LANDTAG RHEINLAND-PFALZ 14. Wahlperiode. Antwort. Drucksache 14/4871. des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur

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1 LANDTAG RHEINLAND-PFALZ 14. Wahlperiode Drucksache 14/4871 zu Drucksache 14/ Antwort des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur auf die Große Anfrage der Fraktion der CDU Drucksache 14/4735 Fachhochschulen in Rheinland-Pfalz Die Große Anfrage vom 1. Dezember 2005 hat folgenden Wortlaut: Die sieben Fachhochschulen und ihre weiteren Standorte in Rheinland-Pfalz stehen vor großen Herausforderungen. Vor dem Hintergrund der schwierigen Situation der öffentlichen Haushalte, steigender Studierendenzahlen und gravierender Entwicklungen wie beispielsweise der Umstellung auf die betreuungsintensiven Bachelor- und Masterstudiengänge, stellt sich die Frage, wie sich die rheinland-pfälzischen Fachhochschulen in einem verschärften globalen Wettbewerb positionieren können. Wir fragen die Landesregierung: 1. Welche Studiengänge gibt es an den rheinland-pfälzischen Fachhochschulen (Stand WS 2005/2006)? 2. In welche Fachbereiche sind die Fachhochschulen eingeteilt? 3. Wie viele Fachbereiche gab es vor fünf Jahren? 4. Wenn es eine Zusammenlegung, Verkleinerung oder Schließung von Fachbereichen gab welche Kosten sind dadurch eingespart worden? 5. Wie hat sich die Anzahl der Studierenden insgesamt in den letzten fünf Jahren entwickelt (aufgeschlüsselt nach Jahren und Fachhochschulen)? 6. Wie viele der Studierenden absolvierten ihr Studium innerhalb der Regelstudienzeit (Entwicklung seit 2000, aufgeschlüsselt nach Jahren und Fachhochschulen)? 7. Hat sich die durchschnittliche Studiendauer verändert wenn ja wie (Entwicklung seit 2000, nach Jahren und Fachhochschulen aufgeschlüsselt)? 8. Wie hat sich die Studierendenabbrecherquote entwickelt (seit 2000, nach Jahren und Fachhochschulen aufgeschlüsselt)? 9. In welcher Art und Weise unterstützen die Fachhochschulen die Studierenden bei der Aufnahme eines Praxissemesters und in dessen Verlauf? 10. Wie hoch ist der Anteil der männlichen und weiblichen Studierenden (Entwicklung seit 2000, nach Jahren und Fachhochschulen aufgeschlüsselt)? 11. Wie viele Studierende mit einer Behinderung sind an rheinland-pfälzischen Fachhochschulen eingeschrieben (Entwicklung seit 2000, nach Jahren und Fachhochschulen aufgeschlüsselt)? 12. Wie viele ausländische Studierende sind aktuell (WS 2005/2006) eingeschrieben und aus welchen Ländern kommen sie? 13. Gibt es eine Veränderung der Herkunftsländer der ausländischen Studierenden innerhalb der letzten fünf Jahre? 14. An welchen Fachhochschulen bestehen welche kooperativen internationalen Studiengänge mit welcher Auslastung? Druck: Landtag Rheinland-Pfalz, 10. Februar 2006

2 Drucksache 14/4871 Landtag Rheinland-Pfalz 14. Wahlperiode 15. a) Wie hoch ist die Anzahl der Professorenstellen und der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen insgesamt und wie verteilen sie sich auf die verschiedenen Standorte? b) Wie hoch ist die Anzahl der Frauen bei den Professorenstellen und den wissenschaftlichen Mitarbeiterstellen (Entwicklung seit 2000 in absoluten Zahlen und Prozentsätzen nach Jahren und Fachhochschulen aufgeschlüsselt)? 16. Welche (Forschungs)-Kooperationen bestehen a) zwischen den jeweiligen Fachhochschulen und Unternehmen aus der jeweiligen Region und b) bestehen (Forschungs)-Kooperationen mit anderen Hochschulen im In- und Ausland? 17. Welche Kontakte bestehen zur jeweiligen regionalen Wirtschaft? 18. Wie schneiden die rheinland-pfälzischen Fachhochschulen in den verschiedenen Rankings ab (Zeitraum innerhalb der letzten fünf Jahre)? 19. Welche Bachelorstudiengänge gibt es? Wann sind sie an welchen Fachhochschulen eingeführt worden? 20. Welche Masterstudiengänge gibt es? Wann sind sie an welchen Fachhochschulen eingeführt worden? 21. Gibt es gemeinsame Angebote für Bachelor- und Masterstudiengänge von den Fachhochschulen und den Universitäten? 22. a) In welcher Art und Weise existiert eine Zusammenarbeit zwischen den Fachhochschulen und den Universitäten bei Promotionen? b) Wie hoch ist die Zahl kooperativer Promotionen, bei denen Fachhochschulen und Universitäten verantwortlich zusammenwirken (seit 2000, aufgeschlüsselt nach Fachhochschulen)? 23. Welche Konsequenzen hat die Landesregierung aus dem Bericht der Arbeitsgruppe Hochschulentwicklung Rheinland-Pfalz gezogen? 24. In welchen Fächern gibt es einen Numerus clausus (aufgeschlüsselt ab 2000, nach Jahren und Fachhochschulen)? 25. a) Wie viele Professoren werden derzeit nach der W-Besoldung bezahlt? b) Wie viele Professoren sind seit der Einführung der W-Besoldung freiwillig von der C-Besoldung zur W-Besoldung gewechselt? c) Wie viele Professoren sind seit der Einführung der W-Besoldung neu eingestellt worden? d) Welche Einsparmöglichkeiten haben sich durch die Einführung der W-Besoldung gezeigt? e) Welche Probleme haben sich durch die Einführung der W-Besoldung ergeben? 26. Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung, die Fachhochschulen stärker in Modelle der dualen Ausbildung einzubeziehen? 27. Wie bewertet die Landesregierung die Möglichkeit der Einrichtung von Berufsakademien? 28. Wie hat sich der Stand der Baumaßnahmen an den Fachhochschulen entwickelt (seit 2000, aufgeschlüsselt nach Fachhochschulen)? Das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kulturhat die Große Anfrage namens der Landesregierung Zuleitungsschreiben des Chefs der Staatskanzlei vom 16. Januar 2006 wie folgt beantwortet: Die Landesregierung hat seit langem eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die rheinland-pfälzischen Fachhochschulen für die heutigen Herausforderungen zu stärken. So wurden in den Hochschulprogrammen seit den 90er Jahren ganz bewusst Schwerpunkte zum Ausbau des Fächerspektrums der Fachhochschulen gesetzt. Im Rahmen des Entwicklungsplans der damaligen Fachhochschule Rheinland-Pfalz baute die Landesregierung im Rahmen der Konversion zwei neue Standorte (Zweibrücken und Birkenfeld) auf und erweiterte den Fachhochschulstandort in Pirmasens. Darüber hinaus wurde der Aufbau des Fachhochschulstandorts Remagen im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs beschlossen. Bei den neuen Standorten wurde besonderer Wert auf neue, attraktive und zukunftsträchtige Studiengänge gelegt. Darüber hinaus hat die Landesregierung durch die Entwicklung der Hochschulfinanzierungsmodelle mit ihren Anreizfaktoren die Grundlage dafür gelegt, dass die Fachhochschulen auch in den Wettbewerb mit den Universitäten eintreten können. Im Jahre 2005 hat die Landesregierung Strukturreformen im Bereich der Fachhochschulen zu deren qualitativer Weiterentwicklung beschlossen. Das von mir initiierte und im Frühjahr 2004 vorgelegte Gutachten einer externen Gruppe von Wissenschaftlern führte 2

3 Landtag Rheinland-Pfalz 14.Wahlperiode Drucksache 14/4871 nach einem intensiven und an der Sache orientierten Meinungsbildungsprozess zu Entscheidungen, die die rheinland-pfälzischen Fachhochschulen auf die künftigen Herausforderungen vorbereiten. Die beschlossenen Maßnahmen setzen zum einen übergreifende zentrale Empfehlungen für die gesamte Fachhochschullandschaft um. Hier handelt es sich z. B. um die Einführung der gestuften Studienstruktur (Bachelor/Master), um die fachübergreifende Zusammenarbeit, die Internationalisierung des Studienangebots, aber auch z. B. um die strukturpolitische Stärkung kleiner Hochschulstandorte. Zum anderen werden Empfehlungen für das Lehrangebot jeder einzelnen Fachhochschule umgesetzt. Der guten Positionierung der rheinland-pfälzischen Fachhochschulen im globalen Wettbewerb dient auch das Hochschulprogramm Wissen schafft Zukunft, in dem die wesentlichen hochschulpolitischen Ziele der Landesregierung gebündelt sind. Das Programm ist zunächst auf fünf Jahre angelegt und stellt den Hochschulen 125 Mio. Euro zusätzlich zur Verfügung, d. h. pro Jahr werden die Hochschulen 25 Mio. Euro zusätzlich erhalten. Neben der Verbesserung der Grundausstattung der Hochschulen ist das hervorragende Ziel dieses Projekts die Stärkung der nationalen Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen durch Profilbildung und Spitzenförderung. Es wird insbesondere die Profilbildung in der Lehre, der Nachwuchsförderung, in der Forschung und im Wissenstransfer gefördert. Die Fachhochschulen sind in mehreren Maßnahmen des Hochschulprogramms eingebunden. Im Rahmen der Profilbildung bei der Nachwuchsförderung ist hier der Kooperationskorridor Fachhochschule Universität zu nennen, in dem Promotionsstipendien für die besten Fachhochschul-Master vergeben werden. Zur Profilbildung in der Forschung werden die Fachhochschulen zum einen im Rahmen der Schwerpunktförderung in der Forschung und zum anderen bei der Clusterbildung in Forschung und Lehre zwischen Fachhochschulen und Universitäten bedacht. Des Weiteren wird im Sinne der Profilbildung im Wissenstransfer gezielt der Aufbau von Kompetenzzentren der Fachhochschulen gefördert. Beweggrund für dieses bundesweit einzigartige Programm ist die Bedeutung, die die Hochschulen in der entstehenden Wissensgesellschaft für die kulturelle, soziale und wirtschaftliche Zukunft unseres Landes haben. Mit der Entscheidung, trotz einer dramatisch angespannten Haushaltslage die enorme Summe von 125 Mio. Euro für die Hochschulen zur Verfügung zu stellen, hat die Landesregierung Rheinland-Pfalz sehr deutliche Prioritäten gesetzt. Die Einzelfragen beantworte ich namens der Landesregierung wie folgt: 1. Welche Studiengänge gibt es an den rheinland-pfälzischen Fachhochschulen (Stand WS 2005/2006)? Siehe Anlage In welche Fachbereiche sind die Fachhochschulen eingeteilt? Siehe Anlage Wie viele Fachbereiche gab es vor fünf Jahren? Vor fünf Jahren gab es an den Fachhochschulen insgesamt 40 Fachbereiche. 4. Wenn es eine Zusammenlegung, Verkleinerung oder Schließung von Fachbereichen gab welche Kosten sind dadurch eingespart worden? Ziel einer Zusammenlegung von Fachbereichen ist nicht die Einsparung von Kosten. Vielmehr dienen Zusammenlegungen von Fachbereichen der Verbesserung der Organisationsstrukturen und der Erzielung von Synergieeffekten. Infrastruktureinrichtungen können gemeinsam genutzt werden. Die Organisation eines effizienten, studiengangsübergreifenden Personaleinsatzes wird erleichtert. Fachübergreifende Berufungen werden ermöglicht. Darüber hinaus können Lernmodule fachbereichsweit in mehreren Studiengängen genutzt werden. Dadurch können Lehrkapazitäten für weitere Studienangebote oder Kapazitäten für angewandte Forschung und Weiterbildung an den Fachhochschulen geschaffen werden. Schließungen bzw. Verkleinerungen von Fachbereichen wurden nicht vorgenommen. 5. Wie hat sich die Anzahl der Studierenden insgesamt in den letzten fünf Jahren entwickelt (aufgeschlüsselt nach Jahren und Fachhochschulen)? Studierende im WS... Fachhochschulen 2000/ / / / / /2006 *) Bingen Kaiserslautern Koblenz Ludwigshafen Mainz Trier Worms Zusammen *) Vorläufige Ergebnisse. 3

4 Drucksache 14/4871 Landtag Rheinland-Pfalz 14. Wahlperiode 6. Wie viele der Studierenden absolvierten ihr Studium innerhalb der Regelstudienzeit (Entwicklung seit 2000, aufgeschlüsselt nach Jahren und Fachhochschulen)? Siehe Anlage Hat sich die durchschnittliche Studiendauer verändert wenn ja wie (Entwicklung seit 2000, nach Jahren und Fachhochschulen aufgeschlüsselt)? Anhand der anliegenden Übersicht (Anlage 3), die die durchschnittliche Fachstudiendauer in Semestern darstellt, ist festzustellen, dass die durchschnittliche Fachstudiendauer seit dem Jahr 2000 an allen rheinland-pfälzischen Fachhochschulen deutlich zurückgegangen ist. 8. Wie hat sich die Studierendenabbrecherquote entwickelt (seit 2000, nach Jahren und Fachhochschulen aufgeschlüsselt)? Entsprechende Daten über Studierendenabbrecherquoten an den Fachhochschulen in Rheinland-Pfalz werden in der amtlichen Statistik nicht erhoben. Daher kann diese Frage nicht beantwortet werden. 9. In welcher Art und Weise unterstützen die Fachhochschulen die Studierenden bei der Aufnahme eines Praxissemesters und in dessen Verlauf? In erster Linie ist es Sache der Studierenden, sich nach ihrer Interessenlage und/oder nach ihrem Studienschwerpunkt einen geeigneten Praktikumsplatz zu suchen. Dabei werden sie von den Fachhochschulen beraten und unterstützt. Es werden Adressenlisten der Betriebe zur Verfügung gestellt, die Praktikumsplätze anbieten. Zum Teil finden vor Beginn des Praktikums gesonderte Veranstaltungen zur Vorbereitung des Praktikumssemesters statt. Andere Veranstaltungen bieten Gelegenheit, direkte Industriekontakte im Hinblick auf das Praktikum zu knüpfen. Oft werden Studierende bei ihrer Suche auch persönlich durch Professoren und Professorinnen unterstützt, die mit Hilfe ihrer vielfältigen Kontakte in die Wirtschaft Praktikumsplätze vermitteln können. Während des Verlaufs des praktischen Studiensemesters werden die Studierenden durch eine Professorin oder einen Professor betreut, der bei auftretenden Schwierigkeiten vermittelt. Zum Teil finden während des Praxissemesters institutionalisierte Begleitveranstaltungen oder feste Beratungstermine mit dem oder der Betreuerin oder speziellen Beauftragten statt. Nach Abschluss der Praxisphase erstellen die Studierenden einen Praxisbericht zur Vorlage beim Betreuer oder der Betreuerin. In einigen Fachhochschulen findet ein Kolloquium oder ein Workshop zur Präsentation und Reflektion der praktischen Tätigkeit statt. 10. Wie hoch ist der Anteil der männlichen und weiblichen Studierenden (Entwicklung seit 2000, nach Jahren und Fachhochschulen aufgeschlüsselt)? Siehe Anlage Wie viele Studierende mit einer Behinderung sind an rheinland-pfälzischen Fachhochschulen eingeschrieben (Entwicklung seit 2000, nach Jahren und Fachhochschulen aufgeschlüsselt)? Die Zahl der Studierenden mit einer Behinderung, die an rheinland-pfälzischen Fachhochschulen eingeschrieben sind, gehört nicht zu den nach dem Hochschulstatistikgesetz zu erfassenden Daten. 12. Wie viele ausländische Studierende sind aktuell (WS 2005/2006) eingeschrieben und aus welchen Ländern kommen sie? Ausländische Studierende im WS 2005/2006 *) Bingen 217 Kaiserslautern 647 Koblenz 447 Ludwigshafen 379 Mainz 447 Trier 506 Worms 475 Zusammen *) Vorläufige Ergebnisse. Eine Differenzierung nach den einzelnen Herkunftsländern (Staatsangehörigkeiten) ist bei den vorläufigen Ergebnissen für das WS 2005/2006 auf der Basis der Schnellmeldungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, da diese Daten im Rahmen der Schnellmeldungen nicht erhoben werden. Entsprechende Zahlen über ausländische Studierende nach Herkunftsländern in den letzten fünf Jahren werden in der Antwort zu Frage 13 mitgeteilt. 4

5 Landtag Rheinland-Pfalz 14.Wahlperiode Drucksache 14/ Gibt es eine Veränderung der Herkunftsländer der ausländischen Studierenden innerhalb der letzten fünf Jahre? In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Studierenden vor allem aus einigen osteuropäischen Ländern (Bulgarien, Polen, Russische Föderation, Ukraine), aus China sowie aus einigen afrikanischen Staaten (Gabun, Marokko, Kamerun) in prägnanter Weise erhöht. Diese und alle weiteren Veränderungen ergeben sich aus der Anlage An welchen Fachhochschulen bestehen welche kooperativen internationalen Studiengänge mit welcher Auslastung? Unter kooperativen internationalen Studiengängen werden Studienangebote verstanden, in denen entweder gleichzeitig ein deutscher und ein ausländischer Hochschulgrad oder nur ein ausländischer Hochschulgrad vergeben wird. Fachhochschule Kaiserslautern: Internationaler Studiengang Maschinenbau Kooperationspartner: Université de Savoi Annecy (Frankreich), Berner Fachhochschule Bern (Schweiz), Dalarna University Borlänge (Schweden), Helsinki Polytechnic Helsinki (Finnland), Hogeschool Zeeland (Niederlande) Diplom (FH) und ausländischer Mastergrad Fachhochschule Koblenz: Betriebswirtschaft Kooperationspartner: Helsinki (Finnland) Doppeldiplom Master of Global Management Kooperationspartner: Ecole d ingénieurs du cesi (Frankreich) Deutscher Mastergrad und französischer Mastergrad Fachhochschule Mainz: Master of Science International Business Kooperationspartner: University of London (Großbritannien) Englischer Mastergrad Master in Business Administration Kooperationspartner: University of London (Großbritannien) Englischer Mastergrad Fachhochschule Trier: Master of Science (Bauingenieurwesen) Kooperationspartner: University of Portsmouth (Großbritannien) Englischer Mastergrad Wirtschafts- und Umweltrecht oder Umwelt- und Betriebswirtschaft Kooperationspartner: Athlone Institute of Technology (Irland) Irischer Bachelor Vorgenannte Studienangebote werden gut nachgefragt und sind ausgelastet. Die Fachhochschulen Bingen, Ludwigshafen und Worms bieten zurzeit keine solchen Studiengänge an. 15. a) Wie hoch ist die Anzahl der Professorenstellen und der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen insgesamt und wie verteilen sie sich auf die verschiedenen Standorte? b) Wie hoch ist die Anzahl der Frauen bei den Professorenstellen und den wissenschaftlichen Mitarbeiterstellen (Entwicklung seit 2000 in absoluten Zahlen und Prozentsätzen nach Jahren und Fachhochschulen aufgeschlüsselt)? Siehe Anlage 6. Die als Anlage beigefügte Tabelle wurde vom Statistischen Landesamt auf der Basis des vorhandenen Zahlenmaterials aus der Personalstatistik erstellt. Die Zahlen stimmen in der Gruppe der Wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter jedoch nicht mit den im Statistikbericht veröffentlichten Zahlen überein. Hochschulassistenten sind an Universitäten und Fachhochschulen unterschiedlichen Laufbahngruppen zugeordnet. Sie gehören von der Funktion her zur Gruppe der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter. An Fachhochschulen werden sie aufgrund ihrer Eingruppierung dem gehobenen Dienst zugeordnet, den die Statistik zur Gruppe der Lehrkräfte für besondere Aufgaben zählt. Hierdurch kam es zu Unstimmigkeiten bei der Meldung an das Statistische Landesamt, so dass die veröffentlichte Statistik für die gestellte Frage nicht aussagekräftig war. Bei der hier als Anlage beigefügten Tabelle wurden die entstandenen Unstimmigkeiten bereinigt. 5

6 Drucksache 14/4871 Landtag Rheinland-Pfalz 14. Wahlperiode 16. Welche (Forschungs)-Kooperationen bestehen a) zwischen den jeweiligen Fachhochschulen und Unternehmen aus der jeweiligen Region? Die Fachhochschulen unterhalten Kooperationen mit zahlreichen Unternehmen und Institutionen der jeweiligen Region. Die Zusammenarbeit erfolgt in unterschiedlichen Bereichen und auf unterschiedlichen Ebenen. Möglichkeiten der Zusammenarbeit ergeben sich u. a. bei klassischen Forschungsprojekten, durch Beratungsangebote für Firmen, durch die Arbeit der Prüf- bzw. Transferstellen sowie bei praxisnahen Studien- und Diplomarbeitsthemen. Die Kontakte werden zum Teil durch einzelne Professorinnen und Professoren im Rahmen von Projekten geknüpft und gepflegt. Auf Fachbereichsebene gibt es Kooperationen mit Unternehmen der verschiedensten Branchen, die sowohl für Praxissemester als auch bei der Vergabe von Studien- und Diplomarbeitsthemen von Nutzen sind. Die Unternehmen selbst profitieren u. a. als potentielle Arbeitgeber von der Zusammenarbeit. Fachhochschule Bingen Es besteht eine Vielzahl ausgezeichneter Kontakte zur Industrie, zu kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Besonders wichtige Kontakte, die sich in der regelmäßigen gemeinsamen Durchführung von Projekten, Abschlussarbeiten und Praxissemestern sowie auch in der Annahme von Entwicklungsarbeiten widerspiegeln, bestehen zu Firmen z. B. aus den Branchen der Chemie, der Pharmazie, des Handels, des Maschinenbaus, der Lebensmittelindustrie. Fachhochschule Kaiserslautern Projekte der angewandten Forschung und Entwicklung werden durchgeführt z. B. mit Firmen aus den Branchen Elektrotechnik, Maschinenbau, Glasindustrie, Verfahrenstechnik. Es gibt darüber hinaus zahlreiche Kooperationen in Form von Diplomarbeiten, beispielsweise mit Firmen der Branchen Chemie, Maschinenbau, Handel, Autozulieferindustrie, Textil, Schuhindustrie. Fachhochschule Koblenz Vielfältige Kooperationen bestehen zwischen den einzelnen Fachbereichen und Firmen der Region, die zum Beispiel den Branchen der Systemtechnik, Kfz-Technik, Energietechnik, des Anlagenbaus und dem Versicherungswesen angehören. Interdisziplinäre Kooperationen werden u. a. am Standort Remagen z. B. mit Unternehmen im Bereich der Medizintechnik oder klinischen Einrichtungen gepflegt. Darüber hinaus gibt es Kooperationen, die die gesamte Fachhochschule betreffen. Fachhochschule Ludwigshafen Es bestehen zahlreiche Kooperationen zwischen der Fachhochschule Ludwigshafen und den Unternehmen der Region, die über folgende Forschungseinrichtungen abgewickelt werden: KIM (Kompetenzzentrum Innovation und Marktorientierte Unternehmensführung), IBE (Institut für Beschäftigung und Employability), OAI (Ostasieninstitut), IMIS (Institut für Managementinformationssysteme e. V.), IKB (Institut für Knowledge Management und Business Intelligence). Es handelt sich um Projekte auf den Gebieten Personalwirtschaft, Unternehmensführung, Marketing und Wirtschaftsinformatik. Im Rahmen des dualen Studienganges BIS werden mit ca. 280 Partnerfirmen über Diplomarbeiten Forschungsfelder definiert und bearbeitet. Fachhochschule Mainz Es bestehen zahlreiche Kooperationen mit Unternehmen z. B. aus den Branchen Software, Maschinenbau, Vermessungstechnik, Flughafenbetreiber, IT-Dienstleister und Dienstleistungsunternehmen. Fachhochschule Trier Forschungs- und Entwicklungsabkommen mit Unternehmen spielen sich mehr im überregionalen Bereich ab. Kooperationen vielfältiger Art bestehen zwischen der FH Trier und Unternehmen der Region Trier: formell über Kooperationsverträge mit den Partnern der beiden dualen Studiengänge, formell über Kooperationsverträge mit zwei Firmen aus Saarburg und Luxemburg über Entwicklungs- und Forschungskooperation, informell über Entwicklungsaufträge an Institute, Kompetenzzentren und einzelne Professorinnen und Professoren der FH, informell über die Anfertigung von Diplomarbeiten in den Betrieben (in einigen Fachbereichen 80 %), über Praxissemester und Praktika. Fachhochschule Worms An der Fachhochschule Worms existieren Kooperationen z. B. mit Firmen aus dem Bereich der Verfahrenstechnik, des Bankengewerbes, der Chemie, der Arbeitssicherheit, des Handels, der Berufskleidung und der IT-Dienstleistung. Außerdem bestehen Forschungskooperationen mit einem Investmentunternehmen zum Thema: Value Investing und einem Unternehmen aus dem Bereich der Verfahrenstechnik zum Thema Managing Culture in Mergers and Acquisitions sowie im Rahmen diverser Diplomarbeiten nahezu mit allen größeren Firmen im Raum Rhein-Neckar, Rheinhessen. Auch das ZTT (Zentrum für Technologietransfer und Telekommunikation) unterhält gute Kontakte zur mittelständischen Wirtschaft der Region. 6

7 Landtag Rheinland-Pfalz 14.Wahlperiode Drucksache 14/ b) Welche (Forschungs)-Kooperationen bestehen mit anderen Hochschulen im In- und Ausland? Bei allen Fachhochschulen bestehen vielfältige Kooperationen mit anderen Hochschulen im Rahmen des Erasmus-/Sokrates-Programms der Europäischen Union. Fachhochschule Bingen Inland: Mit der Fachhochschule Wiesbaden, Fachbereich Geisenheim, existiert ein Kooperationsvertrag zum Studiengang Agrarwirtschaft bzw. Gartenbau. Es wurde vereinbart, die Kooperation auch auf andere Fachgebiete auszuweiten. Darüber hinaus besteht eine Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Mainz, Fachrichtung Bauingenieurwesen. Mit der Fachhochschule Trier (Birkenfeld) wurde das gemeinsame Kompetenzzentrum Brennstoffzellen eingerichtet. Im Rahmen des Projektes ELVIES (Bereich Umweltschutz) bestehen Forschungskooperationen mit der Fachhochschule Darmstadt und der Fachhochschule Pforzheim. Mit der Universität Mainz ist eine Kooperation bezüglich Geothermie in Vorbereitung. Unabhängig davon wurden und werden immer wieder mit verschiedenen Instituten der Universitäten Kaiserslautern, Mainz und Trier sowie der Uniklinik Mainz gemeinsame Diplomarbeiten durchgeführt. Dabei erhielten einzelne besonders qualifizierte Studierende die Möglichkeit zu einer Promotion. Weiterhin bestehen Forschungskooperationen mit der Universität Kaiserslautern im Bereich Energietechnik und mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz im Bereich Informatik. Ausland: Zu den Partnerhochschulen im Ausland mit regelmäßigem Dozenten- und Studierendenaustausch (vor allem im Rahmen des Sokrates-Programms) zählen folgende Hochschulen: Tianjin Agricultural College, Tianjin, China Estonian Agricultural University, Tartu, Estland Mikkeli Polytechnic, Mikkeli, Finnland Lycee Agricole de Rethel, Rethel, Frankreich Lycee Agricole de Limoges, Limoges, Frankreich Harper Adams College, Newport, Großbritannien University of Iceland, Reykjavik, Island Università Ca Foscari di Venezia, Venedig, Italien Den Bosch University of Applied Agriculture, Hertogenbosch, Niederlande Sogn og Fjordane University College, Sogndal, Norwegen Oklahoma State University, Stillwater, Oklahoma, USA University of Oklahoma, Norman, Oklahoma, USA Clemson University, Clemson, South Carolina, USA Universidad Autònoma de Barcelona, Barcelona, Spanien Universidad de Granada, Granada, Spanien Dazu kommen intensive Kontakte nach Polen, Ungarn, Tschechien, in die Baltischen Staaten, nach Russland, Weißrussland und in die Ukraine. Fachhochschule Kaiserslautern Folgende Forschungskooperationen bestehen zwischen der Fachhochschule Kaiserslautern und anderen Hochschulen: Zusammenarbeit mit der TU Kaiserslautern in mehreren Forschungsprojekten, z. B. Hochleistungswerkstoffe im Bauwesen, Energieübertragung mit Laserlicht, Isolierung und proteomische Charakterisierung von neuronalen Stammzellen aus dem enterischen Nervensystem (ENS). Gemeinsame Forschungsprojekte auch mit der Universität und der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, mit der FH Pforzheim, der Universität Twente (Niederlande), der Hogeschool von Utrecht (Niederlande), University of Lincoln (Großbritannien), Universität Zürich (Schweiz), u. a. Forschungsarbeiten im Arbeitsgebiet Lichttechnik im Verbund mit der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Karlsruhe. Netzwerk zur Aus- und Weiterbildung in der Mikrosystemtechnik mit FH Aachen, Universität und HTW des Saarlandes. Internationaler Studiengang Maschinenbau mit den Partnerhochschulen: Université de Savoie, Annecy (Frankreich), Berner Fachhochschule (Schweiz), Dalarna Högskolan, Borlänge (Schweden), Helsinki Politechnik (Finnland), Hogeschool Zeeland, Vlissingen (Niederlande). Insgesamt bestehen mit über 40 Hochschulen weltweit, darunter z. B. der Shanghai Dianji University in China, der Universität Wroclaw in Polen, der Universidad de Valencia in Spanien, der britischen University of East London und der Clemson University in South Carolina, USA, aktive Kooperationen. Die Kooperationen bestehen meist in Form von Dozenten- oder Studierendenaustausch. 7

8 Drucksache 14/4871 Landtag Rheinland-Pfalz 14. Wahlperiode Fachhochschule Koblenz Die meisten Fachbereiche der Fachhochschule Koblenz unterhalten Kooperationen mit anderen Hochschulen. Hier sind u. a. die Universitäten in Aachen, Bonn, Dresden, München und Stuttgart als Partner zu nennen. Im Bereich E-Learning gibt es eine Kooperation zwischen dem Fachbereich Maschinenbau und der Universität Koblenz-Landau, im Bereich Verfahrenstechnik zwischen dem Fachbereich Werkstofftechnik Glas und Keramik in Höhr-Grenzhausen und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Auch am Standort Remagen gibt es zahlreiche Forschungskooperationen mit Hochschulen im Inland z. B. mit der Universität Mainz, mit der Universität Essen, mit der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, mit der Universität Bonn, mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität zu Köln. Im Ausland verfügt die Fachhochschule Koblenz über ein Netz von rund 70 Partnerhochschulen. Die Fachbereiche pflegen einen regelmäßigen Austausch von Studierenden, Dozentinnen und Dozenten. Darüber hinaus unterhält zum Beispiel der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik Kooperationen im Rahmen von Erasmus-/Sokrates- und Leonardo-da-Vinci-Programmen zur Halbleitersimulation und Elektrodynamik mit der Technischen Universität Oppeln, Polen und mit der Swiss German University Jakarta, Indonesien. Auch am Standort Remagen gibt es einige Forschungskooperationen mit Hochschulen im Ausland (z. B. Projekt Interferenzkontrast Röntgenmikroskopie, Fachbereich Mathematik und Technik, Kooperationspartner: Synchrotronstrahl-Labor ELETTRA, Triest, Italien; Europäische Synchrotron-Strahlungsquelle [ESRF], Grenoble, Frankreich; Nationales Institut für Physik der Materie [TASC-INFM], Triest, Italien; European Institute of Social Studies [IESS], Rom, Italien). Fachhochschule Ludwigshafen Es bestehen Forschungskooperationen mit anderen Hochschulen im In- und Ausland: OAI (Ostasieninstitut) mit chinesischen und japanischen Hochschulen Kompetenzzentrum Finnland, Irland, Lettland mit Hochschulen in gleichnamigen Ländern Transatlantikinstitut mit Hochschulen in verschiedenen Regionen der USA. In Kooperation mit zwei weiteren Hochschulen bietet der Fachbereich Betriebswirtschaft I den interdisziplinären Studiengang M. A. Unternehmensführung im Wohlfahrtsbereich an. Bei den Kooperationspartnern handelt es sich um die Evangelische Fachhochschule Ludwigshafen Hochschule für Sozial- und Gesundheitswesen und die Universität Heidelberg, Diakoniewissenschaftliches Institut der Theologischen Fakultät. Fachhochschule Mainz An der Fachhochschule Mainz bestehen die (Forschungs-)Kooperationen unmittelbar zwischen den Fachbereichen bzw. einzelnen Instituten und den Partnerhochschulen gemäß folgender Aufstellung: Fachbereich I: Institut für Projektentwicklung und angewandte Bauforschung (IProD) mit der Universität Mainz, Institut für Kunstgeschichte der Fachhochschule Wiesbaden. Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik (i3mainz): Department of Technology der University of Gävle, Schweden École Supérieure des Géomètres et Topographes (E.S.G.T.) du CNAM, Le Mans, Frankreich Universität Burgund, Dijon, Frankreich: Institut für Technik (IUT Dijon) und gleichnamiges Institut in Le Creusot (IUT Le Creusot) Escuela Ingeniería Geodésica, Cartografíca y Topográfica an der Universidad Politécnica de Valencia, Spanien Technische Universität Prag, Tschechische Republik Universität Omaha, USA Curtin University of Technology, Perth, Australien Technische Universität Prag, Tschechische Republik Universität Innsbruck, Österreich Universität Omaha, USA Universität Rom, Italien. Fachbereich II: Swinburne University of Technology, Melbourne, Australien Bezalel Academy of Arts & Design, Jerusalem, Israel Academie Royale des Beaux Arts, Brüssel, Belgien Kunsthochschule (VSUP), Prag University of Wales, Cardiff, Großbritannien University of Plymouth, Exeter, Großbritannien 8

9 Landtag Rheinland-Pfalz 14.Wahlperiode Drucksache 14/4871 Plymouth College of Art and Design, Großbritannien Universidad Castilla-La Mancha, Cuenca, Spanien Istituto Sup. per le Industrie Arttistiche, Roma, Italien Nuova Academia di Belle Arti, Milano, Italien Inholland University, Rotterdam, Niederlande Universidad de Valencia, Spanien École des Arts Decoratifs de Strasbourg, Frankreich École Boulle, Paris, Frankreich Ascola Meimad, Tel Aviv, Israel Akademia Sztuk Pieknych w Gedansku, Polen. Institut für Mediengestaltung und Medientechnologie (img): Universität Mainz Universität Trier Fachhochschule Trier Fachhochschule Brandenburg Fachhochschule Osnabrück Media Center of Art +Design Barcelona, Spanien Charleroi Danses, Brüssel, Belgien. Fachbereich III: Universidad de Ciencias Empresariales y Sociales, Buenos Aires, Argentinen Pyongtaek University, Pyongtaek, Süd-Korea International Management Institute, St. Petersburg, Russland Assumption University, Bangkok, Thailand Coastal Carolina University, Conway, South Carolina, USA College of Charleston, South Carolina, USA Lander University, Greenwood, South Carolina, USA Pfeiffer University, Charlotte, North Carolina, USA. Fachhochschule Trier Kooperationen mit Hochschulen im In- und Ausland beziehen sich vorwiegend auf Lehre und Ausbildung. Es besteht eine Kooperation mit den Universitäten Trier, Koblenz/Landau und Kaiserslautern im Hochschulprogramm: Wissen schafft Zukunft. Im Rahmen von internationalen Forschungskooperationen hat die FH Trier zurzeit eine ganze Reihe von anwendungsbezogenen Projekten, die allerdings nicht so sehr in den Bereich Forschung, sondern eher in den Bereich gemeinsame Ausbildung und Entwicklung von Lehrplänen fallen. Dies sind im Einzelnen: ein EU-Projekt im Rahmen des Programms EU-USA im Fachbereich Umweltplanung curriculum in biological engineering, ein Projekt im Rahmen des EU-Programms Alfa mit Lateinamerika in den Bereichen BWL und Informatik, zwei Projekte zur Ausbildung und Schweißtechnik in Vietnam im Rahmen des ASIA-Link-Programms der EU im Fachbereich Maschinenbau mit Vietnam, ein Projekt im Rahmen des EU-Programms TEMPUS zur Schweißtechnik an Pipelines mit verschiedenen südosteuropäischen Universitäten (läuft aus), ein von der EU im Rahmen des Erasmus-/Sokrates-Programms gefördertes Intensivprojekt im Fachbereich Architektur mit verschiedenen europäischen Hochschulen zur Stadtentwicklung in der Bucht von Venedig, ein Projekt zur Ausbildung in Embedded Systems im Studiengang Elektrotechnik mit verschiedenen europäischen Universitäten (vormals auch ein Erasmus-Intensivprojekt, das nach dem Ende der Förderung weitergeführt wird). Fachhochschule Worms Das ZTT (Zentrum für Technologietransfer und Telekommunikation) ist Mitglied am CERN (European Organization for Nuclear Research) und entwickelt Softwareschlüsselkomponenten für das ALICE-Experiment am CERN. In diesem Rahmen arbeitet das ZTT sowohl mit nationalen als auch europäischen Forschungseinrichtungen zusammen, insbesondere mit dem physikalischen Institut der Universität Bergen, Norwegen, dem Kirchhoff-Institut für Physik der Universität Heidelberg sowie einer Forschungsgesellschaft in Darmstadt. Im Rahmen des EU-CRAFT-Projekts MEPROS (ein waveletbasiertes meteorologisches Profiling System) hat das ZTT z. B. mit folgenden nationalen und europäischen Partnern zusammengearbeitet: ZETEM Zentrum für Technomathematik, Universität Bre - men; Biral, Bristol, Großbritannien; Universidade de Aveiro, Portugal. Außerdem hat das ZTT im Rahmen des FH hoch 3 - Projekts FABEGG des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine enge Kooperation mit dem Umwelt-Campus Birkenfeld und einigen weiteren Projektpartnern aus der Industrie aufgebaut. 9

10 Drucksache 14/4871 Landtag Rheinland-Pfalz 14. Wahlperiode Weltweit bestehen mit zahlreichen Hochschulen, darunter z. B. der britischen Kingston University, der Johnson and Wales University in den USA, der University of Jordan in Jordanien und der Universidad de Santiago de Chile aktive Kooperationen. Die wesentlichen Inhalte aller Kooperationen bestehen im Studierenden- und zum Teil auch im Dozentenaustausch. Der Fachbereich Touristik/Verkehrswesen unterhält langjährige Partnerschaften mit derzeit insgesamt zwölf europäischen Hochschulen in Frankreich, Spanien, Schweden, Italien, Griechenland und der Schweiz. 17. Welche Kontakte bestehen zur jeweiligen regionalen Wirtschaft? Es bestehen an jeder Fachhochschule vielfältige Kontakte zur regionalen Wirtschaft, entsprechend der Ausrichtung der jeweiligen Fachbereiche. Das Firmenspektrum umfasst nahezu alle Branchen. Besonders enge Kontakte bestehen oft über Jahre zu Firmen der Region, die als so genannte Start-ups von Studierenden bzw. Absolventinnen oder Absolventen gegründet wurden. Firmen aus der Region unterstützen die Fachhochschulen durch die Bereitstellung von Praktikumsplätzen für das Vorpraktikum und das praktische Studiensemester. Im Rahmen des LEONARDO-Programms der Europäischen Union absolvieren jährlich zahlreiche Studierende aus dem Ausland Praktika in Wirtschaftsunternehmen der Region. Darüber hinaus gibt es vielfältige Kooperationen durch Diplomarbeiten und Projekte mit verschiedenen Firmen der Region und darüber hinaus. Die Aktualität des Lehrprogramms wird durch die Beschäftigung von Lehrbeauftragten gefördert, die der regionalen Wirtschaft angehören. Soweit sich an den Fachhochschulen Freundeskreise gebildet haben, geht deren Unterstützung häufig über finanzielle Zuwendungen, Material- und Rohstoffspenden hinaus. Besonders Vorstand und Beirat beteiligen sich an der Integration der Hochschule in das gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben der Region. Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 16 a) verwiesen. 18. Wie schneiden die rheinland-pfälzischen Fachhochschulen in den verschiedenen Rankings ab (Zeitraum innerhalb der letzten fünf Jahre)? Hochschulrankings werden seit einigen Jahren regelmäßig vor allem von verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht. Die Landesregierung nimmt die Ergebnisse dieser wissenschaftlich nicht umfassend abgesicherten Verfahren zur Kenntnis und bezieht sie, soweit die eingeschränkte Aussagekraft der Rankings dies erlaubt, in ihre Überlegungen ein, führt jedoch keine Statistiken über sie. 19. Welche Bachelorstudiengänge gibt es? Wann sind sie an welchen Fachhochschulen eingeführt worden? 20. Welche Masterstudiengänge gibt es? Wann sind sie an welchen Fachhochschulen eingeführt worden? Hervorzuheben ist, dass in Rheinland-Pfalz erst nach erfolgreicher Akkreditierung von Studiengängen der Studienbetrieb aufgenommen werden kann. Dies stellt ein wichtiges Gütesiegel für die neuen Studiengänge dar. Die Akkreditierung dient der Qualitätssicherung und Vergleichbarkeit der Studienangebote zwischen den Ländern. In der Anlage 7 werden alle akkreditierten Bachelor- und Masterstudiengänge der rheinland-pfälzischen staatlichen Fachhochschulen aufgelistet. Weitere Studiengänge befinden sich derzeit in der Akkreditierung, so dass die Auflistung nur den kurzfristigen derzeitigen Stand widerspiegeln kann. 21. Gibt es gemeinsame Angebote für Bachelor- und Masterstudiengänge von den Fachhochschulen und den Universitäten? Die Landesregierung sieht in der Einrichtung von hochschulübergreifenden Bachelor- und Masterangeboten ein wichtiges Instrument zur Profilbildung der rheinland-pfälzischen Hochschulen. Diese Auffassung ist auch im Hochschulentwicklungsgutachten zum Ausdruck gekommen. Die Landesregierung unterstützt die Einrichtung im Rahmen der Umsetzung des Gutachtens. Die bei der Umsetzung des Gutachtens freiwerdenden Stellen können auf Antrag der Fachhochschulen u. a. für die Einrichtung gemeinsamer Angebote von Bachelor- und Masterstudiengängen genutzt werden. 22. a) In welcher Art und Weise existiert eine Zusammenarbeit zwischen den Fachhochschulen und den Universitäten bei Promotionen? Promotionsrecht haben nur die Universitäten, nicht die Fachhochschulen. Die Zulassung besonders befähigter Fachhochschulabsolventinnen und Fachhochschulabsolventen zur Promotion ist gemäß 26 Abs. 4 Satz 2 HochSchG in den Promotionsordnungen der Universitäten zu regeln. Masterabschlüsse berechtigten zur Promotion unabhängig davon, ob sie an einer Universität oder an einer Fachhochschule erworben wurden. Das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur hat im neuen Hochschulprogramm Wissen schafft Zukunft Anreize gegeben, dass die Universitätsprofessorinnen und -professoren verstärkt Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen als Promovendinnen und Promovenden betreuen. Universitäten, die eine Fachhochschulabsolventin oder einen Fachhochschulabsolventen aufnehmen, erhalten eine zusätzliche Unterstützung in Höhe von pro Jahr. Insgesamt 35 Absolventinnen und Absolventen rheinland-pfälzischer Fachhochschulen (ca. fünf pro FH) können so gefördert werden, wenn sie an einer rheinland-pfälzischen Universität promovieren. 10

11 Landtag Rheinland-Pfalz 14.Wahlperiode Drucksache 14/ b) Wie hoch ist die Zahl kooperativer Promotionen, bei denen Fachhochschulen und Universitäten verantwortlich zusammenwirken (seit 2000, aufgeschlüsselt nach Fachhochschulen)? Im Rahmen des neuen Hochschulprogramms Wissen schafft Zukunft werden derzeit bereits fünf Promotionen an den rheinlandpfälzischen Universitäten gefördert. Die Fördermittel sind ausschließlich zur Unterstützung von Absolventinnen und Absolventen rheinland-pfälzischer Fachhochschulen gedacht. Die fünf Promotionen verteilen sich wie folgt: Universität Mainz Technische Universität Kaiserslautern Universität Trier zwei Absolventinnen der Fachhochschule Bingen, ein Absolvent der Fachhochschule Trier, zwei Absolventen der Fachhochschule Trier. Abgesehen von diesen geförderten Promotionen gibt es an jeder rheinland-pfälzischen Universität eine Reihe von Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen, die dort zurzeit promovieren, die Promotion abgeschlossen haben oder sich im Promotionseignungsstudium befinden. Die genaue Zahl entsprechender Promotionen kann aus folgenden Gründen nicht genannt werden: Da das Promotionsrecht bei den Universitäten liegt, findet eine Erfassung an den Fachhochschulen nicht statt. An der Universität erfolgt gemäß 34 des Hochschulgesetzes eine Einschreibung von Doktorandinnen und Doktoranden nur dann, wenn sie nicht bereits aufgrund eines Beschäftigungsverhältnisses Mitglied der Universität sind oder nicht wegen einer Berufstätigkeit außerhalb auf die Einschreibung verzichten. Da zudem im Falle einer Einschreibung nicht festgehalten werden muss, ob der Promovend oder die Promovendin von einer rheinland-pfälzischen Fachhochschule kommt, kann die gestellte Frage nicht beantwortet werden. 23. Welche Konsequenzen hat die Landesregierung aus dem Bericht der Arbeitsgruppe Hochschulentwicklung Rheinland-Pfalz gezogen? Aus den Empfehlungen der Arbeitsgruppe Hochschulentwicklung Rheinland-Pfalz hat die Landeregierung die im Folgenden aufgeführten Konsequenzen gezogen und wird sie wie folgt umsetzen: 1. Einführung der neuen Studienabschlüsse Bachelor/Master In Rheinland-Pfalz sollen die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge zügig eingeführt werden. Die Fachhochschule Ludwigshafen hat bereits ihr gesamtes Studienangebot auf Bachelor und Master umgestellt; die Prüfungsordnungen befinden sich derzeit im Genehmigungsverfahren. Die anderen Fachhochschulen wurden aufgefordert, in den Gre - mien Beschlüsse zu fassen, innerhalb eines bestimmten Zeitraums die Überführung des Studienangebotes vorzunehmen. Die Fachhochschulen haben entsprechende Beschlüsse gefasst und wollen die Umstellung im Zeitraum vom Wintersemester 2005/ 2006 bis zum Wintersemester 2006/2007 vollständig vollzogen haben. Die rheinland-pfälzischen Fachhochschulen werden damit den im Bologna-Prozess vereinbarten Termin 2010 unterschreiten. Die neue Struktur der Studiengänge ist mit einer inhaltlichen Reform verbunden, die für die Weiterentwicklung der Studieninhalte genutzt werden soll. Bestehende Diplomstudiengänge sollen deshalb nicht eins zu eins in ein Bachelor- und Masterangebot umgewandelt werden. Hier hat die Diskussion über die Gutachterempfehlungen wichtige Reformüberlegungen an den Fachhochschulen in Gang gesetzt. Bei den Masterstudiengängen sind die Hochschulen gefordert, zukünftige Angebote in Zusammenarbeit zu realisieren. Dabei soll die hochschulübergreifende Kooperation Vorteile bringen, weil die Stärken der einzelnen Fachhochschulen breit genutzt werden können. Realisiert werden soll beispielsweise eine Zusammenarbeit auf Masterebene im Bereich Architektur. 2. Verbesserung der Organisationsstruktur Als ein weiteres wichtiges Ergebnis der Gutachterempfehlungen kann die Bildung von größeren Organisationseinheiten an den Fachhochschulen genannt werden. Diese Forderung wurde wie folgt umgesetzt: Die Fachhochschule Trier hat die Anzahl ihrer Fachbereiche am Standort Trier von zehn auf fünf reduziert. Die Fachhochschulen Kaiserslautern und Koblenz haben gemeinsame Fachbereiche in den Bereichen Architektur und Bauingenieurwesen beziehungsweise Maschinenbau und Elektrotechnik beschlossen und sind derzeit im Reorganisationsprozess. 3. Neustrukturierung des Studienangebotes Mit den Fachhochschulen wurden einvernehmlich Vereinbarungen über die Verminderung von Ausbildungskapazitäten in einzelnen Studiengängen getroffen. Auch dies geht auf die Empfehlungen der Gutachter zurück und betrifft insbesondere den Bereich Architektur. Hintergrund ist der zu hohe Anteil der Architekturstudierenden in Rheinland-Pfalz und die derzeitige und zukünftig zu erwartende ungünstige Arbeitsmarktsituation. Dies gilt auch für die Innenarchitektur. In beiden Bereichen werden bis 2010 insgesamt 15,5 Stellen nach Ruhestandsversetzungen nicht mehr wiederbesetzt. Auch in einigen anderen Studiengängen werden aufgrund von Unterauslastungen und den erwarteten Synergieeffekten, die durch die neue Fachbereichsstruktur erzielt werden können, einzelne Professuren nicht neu besetzt. 11

12 Drucksache 14/4871 Landtag Rheinland-Pfalz 14. Wahlperiode Bis zum Jahre 2010 werden so insgesamt 33,5 Stellen aus dem Fachhochschulbereich in einen speziellen Innovationsfonds fließen, der nur den Fachhochschulen zusteht. Dieser soll genutzt werden, um andere Bereiche in den Fachhochschulen weiterzuentwickeln und zu stärken. Die Fachhochschulen haben bereits erste Anträge zu diesem Fonds gestellt, die derzeit geprüft werden. 4. Strukturpolitische Stärkung kleiner Hochschulstandorte Am Standort Idar-Oberstein der Fachhochschule Trier soll eine Schärfung des Profils durch Einrichtung eines neuen Masterstudiengangs im Bereich Edelstein- und Schmuckdesign erreicht werden. Dieses spezialisierte Masterangebot soll der regionalen Ausrichtung Rechnung tragen, aber auch überregional Studierende für Idar-Oberstein gewinnen. Dagegen soll die grundlegende Ausbildung im Bereich Design am Standort Trier in einem breit angelegten Bachelorstudiengang erfolgen, um Synergien durch die Zusammenarbeit mit den dort vorhandenen Design-Studiengängen zu nutzen. Dies schließt einen Schwerpunkt im Bereich Edelstein- und Schmuckdesign ein, der weiterhin durch Nutzung der vorhandenen Einrichtungen in Idar-Oberstein gelehrt werden soll. Außerdem soll das Angebot in Idar-Oberstein durch den Aufbau eines Kompetenzzentrums erweitert werden, das vor allem die Weiterbildung, die Forschung und den Transfer aus dem gesamten Fächerspektrum der Fachhochschule Trier für die Region übernehmen soll. Das Konzept ist auf breite Zustimmung von Seiten der Lehrenden, der regionalen Wirtschaft und der politisch Verantwortlichen gestoßen. Zurzeit wird die Struktur des Kompetenzzentrums erarbeitet. Der Senat der Fachhochschule Koblenz hat über die Weiterentwicklung des Studienangebots am Standort Höhr-Grenzhausen entschieden. Der Beschluss sieht vor, in Höhr-Grenzhausen einen standortübergreifenden Bachelorstudiengang Werkstofftechnik, Glas und Keramik einzurichten, wobei die Ausbildung in geeigneten Lehrgebieten (Mathematik, Physik, EDV, Elektrotechnik, Technische Mathematik, BWL, Fremdsprachen) in Koblenz erfolgen soll. Damit hat sich die Fachhochschule Koblenz dafür ausgesprochen, an der bisherigen Spezialisierung in der grundlegenden Ausbildung festzuhalten. Diese Maßnahme wird durch die regionale Wirtschaft unterstützt. Die wichtigsten Entscheidungen für die einzelnen Fachhochschulen im Überblick sind in der Anlage 8 aufgeführt. 24. In welchen Fächern gibt es einen Numerus clausus (aufgeschlüsselt ab 2000, nach Jahren und Fachhochschulen)? Siehe Anlage a) Wie viele Professoren werden derzeit nach der W-Besoldung bezahlt? Zurzeit werden 39 Professorinnen und Professoren nach der W-Besoldung bezahlt. 25. b) Wie viele Professoren sind seit der Einführung der W-Besoldung freiwillig von der C-Besoldung zur W-Besoldung gewechselt? Seit der Einführung der W-Besoldung sind zehn Professorinnen und Professoren von der C-Besoldung zur W-Besoldung gewechselt. 25. c) Wie viele Professoren sind seit der Einführung der W-Besoldung neu eingestellt worden? Seit Einführung der W-Besoldung sind 29 Professorinnen und Professoren neu eingestellt worden. 25. d) Welche Einsparmöglichkeiten haben sich durch die Einführung der W-Besoldung gezeigt? Ziel der Einführung der W-Besoldung war nicht die Schaffung von Einsparmöglichkeiten. Dies wird durch 34 Abs. 1 und 2 Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) deutlich. Mit diesen Regelungen wird sichergestellt, dass das Volumen der jährlichen Besoldungsausgaben im Vergleich zur Geltung der früheren Besoldungsordnung C grundsätzlich konstant auf dem Stand des Jahres 2001 gehalten, zugleich aber auch durch regelmäßige Besoldungsanpassungen fortgeschrieben, d. h. erhöht wird. Die Regelung lässt es somit nicht zu, die flexibel handhabbaren Leistungsbezüge dazu zu nutzen, Personalkosten einzusparen und damit die Haushalte zu entlasten. Die Einführung der W-Besoldung eröffnet dem jeweiligen Dienstherrn folglich keine Einsparmöglichkeiten im Personalkostenbereich. 25. e) Welche Probleme haben sich durch die Einführung der W-Besoldung ergeben? Die Einführung der W-Besoldung hat insbesondere für die Professoren an Fachhochschulen gravierende Veränderungen gebracht. So wurden die Professorenämter an Universitäten und an Fachhochschulen erstmals prinzipiell gleichgestellt. Während die Professoren an Universitäten bereits bisher im Rahmen von Berufungs- und Bleibeverhandlungen Einfluss auf die Höhe ihrer Bezüge hatten, wurde diese Regelung nunmehr auch auf die Fachhochschulen ausgedehnt. Insgesamt wurde die Professorenbesoldung stärker an der Leistung orientiert. Die bisherigen, allein auf fortschreitendem Dienstalter und nicht auf Leistung beruhenden Gehaltssteigerungen sind entfallen. Vor der Professorenbesoldungsreform bestand an den rheinland-pfälzischen Fachhochschulen die Übung eines hochschulinternen Berufungsverfahrens, wonach Professorinnen und Professoren der Besoldungsgruppe C 2 im Laufe ihres Berufslebens bei entsprechender Leistung regelmäßig die Verleihung eines Amtes der Besoldungsgruppe C 3 erwarten konnten. Bedingt durch die Einführung der Bundesbesoldungsordnung W besteht diese Möglichkeit nicht mehr. Von den betroffenen Professorinnen und Professo- 12

13 Landtag Rheinland-Pfalz 14.Wahlperiode Drucksache 14/4871 ren wurde die Befürchtung geäußert, dass durch einen freiwilligen Wechsel in die W-Besoldung Gehaltsverluste eintreten könnten. Von den Fachhochschulen wurden Übergangslösungen gewünscht, die diese besondere Situation berücksichtigen. Mit der Einführung der W-Besoldung wurde besoldungspolitisches Neuland betreten; dies galt insbesondere auch für die Besoldung der Fachhochschulprofessoren. Dieser Umstand war allen am Gesetzgebungsverfahren Beteiligten auch bewusst. Es wird nunmehr intensiv geprüft, inwieweit in Rheinland-Pfalz eine Übergangsregelung geschaffen werden kann, die es erleichtert, dass derzeitige Professorinnen und Professoren der Besoldungsgruppe C 2 auf Antrag in die W-Besoldung überführt werden können. 26. Welche Möglichkeiten sieht die Landesregierung, die Fachhochschulen stärker in Modelle der dualen Ausbildung einzubeziehen? Das Hochschulgesetz vom 21. Juli 2003 sieht zwei Maßnahmen zum Ausbau von dualen Studiengängen an den Fachhochschulen vor: 19 Abs. 5: Auftrag an die Fachhochschulen, duale Studiengänge, die die berufliche Ausbildung mit einem wissenschaftlichen Studium an einer Fachhochschule kombinieren, einzurichten. 78: Einrichtung der Landeskommission für duale Studiengänge. Ihr gehören zehn staatliche Mitglieder, zehn Vertreter der Unternehmensseite, drei Gewerkschaftsrepräsentanten und drei Studierende an. Die Landeskommission hat den gesetzlichen Auftrag, Empfehlungen für die Einrichtung und Ausgestaltung der dualen Studiengänge sowie deren Änderung an die Fachhochschulen zu geben. Zugleich soll sie geeignete Instrumente für eine informative Öffentlichkeitsarbeit entwickeln, die sich gleichermaßen an die Unternehmen und an die Studierenden richtet. Um den Anreiz, weitere duale Studiengänge an den Fachhochschulen in Rheinland-Pfalz einzurichten, zu verstärken, sind zudem folgende Maßnahmen vorgesehen: Im Rahmen des Hochschulprogramms Wissen schafft Zukunft stehen für den Ausbau der dualen Studienangebote als Anschubfinanzierung in 2005 und 2006 jeweils Euro zur Verfügung. Die Landeskommission für duale Studiengänge hat hierbei die Aufgabe, Förderempfehlungen für entsprechende Anträge auszusprechen. Bisher wurde die Fachhochschule Mainz mit ihrem neuen ausbildungsintegrierten Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik erfolgreich begutachtet. Sie wird in den nächsten dreieinhalb Jahren eine Förderung von insgesamt Euro erhalten. Duale Studiengänge sollen im Rahmen des Hochschulfinanzierungssystems stärker berücksichtigt werden. 27. Wie bewertet die Landesregierung die Möglichkeit der Einrichtung von Berufsakademien? Rheinland-Pfalz hat sich für die Einrichtung dualer Studiengänge an Fachhochschulen entschieden. Dies wird als bessere Alterna - tive im Vergleich zu der Einrichtung von Berufsakademien angesehen. Duale Studiengänge bieten folgende Vorteile: Es muss keine zusätzliche Studienstruktur aufgebaut werden. Dies schließt die Dozentenstruktur und Verwaltungsstrukturen einschließlich der Errichtung geeigneter Räume und deren Ausstattung ein. Es kann auf bewährte Kompetenzen, die sich auch in anderen Bereichen wie zum Beispiel Angewandte Forschung und Weiterbildung an den Fachhochschulen gebildet haben, zurückgegriffen werden. Die Absolventinnen und Absolventen erhalten neben dem Abschluss der Berufsausbildung insbesondere bei den neuen Studiengängen, die mit dem Bachelor abschließen, international anerkannte Hochschulabschlüsse. Aufgrund ihres hohen Qualitätsniveaus liegen alle Vorteile auf Seiten der Fachhochschulen. Rheinland-Pfalz hat mit seinen vorhandenen ausbildungsintegrierenden Studiengängen gute Erfahrungen gemacht. Zur Unterstützung des Ausbaus der dualen Angebote hat die Landesregierung die Landeskommission für duale Studiengänge eingerichtet. Ihre Zusammensetzung und Aufgaben sind bereits in der Antwort zur Frage 26 ausgeführt. Die Landeskommission hat im Herbst 2005 der Öffentlichkeit ihre bisherigen Arbeits - ergebnisse vorgestellt. Sie hat Instrumente für eine informative Öffentlichkeitsarbeit entwickelt, die sich gleichermaßen an die Unternehmen und an Studierende richten. Dazu zählt beispielsweise der Aufbau eines eigenen Internetportals (www.dualesstudium. rlp.de). Das Portal bietet einerseits ein Forum für bereits beteiligte Fachhochschulen und Betriebe, andererseits Empfehlungen und Unterstützung für Fachhochschulen und Betriebe, die eine zukünftige Beteiligung an einem dualen Studiengang in Erwägung ziehen. 28. Wie hat sich der Stand der Baumaßnahmen an den Fachhochschulen entwickelt (seit 2000, aufgeschlüsselt nach Fachhochschulen)? Siehe Anlagen 10 bis 10 g). Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner Staatsminister 13

14 Drucksache 14/4871 Landtag Rheinland-Pfalz 14. Wahlperiode Anlage 1 zu den Fragen 1 und 2 Fachhochschule Fachbereich Studiengang Bingen Gemeinsamer Studiengang Bioinformatik Fachbereich I Fachbereich II Internationaler Agrarhandel Landwirtschaft Umweltschutz Biotechnologie Verfahrenstechnik Prozesstechnik Ingenieurinformatik Elektrotechnik Angewandte Informatik Maschinenbau Wirtschaftsingenieurwesen Kaiserslautern *) Gemeinsame Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen Financial Engineering StO Kaiserslautern Architektur und Innenarchitektur Architektur (Bachelor u. Master) Innenarchitektur (Bachelor und Master) Virtual Design Bauingenieurwesen Elektrotechnik/Informationstechnik Maschinenbau Bauingenieurwesen Grundstücksbewertung Grundstücksbewertung (für Personen ohne Hochschulabschluss) Sachverständige(r) für Bauschäden, Baumängel und Instandsetzung Bauschäden, Baumängel und Instandsetzungsplanung Sicherheitstechnik Automatisierungs- und Energietechnik Systemingenieur Ingenieurinformatik Nachrichten- und Telekommunikationstechnik Internationaler Maschinenbau mit Doppelabschluss Mechatronik Allgemeiner Maschinenbau StO Pirmasens Polymertechnologie Textiltechnik Lederverarbeitung und Schuhtechnik Chemietechnik Kunststofftechnik Schuhtechnik Technische Logistik StO Zweibrücken Betriebswirtschaft Finanzdienstleistungen Mittelstandsökonomie Technische Betriebswirtschaft Wirtschaftsinformatik Bankmanagement Information Management International Finance & Entrepreneurship Vertriebsingenieur Informatik und Mikrosystemtechnik Angewandte Informatik Digitale Medien Mikrosystemtechnik Integrierende Standard-Software im Unternehmen Microsystems Technology *) Es liegt eine genehmigte, aber noch nicht in Kraft getretene Grundordnung (Stichtag 31. Dezember 2005) vor, die eine Reduzierung der Fachbereiche auf insgesamt fünf Fachbereiche vorsieht. 14

15 Landtag Rheinland-Pfalz 14.Wahlperiode Drucksache 14/4871 Fachhochschule Fachbereich Studiengang Koblenz StO Koblenz Fachbereich I Architecture (Bachelor und Master) Urban Planing/Stadtplanung Bauingenieurwesen (auch ausbildungsintegrierend) Fassaden- und Steintechnik Fachbereich II Betriebswirtschaft Sozialwesen Elektrotechnik (auch berufsintegrierend) Informationstechnik (auch berufsintegrierend) Maschinenbau (Bachelor und Master) (Bachelor auch ausbildungsintegrierend) Mechanical Engineering Product Development and Design Werkstofftechnik Glas und Keramik Freie Kunst Keramik und Glas Business Administration Business Management Global Management Soziale Arbeit (auch als Fernstudium) Europäische außerschulische Jugend- u. Erwachsenenbildung European Community Educations Studies (ECES) StO Remagen Betriebs- und Sozialwirtschaft Technische Betriebswirtschaft Sportmanagement Gesundheits- und Sozialwirtschaft Logistic und E-Business Master of Business Administration Bildungs- und Sozialmanagement; Schwerpunkt frühe Kindheit Wirtschaftsingenieurwesen Berufsbegleitender Fernstudiengang Mathematik und Technik Biomathematik Wirtschaftsmathematik Medizintechnik und Sportmedizinische Technik Mess- und Sensortechnik Optik und Lasertechnik Mathematics in Finance and Life Science Applied Physics Ludwigshafen Hochschulübergreifender Studiengang mit Unternehmensführung im Wohlfahrtsbereich Uni Heidelberg und Ev. FH Ludwigshafen Gemeinsamer Studiengang der Fachbereiche Betriebswirtschaft I u. Betriebswirtschaft II Betriebswirtschaft I (Management und Controlling) Betriebswirtschaft II (Marketing/Personalmanagement) Betriebswirtschaft III (Internationale Dienstleistungen) Gesundheitsökonomie im Praxisverbund (GiP) Controlling, Management und Information Innovationmanagement Internationales Marketing Management Controlling Marketing Internationales Personalmanagement u. Organisation International Business Management East Asia Internationale Betriebswirtschaft im Praxisverbund (BIP) International Human Resource Management Master of Business Administration Betriebswirtschaft (Bachelor und Master) (BIS) Logistik Finanzdienstleistungen und Corporate Finance Wirtschaftsinformatik Wirtschaftsprüfung und Betriebswirtschaftliche Steuerlehre Finance and Account Internationale Unternehmensberatung Business Information Systems 15

16 Drucksache 14/4871 Landtag Rheinland-Pfalz 14. Wahlperiode Fachhochschule Fachbereich Studiengang Mainz Fachbereich I Architektur Berufsintegrierter Studiengang Architektur Planungs- u. Bauprojektmanagement für Architekten und Ingenieure Bauingenieurwesen Internationales Bauingenieurwesen Umweltschutz im Bauwesen Immobilien Projektmanagement Gebäudemanagement (Bachelor und Master) (auch weiterbildend) Geoinformatik (Bachelor und Master) (auch weiterbildend) Fachbereich II Fachbereich III Design Mediendesign Innenarchitektur Betriebswirtschaft Krankenhauswesen, Gesundheits- u. Sozialökonomie Außenwirtschaft (International Business) Wirtschaftsrecht Business Law Betriebswirtschaft (BIS) Business Administration Trier StO Trier Gestaltung Architektur Baudenkmalpflege Innenarchitektur Edelstein- und Schmuckdesign Modedesign Kommunikationsdesign Bauingenieurwesen, Lebensmitteltechnik, Versorgungstechnik Elektrotechnik und Maschinenbau Informatik Wirtschaft Bauingenieurwesen Civil Engineering Techn. Gebäudeausrüstung und Versorgungstechnik Techn. Gebäudemanagement und Energiemanagement Lebensmitteltechnik Electrical Engineering (Bachelor und Master) (auch ausbildungorientiert) Industrial Engineering and Management Maschinenbau Maschinenbau (BIS) Wirtschaftsingenieurwesen Informatik (Bachelor und Master) Wirtschaftsinformatik Business Administration Integrated Business Management International Business StO Birkenfeld Umweltplanung/Umwelttechnik Maschinenbau/Produktentwicklung und technische Planung Angewandte Informatik (Bachelor und Master) Bio-, Umwelt- und Prozessverfahrenstechnik Wirtschaftsingenieurwesen/Umweltplanung Nachhaltige Prozessverfahrenstechnik Medieninformatik Business Administration and Engineering Maschinenbau/Digitale Fabrik Energie- und Umwelttechnik Physikingenieurwesen Umweltwirtschaft/Umweltrecht Wirtschafts- und Umweltrecht Umwelt- und Betriebswirtschaft (Bachelor und Master) Europäisches Wirtschaftsrecht Internationmal Material Flow Management 16

17 Landtag Rheinland-Pfalz 14.Wahlperiode Drucksache 14/4871 Fachhochschule Fachbereich Studiengang Worms Wirtschaftswissenschaften Internationale Betriebswirtschaft und Außenwirtschaft Handelsmanagement European Business Management Internationales Handelsmanagement im Praxisverbund European Business Management im Praxisverbund Steuerwesen Touristik/Verkehrswesen Informatik Touristik/Verkehrswesen (Bachelor und Master) Informatik Telekommunikation Anlage 2 zu Frage 6 Bestandene Abschlussprüfungen von Studierenden eines Erst- oder Zweitstudiums an staatlichen Fachhochschulen in den Prüfungsjahren 2000 bis 2004 nach Hochschulen und Regelstudienzeit Prüfungsjahr... Fachhochschulen Bingen Kaiserslautern Koblenz Ludwigshafen Mainz Trier Worms FH insgesamt Quelle: Prüfungsstatistik. 17

18 Drucksache 14/4871 Landtag Rheinland-Pfalz 14. Wahlperiode Anlage 3 zu Frage 7 Durchschnittliche Fachstudiendauer von deutschen Erstabsolventen an staatlichen Fachhochschulen in den Prüfungsjahren 2000 bis 2004 (Fachstudiendauer in Semestern Median) Prüfungsjahr... Fachhochschulen Bingen 9,5 8,8 8,7 8,7 8,7 Kaiserslautern 10,7 10,3 10,0 9,8 9,1 Koblenz 9,3 8,9 8,5 8,5 8,6 Ludwigshafen 8,9 8,6 8,6 8,7 8,7 Mainz 9,6 9,7 10,1 9,4 9,5 Trier 9,6 9,0 9,4 9,6 9,1 Worms 9,0 8,8 9,1 8,6 8,6 Quelle: Prüfungsstatistik. Anlage 4 zu Frage 10 Anteil der weiblichen und männlichen Studierenden in % seit 2000 Fachhochschulen 2000/ / / / / /2006 *) weibl. männl. weibl. männl. weibl. männl. weibl. männl. weibl. männl. weibl. männl. Bingen 22,5 77,5 23,4 76,6 24,0 76,0 24,7 75,3 24,0 76,0 24,3 75,7 Kaiserslautern 27,5 72,5 26,6 73,4 27,1 72,9 26,3 73,7 25,8 74,2 25,4 74,6 Koblenz 35,9 64,1 37,4 62,6 38,6 61,4 37,4 62,6 36,2 63,8 37,8 62,2 Ludwigshafen 39,7 60,3 42,0 58,0 43,9 56,1 46,0 54,0 46,4 53,6 46,9 53,1 Mainz 46,2 53,8 48,0 52,0 49,2 50,8 49,0 51,0 48,7 51,3 47,9 52,1 Trier 35,9 64,1 35,8 64,2 36,2 63,8 36,4 63,6 35,4 64,6 33,5 66,5 Worms 48,4 51,6 49,9 50,1 49,3 50,7 49,7 50,3 51,8 48,2 51,0 49,0 *) Vorläufige Ergebnisse. 18

19 Landtag Rheinland-Pfalz 14.Wahlperiode Drucksache 14/4871 Anlage 5 zu Frage 13 Ausländische Studierende an den staatlichen Fachhochschulen in Rheinland-Pfalz vom WS 2000/2001 bis WS 2004/2005 nach Staatsangehörigkeit Wintersemester Kontinent Staatsangehörigkeit 2000/ / / / /2005 Europa Albanien Belgien Bosnien und Herzegowina Bulgarien Dänemark Estland Finnland Frankreich Griechenland Irland (ohne Nordirland) Island Italien Kroatien Lettland Litauen Luxemburg Malta 1 1 Mazedonien Moldau, Republik Niederlande Norwegen Österreich Polen Portugal Rumänien Russische Föderation Schweden Schweiz Serbien und Montenegro Slowakei Slowenien Spanien Tschechische Republik Türkei Ukraine Ungarn Vereinigtes Königreich Weißrussland Zypern übriges Europa Afrika Ägypten Algerien Angola Äthiopien Benin Botsuana Burkina Faso Cote d'ivoire Eritrea Gabun Ghana Guinea Guinea-Bissau 1 1 Kamerun Kap Verde

20 Drucksache 14/4871 Landtag Rheinland-Pfalz 14. Wahlperiode Wintersemester Kontinent Staatsangehörigkeit 2000/ / / / /2005 Kongo, Dem. Republik (fr. Zaire) Kongo, Rep Libyen Madagaskar Mali Marokko Mauretanien Mauritius 1 1 Namibia Nigeria Ruanda Sambia Senegal Südafrika Sudan Tansania, Ver. Republik Togo Tschad Tunesien Uganda Zentralafrik. Republik Amerika Argentinien Belize Bolivien Brasilien Chile Costa Rica Dominica 1 Dominikanische Republik 1 Ecuador EL Salvador Guatemala Haiti Honduras 2 2 Kanada Kolumbien Kuba 1 Mexiko Nicaragua 1 Panama 1 Paraguay 1 1 Peru Uruguay Venezuela 2 Vereinigte Staaten/USA Asien Afghanistan Armenien Aserbaidschan Bangladesch 1 1 China Georgien Indien Indonesien Irak Iran,Islamische Republik Israel Japan 2 5 Jemen Jordanien Kambodscha

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