Sanierung Regelschule Eisfeld

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1 Energiekonzept Sanierung Regelschule Eisfeld Objekt: Regelschule Eisfeld Kirchplatz Eisfeld Auftraggeber: Landratsamt Hildburghausen Amt für Gebäudewirtschaft Wiesenstraße Hildburghausen Ersteller: Energieberatung Dieselstraße Neustadt b. Coburg Tel [email protected] Bearbeiter: Jörg Wicklein Dipl.-Ing.(FH) Architekt Energieeffizienz-Experte für Wohngebäude, Nichtwohngebäude und Baudenkmäler Neustadt b. Coburg,

2 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen Ausgangssituation und Zielvorgaben Geplanter Energiestandard Geplante Maßnahmen Gebäudehülle Dächer /Oberste Geschossdecken Außenwände keine Maßnahme Fenster keine Maßnahme Wärmeversorgung Heizenergie Warmwasserbereitung Lüftung Beleuchtung Gebäudebezogene Stromerzeugung Ergebniszusammenfassung der Bilanzierung nach DIN V Zonen Bewertung des Gebäudes entsprechend den EnEV-Anforderungen Dokumentation Energiebilanz nach DIN V Allgemeine Angaben zum Gebäude Zonen Energiebilanz Endenergiebedarf bezogen auf Energieträger Endenergiebedarf bezogen auf Energieträger - Monatsbilanzierung Nutzenergiebedarf - Monatsbilanzierung Endenergiebedarf - Monatsbilanzierung Primärenergiebedarf - Monatsbilanzierung Bewertung des Gebäudes entsprechend den EnEV-Anforderungen Anlagentechnik Heizungsanlage Trinkwarmwasseranlage Kühlungsanlage Lüftungsanlage Photovoltaikanlage Beleuchtung Übersicht der verwendeten Normen und Verordnungen KBN GmbH - Energieberatung Seite 1

3 SANIERUNG DER OTTO-LUDWIG-REGELSCHULE IN EISFELD 1 GRUNDLAGEN 1.1 AUSGANGSSITUATION UND ZIELVORGABEN Das Schulgebäude wurde 191 als Stadtschule bezogen. Das Gebäude aus außen sichtbarem Ziegelmauerwerk wurde mit einem Untergeschoss, Erdgeschoss, Obergeschoss und zwei Dachgeschossen errichtet. Die Regelschule Eisfeld steht heute unter Denkmalschutz. Im Rahmen der geplanten Sanierung sollen die Belange des Denkmalschutzes sowie die Grundsätze der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. Der Jahresprimärenergiebedarf soll entsprechend der Schulbauförderrichtlinie nach der Sanierungsmaßnahme um 4% unter dem zulässigen Höchstwert der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV 214/216) liegen. Aufgrund der historischen Fassade ist eine Dämmung der Fassade auf der Außenseite nicht möglich und auf der Innenseite mit erheblichem Aufwand und bauphysikalischen Risiken verbunden. Die Fenster wurden bereits vor wenigen Jahren mit Wärmeschutzglas erneuert. Dämmmaßnahmen sind jedoch im Dachraum auf den obersten Geschossdecken und an den Wänden gegen unbeheizte Abstellen möglich. Zur Verringerung des Jahresprimärenergiebedarfs ist eine Umstellung der Wärmeversorgung auf Holzpellets, Ausstattung der Klassenzimmer mit einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Erneuerung der Beleuchtung mit Einsatz von LED-Technik, sowie Errichtung einer Photovoltaikanlage in unmittelbarem räumlichem Zusammenhang und zur vorwiegenden Nutzung in der Regelschule. Die PVanlage wird auf dem Dach der benachbarten Grundschule installiert. Der vorliegende Bericht beruht auf einer vorläufigen Energiebilanz unter Heranziehung bautypologischer Kennwerte. KBN GmbH - Energieberatung Seite 2

4 1.2 GEPLANTER ENERGIESTANDARD Entsprechend der vorliegenden Energiebilanz werden die Zielvorgaben eingehalten. Der Jahresprimärenergiebedarf liegt nach der Sanierung um 44% unter dem Grenzwert für Neubauten. Die Anforderungen an die Gebäudehülle bei modernisierten Altbauten können bei den opaken Außenbauteilen nicht eingehalten werden. 2 GEPLANTE MAßNAHMEN 2.1 GEBÄUDEHÜLLE Die Maßnahmen an der Gebäudehülle sind bei Änderungen grundsätzlich mindestens entsprechend den Anforderungen an die Einzelbauteile nach EnEV Anlage 3 Tabelle 1 geplant DÄCHER /OBERSTE GESCHOSSDECKEN OBERSTE GESCHOSSDECKEN Dämmung der obersten Geschossdecken gegen den Spitzboden sowie gegen die unbeheizten Abstellen und Bodenräume. Dämmstoff oberseitig in 2cm Stärke, z.b. Mineralwolle, bei einen Wärmedurchgangskoeffizient von,35 W/mK. Die Luftdichtheitsebene auf der Warmseite ist z.b. mit einer Dampfbremsfolie auf der bestehenden Decke her zu stellen. Der bautypologische U-Wert für oberste Geschossdecken errichtet bis 1918 liegt bei 1, W/m²K. Nach der Dämm-Maßnahme liegt der U-Wert bei,15 W/m²K. Der maximale U-Wert nach EnEV Anlage 3 Tabelle 1 bei,24 W/m²K. Beheizte (rot) und unbeheizte Bereiche (blau) im Dachgeschoss KBN GmbH - Energieberatung Seite 3

5 Beheizte (rot) und unbeheizte Bereiche (blau) im 2. OG DACHSCHRÄGEN IN TEILBEREICHEN Dämmung der Dachschrägen in den beheizten Räumen wie Raum 3.7 Kunst/Musik, 3.11 Unterricht und 4.3 Archiv/Museum. Dämmung von innen ohne Erneuerung der Dachhaut. Dämmung mit 14cm Dämmstoff (z.b. Mineralwolle) bei einen Wärmedurchgangskoeffizient von,35 W/mK. Einschließlich Unterdach und Herstellung einer Luftdichtheitsebene auf der Warmseite. Der bautypologische U-Wert für die Dachschrägen errichtet bis 1918 liegt bei 2,6 W/m²K. Nach der Dämm- Maßnahme liegt der U-Wert bei,23 W/m²K. Der maximale U-Wert nach EnEV Anlage 3 Tabelle 1 bei,24 W/m²K FLACHDACHBEREICHE ÜBER DEM UNTERGESCHOSS Dämmung der Decken über den Räumen.15 Werken und.14 Heizraum. Dämmung z.b. von innen im Bereich der abgehängten Decken. Dämmung mit 14cm Dämmstoff (z.b. Mineralwolle) bei einen Wärmedurchgangskoeffizient von,35 W/mK. Einschließlich Herstellung einer Luftdichtheitsebene auf der Warmseite. Der bautypologische U-Wert für Dächer errichtet bis 1918 liegt bei 2,6 W/m²K. Nach der Dämm-Maßnahme liegt der U-Wert bei,23 W/m²K. Der maximale U-Wert nach EnEV Anlage 3 Tabelle 1 bei,24 W/m²K AUßENWÄNDE KEINE MAßNAHME An der Historischen Fassade sind aufgrund des Denkmalschutzes keine Maßnahmen vorgesehen. Der in der Energiebilanz zugrunde gelegte bautypologische U-Wert liegt bei 1,5 W/m²K. Die Außenwände des Schulgebäudes sind zum Großteil mindestens 55cm stark. Der tatsächliche U-Wert liegt voraussichtlich bei ca. 1,22 W/m²K. KBN GmbH - Energieberatung Seite 4

6 2.1.3 FENSTER KEINE MAßNAHME Für die bestehenden Fenster mit Wärmeschutzverglasung wird ein Uw-Wert von 1,3 W/m²K angenommen. 2.2 WÄRMEVERSORGUNG HEIZENERGIE Der bestehende Öl-Niedertemperaturkessel wird gegen einen Holzpelletskessel ersetzt. Aufstellort der Heizung, Pufferspeicher sowie Pelletslager ist der bisherige Heizraum. Die Wärmeverteilung wird erneuert, optimiert und hydraulisch abgeglichen. Das Prinzip der Wärmeübertragung über statische Heizflächen / Heizkörper wird beibehalten. Nach Umsetzung der Maßnahmen im Dachgeschoss beträgt der Leistungsbedarf überschlägig 2 kw. Im Rahmen der energetischen Vordimensionierung wurden für die Energiebilanz keine spezifischen Herstellerdaten sondern Standardwerte für den Wärmeerzeuger herangezogen WARMWASSERBEREITUNG Es besteht kein nennenswerter und somit in der Energiebilanz zu berücksichtigender Warmwasserbedarf. Für einzelne Handwaschbecken sind kleine elektrische Warmwasserspeicher vorgesehen. 2.3 LÜFTUNG Für die Klassenräume ist eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorgesehen. Die Aufstellung des Gerätes erfolgt im Dachgeschoss. Nebenräume werden bei Bedarf über Fenster gelüftet. 2.4 BELEUCHTUNG Die Beleuchtungstechnik wird komplett ausgetauscht und gegen LED-Leuchten ersetzt. Die Klassenzimmer erhalten eine präsenz- und tageslichtabhängige Beleuchtungskontrolle. Die Flure und Sanitärräume erhalten eine präsenzabhängige Beleuchtungskontrolle. KBN GmbH - Energieberatung Seite 5

7 2.5 GEBÄUDEBEZOGENE STROMERZEUGUNG Es ist geplant auf der benachbarten Grundschule und damit in unmittelbarem räumlichem Zusammenhang eine Photovoltaikanlage zu errichten und den Strom der Regelschule zur Nutzung im Gebäude zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen der Energiebilanz zur energetischen Vordimensionierung wird eine Photovoltaikanlage mit 15 kw peak angenommen. 3 ERGEBNISZUSAMMENFASSUNG DER BILANZIERUNG NACH DIN V Zur Bilanzierung des Gebäudes nach DIN V werden Zonen unterschiedlicher Nutzung und Konditionierung festgelegt. 3.1 ZONEN Nr. Zone Fläche [m²] Anteil [%] Hüllfläche [m²] Konditionierung 1 Klassenzimmer (Schul ,2 44, ,35 Heizung + Lüftungsanlage + Beleuchtung 2 unbeheizt (657,34) - - keine Heizung und Kühlung * 3 Einzelbüro 9,34 3,81 15,96 Heizung + Lüftungsanlage + Beleuchtung 4 WC und Sanitärräume... 89,77 3,79 118,64 Heizung + Lüftungsanlage + Beleuchtung 5 Nebenflächen ohne Au ,7 44,37 163,24 Heizung + Beleuchtung 6 Sonstige Aufenthalts... 72,52 3,6 75,44 Heizung + Beleuchtung Σ 2368,9 Σ 3311,63 * Für die Berechnung der Nettogrundfläche nach EnEV werden nur beheizte/gekühlte Zonen berücksichtigt. KBN GmbH - Energieberatung Seite 6

8 3.2 BEWERTUNG DES GEBÄUDES ENTSPRECHEND DEN ENEV-ANFORDERUNGEN Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des Jahres-Primärenergiebedarfs pro m² Nettogrundfläche sowie der Wärmedurchgangskoeffizienten (mittleren U-Werte). Der Höchstwert für den Jahres-Primärenergiebedarf bezogen auf die Nettogrundfläche für Nichtwohngebäude ergibt sich aus dem Jahres-Primärenergiebedarf eines Referenzgebäudes gleicher Geometrie, Nettogrundfläche, Ausrichtung und Nutzung, das hinsichtlich seiner Ausführung bestimmten Anforderungen entspricht, multipliziert mit dem Faktor,75. Die Anforderungen sind in der Energieeinsparverordnung - EnEV Anlage 2 Tabelle 1 aufgelistet. Der Primärenergiebedarf umfasst Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung und Warmwasserbereitung. Die Höchstwerte der mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten der wärmeübertragenden Umfassungsfläche sind in der EnEV 214 Anlage 2 Tabelle 2 aufgelistet. Der Höchstwert für den Jahres-Primärenergiebedarf bezogen auf die Nettogrundfläche sowie die Höchstwerte der mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten der wärmeübertragenden Umfassungsfläche für modernisierte Altbauten dürfen die Höchstwerte für das Referenzgebäude um maximal 4 % übersteigen. Ist-Wert mod. Altbau EnEV- Neubau EnEV -15% EnEV -3% EnEV -5% Jahres-Primärenergiebedarf qp [kwh/(m²a)] 39,79 133,4 71,27 6,58 49,89 35,64 Mittlere U-Werte [W/(m²K)] - Opake Außenbauteile 1,47,49,28,238,196,14 - Transparente Außenbauteile 1,3 2,66 1,5 1,275 1,5,75 Gebäudeart: Nicht-Wohngebäude Gebäudetyp: Bestandsgebäude Energiebezugsfläche A EBF: 2369 m² Hüllfläche A: 3312 m² Volumen V e: 176 m³ KBN GmbH - Energieberatung Seite 7

9 Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung EnEV 216 an einen modernisierten Altbau werden aufgrund der bestehenden historischen Außenwände nicht erfüllt. Der spezifische Jahres-Primärenergiebedarf liegt mit 39,79 KWh/(m²a) um 44% unter dem Maximalwert der aktuellen Energieeinsparverordnung von 71,27 KWh/(m²a). Die energetischen Anforderungen der Schulbaurichtlinie werden damit eingehalten. Neustadt, 11. Mai 217 Dipl.-Ing.(FH) Jörg Wicklein Gebäudemodell mit Zonierung KBN GmbH - Energieberatung Seite 8

10 4 DOKUMENTATION ENERGIEBILANZ NACH DIN V ALLGEMEINE ANGABEN ZUM GEBÄUDE Objekt: Kirchplatz Eisfeld Beschreibung: Baujahr Gebäude: 19 Baujahr Wärmeerzeuger: 217 Baujahr Klimaanlage: Gebäudeart: Gebäudetyp: Nicht-Wohngebäude Bestandsgebäude Geometrie: Nettogrundfläche A NGF: 2369 m² Nutzfläche(,32 V e) A N: 3224 m² Hüllfläche A: 3312 m² Volumen (automatisch aus Zonen-Nettovolumen) V e: 176 m³ Luftvolumen V: 861 m³ Angaben zur Gebäudegeometrie * zur Bestimmung der Standardleitungslängen Vollgeschosse n G: 4 Geschosshöhe h G: 3,2 m Charakteristische Breite B: 12,3 m Charakteristische Länge L: 6, m Referenzklima: Klimareferenzort: Deutschland Norm-Außentemperatur ϑ e: -12 C Mittl. Außentemperatur ϑ e,mittel: 9,5 C Außentemperatur Juli ϑ Jul: 24,6 C Außentemperatur September ϑ Sep: 18,9 C KBN GmbH - Energieberatung Seite 9

11 4.2 ZONEN Nr. Zone Fläche [m²] Anteil [%] Hüllfläche [m²] Konditionierung 1 Klassenzimmer (Schul ,2 44, ,35 Heizung + Lüftungsanlage + Beleuchtung 2 unbeheizt (657,34) - - keine Heizung und Kühlung * 3 Einzelbüro 9,34 3,81 15,96 Heizung + Lüftungsanlage + Beleuchtung 4 WC und Sanitärräume... 89,77 3,79 118,64 Heizung + Lüftungsanlage + Beleuchtung 5 Nebenflächen ohne Au ,7 44,37 163,24 Heizung + Beleuchtung 6 Sonstige Aufenthalts... 72,52 3,6 75,44 Heizung + Beleuchtung Σ 2368,9 Σ 3311,63 * Für die Berechnung der Nettogrundfläche nach EnEV werden nur beheizte/gekühlte Zonen berücksichtigt. KBN GmbH - Energieberatung Seite 1

12 4.3 ENERGIEBILANZ Gesamt Heizung Kühlung Lüftung Beleuchtung Warmwasser PV-Anlage [kwh/a] [kwh/a] [kwh/a] [kwh/a] [kwh/a] [kwh/a] [kwh/a] [kwh/(m²a)] [kwh/(m²a)] [kwh/(m²a)] [kwh/(m²a)] [kwh/(m²a)] [kwh/(m²a)] [kwh/(m²a)] Nutzenergie ,33 146,62,, 2,71,, Endenergie ,48 21,99, 1,36 2,71, -3,57 Primärenergie ,79 38,91, 2,44 4,87, -6,43 KBN GmbH - Energieberatung Seite 11

13 4.4 ENDENERGIEBEDARF BEZOGEN AUF ENERGIETRÄGER Energieträger Gesamt [kwh] Heizung [kwh] Kühlung [kwh] Lüftung [kwh] Beleuchtung [kwh] Warmwasser [kwh] PV-Anlage [kwh] Strom (Hilfs Holzpellets KBN GmbH - Energieberatung Seite 12

14 4.4.1 ENDENERGIEBEDARF BEZOGEN AUF ENERGIETRÄGER - MONATSBILANZIERUNG [kwh] Gesamt Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Strom (Hilfs Holzpellets Gesamt Anrechnung von Strom aus erneuerbaren Energien nach EnEV [kwh] Gesamt Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Ertrag PV- Anlage Strombedarf Anrechenbar Die PV-Erträge sind nach DIN EN für das Referenzklima Potsdam ermittelt. KBN GmbH - Energieberatung Seite 13

15 4.4.2 NUTZENERGIEBEDARF - MONATSBILANZIERUNG [kwh] Gesamt Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Heizung Kühlung Lüftung Beleuchtung Warmwasser Gesamt KBN GmbH - Energieberatung Seite 14

16 4.4.3 ENDENERGIEBEDARF - MONATSBILANZIERUNG [kwh] Gesamt Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Heizung Kühlung Lüftung Beleuchtung Warmwasser PV-Anlage Gesamt KBN GmbH - Energieberatung Seite 15

17 4.4.4 PRIMÄRENERGIEBEDARF - MONATSBILANZIERUNG [kwh] Gesamt Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Heizung Kühlung Lüftung Beleuchtung Warmwasser PV-Anlage Gesamt KBN GmbH - Energieberatung Seite 16

18 4.5 BEWERTUNG DES GEBÄUDES ENTSPRECHEND DEN ENEV-ANFORDERUNGEN Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des Jahres-Primärenergiebedarfs pro m² Nettogrundfläche sowie der Wärmedurchgangskoeffizienten (mittleren U-Werte). Der Höchstwert für den Jahres-Primärenergiebedarf bezogen auf die Nettogrundfläche für Nichtwohngebäude ergibt sich aus dem Jahres-Primärenergiebedarf eines Referenzgebäudes gleicher Geometrie, Nettogrundfläche, Ausrichtung und Nutzung, das hinsichtlich seiner Ausführung bestimmten Anforderungen entspricht, multipliziert mit dem Faktor,75. Die Anforderungen sind in der Energieeinsparverordnung - EnEV Anlage 2 Tabelle 1 aufgelistet. Der Primärenergiebedarf umfasst Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung und Warmwasserbereitung. Die Höchstwerte der mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten der wärmeübertragenden Umfassungsfläche sind in der EnEV 214 Anlage 2 Tabelle 2 aufgelistet. Der Höchstwert für den Jahres-Primärenergiebedarf bezogen auf die Nettogrundfläche sowie die Höchstwerte der mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten der wärmeübertragenden Umfassungsfläche für modernisierte Altbauten dürfen die Höchstwerte für das Referenzgebäude um maximal 4 % übersteigen. Ist-Wert mod. Altbau EnEV- Neubau EnEV -15% EnEV -3% EnEV -5% Jahres-Primärenergiebedarf qp [kwh/(m²a)] 39,79 133,4 71,27 6,58 49,89 35,64 Mittlere U-Werte [W/(m²K)] - Opake Außenbauteile 1,47,49,28,238,196,14 - Transparente Außenbauteile 1,3 2,66 1,5 1,275 1,5,75 Gebäudeart: Nicht-Wohngebäude Gebäudetyp: Bestandsgebäude Energiebezugsfläche A EBF: 2369 m² Hüllfläche A: 3312 m² Volumen V e: 176 m³ KBN GmbH - Energieberatung Seite 17

19 4.6 ANLAGENTECHNIK Versorgungsbereiche sind Bereiche, die von der gleichen Technik (Heizung, Warmwasser, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung usw.) versorgt werden. Ein Versorgungsbereich kann sich dabei über mehrere Zonen erstrecken, eine Zone kann mehrere Versorgungsbereiche umfassen, Zone und Versorgungsbereich können aber auch identisch sein. Für einen Versorgungsbereich werden die Technik, die Kreise (Verteilung) sowie die Übergaben, d. h. die versorgten Zonen, angegeben. Ein ¹ hinter einer Bezeichnung bedeutet, dass vom Standardwert der Norm abgewichen wurde HEIZUNGSANLAGE Versorgungsbereich Heizwärme-Erzeugung 1 Versorgte Fläche A NGF : 2368,9 m² ERZEUGER Erzeuger Erzeuger 1 Typ: Biomasse-Heizkessel Baujahr: 217 Brennstoff: Holzpellets Aufstellort: in Zone Nebenflächen ohne Aufenthaltsräume Mischer vorhanden: Gebläseunterstütze Feuerung: El. Kesselregelung vorhanden: Pumpenmanagement: kein integriertes Pumpenmanagement SPEICHER Pufferspeicher: Speicher 1 Baujahr: 217 Speicher und Erzeuger im selben Raum: Ja KBN GmbH - Energieberatung Seite 18

20 Pufferspeicher mit separater Umwälzpumpe: Umgebungstemperatur: Umgebungstemperatur: im beheizten Gebäudebereich (pauschal) Außenluft HEIZKREIS: VERTEILUNG 1 Rohrleitungen Leitung Typ Lage Länge [m] U-Wert [W/(mK)] Leitung 1 Anbinde-Leitung in Zone Klassenzimmer (Schule), Gruppenraum (... 42,71,25 Leitung 2 Strang-Leitung in Zone Klassenzimmer (Schule), Gruppenraum (... 49,52,25 Leitung 3 Verteilungs-Leitung im beheizten Gebäudebereich (pauschal) 125,96,2 Pumpen Pumpe Regelung Hydr. Abgleich Max. Leitungslänge [m] Leistung [W] Pumpe 1 geregelt - delta-p variabel Ja 177,9 385,6 Art des Rohrnetzes: Zweirohrheizung Auslegungstemperatur: 55/45 C Übergaben Übergabe Versorgte Zone Proz. Anteil* [%] Übergabekomponente Regelung Übergabe 1 Klassenzimmer (Schule)... 1, Heizkörper (freie Heizfläche... PI-Regler Übergabe 2 Einzelbüro 1, Heizkörper (freie Heizfläche... P-Regler Übergabe 3 WC und Sanitärräume in... 1, Heizkörper (freie Heizfläche... P-Regler Übergabe 4 Nebenflächen ohne Aufe... 1, Heizkörper (freie Heizfläche... P-Regler Übergabe 5 Sonstige Aufenthaltsrä... 1, Heizkörper (freie Heizfläche... P-Regler * Prozentualer Anteil, mit der o. g. Warmwasserkreis die Zone versorgt. KBN GmbH - Energieberatung Seite 19

21 4.6.2 TRINKWARMWASSERANLAGE Keine zu berücksichtigende Anlagentechnik vorhanden! KÜHLUNGSANLAGE Keine Anlagentechnik vorhanden! LÜFTUNGSANLAGE Keine Anlagentechnik mit thermischer Konditionierung vorhanden. Zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ohne Heizung / Kühlung der Zuluft. 4.7 PHOTOVOLTAIKANLAGE Erzeuger Modul-Ausrichtung: Süd Modul-Neigung: 3 Zelltyp: Polykristallines Silizium Technologie: kristallin Stärke der Belüftung: Mäßig belüftete Module Gesamtfläche A: 12, m² Systemleistungsfaktor f perf :,75 Peakleistung der Anlage P pk : 15, kw [kwh] Gesamt Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Ertrag KBN GmbH - Energieberatung Seite 2

22 4.8 BELEUCHTUNG BELEUCHTUNG DER ZONE KLASSENZIMMER (SCHULE), GRUPPENRAUM (KINDERGARTEN) Tageslicht Name: Beleuchtung 1 Fläche des Bereichs A : 165,2 m² Flächenanteil an der Zone ΔA Zone : 1, % Fensterfläche A w : 214,71 m² Flächenanteil mit Tageslicht A TL,Ant,d : 1, % Fenster Brüstungshöhe h Br :,8 m Höhe des Fenstersturzes h St : 2,8 m Orientierung der Fenster: Ost / West Lichttransmissionsgrad τ D65,SNA :,6 Minderungsfaktor Rahmen k 1 :,7 Verbauungsindex I V : 1, Sonnen-/Blendschutz: kein Sonnen- und/oder Blendschutz Kunstlicht Berechnungsverfahren: externe Fachplanung Beleuchtungsart: Direkt Lampenart: LED - in LED-Leuchten Abluftleuchten (mit Wärmeabsaugung): geplante elektr. Bewertungsleistung P : 3728,19 W - pro m² P external : 3,5 W/m² Elektr. Bewertungsleistung P : 3728,19 W Beleuchtungskontrolle: Ja Präsenzabhängig: Automatisch mit Präsenzmelder Tageslichtabhängig: Manuell (kein automatisches System) Konstantlichtkontrolle: Einschaltdauer Tag / Nacht: 48,27 % / % KBN GmbH - Energieberatung Seite 21

23 BELEUCHTUNG DER ZONE EINZELBÜRO Tageslicht Name: Beleuchtung 1 Fläche des Bereichs A : 9,34 m² Flächenanteil an der Zone ΔA Zone : 1, % Fensterfläche A w : 25,86 m² Flächenanteil mit Tageslicht A TL,Ant,d : 1, % Fenster Brüstungshöhe h Br :,8 m Höhe des Fenstersturzes h St : 2,8 m Orientierung der Fenster: Süd Lichttransmissionsgrad τ D65,SNA :,6 Minderungsfaktor Rahmen k 1 :,7 Verbauungsindex I V : 1, Sonnen-/Blendschutz: kein Sonnen- und/oder Blendschutz Kunstlicht Berechnungsverfahren: einfaches Tabellenverfahren Beleuchtungsart: Direkt Lampenart: LED - in LED-Leuchten Abluftleuchten (mit Wärmeabsaugung): Elektr. Bewertungsleistung P : 1454,99 W Beleuchtungskontrolle: Konstantlichtkontrolle: BELEUCHTUNG DER ZONE WC UND SANITÄRRÄUME IN NICHTWOHNGEBÄUDEN Tageslicht Name: Beleuchtung 1 Fläche des Bereichs A : 89,77 m² Flächenanteil an der Zone ΔA Zone : 1, % Fensterfläche A w : 28,81 m² Flächenanteil mit Tageslicht A TL,Ant,d : 1, % KBN GmbH - Energieberatung Seite 22

24 Fenster Brüstungshöhe h Br :,8 m Höhe des Fenstersturzes h St : 2,8 m Orientierung der Fenster: Süd Lichttransmissionsgrad τ D65,SNA :,6 Minderungsfaktor Rahmen k 1 :,7 Verbauungsindex I V : 1, Sonnen-/Blendschutz: kein Sonnen- und/oder Blendschutz Kunstlicht Berechnungsverfahren: einfaches Tabellenverfahren Beleuchtungsart: Direkt Lampenart: LED - in LED-Leuchten Abluftleuchten (mit Wärmeabsaugung): Elektr. Bewertungsleistung P : 729,9 W Beleuchtungskontrolle: Ja Präsenzabhängig: Automatisch mit Präsenzmelder Tageslichtabhängig: Manuell (kein automatisches System) Konstantlichtkontrolle: Einschaltdauer Tag / Nacht: 28,25 % / 55 % BELEUCHTUNG DER ZONE NEBENFLÄCHEN OHNE AUFENTHALTSRÄUME Tageslicht Name: Beleuchtung 1 Fläche des Bereichs A : 151,7 m² Flächenanteil an der Zone ΔA Zone : 1, % Fensterfläche A w : 69,68 m² Flächenanteil mit Tageslicht A TL,Ant,d : 1, % Fenster Brüstungshöhe h Br :,8 m Höhe des Fenstersturzes h St : 2,8 m Orientierung der Fenster: Süd Lichttransmissionsgrad τ D65,SNA :,6 Minderungsfaktor Rahmen k 1 :,7 Verbauungsindex I V : 1, Sonnen-/Blendschutz: kein Sonnen- und/oder Blendschutz KBN GmbH - Energieberatung Seite 23

25 Kunstlicht Berechnungsverfahren: einfaches Tabellenverfahren Beleuchtungsart: Direkt Lampenart: LED - in LED-Leuchten Abluftleuchten (mit Wärmeabsaugung): Elektr. Bewertungsleistung P : 317,8 W Beleuchtungskontrolle: Konstantlichtkontrolle: BELEUCHTUNG DER ZONE SONSTIGE AUFENTHALTSRÄUME Tageslicht Name: Beleuchtung 1 Fläche des Bereichs A : 72,52 m² Flächenanteil an der Zone ΔA Zone : 1, % Fensterfläche A w : 27,36 m² Flächenanteil mit Tageslicht A TL,Ant,d : 1, % Fenster Brüstungshöhe h Br :,8 m Höhe des Fenstersturzes h St : 2,8 m Orientierung der Fenster: Süd Lichttransmissionsgrad τ D65,SNA :,6 Minderungsfaktor Rahmen k 1 :,7 Verbauungsindex I V : 1, Sonnen-/Blendschutz: kein Sonnen- und/oder Blendschutz Kunstlicht Berechnungsverfahren: einfaches Tabellenverfahren Beleuchtungsart: Direkt Lampenart: LED - in LED-Leuchten Abluftleuchten (mit Wärmeabsaugung): Elektr. Bewertungsleistung P : 645,1 W Beleuchtungskontrolle: Konstantlichtkontrolle: KBN GmbH - Energieberatung Seite 24

26 Anhang Normen 5 ÜBERSICHT DER VERWENDETEN NORMEN UND VERORDNUNGEN Datum Bezeichnung Energieeinsparverordnung EnEV 25-2 DIN 277 Teil 1 - Grundflächen und Rauminhalte im Hochbau Teil 1 - Begriffe, Ermittlungsgrundlagen 23-6 DIN EN Wärmetechnisches Verhalten von Gebäuden DIN 418 Teil 2 - Mindestanforderungen an den Wärmeschutz 21-7 DIN 418 Teil 3 - Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden Teil 3: Klimabedingter Feuchteschutz, Anforderungen, Berechnungsverfahren und Hinweise 24-7 DIN V 418 Teil 4 - Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden Teil 4: Wärme- und feuchteschutztechnische Bemessungswerte 26-3 DIN V 418 Bbl 2 - Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden Wärmebrücken, Planungs- und Ausführungsbeispiele 28-4 DIN EN ISO Bauteile - Wärmedurchlasswiderstand und Wärmedurchgangskoeffizient - Berechnungsverfahren DIN EN ISO Wärmetechnisches Verhalten von Fenstern, Türen Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten Teil 1 : Vereinfachtes Verfahren 2-7 DIN EN Baustoffe und -produkte - Eigenschaften Eigenschaften - Tabellierte Bemessungswerte Tabellierte Bemessungswerte DIN EN ISO Wärmetechnisches Verhalten von Gebäuden Wärmeübertragung über das Erdreich DIN V Teil 1 - Allgemeine Bilanzierungsverfahren, Begriffe, Zonierung und Bewertung der Energieträger DIN V Teil 1 - Allgemeine Bilanzierungsverfahren, Begriffe, Berichtigung 1 Zonierung und Bewertung der Energieträger Berichtigung zur DIN V : DIN V Teil 2 - Nutzenergiebedarf für Heizen und Kühlen von Gebäudezonen DIN V Teil 3 - Nutzenergiebedarf für die energetische Luftaufbereitung DIN V Teil 4 - Nutz- und Endenergiebedarf für Beleuchtung DIN V Teil 5 - Endenergiebedarf von Heizsystemen DIN V Teil 5 - Endenergiebedarf von Heizsystemen Berichtigung 1 Berichtigung zur DIN V : DIN V Teil 6 - Endenergiebedarf von Lüftungsanlagen, Luftheizungsanlagen und Kühlsystemen für den Wohnungsbau DIN V Teil 7 - Endenergiebedarf von Raumlufttechnik- und KBN GmbH - Energieberatung Seite 25

27 Klimakältesystemen für den Nichtwohnungsbau DIN V Teil 8 - Nutz- und Endenergiebedarf von Warmwasserbereitungssystemen DIN V Teil 8 - Nutz- und Endenergiebedarf von Berichtigung 1 Warmwasserbereitungssystemen Berichtigung zur DIN V : DIN V Teil 9 - End- und Primärenergiebedarf von stromproduzierenden Anlagen DIN V Teil 9 - End- und Primärenergiebedarf von Berichtigung 1 Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen Berichtigung zur DIN V : DIN V Teil 1 - Nutzungsrandbedingungen, Klimadaten KBN GmbH - Energieberatung Seite 26

28 Anhang Brennstoffdaten BRENNSTOFFDATEN Einheit Brennwert Heizwert Hi Verhältnis Hs kwh/einheit Hs/Hi * kwh/einheit Erdgas E m³ 1,42 11,57 1,11 Holzpellets kg 4,9 5,29 1,8 Strom kwh 1, Arbeitspreis Arbeitspreis Grundpreis Lagerver- Cent/Einhei Cent/kWh Euro/Jahr zinsung** t Erdgas E 6,26 65,2 182 Holzpellets 4,2 2,6 2,5% Strom 19,2 19,2 5 Primär- CO2- energie- Emissionen faktor g/kwh SO2- Emissionen g/kwh NOx- Emissionen g/kwh Erdgas E 1,1 244,157,2 Holzpellets,2 41,68,799 Strom 1, ,111,583 KBN GmbH - Energieberatung Seite 27

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