Rahmenprogramm zu»die Passagierin«
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- Hennie Hofer
- vor 6 Jahren
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1 Rahmenprogramm zu»die Passagierin«Im Hinblick auf die Premiere von Mieczysław Weinbergs selten gespielter Oper»Die Passagierin«bieten wir Ihnen ein umfangreiches Rahmenprogramm, das die Genese des Stoffes präsentiert und in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde sowie der KZ- Gedenkstätte Schillstraße den Bezug zur Braunschweiger Geschichte während und nach der NS-Zeit herstellt. Zofia Posmysz Auschwitz und Literatur Ausstellung 23. März Juni 2019 Staatstheater Braunschweig, Großes Haus, Foyer 2. Rang im Rahmen eines Theaterbesuches Die Ausstellung der Kuratorinnen Maria Anna Potocka und Delfina Jałowik gewährt einen Überblick über das literarische Schaffen von Zofia Posmysz sowie die Genese der Oper»Die Passagierin«. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für verfolgte Künste Solingen, dem MOCAK Museum für Gegenwartskunst Krakau, dem Polnischen Institut Düsseldorf und der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz. Mit herzlichem Dank an die Semperoper Dresden für die Bereitstellung der Druckdateien. Imre Kertész:»Roman eines Schicksallosen«Lesung von Kathrin Reinhardt Do, 28. März 2019, 19:30 Uhr, ca. 60 Minuten Staatstheater Braunschweig, Kleines Haus Preis: 10 Wie kein anderer versteht es Literaturnobelpreisträger Imre Kertész in seinem»roman eines Schicksallosen«in die Abgründe von Auschwitz zu blicken, ohne zu deuten oder gar zu werten. Durch die staunenden Augen eines Kindes werden die Schrecken des Konzentrationslagers geschildert an diesem Abend gelesen von Schauspielerin Katrin Reinhardt aus dem Cast der Opern-Neuproduktion»Die Passagierin«.
2 Historischer Rundgang: Braunschweiger Juden im Dritten Reich Stadtführung So, 31. März 2019, 14:00 Uhr, ca. 2 Stunden Treffpunkt: Brunnen am Kohlmarkt Preis: 11, Buchung über das Stadtmarketing Führung: Ilse Geiler Auf einer Spurensuche vom Kohlmarkt über die Friedrich-Wilhelm-Straße bis zur Synagoge werden Biografien jüdischer Kaufleute in Braunschweig und ihre Schicksale während der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1938 in den Fokus gerückt. Kooperation mit dem Stadtmarketing Braunschweig und der Jüdischen Gemeinde Braunschweig Zofia Posmysz:»Die Passagierin aus Kabine 45«Live-Hörspiel von Zofia Posmysz, DEA Mi, 3. April 2019, 19:30 Uhr Staatstheater Braunschweig, Großes Haus, Hinterbühne Preis: 12 Mit: Isabell Giebeler, Mattias Schamberger, Henrik Cordes Ihre eigenen Erfahrungen verarbeitet die Auschwitz-Überlebende Zofia Posmysz in ihrem Roman»Die Passagierin«, der wiederum die Vorlage bietet zu Mieczysław Weinbergs gleichnamiger Oper. Dem Roman voraus ging 1959 ein Hörspiel, das den Diskurs zwischen der ehemaligen KZ-Wärterin Lisa und ihrem Ehemann Walter in den Fokus stellt. Als Live-Hörspiel bringt das Staatstheater diesen Text nun zur deutschsprachigen Erstaufführung in dem besonderen Ambiente der Hinterbühne des Großen Hauses.»Ich werde euch nie vergessen«zofia Posmysz im Fokus Gesprächsabend Fr, 5. April 2019, 19:30 Uhr, ca. 90 Minuten Staatstheater Braunschweig, Kleines Haus Preis: 10
3 Mit: Dr. Norbert Abels, Aleksander Laskowski, Christopher Lichtenstein und Christoph Pohl Moderation: Valeska Stern Zofia Posmysz (*1923), Überlebende des KZ Auschwitz-Birkenau, schuf 1959 mit dem Hörspiel»Die Passagierin aus Kabine 45«sowie 1962 mit dem Roman»Die Passagierin«die Vorlage zu Mieczysław Weinbergs Oper. Im Gespräch mit Norbert Abels, Chefdramaturg der Oper Frankfurt, und Aleksander Laskowski, dem langjährigen Begleiter und Übersetzer von Zofia Posmysz, wird ein eindrückliches Porträt der Autorin erstellt. Gedenkorte zur NS-Geschichte Braunschweiger Stadtspaziergang zu»die Passagierin«So, 7. April 2019, 11:00 Uhr, ca. 90 Minuten Treffpunkt: Burgplatz, Burglöwe Führung: Frank Ehrhardt Zeitgenössische Gebäude und Mahnmale in der Braunschweiger Innenstadt geben Anlass, an Ereignisse aus der Zeit des Nationalsozialismus zu erinnern. Schauplätze der frühen Machtbeteiligung, von Gewaltmaßnahmen gegen politische Gegner über Justizmissbrauch bis zu Verfolgung und Widerstand werden in dieser Führung erläutert. Der Besuch der Jüdischen Gemeinde schließt die Veranstaltung ab. und der Jüdischen Gemeinde Braunschweig Schuld und Vergebung in Mieczysław Weinbergs»Die Passagierin«Ein musikanalytischer Exkurs mit Christopher Lichtenstein Do, 11. April 2019, 25. April 2019 und Mi, 8. Mai 2019, jeweils 19:30 Uhr, ca. 80 Minuten Staatstheater Braunschweig, Hausbar Preis: 7 Wie klingt Schuld? Und gibt es überhaupt eine Schuldige? Christopher Lichtenstein, Musikalischer Leiter der»passagierin«, nähert sich in einer musikalischen Analyse der psychoanalytischen Kompositionsweise Mieczysław Weinbergs und blickt anhand dessen Motive in das Innerste der Figuren.
4 Andrzej Munk: Passenger (Pasażerka) Film von Andrzej Munk Fr, 12. April 2019, 21:00 Uhr, ca. 60 Minuten Staatstheater Braunschweig, Aquarium Preis: 7 Der polnische Regisseur Andrzej Munk war es, der 1959 auf Zofia Posmyszs Hörspiel»Die Passagierin aus Kabine 45«stieß und beschloss, daraus einen Film zu entwickeln. Aufgrund seines plötzlichen Todes bliebt der Film Fragment, wurde jedoch als solcher veröffentlicht und kommt im Rahmen der»passagierin«auf Polnisch mit deutschen Untertiteln zur Aufführung. Lager-SS, betriebliche Vorgesetzte und Häftlinge: Die Organisationstruktur des KZ Drütte Vortrag von Dr. Terri Arias-Ortiz Mi, 24. April 2019, 19:00 Uhr Gedenkstätte KZ Außenlager Schillstraße 1942 errichtete die SS das KZ Drütte auf dem Gelände der Reichswerke»Hermann Göring«im heutigen Salzgitter. Die SS verwaltete dieses Lager jedoch nicht allein, sondern in Zusammenarbeit mit Zivilisten, die in verschiedenen Abteilungen der Reichswerke angestellt waren. Ein Einblick in die Organisationsstruktur vom Lagerkommandanten bis zu den Funktionshäftlingen wird in diesem Vortrag anhand ausgewählter Biografien präsentiert. Die Kontroverse über die NS-Vergangenheit des Braunschweiger Regierungspräsidenten Friedrich Knost Vortrag von Frank Ehrhardt So, 5. Mai 2019, 15:00 Uhr, ca. 90 Minuten Staatstheater Braunschweig, Hausbar Im Jahr des Eichmann-Prozesses 1961 holte den Braunschweiger Regierungspräsidenten
5 die Vergangenheit ein: Friedrich Knost wurde von Regierungsrat Günter Raschen angezeigt. Er war am Reichssippenamt tätig gewesen und Mitautor eines einschlägigen Kommentars zu den Nürnberger Rassegesetzen. Die Anzeige fand ein breites Medienecho, doch die Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen bald ein. Nun wurde Raschen beschuldigt, Akteur einer von der DDR gelenkten Kampagne gewesen zu sein Von Auschwitz nach Braunschweig: Häftlinge im KZ-Außenlager Braunschweig-Schillstraße Führung durch die Gedenkstätte So, 12. Mai 2019, 16:00 Uhr, ca. 90 Minuten Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße Führung: Gerald Hartwig Der in Braunschweig geborene Semmy Frenkel wurde 1938 nach Polen abgeschoben und kam nach der deutschen Besetzung in das Getto Lodz kehrte er aus dem Konzentrationslager Auschwitz zum Arbeitseinsatz bei dem LKW-Produzenten Büssing zurück. Die Führung in der Gedenkstätte Schillstraße veranschaulicht den Rüstungseinsatz der zumeist jüdischen KZ-Häftlinge in Braunschweig und verdeutlicht, dass Auschwitz vor 75 Jahren für einige Menschen gar nicht»so fern war«.
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