Futsal. Eine Schulung von Björn Gustke KFV Stormarn

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1 Futsal Eine Schulung von Björn Gustke KFV Stormarn

2 Futsal Die Namensbedeutung futbol span.: Fußball salon / sala span.: Halle Zusammengesetzt: Hallenfußball

3 Futsal die aufstrebende Hallenvariante des Fußballs Futsal ist die offizielle Hallenvariante der FIFA. Dabei spielen zwei Mannschaften mit je fünf Spielern ohne Bande auf Handballtore. Das Regelwerk ist so angelegt, dass hartes, körperbetontes Spiel von vornherein nicht zustande kommt. Nicht erwähnte Regelauslegungen werden wie im alten Hallenfußball gehandhabt!

4 ohne Bande - Das Spielfeld Handballspielfeld Auswechselzone Seitenauslinien Strafstoßmarke Handballtore Strafraum

5 Der Ball Besondere Eigenschaft: Sprungreduziertes Verhalten

6 Zahl der Spieler Zwei Mannschaften Vier Feldspieler bis D-Jg.: ggf. 5 Ein Torwart Beliebig viele Spielerwechsel Fliegender Wechsel Alle Spieler müssen Schienbeinschoner tragen!

7 Auswechselvorgang Jederzeit, egal ob Ball im Spiel oder nicht. Der auszuwechselnde Spieler verlässt das Spielfeld über die Auswechselzone. Der Auswechselspieler darf das Spielfeld erst betreten, nachdem der zu ersetzende Spieler das Feld verlassen hat. Der Auswechselspieler betritt das Spielfeld über die Auswechselzone. Der Wechsel ist durch das Betreten des AWS vollzogen, er wird aktiver Spieler. Ein ausgewechselter Spieler darf erneut am Spiel teilnehmen. Auch Auswechselspieler unterliegen der Strafgewalt des Schiedsrichters. Besonderheit: Torwartwechsel Jeder AWS darf den Torhüter ersetzen, ohne dass der Schiedsrichter informiert werden oder das Spiel unterbrochen werden muss! Der ersetzende Spieler muss sich durch sein Trikot dennoch vom Rest der Mannschaft absetzen. Flying Goalkeeper Feldspieler und Torwart dürfen Positionen nach wie vor nur ersetzen, wenn das Spiel unterbrochen wurde und der Schiedsrichter informiert wurde.

8 Auswechselvorgang Vergehen/Sanktionen ein Spieler betritt das Spielfeld nicht durch die Auswechselzone seines eigenen Teams / ein Spieler verlässt das Spielfeld nicht durch die Auswechselzone seines eigenen Teams (Ausnahme: z.b. Verletzungen!) -> indirekter Freistoß am Ort des Balles (Vorteil beachten!) Verwarnung auf Grund einer Unsportlichkeit Jeder andere Verstoß gegen die Auswechselbestimmungen Zum Beispiel zu frühes Betreten des Spielfeldes Kein abgrenzendes Torwarttrikot -> indirekter Freistoß am Ort des Balles (Vorteil beachten!) Verwarnung auf Grund einer Unsportlichkeit

9 Spielfortsetzungen Abwurf Eckball Der Ball muss aus der Hand des Torwartes geworfen oder gerollt werden. Der klassische Abstoß vom Boden bzw. Abschlag aus der Hand ist nicht zulässig (dann Wiederholung!). Klassische Ausführung Einkick Direkter Freistoß Wenn der Ball ins Seitenaus geht, wird der Ball an der Stelle vom Boden eingekickt (akzeptabler Radius links/rechts/außerhalb des Feldes: 25 cm). Der Ball darf nicht im Feld liegen beim Einkick (muss min. die Linie kratzen ) Kein direktes Tor möglich. Berührt der Ball die Decke, gibt es auch Einkick. am Ort des Vergehens, analoge Anwendung wie draußen Ergänzung: Grätschen am Mann ist verboten => dir. FS aodv Direkte Freistöße werden als kumulierte Foulspiele gezählt Indirekter Freistoß aodv bzw. aodb, analoge Anwendung wie draußen + einige kleine Sonderregelungen Anzeige durch gehobenen Arm (wie draußen )

10 Spielfortsetzungen SR-Ball aodb. Ausführung wie draußen. Anstoß Klassische Ausführung Achtet darauf, dass der Ball nach vorne gespielt wird!!! (ggf. Wiederholung) Strafstoß Klassische Ausführung, von der sechs-meter-linie! 10-Meter-Strafstoß Abstand für Gegenspieler Anstoß: 3 Meter Alle anderen Spielfortsetzungen: 5 Meter SR-Ball: ohne Auf die Einhaltung des Abstandes muss penibel geachtet werden, die SR sollen hier präventiv eingreifen und nicht erst auf Hinweis des Spielers.

11 Persönliche Strafen

12 Verhalten nach roten Karten Wird ein Feldspieler mit einer roten Karte des Feldes verwiesen darf ein Ersatzspieler nach zwei Minuten mit Zustimmung des Zeitnehmers oder des Schiedsrichters das Spielfeld betreten und die Mannschaft vervollständigen. Sonderbericht nicht vergessen! Wird innerhalb dieser zwei Minuten durch die gegnerische Mannschaft ein Tor erzielt wenn 5 gegen 4 Spieler spielen, darf der fünfte Spieler ergänzt werden wenn 5 gegen 3 Spieler oder 4 gegen 3 Spieler spielen, darf nur um einen Spieler ergänzt werden wenn 4 gegen 4 Spieler oder 3 gegen 3 Spieler spielen, bleibt die Zahl der Spieler bis zum Ablauf der zwei Minuten unverändert. wenn das Team in Unterzahl ein Tor erzielt, darf ebenfalls nicht aufgefüllt werden. Diese Handhabung gilt analog auch für den Feldverweis auf Zeit!

13 Kumulierte Foulspiele Alle Foulspiele, die mit einem direkten Freistoß aodv geahndet werden, nennt man kumulierte Foulspiele (lat. Cumulus Anhäufung). Diese kumulierten Foulspiele werden pro Mannschaft und Spiel vom dritten SR oder der Turnierleitung zusammengezählt (offene Anzeige am Tisch der TL). Ab dem * 3. kumulierten Foulspiel (Spielzeit unter zehn Minuten) * 4. kumulierten Foulspiel (10 14 Minuten) * 5. kumulierten Foulspiel (15-17 Minuten) * 6. kumulierten Foulspiel (ab 18 Minuten Spielzeit) wird der gefoulten Mannschaft bei jedem weiteren Foulspiel im laufenden Spiel anstatt des direkten Freistoßes aodv ein 10-Meter-Strafstoß zugesprochen. Wird Vorteil bei einem Foulspiel gewährt, wird in der nächsten Spielunterbrechung Der TL durch akustisches (Pfiff) und visuelles Signal das kumulierte Foulspiel signalisiert und nachträglich gezählt. (Vorteil ab dem 10-Meter-Strafstoß nicht mehr möglich!)

14 Zehn-Meter-Strafstoß Alle Spieler müssen mindestens fünf Meter vom Ball entfernt sein. Dies gilt auch für den Torwart, der allerdings nicht auf der Torlinie stehen muss. Außer dem Torwart müssen sich alle Spieler hinter dem Ball aufhalten. Der Schütze muss den Ball direkt auf das Tor schießen! Kumulierte Foulspiele und Zehn-Meter-Strafstöße gibt es erst ab der D-Jugend und älter!

15 Time Out Jede Mannschaft kann pro Spiel eine Auszeit, das sogenannte Time Out, beantragen. Bei Turnieren im Kreis entscheidet die Turnierleitung, ob diese Sonderregelung gilt! (also vor dem Turnier Rücksprache halten!) Wird ein Time Out bei der Turnierleitung beantragt, unterbricht diese mittels akustischem Signal (Pfiff) das Spiel, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: Das Spiel wurde unterbrochen (vom SR oder weil der Ball im Aus ist) Die Mannschaft, die Time Out beantragt, ist/kommt nach der Unterbrechung in Ballbesitz Das Time Out dauert max. 1 Minute Dann soll das Spiel fortgesetzt werden, entsprechend einige Sekunden vorher wird die Spielfortsetzung angekündigt! Beim Time Out dürfen die Spieler das Spielfeld verlassen, AWS und Betreuer dürfen das Spielfeld allerdings nicht betreten! Die SR/TL sollen hier präventiv darauf hinweisen und Personen ggf. wieder vom Feld schicken, persönliche Strafen erst bei wiederholter Aufforderung! Die andere Mannschaft darf sich in dieser Zeit auch besprechen!

16 4-Sekunden-Regel gilt erst ab der D-Jugend und älter! Die folgenden Spielfortsetzungen müssen innerhalb von vier Sekunden ausgeführt werden: Abwurf indirekter Freistoß aodv Eckstoß Abwurf Einkick Einkick für den Gegner indirekte und direkte Freistöße. indirekter Freistoß aodv wenn man zu lange braucht Zählen: Ab dem Moment der Spielbarkeit, i.d.r. wenn der Ball am Ort der Ausführung liegt. Spielbar ist der Ball aber auch, wenn der Spieler sich absichtlich viel Zeit lässt, um zum Ausführungsort zu gelangen oder den Ball noch in der Hand hält, obwohl er ihn hinlegen könnte. Aber auch, wenn die Mannschaft einen Komplettwechsel macht! Der SR zählt deutlich sichtbar, indem er den Arm über den Kopf hebt. Ausnahme: Bei Freistößen (wegen der Fehldeutung eines indirekten Freistoßes!) Pfiff!

17 Torwartspiel Der Torwart verursacht einen indirekten Freistoß am Ort des Vergehens, wenn er den Ball ein zweites mal berührt, nachdem er ihn kontrolliert von einem Mitspieler zugespielt bekommen hat, ohne dass ein Gegenspieler den Ball zuvor berührt hat oder der Ball im Aus war (verschärfte Rückpassregel). Die 4-Sekunden-Regel gilt auch für den Torwart! Er darf den Ball in der eigenen Spielfeldhälfte nur vier Sekunden spielen. Spielt er den Ball länger, wird gegen ihn ein indirekter Freistoß am Ort des Vergehens verhängt. Verlässt er seine eigene Spielfeldhälfte und kehrt dann wieder mit dem Ball zurück, wird von vorne gezählt. In der gegnerischen Hälfte darf der Torwart den Ball beliebig oft spielen. Zurück in der eigenen Hälfte gilt die verschärfte Rückpassregel weiter. Der Torabwurf zählt als Berührung!

18 Aufgaben als 3. SR Werden für ein Turnier vier Schiedsrichter angesetzt, haben nicht zwei SR gleichzeitig Pause! Einer nimmt als 3. SR am Tisch der Turnierleitung platz. Der 3. SR beobachtet das Spiel durchgängig. Das bedeutet, dass man nicht zwischendurch auf die Toilette gehen kann, auf sein Handy schaut oder was essen geht! Der 3. SR zählt die kumulierten Foulspiele für seine beiden SR auf dem Feld. Er teilt ihnen beim x. Foulspiel mit, dass die Folgefouls mit einem 10-Meter-Strafstoß geahndet werden. Er füllt das Spielprotokoll aus. Dazu zählt: Persönliche Strafen, Torschützen etc. Diese Aufgabe entbindet den 1. und 2. SR nicht davon, dies auch zu notieren! Er gibt zur geeigneten Zeit das Signal für ein beantragtes Time Out und überwacht die Durchführung. Er ist für die Ordnung auf den Bänken zuständig und soll hier ggf. zur Ruhe ermahnen. Mit FaZ bestraften Spielern erteilt er nach abgelaufenen zwei Minuten die Erlaubnis zur Rückkehr. Der 3. SR ist Teil des SR-Gespanns. Wenn er Tätlichkeiten oder Beleidigungen wahrnimmt, soll er sofort dem 1. oder 2. SR Kenntnis erteilen, die daraufhin persönliche Strafen aussprechen sollen! (vergleichbar mit dem 4. Offiziellen)

19 Stellungsspiel im Gespann

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