschen Rentenversicherungs-Bund (DRV). Der hatte bestimmt, dass die verpflichteten Bundesligaringer in der Regel weisungsgebunden, damit Angestellte und rentenversicherungspflichtig sind - ein hoher Kostenfaktor für Vereine, der zum Streit zwischen DRB und einigen Clubs führte. Noch ist unklar, wer Profi und wer Amateur ist, wer selbstständig und wer weisungsgebunden. Die Fronten bestehen weiter und schwächen beide Seiten, bis eine klare Regelung (von oben) getroffen wird. Das Problem besteht ja nicht nur im Ringkampfsport, sondern in allen Amateursportarten mit Profibereich, die sich in einer Grauzone befinden. Im Prinzip streitet man sich bis zu einer Grundsatzregelung hier um des Kaisers Bart. Viel spannender scheint da die Drohgebärde der Vereine, eine eigene Liga aufstellen zu wollen. Grundsätzlich ist das möglich - vielleicht mit einem anderen Namen und mit einer eigenen Liga-GmbH. So organisieren sich die meisten Profi-Sportarten und vermarkten sich damit, während die Verbandsarbeit sich um Nachwuchs und Strukturen kümmert. Für die Vereine hieße das, neue Strukturen aufbauen zu müssen und auch neue Kosten zu haben, zum Beispiel zum Betrieb der GmbH. Für den Ringer-Bund auf der anderen Seite würden viele Einnahmen - die Lizenzgebühren - schlagartig wegfallen, außerdem natürlich seine Weisungsbefugnis. Woher zum Beispiel Kampfrichter kommen würden, ist unklar, und viel wäre neu zu vereinbaren. Einen Entweder-Oder-Streit kann hier keiner wollen, auch weil der DRB in der Liga sicherlich eine Stimme haben sollte. Vielleicht kommt man zu einer Einigung im Versicherungsstreit und hat dann Zeit, neue Modelle zu überdenken. Der DRB will ohnehin nun den Kontakt zur Basis stärken und so hat Vizepräsident Karl Rothmer für den 12. Dezember 2008 erstmals eine Gesprächsrunde mit Sportdirektor, Bundestrainern und den Vereinen angekündigt - dort könnte zum Beispiel die Entwicklung der Sportler durch die Bundesligaeinsätze zur Sprache kommen. Ein wichtiger Punkt, denn die Liga ist ein Zwitter: Sie ernährt die Vereine und bringt sie gleichzeitig in Existenznot. Viele machen das von Köllerbach befürchtete Wettrüsten nicht lange mit, bevor sie Insolvenz anmelden. Andere wiederum vernachlässigen den Nachwuchssport für die Liga oder verheizen ihre Talente durch Belastung oder Gewichtsreduktion. Die Ringer-Bundesliga, sie ist ungelogen ein mächtiges Instrument und damit zugleich Segen und Bedrohung - je nach Einsatz. In der Fußball-Bundesliga haben die Stars Erholungsmöglichkeiten: Vor der EM wurden Spieler von den Vereinen geschont, teils freiwillig, teils auf Druck der Bundestrainer. In der Fußball-Bundesliga werden auch Sportler langsam herangeführt, in Bayern zum Beispiel der Ex-Rostocker Toni Kroos, der jetzt zum Kader gehört. Im Fußball kann man sich das leisten, Spieler nur punktuell einzusetzen und damit aufzubauen. Halten wir fest: Die Ringer- Bundesliga ist kein Fußball - und Aalens David Musulbes nicht Bayerns Frank Ribéry. Von Bedingungen wie auf dem Rasen träumt man bei uns nur - und die Frage des Profisports beantwortet sich auf dem Rasen wie von selbst, angesichts der gezahlten Gehälter. Nein, Ringen ist kein Fußball. Und trotzdem (oder gerade deswegen) freuen wir uns, dass es endlich wieder auf die Matte geht. Benedict Rehbein 7

8 2. BUNDESLIGA NORD An der Tabellenspitze wird ein Dreikampf erwartet Aue, Markneukirchen und Greiz kämpfen um die Medaillen Wenn am 30. August die ersten Kämpfe der 2. Bundesliga Nord angepfiffen werden, greifen gleich vier neue Teams in das Kampfgeschehen dieser Staffel ein. Während der FC Erzgebirge Aue aus der 1. Bundesliga absteigen musste, kamen der AV Concordia Zella-Mehlis (Meister der Regionalliga Mitteldeutschland), der TSV Burgebrach (Bayern) und der KV Mansfelder Land (Oberliga Nordost) aus den jeweiligen Verbandsligen hinzu. Nachdem im Vorjahr ein spannender Kampf an der Tabellenspitze zwischen dem AC Lichtenfels, dem AV Germania 06 Markneukirchen, dem AC Auerbach und dem RSV Rotation Greiz die 2. Bundesliga Nord bis zum letzten Kampftag in Atem hielt, dürfte es auch in der Saison 2008/2009 zwischen den beiden vogtländischen Teams Markneukirchen und Greiz sowie Erstligaabsteiger Aue ebenso spannend werden. Der Bronzemedaillengewinner des Vorjahres, AC Auerbach zog seine Mannschaft nach Beendigung der Meisterschaftsserie aus der 2. Bundesliga zurück, die Erzgebirger wollen einen Neustart in der Oberliga Sachsen wagen. Der FC Erzgebirge Aue stieg im Vorjahr recht unglücklich aus der 1. Liga ab, wurde vor allem vom unmittelbaren Abstiegskonkurrenten RV Thalheim im Erzgebirgsderby gleich zwei Mal kalt erwischt. Niederlagen, die den Lößnitzthalern am Ende den Verbleib in der deutschen Eliteliga kosteten. Trainer Lienhardt Patzak ist es gelungen, den Stamm der Mannschaft auch in der 2. Bundesliga zu halten, vor allem das Aushängeschild Nico Schmidt blieb Aue nach dem Abstieg, trotz vieler guter Erstligaangebote, treu. Im Freistilbereich kommt in den schweren Gewichtsklassen mit dem Slowaken Roman Meduna ein internationaler Spitzenringer neu ins Team des FCE, während der langjährige Leistungsträger Selami Akosman in seine Heimatstadt Berlin zurückkehrt und sich dort dem Erstligateam des Türkischen RV anschließt. Vom Ligakonkurrenten RSV Greiz stößt mit Petr Klikos ein weiterer Spitzenringer zum FCE und wird vor allem in den leichten Gewichtsklassen eine große Verstärkung für das 8 Ziel - Platz 1 bis 3 - sein. Auch der AV Germania 06 Markneukirchen will zurück in die Deutsche Eliteliga. Zwar verließen mit Tomas Sobecki (zum ASV Hof), Mariusz Los (zum TSV Dewangen) und Adam Blok (zum KSV Witten) wichtige Leistungsträger der letzten Jahre den Verein, doch können diese Abgänge gut kompensiert werden. Aus Pausa stoßen die beiden Bulgaren Lyuben Iliev (74 kg/fr) und Petar Ganev (66 kg/ FR) ins Team der Musikstädter, während es Ventsislav Georgiev nach seinem einjährigen Gastspiel beim KSV Witten zurück nach Markneukirchen zieht. Bereits länger unter Vertrag steht der bulgarische Weltergewichtler Alexander Sandov, der nun Tomas Sobecki vertreten soll. Dass der 35-jährige Griechisch-Römisch-Spezialist das auch kann, zeigte er bei einigen Kämpfen der vergangenen Saison, als er den Tschechen nicht nur vertrat, sondern gegen gute Athleten attraktive Kämpfe zeigte. Dagegen verzichtet das Trainergespann Mario Willomeit und André Backhaus auf die Dienste des Polen Radoslaw Siejak, denn die beiden Eigengewächse Björn Hauck und Anton Noack sollen nicht nur mehr Einsätze bekommen, sondern möglichst die ganze Saison durch ringen. Der RSV Greiz hingegen hat nach Aussage des Trainers Falk Schlehan erst mittelfristig die Absicht, in die erste Bundesliga aufzusteigen, will man doch auch dort weiter möglichst mit eigenen Nachwuchsakteuren antreten - und bestehen. Und von diesen hat man in Greiz mit Konstantin Sommer, Stefan Lippke und Philip Grundmann schon drei, die als feste Bausteine im Team des RSV gelten. Weitere Nachwuchsakteure sind auf dem Weg. Mit Sebastian Wendel hat Greiz einen Deutschen Meister der A-Jugend, der von Nachwuchs-Bundestrainer Alexander Leipold gar für die Kadetten-EM nominiert wurde. Nachdem sich der Frankfurter Ausnahmeringer Damian Hartmann in Greiz richtig wohl fühlte, holte der auch Erik Weiß ins Vogtland. Weiß trainiert wie Hartmann im Leistungszentrum Frankfurt/Oder. Im Ligageschehen stand er bislang beim Greizer Ligakonkurrenten RC Potsdam unter Vertrag, wo er zu den Leistungsträgern zählte. Erik Weiß holte im März 2008 bei den Deutschen Meisterschaften in Bonn überraschend Bronze und wird eine große Verstärkung für das Team um Mannschaftsleiter Tino Hempel und Trainer Falk Schlehan sein. Die beiden ungarischen Neuzugänge Gabor Kantor (55 kg/fr) und Adam Molnar (60 kg/gr) sowie Daniel Ligeti (96 kg/fr) ergänzen das Aufgebot der Greizer, die allerdings auch den starken Weltergewichtler Eughenie Valentir (zum SV Joh. Nürnberg) sowie Petr Klikos (zum FC Erzgebirge Aue) ziehen lassen mussten. Auch wenn der RSV Greiz noch nicht die 1. Bundesliga anvisiert, ein Medaillenrang soll es jedoch in der Saison 2008/2009 schon werden, nachdem man im Vorjahr mit dem vierten Rang Vorlieb nehmen musste. Hinter den favorisierten Spitzenteams der 2. Bundesliga Nord lauert der SV Luftfahrt Berlin. Die Hauptstädter erwiesen sich bereits im Vorjahr als Hecht im Karpfenteich und stellten auch dem Aufstiegsfavoriten AV Germania 06 Markneukirchen auf eigenen Matten ein Bein. Die Hauptstädter stellen das mit Abstand größte Team, haben 24 Ringer im Aufgebot, während Titelanwärter Markneukirchen mit 13 Athleten die kleinste Mannschaft zur Verfügung hat. Das Team aus der Hauptstadt ist weiter gewachsen, hat sich mit jungen Ringern (Christopher Krowiorz und Tom Linke) gut verstärkt. Das Team um Trainer Sven Lieberamm könnte in der nun beginnenden Saison durchaus zum Hecht im Karpfenteich werden, mit ihrem Bestaufgebot dürften die Hauptstädter auch den Aufstiegsfavoriten gefährlich werden. Wohin geht es in der neuen Saison für den TuS Jena? Trainer Helmut Strumpf übergab nicht nur die Zügel der Mannschaft an seinen Sohn Daniel, sondern leitete bereits in den vergangenen Jahren eine deutliche Verjüngung des Kaders ein, der nun weiter fortgesetzt wird. Mit Markus Hamann verlässt ein Eigengewächs - und zugleich Punktgarant - den TuS Jena in Richtung Mainz, doch kann man in der Saalestadt mit dem Weggang leben, fiel der Schwergewichtler schon im vergangenen Jahr mit einer langwierigen Verletzung den Großteil der Saison aus und musste ersetzt werden. Der RSK Gelenau erkämpfte sich im Vorjahr quasi mit dem letzten Schlussgong den Klassenerhalt. Nun rüsteten die Erzgebirger im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf, wollen ihrem Publikum einige Siege mehr zeigen, als den einen Erfolg aus dem Vorjahr. Mit Kirk Reimer holte sich Trainer Rene Schreiter einen guten Athleten aus Lugau in die leichteste Gewichtsklasse. Mit Sebastian Otto kommt im Mittelgewicht ein Freistilspezialist, der schon zuvor für die Gelenauer kämpfte. Der RC Potsdam dürfte auch in der Saison 2008/2009 seinen Beinamen als Kindergarten der Liga behalten, erneut stehen viele Nachwuchsringer im Aufgebot der Havelstädter. Im Vorjahr erreichte Trainer Rainer Leffler mit seiner Mannschaft schon frühzeitig das rettende Ufer. Und die jungen Kämpfer des RC Potsdam wollen in der Saison 2008/2009 den Mitkonkurrenten das Leben noch ein wenig schwerer machen. Zwar verließ mit Erik Weiß der beste Leistungsträger den RC, doch dafür kam mit Ricardo Melz (Dritter der Junioren-WM 2007) einer der besten Schwergewichtler der Liga zurück an die Havel. Kaum einzuschätzen ist der Aufsteiger TSV Burgebrach. Die Nordbayern folgen dem AV Lichtenfels in die Nordstaffel, der sich im Vorjahr pudelwohl fühlte und dessen zahlreiche und faire Fans überall gerne gesehen waren. Nun hofft die Liga auch auf einen würdigen Nachfolger aus dem Frankenland, auch wenn die Mannschaft des TSV Burgebrach nicht ganz so stark eingeschätzt wird wie die Lichtenfelser, die den Durchmarsch ins Oberhaus schafften. Der TSV Burgebrach hat sich mit einer sehr ausgeglichen besetzten Mannschaft, die durch Patrick Dominik (KSV Ketsch) sowie Maurizio Mahr und Busic Dalibor (beide AC Lichtenfels) verstärkt wurde, das Ziel gesetzt, die Klasse zumindest zu halten. Wie wird sich der Meister der Regionalliga Mitteldeutschland, der AV Concordia Zella-Mehlis in der 2. Bundesliga schlagen? Die Thüringer treten mit einer Mannschaft an, die zum Großteil aus Eigengewächsen besteht. Nach der Aufgabe des Ortsnachbarn SV Albrechts rückten mit Robert Lehmann, Sebastian Kessel, Danny Frankenberger und Jens Brosowski gleich mehrere gute Ringer in das

9 2. BUNDESLIGA NORD Team des Zweitligaaufsteigers, die zudem allesamt viel Kampferfahrung mitbringen. Leider treten in der 2. Bundesliga Nord nach dem freiwilligen Abstieg des AC Taucha erneut nur 9 Teams an, was allerdings der Spannung in dieser Staffel keinen Abbruch bringen dürfte, denn sowohl um die Medaillenränge bis hin zum Tabellenende sind auch in der Saison 2008/2009 wieder dramatische Begegnungen absehbar. Jörg Richter 2. Ringer-Bundesliga - Gruppe Nord: Die Zusammenstellung der Teams erfolgte durch DRB-Pressereferent Peter Weber FC Erzgebirge Aue Zugänge: Petr Klikos (Greiz), Roman Meduna (Hörbranz/A) Abgänge: Tony Selle (Leipzig), Selami Akosman (TRV Berlin) Kader: 55 kg: Pierre Vierling (30), 60 kg/k: Jan Hocko (28), 66 kg/f: Petr Klikos (32), 66 kg/f: Axel Frommhold (25), 66 kg/k: Björn Schöniger (25), Dominic Gerber (21), 74 kg: Christian Puschmann (26), 74/k: Istvan Zelei (23), 74 kg/f: Andre Neumann (29), 84 kg/k: Attila Batky (35), Falk Scheibe (32), 84 kg/f: Franco Büttner (18), 96 kg/f: Ronny Wegner (29), 96 kg/k: Roman Meduna (32), 120 kg/f/k: Nico Schmidt (30), Trainer: Lienhardt Patzak TuS Jena Zugänge: Toni Bernhardt (Sümmerda) Abgänge: Markus Hamann (Mainz) Kader: 55 kg/f: Chris Bösemann (16), 55/60 kg: Dominik Waag (33), 60/66 kg/f: Mario Koch (30), 60/66 kg/f: Tamino Seeck (16), 55 kg: Rene Sturmheit (28), 66 kg/k: Max Müller (15), 66 kg/k: Andre Emich (32), 66 kg/f: Rüdiger Kabus (20), 74 kg/k: Karel Hanak (23), 74 kg/f: Juan Nguyen (20), Michael Dengler (17), 74/84 kg/f: Tino Wolski (19), 84/96 kg/f: Karsten Meinhardt (18), 84/96 kg/k: Thomas Leffler (19), 96/120 kg/k: Boris Eisenstein (19), 96/120 kg/f: Toni Bernhardt (17), Trainer: Helmut Strumpf SV Luftfahrt Ringen e.v. Zugänge: Marc Wentzke (Potsdam), Dogukan Karakus (Freiburg), Tom Linke (Stralsund), Kamil Skaskiewicz (Polen), Christopher Krowiorz (eig. Nachwuchs) Abgänge: keine Kader: 55 kg/k: Henning Wahl (21), 55/60 kg/f: Sven Cammin (21), 60 kg/k: Kevin Thalau (20), Abubakar Achmerzaev (21), 66 kg/f: Marian Makowski (20), Marian Decker (18), Mario Bührig (20), 66 kg/k: Marc Wentzke (20), Christopher Krowiorz (17), Johannes Henneberg (20), 74 kg/f: Lars-Erik Eichler (17), 74 kg/k: Dogukan Karakus (24), Arne Stolt (21), 74/84 kg/k: Klaus Prestete (30), 74/84 kg/f: Martin Obst (22), 84 kg/k: Tom Linke (18), 84 kg/f: Kamil Skaskiewicz (20), 84 kg: Robert Meißner (24), 84/96 kg/k: Mirco Redmann (22), 84/96 kg/f: Lukasz Dublinowski (26), 96/120 kg/f: Radoslaw Dublinowski (28), 96/120 kg/k: Pawel Jaltoszuk (22), Stefan Zech (30), 96/120 kg: Lukasz Skaskieciwz (23), Trainer: Sven Lieberamm RSV Rotation Greiz Zugänge: Gabor Kantor, Adam Molnar (b. Ungarn), Erik Weiß (Potsdam), Daniel Ligeti (Auerbach) Abgänge: Evghenie Valentir (Nürnberg), Petr Klikos (Aue) Kader: 55 kf/f: Gabor Kantor (22), Steven Thomas (18), Manuel Heisig (15), 55 kg/k: Adam Molnar (17), 60 kg/f: Vladimir Gotisan (21), 60 kg/k: Erik Weiß (21), 66 kg/f: Radoslaw Kisiel (22), 66 kg/k: Lukasz Niewiadomski (27), 74 kg/f: Konstantin Sommer (18), 74 kg/k: Damian Hartmann (20), 84 kg/f: Philipp Grundmann (20), Sebastian Wendel (17), 84 kg/k: Stefan Lippke (22), 96/120 kg/f: Daniel Ligeti (19), Matthias Jentsch (35), 96/120 kg/k: Olrik Meißner (35), Trainer: Falk Schlehahn RC Germania Potsdam Zugänge: Heiko Gensicke, Ralph Pieterek (b. Thalheim), Stefan Barde (Luckenwalde), Daniel Hlavati (Ungarn), Sandro Mehler (Frankfurt/O.), Ricardo Melz (Gelenau) Abgänge: Marc Wenzke (Luftfahrt Berlin), Erik Weiss (Greiz) Kader: 55 kg: Norman Mahmudov (14), 55 kg/k: Johannes Schmiege (14), 55/60 kg: Robert Gleich (23), 60 kg/k: Brian Tewes (19), 60/66 kg/k: Philipp Losansky (19), 60/66 kg/f: Attila Sükösd (19), 66 kg/f: Heiko Gensicke (26), 66/74 kg/k: Martin Lehmann (18), Stefan Barde (24), 66/74 kg/k: Thommy Kebschull (23), 74 kg/f: Ralph Pieterek (18), Sandro Mehler (21), 74 kg/k: Daniel Hlavati (18), 74/84 kg/k: Bastian Kurz (18), 84 kg/k: Martin Schrade (22), Marvin Kucklick (19), 84 kg/f: Oliver Diller (19), Adrian Hofmann (20), Fabian Albrecht (20), 96/120 kg/f: Karsten Siegert (22), Karsten Pikulla (20), 96/120 kg/k: Sebastian Göldner (21), Christian Engels (19), 120 kg: Ricardo Melz (21), Trainer: Reiner Leffler, Olaf Bock RSK Jugendkraft Gelenau Zugänge: Kirk Reimer (Lugau), Florian Rau (Taucha), Sebastian Otto (Mansfelder Land), Oldrich Kucera (Tschechien) Abgänge: Ricardo Melz (Potsdam) Kader: 55 kg/k: Martin Schneider (16), 55 kg: Kirk Reimer (19), 55/60 kg: Daniel Franke (29), 60/66 kg: Kay Hofmann (20), Björn Lehnert (27), 66 kg/k: Jan Zizka (17), 66 kg/f: Michel Breidel (21), 74 kg/k: Ondrej Jaros (34), Louis Otto (16), 74 kg/f: Florian Rau (18), 74/84 kg/f: Steven Liesigk (24), 84 kg/k: Florian Schwalbe (26), 84 kg/f: Sebastian Otto (25), 84/96 kg: Tommy Einhorn (21), 96/120 kg/k: Ingo Jäger (35), 120 kg: Oldrich Kucera (19), Trainer: Rene Schreiter AV Germania 06 Markneukirchen Zugänge: Vencislav Georgiev (Witten), Lyuben Iliev, Petar Ganev (b. Pausa), Darius Zwierzynski (AC Auerbach) Abgänge: Mariusz Los (Dewangen), Adam Block (Witten), Tomas Sobecky (Hof) Kader: 55 kg/f: Stoyan Iliev (20), 55 kg/k: Anton Bairaktarov (19), 60 kg/f: Heiko Holzapfel (27), 60 kg/k: Ventsislav Georgiev (22), 66 kg/f: Denny Latzke (19), 66 kg/k: Erdzhan Ibryam (19), 74 kg/f: Anton Noack (22), 74 kg/k: Alexander Sandov (36), Darius Zwierzynski, 84 kg/f: Björn Hauck (27), 84 kg/k: Marian Mihalik (24), 96/120 kg/f: Andre Backhaus (38), 96/120 kg/k: Filip Köszeghy (25), Trainer: Mario Willomeit, Andre Backhaus AV Jugendkraft/Concordia Zella-Mehlis Zugänge: Robert Lehmann, Danny Frankenberger, Sebastian Kessel, Jens Brosowski (alle Albrechts), Philipp Dietzmann (eig. Jugend) Abgänge: Christian Kohl (Karriere beendet) Kader: 55 kg/f: Thomas Janke (23), 55 kg/k: Philipp Dietzmann (14), 60 kg: Thomas Brösicke (21), Robert Lehmann (28), 66 kg/k: Tim Deckert (20), Jens Heintze (20), 74 kg/k: Toni Stade (20), Steffen Behrendt (21), 74 kg/f: Sebastian Scheidig (26), Danny Frankenberger (26), Gagik Egiasarov (19), 84 kg/k: Steffen Scholz (31), 84 kg/f: Tim Kaiser (23), 96 kg: Martin Zeuner (24), Sebastian Kessel (21), 96 kg/f: Ronny Fritz (26), 120 kg/k: Andre Petri (24), 120 kg/f: Jens Brosowski (21), Trainer: Andre Schedler TSV Burgebrach Zugänge: Patrick Dominik (Ketsch), Maurizio Mahr, Busic Dalibor (b. Lichtenfels) Abgänge: keine Kader: 55 kg: Pascal Marecal (14), Philipp Glücker (14), 60/66 kg/k: Dragos Florin Cimpanu (25), Ciprian Constantin David (18), 66 kg/f: Patrick Dominik (25), Tobias Glücker (18), 74 kg/f: Christian Merkel (20), 74 kg: Daniel Luptowicz (22), 74/84 kg: Jochen Engelhardt (33), Günter Montag (36), 74/84 kg/k: Mario Ziegler (37), Busic Dalibor (35), 96/120 kg: Markus Zürl (22), Milos Govedarica (46), Maurizio Mahr (21), 96/120 kg/f: Vladislav Kaidasch (28), Trainer: Alexander Winkler 9

10 REGIONALLIGA MITTELDEUTSCHLAND Luckenwalde II hat die Favoritenbürde - Viele Bewerber um Silber und Bronze Lange war offen, ob die Struktur der Ringer-Verbandsligen mit Regionalliga und Oberliga überhaupt Bestand hat, denn nach dem Aufstieg des AV Concordia Zella- Mehlis, dem freiwilligen Abstieg der KG Altenburg/Schneeberg sowie den Mannschaftsrückzügen des SV Albrechts und der KG Vorpommern aus der ohnehin nur aus neun Teams bestehenden Staffel, blieben samt Zweitligaabsteiger AC Taucha und Aufsteiger KFC Leipzig II nur sieben Mannschaften übrig. Doch dann erklärte sich auch der RV Lugau bereit, in die höhere Kampfklasse aufzurücken und auch der KAV Mansfelder Land kam als Quereinsteiger aus der Oberliga Nordost in die stärkere Regionalliga Mitteldeutschland. Vier Neulinge werden das Gesicht der höchsten Verbandsliga im mitteldeutschen Raum gehörig verändern. An der Tabellenspitze wird in der am 30. August startenden Staffel der 1. Luckenwalder SC II erwartet. Das Trainergespann Heiko Röll und Michael Kleinschmidt hatte sich im Vorjahr mit dem sehr jungen Team hinter Staffelsieger und Aufsteiger AV Concordia Zella-Mehlis den Vizemeistertitel erkämpft. Doch die Entscheidung über die endgültige Vergabe der Medaillen fiel erst am allerletzten Kampftag des vergangenen Jahres, als die LSC-Reserve ausgerechnet beim starken Verfolger WKG Pausa/ Plauen vor über 500 Zuschauern siegte und sich damit Silber nicht mehr nehmen ließ. 10 Auch der ewige Vierte AC Germania Artern kämpfte bis zum Schluss um Bronze. Die Ringer vom Fuße des Kyffhäuser hatte den wohl schärfsten Konkurrenten WKG Pausa/Plauen gleich zum Saisonstart mit einem knappen Auswärtssieg in die Knie gezwungen, mussten jedoch im Rückkampf eine klare Heimklatsche gegen die Vogtländer hinnehmen. Die starke Mannschaft des ACA holte sich auch Punkte gegen die Spitzenteams - doch die WKG Pausa/Plauen zog nach, auch Georgi & Co. bezwangen in einem dramatischen Duell den AV Concordia Zella-Mehlis auf eigener Matte und holte damit die wohl entscheidenden Zähler im Kampf um Bronze. Auch in der Saison 2008/2009 dürfte das Duell zwischen der WKG Pausa/Plauen und dem AC Germania Artern das Geschehen an der Tabellenspitze anheizen. Die Vogtländer verloren mit den beiden Bulgaren Petar Ganev und Lyuben Iliev zwei Leistungsträger, die nach Markneukirchen wechselten. Mannschaftsleiter Reiner Klemm sah vor allem im Mittelgewicht die größten Lücken und holte sowohl im Freistil als auch im griechisch-römischen Ringkampf der 84-kg-Klasse zwei neue Bulgaren. Gyokhan Kemalov und Spas Shumanov von Lewski Sofia sollen in dieser Kategorie für wichtige Punkte sorgen. Darüber hinaus holte Trainer Jörg Hocke auch Martin Waldeck vom Zweitbundesligisten RC Potsdam nach Pausa, während in den leichten Gewichtsklassen vor allem die eigene Talentschmiede für neue Die Ringer aus Luckenwalde (im Bild: Dustin Bartmuß, unten) stehen in der Favoritenrolle in der Regionalliga Mitteldeutschland. Foto: Toni Klemm Gesichter im Team sorgt. Felix Böttcher, Kevin Pospiech, Maximilian Schwabe und Francis Weinhold machten bereits im Vorjahr einige Kämpfe für die Vogtländer, in der Saison 2008/2009 sollen die jungen Eigengewächse zu festen Bestandteilen des Teams werden. Der AC Artern verlor den starken Tschechen Vaclav Scheiner, der seine sportliche Laufbahn beendete, holte sich jedoch mit Werner Schellenberg vom ASV Plauen einen jungen Heißsporn in die Mannschaft, der am Leistungszentrum Frankfurt/O. lernt und trainiert. Die Mannschaft um Trainer Steffen Günther will sich nicht noch einmal mit einem vierten Rang abfinden, hat einen Medaillenrang fest im Visier. Die Verfolger Dem AC Werdau ging am Saisonende des Vorjahres etwas die Luft aus. Doch in der nun beginnenden Meisterschaftsrunde wollen die Westsachsen nicht zu zeitig aus dem Medaillenkampf ausscheiden sondern die Lücke zu den Spitzenteams schließen. Vor allem der spektakuläre Neuzugang Vojtech Kukla soll in den oberen Gewichtsklassen für Siege sorgen. Der tschechische Auswahlringer stieß von der WKG Altenburg/Schneeberg zu den Westsachsen, die zudem noch einige Nachwuchsakteure in die Männermannschaft integrieren. Wie stark ist Zweitligaabsteiger AC Taucha? Trainer Thomas Weidner konnte den Stamm der Mannschaft halten, wird jedoch den Neuaufbau in der Regionalliga für einen Generationswechsel nutzen. Mit Dustin Scherf (zum KFC Leipzig) und Florian Rau (RSK Gelenau) verließen nur zwei Leistungsträger den Verein, mit Lars Levermann kam jedoch ein erstligaerfahrener Athlet vom 1. Luckenwalder SC hinzu. Auf einen sicheren Mittelfeldplatz ist der RTV Zöblitz aus. Die Erzgebirger hatten schon im Vorjahr nichts mit den Abstiegsrennen zu tun und wollen sich in der bevorstehenden Saison weiter stabilisieren. Dabei baut Trainer Frank Liebscher vor allem auf den eigenen Nachwuchs, in einigen Gewichtsklassen verstärkt sich der RTV allerdings auch mit Ringern aus dem benachbarten tschechischen Leistungszentrum. Zudem hofft man in Zöblitz auch auf einen positiven Nachhall der Deutschen A-Jugendmeisterschaft, die im Mai diesen Jahres für viel positive Schlagzeilen sorgte. Mit einer starken Mannschaft steht der KAV Mansfelder Land für seine erste Regionalligasaison bereit. Enrico Berg, Normen Muth und Jan Radschunat haben bereits Erstligaerfahrung, kämpften schon mit der damaligen WKG Halle/Merseburg/Leuna in der deutschen Eliteliga. Andere Athleten wie Schwergewichtler Holger Langrock setzten sich bereits bei den Landestitelkämpfen und auch den Mitteldeutschen Meisterschaften der Senioren in Gelenau gut in Szene. Mit voller Mannschaft dürfte das Team aus Sachsen-Anhalt zum Hecht im Karpfenteich werden. Für spannende Kämpfe ist also auch in Eisleben gesorgt. Tief Luft holte der KFC Leipzig II, der in die Regionalliga zurückgekehrt ist. Das einjährige Gastspiel in der Oberliga Sachsen nutzte Trainer Steffen Moosdorf vor allem, um junge Nachwuchssportler ins Team zu integrieren. Mit nur zwei Niederlagen belastet, feierte der KFC Leipzig II die Sachsenmeisterschaft und steht damit wieder im Ansetzungsheft der höchsten, gemeinsamen Landesklasse der Landesverbände Brandenburg, Berlin, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Eine große Feier steht beim RV Lugau an, denn die Erzgebirger feiern ihr 100-jähriges Vereinsjubiläum. Da ließen sich die Vereinsverantwortlichen auch als Tabellendritter der Oberliga Sachsen nicht lange bitten und nahmen das Angebot zum Aufstieg an, nachdem der Thüringenmeister AV Concordia Zella-Mehlis II lieber in der Landesklasse verbleiben wollte. Schwer wird es auf jeden Fall für die Erzgebirger, die einige Verstärkungen benötigen, um sich in der starken Regionalligastaffel behaupten zu können. Jörg Richter

11 REGIONALLIGA MITTELDEUTSCHLAND Mannschaften der Regionalliga Mitteldeutschland WKG Pausa/Plauen 55 kg: Kevin Pospiech, Felix Böttcher, 60 kg: Mike Elschner, Maximilian Schwabe, 66 kg: Silvio Hoffmann, Martin Petzoldt, Francis Weinhold, 74 kg: Alexander Georgi, Martin Waldeck, Ludwig Höfer, 84 kg: Gyokhan Kemalov, Spas Shumanov, 96 kg: Torsten Obstfelder, Tino Hempel, 120 kg: Steven Schmidt. Trainer: Jörg Hocke, Mannschaftsleiter: Reiner Klemm KFC Leipzig II 55 kg: Rocky Scholz, 60 kg: Hendrik Strauß, 66 kg: Christian Pfeifer, Felix Dietrich, Max Stuhr, Carl Vogel, 74 kg: Sören Starke, Rene Findt Max Bornschlegel, Marcus Demmler, Daniel Geib, 84 kg: Heiko Heinemann, Jaroslav Atlas, Richard Zechendorf, 96 kg: Jens Fritzsche 120 kg: Christoph Deutsch, Andreas Gorke, Henry Hubert. Trainer: Steffen Moosdorf, Marcus Demmler KAV Mansfelder Land (nur namentliche Meldung, ohne Gewichtsklasse) Abdo Mirza, Christian Bröschke, Dennis Jarysz, Enrico Berg, Holger Langrock, Jan Radschunat, Marcus Breitschuh, Martin Wölfer, Normen Muth, Raiko Dahms, Schamil Nuriev, Stefan Müller, Steffen Engmann, Thomas Henseler. Trainer: Holger Quandt, Johann Barutsch AC Taucha 55 kg: Marc Fraede, 60 kg: Eyk Fraede, 66 kg: Konrad Dyrschka, Markus Jung, Sascha Wendt, Andre Paris, 74 kg: Sebastian Plutz, Alexander Zeidler, Andre Keller, Lars Levermann, 84 kg: Benjamin Dahn, Tino Köllmann, Mathias Görtz, Manuel Fodi, 96/120 kg: Lars Kramarcyk, Thomas Baumann. Trainer: Thomas Weidner 1. Luckenwalder SC 55 kg: Felix Schulze, Arsen Esse, 60 kg: Dustin Bartmuß, Christian Göbel, 66 kg: Christian Schmiedeck, Michael Schmiedeck, Lennard Wickel, 74 kg: Jörn Schröter, Willi Wendel, Andre Gregorski, David Ignatius, 84 kg: Markus Bankert, Anatolij Judin, Hannes Müller, 96 kg: Moritz Müller, Robert Glor, 120 kg: Nick Matuhin. Trainer: Heiko Röll Michael Kleinschmidt RVE Lugau 55 kg: Marcus Langer, 60 kg: Jan Nagel, 66 kg: Frederick Esser, Martin Richter, 74 kg: Andre Bernhardt, Miroslav Svec, Jan Landgraf, 84 kg: Adrian Weber, Jens Blachut, 96 kg: Viktor Pucala, 120 kg: Josef Cutka. AC Germania Artern 55 kg: Alexander Alferov, Jan Scholz, 60 kg: Stephan Knopf, Tobias Pabst, Florian Muchow, 66 kg: Steve Brylla, Werner Schellenberg, Konstantin Kersten, 74 kg: Tobias Boeck, Felix Thätner, Christian Oppermann, Ken Finke, 84 kg: Andreas Behring, Mario Panitzsch, 96 kg/120 kg: Daniel Geist, Ronny Bublitz. Trainer: Steffen Günther AC Werdau 55 kg: Marek Barva, Faqiri Fardous, 60 kg: Jan Penzold, Andy Klein, 66 kg: Andi Hother, Chris Wemme, Arne Brömme, Marcus Nürnberger, Fabian Pause, 74 kg: Georg Kromm, Florian Frank, Jürgen Klimke, Farzad Faqiri, 84 kg: Steven Fischer, Lars Probst, Christian Weiß, 96/120 kg: Jörg Kossowski, Markus Weiß, Vojtech Kukla, Dominik Funk, Trainer: Michael Kramer Manschaftsleiter: Henning Tröger RTV Zöblitz 55 kg: Michael Wied, 60 kg: Florian Liebscher, 66 kg: Manuel Frenzel, Stefan Saul, 74 kg: Benjamin Amthor, Colin Liebscher, Christoph Köhn, Eric Lüttich, 84 kg: Ladislav Snelly, Benjamin Rümmler, Christopher Scharf, 96 kg/120 kg: Dirk Harzer, Sandro Liebscher, Jiri Zak. Trainer: Frank Liebscher Heiko Heinemann (links) vom KFC Leipig II beim Kampf gegen Ralf Piterek. Foto: Holger Hähnel Alexander Georgi (links) geht für die WKG Pausa/Plauen an den Start. Foto: Jörg Richter 11

12 OBERLIGA SACHSEN Ausgeglichenes Teilnehmerfeld lässt spannende Oberligasaison erwarten Auf eine spannende Saison dürfen sich neun Teams und deren Fans in der Oberliga Sachsen freuen, denn erneut sind die beteiligten Mannschaften sehr ausgeglichen besetzt. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg des KFC Leipzig II sowie der Flucht nach vorn des RVE Lugau, dessen Verantwortliche das Angebot annahmen und als Dritte der letzten Oberligarunde ebenfalls in die Regionalliga aufstiegen, fehlen in der Staffel zwei Spitzenteams. So dürfte zwar die KG Leipzig/ Großlehna als Favorit ins Rennen gehen, doch lehnen die Ringer aus dem Westen Leipzigs diese Bürde ab, gibt es mit Absteiger WKG Altenburg/Schneeberg, der WKG Pausa/Plauen II aber auch dem SV GW Weißwasser weitere Teams, die Ansprüche auf den Staffelsieg geltend machen könnten. Viele junge Athleten zieren die Aufstellungen der Mannschaften. Vor allem die Vereine, die noch Reserveteams ins Rennen schicken, zeigen, dass die Basis noch in Ordnung ist und viele junge Eigengewächse nachrücken. KG Leipzig/Großlehna 55 kg: Marco Scherf, 60 kg: Dennis Goletzka. 66 kg: Sascha Röser, Falko Schulzendorf, 74 kg: Leduan Abdolla, Robert Rickhoff, Fred Schönfeld, Timo Handrick, Michael Saballus, 84 kg: Maik Lieber, Stefan Zimmermann, Jim Fischer 96 kg: Sven Betschke, Sven Keimling, 120 kg: Frank Mittmann, Fabian Bräucker, Marice Denckert. Trainer: Mike Römbach Mannschaftslt.: Peter Fabianski Schon im Vorjahr gab es viele Überraschungen: Hinter den beiden Leipziger Vereinen, die sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten, konnte Jeder Jeden schlagen. Vor allem die WKG Pausa/ Plauen II kam schwer in Tritt, doch schafften es die jungen Vogtländer auch gegen Spitzenteams über sich hinaus zu wachsen. Sichtlich wohl fühlten sich die WKG-Ringer in der Wettkampfstätte Weischlitz, wo über 150 Fans für eine stimmgewaltige Kulisse sorgten - und das in der Oberliga! Stimmgewaltiger Anhang auch bei der KG Leipzig/Großlehna: In der Sporthalle der Grundschule Großlehna wurden so manchem Kontrahenten die Knie weich, so lautstark wurden die KG-Ringer von den Rängen aus unterstützt. Überraschend stark präsentierte sich Schwergewichtler Frank Mittmann, der als Monteur zwischen Saudi Arabien und Norwegen umherdüste, auf den sächsischen Ringermatten jedoch unbezwungen blieb. Als ältester Akteur dieser Staffel steht auch in dieser Saison Rüdiger Möhring (RV Thalheim) bereit, der mit 51 Jahren der älteste Ringer der Oberliga Sachsen ist - jedoch den jungen Athleten noch immer die Leviten ließt. Gespannt darf man auf die Mannschaft des AC Auerbach sein, die im Vorjahr noch Bronze in der 2. Bundesliga Nord holte. Die Erzgebirger zogen im Februar ihre Mannschaft zurück und wollen nun in der Oberliga einen Neubeginn wagen. Auch die WKG Altenburg/Schneeberg stieg als Regionalliga-Neunter freiwillig ab, um in der Oberliga Sachsen mit möglichst vielen Nachwuchsringern neu zu beginnen. Erik Müller, Michael und Matthias Klages sowie Adrien Nötzold bleiben die Stützen der Mannschaft, um die nun möglichst viele junge Ringer des SV Lok Altenburg und des SV Schneeberg geschart werden sollen. Zwischen Himmel und Hölle wankt das Reserveteam des FC Erzgebirge Aue II, das in dieser Saison einen stabilen Mittelfeldplatz erreichen will. Einzige Verstärkung der Mannschaft ist Steffen Dittrich, der aus Schneeberg zum Lokalrivalen Aue zurückkehrt und dort als Sportler und zugleich Trainer anheuert. Bleiben die WKG Gelenau/Zschopau II und der AC Taucha II die Kellerkinder der Liga oder können sich diese beiden Teams an das Mittelfeld heran kämpfen? Auch wenn die Strategie der Verantwortlichen beider Teams darauf abzielt, den jungen Athleten ein Sprungbrett ins Mannschaftsringen und damit in ihre ersten Mannschaften zu bieten, so lebt es sich mit einigen Pluszählern auf den Konto doch nicht schlecht. Mannschaftssiege dieser beiden Oberligateams sorgten in den vorangegangenen Jahren immer für einen riesigen Motivationsschub bei den Sportlern. Jörg Richter WKG Pausa/Plauen II 55 kg: Kevin Pospiech, 60 kg: Felix Böttcher, Patrick Walther, 66 kg: Ronny Lange, Oliver Schmidt, Florian Fröbisch, Steve Wenzel, 74 kg: Cliff Woratsch, Sven Waldhauser, Matthias Petzoldt, Tim Riedel, Michael Staroszik, 84 kg: Stefan Lipinski, Michael Lukat, Carsten Lehmann, 96 kg: Jens Fischbach, Florian Heß, Bernd Steudel, 120 kg: Ronny Weyer, Torsten Obstfelder Trainer: Roy Thoß RV Thalheim II 55 kg: Falko Barthel, 60 kg: Christian Korb, Marc Breitfeld, 66 kg: Sebastian Weckener, Marcel Peil, Michael Arnas, Rene Bunde, Toni Krauß, 74 kg: Chris Paetzoldt, Dennis Mehlhorn, Sven Zimmermann, Max Adner, Marcel Köhler, 84 kg: Holger Hähnel, Toni Schönherr, Maik Hoeisel, 96 kg: Patrick Lange, 120 kg: Rüdiger Möhring, Michael Gruner. Trainer: Heiko Krauß, Sven Zimmermann FC Erzgebirge Aue II 55 kg: Falk Böhm, Tim Pistorius, 60 kg: Steven Einsiedel, 66 kg: Eric Gnepper, Christian Stetter, Dominic Gerber, 74 kg: Christian Puschmann, Steffen Dittrich, Maximilian Kirmse, 84 kg: Andreas Puschmann, Klaus Pistol, Andre Normann, Stefan Unger, 96 kg: Mario Jörnitz, Benjamin Krause, 120 kg: Julien Kreißig. Trainer: Steffen Dittrich AC Taucha II 55 kg: Marc Fraede, 60 kg: Dominique Kunze. Alexander Ziegelmeier, 66 kg: Peter Ziegelmeier, 74 kg: Andre Hartmann, Michael Ruprecht, 84 kg: Philipp Rößler, Toni Riehl, 84 kg: Simon Tanner, 96 kg: Ronny Sprengel, 120 kg: Tom Rieckhoff. Trainer: Thomas Weidner WKG Altenburg/Schneeberg 55 kg: Felix Schmotz, 60 kg: Denny Gerlach, Rolf Pilz, Toni Seifert, 66 kg: Frank Fiedler, Adrien Nötzold 74 kg: Michael Klages, Tobias Nürnberger, Nico Nadler, Marcel Tschirschwitz, 84 kg: Matthias Klages, Holger Teichmann, Danny Nötzold, 96/120 kg: Eric Müller, Tom Schumann Trainer: Klaus Tschirschwitz, Joachim Mehlhorn SV GW Weißwasser 55 kg: Michael Cyll, Olaf Noack, 60 kg: Morris Schreiber, 66 kg: Kirk Haupt, Phillip Hoffmann, Andreas Panoscha, Roberto Donath, 74 kg: Steffen Nagorka, Mathias Mückisch, Kai Bollfraß, Lars Melcher, Sasha Jusufov, 84 kg: Knut Fehmann Christoph Petrick, 96 kg/120 kg: Mario Stanke, Stefan Lill, 120 kg: Manuel Schreiber, Trainer: Bernd Panoscha, Mario Wimmer AC Auerbach 55 kg: Marcel Herrmann, 60 kg: Falk Dauth, 66 kg: Thomas Beister, Jens Viertel, 74 kg: Nils Unger, Kevin Stellmacher, Robert Metschke, Denny Schöbel, Andreas v. Scheidt, Achim v. Scheidt, Jörg Seidel, 84 kg: Frank Klaus, Jörn Haas, 96 kg: Ronny Senger, Axel Eichhorn, 120 kg: Heiko Höfer, Trainer: Armin Höfer Mannschaftslt.: Karl Friedrich Engmann WKG Gelenau/Zschopau 55 kg: Toni Wohlgemuth, 60 kg: Martin Schneider, 66 kg: Johannes Mai, David Fritzsche, Kay Hofmann, 74 kg: Louis Otto, Tom Salevsky, 84 kg: Jens Emmrich, Maik Schaarschmidt, 96 kg: Thomas Müller, 120 kg: Marcel Hübner 12

13 JUGENDLIGA Modifizierte Wettkampfregeln für die Jugendliga der Mitteldeutschen Ringervereine 2008/09 Auf dem am Freitag, dem 20. Juni 2008, stattgefundenen Treffen aller mitteldeutschen Vereine, die eine Jugendliga-Mannschaft stellen, wurden die Regularien für die Wettkampfsaison 2008/2009 abgesprochen. Die Wettkampfregeln des Vorjahres werden einstimmig auch für die Saison 2008/09 für verbindlich angenommen. Teilnehmende Mannschaften: WKG KSV Pausa/ASV Plauen WKG Markneukirchen/RSV Plauen WKG RV Lugau/RV Thalheim KG Leipzig/Taucha (KFC Leipzig/SAV Leipzig/AC 1990 Taucha) WKG RSK Gelenau/Zschopau WSG Zauckerode Wettkampfmodus Gerungen wird in einer Sechserstaffel mit Vor- und Rückkampf. Der Staffelsieger ist Mitteldeutscher Jugendmannschaftsmeister. Zusätzliche Wettkampfregeln zur Jugendliga Die Wettkämpfe in der Jugendliga werden nach den Bestimmungen des DRB für Mannschaftskämpfe und den Richtlinien für Bundesliga-kämpfe durchgeführt (auch Platzierung in der Staffel). Ein Sportler darf nur dann eine Gewichtsklasse höher ringen wie sein Gewicht ist, wenn die darunter liegende Gewichtsklasse besetzt ist. Der Artikel 60 - Verbotene Griffe - für Schüler und Kadetten - wird für alle Altersklassen in der Jugendliga angewendet: - Der Doppelnelson - nicht nur nach vorne, sondern auch von der Seite - Der selbe Griff im Freistil mit zusätzlichem Beinhakeln (Doppelnelson mit Einsteiger). Kampfbeginn Der jeweilige Kampfbeginn wurde nach den Wünschen der Vereine für jeden Kampf speziell festgelegt. Gewichtsklassen (12) 31 kg, 34 kg, 38 kg, 42 kg, 46 kg, 50 kg, 54 kg, 58 kg, 63 kg, 69 kg, 76 kg, +76 kg Stilart Es wird abwechselnd im freien und griechisch-römischen Stil gerungen. Bei den Vorrundenkämpfen wird in der 31 kg-klasse im freien Stil und bei den Rückrundenkämpfen im griechisch-römischen Stil begonnen. Altersklassen Jugend D/C/B: Geburtsjahrgänge 1998, 1997, 1996, 1995, 1994, 1993, In den Gewichtsklassen 31 kg und 34 kg sind auch Sportler der Geburtsjahrgänge 1999/2000 (D-Jugend) startberechtigt. In den Gewichtsklassen 69 kg, 76 kg und +76 kg sind auch Sportler des Geburtsjahrganges 1991 startberechtigt. Kampfzeit 5 mal 2 Minuten Wettkampfort Wie in den letzten Jahren schon praktiziert, wird bei Vereinen und Kampfgemeinschaften, die an verschiedenen Orten kämpfen können, zur besseren Orientierung der Wettkampfort in der Terminliste speziell aufgeführt. schaft den Kari stellt. Bei Dreier- oder Viererturnieren stellt jeweils die kampffreie Mannschaft den Kari. Die Gastmannschaft hat das Recht, auf eigene Kosten einen Kari mitzubringen, dann wird im Wechsel gepfiffen. Der bzw. die eingesetzten Kampfrichter muss/müssen eine gültige Kampfrichterlizenz besitzen. Das Los entscheidet, wer beim 1. Kampf beginnt. Eine offizielle Vergütung für die Kampfrichter ist nicht vorgesehen. Lizenzgebühren Lizenzgebühren werden in der Saison 2008/2009 nicht erhoben. Die Sportler müssen im Besitz eines gültigen Startausweises ihrer Landesorganisation sein. Sportler, die für eine Kampfgemeinschaft starten, benötigen keine spezielle Genehmigung für diese Kampfgemeinschaft. Startberechtigung Eine Mannschaft ist in der Jugendliga startberechtigt, wenn mindestens 8 Sportler gewogen wurden und auch 8 Sportler den Kampf aufnehmen. Ein Starter in der Jugendliga kann am gleichen Kampftag in einer weiteren Mannschaft eingesetzt werden. Der Start von weiblichen Jugendlichen in den offiziellen Mannschaften ist nicht gestattet. (Ausnahme: Beide Vereine stellen weibliche Ringerinnen in der gleichen Gewichtsklasse auf. Dies ist durch die Vereine gesondert im Vorfeld zu vereinbaren.) In der Jugendliga/Jugendmannschaften sind ausländische Jugendliche nur startberechtigt, wenn sie ihren Wohnsitz in Sachsen haben bzw. als Asylbewerber anerkannt sind. (Bei Asylbewerbern sind die jeweiligen Vereine verantwortlich, dass deren Versicherungsschutz gewährleistet ist.) Ergebnismeldung Die Ergebnisse sind an den Staffelleiter zu melden (Telefon 03661/42127, Fax 03661/453725). Wenn die Jugendligabegegnung einziger Vorkampf ist, bitte gleich nach der Begegnung melden. Wenn ein weiterer Vorkampf stattfindet, genügt es nach Abschluss dieses Vorkampfes das Jugendligaergebnis mit zu melden. Ausbleibende bzw. fehlerhafte Ergebnismeldungen sowie nicht rechtzeitig abgeschickte Wettkampfprotokolle werden wie in den anderen mitteldeutschen Ligen mit Sanktionen belegt. Versendung der Wettkampfprotokolle Da bei den Jugendligakämpfen keine neutralen Kampfrichter eingesetzt werden, senden die gastgebenden Vereine die Wettkampfprotokolle an den Staffelleiter (Erhard Schmelzer, Straße der Einheit 58, Mohlsdorf). Bei einer Doppelveranstaltung kann das Protokoll allerdings auch mit dem Protokoll der Männermannschaft mitgeschickt werden, falls diese in einer Liga der ARGE Mitteldeutschland startet. Gaststarter Der Einsatz von Gaststartern wurde mehrheitlich abgelehnt. Es ist aber möglich, wenn eine Mannschaft nicht alle Gewichtsklassen besetzen kann, sich vor dem Kampftag mit der jeweils gegnerischen Mannschaft in Verbindung zu setzen und den Einsatz von bis zu 2 Sportlern dieser Mannschaft im eigenen Team zu vereinbaren. Wiegen Wiegebeginn ist 30 Minuten vor dem Kampfbeginn der Jugendliga. Führen eine oder mehrere Mannschaften zwei oder mehrere Kämpfe aus, hat die später angesetzte Mannschaft das Recht (aber nicht die Pflicht) bereits beim Wiegen der Mannschaft des ersten Jugendliga-kampfes mit gewogen zu werden. Wenn eine Mannschaft an einem Tag mehr als einen Kampf bestreitet, hat sie das Recht für den zweiten und für weitere Kämpfe Ersatzringer zu benennen. Die Aufstellung für den folgenden Kampf muss 5 Minuten nach Ende des vorhergehenden Kampfes abgegeben werden. Kampfrichtereinsatz Da die Bundesligakampfrichter nur jeweils einen Kampf pfeifen dürfen, muss ein weiterer Kampfrichter hinzugezogen werden. Um die Kosten zu minimieren wurde deshalb festgelegt, dass jeweils die Heimmann- Die neue Jugendliga-Saison startet mit einigen Neuerungen für Kämpfer und Kampfrichter. Foto: Toni Klemm 13

14 NEWS Jugendliga Mitteldeutschland 2008/2009 Vorrunde: 1. Kampftag: Samstag, :30 Uhr WKG RSK Gelenau/Zschopau - WKG Markneuk./RSV Plauen KFC Leipzig 17:30 Uhr KG Leipzig/Taucha - WKG Lugau/RV Thalheim Plauen 17:30 Uhr WKG KSV Pausa/ASV Plauen - WKG WSG Zauckerode/Weißw. 2. Kampftag: Samstag, :00 Uhr WKG WSG Zauckerode/Weißw. - WKG RSK Gelenau/Zschopau Musikhalle 17:30 Uhr WKG Markneuk./RSV Plauen - WKG KSV Pausa/ASV Plauen 3. Kampftag: Samstag, Plauen 17:30 Uhr WKG KSV Pausa/ASV Plauen - WKG Lugau/RV Thalheim KFC Leipzig 15:30 Uhr KG Leipzig/Taucha - WKG WSG Zauckerode/Weißw. 4. Kampftag: Samstag, Plauen 17:30 Uhr WKG KSV Pausa/ASV Plauen - WKG RSK Gelenau/Zschopau 5. Kampftag: Samstag, :30 Uhr WKG RSK Gelenau/Zschopau - WKG KSV Pausa/ASV Plauen Taucha 17:30 Uhr KG Leipzig/Taucha - WKG Markneuk./RSV Plauen 6. Kampftag: Samstag, Fr :00 Uhr WKG RSK Gelenau/Zschopau - WKG Lugau/RV Thalheim 15:00 Uhr WKG WSG Zauckerode/Weißw. - WKG Lugau/RV Thalheim Taucha 16:00 Uhr KG Leipzig/Taucha - WKG RSK Gelenau/Zschopau 7. Kampftag: Samstag, Thalheim 17:30 Uhr WKG Markneuk./RSV Plauen - WKG WSG Zauckerode/Weißw. Rückrunde: 8. Kampftag: Samstag, :00 Uhr WKG WSG Zauckerode/Weißw. - WKG KSV Pausa/ASV Plauen 17:30 Uhr WKG Lugau/RV Thalheim - KG Leipzig/Taucha 9. Kampftag: Samstag, KFC Leipzig 17:30 Uhr KG Leipzig/Taucha - WKG KSV Pausa/ASV Plauen Uhr WKG RSK Gelenau/Zschopau - WKG WSG Zauckerode/Weißw. 10. Kampftag: Samstag, Gymnasium 16:30 Uhr WKG Markneuk./RSV Plauen - WKG RSK Gelenau/Zschopau Gymnasium 17:30 Uhr WKG Markneuk./RSV Plauen - WKG Lugau/RV Thalheim 17:30 Uhr WKG WSG Zauckerode/Weißw. - KG Leipzig/Taucha 11. Kampftag: Samstag, Pausa 16:00 Uhr WKG KSV Pausa/ASV Plauen - WKG Markneuk./RSV Plauen 12. Kampftag: Samstag, Lugau 17:30 Uhr WKG Lugau/RV Thalheim - WKG KSV Pausa/ASV Plauen Gymnasium 17:30 Uhr WKG Markneuk./RSV Plauen - KG Leipzig/Taucha 13. Kampftag: Samstag, :30 Uhr WKG RSK Gelenau/Zschopau - KG Leipzig/Taucha So, :30 Uhr WKG Lugau/RV Thalheim - WKG RSK Gelenau/Zschopau 14. Kampftag: Samstag, Pausa 17:30 Uhr WKG KSV Pausa/ASV Plauen - KG Leipzig/Taucha 17:30 Uhr WKG Lugau/RV Thalheim - WKG WSG Zauckerode/Weißw. 15. Kampftag: Samstag, :00 Uhr WKG WSG Zauckerode/Weißw. - WKG Markneuk./RSV Plauen KREUZWORTRÄTSEL 14

15 REISEBERICHT Medizin, Matten und Menschen Bericht über ein Auslandssemester in Budapest von Alexander Georgi jungen hervorragenden Ringern, mit denen man zudem auch außerhalb der Trainingshalle Spaß haben konnte. Sehr erfreut war ich, als sie mich zu ihrer Saisonabschlussfahrt nach Siofok/Balaton eingeladen haben, wo wir ein schönes Wochenende zusammen verbringen konnten. Es war ein wunderschönes halbes Jahr. Neben vielen neuen Freunden konnte ich auch das Land und die Menschen näher kennen lernen, bereiste viele Länder in Osteuropa und konnte mir einen Einblick in die ungarische Ringerwelt verschaffen. Ich wurde zu jeder Zeit von den ungarischen Sportlern gastfreundlich behandelt und sie freuten sich immer, wenn ich an den Trainingseinheiten teilnahm. Auffallend war, dass das Training in Ungarn noch härter gestaltet wird, dass vor allem auf physische und konditionelle Eigenschaften wert gelegt wird. Obwohl sie häufig nur unter den einfachsten Umständen trainieren können, erkannte man bei den ungarischen Sportlern eine ungebrochene Motivation, sich das Ringen anzueignen, wobei mich die absolute Disziplin der teilweise noch jungen Ringer beeindruckte. Im Rahmen meines ERASMUS- Stipendiums machte ich mich im Januar 2008 auf die Reise in die Hauptstadt Ungarns, um dort ein halbes Jahr an der Semmelweis- Universität Medizin zu studieren. Wohnung und Freunde waren schnell gefunden, so dass ich keine Probleme hatte mich in der wunderschönen Stadt wohl zu fühlen. Neben dem Studieren versuchte ich natürlich auch, Kontakte zu ungarischen Vereinen bzw. Ringern herzustellen. Gleich in der ersten Woche machte ich mich auf den Weg, um einen passenden Ringerverein zu finden. Das ist in Budapest relativ einfach, da man eine Auswahl von ungefähr neun verschiedenen Vereinen hat. Ich entschied mich, in die Ringerhallen der Testnevelési Egyetem zu gehen. Das ist die hiesige Sportuniversität und wird vom international erfahrenen Trainer Prof. Barna Tibornál geführt. Hier konnte ich auch gleich erste Kontakte mit anderen ungarischen Ringern knüpfen. Das Training war sehr breit gefächert und man konnte wirklich eine Menge lernen. Zudem gab es keinerlei Sprachprobleme, da Prof. Tibornál auch schon als Trainer in den Vereinigten Staaten fungierte. Des weiteren besuchte ich in Budapest den sehr erfolgreichen Traditionsverein Ferencvárosi TC (FTC). Es gibt dort eine große Dichte an internationalen Topringern wie z. B. den amtierenden Europameister Peter Bácsi, Zoltán Fodor, Renato Kun, László Kliment und Zoltán Lakatos. Zudem fungiert der ehemalige Olympiasieger András Sike als Trainer, der sein Handwerk hervorragend beherrscht. Dementsprechend hart und intensiv wurde in den Hallen trainiert und meine Leistungsgrenzen wurden (leider) oft auch überschritten. Im April nahm ich an den Universitätsmeisterschaften in Eger teil. Dabei trat ich in der Gewichtsklasse 74 kg gegen neun weitere Ringer an. Leider musste ich mich gleich im ersten Kampf gegen den amtierenden ungarischen Vizemeister Zoltán Lakotas geschlagen geben. In der Hoffnungsrunde kämpfte ich mich bis zum Halbfinale durch, wo ich jedoch gegen den international erfahrenen Gábor Purczeld knapp unterlag. Aber alles in allem war es ein schönes Turnier, wohlgleich auch deshalb, weil unsere Universität den ersten Platz bei der Mannschaftswertung holte. Über meinen Freund Zoltán Lakatos lernte ich die Ringer aus Eger kennen, die 2007 ungarischer Mannschaftsmeister wurden. Auch bei ihnen hatte ich die Möglichkeit zu trainieren. Die Mannschaft besteht aus vielen Zoltán Lakatos und ich in Eger Training bei der Mannschaft aus Eger Foto: Alexander Georgi Foto: Alexander Georgi Zusammenfassend kann ich nur jedem empfehlen, eine solche Auslandszeit zu absolvieren. Eine Bewerbung, zum Beispiel an den zuständigen ERASMUS- Koordinator der jeweiligen Universität, ist schnell geschrieben und es wird ein Stipendium für maximal ein Jahr ohne Probleme bewilligt. Ein kleiner Aufwand für viele schöne Momente und Erfahrungen - ich kehre gestärkt und erfahren ans Ringerzentrum Leipzig zurück. Viele Grüße, Euer Alexander Zum Autor: Alexander Georgi trainiert am Ringerzentrum Leipzig und befindet sich zur Zeit im 10. Semester Humanmedizin. Er ringt seit vielen Jahren erfolgreich für die erste Mannschaft des KSV Pausa. 15

16 TURNIER KFC-Ringer holen Titel und Medaillen bei den German Masters Einstige Ringerrecken zeigen die Krallen Marcus Demmler (76 kg/gr) schwingt sich in der Alterskategorie B (41 bis 45 Jahre) der German Masters zu neuen Höhen auf und sammelt Titel auf Titel. Auch bei den Deutschen Meisterschaften 2008 im Juni in Neuss fegte der Leipziger Weltergewichtler die gesamte Konkurrenz von der Matte und holte sich die Goldmedaille. Bis zum vergangenen Jahr kämpfte Marcus Demmler in der 2. Männermannschaft des KFC mit und half dort den meist jungen Nachwuchsringern maßgeblich beim sofortigen Wideraufstieg in die Regionalliga. Dort sollen es jetzt die jungen Burschen allein richten. Der nunmehr fünffache Deutsche Meister will sich die Kämpfe von der Trainerbank aus ansehen, von wo aus er schon längere Zeit Steffen Moosdorf unterstützt. Bei den Deutschen Meisterschaften wurde Marcus Demmler zudem als bester Ringer des Turniers ausgezeichnet. In Neuss stand der Leipziger nicht allein auf den Siegerpodest, auch Mirko Zebisch (97 kg/gr/ak C - 46 bis 50 Jahre) kämpfte sich bis ins Finale seiner Gewichtsklasse, wo er Milos Govedarica unterlag. Auch Andreas Gorke (120 kg/gr/ AK B) zeigte erneut seine Krallen und kämpfte sich in seinem Limit bis ins Finale vor, wo er keinem Geringeren als dem Olympiasieger von 1992 Maik Bullmann gegenüber stand, gegen den er erwartungsgemäß unterlag und Silber holte. Uwe Hemmann, der zuletzt bei den Masters ebenso fleißig Medaillen sammelte, musste in Neuss auf Grund einer Verletzung passen, sonst hätte er ohne Frage die ohnehin erfreuliche Bilanz des KFC bei den Deutschen Meisterschaften der Masters weiter verbessert. Jörg Richter VERMISCHTES Lang ist s her: Wer kann helfen? Wir suchen die Teilnehmer am I. Lehrgang für Ringer und Heber vom 08. bis in Dresden in der Gohliser Windmühle. Einige Personen haben wir schon identifiziert. Wer erkennt sich oder eine andere Person auf dem Bild? Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an Gerhard Oertel. Vielen Dank. Kontakt: Telefon: (037297) Fax: (037297) Folgende Sportler sind schon namentlich bekannt: 1 Paul Spatschke (Plauen), 2 Horst Unger (Lugau), 3 Rolf Willkowski, 4 Alfred Keil (beide Netzschkau), 5 Hein Weinhold, 6 Siegfried Müller (beide Lugau), 7 Arno Nestler (Gelenau), 8 Hans Wittwer (Dresden) 16

17 ANSETZUNGEN 1. Bundesliga Nord 2008/2009 Vorrunde: 1. Kampftag: Samstag, :30 Uhr KFC Leipzig - 1. Luckenwalder SC 19:30 Uhr TRV Berlin - ASV Hof 19:30 Uhr AC Lichtenfels - PSV Rostock 19:30 Uhr RV Thalheim - KG Frankfurt(O.)/Eisenh. 2. Kampftag: Samstag, :30 Uhr 1. Luckenwalder SC - KG Frankfurt(O.)/Eisenh. 19:30 Uhr AC Lichtenfels - RV Thalheim 19:30 Uhr ASV Hof - PSV Rostock 19:30 Uhr KFC Leipzig - TRV Berlin 3. Kampftag: Samstag, :30 Uhr 1. Luckenwalder SC - TRV Berlin 19:30 Uhr PSV Rostock - KFC Leipzig 19:30 Uhr RV Thalheim - ASV Hof 19:30 Uhr KG Frankfurt(O.)/Eisenh. - AC Lichtenfels 4. Kampftag: Freitag, :00 Uhr 1. Luckenwalder SC - AC Lichtenfels 17:00 Uhr ASV Hof - KG Frankfurt(O.)/Eisenh. 17:00 Uhr KFC Leipzig - RV Thalheim 17:00 Uhr TRV Berlin - PSV Rostock 5. Kampftag: Samstag, :30 Uhr PSV Rostock - 1. Luckenwalder SC 19:30 Uhr RV Thalheim - TRV Berlin 19:30 Uhr KG Frankfurt(O.)/Eisenh. - KFC Leipzig 19:30 Uhr AC Lichtenfels - ASV Hof 6. Kampftag: Samstag, :30 Uhr 1. Luckenwalder SC - ASV Hof 19:30 Uhr KFC Leipzig - AC Lichtenfels 19:30 Uhr TRV Berlin - KG Frankfurt(O.)/Eisenh. 19:30 Uhr PSV Rostock - RV Thalheim 7. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RV Thalheim - 1. Luckenwalder SC 19:30 Uhr KG Frankfurt(O.)/Eisenh. - PSV Rostock 19:30 Uhr AC Lichtenfels - TRV Berlin 19:30 Uhr ASV Hof - KFC Leipzig Rückrunde: 8. Kampftag: Samstag, :30 Uhr 1. Luckenwalder SC - KFC Leipzig 19:30 Uhr ASV Hof - TRV Berlin 19:30 Uhr PSV Rostock - AC Lichtenfels 19:30 Uhr KG Frankfurt(O.)/Eisenh. - RV Thalheim 9. Kampftag: Samstag, :30 Uhr KG Frankfurt(O.)/Eisenh Luckenwalder SC 19:30 Uhr RV Thalheim - AC Lichtenfels 19:30 Uhr PSV Rostock - ASV Hof 19:30 Uhr TRV Berlin - KFC Leipzig 10. Kampftag: Samstag, :30 Uhr TRV Berlin - 1. Luckenwalder SC 19:30 Uhr KFC Leipzig - PSV Rostock 19:30 Uhr ASV Hof - RV Thalheim 19:30 Uhr AC Lichtenfels - KG Frankfurt(O.)/Eisenh. 11. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Lichtenfels - 1. Luckenwalder SC 19:30 Uhr KG Frankfurt(O.)/Eisenh. - ASV Hof 19:30 Uhr RV Thalheim - KFC Leipzig 19:30 Uhr PSV Rostock - TRV Berlin 12. Kampftag: Samstag, :30 Uhr 1. Luckenwalder SC - PSV Rostock 19:30 Uhr TRV Berlin - RV Thalheim 19:30 Uhr KFC Leipzig - KG Frankfurt(O.)/Eisenh. 19:30 Uhr ASV Hof - AC Lichtenfels 13. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RV Thalheim - PSV Rostock 19:30 Uhr ASV Hof - 1. Luckenwalder SC 19:30 Uhr AC Lichtenfels - KFC Leipzig 19:30 Uhr KG Frankfurt(O.)/Eisenh. - TRV Berlin 14. Kampftag: Samstag, :30 Uhr 1. Luckenwalder SC - RV Thalheim 19:30 Uhr PSV Rostock - KG Frankfurt(O.)/Eisenh- 19:30 Uhr TRV Berlin - AC Lichtenfels 19:30 Uhr KFC Leipzig - ASV Hof Sachsenringer-Abo Einfach ausfüllen, ausschneiden, auf starkes Papier oder Karton kleben und abschicken. Oder an: denkt bitte daran - viele Leser erhalten Euch Euer sächsisches Informationsblatt! Abo bitte vollständig und gut lesbar ausfüllen. 17

18 ANSETZUNGEN 2. Bundesliga Nord 2008/2009 Vorrunde: 1. Kampftag: Samstag, :30 Uhr TuS Jena - RC Germania Potsdam 19:30 Uhr RSK Gelenau - AV G. 06 Markneukirchen 19:30 Uhr TSV Burgebrach - SV Luftfahrt Berlin 19:30 Uhr AV Jk/Con. Zella-Mehlis - FC Erzgebirge Aue kampffrei RSV Rotation Greiz 2. Kampftag: Samstag, :00 Uhr RSV Rotation Greiz - FC Erzgebirge Aue 19:30 Uhr SV Luftfahrt Berlin - AV Jk/Con. Zella-Mehlis 19:30 Uhr AV G. 06 Markneukirchen - TSV Burgebrach 19:30 Uhr RC Germania Potsdam - RSK Gelenau kampffrei TuS Jena 3. Kampftag: Samstag, :30 Uhr TuS Jena - RSV Rotation Greiz 19:30 Uhr TSV Burgebrach - RC Germania Potsdam 19:30 Uhr AV Jk/Con. Zella-Mehlis - AV G. 06 Markneukirchen 19:30 Uhr FC Erzgebirge Aue - SV Luftfahrt Berlin kampffrei RSK Gelenau 4. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RSV Rotation Greiz - SV Luftfahrt Berlin 19:30 Uhr AV G. 06 Markneukirchen - FC Erzgebirge Aue 19:30 Uhr RC Germania Potsdam - AV Jk/Con. Zella-Mehlis 19:30 Uhr TuS Jena - RSK Gelenau kampffrei TSV Burgebrach 5. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RSK Gelenau - RSV Rotation Greiz 19:30 Uhr TSV Burgebrach - TuS Jena 19:30 Uhr FC Erzgebirge Aue - RC Germania Potsdam 19:30 Uhr SV Luftfahrt Berlin - AV G. 06 Markneukirchen kampffrei AV Jk/Con. Zella-Mehlis 6. Kampftag: Freitag, :00 Uhr AV G. 06 Markneukirchen - RSV Rotation Greiz 17:00 Uhr RC Germania Potsdam - SV Luftfahrt Berlin 17:00 Uhr TuS Jena - AV Jk/Con. Zella-Mehlis 17:00 Uhr RSK Gelenau - TSV Burgebrach kampffrei FC Erzgebirge Aue 7. Kampftag: Samstag, :30 Uhr TSV Burgebrach - RSV Rotation Greiz 19:30 Uhr AV Jk/Con. Zella-Mehlis - RSK Gelenau 19:30 Uhr FC Erzgebirge Aue - TuS Jena 20:00 Uhr AV G. 06 Markneukirchen - RC Germania Potsdam kampffrei SV Luftfahrt Berlin 8. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RSV Rotation Greiz - RC Germania Potsdam 19:30 Uhr TuS Jena - SV Luftfahrt Berlin 19:30 Uhr RSK Gelenau - FC Erzgebirge Aue 19:30 Uhr TSV Burgebrach - AV Jk/Con. Zella-Mehlis kampffrei AV G. 06 Markneukirchen 9. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AV Jk/Con. Zella-Mehlis - RSV Rotation Greiz 19:30 Uhr FC Erzgebirge Aue - TSV Burgebrach 19:30 Uhr SV Luftfahrt Berlin - RSK Gelenau 19:30 Uhr AV G. 06 Markneukirchen - TuS Jena kampffrei RC Germania Potsda Rückrunde: 10. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RC Germania Potsdam - TuS Jena 19:30 Uhr AV G. 06 Markneukirchen - RSK Gelenau 19:30 Uhr SV Luftfahrt Berlin - TSV Burgebrach 19:30 Uhr FC Erzgebirge Aue - AV Jk/Con. Zella-Mehlis kampffrei RSV Rotation Greiz 11. Kampftag: Samstag, :30 Uhr FC Erzgebirge Aue - RSV Rotation Greiz 19:30 Uhr AV Jk/Con. Zella-Mehlis - SV Luftfahrt Berlin 19:30 Uhr TSV Burgebrach - AV G. 06 Markneukirchen 19:30 Uhr RSK Gelenau - RC Germania Potsdam kampffrei TuS Jena 12. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RSV Rotation Greiz - TuS Jena 19:30 Uhr RC Germania Potsdam - TSV Burgebrach 19:30 Uhr AV G. 06 Markneukirchen - AV Jk/Con. Zella-Mehlis 19:30 Uhr SV Luftfahrt Berlin - FC Erzgebirge Aue kampffrei RSK Gelenau 13. Kampftag: Samstag, :30 Uhr SV Luftfahrt Berlin - RSV Rotation Greiz 19:30 Uhr FC Erzgebirge Aue - AV G. 06 Markneukirchen 19:30 Uhr AV Jk/Con. Zella-Mehlis - RC Germania Potsdam 19:30 Uhr RSK Gelenau - TuS Jena kampffrei TSV Burgebrach 14. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RSV Rotation Greiz - RSK Gelenau 19:30 Uhr TuS Jena - TSV Burgebrach 19:30 Uhr RC Germania Potsdam - FC Erzgebirge Aue 19:30 Uhr AV G. 06 Markneukirchen - SV Luftfahrt Berlin kampffrei AV Jk/Con. Zella-Mehlis 15. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RSV Rotation Greiz - AV G. 06 Markneukirchen 19:30 Uhr SV Luftfahrt Berlin - RC Germania Potsdam 19:30 Uhr AV Jk/Con. Zella-Mehlis - TuS Jena 19:30 Uhr TSV Burgebrach - RSK Gelenau kampffrei FC Erzgebirge Aue 16. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RSV Rotation Greiz - TSV Burgebrach 19:30 Uhr RSK Gelenau - AV Jk/Con. Zella-Mehlis 19:30 Uhr TuS Jena - FC Erzgebirge Aue 19:30 Uhr RC Germania Potsdam - AV G. 06 Markneukirchen kampffrei SV Luftfahrt Berlin 17. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RC Germania Potsdam - RSV Rotation Greiz 19:30 Uhr SV Luftfahrt Berlin - TuS Jena 19:30 Uhr FC Erzgebirge Aue - RSK Gelenau 19:30 Uhr AV Jk/Con. Zella-Mehlis - TSV Burgebrach kampffrei AV G. 06 Markneukirchen 18. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RSV Rotation Greiz - AV Jk/Con. Zella-Mehlis 19:30 Uhr TSV Burgebrach - FC Erzgebirge Aue 19:30 Uhr RSK Gelenau - SV Luftfahrt Berlin 19:30 Uhr TuS Jena - AV G. 06 Markneukirchen kampffrei RC Germania Potsdam 18

19 Regionalliga Mitteldeutschland 2008/2009 (mit Kampfrichtereinteilung) ANSETZUNGEN Vorrunde: 1. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Taucha - RTV Zöblitz Lenk 19:30 Uhr KFC Leipzig II - RVE 1908 Lugau Friedemann 19:30 Uhr SV Mansfelder Land - WKG Pausa/ASV Plauen Schwäblein 19:30 Uhr 1. Luckenwalder SC II - AC Germania Artern Woratsch, U. kampffrei AC 1897 Werdau 2. Kampftag: Samstag, :00 Uhr RVE 1908 Lugau - AC 1897 Werdau Woratsch, C. 19:30 Uhr AC Germania Artern - RTV Zöblitz Kapp 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen - AC Taucha Albrecht 19:30 Uhr 1. Luckenwalder SC II - KFC Leipzig II Woratsch, U. kampffrei SV Mansfelder Land 3. Kampftag: Samstag, :30 Uhr KFC Leipzig II - AC Germania Artern Jähnichen 19:30 Uhr SV Mansfelder Land - RVE 1908 Lugau Bartzsch 19:30 Uhr RTV Zöblitz - WKG Pausa/ASV Plauen Wolf 19:30 Uhr AC 1897 Werdau - 1. Luckenwalder SC II Lippke kampffrei AC Taucha 4. Kampftag: Samstag, :30 Uhr KFC Leipzig II - AC 1897 Werdau Schönknecht 17:30 Uhr 1. Luckenwalder SC II - SV Mansfelder Land Jähnichen 19:30 Uhr RVE 1908 Lugau - AC Taucha Steinert 20:00 Uhr AC Germania Artern - WKG Pausa/ASV Plauen Bittmann kampffrei RTV Zöblitz 5. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC 1897 Werdau - AC Germania Artern Albrecht 19:30 Uhr SV Mansfelder Land - KFC Leipzig II Lenk 19:30 Uhr RTV Zöblitz - RVE 1908 Lugau Ackermann 19:30 Uhr AC Taucha - 1. Luckenwalder SC II Gleisberg kampffrei WKG Pausa/ASV Plauen 6. Kampftag: Freitag, :00 Uhr 1. Luckenwalder SC II - RTV Zöblitz Jähnichen 15:00 Uhr KFC Leipzig II - AC Taucha Woratsch, U. 16:00 Uhr AC 1897 Werdau - SV Mansfelder Land Abendroth 17:00 Uhr RVE 1908 Lugau - WKG Pausa/ASV Plauen Ackermann kampffrei AC Germania Artern 7. Kampftag: Samstag, :30 Uhr SV Mansfelder Land - AC Germania Artern Meinl 19:30 Uhr AC Taucha - AC 1897 Werdau Hopp 19:30 Uhr RTV Zöblitz - KFC Leipzig II Reimer 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen - 1. Luckenwalder SC II Kohlhaus kampffrei RVE 1908 Lugau 8. Kampftag: Samstag, :30 Uhr KFC Leipzig II - WKG Pausa/ASV Plauen Jähnichen 19:30 Uhr AC Germania Artern - RVE 1908 Lugau Schwäblein 19:30 Uhr AC 1897 Werdau - RTV Zöblitz Hartenstein 19:30 Uhr SV Mansfelder Land - AC Taucha Lenk kampffrei 1. Luckenwalder SC II 9. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Taucha (Leplaystr.) - AC Germania Artern Leutelt 19:30 Uhr RTV Zöblitz - SV Mansfelder Land Kapp 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen - AC 1897 Werdau Keimling 19:30 Uhr RVE 1908 Lugau - 1. Luckenwalder SC II Friedemann kampffrei KFC Leipzig II Rückrunde: 10. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RVE 1908 Lugau - KFC Leipzig II Möckel 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen - SV Mansfelder Land Lippke 19:30 Uhr RTV Zöblitz - AC Taucha Walther 19:30 Uhr AC Germania Artern - 1. Luckenwalder SC II Lenk kampffrei AC 1897 Werdau 11. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Taucha - WKG Pausa/ASV Plauen Jähnichen 19:30 Uhr RTV Zöblitz - AC Germania Artern Hopp 19:30 Uhr AC 1897 Werdau - RVE 1908 Lugau Woratsch, C. 19:30 Uhr KFC Leipzig II - 1. Luckenwalder SC II Pippel kampffrei SV Mansfelder Land 12. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Germania Artern - KFC Leipzig II Kohlhaus 19:30 Uhr RVE 1908 Lugau - SV Mansfelder Land Bartzsch 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen - RTV Zöblitz Hartenstein 19:30 Uhr 1. Luckenwalder SC II - AC 1897 Werdau Lenk kampffrei AC Taucha 13. Kampftag: Samstag, :00 Uhr AC 1897 Werdau - KFC Leipzig II Woratsch, C. 18:30 Uhr AC Taucha - RVE 1908 Lugau Woratsch, U. 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen - AC Germania Artern Schwäblein 19:30 Uhr SV Mansfelder Land - 1. Luckenwalder SC II Jähnichen kampffrei RTV Zöblitz 14. Kampftag: Samstag, :30 Uhr KFC Leipzig II - SV Mansfelder Land Hopp 17:30 Uhr 1. Luckenwalder SC II - AC Taucha Lenk 19:30 Uhr AC Germania Artern - AC 1897 Werdau Bartzsch 19:30 Uhr RVE 1908 Lugau - RTV Zöblitz Woratsch, U. kampffrei WKG Pausa/ASV Plauen 15. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Taucha - KFC Leipzig II Pippel 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen - RVE 1908 Lugau Richter 19:30 Uhr SV Mansfelder Land - AC 1897 Werdau Bittmann 19:30 Uhr RTV Zöblitz - 1. Luckenwalder SC II Schönknecht kampffrei AC Germania Artern 16. Kampftag: Samstag, :30 Uhr KFC Leipzig II - RTV Zöblitz Jähnichen 17:30 Uhr 1. Luckenwalder SC II - WKG Pausa/ASV Plauen Hartenstein 19:30 Uhr AC Germania Artern - SV Mansfelder Land Wenzel 19:30 Uhr AC 1897 Werdau - AC Taucha Schwäblein kampffrei RVE 1908 Lugau 17. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RTV Zöblitz - AC 1897 Werdau Walther 19:30 Uhr RVE 1908 Lugau - AC Germania Artern Abendroth 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen - KFC Leipzig II Lenk 19:30 Uhr AC Taucha - SV Mansfelder Land Franke kampffrei 1. Luckenwalder SC II 18. Kampftag: Samstag, :00 Uhr AC 1897 Werdau - WKG Pausa/ASV Plauen Lenk 17:30 Uhr 1. Luckenwalder SC II - RVE 1908 Lugau Jähnichen 19:30 Uhr AC Germania Artern - AC Taucha Hopp 19:30 Uhr SV Mansfelder Land - RTV Zöblitz Ackermann kampffrei KFC Leipzig II 19

20 ANSETZUNGEN Oberliga Sachsen 2008/2009 (mit Kampfrichtereinteilung) Vorrunde: 1. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Taucha II - FC Erzgebirge Aue II Jähnichen 17:30 Uhr RSK Gelenau II/Zschopau - WKG SAV Leip.Großlehna Reimer 17:30 Uhr RV Thalheim II - WKG Altenburg/Schneeb. Steinert 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen II - SV GW Weißwasser Lippke kampffrei AC Auerbach 2. Kampftag: Samstag, :00 Uhr SV GW Weißwasser - RSK Gelenau II/Zschopau Franke 19:30 Uhr AC Auerbach - FC Erzgebirge Aue II Friedemann 19:30 Uhr WKG Altenburg/Schneeberg - AC Taucha II Lenk 19:30 Uhr WKG SAV Leipzig/Großlehna - RV Thalheim II Ackermann kampffrei WKG Pausa/ASV Plauen II 3. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Taucha II - WKG SAV Leip./Großlehna Gleisberg 17:30 Uhr RV Thalheim II - SV GW Weißwasser Baumann 17:30 Uhr FC Erzgebirge Aue II - WKG Altenburg/Schneeb. Reimer 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen II - AC Auerbach Nitzschner kampffrei RSK Gelenau II/Zschopau 4. Kampftag: Samstag, :30 Uhr WKG SAV Leipzig/Großlehna - FC Erzgebirge Aue II Woratsch, C. 17:00 Uhr SV GW Weißwasser - AC Taucha II Skerra 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen II - RSK Gelenau II/Zschopau Saul 19:30 Uhr AC Auerbach - WKG Altenburg/Schneeb. Ackermann kampffrei RV Thalheim II 5. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RSK Gelenau II/Zschopau - AC Auerbach Reimer 17:30 Uhr FC Erzgebirge Aue II - SV GW Weißwasser Woratsch, U. 17:30 Uhr RV Thalheim II - WKG Pausa/ASV Plauen II Baumann 19:30 Uhr WKG Altenburg/Schneeberg - WKG SAV Leip./Großlehna Hartenstein kampffrei AC Taucha II 6. Kampftag: Freitag, :00 Uhr RSK Gelenau II/Zschopau - RV Thalheim II Albrecht 17:00 Uhr AC Auerbach - WKG SAV Leip./Großlehna Nitzschner 17:00 Uhr SV GW Weißwasser - WKG Altenburg/Schneeb. Ruge 17:00 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen II - AC Taucha II Keimling kampffrei FC Erzgebirge Aue II 7. Kampftag: Samstag, :30 Uhr RV Thalheim II - AC Auerbach Richter 17:30 Uhr FC Erzgebirge Aue II - WKG Pausa/ASV Plauen II Wolf 17:30 Uhr AC Taucha II - RSK Gelenau II/Zschopau Keimling 19:30 Uhr WKG SAV Leipzig/Großlehna - SV GW Weißwasser Jähnichen kampffrei WKG Altenburg/Schneeberg 8. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Auerbach - SV GW Weißwasser Steinert 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen II - WKG Altenburg/Schneeb. Abendroth 19:30 Uhr RSK Gelenau II/Zschopau - FC Erzgebirge Aue II Baumann 19:30 Uhr RV Thalheim II - AC Taucha II Friedemann kampffrei WKG SAV Leipzig/Großlehna 9. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Taucha II (Leplaystraße!) - AC Auerbach Jähnichen 17:30 Uhr FC Erzgebirge Aue II - RV Thalheim II Baumann 19:30 Uhr WKG Altenburg/Schneeberg - RSK Gelenau II/Zschopau Woratsch, U. 19:30 Uhr WKG SAV Leipzig/Großlehna - WKG Pausa/ASV Plauen II Ackermann kampffrei SV GW Weißwasser 20 Rückrunde: 10. Kampftag: Samstag, :00 Uhr SV GW Weißwasser - WKG Pausa/ASV Plauen II Jähnichen 17:30 Uhr FC Erzgebirge Aue II - AC Taucha II Hartenstein 19:30 Uhr WKG SAV Leipzig/Großlehna - RSK Gelenau II/Zschopau Nitzschner 19:30 Uhr WKG Altenburg/Schneeberg - RV Thalheim II Reimer kampffrei AC Auerbach 11. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Taucha II - WKG Altenburg/Schneeb. Lenk 17:30 Uhr FC Erzgebirge Aue II - AC Auerbach Steinert 17:30 Uhr RSK Gelenau II/Zschopau - SV GW Weißwasser Baumann 17:30 Uhr RV Thalheim II - WKG SAV Leip./Großlehna Friedemann kampffrei WKG Pausa/ASV Plauen II 12. Kampftag: Samstag, :00 Uhr SV GW Weißwasser - RV Thalheim II Möckel 19:30 Uhr AC Auerbach - WKG Pausa/ASV Plauen II Richter 19:30 Uhr WKG SAV Leipzig/Großlehna - AC Taucha II Friedemann 19:30 Uhr WKG Altenburg/Schneeberg - FC Erzgebirge Aue II Walther kampffrei RSK Gelenau II/Zschopau 13. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Taucha II - SV GW Weißwasser Nitzschner 17:30 Uhr FC Erzgebirge Aue II - WKG SAV Leip./Großlehna Friedemann 17:30 Uhr RSK Gelenau II/Zschopau - WKG Pausa/ASV Plauen II Baumann 19:30 Uhr WKG Altenburg/Schneeberg - AC Auerbach Ackermann kampffrei RV Thalheim II 14. Kampftag: Samstag, :00 Uhr SV GW Weißwasser - FC Erzgebirge Aue II Skerra 19:30 Uhr WKG SAV Leipzig/Großlehna - WKG Altenburg/Schneeb. Walther 19:30 Uhr AC Auerbach - RSK Gelenau II/Zschopau Richter 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen II - RV Thalheim II Baumann kampffrei AC Taucha II 15. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Taucha II - WKG Pausa/ASV Plauen II Jähnichen 16:30 Uhr RV Thalheim II - RSK Gelenau II/Zschopau Walther 19:30 Uhr WKG SAV Leipzig/Großlehna - AC Auerbach Ackermann 19:30 Uhr WKG Altenburg/Schneeberg - SV GW Weißwasser Steinert kampffrei FC Erzgebirge Aue II 16. Kampftag: Samstag, :00 Uhr SV GW Weißwasser - WKG SAV Leip./Großlehna Ruge 17:30 Uhr RSK Gelenau II/Zschopau - AC Taucha II Schedler 19:30 Uhr AC Auerbach - RV Thalheim II Ackermann 19:30 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen II - FC Erzgebirge Aue II Friedemann kampffrei WKG Altenburg/Schneeberg 17. Kampftag: Samstag, :30 Uhr AC Taucha II - RV Thalheim II Reimer 17:00 Uhr SV GW Weißwasser - AC Auerbach Hausmann 17:30 Uhr FC Erzgebirge Aue II - RSK Gelenau II/Zschopau Gleisberg 19:30 Uhr WKG Altenburg/Schneeberg - WKG Pausa/ASV Plauen II Lippke kampffrei WKG SAV Leipzig/Großlehna 18. Kampftag: Samstag, :00 Uhr WKG Pausa/ASV Plauen II - WKG SAV Leip./Großlehna Gleisberg 17:30 Uhr RSK Gelenau II/Zschopau - WKG Altenburg/Schneeb. Reimer 19:30 Uhr AC Auerbach - AC Taucha II Friedemann 19:30 Uhr RV Thalheim II - FC Erzgebirge Aue II Walther kampffrei SV GW Weißwasser

21 TURNIER Mitteldeutsche Meisterschaft D-Jugend in Zella-Mehlis am Sachsen sahnen beim letzten Titelrennen ab - Markneukirchen landet in der Vereinswertung auf Rang drei Die Ringer des AV Germania 06 Markneukirchen haben eine bewegte Saison hinter sich. Nach den Mitteldeutschen Meisterschaften der D-Jugend, die in Zella-Mehlis ausgetragen wurde, atmete Jugendleiter Jens Berndt erst einmal richtig auf. Nachdem der hauptamtliche Nachwuchstrainer Uwe Dämmrich zum Jahreswechsel keinen neuen Vertrag erhielt, erklärten sich spontan mehrere ehemalige Ringer bereit, die Trainingsgruppen zu übernehmen - und der Übergang klappte reibungslos, freute sich der Markneukirchner über die vielen Helfer, die den Trainings- und Wettkampfbetrieb bis zum Ende des Wettkampfjahres gewährleisteten. Gerade die D-Jugendlichen, die heute ein hervorragendes Ergebnis erzielt und in der Vereinswertung den dritten Platz belegt haben, wiesen eine Steigerung nach, lobte Berndt vor allem die Trainingsgruppe von Robert und Ralf Gütter, die an der guten Saisonbilanz des AVG-06-Nachwuchses besonders beteiligt ist. Auch bei der letzten Meisterschaft der Saison 2008 sammelten die jungen Markneukirchner mit je einer Gold- und einer Silbermedaille, einem vierten Rang sowie zwei fünften Plätzen 45 Punkte, die unter den insgesamt 29 angereisten Vereinen zum dritten Rang in der Vereinswertung reichten. Nur einen Punkt vor Markneukirchen rangierten die D-Jugendlichen des SV Luftfahrt Berlin auf dem zweiten Platz, während der Magdeburger SV mit 56 Punkten die Konkurrenz gewann. Justin Müller (38 kg) war nicht zu bremsen, blieb in allen seinen sechs Kämpfen siegreich, beförderte vier Konkurrenten auf beide Schultern und gewann damit vor Ablauf der Kampfzeit. Justin hat hier ein großes Turnier gemacht, lobte Ralf Gütter den jungen Ringer, der schon bei den vorangegangenen Titelkämpfen für viel gute Stimmung im Markneukirchner Lager gesorgt hatte. Vor allem mit schönen Techniken glänzte Philipp König (34 kg), der vier Kontrahenten aus dem Rennen warf, bevor er im Finalduell gegen Pascal Göbel (AC Germania Artern) unterlag. Mit einer Zangentechnik, aus der kaum einer seiner Gegner entkommen konnte, zwang der junge Markneukirchner seine Gegner auf beide Schultern. Nur sein Finalgegner hatte sich gut auf die Bodentechniken des Musikstädters eingestellt. Bis ins sogenannte kleine Finale um Bronze kämpfte sich Erik Hilpert vor, der im gleichen Limit kämpfte. Zwei Kämpfe gewann der AVG-06- Ringer, als er ausgerechnet gegen seinen Trainingskameraden Philipp König antreten musste und verlor. Nach einem weiteren Sieg war es dann im Kampf um Bronze, in dem Erik Hilpert gegen den gut aufgelegten Toni Drechsel (RV Thalheim) auf Schultern unterlag und auf dem undankbaren vierten Rang landete. Auch die ASV-Ringer aus Plauen waren zufrieden Ohne Medaille, aber keineswegs unzufrieden fuhr der Nachwuchstrainer des ASV Plauen, Ronny Lange mit seinen Schützlingen zurück in die Spitzenstadt, denn die jungen Ringer hatten sich im ungewohnten Freistil ordentlich geschlagen. Vor allem auf Cedric Riedel (29 kg), der 14 Tage zuvor bei den Mitteldeutschen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil auf heimischen Matten den Titel geholt hatte, ruhten die größten Hoffnungen. Riedel begann dort, wo er in Plauen aufgehört hatte: Mit zwei Siegen über Niklas Kaltenborn und Tim Vogel (beide Luftfahrt Berlin). Doch dann warfen den Spitzenstädter zwei Niederlagen gegen den späteren Sieger Justus Wydmuch (SV Luftfahrt Berlin) und den Bronzemedaillengewinner Jonathan Mattauch (AV Concordia Zella-Mehlis) zurück. Den Kampf um Rang fünf gewann Riedel gegen Niclas Eisengarten (SV Sömmerda). Auch Janko Hergenhahn (25 kg) schlitterte wie schon im griechischrömischen Ringkampf knapp an den Medaillenrängen vorbei und wurde im leichtesten Limit nach zwei Siegen und zwei Niederlagen Fünfter. Natürlich ist es im ungewohnten Freistil schwerer, ich denke unsere Ringer haben sich trotzdem ordentlich verkauft, lobte ASV-Nachwuchstrainer Ronny Lange den Kampfgeist seiner Schützlinge. Pausaer Felix Kästner gewann alle Titel 2008 Ein optimales Saisonergebnis erreichte Nachwuchsringer Felix Kästner (46 kg/ksv Pausa), der auch bei der letzten Meisterschaft der Saison 2008 in Zella-Mehlis erneut siegreich blieb und sich damit auch den Mitteldeutschen Meistertitel der D-Jugend im Freistil holte. Der junge Ringer vom KSV Pausa gewann damit nicht nur die Sachsenmeistertitel in beiden Stilarten, sondern blieb auch bei den Meisterschaften der Landesverbände Thüringen, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen sowohl im Freistil als auch im griechischrömischen Stil erfolgreich. Dabei gerieten die Meistertitel in den Kämpfen des Erdachsenstädters kaum in Gefahr, souverän und technisch vielseitig gewann Felix Kästner alle vier Titel des Jahres Auch in Zella-Mehlis kämpfte sich Felix Kästner souverän bis ins Finale, wo er Tim Jahnke (AV Concordia Zella-Mehlis) bezwang. Felix hat seine sehr gute Saison mit den beiden Mitteldeutschen Meistertiteln gekrönt, zeigte sich KSV-Jugendleiter Andreas Schwabe mit der Leistung des jungen Mattenfuchses zufrieden. Tränen gab es dagegen bei Tobias Hempel (31 kg/ksv Pausa), der sich erneut bis ins Finale vorgekämpft hatte, dort jedoch hauchdünn dem Magdeburger Tom Gerber unterlag. Jeder der beiden Kämpfer hatte je eine Runde für sich verbuchen können. Der dritte und entscheidende Durchgang endete 5:5 und der Magdeburger gewann nur auf Grund der höheren Wertungen. Der junge Pausaer führte in Runde drei bereits 4:0, als sein Kontrahent zwei Fehler ausnutzte und gleich zog. Die Jungs haben einfach noch nicht die Erfahrung, einen solchen Vorsprung über die Zeit zu retten. Die kämpfen eben weiter, nahm Andreas Schwabe den jungen Ringer in Schutz und attestierte ihm ein großes Kämpferherz, zudem die Kämpfe im ungewohnten Freistil ausgetragen wurden. Kevin Drehmann (50 kg) komplettierte das Trio des KSV Pausa, das bei den Freistilmeisterschaften in Zella-Mehlis antrat. Der KSV-Ringer hatte mit Ilia Matuhin (1. Luckenwalder SC) und Enzo Kupfer (SV Halle) zwei echte Freistilspezialisten als Gegner, die er nicht bezwingen konnte. Kampfgeist allein reichte nicht aus. Wir müssen einfach Geduld haben. Ich bin mir sicher, dass es auch Kevin Drehmann bis in die Medaillenränge schafft, wenn er fleißig trainiert und vor allem in punkto Kraft nachlegt, so Andreas Schwabe zu den Zukunftsaussichten von Kevin Drehmann. Jörg Richter Schnitten bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der D-Jugend in Zella-Mehlis mit ordentlichen Leistungen ab; Tobias Hempel; Kevin Drehmann (hinten), Felix Kästner (alle KSV Pausa) und Franz Richter (KFC Leipzig). Foto: Schwabe 21

22 BERICHT Einkleidung und Pressekonferenz in Mainz Bullmann: Wir fahren nicht nach Peking um Achter zu werden! - Greco-Bundestrainer traut seinen Athleten olympisches Edelmetall zu Am 10. Juli war es für sechs der nunmehr sieben Olympiastarter des Deutschen Ringer-Bundes soweit: Die Kleidung für die Olympischen Spiele lag bereit. Nach der allgemeinen Modenschau ging es nach Mainz-Laubenheim, wo im dortigen Vereinshaus des AC Laubenheim die Pressekonferenz des Deutschen Ringer-Bundes stattfand, bei der die Trainer und Athleten quasi nach Peking verabschiedet wurden. DRB-Sportdirektor Detlef Schmengler und seine drei Bundestrainer Jürgen Scheibe (Frauen), Maik Bullmann (griechisch-römischer Stil) und Jörg Helmdach (Freistil) sowie deren Athleten Davyd Bichinashvili (84 kg/fr/vfk Schifferstadt), Stefan Kehrer (96 kg/fr/ksv Ketsch), Anita Schätzle (72 kg/frauen/wkg Metternich-Rübenach), Marcus Thätner (66 kg/gr/rsv Hansa 90 Frankfurt/O.), Konstantin Schneider (74 kg/gr/ksv Köllerbach) und Mirko Englich (96 kg/gr/ksv Witten), die sich das Olympiaticket erkämpft hatten, stellten sich den Fragen der Journalisten. Ja, eigentlich lag die Elle höher. Wir wollten schon mehr als sechs Athleten nach Peking schicken, antwortete Detlef Schmengler auf die wohl brennendste Frage der anwesenden Journalisten, waren es doch in Athen 2004 noch neun deutsche Ringer, die auf olympische Matten traten. Jan Fischer (84 kg/ GR), Alexandra Engelhardt (48 kg/ Frauen) sowie die beiden Papiergewichtler im Freistil, Marcel Ewald und Tim Schleicher (55 kg) hatten das Ticket nach Peking allesamt schon in der Hand, doch wurde es ihnen in letzter Minute - oder besser Sekunde - noch entrissen. Im letzten Moment sprang Alexandra Engelhardt, bedingt durch eine Anfrage des Weltverbandes FILA, doch noch auf den Olympiazug auf. Auf die Frage nach den Zielen beim olympischen Turnier antwortete der DRB-Sportdirektor, das er nicht zwangsläufig nur die Medaillen als Maßstab sieht. 100 % Leistung und dann noch etwas mehr drauf packen - auch das müsste dann für eine Medaille reichen. Dabei sieht er die beiden Freistilringer Bichinashvili und Kehrer, aber auch Anita Schätzle stark im Kommen. Auch den drei Griechisch-Römisch- Spezialisten Mirko Englich, Marcus Thätner und Konstantin Schneider traut er einiges zu. Bei einem solchen Turnier muss einfach alles passen: Die Tagesform, ein gutes Los, aber auch die Besetzung des Kampfgerichts, wie man bei den letzten Wettkämpfen gesehen hat, schmunzelte Schmengler bei dieser Anspielung in die Runde, denn vor allem im Limit bis 55 kg/freistil hat man dem DRB durch eine Fehlentscheidung des Kampfgerichtes bei den Europameisterschaften in Tampere (Finnland) das Ticket nach Peking schlichtweg verpfiffen. Wir sind gut aufgestellt, haben keine schlechteren Ringer am Start als die anderen, hebt Greco-Bundestrainer Maik Bullmann nur das russische Team hervor, das in den beiden Stilarten der Männer und auch bei den Frauen mit jeweils voller Besetzung in Peking auf den olympischen Ringermatten präsent ist. Optimismus pur also bei der Pressekonferenz des DRB-Auswahlteams in Mainz-Laubenheim, doch auch zum Thema Doping im Ringen wurden einige Fragen an die drei Bundestrainer und Sportdirektor Detlef Schmengler gerichtet. Unsere Athleten wurden im Trainings- und Wettkampfbetrieb durch die NADA und WADA mehrmals Dopingtests unterzogen, doch wir gehen auch in Peking kein Risiko ein. So werden laut Schmengler selbst die Nahrungs- ergänzungsmittel aus Deutschland mitgebracht. Gegessen wird ausschließlich im olympischen Dorf und an den jeweiligen Wettkampfstätten: Lehren, die man aus dem Dopingfall Leipold 2000 in Sydney zog. Dagegen steht das Gastgeberland nach dem Dopingfall des Ringers Luo Meng mächtig unter Druck. Meng wurde einem Test unterzogen, der positiv ausfiel. Der Ringer und sein chinesischer Trainer wurden daraufhin vom chinesischen Ringerverband lebenslänglich gesperrt. Der Sportdirektor verwies bei seinen Ausführungen auch auf die gute Nachwuchsarbeit innerhalb des Deutschen Ringer-Bundes. Allein 2007 holte der Nachwuchs von den Kadetten bis zu den Junioren bei internationalen Meisterschaften 19 Medaillen, soviel wie seit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Ringer-Verbände 1990 nicht mehr, blickt Schmengler dabei auch schon auf den kommenden Olympiazyklus, der 2012 in London endet. Dort will der DRB auch endlich wieder echte Medaillenansprüche geltend machen. Doch zunächst steht die chinesische Hauptstadt im Fokus und eine Medaille wäre die Erfüllung aller Träume der DRB-Funktionäre, der Athleten und deren Fans. Jörg Richter Mehr Service für Sachsens Vereine - Webseite neu gestaltet Der Ringer-Verband Sachsen hat seinen Internetauftritt neu gestaltet und wird in Zukunft noch mehr Service online anbieten. Das schafft Transparenz und eine Verfügbarkeit von jedem Ort: Es bringt aber auch mehr Verantwortung für die Vereine mit sich. Ein Pro und Kontra zur neuen Webseite. Der RVS ist (wieder) online: Auf präsentiert sich der Verband mit Servicebereich, einem Kalender und vielen Informationen rund ums Ringen in Mittel- und Norddeutschland. RVS- Generalsekretär Ingo Gleisberg hat die Webseite in Eigenarbeit neu gestaltet und mit einer Datenbank hinterlegt: Jetzt können Referenten und Präsidium die Webseite schneller und leichter pflegen - alles wird einfacher. Eine neue Webseite mit mehr Service also - was bringt das den Vereinen? 22 Sie können zum Beispiel den umfassenden Kalender einsehen, der zur Zeit eingepflegt wird. Das heißt, alle Turniere in Sachsen und im Umkreis, alle Lehrgänge des RVS, die Kampfrichterfortbildungen oder Informationen für Listenführer sind übersichtlich zusammengestellt. Die Vereine können selbst ihre Turniere ausschreiben und so für sich werben. Jeder weiß, was in der nächsten Zeit los ist. Die Vereinspost zum Abholen ist auch ein Plus für den Verein: Viele der Dokumente, die bis jetzt noch per verschickt werden, können dann auch dort eingesehen werden. Die Geschäftsstellen müssen also nicht mehr an alle Jugendleiter und Trainer Informationen verteilen - jeder kann online darauf zugreifen. Dasselbe gilt für die Adressen, für Ergebnisse von Turnieren und für Statistiken. Vieles wird transparenter und leichter zugänglich. Die neue Webseite hat also einige Vorteile. Sie bringt es aber auch mit sich, dass Vereinsvertreter - und zwar möglichst alle - auch darauf zugreifen und sich die Informationen holen müssen. Der Apfelbaum ist gepflanzt und die ersten Früchte sind an den Ästen - aber gepflückt werden müssen sie noch. Deshalb bittet der RVS alle Sportvereine (gerne auch innerhalb des MNLV) um Mitarbeit, um die Webseite mit Leben zu füllen. Nutzen Sie die Angebote und bringen Sie eigene Termine mit ein: Wir freuen uns darauf! Jetzt anschauen und zur Startseite machen:

23 BERICHT Trio reist nach Peking Frankfurts Stützpunkttrainer Jörn Levermann wurde vom DOSB für die Olympischen Spiele in Peking als Co-Trainer nachnominiert Zwei Ringer aus dem Leistungszentrum Frankfurt/O. sind bei den Olympischen Spielen in Peking dabei, das stand nach dem zweiten Olympia-Qualifikationsturnier in Novi Sad (Serbien) Ende Mai fest. Marcus Thätner (66 kg) und Mirko Englich (96 kg) hatten sich mit Bronzerängen bei der letzten Qualifikationsmöglichkeit das Ticket in die chinesische Hauptstadt erkämpft. Doch es schwang auch etwas Wehmut in den Statements der beiden Aktiven mit, denn Trainer Jörn Levermann sollte beim größten Sportfest der Welt nur von zu Hause aus zuschauen. Wie wichtig der Coach für die beiden ist, schwang bei jedem Interview mit, das Marcus Thätner und auch Mirko Englich gaben. Doch dann Erleichterung und Jubel im Ringerstützpunkt an der Oder, denn am 23. Juli kam doch noch die Zusage des Deutschen Olympischen Sportbundes: Jörn Levermann kann nun doch gemeinsam mit Bundestrainer Maik Bullmann die Athleten beim wohl größten Turnier ihrer Laufbahn betreuen. Trainer Levermann hat meine alten Stärken zu neuem Leben erweckt. Seit ich bei ihm in der Trainingsgruppe bin, macht mir das Ringen wieder Spaß, leuchten die Augen von Mirko Englich, der im Herbst nach Frankfurt/O. kam. Ausgebrannt, kaputt, mut- und kraftlos kam Englich an die Oder. Bei der Europameisterschaft 2007 in Sofia (Bulgarien) war er genauso frühzeitig ausgeschieden wie bei den Weltmeisterschaften in Baku (Aserbaidschan). Kaum einer gab auch nur einen Pfifferling auf den Halbschwergewichtler, erinnert sich Levermann an den Beginn der Zusammenarbeit. Doch Levermann tickt eben etwas anders, hat andere Trainingsmethoden, richtete den einstigen Ausnahmeathleten mental auf. Ich habe ihm seine Stärken ins Bewusstsein gerufen und ihm nicht seine Schwächen vorgehalten, hatte Levermann das richtige Rezept, denn schon bei der Europameisterschaft 2008 in Tampere (Finnland) kämpfte sich Englich mit dem Silberrang in die Weltspitze zurück. In Tampere musste auch Bundestrainer Maik Bullmann einräumen: Ich hatte Mirko Englich eigentlich schon abgeschrieben. Doch was er hier gezeigt hat, war Weltspitze. Die Kräfte des 30-Jährigen, der seit November 2007 in Eisenhüttenstadt eine geförderte Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann erhält, waren neu geweckt. In Novi Sad holte er sich das Ticket nach Peking endgültig, hatte dabei gar den überragenden Olympiasieger von 2004 Karem Gaber (Ägypten) am Rand einer Niederlage, die nur durch Unsicherheiten des Kampfgerichts vermieden wurde. Englich jubelte gemeinsam mit Thätner, der sich nach seiner Verletzung ebenfalls für das olympische Turnier qualifiziert hatte. Beide Athleten wussten beim Jubelsturm genau, wem sie den Erfolg zu verdanken haben: Jörn Levermann. Nun die Erleichterung, dass der Coach doch mit nach Peking kann. Diese Entscheidung des DOSB fiel vor allem auf Grund des Aufbegehrens seitens des Deutschen Ringer-Bundes. Beim Wettkampf in Peking kann es durchaus passieren, das zwei Athleten zeitgleich kämpfen, so Maik Bullmann, der sich dann nur um einen Athleten kümmern kann. Mit diesem Argument überzeugten die Verantwortlichen des DRB, allen voran Sportdirektor Detlef Schmengler, den DOSB, der Jörn Levermann für Peking nachnominierte. Das brachte dem Frankfurter Trainer vorolympischen Stress, denn Einkleidung in Mainz, Visa-Antrag in Berlin sowie die Reise ins Trainingscamp des DRB-Teams nach Alushta (Ukraine) stehen für Levermann nun an. Ich bin natürlich überglücklich, dass es noch mit einem Ticket nach Peking geklappt hat, ist diese Teilnahme an den Olympischen Spielen für Levermann das Ziel aller Träume und eine Anerkennung für die vielen Jahre harter Arbeit mit den Athleten. Ein Trainer Levermann in der Ecke gibt uns die nötige Sicherheit und Rückhalt, beschrieb Mirko Englich schon bei den Europameisterschaften in Tampere sein Gefühlsleben im Kampf - Sicherheit und Rückhalt haben er und sein Kamerad aus der Frankfurter Trainingsgruppe Marcus Thätner nun auch in Peking. Es ist ein Geben und Nehmen im Sport. Jörn Levermann hat seine beiden Athleten über einen langen und harten Weg in die Weltspitze gebracht. Marcus Thätner und Mirko Englich haben nun ihren Coach mit sportlichen Erfolgen ins Olympiaboot geholt und beim DRB ist man zufrieden. Der Kampf um den zusätzlichen Trainer hat sich gelohnt und die Bemühungen werden nun vielleicht gar mit einer Olympiamedaille veredelt. Beim Ringkampf ist Vieles möglich, sonst könnte man ja nach dem Wiegen aufhören, reisen Bundestrainer Maik Bullmann und Co-Trainer Jörn Levermann mit ihren drei Olympioniken Marcus Thätner (66 kg), Mirko Englich (96 kg) und Konstantin Schneider (74 kg/ksv Köllerbach) nicht nach Peking um siebte oder achte Plätze zu holen: Wir wollen um die Vergabe der Medaillen mitringen, so das erklärte Ziel der DRB-Greco-Auswahl. Und Jörn Levermann kann nun seine Erfahrungen erstmals auch auf olympischen Matten einfließen lassen - und schon das macht ihn stolz. Jörg Richter VERMISCHTES Halt die Brücke, Pasquale. Von Pasquale Passarelli - gefunden bei T-Online.de - Alle vier Jahre das gleiche Spiel. Wenn die Olympiade vor der Tür steht, rufen mich Journalisten an und fragen mich zu meinem Sieg 1984 in Los Angeles. Ich finde das toll, denn ich schaue meine Goldmedaille nicht nur gerne an, sondern erzähle auch gerne darüber. Es waren schließlich die längsten eineinhalb Minuten meines Leben. Und nicht nur meine. Auch mein Team hat gelitten. Mein Trainer Heinz Ostermann zum Beispiel hat am Mattenrand Blut und Wasser geschwitzt. Er hat mich auf den Kampf eingestellt und mich vor den Tricks von Masaki Eto gewarnt. Das hat eigentlich auch alles gut funktioniert. Bis 1:28 Minuten vor Kampfende. Da hat der Japaner seinen berühmten Hüftschwung angesetzt. Einmal hin, einmal zurück und ich lag unten und fast auf den Schultern. Aber eben nur fast. Denn ich war ja ein Meister der Brücke. Noch 50 Sekunden, noch 40 Sekunden Das waren unfassbare Anstrengungen. Der Japaner hat richtig gedrückt, und ich habe alles rausgeholt aus mir, wirklich alles. Ostermanns Anwesenheit hat mir in dieser Situation enorm geholfen. Und natürlich die Stimme von Masseur Günter Reiland. Er war bei uns für die Zeiten zuständig. Seine kühle Stimme habe ich noch heute im Ohr: Noch 50 Sekunden, noch 40 Sekunden, noch 30 Sekunden. Mehr hat er nicht gesagt, aber es hat gereicht. Ich wusste immer, woran ich bin. Noch 10 Sekunden. Und dann war ich Olympiasieger. Ich ließ meinen Tränen freien Lauf. Alles fiel von mir ab. Kaputter Ellenbogen, taube Finger Ein Traum ging in Erfüllung. Jahrelang hatte ich auf dieses Ziel hingearbeitet, und dann war es geschafft. Vergessen waren alle Qualen, alle Schmerzen. Ich hatte wochenlang mit Ellenbogen- Problemen zu kämpfen. Während des Wettkampfes habe ich davon nichts gespürt, da war ich voller Adrenalin. Danach hat es schon gezwickt. Der Arm und die Finger waren noch drei Tage taub, der Ellenbogen kaputt und die Nase dick. Egal. Mit der Goldmedaille in den Händen habe ich das gar nicht mehr gemerkt. Und später wurde ja noch ordentlich gefeiert. Es war wunderbar. Gänsehaut beim Emig-Kommentar Legendär war natürlich auch die Reportage von ARD-Reporter Jürgen Emig. Der hat am Ende ja fast geweint vor Freude. Er hat immer wieder gesagt: Das kann er nicht halten. Und dann kam der legendäre Satz, der mir noch heute Gänsehaut bereitet: Halt die Brücke, Pasquale. 23

24 FILA-SPLITTER Tim Schleicher holt Silber bei Junioren-EM in Kosice (Slowakei) Nürnberger Ringer wird zur großen deutschen Ringerhoffnung Der Nürnberger Tim Schleicher (55 kg/fr) hat bei den Junioren- Europameisterschaften in der Slowakei die Silbermedaille erkämpft. Nach verpasstem Finaleinzug und unglücklichem fünften Rang bei den Europameisterschaften der Männer in Tampere (Finnland) schaffte der junge Ringer vom SV Johannis Nürnberg bei der Junioren-EM in Kosice nach Siegen über Andrei Komar (Weißrussland), Garnik Mnatsakanyan (Armenien) und Yashar Aliyev (Aserbaidschan) den Sprung ins Finale. Dort unterlag Schleicher nach hartem Kampf dem Türken Ibrahim Yorulmaz nach drei Runden 1:2 (1:3, 7:5, 1:1). Tim hat gerungen wie ein echter Champion, war Nachwuchs- Bundestrainer Alexander Leipold stolz auf die Leistung seines Schützlings, dem er eine große Zukunft voraussagt. Jubel im deutschen Lager gab es auch über die Bronze durch Gabriel Seregelyi (84 kg/fr/ac Goldbach), der im sogenannten kleinen Finale um Rang drei den Weißrussen Dzmitry Alsheuski in 2:0 Runden (2:0, 2:1) bezwingen konnte. Nick Matuhin (120 kg/fr) vom deutschen Vizemeister 1. Luckenwalder SC schrammte an Bronze knapp vorbei, der Ringer aus Brandenburg scheiterte im Kampf um Platz drei an Levan Berianidze (Georgien). Der Deutsche Ringer-Bund konnte damit zum Abschluss der Junioren-Europameisterschaften eine ordentliche Medaillenbilanz verbuchen, denn auch im griechisch-römischen Stil glänzte Timo Badusch (66 kg/ksv Köllerbach) mit einer Bronzemedaille. Ohne Edelmetall reisten dagegen die DRB-Damen nach Hause. Nur Bettina Krupke (44 kg/tus Jena) setzte zum Sprung auf das Siegerpodest an, unterlag jedoch im kleinen Finale um Bronze der Bulgarin Desislava Kancheva und wurde Fünfte. Jörg Richter Dustin Scherf mit kurzem Junioren-WM-Auftritt in Istanbul (Türkei) Kampf um DRB-Startplatz für den neuen Olympiazyklus entbrannt Schlag auf Schlag ging es für die deutschen Juniorenringer in diesem Jahr, kurz vor den Olympischen Spielen in Peking wurden die Weltmeisterschaften in Istanbul (Türkei) ausgetragen, nachdem nur 14 Tage vorher die Europameisterschaften in Kosice (Slowakei) absolviert wurden waren die Nachwuchsmannschaften des DRB so erfolgreich wie seit der politischen Wende in Deutschland nicht mehr: 19 internationale Meisterschaftsmedaillen wurden in den verschiedenen Altersklassen von DRB-AthletInnen geholt. Die Bilanz 2008 gestaltet sich da eher übersichtlich. Zwar klopften vor allem im Freistil mit Nick Matuchin (1. Luckenwalder SC), Samet Dülger (KSK Konkordia Neuss), Georg Harth (KSV Gersweiler) oder Kevin Schwäbe (KSV Hösbach) gleich mehrere junge Ringer im Juniorenbereich an die Tür zu den Medaillenrängen bei den Welttitelkämpfen in Istanbul, doch blieb ihnen 2008 der Sprung aufs Siegertreppchen verwehrt. Nur im griechisch-römischen Stil konnte in Istanbul eine Bronzemedaille durch Oliver Hassler (RG Hausen-Zell) erkämpft werden, während die Juniorinnen unter Bundestrainer Jürgen Scheibe nun schon das zweite Jahr seit Beginn der internationalen Frauen- Meisterschaften ohne WM-Medaille blieben. Auffällig vor allem, dass in den beiden schwersten Kategorien gar keine Athletinnen mit nach Istanbul gereist waren. Auch für Dustin Scherf (55 kg/ GR) aus dem Leistungszentrum Leipzig gab es in Istanbul nur einen Kurzauftritt. Bei seinem ersten WM-Einsatz schied der Messestädter, der zu Jahresbeginn vom Zweitbundesligisten AC Taucha zum KFC Leipzig in die Deutsche Eliteliga wechselte, mit einer Niederlage gegen Madi Zharboyov (Kasachstan) nach 0:2 Runden (1:3, 0:5) aus. Auf nationaler Ebene feierte Scherf, der beim SAV Leipzig das A-B-C des Ringkampfsportes erlernte, beachtliche Erfolge. Anfang März bezwang der Leipziger in einem spannenden Finalkampf seinen Dauerrivalen Florian Crusius (AV Concordia Zella-Mehlis) und wurde Deutscher Meister bei den Männern. Wenige Wochen später wiederholte Scherf den nationalen Erfolg bei den Junioren. Der Platz an der nationalen Spitze muss nun im Männerbereich verteidigt werden, zumal Dustin Scherf auch beim Grand Prix in Dortmund mit Platz drei keine schlechte Figur machte und im ersten Duell auch gleich Altmeister Sergij Skripka (KSK Konkordia Neuss) klar bezwang. So wird es wohl auf einen Zweikampf zwischen Florian Crusius und Dustin Scherf um den Startplatz im DRB-Team hinaus laufen. Bundestrainer Maik Bullmann kann es nur Recht sein, wenn somit Druck ins Auswahlverfahren für den neuen Olympiazyklus kommt. Und so kann vielleicht auch wieder der Anschluss zur internationalen Spitze hergestellt werden, von dem die beiden Deutschen doch noch ein ganzes Stück weit weg sind, wie auch die Weltmeisterschaften in Istanbul bewiesen. Jörg Richter Dustin Scherf (blau) hebt den Kubaner Hernandez weiter allerdings nicht. Beim Grand Prix 2008 in Dortmund bewies der Neu-Leipziger seine Klasse und sicherte sich Bronze. Foto: Maik Adler 24

25 Zwei Pausaer machten Dustin Scherf fit für die Junioren-WM BERICHT Paul-Ayrton Kanis und Maximilian Schwabe haben in den Ferien volles Trainingsprogramm Maximilian Schwabe und Paul- Ayrton Kanis hätten eigentlich Ferien gehabt. Doch die beiden Nachwuchsringer vom KSV Pausa schwitzten beim täglichen Training im Leipziger Ringerzentrum in der Leplaystraße, wo sie den Leipziger Dustin Scherf auf die Weltmeisterschaften der Junioren vorbereiteten. Maximilian Schwabe trainiert seit zwei Jahren unter den Fittichen von Stützpunkttrainer Carsten Einhorn in Leipzig und ist dort Trainingspartner des Deutschen Doppelmeisters 2008 Dustin Scherf, der sowohl bei den Männern als auch bei den Junioren Gold holte. Das gemeinsame Training hilft beiden weiter, freut sich Einhorn über den steilen Aufstieg seiner beiden Athleten, denn nicht nur Dustin Scherf wurde auf Grund seiner Erfolge in die DRB-Auswahl berufen, auch der jüngere Pausaer zog sich als frischgebackener Deutscher Vizemeister der A-Jugend 2008 erstmals das DRB-Trikot über. Nun helfen sich die beiden gegenseitig beim Sprung auf die internationalen Matten, Scherf stand mit der Junioren-WM-Teilnahme Anfang August vor seiner bislang größten Herausforderung, während Schwabe bei den Kadetten in den Startlöchern steht. Auch Paul-Ayrton Kanis (ebenfalls vom KSV Pausa), der eigentlich an der Sportschule in Chemnitz lernt und trainiert, zog es in den Ferien nach Leipzig, wo er die Möglichkeit nutzte, gemeinsam mit Schwabe und Scherf zu trainieren. Paul- Ayrton Kanis ist auf einem guten Weg in die Spitze, holte sich 2008 alle möglichen Titel, angefangen bei den Sachsenmeisterschaften bis hin zu den Mitteldeutschen Titelkämpfen. Bei den Deutschen Meisterschaften der C-Jugend, die 2008 ausschließlich im freien Ringkampf ausgetragen wurden, schaute Kanis nur zu, er ist ja im griechisch-römischen Ringkampf zu Hause. In der bevorstehenden Saison kämpft Maximilian Schwabe sein zweites Jahr in der A-Jugend, möchte nach Silber 2008 nun die Goldmedaille bei den nationalen Titelkämpfen holen, die zudem in Pausa ausgetragen werden. Meisterschaftsgold auf heimischen Matten, das wäre es doch, freut sich der Syrauer auf das neue Trainings- und Wettkampfjahr, wobei mit DM-Gold zugleich die Berufung in die DRB-Auswahl verbunden ist. Davon träumt Paul-Ayrton Kanis noch, der junge KSV-Ringer kämpft 2009 im ersten Jahr bei den B-Jugendlichen. Dort weht bekanntermaßen schon ein sehr rauer Wind, weiß der Jugendleiter des KSV Pausa, Andreas Schwabe, vom schweren Unterfangen seines Schützlings. Doch Angst hat Schwabe samt dem Pausaer Trainerteam nicht: Paul wird die Aufgaben meistern und tritt hoffentlich in die Fußstapfen vieler erfolgreicher Ringer aus der Erdachsenstadt. Auf dem besten Weg dazu ist Kanis, das Trainingslager in Leipzig ist ein kleines Mosaiksteinchen zu späteren Erfolgen. Jörg Richter Nico Schmidt, Schwergewichtler aus dem Leistungsstützpunkt Frankfurt/O., sicherte sich Anfang Juli beim Internationalen Pytlasinski- Turnier in Warschau den zweiten Platz und reihte sich damit in die hervorragende Bilanz des deutschen Teams ein. Zwei Monate liegen für Nico Schmidt zwischen dem bitteren Ausscheiden aus dem Rennen um die Olympiatickets 2008 und dem Turnier in Warschau. Zwei Monate, in denen sich für Schmidt vieles veränderte, ja selbst die weitere sportliche Laufbahn auf dem Prüfstand war. Das Scheitern in Rom war bitter. Hier war ein Ticket nach Peking drin, verpasste Schmidt nach glänzendem Auftakt beim ersten Olympia-Qualifikationsturnier durch Niederlagen im Halbfinale gegen Mindaugas Mizgaitis (Litauen) und im Kampf um den wichtigen Bronzerang gegen den Polen Marek Mikulski die Fahrkarte nach Peking um Haaresbreite. Enttäuschung bei Bundestrainer Maik Bullmann, der den Frankfurter aus dem Team nahm, aber vor allem auch bei Nico Schmidt selbst, den das Ausscheiden wohl am allermeisten schmerzte und der sich um seine verdiente aber auch letzte Olympiachance gebracht sah. Schmidt musste zusehen, wie Ralf Böhringer (VfK Schifferstadt) beim zweiten Qualifikationsturnier in Novi Sad (Serbien) ebenfalls scheiterte, so dass der DRB in dieser Gewichtsklasse in Peking nicht vertreten war. Kurz nach dem Ausscheiden in der italienischen Hauptstadt fuhr Nico Schmidt in den Hafen der Ehe ein, heiratete seine langjährige Freundin Nadine. Sportlich stand Nico allerdings am Scheideweg. Der 30-Jährige schwankte nach der verpassten Olympiachance zwischen einer Beendigung seiner leistungssportlichen Laufbahn und der Fortsetzung der Jagd nach internationalem Edelmetall. Die Silbermedaille von Warschau am ersten Juli-Wochenende sollte dem Schwergewichtler Selbstbewusstsein für die Zukunft und Mut zum Weitermachen geben. Schmidt startete mit zwei Siegen in das Turnier, wobei er auch den Europameister von 2005, Ioseb Chugoshvili (Weißrussland) nach 2:0 Runden bezwang. Am liebsten wäre mir ein Kampf gegen Marek Mikulski gewesen, wollte Schmidt eine Revanche gegen den Polen, der ihm das Olympiaticket abgejagt hatte. Doch Mikulski schied früh aus, während sich Schmidt nach einem weiteren Erfolg über Lukasz Banak (ebenfalls Polen) ins Finale kämpfte. Die Silbermedaille am Ende ein schöner Erfolg des Berufsfeuerwehrmannes, der seine sportlich geförderte Ausbildung derzeit in Eisenhüttenstadt absolviert. Ich mache weiter, werde Bundestrainer Maik Bullmann zur Verfügung stehen, aber zumindest auch helfen, junge Athleten wie Ricardo Melz für den kommenden Olympiazyklus heran zu führen, will der sechsfache Deutsche Meister HINTERGRUND Schwergewichtler Nico Schmidt holt in Warschau Silber und stellt Weichen für sein Leben weiterhin angreifen, aber auch seine Trainingskameraden beim Sprung auf die internationale Bühne unterstützen. In der Bundesliga hält Nico Schmidt dem Erstligaabsteiger FC Erzgebirge Aue die Treue und steigt mit den Erzgebirgern in die 2. Liga ab. Auch dort will Schmidt tief Luft holen, um mit dem FCE möglichst schnell wieder nach oben zu kommen. Jörg Richter Nico Schmidt scheiterte bei der Olympia-Qualifikation für Peking Satt zu den Olympischen Spielen fuhr der sechsfache Deutsche Meister aus dem leistungszentrum Frankfurt/O., der in der 2. Bundesliga für den FC Erzgebirge Aue kämpft, in den Hafen der Ehe ein. Foto: Jörg Richter 25

26 AUS DEN VEREINEN Saisonabschluss in Markneukirchen Bei Sport und Spiel ging es auch fernab der Ringermatte rund - Markneukirchner Nachwuchsringer feierten Saisonabschluss und blickten zurück Während die 1. Männermannschaft des AV Germania 06 Markneukirchen die neue Saison anvisiert, die Ende August beginnt, ist für die Nachwuchsringer nun erst einmal Schluss. Zwar mussten einige der jungen Athleten am 19. Juli im bayrischen Bindlach beim Foeldeak-Turnier noch einmal auf die Matte, dennoch wurde der Saisonabschluss eine Woche vorher gebührend gefeiert. Und zu feiern gab es genug zum Saisonende, das fast schon traditionell im Freibad Bad Elster begangen wurde, denn die Nachwuchsabteilung hat erneut ein sehr ereignisreiches Trainings- und Wettkampfjahr hinter sich gebracht. Ein Knackpunkt war, dass zum Jahreswechsel der Vertrag von Nachwuchstrainer Uwe Dämmrich nicht verlängert wurde und wir quasi über Nacht ohne hauptamtlichen Coach dastanden, blickt AVG 06 Jugendleiter Jens Berndt zurück. Doch gleich bei der ersten Übungsleiterversammlung wurde der langjährige Jugendleiter angenehm überrascht, denn eine ganze Reihe ehemaliger und noch aktiver Ringer erklärten sich bereit, die Trainingsgruppen zu übernehmen. Diese Einsatzbereitschaft hat mich schon überrascht. Die Arbeit konnte so auf viele Schultern verteilt werden und die Kinder und Jugendlichen hatten somit keinerlei Trainingsausfälle, freute sich Jens Berndt über die große Resonanz seines Hilferufes. Und die nunmehr Ehrenamtlichen setzten gleich noch einen drauf, denn auch in Bad Elster konnten die Anfängergruppen erhalten werden, genauso wie in Oelsnitz. Während die kleinen Mattenfüchse aus Bad Elster größtenteils zum Training nach Markneukirchen geholt wurden, baute Rene Roth die Trainingsgruppe in Oelsnitz weiter aus und hat nun schon eine stattliche Anzahl junger Ringer in der Teppichstadt auf der Matte. 26 Die rückgängigen Mitgliederzahlen wurden stabilisiert, ja man kann sagen wir schwimmen schon gegen den Trend und konnten vor allem in den jüngsten Jahrgängen deutlich zulegen, sieht Jens Berndt Licht am Horizont. Basis der Nachwuchsgewinnung ist die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten, wo die Sportangebote gerne angenommen werden. Auch die Grundschule in Erlbach ist ein wichtiger Grundstock bei der Nachwuchsgewinnung. Hier suchen wir noch einen Übungsleiter, der Sportangebote absichert, hofft Jens Berndt auch beim Nachfolger des langjährigen Schulleiters Franke auf eine weitere, gute Partnerschaft zwischen Schule und Verein. Der Skisport in der Region des oberen Vogtlandes hat eine Offensive im Bereich der Nachwuchssichtung begonnen und auch wir müssen möglichst vielen Kindern unsere schöne Sportart Ringen näher bringen, sieht der AVG-Jugendleiter gerade im Sichtungsbereich noch Reserven. Wir haben in den jüngsten Jahrgängen der D- und E-Jugend mit fast 30 Kindern einen guten Grundstock, gilt es für Berndt den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Vor allem die Trainingsgruppe von Robert und Ralf Gütter (D-Jugend) sammelte fleißig Medaillen bei Sachsenmeisterschaften und Mitteldeutschen Titelkämpfen (siehe Bericht auf S. 21). Erstmals nach langer Zeit wurde in Markneukirchen auch wieder eine Landesmeisterschaft ausgetragen. Verkehrte Welt: Musste man bei den Freistilmeisterschaften der D-Jugend auf heimischen Matten dem RV Lugau in der Vereinswertung noch den Vorrang lassen, so sicherten sich die jungen Schützlinge des Trainergespannes Gütter & Gütter zwei Wochen später bei den Sachsenmeisterschaften im griechisch-römischen Stil den Sieg in der Vereinswertung - und das in der Höhle des Löwen, in Lugau. Viel Zulauf gab es bei den E-Jugendlichen, denen Benjamin Teschauer und Lisa Willomeit die ersten Schritte auf der Ringermatte beibringen. Auch der Jugendleiter selbst schaltet sich oftmals ins Training der Jüngsten ein, kümmert sich jedoch auch um die organisatorischen Belange des gesamten AVG-Nachwuchsbereiches. Die Ringer der A- und B-Jugend trainieren in den Trainingsgruppen von Mario Willomeit und André Backhaus. Mit Franz Süß hat der AVG 06 einen Ringer am Leistungszentrum Leipzig. Doch der Vierte der Deutschen Meisterschaften 2008 hat sich dort noch nicht recht weiter entwickelt, hofft Jens Berndt auf einen Leistungsschub des Elsteraners, den eine Armverletzung vorerst zurückgeworfen hatte. Im Frauen- und Mädchenbereich konnte der AVG 06 mit guten Erfolgen aufwarten. Vor allem Linda Seifert schloss an die guten Ergebnisse des Vorjahres an. Steffen Seifert, der sich bereits früher für die Belange der Mädchen verantwortlich zeigte, soll wieder neuen Schwung in die Trainingsgruppe bringen, freut sich Jens Berndt über das Engagement des Übungsleiters, der bereits viele Erfolge mit den Markneukirchner Mädchen auf nationalen und internationalen Matten feiern konnte. In seinem Jahresrückblick zeigte sich Jens Berndt auch erfreut vom Zusammenwachsen der vogtländischen Vereine. In mehreren Zusammenkünften mit dem ASV Plauen und dem KSV Pausa wurde über eine bessere Zusammenarbeit diskutiert. Selbst die Stelle eines Sichtungstrainers, der alle Vereine gleichermaßen unterstützt, soll neu besetzt werden, ist für Jens Berndt auch der Vogtland-Pokal für die jüngsten Nachwuchsringer eine gute Basis zum Miteinander. So werden mit Christopher Geske und Christian Freidel auch zwei Markneukirchner Ringer den Plauener RSV in der Thüringenliga unterstützen, zumindest bis in Markneukirchen selbst wieder eine zweite Männermannschaft antritt. So konnte nun im Freibad Bad Elster die Saison der Markneukirchner Nachwuchsringer mit Sport, Spiel und Spaß ausklingen und der Ferienbeginn gefeiert werden. Bei Nachtwanderung, Lagerfeuer und vielen kleinen Spielen konnten vor allem die fast komplett anwesenden Trainingsgruppen der D- und E-Jugend auch außerhalb der Ringermatte noch einmal richtig toben, bevor es in die wohlverdienten Ferien ging. Eine schöne Tradition, die wir fortsetzen werden, bezeichnete Jens Berndt auch die letzte Großveranstaltung des Sportjahres 2007/2008 als vollen Erfolg. Jörg Richter

27 Jahresabschluss für Nachwuchsringer des KSV Pausa AUS DEN VEREINEN Pausas Nachwuchsringer feierten Anfang Juli Saisonabschluss - Freibad bot schönen Hintergrund für Zeltlager der Mattenfüchse Die Augen des kleinen Falken blickten aufgeregt umher, als die große Schar von knapp 40 Pausaer Nachwuchsringern im Freibad der Erdachsenstadt die Vorführung des Falkners Gerhard Retterath mit seinen Tieren verfolgte. Wie Falken, so kamen sich die jungen KSV-Ringer in der Saison 2008 auch vor: Sie haben ihre Gegner ins Visier genommen und auch viel Beute in Form von Medaillen und Pokalen gemacht. Der Saisonabschluss des KSV Pausa mit Falkner Retterath als einem der vielen Höhepunkte war somit ein schöner Abschluss eines erneut überaus erfolgreichen Trainingsund Wettkampfjahres. Einmal mehr ragte Maximilian Schwabe aus der Bilanz des KSV Pausa heraus. Gleich im ersten Jahr in der A-Jugend holte sich der Syrauer DM-Silber. Und das noch umstritten - nur durch eine fragwürdige Kampfrichterentscheidung entging Schwabe die erfolgreiche Titelverteidigung, denn auch im Vorjahr stand der KSV-Ringer im Finale, gewann 2007 noch als B-Jugendlicher die Goldmedaille. Während Schwabe in der A-Jugend um Spitzenplätze kämpfte und Francis Weinhold bei den B-Jugendlichen gute Platzierungen erzielte, waren es Christian Hempel, Paul-Ayrton Kanis und Andre Becher, die in der C-Jugend für Furore sorgten. Doch auch für die Zukunft sind die Erdachsenstädter gut gerüstet. Wir haben eine gute D-Jugend, die zuletzt bei den Sachsenmeisterschaften und den Mitteldeutschen Titelkämpfen glänzte. Bei den Meisterschaften der Bundesländer Thüringen, Brandenburg, Sachsen- Anhalt, Berlin und Sachsen im griechisch-römischen Stil, die in Plauen ausgetragen wurde, gewannen sie gar die Vereinswertung und trugen damit zum Gesamtsieg Sachsens in der Verbandswertung entscheidend bei. Hervorzuheben ist in dieser Altersklasse vor allem Felix Kästner (46 kg), der Sachsenmeister in beiden Stilarten wurde, sich aber auch bei den Mitteldeutschen Meisterschaften in beiden Stilarten durchsetzte. Auch Tobias Hempel glänzte mit Gold (GR) und Silber (FR) bei den Mitteldeutschen Meisterschaften. Sowohl in der D-Jugend und bei den Jüngsten in der E-Jugend wachsen gute Talente heran. Uns muss um die Zukunft des Ringens in und um Pausa nicht bange sein, wirft Schwabe einen Blick in die Zukunft. Auch die Mädchen sind auf einem guten Weg: Mit Emely Obanor, Lydia Hartmann oder Karina Berkholz hat der KSV Pausa Mädchen auf der Ringermatte, die bei den diesjährigen Titelkämpfen vordere Platzierungen erreichten. Hintergrund dieser guten Entwicklung des Vereines ist das Zusammenspiel mit den ortsansässigen Einrichtungen wie Kindergarten und Schule. Wir versuchen Lust an sportlicher Betätigung zu wecken und viele Kinder verbleiben dann eben auch in unseren Gruppen, weil es ihnen einfach gefällt, freut sich Andreas Seidel, der als Informatiklehrer aber auch als KSV- Übungsleiter arbeitet und fungiert, über die gute Resonanz. Doch auch die Alten Pausaer Athleten spielen eine wichtige Rolle wenn es um den Fortbestand der Nachwuchsriege geht. Die Kleinen setzen die lange - nun fast 100-jährige Ringertradition - hier in Pausa fort, freut sich der Vorsitzende der Alten Pausaer Athleten, Hans Spatschke, der mit den ehemaligen Recken die jungen Mattenfüchse unterstützt, wo er nur kann. Doch auch die vielen Übungsleiter, die allesamt mit anpacken und nicht zuletzt die Eltern haben ihren Anteil daran, dass es so gut läuft, zeigt sich KSV-Jugendleiter Andreas Schwabe vom Engagement vieler fleißiger Helfer beeindruckt. Das spiegelte sich auch bei der Feier im Pausaer Freibad wieder, wo viele Hände zugriffen, um den jungen Ringern einen schönen Saisonabschluss zu bieten. Freudige Mienen gab es, als sich die Eltern mit einem selbstgefertigten Bildband bei den Übungsleitern für das Engagement bedankten. Schließlich, als die Kinder nach der Vorführung des Falkners, nach wilder Planscherei im Bad, Nachtwanderung und kleinem Feuerwerk müde ins Bett fielen, kam die Gemütlichkeit unter den vielen Erwachsenen im Zeltlager nicht zu kurz, denn das Vereinsleben wird beim KSV eben groß geschrieben. Jörg Richter Abschluß im Freibad Pausa mit Aufbesserung des Allgemeinwissens über die heimische Flora und Fauna. Foto: Schwabe NACHRICHTEN Jürgen Hähnel feierte 62. Geburtstag Ex-Europameister geht in Ruhestand Jürgen Hähnel gehört zum Leipziger Ringkampfsport wie kein Anderer, hat als Aktiver, aber auch als langjähriger Trainer des SCL und des Nachfolgers KFC das Ringen in der Messestadt geprägt der wohl größte Erfolg seiner eigenen, aktiven Laufbahn, als er in Katowice (Polen) Europameister im griechisch-römischen Stil wurde. Bis 1974 kämpfte der Gelenauer selbst noch auf der Matte und bewahrte sich vor allem durch aktives Prellballspiel eine erstaunliche Fitness. Als Trainer formte Jürgen Hähnel Ringer wie Andreas Werft, den er 1993 in Teheran zu JWM-Bronze führte, und Sven Havemeister (Fünfter der Kadetten-EM 1997). Als Sportlehrer an der Sportschule Leipzig gingen alle Talente und zukünftigen Leistungsringer durch seine Hände. Zuletzt war er maßgeblich am Aufbau der Jugendligamannschaft der KG Leipzig (SAV, AC Taucha und KFC Leipzig) beteiligt, die er auch 2008/2009 möglichst auf einen Medaillenrang führen möchte. Dass er im Ruhestand auch vom Ringkampf Abschied nimmt, glaubt beim KFC indes keiner, denn zu sehr ist Jürgen Hähnel in diesem Sport verwurzelt. Ein Prellerchen geht immer noch. Jörg Richter 27

28 AUS DEN VEREINEN Grünes Band für vorbildliche Nachwuchsarbeit geht an den KSV Pausa Das Grüne Band ist eine Auszeichnung der Dresdner Bank für vorbildliche Nachwuchsarbeit - ein Preis, der jährlich an einige, wenige Vereine vergeben wird, die sich besonders der Sichtung und Entwicklung junger Sportler verschrieben haben. Die Alten Pausaer Athleten trauten ihren Ohren nicht, als ihnen der Vorsitzende des KSV, Ulrich Leithold, Anfang Juli mitteilte, dass dem Verein das Grüne Band als Auszeichnung für vorbildliche Nachwuchsarbeit verliehen wird. Dem ehemaligen Ringerrecken Hans Spatschke standen die Tränen in den Augen, hatte er doch noch vor Beginn der letzten Schulwoche dem Nachwuchs beim Saisonabschluss im Freibad Pausa eine kleine finanzielle Zuwendung der Alten Athleten überreicht. Nun kommen Euro Förderprämie, die mit diesem Preis verbunden sind, noch hinzu. Die Alten Pausaer Athleten sind sehr um den Nachwuchs bemüht, fördern die jungen Athleten im Rahmen ihrer Möglichkeiten, unterstreicht Ulrich Leithold das harmonische Miteinander zwischen Alt und Jung. Schon vier Mal hatten Leithold und seine Mitstreiter Anlauf genommen, diesen Preis der Dresdner Bank und des Deutschen Olympischen Sportbundes nach Pausa zu holen, 2008 hat es nun endlich geklappt. Wir haben die Nachwuchsarbeit auf eine breite Basis gestellt, ist es aus Sicht des KSV-Präsidenten Andre Wetzel vor allem das Zusammenspiel zwischen Kindergarten, Schule und Verein, in dem viele junge Mattenfüchse für den Ringkampfsport geworben werden. Andreas Seidel, der hier in Doppelfunktion als Lehrer und Übungsleiter auftritt, spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Auch die Eltern unterstützen uns hier großartig, freut sich Wetzel über die Unterstützung, ohne die manche Wettkampffahrten gar nicht möglich wären. Es ist ein gutes Zusammenwirken vieler Freunde des Ringkampfsportes, ehrenamtlicher Helfer, Sponsoren, Partner und städtischer Institutionen, was den Trainingsund Wettkampfbetrieb in dieser Größenordnung überhaupt erst ermöglicht, bedankt sich Ulrich Leithold gleichzeitig auch bei den engagierten Übungsleitern, die sich für den Ringernachwuchs verantwortlich zeigen. Und auch da gab es am vergangenen Wochenende beim Saisonabschluss im Freibad Pausa eine Überraschung, denn die Eltern der jüngsten Mattenfüchse (E- und D-Jugend) überreichten den Trainern um Jugendleiter Andreas Schwabe ein Fotoalbum der nun vergangenen Saison. Manch eine Träne wurde von den harten Ringern mit meist weichem Herzen verstohlen aus dem Augenwinkel gewischt, ist diese Art Danke zu sagen doch längst nicht mehr üblich. Auch diese Begebenheit spiegelt wieder, warum der KSV Pausa das Grüne Band verdient hat, denn nur im Miteinander Aller ist auch eine entsprechende Leistungsentwicklung möglich. Maximilian Schwabe eroberte gleich im ersten Jahr in der A-Jugend die Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften 2008 und schaffte damit auch den Sprung auf die internationale Bühne. Francis Weinhold (B-Jugend) sowie Andre Becher, Paul-Ayrton Kanis, Christian Hempel (C-Jugend) befinden sich bereits in den Fußstapfen des Syrauers, der seit zwei Jahren an der Sportschule Leipzig lernt und trainiert. Francis Weinhold wird in der Sportschule Frankfurt/O. ausgebildet, während Paul-Ayrton Kanis in Chemnitz den ersten Schliff bekommt. Wir haben auch eine starke D- und E-Jugend als Grundstock für zukünftige Erfolge, hebt Andreas Schwabe vor allem Felix Kästner (46 kg) hervor, der Doppel-Sachsenmeister 2008 wurde, aber auch die Mitteldeutschen Meisterschaften in beiden Stilarten gewann. Tobias Hempel glänzte bei den mitteldeutschen Titelkämpfen der Bundesländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Thüringen und Sachsen mit Gold (GR) und Silber (FR). Das gesamte Umfeld des Vereines, die Nachwuchsarbeit betreffend, floss in die Bewerbung des KSV Pausa um die Vergabe des Grünen Bandes ein und der Jubel war entsprechend groß, als Ulrich Leithold verkündete, dass sich der Verein mit dieser Auszeichnung schmücken darf. Das ist etwas, was weit über die damit verbundenen Euro hinaus geht. Denn diese Tätigkeiten im Nachwuchsbereich sind mit Geld eigentlich gar nicht zu bezahlen, weiß der langjährige Kampfrichter Horst Steinert, nunmehr aktives Mitglied bei den Alten Pausaer Athleten. Und gerade der Nachwuchs ist es doch, der unsere nunmehr fast 100- jährige Tradition fortsetzen soll, wähnt Steinert die Strategie des KSV Pausa auf dem richtigen Weg. Die Vergabe des Grünen Bandes zeigt, dass man an anderer Stelle wohl genauso drüber denkt. Jörg Richter KSV-Präsident Andre Wetzel und der Vorsitzende Ulrich Leithold feierten am 9. April gemeinsam Geburtstag, nun haben die beiden Funktionäre des KSV Pausa erneut Grund zum Jubel: Anfang Juli flatterte die Mitteilung über die Verleihung des Grünen Bandes für vorbildliche Nachwuchsarbeit seitens der Dresdner Bank und des Deutschen Olympischen Sportbundes ins Haus. Foto: Jörg Richter 28

29 KOMMENTAR NACHWUCHS Ringen - eine sterbende Sportart? Noch nicht ganz Zurück zu den Wurzeln - RVS will im neuen Olympiazyklus den Blickpunkt verstärkt auch auf den Nachwuchs richten Gehört der Ringkampf in Sachsen und Deutschland zu den aussterbenden Sportarten? Diese Frage wurde zuletzt häufiger gestellt, denn der Nachwuchs fehlt in beträchtlichem Umfang. Bezirksmeisterschaften in Dresden, Chemnitz und Leipzig stehen auf der Streichliste oder werden an nur noch einem Tag abgehandelt, Landesmeisterschaften werden zur Schmalkost. In nahezu allen Altersklassen fehlt es an ordentlicher Konkurrenz. 50 Prozent seiner aktiven Ringer hat der RVS in den letzten zehn Jahren verloren, ganze Vereine haben sich aufgegeben. Ein erster Traditionsverein wie Zwickau ist von der Ringerlandkarte des Freistaates verschwunden, aber auch kleinere Vereine wie Sohland oder Geithain gibt es inzwischen nicht mehr. Andere einstige Leistungszentren wie die Hochburg des Frauenringkampfes Böhlen und der SAV Leipzig stehen vor dem Aus. Sportlich war 2008 ein Tiefpunkt, denn in diesem Jahr wurde von der D-Jugend bis hin zu den Männern nicht eine Medaille bei Deutschen Freistilmeisterschaften geholt. Einzig die Klassiker hielten mit Gold durch Dustin Scherf bei den Junioren und Männern die grünweißen Fahnen des Freistaates hoch. Auch die nationalen Zugpferde fehlen. Aus den DRB-Teams stoßen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen kaum noch Athleten bis auf das Siegerpodium vor, womit es auch keinen großen Medienrummel um die einst so prestigeträchtige Sportart gibt, der sich bis in die einzelnen Landesverbände positiv auswirken könnte. Doch der Patient lebt noch, schließlich hat er - der Ringkampfsport - den Kampf von der Pike auf gelernt. Doch es ist ein Überlebenskampf geworden. Wurden bislang einfach nur noch Meisterschaften zusammenge- fasst - ganz nach dem Motto: Es ist weniger los, also machen wir auch weniger, so ist inzwischen bei vielen Vereinen und auch beim Präsidium des RVS ein Umdenken eingetreten. Schließlich spürt man den Rückgang auf allen Ebenen, angefangen im Leistungsbereich, wo kaum noch Talente nachrücken, bis hin zur Bundesliga, wo selbst die drei vom DRB geforderten Deutschen von insgesamt zehn Ringern knapp werden. Talentsichtung ist das große Schlagwort. Ein Thema, das richtig angepackt werden soll und mit dem wieder Leben auf die Matte gebracht werden muss! Doch hier das nächste Problem: Wer soll s machen? Arbeitslose Ringer gibt es kaum und jemand, der seinem täglichen Tagwerk nachgeht, kann vormittags nicht in den Schulen Talente sichten. Andere Lösungen müssen gefunden werden. Einige wenige Übungsleiter und Trainer sind es noch, die Schul- und vereinsübergreifend für verschiedene Regionen und Ballungszentren tätig werden könnten. Projekte stehen, Politiker versuchen, Fördermittel zu binden, denn schließlich ist es auch nicht die schlechteste Idee, mittels Kampfsport der steigenden Gewaltbereitschaft in den Schulen entgegen zu wirken. Doch was als sächsische Idee in Brandenburg sehr schnell ging, scheitert im Freistaat derzeit noch an bürokratischer Engstirnigkeit. Einige Vereine gehen deshalb in die Eigeninitiative und versuchen, im Alleingang die Trainingsgruppen der Anfänger wieder aufzufüllen. Thalheim sei hier genannt, Pausa, Lugau, Werdau und auch Markneukirchen. Doch vielen Vereinen gelingt es nicht, wie früher Fuß in den benachbarten Schulen zu fassen. Sie sind auf das Mitwirken des Verbandes angewiesen, der den Weg über Landessportbund und Kultusministerium einschlagen muss, um Wege zu ebnen und Türen zu öffwill nen. Der RVS in Zukunft mehr denn je diese Initiativen der Vereine unterstützen. Auch die Trainer im Leistungsbereich müssen sich in den kommenden Jahren die Talente wohl selbst aus den Schulen holen, wenn die Vereine nicht mehr genügend Kinder und Jugendliche in die Zentren schicken, die einen leistungssportlichen Weg einschlagen möchten. Ziel muss es sein, eine Mischung aus beidem zu erreichen: Aktive Sichtung vor Ort und Zentralisierung der besten Ringer an den Talentezentren und am Stützpunkt Leipzig. Der Ringkampf in Sachsen ist nicht tot, aber er steckt in einer Krise, die nur alle zusammen meistern können, die dem Ringkampfsport verbunden sind. Projekte müssen entwickelt und auch umgesetzt werden, bis eine Sachsenmeisterschaft in der D-Jugend mit 130 Kindern wieder zu einem echten Highlight wird. Warum die Landesmeisterschaften 2009 im Jugendbereich nicht mit allgemeinen, altersspezifischen Leistungstests verbinden, warum nicht PR-trächtige Aktionen einfließen lassen oder einfach mal zuschauen, wie Landesmeisterschaften vor knapp 70 Jahren ausgetragen wurden? Ideen müssen her, um den Ringkampfsport aus seiner Nische zu holen und auch für Medien wieder interessant zu machen, die dann mit ihrer Berichterstattung einen weiteren Punkt der Mitgliedergewinnung für den Ringkampfsport erledigen und quasi für die Sichtungsaktionen der Vereine eine Bresche schlagen. In verschiedenen Gremien wird zeitnah über Struktur und Strategie des RVS beraten. Der RVS-Präsident Benedict Rehbein kann und wird nicht losziehen und selbst Talente für die Vereine suchen. Aber er ist bestrebt, mit einer geeigneten Führungscrew den Boden für eine regionale und zielgerichtete Sichtungsarbeit in den Vereinen zu schaffen und diese dabei im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen. Der RVS hat viel vor um wieder auf Kurs zu kommen. Dazu braucht er die Vereine, die selbst aktiv werden und die dem Kurs folgen möchten. Denn nur, wenn die Basisarbeit funktioniert, können zukünftig auch wieder sächsische Ringer auf internationalen Matten für Erfolge sorgen - wenn auch erst in einigen Jahren. Diese Zeit muss man jetzt eben haben und hart an den gesteckten Zielen arbeiten. Jörg Richter 29

30 LEHRGANG Trainerfortbildung des RVS Erlebnisbericht eines Lehrgangsteilnehmers Am letzten Juni-Wochenende vom 27. bis fand im Sportpark Rabenberg die alljährliche Trainerfortbildung des RVS für alle Inhaber der Trainer B- oder C-Lizenz statt. Dabei waren 19 Sportfreunde aus neun Vereinen des RVS. Nach Anreise und Abendessen eröffnete Dr. Joachim Kühn den Lehrgang mit einem kurzen Ausblick auf das anstehende Programm des Wochenendes. Danach ging es zum Einstieg für alle in die Sporthalle zum Badminton-Turnier. Dabei standen vor allem das nähere Kennenlernen und der Spaß im Vordergrund. Die einzelnen Paarungen wurden ausgelost und bis zum Finale ausgespielt. Nach zwei Durchgängen stellte sich der Sportfreund Axel Fromhold als Badminton-Experte und Sieger heraus, nachdem er alle seine Duelle ohne größere Mühen gewann. Doch auch neben dem Wettkampf wurde fleißig bis in die Abendstunden weitergespielt. An der Grenze Der Samstag begann dann nach der morgendlichen Stärkung mit der ersten Einheit, geleitet vom Stützpunkttrainer Carsten Einhorn. Dieser war kurzfristig eingesprungen und reiste direkt von der Sporthochschule in Köln an. Angefangen wurde wie in jedem Training mit der Erwärmung, an der sich alle Sportler beteiligten. Dabei wurden von Carsten Einhorn verschiedene Formen der Erwärmung gezeigt, damit auch bei den kleinsten Nachwuchsringern keine Langeweile aufkommt und alle mit Spaß bei der Sache bleiben. Danach ging es zum Schwerpunkt des Vormittags, dem Techniktraining. Hier wurde noch einmal besonders an die exakte Erlernung und Ausführung der verschiedenen Techniken erinnert. Damit soll vermieden werden, dass sich falsche Bewegungsabläufe bei den jungen Ringern einprägen, die später nur schwer wieder zu ändern 30 sind. Neben den unterschiedlichen Standtechniken wurde auch der Bodenkampf mit Blick auf die Bodenrunde samt dem verkehrten Ausheber durchgenommen. Aber auch die gute alte Rolle als wirkungsvolle Alternative. Natürlich standen dabei alle Teilnehmer selbst auf der Matte, um sämtliche Techniken und Varianten auszuprobieren und sich bei Fragen sofort Rat zu holen. In den kurzen Unterbrechungen Trainer Carsten Einhorn bei der Technikdemonstration Verkehrter Ausheber wurde in Gesprächen auch noch einmal auf den derzeitigen Rückgang des Nachwuchses für den Ringkampfsport im RVS aufmerksam gemacht. In dieser Hinsicht muss sich auch im Techniktraining etwas ändern, um mehr Kinder durch viel Abwechslung und Spaß im Training für den Ringkampf zu begeistern und langfristig in den Vereinen zu halten. Nach dem Ende der ersten Einheit wurde die restliche Zeit bis zum Mittag unter anderem mit Prellball, Fußball, Volleyball oder Schwimmen überbrückt, so dass auch hier keine Langeweile unter den Teilnehmern aufkam. Nach dem Mittag ging es mit einem Fahrradausflug in das angrenzende Tschechien weiter. Auf den gut 40 km in der wunderschönen Landschaft um den Rabenberg herum kamen alle Teilnehmer an den zahlreichen Im Finale des Badminton-Turniers am Freitag Abend standen sich Axel Fromhold und Chris Petzold gegenüber. Anstiegen ordentlich ins Schwitzen, besonders das Ende des letzten Stückes von Johanngeorgenstadt bis zum Rabenberg hinauf wurde von vielen herbeigesehnt. Doch letztendlich kamen alle zwar erschöpft, aber gesund und ohne Zwischenfälle wieder an. Nach kurzer Erholung trafen sich dann alle Teilnehmer beim gemeinsamen Grillen zum Ausklang des Tages wieder. Unter Aufsicht des Grillmeisters Matthias Petzoldt wurde dann auch jeder mit reichlich Rostern und Steaks versorgt, so dass jeder satt wurde. Sonntagvormittag ging es dann mit der letzten Einheit unter Ex-Europameister Jürgen Hähnel weiter. Hier standen vor allem Koordinations- und Bewegungsübungen auf dem Lehrplan. Angefangen wurde mit diversen Erwärmungsspielen unter Zuhilfenahme von Bällen, Klammern, Seilen etc. Diese zeigten, wie abwechslungsreich eine Trainingseinheit gestaltet werden kann und gleichzeitig auch die Koordination, Reaktion und Geschicklichkeit trainiert wird. Weiterhin wurde von Jürgen Hähnel noch einiges zum Vortag ergänzt. Dabei wurden verschiedene Vorbereitungen und Zwischenhandlungen gezeigt, um eine Technik erfolgreich auszuführen und damit über ein größeres technisches Repertoire zu verfügen. Abgeschlossen wurde die Einheit mit diversen Partnerübungen. Diese bringen nicht nur Spaß und lockern eine Trainingseinheit auf, sondern schulen die Koordination und eignen sich parallel dazu auch hervorragend zum Krafttraining ohne Gewicht und Hantel im Kraftraum. Nachdem jeder Teilnehmer noch einige Handzettel mit zahlreichen Übungsvorschlägen erhielt, wurde der Lehrgang von Dr. Joachim Kühn beendet. Nach dem Mittagessen verabschiedete man sich voneinander bis zu den nächsten Wettkämpfen, wo sicherlich wieder die meisten der Teilnehmer mit viel Hingabe am Mattenrand sitzen und ihre Schützlinge zum Sieg führen. Jens Fischbach ASV Plauen Sie wollen hoch hinaus: Pyramidenbau unter Anleitung von Jürgen Hähnel Fotos: Joachim Kühn

31 SO WIRDS GEMACHT Wie macht man gute Ringerfotos? Teil 2 Das richtige Bild - Position, Motiv, Hintergrund, Zeitpunkt Im ersten Teil des Fotoratgebers (SaRi 03/08) haben wir etwas über die richtige Ausrüstung gelernt. Eine gute Kamera ist aber nur eine Voraussetzung für gute Bilder. Im Folgenden reißen wir einiges an, was noch dazu gehört, um gute Sport- und besonders Ringerfotos zu machen. 1. Zeitpunkt Ganz gleich, ob ein Basketballer zum Dunk ansetzt, ein Fußballer gefoult wird oder ein Ringer einen Griff zieht: Beim Sport geht alles verdammt schnell. Die besten Aktionen sind schon wieder vorbei, bevor man sie richtig wahrgenommen hat. Je besser der Fotograf die Sportart, die er fotografiert, kennt, desto besser kann er den nächsten Augenblick erahnen und rechtzeitig abdrücken. Im rechten Bild ist die Aktion von Lennard Wickel eindrucksvoll festgehalten, weil im richtigen Moment abgedrückt wurde. Einen Augenblick früher oder später, und die Aktion wäre vorbei oder hätte noch nicht begonnen. Hier ist, abgesehen von einer Menge Glück, auch die Serienbildfunktion der Kamera sehr hilfreich. 2. Position und Hintergrund Für eine gute Position steht der Fotograf nicht unter den Zuschauern, sondern befindet sich kniend oder sitzend neben der Matte, auf Augenhöhe mit den Ringern. Aus zwei Gründen: Erstens wird die Verwacklungsgefahr kleiner, je näher man am Geschehen ist, und zweitens ist der Hintergrund (Publikum, Punktetafel, Kampfrichter...) mit im Bild. Der Hintergrund zeigt die Stimmung und das, was um den Kampf herum passiert. Der Betrachter, der das Bild später sieht, kann sich so einen besseren Eindruck der Situation verschaffen. Ein wichtiger Punkt ist der Lichteinfall (also das Sonnenlicht, das durch Fenster einfällt), wenn bei Tag fotografiert wird. Man sollte immer mit dem natürlichen Lichteinfall im Rücken fotografieren. Mit einem lichtstarken Objektiv kann man sich so unter Umständen sogar den Blitz sparen und erhält bessere, ausgewogenere Lichtverhältnisse mit weicheren Schatten. Manchmal ist es jedoch nicht möglich, mit dem Licht im Rücken zu fotografieren, weil diese Mattenseite nicht zugänglich ist. Dann sollte man mit direktem Gegenlicht fotografieren. In beiden Fällen sollte die Belichtungsmessung über die so genannte mittenbetonte Integralmessung, über Selektiv-, oder Spotmessung erfolgen. Die Bedienungsanleitung der Kamera verrät dazu mehr. Seitenlicht sollte man unbedingt vermeiden, da so eine Hälfte der Personen beleuchtet wird, während die andere Hälfte im Schatten liegt. Auf dem Bild ergibt das sehr unschöne Kontraste. Manchmal ist die Aktion aber auch unwichtig und man möchte ein Bild haben, das lediglich die beiden Ringer (oder auch die Trainer, den Kampfrichter oder das Publikum) zeigt. Das Bild könnte so auch ein Symbolbild werden, das die Punkttafel oder eine Wertung des Kampfrichters zeigt und stellvertretend für den Kampfverlauf stehen kann. Hierfür ist etwas Geduld gefragt, die aber durch ausgezeichnete Bilder belohnt wird. 3. Motiv Die wichtigste Regel beim Motiv ist: Die Person auf dem Bild darf nicht in einer unpassenden oder entwürdigenden Pose gezeigt werden. Viel zu oft passiert es, dass der (gewollte) Kraftausdruck der Kämpfer zusammen mit einem halben Blinzeln das gute Motiv ins Groteske verzerrt. Ein gutes Bild braucht also Geduld und viele, viele Versuche. Je höher die Anzahl der Personen im Bild, desto schwieriger ist es. Meistens merkt man erst im Nachhinein am Computer, welche Bilder die Stimmung vor Ort besonders gut wiedergeben und welche nicht. Dabei sollte immer bedacht werden, dass der Betrachter meist die Umstände nicht kennt, unter denen das Foto gemacht wurde. Wenn also der Leser das Bild eines jubelnden Ringers sieht, kann er sich die Situation besser vorstellen und sich hineinversetzen, wenn im Hintergrund sein Gegner erkennbar erschöpft auf der Matte liegt, die Anzeige einen 3:2-Sieg zeigt und ein Banner mit Schlüsselbegriffen wie Deutsche Meisterschaft, Nykøbing, Brandenburg-Cup, German Masters oder Utrecht, The Nederlands auf die Bedeutung des Kampfes hindeutet. Dann stimmt auch die Redewendung: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Apropos Worte: Zu jedem Bild gehören natürlich die Namen der Sportler, deren Kampffarbe und Vereine. Dazu fragt man zum Beispiel nach dem Kampf freundlich beim Trainer oder Vereinskameraden und notiert die Namen (in korrekter Schreibweise!). Von den Kampfrichtern nicht so gerne gesehen, aber zur Not auch möglich, ist, das Kampfprotokoll beim Kampfgericht zu fotografieren. Bei großen Turnieren werden die Daten der jeweiligen Begegnung auf Bildschirmen oder Leinwänden angezeigt, also ist es am einfachsten, auch diese zu fotografieren. So erhält man alle Daten, die man braucht, ohne Mühe. Ich hoffe, euch mit diesen wenigen Tipps etwas Mut gemacht zu haben, auch einmal in die Sportfotografie einzusteigen. Und wieder gilt: Wenn es Fragen gibt, schreibt uns. Die -Adressen findet ihr am Ende jeden Heftes im Impressum. An diese Adressen (meine zum Beispiel) könnt ihr auch Bilder von Turnieren etc. schicken, am besten natürlich zusammen mit einem kurzen Artikel über das jeweilige Turnier, aber das ist schon wieder eine ganz andere Sache... Der Sachsenringer freut sich auf eure Bilder - übt fleißig und sendet sie ein! Toni Klemm Schlechtes Bild: Ringer von hinten, schiefes Bild, Hintergrund kaum zu erkennen. Auch wenn diese Aktion wertvolle Punkte gebracht hat, das Bild ist leider nur als schlechtes Beispiel zu verwenden. Gutes Bild: in Augenhöhe der Sportler fotografiert, die Ringer sind gut zu erkennen, korrekt fokussiert, interessante Aktion... bloß die Kampfrichter in Hintergrund könnten etwas motivierter dreinschauen. 31

32 KADERLISTE Senioren Weiblich Stilart Name Vorname Gew.-kl. Verein Kader FR Akosman Selami 84 FC Erzgebirge Aue L1 FR Arnas Michael 66 RV Thalheim L1 FR Backhaus Andre 96 AVG Markneukirchen L1 GR Baumann Patrick 55 RV Thalheim L1 GR Berger Thomas 60 RV Thalheim L1 GR Betschke Sven 96 SAV Leipzig L1 GR Brömme Arne 66 AC Werdau L1 FR Brömme Jan 74 KFC Leipzig L1 GR Einhorn Tommy 84 RSK Gelenau L GR Elschner Mike 60 ASV Plauen L1 GR Förster Dominic 66 RV Thalheim L1 GR Frank Florian 74 AC Werdau L1 GR Franke Daniel 55 RSK Gelenau L1 FR Frommhold Axel 66 FC Erzgebirge Aue L1 FR Gensicke Heiko 66 RV Thalheim L1 GR Georgi Alexander 74 KSV Pausa L1 FR Graf Nico 96 KFC Leipzig L GR Gruner Michael 120 RV Thalheim L1 GR Hähnel Holger 84 RV Thalheim L1 FR Hauck Björn 84 AVG Markneukirchen L1 FR Heinemann Heiko 74 KFC Leipzig L1 GR Heß Florian 84 KSV Pausa L1 GR Lehnert Björn 60 RV Zschopau L1 FR Liesigk Steven 74 RSK Gelenau L1 GR Montag Andre 96 RV Thalheim L1 FR Nagorka Steffen 74 SV GW Weißwasser L1 FR Obstfelder Torsten 120 KSV Pausa L1 GR Penzold Jan 55 AC Werdau L1 GR Petzoldt Martin 55 KSV Pausa L1 FR Piterek Ralf 74 RV Thalheim L1 FR Schmidt Steven 120 KSV Pausa L GR Schöniger Björn 66 FC Erzgebirge Aue L1 GR Schwalbe Florian 84 RSK Gelenau L1 GR Selle Tony 74 KFC Leipzig L1 FR Singer Andre 74 SV Schneeberg L1 FR Sommer Aleksandr 96 RV Thalheim L1 FR Streicher Markus 96 KFC Leipzig L1 GR Türk Tilo 74 KFC Leipzig L1 GR Vierling Pierre 55 FC Erzgebirge Aue L1 FR Völkel Michael 96 KFC Leipzig L FR Weckener Sebastian 60 RV Thalheim L1 FR Wedekind Kai 55 KFC Leipzig L1 FR Wegner Ronny 96 FC Erzgebirge Aue L1 Weiblich Stilart Name Vorname Gew.-kl. Verein Kader Aktive Hauptmann Nicole 55 RSC Böhlen B Aktive Krebs Susann 51/48 RTV Zöblitz L 1 Aktive Lenz Anne 72/67 AVG Markneukirchen L Aktive Meinel Susann 59/63 RV Thalheim L 1 Aktive Penkalla Romina 59 KFC Leipzig D Aktive Reimer Tina 48/44 RVE Lugau L 1 Aktive Seifert Linda 67 AVG Markneukirchen D Aktive Werner Sophia 48 RC Chemnitz D Jugend Adler Kristin 43 AC Werdau L 1 Jugend Anders Sonja 34 KFC Leipzig L 1 Jugend Bergholz Karina 60 KSV Pausa D Jugend Dämmrich Michelle 34/31 AC Werdau D Jugend Dietze Jessica 56/52 KFC Leipzig D Jugend Gerlach Stefanie 80 RSK Gelenau L 1 Jugend Hartmann Lydia 49 KSV Pausa D Jugend Hensel Kim 60 SAV Leipzig D Jugend Hüttner Saskia 65 AVG Markneukirchen L 1 Jugend Jirka Maria 49 SV GW Weißwasser L 1 Jugend Langer Jessica 43 RVE Lugau L 1 Jugend Müller Pia 52 SV GW Weißwasser L 1 Jugend Neumerkel Theresa 52 AC Werdau D Jugend Neupert Sindy 65 RTV Zöblitz C/D Jugend Neupert Dana 72 RTV Zöblitz D Jugend Niese Lydia 31 AVG Markneukirchen D Jugend Nürnberger Lydia 34 AC Werdau D Jugend Peil Nicole 43 RV Thalheim D Jugend Porst Sylvia 46/43 ASV Plauen D Jugend Richter Julia 49 RSK Gelenau C/D Jugend Schäfer Jessica 37 RV Thalheim D Jugend Schmieder Jane 40 AC Werdau C/D Jugend Schöne Jaqueline 46 Leipziger SV Südwest L 1 32 Jugend Steininger Sandra 49 SV Schneeberg L 1 Jugend Theuring Stephanie 65 AC Werdau L 1 Jugend Thiele Denise 52 WSG Zauckerode L 1 Jugend Thiele Sophie 56 WSG Zauckerode L 1 Jugend Wirth Alice 60 WSG Zauckerode L 1 Jugend Zander Denise 56 AC Taucha L 1 Schüler Berisha Saranda 29 SV Schneeberg E Schüler Breidel Pauline 31 RTV Zöblitz E Schüler Fay Luise 46 RV Zschopau E Schüler Haase Emilie 23 RV Thalheim E Schüler Haupt Celine 34 WSG Zauckerode E Schüler Lange Franziska 54 KFC Leipzig E Schüler Nürnberger Madlene 19 AC Werdau E Schüler Obanor Emily 25 KSV Pausa E Schüler Schiller Lucia 27 AC Werdau E Schüler Schönig Laura Maries 38 AC Werdau E Schüler Schulze Jessica 50 KFC Leipzig E Junioren Stilart Name Vorname Gew.-kl. Verein Kader GR Deutsch Christoph 120 KFC Leipzig D GR Dietrich Felix 66 KFC Leipzig D FR Erokhin Jaroslav 84 KFC Leipzig D FR Frenzel Manuel 66 RTV Zöblitz D FR Hoeisel Maik 96 RV Thalheim D FR Jung Markus 66 AC Taucha D GR Löffler Tobias 60 RV Thalheim D GR Lüttich Eric 74 RTV Zöblitz D FR Mehlhorn Dennis 74 RV Thalheim D GR Mehlhorn Kevin 66 RV Thalheim D GR Mückisch Matthias 74 SV GW Weißwasser D GR Müller Thomas 84 RSK Gelenau D GR Reimer Kirk 55 RVE Lugau D GR Scherf Dustin 55 KFC Leipzig C GR Stanke Mario 96 SV GW Weißwasser D FR Strauß Hendrick 66 KFC Leipzig D/C GR Stuhr Max 60 KFC Leipzig D GR Vogel Karl 60 KFC Leipzig D Jugend A Stilart Name Vorname Gew.-kl. Verein Kader FR Böhm Falk 50 FC Erzgebirge Aue D GR Böttcher Felix 50 ASV Plauen D GR Bräucker Fabian 100 SAV Leipzig D GR Fiedler Eric 46 RVE Lugau D GR Findt Rene 69 KFC Leipzig D FR Fischer Jim 85 SAV Leipzig D FR Fleckenstein Kay 63 KFC Leipzig D GR Günther Eric 100 RVE Lugau D FR Haupt Kirk 58 WSG Zauckerode D GR Höfer Ludwig 69 KSV Pausa D GR Kirmse Maximilian 76 FC Erzgebirge Aue D FR Krause Benjamin 85 FC Erzgebirge Aue D FR Liebscher Florian 58 RTV Zöblitz D FR Nürnberger Marcus 63 AC Werdau D GR Otto Louis 69 RSK Gelenau D GR Scherf Marco 54 SAV Leipzig D FR Schmidt Johann 85 FC Erzgebirge Aue D GR Schneider Martin 54 RSK Gelenau D GR Scholz Rocky 58 KFC Leipzig D GR Schwabe Maximilian 54 KSV Pausa D FR Wohlgemuth Toni 50 RV Zschopau D Jugend B Stilart Name Vorname Gew.-kl. Verein Kader GR Fröbisch Florian 63 ASV Plauen D FR Kosina Daniel 69 SV Schneeberg D FR Kupgisch Marko 50 KFC Leipzig D GR Langer Markus 50 RVE Lugau D GR Maltschukowski Andrej 76 SV GW Weißwasser D FR Pistorius Tim 50 FC Erzgebirge Aue D FR Regel Tom 69 AC Taucha D FR Richtsteig Jan 69 KFC Leipzig D GR Schmidt Oliver 58 ASV Plauen D FR Süß Franz 85 AVG Markneukirchen D GR Weinhold Francis 58 KSV Pausa D FR Zebisch John-Paul 42 FC Erzgebirge Aue D Alle weiteren Kaderlisten und Infos finden Sie auf unserer Web-Site unter:

33 NEWS AC Werdau auf der Zugspitze Drei Jungen des AC Werdau setzen im 111. Jahr des Bestehens ihres Vereins mit der Besteigung der Zugspitze ein weiteres Highlight. Am 28. Juni gegen 5 Uhr starteten Mathias Nürnberger, Philipp Schmieder, Markus Kubala und ihr Bergscout Michael Radtke vom Zeltplatz Garmisch-Partenkirchen/ Grainau zur Gipfelbesteigung. Die Route führte durch die Höllenklamm zur Höllentalangerhütte (1387 m) in der eine kurze Rast gemacht wurde. Während die meisten Hüttengäste bereits aufbrachen stärkten wir uns mit heißem Pfefferminztee mit viel Honig. Von hier aus hatte man bei klarer Sicht einen guten Überblick der gesamten weiteren Route bis zum Gipfel. Auch das Gipfelkreuz blinkt ab und an in der Sonne. Nach einer guten halben Stunde erreicht man den Einstieg in den Fels. Nun heißt es Klettergurte anlegen, Sonnenschutz auftragen, alle Knoten nochmals prüfen, Helm auf und los. Über eine senkrecht am Fels angebrachte 20m Eisenleiter geht es zügig hinauf. Linkerhand zieht sich der Steig weiter bergauf bis zum allbekannten Brett. Über einzelne Stäbe die aus dem Fels ragen, an einem Sicherheitsseil eingehängt, überwindet man eine steile Wand. Stetig zieht sich der Weg durch Fels und Geröll im Zickzack bergan. Am Höllentalgletscher angekommen muss die Sonne oder Eislage sondiert werden. Kann man ohne Steigeisen weiter gehen oder lieber mit. Wanderstöcke VORSCHAU AUF HEFT 05/08 - Bundesliga aktuell - Graduierung, Nachwuchskonzepte im RVS - Freiwilliges Soziales Jahr beim RVS - Ausrichtung des Verbandes in 2009 Endlich - Englich! Auch wenn Mirkos Sohn Noah wegen des verlorenen Finales weinte Mirko Englich hat nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen, wie es viele Medien richtig ausgedrückt haben. Mit der Silbermedaille von Peking hat er auch dem Deutschen Ringkampf für vier Jahre eine Gnadenfrist und Argumente für die weitere Förderung geliefert danke Mirko!! Schon auf der Titelseite haben wir uns bei Mirko bedankt. Und auch bei Frankfurt/Oder, deren Trainingssystem und Bandbreite an Partnern dafür gesorgt hat, dass Mirko auf den Punkt wieder fit und heiß war. Ein besseres Beispiel für den Sinn einer Konzentration der Besten an einem Standort gibt es nicht Glückwunsch in die Sportschule FFO, an deren entlasten den -40 Grad steilen Anstieg über den Gletscher. Eine halbe Stunde später standen wir am Felseinstieg der direkt zum Gipfel führt. (ca. 2 Stunden) Diese schwierige Stelle erfordert Teamarbeit. Da die Wetterprognosen auf dauerhaft schön und tatsächlich so einzuschätzen waren hatten wir viel Zeit. Obwohl wir recht langsam vorankamen, standen Sicherheit, die unterschiedlichen Kräfteverhältnisse jedes Einzelnen und genügend Pausen immer im Vordergrund. So schraubten wir uns Stück für Stück in die Höhe. Bald erschien das Münchener Haus zum Greifen nahe und alsbald auch das Gipfelkreuz. Die letzten 100 Höhenmeter mobilisierten noch einmal alle Kräfte. Überglücklich und geschafft standen wir am goldenen Kreuz. Etwas vernebelt zwar, aber völlig egal in diesem Augenblick. Nach einem kurzen Übergang, der noch einmal Vorsicht gebietet erreichen wir sicher das Münchener-Haus. Da die Uhr schon 5 am Nachmittag zeigte entschieden wir uns auf der Zugspitze zu nächtigen. Nach der Quartierbelegung und den Vorbereitungen für den nächsten Tag wurde deftig Karten gespielt und so manches Maß geleert. Halb zehn ging es ab in die Kojen. Sonntag, pünktlich sechs Uhr, hieß es aufstehen und frühstücken. Herrlicher Sonnenschein und eine atemberaubende Fernsicht empfing uns vor der Hütte. Wir genossen den wunderschönen Morgen und ließen uns noch etwas Zeit mit dem Abmarsch. Gegen acht ging es größtenteils an Seilen hinab Richtung Ehrwald. An der wiener-neustädter Hütte wurde gerastet. Mit dem sympatischen Hüttenwirt machte Herr Radtke wie immer einen längeren Plausch. Nach ein paar steilen Stiegen erreicht man in Richtung Eibsee den Törlewald. Jetzt hat man es geschafft! Mit den Laufstöcken noch 1-2 Stunden und man erreicht den Eibsee oder direkt die Zahradbahn Richtung Grainau. Am Zeltplatz endlich angekommen hieß es duschen und stadtfein machen. Das Endspiel um die Fußball- Europameisterschaft stand noch auf dem Programm. Im Hotel-Restaurant Richter in Grainau saßen wir nach dem Essen vor der Glotze und fieberten mit den Gästen bis zum Ende. Nur Herr Radtke nickte gelegentlich ein. Fazit der Tour: Tolles Wetter, super Team, spitzen Wochenende. Michael Radtke Drei Ringer vom AC Werdau wollen an die Spitze auf der Zugspitze waren sie schon jetzt. LETZTE MELDUNG Beispiel sich Leipzig weiter orientieren wird. Wir alle wir Ringer müssen diese Chance jetzt ergreifen. Acht Jahre nach Alexander Leipold haben wir sie erstmals wieder und vielleicht kommt sie lange nicht mehr. Ringer-Deutschland sucht den Superstar nicht mehr - es wird Zeit für eine Werbe- Offensive. Olympia ist schneller vergessen als erwartet, wenn wir den Moment nicht konservieren. Mirko, geh auf Werbetour für deinen Sport! Wir freuen uns darauf und auf mehr Erfolge wie diesen. Solange schieben wir das Video vom Halbfinale nochmals in den Player und denken: Endlich, Englich! Benedict Rehbein 33

34 INTERN Internetadressen / Ringerlinks Verbände Homepage des Weltverbandes FILA Deutscher Ringer-Bund e.v. Deutscher Olympischer SportBund Grand Prix Ringen Leipzig (Freistil) Grand Prix Ringen Dortmund (Griechisch-Römisch) Offizieller Marketing-Partner des DRB Wissenswertes rund um nationale und internationale Ringermatten Der Ringer - Das Magazin des DRB Liga-Datenbank Dietrich Jürgens: Ringkampf in Theorie und Praxis Einfach alles über den Ringkampfsport / SV Weiß-Blau Untergrießbach e.v. Institut für Angewandte Trainingswissenschaft Leipzig; Wissenswertes über die Hintergründe des Trainingsund Wettkampfbetriebes, Datenbank Olympiastützpunkt Leipzig e.v. Landessportbund Sachsen e.v. Sachsen-Sport-Marketing GmbH Sportmuseum Leipzig Bayerischer Ringer-Verband e.v. Hessischer Ringer-Verband e.v. Ringer-Verband Pfalz e.v. Nordbadischer Ringerverband e.v. Niedersächsischer Ringer-Verband e.v. Ringerverband Nordrhein-Westfalen e.v. Württembergischer Ringerverband e.v. Ringerverband Mecklenburg-Vorpommern Saarländischer Ringerverband Thüringer Ringer-Verband e.v. weitere Vereine AC Germania Artern e.v Luckenwalder SC KAV Mansfelder Land e.v. RSV Rotation Greiz e.v. RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder) e.v. ASV Hof 1896 e.v. KG PSV Rostock e.v./sv Warnemünde TRV Berlin 1981 e.v. AC Lichtenfels von 1921 e.v. TuS Jena e.v. RC Germania Potsdam e.v. SV Luftfahrt Ringen e.v. TSV Windeck 1861 e. V. Burgebrach AV JK Concordia Zella-Mehlis e.v. SV Lokomotive Altenburg e.v. Jugendkraft 03 Albrechts Presse / Medien www4.mdr.de/sport/ergebnisse/ergebnisse_ringen.shtml Ergebnisdienst des MDR Sport in Leipzig, LVZ Das vogtländische Sportportal Sport in Chemnitz, Erzgebirge und Vogtland Sport im Internet Vogtland-Anzeiger Sächsische Zeitung Ostthüringer Zeitung * Über Hinweise auf einen toten Link sowie auf nicht genannte Ringerlinks wären wir sehr dankbar. Vereine Sachsen KFC Leipzig RV Thalheim e.v. AV Germania 06 e.v. Markneukirchen ASV Ringen Plauen e.v. KSV Pausa e.v. WSG Zauckerode e.v. AC 1897 Werdau e.v. AC Auerbach Erzgebirge e.v. RSK Jugendkraft 1898 Gelenau e.v. RV Eichenkranz 1908 Lugau e.v. AC 1990 Taucha e.v. SV Grün-Weiß Weißwasser e.v. Ring- und Turnverein Zöblitz e.v. SAV Leipzig e.v. Zschopauer Ringerverein Wildeck 95 e.v. Lächeln bitte die Liga hat begonnen! Impressum Präsident des RVS: Benedict Rehbein Tel.: Funk: Weitere Infos finden Sie unter: Redaktion: Jörg Richter Tel.: Fax: Funk: Katrin Mamsch Tel.: Funk: Thomas Schmidt Tel.: Funk: Toni Klemm Funk: Satz & Layout: Frank Scholz Tel.: Fax: Funk: Ringer-Verband Sachsen e. V. Leplaystraße Leipzig Titelseite: Nadine Müller Tel.: Fax: Funk: Für tolle Fotos bedanken wir uns bei den fleißigen Fotografen: Maik Adler, Detlef Englich, Joachim Kühn, Toni Klemm, Jörg Richter, Alexander Georgi, Iris Hofmann, René Unger. Die Fotos von Ralph Beck werden mit freundlicher Genehmigung des Vogtland-Anzeigers veröffentlicht. Die Bilder aus den Ausgaben der Freien Presse werden mit freundlicher Genehmigung der Fotografen veröffentlicht. Der Inhalt eingesendeter Artikel und Berichte muss nicht in jedem Fall mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Die Vereine und Autoren sind für den Inhalt ihrer Berichte selbst verantwortlich. Die Redaktion behält sich vor, Berichte entsprechend des zur Verfügung stehenden Platzes zu kürzen bzw. redaktionell zu ändern. Vielen Dank den fleißigen Zuarbeitern der Vereine. Für den Inhalt der aufgeführten Links übernimmt der Ringer-Verband Sachsen e.v. keine Haftung. 34

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