Bachelor und Master Umsetzungsbeispiel aus der Provadis School of International Management and Technology

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1 Bachelor und Master Umsetzungsbeispiel aus der Provadis School of International Management and Technology Prof. Dr. Udo Müller-Nehler

2 Aus dem Tagebuch einer Bachelor-Absolventin (1) Ich bin jetzt zwei Tage in Brilon auf einer Fachtagung zum Thema Druckentlastung bei einem Berstscheiben-Hersteller. Da die Veranstaltung als Fortbildungsveranstaltung für Sicherheitsingenieure zugelassen werden soll, waren zusätzlich fachliche Kapazitäten als Referenten notwendig. Referenten sind Prof. Schmidt vom KIT und ich. Am ersten Tag bin ich diejenige, die bei manch unangenehmen Fragen an die anderen Vortragenden einspringen muss und diese beantwortet

3 Aus dem Tagebuch einer Bachelor-Absolventin (2) In einer Pause der Fachtagung unterhalten sich zwei Teilnehmer: A erzählt eine Story aus seinem Berufsalltag, wie jemand dumme Fragen zu einem Verfahren stellte. B: Ha, das war bestimmt ein Bachelor! A: Oh je, die Bachelors. Ohne Worte. B: Zu mir kam letztens ein neuer Kollege und sagte, er wäre Ingenieur. Da sag ich zu ihm: WAS bist du? Du bist kein Ingenieur, du bist ein Bachelor und sonst gar nix. Ich muss intervenieren, weil mein Referentenprofil in den Handbüchern zur Fachtagung steht. Also sage ich: STOP! Sie dürfen gleich ruhig weiterreden, weil s mir nichts ausmacht und es muss Ihnen auch nicht peinlich sein, echt nicht! Aber ich bin auch NUR Bachelor! Natürlich war es den beiden peinlich. Und die Abwiegelungen und die plötzlichen Meinungsänderungen waren sehr, sehr lustig! - 3 -

4 Kernelemente des Bologna-Prozesses in Deutschland Bachelor- und Masterstudiengänge können sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen eingerichtet werden. Die Regelstudienzeit für Bachelorstudiengänge beträgt sechs bis acht Semester ( ECTS) und für Masterstudiengänge zwei bis vier Semester (zusätzlich ECTS). Bei konsekutiven Studiengängen darf die Gesamtregelstudienzeit höchstens zehn Semester (300 ECTS) betragen. Die Studierbarkeit des Lehrangebots ist in Akkreditierungen zu überprüfen. Es ist nachzuweisen, dass der Studiengang modularisiert und mit einem Leistungspunktsystem ausgestattet ist. In Bachelorstudiengängen werden wissenschaftliche Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsfeldbezogene Qualifikationen vermittelt. Masterstudiengänge sind als stärker anwendungsorientiert und stärker forschungsorientiert zu differenzieren

5 Entwicklung der Studierendenzahlen Anzahl der Studierenden

6 Bachelor- / Master-Studiengänge an der Provadis-Hochschule Provadis School of International Management and Technology Master of Arts Industrial Management Master of Science Industrial Chemistry Bachelor of Arts Business Administration (Betriebswirtschaftslehre) Bachelor of Science Business Information Management (Wirtschaftsinformatik) Bachelor of Science Bachelor of Science Chemical Engineering Biopharmaceutical (Chemieingenieurwesen) Science (Pharmazeutische Bio) - 6 -

7 Das duale Modell Studium plus X Studium + Ausbildung Ausbildung Studium Beruf Studium + Beruf Ausbildung Beruf Studium Studium + Praktikum Praktikum Studium Beruf Zeit

8 Nachmittag Vormittag Sozialpartner-Fachtagung 2012 Generation Bologna Das Zeitmodell Anspruchsvolles Studium plus Praxis 4,5 Tage / Woche in der Ausbildung und / oder im Unternehmen 16 Vorlesungsstunden (à 45 Min.) Studium/Woche Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Außerhalb der Vorlesungen Vor- und Nachbereitung, Berichte, Thesis Vorlesung Vorlesung Ausbildung, Praktikum oder Berufstätigkeit Die Studenten machen ihre Ausbildung oder arbeiten im Unternehmen und bringen dabei an der Hochschule erworbenes Wissen und aktuelle Methoden ein - 8 -

9 Studienziele und Nutzen Beispiel Chemical Engineering Erwerb umfassender Kenntnisse im Bereich des Chemieingenieurwesens sowie der notwendigen betriebswirtschaftlichen Grundlagen und deren Anwendung im Arbeitsalltag Die Kombination von Hochschulstudium plus X bietet einen optimalen Berufseinstieg im chemisch-technischen Bereich (z. B. in der Produktion, Prozessoptimierung, Anwendungstechnik, Forschung, Entwicklung, Analytik und Qualitätssicherung oder im Umwelt- und Sicherheitsmanagement) Das Studium befähigt zur Übernahme von Fach- und Führungsaufgaben - 9 -

10 Studieninhalte Beispiel Chemical Engineering Fundierte und aktuelle Grundlagen der wissenschaftlichen und industriellen Chemie Prozesstechnisches Wissen (Verfahrenstechnik, Reaktionstechnik) Analytische Verfahren, Katalyse Methodik der Produkt- und Verfahrensentwicklung Verantwortlichkeiten der Betriebsführung inkl. Personalorganisation, Behördenmanagement und betriebswirtschaftlicher Anwenderkenntnisse Englisch im Arbeitsleben, Fachenglisch, Module teilweise in englischer Sprache Im späteren Studienverlauf: Vertiefung in Wahlmodulen

11 Studieninhalte Beispiel Biopharmaceutical Science Naturwissenschaftliche, technische und mathematische Grundlagen Mikrobiologie, Biochemie, Zellbiologie, molekulare Genetik, Pharmakologie Bio- und chemische Verfahrenstechnik Grundlagen der Chemie, organische Chemie, physikalische Chemie Instrumentelle und Bioanalytik Biostatistik, IT und biologische Datenbanken Betriebswirtschaftliche Grundlagen industrieller Prozesse, Personalführung und Organisation, Prozessmanagement Englisch im Arbeitsleben, Fachenglisch, Module teilweise in englischer Sprache Im späteren Studienverlauf: Vertiefung in Wahlmodulen

12 Verzahnung Studium und Praxis Jeder Studiengang wird vor dem Start mit Unternehmen der Branche entwickelt und gecheckt Durch die Akkreditierung ist der wissenschaftliche Anspruch gewährleistet Dozenten großteils aus der Praxis, Praktika mit Dozenten und Ausbildern (aus der Muttergesellschaft Provadis) Kein "Schülerverhalten" mit hoher Konsumhaltung; viele Möglichkeiten, das Gelernte auch zu hinterfragen Mischen von Berufstätigen und jungen Auszubildenden Vorlesungen, Übungen, Laborpraktika, Fallstudien, Praxisberichte und -projekte, Exkursionen wissenschaftlich angeleitete Berufspraxis Bachelor- und Master-Arbeiten (Geheimhaltung) Studien im Auftrag der Industrie; (Mit-) Ausrichtung von Veranstaltungen

13 Projekte und Veranstaltungen am Puls der Praxis

14 Qualität als Versprechen Hochschule mit Gesicht Assessment Day als Einstieg Vorlesungsgruppen, Raumgrößen entsprechen Lerngruppen Mentorenprogramm Unterstützung bei der Laufbahnentwicklung Veranstaltungen für die Mentoren Evaluierung Vorlesungen & Organisation (Studierende, Dozenten) Qualitäts-Manager Produkt-Managerin (demnächst) Maßnahmen Evaluierung danach (ehemalige Studierende, Unternehmen)

15 Arbeitgeber-Evaluation Studienanfänger % der Arbeitgeber geben an, dass die erworbenen Schlüsselqualifikationen der Absolventen der Provadis Hochschule erwartungsgemäß seien, für weitere 37 % sind sie viel oder sehr viel besser als erwartet. Arbeitgeber: Ausprägung erworbener Schlüsselqualifikationen war... (Jahrgang ) 100% % 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% BBA BBIM BCE Summe enttäuschend lassen zu wünschen übrig erwatungsgemäß viel besser sehr viel besser BBA Bachelor BWL BBIM: Bachelor Wirtschaftsinformatik BCE: Bachelor Chemical Engineering

16 Arbeitgeber-Evaluation Studienanfänger % der Arbeitgeber geben an, dass die erworbenen Fachkompetenzen der Absolventen der Provadis Hochschule erwartungsgemäß seien, für weitere 38 % sind sie viel oder sehr viel besser als erwartet. Arbeitgeber: Ausprägung erworbener Fachkompetenzen war... (Jahrgang ) 100% % 80% 70% 60% 50% enttäuschend lassen zu wünschen übrig erwatungsgemäß 40% viel besser 30% sehr viel besser 20% 10% 0% BBA BBIM BCE Summe BBA Bachelor BWL BBIM: Bachelor Wirtschaftsinformatik BCE: Bachelor Chemical Engineering

17 Arbeitgeber-Evaluation Studienanfänger % der Arbeitgeber geben an, dass sie die Provadis Hochschule für Mitarbeiter weiterempfehlen würden. Arbeitgeber: Empfehlungsquote für die Provadis-Hochschule (Jahrgang ) 100% 90% % 70% 60% 50% 40% HS PHS 30% 20% 10% 0% BBA BBIM BCE Summe BBA Bachelor BWL BBIM: Bachelor Wirtschaftsinformatik BCE: Bachelor Chemical Engineering

18 Arbeitgeber-Evaluation Studienanfänger Die Arbeitgeber geben an, dass 80% der Studierenden / Absolventen schon während oder nach dem Studium anspruchsvollere Aufgaben bekommen haben. Arbeitgeber: Studierender / Absolvent hat während / nach dem Studium eine anspruchsvollere Aufgabe bekommen (Jahrgang ) 100% 90% 80% % 60% 50% 40% 30% nein ja 20% 10% 0% BBA BBIM BCE Summe BBA Bachelor BWL BBIM: Bachelor Wirtschaftsinformatik BCE: Bachelor Chemical Engineering

19 [Prozent] Sozialpartner-Fachtagung 2012 Generation Bologna Absolventen-Evaluation Studienanfänger % der Absolventen geben an, dass sich das Studium aus heutiger Sicht gelohnt hat. Absolventen: Hat sich das Studium aus heutiger Sicht "gelohnt"? (Jahrgang ) BBA BBIM BCE alle nein ja BBA Bachelor BWL BBIM: Bachelor Wirtschaftsinformatik BCE: Bachelor Chemical Engineering

20 [Prozent] Sozialpartner-Fachtagung 2012 Generation Bologna Absolventen-Evaluation Studienanfänger % der Studierenden bzw. Absolventen haben schon während oder kurz nach dem Studium eine dem Bachelor entsprechende Stelle im Unternehmen bekommen. Die Gehaltsentwicklung betrug im Durchschnitt 14%. 100 Absolventen: Eine entsprechende Stelle während / nach dem Studium bekommen? (Jahrgang ) nein ja BBA BBIM BCE alle BBA Bachelor BWL BBIM: Bachelor Wirtschaftsinformatik BCE: Bachelor Chemical Engineering

21 [Prozent] Sozialpartner-Fachtagung 2012 Generation Bologna Qualität als Produkt Kennzahl Abbrecherquote ,00 Abbrecherquote an der Provadis-Hochschule im Jahresdurchschnitt ( ) 6,82 2,74 2,38 11, [Jahr] 3,44 5,21 4,81 3,88 0,

22 Qualität als Produkt Kennzahlen und Rankings Qualität: Abbrecherquote (2011): 3,9 % Abschluss in Regelstudienzeit : > 83% Studienqualität: 1,9 Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE): Business Administration (2011) - Studierende 1) : 5x Spitze, 1x Mittel - Formal 2) / Bachelor: Mittelgruppe - Formal 2) / Master: Spitzengruppe Business Information Management (2011) - Studierende 1) : 6x Spitze - Formal 2) / Bachelor: Spitzengruppe Chemical Engineering (2010) - Studierende 1) : 9x Spitze, 4x Mittel - Formal 2) / Bachelor: Mittelgruppe 1) Feedback der Studierenden 2) Sog. formale Fakten-Prüfung Beispiel: Chemical Engineering

23 Das duale Studium an der Provadis Hochschule in der Zusammenfassung Bachelor- und Masterstudium als duales Studium (Studium + X) Herstellung der Berufsfähigkeit bei den Studierenden, Verzahnung von Studium und Praxis, Dozenten aus der Praxis Keine Verschulung praxisorientierter Methodenmix Eingehen auf individuelle Lernsituation durch Aufnahmeverfahren und Mentoring Qualität als Versprechen Qualität als Produkt Und die Zukunft? Aufbau weiterer Unternehmens- und Verbandsstudiengänge Aufbau von Ingenieurstudiengängen

24 Vielen Dank für Ihr Interesse! Fragen? Prof. Dr. U. Müller-Nehler Vorstand Telephone provadis-hochschule.de

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