Feldmäßiger Kabelbau

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1 Zentralrichtlinie Zweck der Regelung: Herausgegeben durch: Beteiligte Interessenvertretungen: Gebilligt durch: Herausgebende Stelle: Geltungsbereich: Einstufung: Einsatzrelevanz: Feldmäßiger Kabelbau Regelt das feldmäßige Verlegen von Fernmelde/ IT-Leitungen und Kabeln außer Stromleitungen FüUstgkdoBw Keine Kommandeur FüUstgKdoBw FüUstgKdoBw Bundeswehr Offen Ja Berichtspflichten: Nein Gültig ab: Frist zur Überprüfung: Version: 1 Überführt: Aktenzeichen: /22 ZDv 52/1, Kabelbau, Feldmäßiger Kabelbau, Feldfernkabelbau, Fernmeldekabel, Bautrupp, Führungsunterstützung Identifikationsnummer: A I

2 Inhaltsverzeichnis 1 Grundsätze Zweck 6 2 Einführung Allgemeines Aufbau und Verwendung von Fernmeldekabeln Feldkabel Feldfernkabel Verbindungskabel Anschlusskabel Lichtwellenleiterkabel BIGSTAF Lichtwellenleiterkabel BRUGG-MILLE-LWL-Kabel (BRUmil) Planung und Erkundung Aufgaben Zugführerin bzw. Zugführer Aufgaben Truppführerin bzw. Truppführer 16 3 Einzelverrichtungen Anschließen der Kabelenden an Fernmeldegeräte Feldkabel Feldfernkabel Verbindungskabel Anschlusskabel Lichtwellenleiterkabel Gebrauch des Kabelspulgerätes Kabelspulgerät für Feldkabel Kabelspulgerät für Feldfernkabel (FFKb) Verlegen von Lichtwellenleiterkabel Kabelverbindungen und Untersuchungsstellen Allgemeines Feldkabel Feldfernkabel Verbindungskabel Anschlusskabel Lichtwellenleiterkabel Befestigen von Kabeln Allgemeines Feldkabel Andere feldmäßige Kabel Lichtwellenleiterkabel Aufhängen von Kabeln Allgemeines 33 Seite 2

3 3.5.2 Gebrauch der Drahtgabel Verlegen von Lichtwellenleiterkabel Verwenden von Baustangen und Lattenscheren Befestigen von Ankerseilen Verwenden von Baustangen Verwenden von Lattenscheren Verwendung des I-Mastes Feldmäßige Abspannvorrichtung (Abspannbock) 48 4 Bauausführung, allgemein Allgemeines Grundsätze für den Kabelbau Bauarten Geschlossener und getrennter Bau Ausbau von Leitungen Der Tiefbau Der Hochbau Besonderheiten beim Verlegen von Lichtwellenleiterkabeln Bezeichnung und Kennzeichnung von Leitungen Baumeldungen Einschleifen von Leitungen Zusammenwirken mehrerer Bautrupps Bau bei Dunkelheit Bau im Winter Schwierige Bauabschnitte Kreuzen von Wegen, Straßen und Autobahnen Kreuzen von Bahnstrecken Kreuzen von Gewässern Kabelbau im Bereich elektrischer Energieanlagen Abholen von Fernmeldeverbindungen aus festen Fernmeldenetzen Anschaltpunkte der Bundeswehr (AP Bw) 67 5 Bauausführung, Besonderheiten Besonderheiten bei der Bauausführung Feldkabel Andere feldmäßige Kabel Lichtwellenleiterkabel Herstellen von gesicherten Fernmeldeverbindungen Unterhalten von Leitungen Allgemeines Feldkabel Feldfernkabel Verbindungskabel und Anschlusskabel Lichtwellenleiterkabel 77 Seite 3

4 5.3 Abbau von Kabeln Allgemeines Im Friedenseinsatz/Grundbetrieb Im Einsatz unter gefechtsmäßigen Bedingungen 79 6 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln Allgemeines Maßeinheiten Messgrundsätze Messgerät Allgemeines Messgerät MX 230B (METRIX) Messungen Allgemeines Messen von Feldkabel beim Besonders Angesetzten Technischen Dienst Messen von Feldfernkabel beim Besonders Angesetzten Technischen Dienst Messen von Anschlusskabel und Verbindungskabel beim BATD Messen von Feldkabel vor und im Einsatz Messen von Feldfernkabel vor und im Einsatz Messen von Anschlusskabel und Verbindungskabel vor und im Einsatz Messen von Lichtwellenleiterkabel vor und im Einsatz Übernehmen von hergestellten Leitungen 92 7 Materialerhaltung Verantwortung für die Materialerhaltung Durchführung der Materialerhaltung 93 8 Sicherheitsbestimmungen Verantwortungsbereiche, Verantwortlichkeiten Überspannungsschutz Verhalten bei Gewitter Besonderheiten Lichtwellenleiterkabel Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung Maßnahmen beim Betrieb von Verbrennungsmotoren Kabelbau auf Flugplätzen und Landeräumen Hinweise für Erste Hilfe bei Unfällen durch elektrischen Strom Wirkung des elektrischen Stroms auf den menschlichen Körper Bergung von Verletzten nach Unfällen mit elektrischem Strom Erste-Hilfe-Maßnahmen Anlagen Technische Angaben für feldmäßige Kabelarten Verschiedenartige Rüstsätze (auszugsweise) 110 Seite 4

5 Feldfernkabeltrupp Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp Anlage 2/3 Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp luftverladbar (lvb) Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp klein lvb Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp lvb le gep Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp le gep Lichtwellenleitergerätetrupp Lichtwellenleitergerätetrupp lvb Lichtwellenleitergerätetrupp lvb le gep Lichtwellenleitergerätetrupp le gep Feldkabeltrupp Feldkabeltrupp Feldfernkabeltrupp Anschlusskabeltrupp Lichtwellenleitertrupp HEROS Schadmelde- und Pflegezettel Schadmeldezettel Pflegezettel für Fernmeldekabel Muster eines Truppbefehls Muster eines Leitungsverlaufsplanes Beschreibung und Bedienungsanleitung für die Feldkabelverbindungszange (Würgezange) Herstellen von Längenverbindungen/Flickstellen Taktische Zeichen für den Bautrupp Kennzeichnung feldmäßiger Kabel Baumeldungen/Messblatt Aufgabenverteilung in einem Bautrupp Knoten und Bunde Anschaltpunkte der Bundeswehr Bezugsjournal 147 Seite 5

6 Grundsätze 1 Grundsätze 1.1 Zweck 101. Diese Zentralrichtlinie behandelt den Bau von Feldkabel, Feldfernkabel, Verbindungskabel, Anschlusskabel und Lichtwellenleiterkabel Sie gilt für alle Bautrupps der Streitkräfte, die Fernmeldekabel feldmäßig verlegen. Die Kenntnis dieser Zentralrichtlinie und deren Anwendung sind für alle Vorgesetzten unerlässlich, die im Bereich des feldmäßigen Fernmeldekabelbaus eingesetzt sind. Die Zentralrichtlinie gehört vor allem in die Hand der Zugführer bzw. der Zugführerinnen und Truppführer bzw. Truppführerinnen Sie ist darüber hinaus das Handbuch für die Vorbereitung auf die AAP/ATN Stufe Die in der Zentralrichtlinie enthaltenen Sicherheitsbestimmungen umfassen alle Tätigkeiten, Verhaltensweisen und Vorkehrungen zur personellen und technischen Sicherheit. Diese Sicherheitsbestimmungen sind Betriebsschutzbestimmungen im Sinne der Zentralen Dienstvorschrift A-2000/1 Arbeitsschutz und Unfallverhütung und sind im Kapitel 0 Sicherheitsbestimmungen zusammengefasst TDV-, Planungs- und Versorgungsnummern, die in Textteilen und Anlagen genannt werden, entsprechen dem Stand bei der Erstellung dieser Zentralrichtlinie. Aktuelle Daten sind den entsprechenden Infoportalen zu entnehmen. Seite 6

7 Einführung 2 Einführung 2.1 Allgemeines 201. Fernmeldekabel sind Nachrichtenübertragungsmittel, die aus einem oder mehreren elektrischen Leitern (Kupferleiter) oder optischen Leitern (Lichtwellenleiter) bestehen. Mehrere Leiter sind in einer gemeinsamen Schutzhülle untergebracht, die gleichzeitig Isolierung, Abschirmung und Zugentlastung sein kann Kabel nutzen elektrische oder optische Leiter (Lichtwellenleiter) und bieten einen hohen Schutz gegen die Wirkungen des elektronischen Kampfes. Die metallischen Leiter werden zunehmend durch sehr leistungsfähige, abstrahlsichere und gegen Auswirkungen des elektromagnetischen Impulses (EMP) geschützte Lichtwellenleiter ersetzt. Kabel dienen der Herstellung/Verlängerung von Fernmeldeverbindungen oder zum Anschluss von Nutzern und Endeinrichtungen. Das Herstellen und Unterhalten von Kabelverbindungen ist sehr zeit-, personal- und materialintensiv/-aufwendig Kabel ermöglicht die Übertragung von Signalen (z. B. Sprache, Schrift, Bildern oder Daten) und dient somit der Informationsübertragung Die Truppe verlegt feldmäßig Kabel und unterhält sie. Nach der Nutzung werden sie abgebaut und später erneut verwendet, sofern es die Gefechtslage erlaubt Für den feldmäßigen Kabelbau sind folgende Kabelarten eingeführt: Feldkabel (FKb) 2-adrig in Längen von 400 m und 800 m, Feldfernkabel (FFKb) 4-adrig in Längen von 30, 100 und 400 m, Anschlusskabel (AKb) 10-paarig in Längen von 230 m, Verbindungskabel (VKb) 40-adrig/30-paarig in Längen von 200 m sowie Lichtwellenleiterkabel 2-adrig (je nach Ausführung 2-8 Fasern, 50/100µ) 206. Alle feldmäßigen Kabel als Leitungen erfüllen ihren Zweck nur dann, wenn sie rechtzeitig zur Verfügung stehen, betriebssicher und leistungsfähig sind, unterhalten werden können, möglichst wirksam gegen feindliche Waffenwirkung und gegen Abhören geschützt sind und die Forderungen an die elektrischen Anschlusswerte für die jeweiligen Netzbereiche (z. B. AU- TOKO 90) erfüllen. Seite 7

8 Einführung 2.2 Aufbau und Verwendung von Fernmeldekabeln Feldkabel 207. Das Feldkabel (FKb) ist ein 2-adriges, kunststoffisoliertes Kabel zur Herstellung von feldmäßigen Drahtverbindungen. Es steht in Längen von 400 m und 800 m auf Kabeltrommeln zur Verfügung Jede Ader besteht aus 4 verzinnten Kupferdrähten, die eine gute Leitfähigkeit garantieren, und 3 verzinkten Stahldrähten für eine hohe Zugfestigkeit. Die beiden Adern sind gegeneinander verdrillt Das Feldkabel wird zu folgenden Zwecken verwendet: Bau von Teilnehmerleitungen (TlnLtg) auf dem Gefechtsstand, Verlängern einzelner Leitungen (Ltg) kommerzieller Anbieter (z. B. Deutsche Telekom AG), Bau von kurzen Leitungen, soweit es sich nicht um besonders hochwertige Verbindungen handelt und Anschluss an feldmäßige Fernmeldeanschlussstellen (FmAnschlSt) Vorteile des Feldkabels geringes Gewicht, schnell und einfach zu handhaben, ausreichende Biegsamkeit und einfache feldmäßige Instandsetzung Nachteile des Feldkabels begrenzte Reichweite, nicht abgeschirmt, Verminderung der Übertragungsgüte durch Isolationsschäden bei Dauerverlegung und bedingte Zugfestigkeit Feldfernkabel 212. Das Feldfernkabel (FFKb) ist ein 4-adriges, kunststoffisoliertes und geschirmtes Kabel zur Herstellung hochwertiger, feldmäßiger Drahtverbindungen. Es steht in Längen von 30 m, 100 m und 400 m auf Trommeln zur Verfügung. Seite 8

9 Einführung Abb. 1: Aufbau des Feldfernkabels 213. Das Feldfernkabel wird zu folgenden Zwecken verwendet: Bau feldmäßiger Leitungen auf dem Gefechtsfeld, Bau von Zuleitungen für Richtfunkstellen (RifuSt), Bau von Zubringerleitungen oder Teilnehmerleitungen sowie Abholen von Leitungen aus festen Netzen Vorteile des Feldfernkabels schnell und einfach zu handhaben, geringe Dämpfung, Mehrfachausnutzung, wenn Multiplexgeräte verwendet werden, geringe Störbeeinflussung durch andere Fernmeldeleitungen oder durch Starkstromleitungen sowie weitgehend unempfindlich gegen Nässe, Hitze und Kälte Nachteile des Feldfernkabels nur bedingt zugfest, anfällig gegen starke Biege- und Knickbelastung sowie ausbaufähig nur in Längen von 400 m Verbindungskabel 216. Das Verbindungskabel (VKb) ist ein 40-adriges/30-poliges kunststoffisoliertes und abgeschirmtes Kabel zur Herstellung feldmäßiger 4-Draht-Teilnehmerleitungen mit Signaladern. Es wird in Längen von 200 m auf Trommeln geliefert und in Längen von 0,65 m bis 50 m auf Fernmeldetrupps (FmTrp) eingesetzt. Seite 9

10 Einführung Abb. 2: Verbindungskabel mit Messerkontaktstecker 217. Vier Adern bilden einen Stamm. Zwei Adern sind als Signaladern zusammengefasst, sodass an den Messerkontaktsteckern 30 Adern (30 ) zur Verfügung stehen Das Verbindungskabel wird verwendet zum Abholen von 4-Draht-Leitungen beim Anschaltkasten 94 (AK 94), zwischen Fernmeldetrupps (z. B. Richtfunkabzweigtrupp/Netzverbindungstrupp und Knotenvermittlungstrupp) und zwischen Überspannungsschutzeinrichtungen (z. B. AK 70) und den Anschaltkästen der Fernmeldetrupps (FmTrp) Vorteile des Verbindungskabels schnelles, zusammengefasstes Auslegen eines Leitungsbündels, einfach und sicher zu handhaben sowie weitgehend unempfindlich gegen Nässe, Hitze und Kälte Nachteile des Verbindungskabels nur bedingt zugfest, anfällig gegen Biege- und Knickbelastung sowie hohes Gewicht Anschlusskabel 221. Das Anschlusskabel (AKb) ist ein 10-paariges, kunststoffisoliertes Kabel zur Herstellung feldmäßiger Teilnehmerleitungen. Es steht in Längen von 230 m auf Trommeln zur Verfügung. Seite 10

11 Einführung Abb. 3: Aufbau des Anschlusskabels 222. Das Anschlusskabel wird verwendet zum Bau von Zubringerleitungen in Fernmeldenetzen der Bundeswehr, Bau von Teilnehmerleitungen auf Gefechtsständen, Bau von Teilnehmerleitungen abgesetzter Teilnehmergruppen sowie Abholen von Leitungsbündeln fester Fernmeldenetze Vorteile des Anschlusskabels schnelles Auslegen und Weiterführen von bis zu 10 Leitungen, einfach und sicher zu handhaben, unempfindlich gegen wechselseitige Beeinflussung der im Kabel geführten Leitungen sowie weitgehend unempfindlich gegen Nässe, Hitze und Kälte Nachteile des Anschlusskabels nur bedingt zugfest, anfällig gegen Biege- und Knickbelastung, hohes Gewicht sowie nur in Längen von 230 m ausbaufähig Lichtwellenleiterkabel BIGSTAF 225. Das Lichtwellenleiterkabel (LWL) ist ein 2-adriges Glasfaserkabel in metallfreier, zugfester Ausführung mit aufgeschrumpftem Außenmantel zur Herstellung feldmäßiger Lichtwellenleiterverbindungen. Die Kabelenden sind mit LWL-Kupplungen abgeschlossen. Das Steckergehäuse und der Führungsmechanismus entsprechen weitestgehend der Kabelkupplung des Feldfernkabels. Für den feldmäßigen Kabelbau werden Längen in der Regel von 200 m auf Kleintrommeln und von 1000 m auf modifizierten FFKb Trommeln verwendet. Seite 11

12 Einführung 226. Das Lichtwellenleiterkabel wird verwendet für den raschen Aufbau einer störungsfreien und leistungsfähigen Verbindung zwischen den Geräten, die optische Schnittstellen mit Linsenflanschbuchsen aufweisen, an denen die LWL-Kupplungen (Kurzbezeichnung: Linsenstecker) angeschlossen werden können. Abb. 4: LWL-Kupplung 227. Um im zulässigen Dämpfungsbereich zu bleiben, sind maximal fünf geschlossene Kabelkupplungen in einer Strecke zulässig. Anfang- und Endstellen, die mit dem Linsenstecker des LWL an die jeweilige Linsenanflanschbuchse der Endgeräte angeschlossen sind, gelten dabei als eine geschlossene Kabelkupplung (das heißt, mit 1000 m Längen sind maximal 4000 m zu erreichen). Sind in den Systembeschreibungen der Endgeräte mit optischen Schnittstellen jedoch andere Anschlusswerte angegeben, so muss danach entsprechend verfahren werden Vorteile des Lichtwellenleiterkabels wesentlich größere Übertragungskapazität gegenüber Kupferleitern, geringes Gewicht und Unempfindlichkeit gegen elektromagnetische Beeinflussung Nachteile des Lichtwellenleiterkabels Biegeempfindlichkeit der Glasfasern, höhere Dämpfungen bei Koppelstellen, Scheuerempfindlichkeit, Verletzungsgefahr beim Anfassen der Bruchstelle durch das Eindringen abgesplitterter Glasfasern, Querbelastungsempfindlichkeit sowie eine mechanische Deformation kann (auch wenn sie nicht zum Faserbruch führt) unzulässige Dämpfungswerte auch nach Wegfall der Biegebelastung verursachen. Seite 12

13 Einführung Lichtwellenleiterkabel BRUGG-MILLE-LWL-Kabel (BRUmil) 230. BRUmil ist ein 1-, 2-, 4- oder 8-faseriges Feldkabel mit einer flexiblen Metallkonstruktion in zugfester Ausführung mit schwarzem Polyamid Außenmantel zur Herstellung feldmäßiger Lichtwellenleiterverbindungen. Das Feldkabel BRUmil dient dem raschen Aufbau einer hochverfügbaren Verbindung zwischen Geräten oder Gefechtsständen, die optische Schnittstellen mit Linsenflanschbuchsen aufweisen und an denen die unterschiedlichen Typen von Linsensteckern angeschlossen werden können Die Besonderheiten des BRUmil gegenüber anderen Feldkabeln mit nichtmetallischem Mantel sind höchster Nagetierschutz, hohe Resistenz gegen Querdrücke; das Kabel kann von Raupenfahrzeugen wie beispielsweise Panzer überrollt werden, geringes Gewicht und kleiner Durchmesser, folglich hohe Packungsdichte auf den Kabelrollen, hohe Zugfestigkeit ohne Dämpfungsanstieg sowie extreme Temperaturbereiche. Abb. 5: Querschnitt BRUGG-MILLE-LWL-Kabel (BRUmil) Seite 13

14 Einführung Abb. 6: Linsenstecker HMA 232. Bei Multimodefasern können Daten ohne Zwischenverstärker bis 4 km, bei Singlemodefasern bis 20 km übertragen werden. Weiteres regeln Systembeschreibungen von Endgeräten mit optischen Schnittstellen. 2.3 Planung und Erkundung 233. Der Bau von Leitungen ist sorgfältig zu planen. Dabei hat die rechtzeitige Fertigstellung einer Leitung Vorrang vor allen anderen Gesichtspunkten Bereits bei der Planung ist zu berücksichtigen, dass die Leitung unterhalten werden muss. Die richtige Wahl von Leitungsverlauf, Bauart und Bauausführung verringert die Störanfälligkeit und erleichtert die Unterhaltung Vor dem Baubeginn ist die Baustrecke zu erkunden. Bei Zubringerleitungen und einzelnen Teilnehmerleitungen ist der Weg von einer Endstelle zur anderen abzufahren oder abzugehen, dabei ist der spätere Bauweg zu bestimmen. Der Bau beginnt meist an der Anfangsstelle und kann aber auch bei der Endstelle, bei der die Erkundung endet, beginnen Bei der Verkabelung von Gefechtsständen ist eine einheitliche Planung und Erkundung erforderlich. Zunächst sind alle Strecken zu erkunden, die ein Bautrupp bauen soll. Die Stellen, an denen der Bau beginnen soll, sind nach Dringlichkeit oder Zweckmäßigkeit zu bestimmen Bei kurzen Leitungen hat vor Baubeginn eine Gesamterkundung stattzufinden. Die Strecken für lange Bauwege können im gesamten Verlauf oder abschnittsweise erkundet werden. Welcher Art der Erkundung im Einzelfall der Vorzug zu geben ist, entscheidet die Zugführerin bzw. der Zugführer oder die Truppführerin bzw. der Truppführer. Ist in Ausnahmefällen eine Erkundung der Strecke vor Baubeginn nicht möglich, ist diese nach sorgfältiger Erkundung anhand der Karte zu wählen. Die eigentliche Erkundung erledigen Bautruppführerinnen bzw. Bautruppführer dann während des Baus, oder sie beauftragen eine ihrer Soldatinnen bzw. einen ihrer Soldaten damit. Die erkundende Soldatin bzw. der erkundende Soldat geht der vordersten Soldatin bzw. dem vordersten Soldat des bauenden Trupps voraus und legt den Bauweg fest, sie bzw. er hält die Blickverbindung. Seite 14

15 Einführung 238. Bei der Erkundung sind festzustellen der Verlauf von Hochspannungsleitungen und elektrifizierten Bahnlinien, + bei LWL sind Kreuzungen oder Parallelführungen möglich; Überspannungsschutzmaßnahmen können entfallen, + bei geschirmten stahlarmierten LWL sind Überspannungsschutzmaßnahmen vorzunehmen, der Zustand von Straßen und übrigem Gelände, die Verkehrsdichte und wenn möglich Räume, auf denen feindliche Waffenwirkung liegt oder erwartet wird. Aufgrund des Erkundungsergebnisses werden der Leitungsverlauf, die Bauart und die Bauausführung gewählt Leitungsverlauf, Bauart und die Bauausführung hängen grundsätzlich ab von der Lage, der zur Verfügung stehenden Zeit und den verfügbaren Kräften und Mitteln. Wenn möglich, soll eine klare Trennung des Leitungsverlaufs von bereits vorhandenen Leitungen bestehen. 2.4 Aufgaben Zugführerin bzw. Zugführer 240. Die Zugführerin bzw. der Zugführer erhält ihren bzw. seinen Auftrag vom örtlich zuständigen Fernmeldeoffizier (FmOffz) oder der Leiterin bzw. dem Leiter der Fernmeldezentrale (LdFmZ). Sie bzw. er ist dafür verantwortlich, dass die befohlenen Leitungen rechtzeitig hergestellt werden und dass ihre Betriebssicherheit gewährleistet ist. Sie bzw. er gibt den ihr bzw. ihm unterstellten Trupps die entsprechenden Aufträge Die Zugführerin bzw. der Zugführer informiert sich ständig über die Lage und über geplante Veränderungen im Fernmeldeeinsatz/-netz. Sie bzw. er hält außerdem Verbindung zu der Befehlsstelle, zu der sie bzw. er Fernmeldeverbindungen (FmVbdg) herzustellen und zu unterhalten hat Bei Gefechtsstandwechsel ist dafür zu sorgen, dass die Kabel so zügig abgebaut werden, dass die Bautrupps rechtzeitig am neuen Gefechtsstand verfügbar sind. Wenn die Kräfte dazu ausreichen oder verfügbar sind, werden zwei Staffeln gebildet und überschlagend eingesetzt Befehle an die Trupps werden mündlich gegeben. Befehle/Aufträge sind zu wiederholen. Karteneinzeichnungen oder Skizzen überprüft die Zugführerin bzw. der Zugführer. Einzelaufträge an die Trupps sind einer Befehlsausgabe für den Zug vorzuziehen. Seite 15

16 Einführung 244. Der Befehl der Zugführerin bzw. des Zugführers an eine Truppführerin bzw. an einen Truppführer zur Ausführung eines Bauauftrages muss folgende Einzelheiten enthalten: Feindlage, soweit ihre Kenntnis für das Verhalten des Trupps notwendig ist, eigene Lage, Auftrag mit + genauer Lage der Anfangsstelle mit Dienststellenbezeichnung, + genauer Lage der Endstelle mit Dienststellenbezeichnung, + grober Leitungsverlauf, Straßenseite, + mögliche Bauarten, + Zeitpunkt der Fertigstellung, + Art der Leitung (entfällt bei reinrassigen Bautrupps), + Unterhalten der Leitung, + Verbleib des Trupps nach dem Bau sowie Befehle für die Versorgung (z. B. Verpflegung, Material, Instandsetzung, Betriebsstoff, Sanitätsversorgung) und den Platz der Zugführerin bzw. des Zugführers Wird eine Leitung abschnittsweise gebaut, sind grundsätzlich zu befehlen die Bauausführung, die Lage der Anschlusspunkte, der Zeitpunkt, zu dem die einzelnen Teilstrecken durchgeschaltet werden und die Trupps, welche die einzelnen Teilstrecken unterhalten Muss der Zug Leitungen auf Endeinrichtungen anderer Einheiten oder Verbände auflegen, ist rechtzeitig mit diesen Verbindung aufzunehmen. 2.5 Aufgaben Truppführerin bzw. Truppführer 247. Während der Befehlsausgabe trägt die Truppführerin bzw. der Truppführer die Angaben zur Lage in eine Karte oder eine Skizze ein. Dabei sind besonders Gefechtsstände und Bauwege sowie Anfangs- und Endpunkte der befohlenen Leitung einzuzeichnen Nach Erhalt des Auftrags wertet die Truppführerin bzw. der Truppführer diesen aus. Weitere wichtige Tätigkeiten der Truppführerin bzw. des Truppführers ergeben sich aus der Anlage Seite 16

17 Einzelverrichtungen 3 Einzelverrichtungen 3.1 Anschließen der Kabelenden an Fernmeldegeräte Feldkabel 301. Beim Anschließen des Feldkabels an Fernmeldegeräte ist darauf zu achten, dass die Kabelenden keinen Kurzschluss oder Masseschluss zum Gerät verursachen. Außerdem darf die Isolierung nicht mit eingeklemmt werden. Das Kabel ist erst dann anzuschließen, wenn ausreichender Überspannungsschutz besteht (Abschnitt 9.1 ff) Kabelenden werden hergestellt durch (Abb. 7) Entfernen der Isolation auf 6 cm Länge, Abbiegen der Kupferadern (weicher als die Stahladern), (3) Umwickeln der Stahladern mit den Kupferadern Schlag neben Schlag und Abkneifen der umwickelten Enden bis auf ca. 2 cm Länge. Abb. 7: Herstellen von Kabelenden 303. Bei jeder Gerätepflege sind die Kabelenden auf ihre Verwendbarkeit zu überprüfen, wenn nötig, sind Neue anzufertigen Feldfernkabel 304. Anfangsstellen und Endstellen werden über die Kabelkupplung oder mit der Kabelpeitsche angeschlossen. Das Kabel ist erst dann anzuschließen, wenn ausreichender Überspannungsschutz besteht (siehe auch Abschnitt 8.2 ff) Eine Kabelpeitsche ist immer dann zu verwenden, wenn es nicht möglich ist, die Kabelkupplung des Feldfernkabels direkt an die Endeinrichtung anzuschließen. Seite 17

18 Einzelverrichtungen 306. Die Kabelpeitsche ist ein 5 m langes Stück Feldfernkabel. An einem Ende ist eine Kabelkupplung angebracht, das andere Ende ist bearbeitet. Das bearbeitete Ende besteht aus Stamm I (2 helle, ab isolierte und verlötete Adern), Stamm II (2 dunkle, ab isolierte und verlötete Adern) und einer Abschirmung (1 ab isolierte und verlötete Ader anderer Farbe als Stamm I oder II) Zwischen den Kabelkupplungen einer Länge Feldfernkabel sind, die beiden Stämme gekreuzt. In der Kabelpeitsche sind die Stämme nicht gekreuzt. Wird ein Feldfernkabel an beiden Enden mit einer Kabelpeitsche abgeschlossen, ist auf der einen Seite der helle Stamm und auf der anderen der dunkle Stamm an das Fernmeldegerät anzuschließen, damit eine Fernmeldeverbindung entsteht Die Kabelkupplungen am Feldfernkabel und an den Fernmeldegeräten sind schonend zu behandeln. Kabel sind stets mit geschlossenen Kabelkupplungen (Schutzdeckel aufgeschraubt) zu lagern, zu transportieren und zu verlegen Folgende Tätigkeiten sind beim Verbinden von Kabelkupplung und Kabelpeitsche erforderlich: Schutzdeckel durch gleichzeitiges, gegenläufiges Drehen von Deckel und Überwurfring entfernen, Kupplungsstücke unter Druck so zusammenpressen, dass die beiden unterschiedlichen Hülsenausschnitte ineinandergreifen (Daumenmarken auf den Hartgummikeulen stehen sich gegenüber), Überwurfringe zur Mitte zusammenschieben, gegenläufig festschrauben und Schutzdeckel ineinander stecken und verschrauben. Bei richtig geschlossener Kabelkupplung liegen die Überwurfringe auf ihrem gesamten Umfang gleichmäßig an. Damit ist eine sichere Verbindung der Kontakte gewährleistet und ein Eindringen von Feuchtigkeit und Schmutz in die Kabelkupplung verhindert. Abb. 8: Feldfernkabel mit angeschlossener Kabelpeitsche Seite 18

19 Einzelverrichtungen 310. Zwei Kabelkupplungen werden in umgekehrter Drehrichtung getrennt. Reihenfolge Schutzdeckel trennen, Kabelkupplungen trennen und Schutzdeckel auf die Kabelkupplungen aufschrauben Verbindungskabel 311. Verbindungskabel werden über den 30-poligen Messerkontaktstecker an die Endeinrichtungen angeschlossen. Das Kabel ist erst dann anzuschließen, wenn ausreichender Überspannungsschutz besteht (siehe auch Abschnitt 8.2 ff.) Anschlusskabel 312. Anschlusskabel lassen sich nur mit einem Anschaltgerät für Anschlusskabel an ein Endgerät anschließen. Dieses Gerät besteht aus einem 5 m langen Stück Anschlusskabel mit einer 20-poligen Kupplung und einem 30-poligen Messerkontaktstecker, bei dem die c-adern nicht beschaltet sind. Die Endeinrichtung wird über den Messerkontaktstecker angeschlossen. Das Kabel ist erst dann anzuschließen, wenn ausreichender Überspannungsschutz besteht (siehe auch Abschnitt 8.2 ff). Abb. 9: Anschaltgerät (Endpeitsche) für Anschlusskabel Lichtwellenleiterkabel 313. Anfangs- und Endstellen werden über die LWL-Kupplungen (Linsenstecker) angeschlossen. Ein Anschluss über eine Kabelpeitsche ist nicht möglich. Überspannungsschutzmaßnahmen für LWL entfallen, nicht aber für das anzuschließende Endgerät (Nr. 818 beachten) Die Schutzgläser der Linsenstecker sind stets trocken und sauber zu halten. Insbesondere besteht die Gefahr, dass bei Minustemperaturen ein evtl. bestehender Feuchtigkeitsfilm auf den Schutzgläsern gefriert und diese dann weitgehend lichtundurchlässig werden. Die weiteren Tätigkeiten bzw. Hinweise sind der Nr. 820 zu entnehmen. Seite 19

20 Einzelverrichtungen 3.2 Gebrauch des Kabelspulgerätes Kabelspulgerät für Feldkabel 315. Das Kabelspulgerät wird zum Auslegen und Auftrommeln des Feldkabels verwendet. Es kann getragen oder an einem Fahrzeug befestigt werden. Abb. 10: Kabelspulgerät zum Auslegen oder zum Auftrommeln des Feldkabels 316. Bei manuellem Auslegen wird das Kabelspulgerät auf dem Rücken getragen. Die Trommel wird in die oberen Achslager eingelegt und verriegelt. Das Feldkabel muss sich von oben von der Trommel abrollen (Abb. 11). Abb. 11: Auslegen des Feldkabels mit dem Kabelspulgerät Seite 20

21 Einzelverrichtungen 317. Beim behelfsmäßigen Auslegen des Feldkabels wird die Trommel mithilfe des Tragebügels getragen (Abb. 12). Abb. 12: Auslegen des Feldkabels mit dem Tragebügel (VersNr ) 318. Beim Auslegen ist die Trommelbremse des Kabelspulgeräts so zu betätigen, dass die Trommel sich entsprechend der Marschgeschwindigkeit dreht Zum Auftrommeln des FKb wird das Kabelspulgerät auf der Brust getragen (Abb. 13). Die Trommel wird in das obere Achslager eingesetzt, die Spindel mit aufgesetzter Handkurbel in das untere Achslager. Bevor die Verschlüsse geschlossen werden, ist die Antriebskette über beide Zahnkränze zu legen. Die Nut am unteren Ende des Führungsschiffchens läuft in der Gleitschiene des Kabelspulgeräts. Abb. 13: Auftrommeln des Feldkabels Seite 21

22 Einzelverrichtungen 320. Das Kabelende wird zum Auftrommeln von innen nach außen durch den Trommelrand gesteckt, zweimal außen herumgelegt und dann mit der Rändelschraube an der Trommel befestigt. Es ist darauf zu achten, dass das Feldkabel über das Führungsschiffchen von unten auf die Trommel geführt wird (Abb. 13) Kabelspulgerät für Feldfernkabel (FFKb) 321. Das Kabelspulgerät für Feldfernkabel (Verlegewagen, Abb. 14) wird zum Auslegen und zum Auftrommeln von Feldfernkabel, Anschlusskabel, Verbindungskabel und Lichtwellenleiterkabel verwendet. Abb. 14: Verlegewagen FFKb 322. Zum Einsetzen der Trommel in den Verlegewagen ist die Steckachse durch die liegende Trommel hindurch zu stecken. Dann wird der Verlegewagen mit der Fangvorrichtung unter die Steckachse gefahren. Drückt man die Griffenden herunter, gleitet die Kabeltrommel in die Trommellager und verriegelt Beim Verlegen ist darauf zu achten, dass das Kabel von unten von der Trommel abläuft. Damit die Trommel nicht schneller läuft, als Kabel abgezogen wird, ist die Trommelbremse zu betätigen. Mit der Radbremse kann der Verlegewagen gebremst werden. Seite 22

23 Einzelverrichtungen 324. Zum Auswechseln der Trommel ist der Verlegewagen mit senkrecht nach oben stehenden Griffen auf die herausziehbaren Verlängerungsholme (Abb. 14) zu stellen, dann ist die Achse zu entriegeln und der Trommelauswerfer zu betätigen. Die Trommel fällt jetzt nach unten heraus Ist es aufgrund der Geländeverhältnisse nicht mehr möglich, den Verlegewagen zu fahren, lassen die Verlängerungsholme sich herausziehen und zum Tragen des Verlegewagens benutzen. Außerdem kann die Trommel aus dem Verlegewagen herausgenommen und mit der Trageachse transportiert werden Zum Auftrommeln des Kabels werden ein Laufrad und die Trommel durch Verriegeln der Achse zum Gleichlauf gebracht. Auftrommeln kann man durch Schieben oder Ziehen des Verlegewagens oder Senkrechtstellen des Verlegewagens und Drehen des verriegelten Rades. Achtung! Das Heranziehen oder Durchziehen von Kabel über längere Strecken (mehr als 10 m) ist verboten Verlegen von Lichtwellenleiterkabel 327. Der Linsenstecker (Abb. 6) am Anfang des aufgetrommelten Kabels ist mit einem Spannriemen zu befestigen, der an der Trommel und am Linsensteckerdeckel befestigt ist. Zusätzlich verhindert ein weiterer Spannriemen, dass einzelne Windungen des LWL über den Trommelrand schlüpfen. Die Spannriemen sind bei leerer Trommel an der Innenseite des äußeren Trommelrandes aufzubewahren. Dabei ist der längere Spannriemen in die dafür vorgesehenen Löcher einzuhängen, der kürzere verläuft in den Halterungen unter dem längeren Spannriemen Die für das Lichtwellenleiterkabel (LWL) modifizierten FFKb-Trommeln können je nach aktuellem Auslieferungsstand unterschiedliche Konstruktionsstände aufweisen. Die Befestigung der Kabelstecker und des Überschlupfschutzes kann deshalb von dem beschriebenen Regelfall abweichen Beim Abtrommeln des Kabels entstehen am Anschaltpunkt hohe Zugkräfte, die durch einen Festpunkt abgefangen werden müssen Beim Auftrommeln bilden sich Kabelschleifen hinter dem Verlegewagen. Es ist deshalb darauf zu achten, dass das Kabel sich nicht an Hindernissen verhakt. Von Zeit zu Zeit muss diese Schleife nachgetrommelt werden. Das Kabel ist mit der Hand zu führen. Vorsicht! Bei zu schnellem Auftrommeln kann dies dazu führen, dass die Schleife am Ende sehr hart auf die Trommel aufschlägt und dabei die führende Hand einklemmt. Seite 23

24 Einzelverrichtungen 331. Der Kabelverlegewagen FFKb ist für die Aufnahme des LWL nur bedingt geeignet. Geringe Kabelstärke und fehlende Kabelführung verlangen eine sorgfältige, oft zeitraubende Aufnahme, um zu vermeiden, dass Schläge von der Trommel springen. Bei abgelegter, aufgewickelter Trommel liegt diese auf Trommelrand und Kabel auf. Deshalb ist die Trommel ohne Wucht auf den Boden abzusetzen und wenn immer möglich, aufrecht hinzustellen. Das weiterentwickelte Spulgerät, handbetrieben für LWL (VersNr ) ermöglicht das ordnungsgemäße Verlegen der LWL m LWL bis 300 m Länge wird mithilfe eines tragbaren Handverlegegestells (Abb. 15) von der Kleintrommel auf- und abgespult. Abb. 15: Handverlegegestell 3.3 Kabelverbindungen und Untersuchungsstellen Allgemeines 333. Kabelverbindungen, die unsachgemäß hergestellt werden, verursachen schwer auffindbare Störungen und verringern die Übertragungsgüte einer Leitung Kabelverbindungen sind bei allen Längenverbindungen und Flickstellen von Feldkabel herzustellen Längenverbindungen sind möglichst so anzulegen, dass sie gleichzeitig als Untersuchungsstellen zugänglich sind und dass jederzeit auch unter Zug liegende Leitungen geöffnet werden können. Damit keine Feuchtigkeit eindringen kann, dürfen Kabelverbindungen nicht auf dem Erdboden liegen Untersuchungsstellen sind so anzulegen, dass sich ein Störungssucher auch im Liegen anschalten kann. Jede Untersuchungsstelle ist mit der Bezeichnung der Leitung zu versehen. Seite 24

25 Einzelverrichtungen Feldkabel 337. Bei Längenverbindungen und Flickstellen müssen die Kabelenden metallisch blank sein. Am schnellsten und sichersten lassen sie sich mit der Feldkabelverbindungszange (Abb. 16) und den zugehörigen Hülsen herstellen. Nachteilig ist, dass sich dann Längenverbindungen nur durch Herausschneiden der Hülsen lösen lassen. Die Beschreibung der Zange und die Bedienungsanweisung sind in der Anlage 10.6 enthalten. Abb. 16: Feldkabelverbindungszange 338. Werden Kabelverbindungen als Untersuchungsstellen benutzt, sind Längenverbindungen aufzutrennen. Anschließend wird auf beiden Leitungsteilen in beiden Richtungen gesprochen (Einzelheiten in Nr. 631). Nach der Störungssuche ist eine neue Längenverbindung (siehe Anlage 10.7) herzustellen. Will man eine behelfsmäßige Längenverbindung als Untersuchungsstelle benutzen, genügt es, die Isolierung zu entfernen und sich mit dem Feldfernsprecher Ortsbatteriebetrieb/Zentralbatteriebetrieb (FFOB/ZB) parallel an die Adern anzuschließen. Nur wenn ein Adernschluss entstanden ist, muss die behelfsmäßige Längenverbindung aufgetrennt werden Feldfernkabel 339. Zum Herstellen von Längenverbindungen werden die Kupplungen zweier Längen Feldfernkabel miteinander verbunden. Die Kupplungen werden, wie in Nr. 309 beschrieben, zusammengesteckt Eine Kontrolle, ob die Kontakte der Kabelkupplungen einwandfrei verbunden sind, ist nur durch Messen möglich. Eine Sprechverständigung kann sich auch realisieren, wenn die Verbindung nicht ausreichend ist. Jede fertiggestellte Leitung ist deshalb vor dem Aufschalten auf die Übertragungsgeräte (ÜtrGer) durch eine Messung zu prüfen (Abschnitt 6.5.6) Mit Fernmeldegeräten, die eine Fehlerratenmessung ermöglichen, lässt sich auch die Funktionsfähigkeit der Leitung prüfen. Seite 25

26 Einzelverrichtungen 342. In die Leitung sind leere Trommeln einzubauen; auf ausreichende Tarnung ist zu achten. Wenn möglich, ist die leere Trommel dabei als Schutz der Kabelverbindung vor Witterungseinflüssen, Bodenfeuchtigkeit und Schmutz zu verwenden. Die Trommel ist so aufzustellen, dass die Kabelkupplung vom Boden entfernt und geschützt liegt Beim Hochbau sind für Kabelverbindungen starke Auflagen (Bäume, Masten usw.) zu wählen. Das Kabel ist nach beiden Richtungen festzulegen Liegt beim Hochbau die Längenverbindung ausnahmsweise zwischen zwei Auflagen, ist sie durch Einbau von zwei ineinander hängenden Abspannhaken zu entlasten. Der Abstand zwischen den Auflagen darf 20 m nicht übersteigen Eine Längenverbindung eignet sich als Untersuchungsstelle, wenn eine Prüfmuffe eingebaut ist oder wenn die Kabelverbindung aufgetrennt wird Die Prüfmuffe ist dazu da, das Kabel an den Untersuchungsstellen zu überwachen, an Schleifstellen mitzuhören und Störungen zu suchen (Ersatz für Prüfstecker). Abb. 17: Prüfmuffe mit angeschlossenem Feldfernsprecher OB/ZB Die Prüfmuffe hat an beiden Enden des Kunststoffgehäuses Kupplungsstücke zum Anschließen des Kabels. Vier isolierte (schwarze) Schraubklemmen sind an die durchlaufenden Adern angeschlossen. Die jeweils gegenüberliegenden Klemmen gehören zu einem Stamm. An der blanken Klemme liegt die Kabelabschirmung. Seite 26

27 Einzelverrichtungen Abb. 18: Schaltung der Prüfmuffe Das dem Überwurfring nächstliegende Klemmenpaar liegt für die links liegende Endstelle am dunklen Stamm, für die rechts liegende Endstelle am hellen. Für das andere Klemmenpaar ist die Folge der Stämme umgekehrt. Die Prüfmuffe ist nicht spritzwasserdicht. Deshalb ist bei Verwendung im Freien die Kunststoffschutzhülle überzuziehen Trennt man die Kabelverbindung auf, um eine Untersuchungsstelle zu erhalten, ist der Prüfstecker oder eine Kabelpeitsche einzusetzen Wird der Prüfstecker verwendet, sind die Kabelkupplungen zu lösen, anschließend wird ein Zwischenstecker mit seinem Kupplungsteil auf das Kupplungsstück des Kabels gesetzt und mit dem Überwurfring festgeschraubt. Die Stämme des Feldfernkabels liegen an den Buchsen der Anschlussplatte und können mit dem Prüfstecker abgegriffen werden. Dabei ist jeweils die Prüfung nur eines Stammes möglich, indem man den FFOB/ZB anschließt und damit durchspricht Bei Verwendung der Kabelpeitsche wird die Kabelkupplung gelöst und die Kabelpeitsche an das Kupplungsstück des Kabels gesetzt und mit den Überwurfringen festgeschraubt. Jetzt kann auf einem Stamm ein FFOB/ZB angeschlossen und auf dem anderen Stamm gemessen werden. Der Einsatz von zwei FFOB/ZB ist gleichzeitig möglich Verbindungskabel 350. Längenverbindungen eines Verbindungskabels werden mit 30-poligen Adaptern hergestellt. Nach dem Einbau in ein Gehäuse (VersNr ) kann man sie wasserdicht verlegen Das Einrichten von Untersuchungsstellen entfällt beim Verbindungskabelbau, da die Leitungen meist nur aus einer Längenverbindung bestehen. Seite 27

28 Einzelverrichtungen Anschlusskabel 352. Längenverbindungen werden mit Anschlusskabeln hergestellt, indem man die 20-poligen Kupplungen verbindet Wird eine Untersuchungsstelle benötigt, ist die Längenverbindung zu trennen und der Prüfzusatz für Fernmeldekabel (Abb. 19) anzuschließen. Abb. 19: Prüfzusatz für Fernmeldekabel Lichtwellenleiterkabel 354. Eine Instandsetzung und Herstellen einer Längenverbindung des LWL-Kabels (MCFR1) ist unter feldmäßigen Bedingungen unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Zeit) möglich Zwei identische, wiederverwendbare LWL-Feldspleißmuffen erlauben neben dem Verbinden auch das Einsetzen eines Kabelstückes, falls das verlegte Kabel nicht nachgezogen werden kann. Die Montage und deren Vorbereiten und Ausführung ist der gerätebegleitenden Broschüre des Herstellers zu entnehmen. Abb. 20: Reparaturset LWL, FOCON Seite 28

29 Einzelverrichtungen 3.4 Befestigen von Kabeln Allgemeines 356. Festpunkte legen das Kabel nach beiden Seiten so fest, dass es seine Lage nicht verändern kann. Sie sind während des Baus in möglichst kurzen Abständen an geeigneten Stellen (Bäume, Masten, Zäune usw.) zu bilden Festpunkte haben den Zweck die Sicherheit im Tiefbau und Hochbau zu erhöhen (Schutz gegen Verschleppen und Durchrutschen sowie Einhalten des Leitungsverlaufes bei Richtungsänderungen), Anfangs- und Endstellen zu schützen, das Kabel an Längenverbindungen und Untersuchungsstellen zu entlasten und Überwege zu schützen Festpunkte sind anzulegen an Anfangs- und Endstellen, beiderseits von Längenverbindungen, Untersuchungsstellen und Überwegen, vor und nach starken Richtungsänderungen und beim Übergang vom Hochbau zum Tiefbau und umgekehrt Feldkabel 359. Der Webleinstek legt das Feldkabel an einen Festpunkt. Er wird in folgenden Arten ausgeführt: Webleinstek mit dem freien Kabelende an von oben nicht zugänglichen Gegenständen, Webleinstek ohne freies Kabelende über Pfähle, Pflöcke, Aststümpfe oder Stangenenden, lässt sich an Gegenständen mit glatter Oberfläche oder mit zu geringem Durchmesser die Schlinge des Webleinsteks nicht festziehen, ist zusätzlich ein Zweiter über dem Ersten anzubringen oder doppelter Webleinstek ohne freies Kabelende an von oben nicht zugänglichen Gegenständen. Dazu sind die Enden des ankommenden und des abgehenden Kabels nebeneinander zulegen und mit einem Webleinsteg mit freiem Kabelende abzuschließen. Das Festziehen und das Lösen des Kabels ist unter Anlage 10.12, Nr. 2. dargestellt Mit dem Stangenbund wird das Feldkabel an Baustangen befestigt, wenn man durch nachträgliches Drehen der Stange den Durchhang der Leitung ändern will Fehlen geeignete Gegenstände für den Webleinstek oder den Stangenbund, ist das Feldkabel mit Steinen zu beschweren. Nie das Kabel an scharfkantigen Gegenständen befestigen. Seite 29

30 Einzelverrichtungen Andere feldmäßige Kabel 362. Festpunkte werden hergestellt mit Ankerstichen an Ankerpflöcken, Holzzäunen u. Ä. (Abb. 21), Abbund am Fuß von Bäumen mit einem Durchmesser von mehr als 20 cm (Abb. 21) oder Abspannhaken (Abb. 24); Der Klemmhebel des Abspannhakens ist dabei mit Leinenband zu sichern. Abb. 21: Ankerstich Abb. 22: mit Ankerstich festgebundenes Kabel 363. Sind keine geeigneten Gegenstände zum Anbringen eines Festpunktes vorhanden, so sind Behelfspfähle zu fertigen. Das Kabel kann behelfsmäßig auf einer Länge von 5-8 m auch durch Eingraben festgelegt werden. Die Furche muss dann cm tief sein, der Boden ist über dem Kabel festzutreten. Scharfkantige Gegenstände eignen sich nicht für Festpunkte. Abb. 23: Abbund im Hochbau Abbund im Tiefbau Seite 30

31 Einzelverrichtungen Abb. 24: Abspannhaken für Kupferkabel Lichtwellenleiterkabel 364. Achtung! Der zulässige Biegeradius darf nicht unterschritten werden, die entsprechenden Daten sind den Herstellerhinweisen für das jeweilige Kabel und der Anlage 10.1 dieser Zentralrichtlinie zu entnehmen Fehlen geeignete Gegenstände zur Befestigung des LWL, kann es eingegraben werden. Achtung! Bei der Beschwerung mit Steinen besteht aber bei ruckweisem Anziehen die Gefahr des Außenmantelrisses Achtung! Aufgrund der Empfindlichkeit gegenüber Scher- und Scheuerwirkungen, so z. B. bei der Verlegung um Ecken oder geöffnete Türen, ist ein entsprechender Schutz vorzusehen. Hierfür eignet sich besonders gut der Schutzschlauch/Scherschutz LWL (Abb. 25), in den das Kabel durch den Längsschnitt eingelegt wird. Abb. 25: Schutzschlauch, LWL 367. Achtung! Besonders empfindlich reagiert das Kabel auf Druckbelastung durch Lkw-Reifen oder Ketten bei festem Untergrund. Das Kabel ist so zu verlegen, dass die Belastung des Kabels (Reifen Kabel fester Untergrund) ausgeschlossen werden kann. Seite 31

32 Einzelverrichtungen 368. Wird der Festpunkt durch einen Abbund am Fuße von Bäumen o. Ä. hergestellt, so ist abweichend von Abb. 26, die Schlinge unter die beiden letzten Windungen zu legen (Abb. 23). Abb. 26: Abbund im Hochbau Abbund im Tiefbau Beim Abbund im Hochbau ist ebenfalls die Schlinge unter die beiden letzten Windungen zu legen. Wird die Schlinge herkömmlich befestigt, besteht unter Zugbelastung die Gefahr, dass das Kabel durchrutscht und der zulässige Biegeradius im Bereich der Leinenbandschlaufe unterschritten wird. Aus Sicherheitsgründen ist die Kabelschlinge mit Leinenband anzubinden Festpunkte mittels herkömmlicher Abspannhaken sind für LWL nicht geeignet. Insbesondere bei Zugbelastung rutscht hier das Kabel wegen der zu weiten Führungsrille durch. Deshalb sind die für LWL modifizierten Abspannhaken (Abb. 27) zu verwenden. Abb. 27: Abspannhaken für LWL Seite 32

33 Einzelverrichtungen 370. Des Weiteren sind bei Feldkabel BRUmil spezielle Abspannkeile (Abb. 28) zu verwenden, da das Kabel insbesondere bei Zugbelastung durchrutschen kann. Das Kabel wird hierzu zwischen den beiden Backen eingeklemmt und die Nylonschnur an einem Fixpunkt eingehängt. Abb. 28: Abspannkeile Achtung! Zum Herstellen der Zugentlastung im Kupplungsbereich des Geräteanschlusses darf das LWL nicht, wie bei den anderen Kabelarten in eine Bandschlaufe gelegt werden, da hier bei Zugbelastung der zulässige Biegeradius unterschritten wird. Es sind grundsätzlich die LWL Abspannringe zu verwenden. 3.5 Aufhängen von Kabeln Allgemeines 371. Vorsicht! Das Benutzen von Hochspannungsmasten und Einrichtungen elektrischer Energieanlagen zum Abspannen oder als Auflagen für Kabel ist verboten. Es besteht Lebensgefahr! 372. Das Kabel ist im Hochbau in geeignete natürliche oder künstliche Auflagen (Astgabeln u. Ä.) einzulegen, die witterungsbeständig sind und das Gewicht sowie den entstehenden Druck und Zug aushalten Fehlen geeignete Auflagen, ist das Kabel mit Leinenband festzubinden oder an Baumhaken aufzuhängen. Mit Baumhaken kann das Kabel an Gestängen, Häusern u. Ä. hochgelegt werden Lässt es sich nicht vermeiden, dass das Kupferkabel um scharfe Kanten läuft, ist es durch Unterlegen von geeignetem Material (Lappen, Gras o. Ä.) zu polstern. Achtung! Bei LWL ist das Aufhängen über oder um scharfkantige Auflagen nicht gestattet (bei Zugbelastung wird sonst der zulässige Biegeradius unterschritten, siehe Herstellerhinweise und Anlage Seite 33

34 Einzelverrichtungen Gebrauch der Drahtgabel 375. Beim Hochbau wird das Kabel mit der Drahtgabel (Abb. 29) in die Auflagen gelegt oder daraus herausgenommen. Beim Auslegen wird das Kabel im Kabellager geführt. Mit dem Haken lassen sich Kabel oder Zweige herunterziehen. Die Spitze wird zum Aufhängen von Baumhaken benutzt. Abb. 29: Drahtgabel 376. Beim Hochlegen des Kabels ist es besonders wichtig, dass Drahtgabelbedienende und die oder der Ziehende des Kabels gut zusammenarbeiten. Anziehende halten das Kabel unter leichtem Zug, während Drahtgabelbedienende die Drahtgabel, mit dem Ende in Kniehöhe, leicht in Baurichtung geneigt tragen. Zum Einhängen in eine Auflage wird die Drahtgabel zunächst daran vorbeigeführt und danach kräftig nach oben gestoßen. Anziehende lassen kurz das Kabel etwas nach und ziehen dann mit einem kräftigen Schwung Kabel und Drahtgabel in die Auflage hinein. Drahtgabebedienende lassen die Gabel mit dem Kabel mitschwingen, ohne sie loszulassen. Sobald das Kabel sicher in der Auflage liegt, lösen Anziehende den Zug auf das Kabel, und der Bau wird fortgesetzt. Abb. 30: Legen des Kabels in eine Auflage Seite 34

35 Einzelverrichtungen Beim Hochlegen in Astgabeln von Bäumen können weitere Drahtgabelbedienende nötig werden, die den ausgewählten Ast mit dem Haken ihrer Drahtgabel herabziehen. Der Abstand zwischen Drahtgabelbedienende und Anziehende darf nicht unter 3 bis 5 m betragen, weil sonst der Druck auf die Drahtgabel zu stark wird, was die Arbeit der Drahtgabelbedienenden unnötig erschwert. Ist der Abstand zu groß, können die Anziehenden das Kabel nicht schnell genug in die Auflagen ziehen, und die Drahtgabelbedienenden müssen das Kabel zu lange hochhalten Beim Abspannen des Kabels von Bäumen legt die erste Drahtgabelbedienerin bzw., der erste Drahtgabelbediener das Kabel in eine Astgabel. Die zweite Drahtgabelbedienerin bzw. der zweite Drahtgabelbediener fasst mit dem Haken das Kabel von der anderen Seite und zieht es in einer Schlinge nach unten (Abb. 31). Dabei hält sie bzw. er das ankommende Kabel unter Zug und zieht von dem abgehenden Kabel so viel nach, wie er für das Herstellen eines Festpunktes mit kleiner Kabelreserve braucht. Zum Abbinden ist die Schlinge mehrere Male um den Baum zu führen und so festzulegen, dass das Schlingenende vom Kabel durch den auf der Leitung liegenden Zug festgeklemmt wird (Abb. 26). Die erste Drahtgabelbedienerin bzw. der erste Drahtgabelbediener führt das Kabel weiter. Abb. 31: Kabelführung beim Herstellen eines Abbundes Verlegen von Lichtwellenleiterkabel 378. Für das LWL wurde das Drahtgabeloberteil modifiziert (Abb. 32), um während der kurzfristigen Belastung beim Herabziehen des Kabels die optische Faser nicht zu beschädigen, sondern nur stark zu bedämpfen. Seite 35

36 Einzelverrichtungen Abb. 32: Drahtgabel, LWL (Oberteil) 379. Achtung! Starkes und zugleich ruckartiges Ziehen des Kabels muss unterbleiben, da dies zum Außenmantelriss führen kann Zum Aufhängen des Kabels sind modifizierte Baumhaken zu verwenden (Abb. 33), die das LWL auf einer Rolle führen. Das Aufhängen mittels herkömmlicher Baumhaken muss unterbleiben, da der zulässige Biegeradius bei Belastungen schnell unterschritten wird. Abb. 33: Baumhaken für LWL Seite 36

37 Einzelverrichtungen 381. Beim Baumhaken besteht insbesondere beim Aufhängen in Regenrinnen die Gefahr, dass das federnde Ende des Baumhakens über die obere Regenrinnenbegrenzung rutscht. Deshalb sind bei Bedarf an die Baumhaken Rinnenhalter (Abb. 34, nicht bei allen Trupps vorgesehen) zu befestigen. Der Rinnenhalter wird dann mittels des Baumhakens, dessen Tülle auf die Spitze der Drahtgabel gesetzt wird, in die entsprechende Rinne eingelegt. Abb. 34: Rinnenhalter 382. Vor dem Aufhängen mit Baumhaken ist das Kabel in die Kabelauflage des Baumhakens zu legen. Die Tülle wird auf die Spitze der Drahtgabel gesetzt und der Baumhaken so in die Auflage gehängt, dass das Kabel frei durchlaufen kann. Abb. 35: Baumhaken, Feldkabel Abb. 36: Baumhaken, Feldfernkabel Seite 37

38 Einzelverrichtungen 3.6 Verwenden von Baustangen und Lattenscheren Befestigen von Ankerseilen 383. Mit Ankerseilen werden Lattenscheren und Baustangen an Ankerpflöcken verankert Ankerseile werden am Ankerpflock (Abb. 37) mit einem Slipstek, einem Sicherungsknoten und drei halben Schlägen befestigt. Die Schlaufe des Slipsteks ergibt beim Anspannen einen festen Knoten, der sich aufziehen lässt, wenn der Anker gelöst wird. Abb. 37: Befestigen des Ankerseils am Ankerpflock Seite 38

39 Einzelverrichtungen 385. An der Spitze einer Baustange sind Ankerseile stets so anzubringen, dass sie sich nicht lösen können, wenn die Stange durchbiegt. Abb. 38: Befestigen des Ankerseils am Stangenende 386. Zur Verankerung an Lattenscheren wird das Ankerseil zwischen der unteren Kabelauflage und dem Drehpunkt der Lattenschere mit einer Schlaufe befestigt (Abb. 38) Verwenden von Baustangen 387. Mitgeführte Stangenteile oder behelfsmäßige Baustangen werden zum Hochbau von Kabeln und für Überwege verwendet, wenn keine natürlichen Auflagen vorhanden sind Aus den Stangenteilen lassen sich herstellen (Abb. 39) Baustangen für Gestänge durch Zusammenstecken von zwei Stangenteilen, Baustangen für Überwege durch Einfügen eines Verlängerungsstückes, Doppelstangen als verstärkte Baustange durch Umwickeln von zwei Baustangen mit Ankerseilen, Stangenböcke für besonders feste Auflagen aus mehreren Behelfsstangen und A-Masten für besonders feste Auflagen aus zwei Baustangen mit Verlängerungsstück und einem Verlängerungsstück als stabilisierende Querstange. Seite 39

40 Einzelverrichtungen Abb. 39: Baustangen aus Stangenteilen 389. Beim Aufstellen einer Baustange wird zuerst die Abspannung und dann das Kabel ca. 15 cm unterhalb der Spitze mit einem Webleinstek oder einem Stangenbund befestigt. Ist der Durchhang der Leitung reguliert, wird die Baustange in ein mit der Kreuzhacke vorbereitetes Loch eingesetzt und abgespannt. Das Kabel ist beim Übergang vom Hochbau zum Tiefbau oder umgekehrt an einem besonderen Ankerpflock festzulegen. Auch wenn die Stangenteile schon verankert sind, ist das Kabel über der Abspannung zu befestigen Die Stangen sind so zu verankern, dass die Abspannung der Zugrichtung des Kabels entgegenwirkt. Abb. 40: Verankerung von Baustangen Seite 40

41 Einzelverrichtungen 391. Stehen keine Baustangen zur Verfügung, genügen auch Auflagen aus Latten oder Kanthölzern. Im Frieden dürfen dafür keine Bäume gefällt werden Verwenden von Lattenscheren 392. Die beim Trupp (nicht Feldkabeltrupp) vorhandenen Lattenscheren (Abb. 41) werden verwendet, wenn keine natürlichen Auflagen verfügbar sind. Für das LWL sind ausschließlich die modifizierten Lattenscheren (Abb. 42) zu verwenden. Achtung! Beim Aufbau von Lattenscheren ist der Gefechtshelm zu tragen. Abb. 41: Lattenschere Abb. 42: Lattenschere, LWL (Oberteil) 393. Eine Lattenschere wird wie folgt aufgebaut: Lattenschere zusammenstecken und so öffnen, dass die Standflächen 2 m auseinander stehen. Lattenschere am vorgesehenen Aufstellungsort ablegen, die Spitze muss von der Stelle wegzeigen, die das Kabel überspannen soll. Seite 41

42 Einzelverrichtungen Gegenüberliegende Lattenschere so ausrichten, dass ihre Mittellinie dem gewünschten Kabelverlauf entspricht. Im Abstand von ca. 2 m vom Fußpunkt der Lattenschere in Höhe der Schenkel zwei Ankerpflöcke einschlagen. Zwei Ankerseile wie in Abschnitt 3.6.1, Nr. 184 beschrieben befestigen und die Lattenschere aufrichten. Ankerseile, wie in Abschnitt 3.6.1, Nr. 183 beschrieben, an den Ankerpflöcken befestigen, die Neigung der Lattenschere ist so zu wählen, dass diese nicht in die Straße hineinragt, aber auch nicht umfällt (wenn nötig, muss ein Soldat stützen). Pro zwei Kabel je einen Ankerpflock in Höhe der Mittellinie zwischen den beiden bereits eingeschlagenen Ankerpflöcken einschlagen. Kabel in Straßenmitte (bei Überwegen) mit Leuchtmarkierband kennzeichnen und in die Kabelauflagen einlegen. Maximal zwei Kabel mit je einem Abspannhaken an Ankerpflöcken befestigen. Kabelhöhe prüfen und das Kabel wenn nötig nachspannen. Abspannungen mit Leinenband kennzeichnen. Alle Abspannungen Kabel und Ankerseile müssen auf Spannung sitzen In jeder Kabelauflage dürfen höchstens zwei Kabel eingelegt werden. Abb. 43: Überweg mit zwei Lattenscheren Beachte Die Lattenscheren sind so aufzustellen, dass die Kabelauflagen entgegengesetzt stehen. Seite 42

43 Einzelverrichtungen 3.7 Verwendung des I-Mastes 395. Im Bereich der TSK Lw wird der I-Mast eingesetzt. Seine Handhabung wird im Folgenden dargestellt: Abmaße I-Mast (ohne Kabelauflagekopf und Erdanker) Mast ausgefahren: mm Mast eingefahren: mm Durchmesser: 76 mm Gewicht: 7,75 kg Abmaße Drahtgabel (ohne Drahtgabelkopf) Drahtgabel ausgefahren: mm Drahtgabel eingefahren: mm Durchmesser: 60 mm Gewicht: 4,9 kg Abb.: 44 Kabelauflagekopf soweit ins Gewinde drehen, bis er hindurchfällt. Seite 43

44 Einzelverrichtungen Abb.: 45 Den Mast ausfahren. Die Gewinde des Masts sind bis zum Anschlag zu drehen, dann wieder eine 1/4 Umdrehung zurück, damit dass Gewinde nicht festsitzt. Abb.: 46 Erdanker in den Boden einschlagen. Bei einer Straßenüberquerung muss der Erdanker mindestens 6 m von der Straße entfernt eingeschlagen werden. Seite 44

45 Einzelverrichtungen Abb.: 47 Drei Abspannseile am Kabelauflagekopf Abb.: 48 Den Mast in den Erdanker stellen. Seite 45

46 Einzelverrichtungen Abb.: 49 Drei Heringe im Abstand von etwa 1,5 m gleichmäßig um den Mast verteilt einschlagen. Abb.: 50 Die Seile an den Heringen befestigen und spannen. Durch Nachziehen der Seile den Mast in gerade Position bringen. Seite 46

47 Einzelverrichtungen Abb.: 51 Den Gabelstangenkopf auf die Gabelstange aufsetzen. Abb.: 52 Die Gabelstange in gleicher Weise wie den I-Mast ausfahren. Seite 47

48 Einzelverrichtungen Abb.: 53 Mit der Gabelstange das Kabel auf den Mast hieven. Abb.: 54 Wie nachstehende Skizze veranschaulicht, muss das Kabel beidseitig abgespannt werden. 3.8 Feldmäßige Abspannvorrichtung (Abspannbock) 396. Der Abspannbock dient als Haltevorrichtung für den Überspannungsschutz und ermöglicht das übersichtliche Heranführen mehrerer Kabel/Kabelarten an den Überspannungsschutz. Der Abspannbock wird eingesetzt als Abholpunkt sowie bei Vermittlungen und Gefechts-/Teilgefechtsständen. Die verschiedenen Arten von Abspannböcken sind in den Abbildungen dargestellt. Seite 48

49 Einzelverrichtungen Abb. 55: Abspannbock, klein mit Kabelreserve Abb. 56: Abspannbock, groß Seite 49

50 Einzelverrichtungen Abb. 57: Abspannbock mit natürlichen Hilfsmitteln Die Abbildung 58 zeigt die benötigten Materialien für den Aufbau eines Abspannbockes. Abb. 58: Material für den Abspannbock Seite 50

51 Bauausführung, allgemein 4 Bauausführung, allgemein 4.1 Allgemeines Grundsätze für den Kabelbau Beim Kabelbau ist auf Deckung und Tarnung entsprechend der Lage zu achten. Schutz gegen die Bedrohung aus der Luft ist immer zu schaffen. Die Baufahrzeuge dürfen Truppenbewegungen nicht behindern und andere Teileinheiten nicht bei der Ausführung ihres Auftrags beeinträchtigen Kupferkabel sind mit allen Adern bei Baubeginn an der Anfangsstelle auf geerdete Blitzschutzsätze aufzulegen (siehe Abschnitt 8.2). Ein Adernpaar ist an einen FFOB/ZB oder an eine Fernsprechvermittlung (FspVmi) Ortsbatteriebetrieb (OB) ausgenommen Betriebsvermittlung anzuschließen. An diese Sprechstelle wird die Baumeldung (siehe auch Abschnitt 4.2.5) durchgegeben, die Meldung ist in das Formblatt Baumeldungen/Messblatt Anlage einzutragen. In der Regel wird die Anfangsstelle von Personal der Einheit oder Teileinheit besetzt, für welche die Leitung gebaut wird. Nur ausnahmsweise ist Personal des Trupps zu diesem Zweck abzustellen Der LWL Bau ist grundsätzlich mit dem hierzu modifizierten Baumaterial (Baumaterial, LWL) durchzuführen. Sollte ausnahmsweise kein modifiziertes Baumaterial zur Verfügung stehen, gilt mit dem Baumhaken dürfen keine 180 -Richtungsänderungen des Kabels durchgeführt werden, bei den Lattenscherenauflagen sind Winkel kleiner/gleich 90 des Kabels zur Auflage zu vermeiden, das Kabel muss im Abspannhaken durch doppelte Umschlingung festgelegt werden, da es sonst durch die Führungsrille rutscht. Damit wird das Kabel in zwei sich überkreuzenden Schlägen geführt. Der scharfkantige Steg, über den das Kabel läuft, ist zu polstern (z. B. mit einem Lappen), kein ruckartiges Anziehen mit der Drahtgabel, und Achtung! Zugentlastungsklemmen ohne Modifizierung dürfen wegen der Gefahr des Außenmantelrisses auf keinen Fall verwendet werden Führende von Fernmeldestellen sind für die Kabelführung im Umkreis von 200 m weisungsbefugt. Mit ihnen ist der Kabelverlauf abzusprechen (siehe auch Abschnitt 2.3) An der Anfangsstelle und der Endstelle ist eine Kabelreserve von 30 m zurückzulassen. Diese ist zu einem Ring aufzuschießen und festzulegen. Kabel darf nur von einer sich drehenden Trommel und nur senkrecht zur Trommelachse abgezogen werden, damit sich das Kabel nicht verdreht Die Truppführerin bzw. der Truppführer befiehlt, ob zu Fuß oder vom Fahrzeug aus gebaut wird. Bei dieser Entscheidung sind das Gelände und der Auftrag zu berücksichtigen. Seite 51

52 Bauausführung, allgemein Vom Fahrzeug aus wird gebaut, wenn die Baustrecke über freies befahrbares Gelände führt; die Wegeführung ein sicheres Verlegen im Tiefbau erlaubt oder am Bauweg Bäume für sofortigen Hochbau zur Verfügung stehen Beim Verlegen vom Fahrzeug aus ist zu achten auf die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung (siehe Abschnitt 8.5), das Befolgen der Sicherheitsbestimmungen (gesamtes Kapitel 8), das Anbringen der weiß-rot-weißen Warnflaggen (siehe Abschnitt 8.5), die Benutzung der gelben Rundumkennleuchte (siehe Abschnitt 8.5), das Tragen auffälliger Warnkleidung durch die Personen, die im öffentlichen Straßenraum oder in anderen Verkehrsräumen zum Bau eingesetzt sind (siehe Abschnitt 8.5), die Anpassung der Fahrgeschwindigkeit an die Gelände und Verkehrsverhältnisse, das Vermeiden von ruckartigem Anfahren oder Bremsen sowie das feste Verriegeln der Steckachse mit der Kabeltrommel in der Ablaufvorrichtung (siehe auch Abschnitt 5.1.2). Kabelauslegende und Kraftfahrerinnen bzw. Kraftfahrer verständigen sich in der Regel durch Zuruf oder Signal Truppführerin bzw. Truppführer bestimmen den Weg des Fahrzeugs und überwachen den Bau von diesem aus. Die Aufgabenverteilung im Trupp ist in Anlage geregelt Das Kreuzen von Straßen und Wegen bringt besondere Gefahren mit sich. Die Truppführerin bzw. der Truppführer ist dafür verantwortlich, dass weder am Bau beteiligte Soldatinnen bzw. Soldaten noch andere Verkehrsteilnehmerinnen oder Verkehrsteilnehmer gefährdet werden Beim Übergang vom Tiefbau zum Hochbau oder umgekehrt ist das Kabel unmittelbar vom oder zum Boden zu führen, eine Ausnahme gilt nur, wenn Baustangen oder Lattenscheren verwendet werden (siehe auch Abschnitt ff). Abb. 59: Übergang vom Tiefbau zum Hochbau Seite 52

53 Bauausführung, allgemein In Straßenkurven ist das Kabel so zu führen, dass es sich nicht in die Fahrbahn zieht, wenn sich zufällig eine Befestigung löst. Abb. 60: Kabelverlauf in Straßenkurven Beim Bau entlang von Straßen und Wegen sind Gehöfte und einzelne Häuser, wenn möglich mit dem Kabel auf der rückwärtigen Seite zu umgehen. Vor und hinter Kurven sind Sicherungsposten bzw. Warnschilder aufzustellen Die Kabelauslegenden geben rechtzeitig ein Zeichen oder ein Signal, wenn der Kabelvorrat zu Ende geht Nach Einbau einer vorher abgesprochenen Anzahl von Kabellängen oder nach einer befohlenen Zeit ist an die Anfangsstelle eine Baumeldung durchzugeben (siehe Abschnitt 4.2.5) Bauarten Beim Kabelbau unterscheidet man nachstehende Bauarten Tiefbau als einfacher Tiefbau unter Anpassung an die vorhandene Oberfläche und unter Ausnutzung von Gräben oder Vertiefungen, Tiefbau als geschützter Tiefbau in natürlichen oder künstlichen Gräben und Hochbau auf natürlichen oder künstlichen Auflagen Einfacher Tiefbau verlangt weniger Kräfte und Zeit, bietet aber nur einen begrenzten Schutz gegen feindliche Waffenwirkung; er ist auf dem Gefechtsfeld die Regel. Verkehrsknotenpunkte, eigene Feuerstellungen und erwartete oder beabsichtigte Schwerpunkte sind möglichst vom einfachen Tiefbau auszusparen Geschützter Tiefbau ist nur unter erheblichem Aufwand an Personal und Zeit möglich. Er bietet jedoch den einzig möglichen Schutz gegen den Elektromagnetischen Impuls (EMP) nach einer Atomexplosion und einen besseren Schutz gegen Waffenwirkung, wenn das Kabel auf seiner gesamten Länge entsprechend verlegt wird. Seite 53

54 Bauausführung, allgemein Hochbau ist anzuwenden, wenn die Kabel andauernd durch Fahrzeugbewegungen gefährdet sind. Innerhalb von Gefechtsständen ist er die Regel. Hochbau braucht mehr Zeit als der einfache Tiefbau Geschlossener und getrennter Bau Leitungen werden in folgenden Bauausführungen hergestellt: geschlossener Bau und getrennter Bau. In beiden Ausführungen kann das Kabel vom Kraftfahrzeug aus oder zu Fuß verlegt werden Beim geschlossenen Bau sind das Auslegen und der Ausbau der Kabel ein Arbeitsgang. Diese Bauausführung erfordert in der Regel einen hohen Zeitaufwand. Dafür wird der Trupp zusammengehalten und steht nach Fertigstellung unmittelbar für weitere Aufträge zur Verfügung. Beim Bau entlang von öffentlichen Straßen ist immer geschlossen zu bauen Beim getrennten Bau geschehen das Auslegen und der Ausbau der Kabel in zwei Arbeitsgängen. Dabei kann für den getrennten Bau der Trupp, wenn entsprechendes Personal und Material verfügbar ist, in einen Auslegetrupp und in einen Ausbautrupp geteilt werden. Da es auf ein schnelles Herstellen der Verbindung ankommt, wird das Kabel zunächst im Tiefbau behelfsmäßig ausgelegt. Dabei ist auf lockere Kabelführung zu achten; Kabelreserven sind an geeigneten Stellen vorzusehen. Die Kabel sind nach dem behelfsmäßigen Verlegen in einem gesonderten Arbeitsgang betriebssicher auszubauen. Beim getrennten Bau ist die Zeit, bis die Verbindung steht, kürzer als beim geschlossenen Bau. Der Bautrupp steht jedoch erst später für weitere Aufträge zur Verfügung als beim geschlossenen Bau. Nachteilig ist es, dass der Bauweg zweimal zurückgelegt wird. 4.2 Ausbau von Leitungen Der Tiefbau Sorgfältiger Ausbau von Leitungen ist besonders beim Tiefbau für die Betriebssicherheit unerlässlich Der im Zuge des Auslegens entstandene Kabelverlauf ist beim Ausbau zu verbessern und zu sichern. Jede Möglichkeit zum Schutz der ausgelegten Kabel ist zu nutzen Beim Auslegen ist es wichtig, welchen Weg das Fahrzeug bzw. die Kabelauslegenden nehmen. Fehler, die in dieser Phase des Kabelbaus gemacht werden, gefährden das Kabel und haben erhebliche zusätzliche Arbeiten zur Folge. Der Weg ist so zu wählen, dass entlang des Kabelverlaufs ausreichende Möglichkeiten für Festpunkte vorhanden sind. Längenverbindungen sind rechtzeitig vorzusehen, damit sie an günstigen Stellen eingerichtet werden können. Seite 54

55 Bauausführung, allgemein Das Kabel ist schon beim Auslegen behelfsmäßig festzulegen und zu sichern. Solche Festpunkte sind beim Ausbau sachgerecht zu verbessern Am Beginn einer neuen Kabellänge ist ausreichend Reserve für die Längenverbindung und zur Herstellung von Festpunkten zu lassen. Das Kabel ist vor Beginn des Auslegens der neuen Länge gegen den beim Auslegen entstehenden Zug zu sichern Beim geschlossenen Bau muss zwischen dem Ausleger und den Baufernsprechern, die den Ausbau durchführen, Blickverbindung bestehen. Das Auslegen darf nur so schnell geschehen, dass die ausbauenden Soldatinnen bzw. Soldaten folgen können Straßen, Autobahnen, Eisenbahnen und Gewässer sind nach den Bestimmungen des Abschnitts ff. zu kreuzen Der Hochbau Beim Hochbau auf natürlichen Auflagen ist Feldkabel mindestens alle 50 m an Bäumen, Masten, Stangen u. Ä. aufzuhängen, die anderen Kabelarten mindestens alle 30 m. Bewegliche Auflagen, wie Fenster und Tore, sind nicht geeignet. Zu häufige Auflagen verlängern die Bauzeit unnötig und bringen keine zusätzliche Sicherheit Beim Hochbau arbeiten mindestens drei Personen zusammen die Kabelauslegerin bzw. der Kabelausleger mit Kabeltrommel, die Kabelanzieherin bzw. der Kabelanzieher und die Drahtgabelbedienerin bzw. der Drahtgabelbediener Besonderheiten beim Verlegen von Lichtwellenleiterkabeln Um Kanten und Ecken muss sorgfältig gebaut werden, da sonst der zulässige Biegeradius schnell unterschritten werden kann. Bei besonders zuggefährdeten Stellen ist ein Schutzschlauch/ Scherschutz, LWL zu verwenden oder nach entsprechenden Behelfslösungen zu suchen Achtung! Reibungen zwischen dem Außenmantel des LWL und einer rauen Oberfläche bei gleichzeitigem hohem Anpressdruck können zur Zerstörung der Außenhaut führen. Deshalb ist beim Bau starkes, ruckweißes Anziehen zu vermeiden. Besteht nach Bauausführung die Gefahr einer Scheuerbelastung (z. B. Richtungsänderung des Kabels), ist ein Schutzschlauch/Scherschutz, LWL zu verwenden oder notfalls zwischen Kabel und rauer Oberfläche ein entsprechender Schutz (z. B. Lappen) unter zu legen Achtung! Bei Verlegung des LWL durch Bandstacheldrahtzonen kommt es zu Beschädigungen des Kabels, wenn keine geeigneten Schutzmaßnahmen (z. B. behelfsmäßiger Auflageschutz) getroffen werden. Seite 55

56 Bauausführung, allgemein Im Hochbau sind Spannweiten bis 20 m ohne Einschränkungen möglich. Bei Spannweiten von 20 m bis maximal 50 m muss das Kabel mit einem Durchhang von mindestens 2 % der Spannweite aufgehängt werden. Für den Mindestdurchhang gilt Mindestdurchhang(m) = Spannweite (m) x Achtung! Wird der Mindestdurchhang nicht eingehalten, besteht neben dem Kabelabriss die Gefahr, dass bereits beim Anziehen des Kabels der Außenmantel reißt Das LWL ist so ausgelegt, dass Spannweiten bis maximal 20 m möglich sind. Wird ausnahmsweise eine Spannweite über 50 m erforderlich, sind Kabelauflagen und Festpunkte besonders sorgfältig darauf zu überprüfen, ob die erforderliche Festigkeit vorliegt. Das Baumaterial reicht allein als Befestigung bzw. Auflage dann nicht mehr aus. Es ist ebenfalls ein Mindestdurchhang von 2 % der Spannweite einzuhalten Bezeichnung und Kennzeichnung von Leitungen Kabelleitungen sind zu kennzeichnen an Anfangs- und Endstellen, 80 bis 100 m von der Anfangs- und Endstelle entfernt, an Straßenkreuzungen, an beiden Seiten von Überwegen, die im geschützten Tiefbau verlegt sind, an beiden Seiten von Hochbauüberwegen, an allen Stellen, an denen die Bauart wechselt, an Kabelabzweigungen und an Untersuchungsstellen Werden entlang einer vorgegebenen Baustrecke nachträglich weitere Kabel verlegt, sind die einzelnen Leitungen so zu kennzeichnen, dass eine Verwechslung ausgeschlossen ist Zum Kennzeichnen der Kabelleitungen werden verwendet die zur Fernmeldezusatzausrüstung gehörenden Schlüsselanhänger bzw. blanken Anhänger sowie helles Isolierband. Die Kennzeichnung muss so ausgeführt sein, dass Feuchtigkeit sie nicht unkenntlich machen kann. Die Anhänger sind so am Kabel zu befestigen, dass sie sich nicht lösen können. Seite 56

57 Bauausführung, allgemein Die Bezeichnungen von Kabelleitungen können enthalten Leitungsnummer, wenn nötig mit Ordnungszahl, Orts-, oder Teilnehmerbezeichnung der Anfangsstelle und der Endstelle, wenn nötig mit Ordnungszahl, Einheit oder Verband (bei Zubringerleitungen) oder Rufnummer des Telefonanschlusses (TelAs) Baumeldungen Beim Bau mit Feldkabel ist nach jeder Kabellänge eine Baumeldung an die Anfangsstelle durchzugeben, bei allen anderen Kabelarten nach jeder zweiten Länge. Das bedeutet gleichzeitig eine Ruf- und Sprechprobe auf dem bis dahin fertiggestellten Leitungsstück Die Baumeldung hat folgenden Wortlaut: Hier... (Bezeichnung und Nr. des Trupps oder Name der Truppführerin bzw. des Truppführers).... Länge(n) eingebaut. Bauspitze befindet sich...(ortsangabe). Wie ist die Verständigung? Rufen Sie zurück! Ruf kommt an. Ggf. Prüfung der weiteren Stämme. Wir bauen weiter. Ende! Den Empfang der Baumeldung vermerkt die Anfangsstelle im Vordruck Baumeldungen/Messblatt (siehe Anlage 10.10). Für LWL ist ebenfalls der Vordruck gemäß Anlage zu verwenden Sobald die Leitung fertiggestellt ist, sind auf allen Leitungsstämmen von Feldkabel und Feldfernkabel Messungen gemäß Abschnitt 6.5 vorzunehmen. Bei Verbindungskabel und Anschlusskabel sind alle Stämme durch Sprechproben zu prüfen. Entsprechen die Messwerte den Sollwerten oder war die Ruf- und Sprechprobe auf allen Stämmen erfolgreich, wird die Leitung dem Fernmeldetrupp bzw. dem Truppenteil übergeben, für den die Leitung gebaut wurde. Erst wenn die befohlenen Übernahmemessungen abgeschlossen sind, ist die Übergabe beendet. Der Bautrupp kann an den befohlenen Platz abrücken. Der Leitungsverlaufplan (siehe auch Nr. 245 und Anlage 10.8) verbleibt bei dem Trupp, zu dem gebaut wurde. Seite 57

58 Bauausführung, allgemein Wird bei der Ruf- und Sprechprobe eine Leitungsstörung festgestellt, muss die Truppführerin oder der Truppführer nach einer Beurteilung der Lage entscheiden, ob sie bzw. er eine Störungssucherin oder einen Störungssucher zurückschickt oder mit dem ganzen Trupp das defekte Kabel auswechseln will. Beim Feldkabelbau ist stets nur eine Störungssucherin bzw. ein Störungssucher zu befehlen (siehe Nr. 522) Für Baumeldungen beim LWL Bau werden die Lichtwellenleiterprüfgeräte (Prüfgerät, LWL) oder sofern damit ausgestattet, auch Handsprechfunkgeräte verwendet. In das Prüfgerät ist ein optischer Feldfernsprecher integriert. Nach Betätigen der Sprechtasten ist Gegensprechen möglich, nachdem die Linsenstecker des LWL an die Prüfgeräte angeflanscht wurden Vor dem Auslegen sind die LWL Längen mit dem Prüfgerät, LWL durchzumessen. Liegt der Dämpfungswert oberhalb des zulässigen Wertes, ist die Länge grundsätzlich der Instandsetzung zuzuführen. Bei entsprechender Ausstattung ist die LWL-Prüfausstattung zu verwenden. (siehe Abschnitt 6.5.8) Nach jeder Baumeldung ist das LWL mit dem Prüfgerät, LWL durchzumessen. Liegt das LWL nicht im zulässigen Dämpfungsbereich, ist der Bauverlauf des bis dahin ausgelegten Kabels zu überprüfen. Evtl. auftretende unzulässige Biegeradien oder Kabelquetschungen sind zu beseitigen Alternativ kann die Anfangsstelle auch unbesetzt sein. Das angeschlossene Prüfgerät, LWL ist mit einer Rückrufumschaltung ausgestattet, sodass von der Gegenseite mit dem dort angeschlossenen Prüfgerät, LWL die Dämpfung gemessen werden kann Die Dämpfungsprüfung während des Baues ist aber auch - statt mit zwei angeschlossenen Prüfgeräten, LWL mit einem sogenannten Kurzschlussstecker (eingebaut in die Schutzkappe eines Linsensteckers) und einem Prüfgerät, LWL möglich. Dazu wird der Kurzschlussstecker auf den am Kabelanfang befindlichen Linsenstecker aufgeschraubt Einschleifen von Leitungen Leitungen sind nur an Längenverbindungen einzuschleifen. Vor dem Einschleifen sind die Leitungen nach Nr und Nr. 339 zu kennzeichnen Entsprechend der Anzahl der einzuschleifenden Leitungen sind ein oder zwei Kabel von den neuen Endstellen zum Einschleifpunkt zu bauen. Die neuen Kabel sind durchzuprüfen, erst danach wird das bisherige Kabel aufgetrennt und mit den Stichleitungen verbunden Soll beim Feldfernkabel nur ein Stamm eingeschleift werden, ist am Einschleifpunkt eine Abzweigmuffe (Abb. 61) einzusetzen. Seite 58

59 Bauausführung, allgemein Abb. 61: Einschleifstelle mit Abzweigmuffe Eine Abzweigmuffe besteht aus einem rohrförmigen Metallgehäuse mit einem Abzweig. Die drei Ausgänge der Muffe sind mit Kupplungsstücken und Überwurfringen zum Anschließen des Feldfernkabels ausgestattet. Die Muffe lässt sich an einem Ring zum Schutz gegen Bodenfeuchtigkeit aufhängen. Durch Farb- und Tastmarken auf dem Gehäuse kann festgestellt werden, welcher der beiden Feldfernkabel-Stämme eingeschleift wird. Der eingeschleifte Stamm liegt bei der Endstelle in Richtung: der schwarzen, versenkten Tastmarke am dunklen Stamm und der weißen, erhabenen Tastmarke am hellen Stamm Steht keine Abzweigmuffe zur Verfügung, ist es möglich, mit drei Kabelpeitschen und zwei Übergangsdosen aus dem Satz Anschaltgerät, Feldfernkabel (bei vorhandener Ausstattung) einzuschleifen (Abb. 62). Abb. 62: Einschleifstelle mit drei Kabelpeitschen Der Bautrupp, der einschleift, hat sich durch Mithören davon zu überzeugen, dass die neue Verbindung eine einwandfreie Verständigung erlaubt. Seite 59

60 Bauausführung, allgemein Zusammenwirken mehrerer Bautrupps Muss unter Zeitdruck gebaut werden, können mehrere Bautrupps zusammenwirken (bei Verfügbarkeit), dabei wird das Kabel abschnittsweise ausgelegt Bautrupps können eine Strecke wie folgt bauen: abschnittsweise in gleicher Baurichtung, von der Anfangsstelle und der Endstelle aus gegeneinander oder von einem gemeinsamen Ausgangspunkt voneinander weg Beim Zusammenschalten einzelner Teilstrecken einer abschnittsweise hergestellten Leitung ist zu beachten: Die fertiggestellte Teilstrecke eines Trupps (A) darf mit der Anfangsstelle der Teilstrecke des nächsten Trupps (B) nur dann zusammengeschaltet werden, wenn sich die Bauspitze des Trupps (A) meldet. Vor dem Zusammenschalten der beiden Teilstrecken haben die Trupps (A) und (B) die letzte Baumeldung an ihre jeweilige Anfangsstelle durchzugeben. Zum Zusammenschalten der beiden Teilstrecken ist eine Prüfmuffe zwischenzuschalten und eine Schleifenmessung der Teilabschnitte (A + B) vorzunehmen. Der Trupp, der zusammenschaltet, überzeugt sich durch Mithören, dass die zusammengeschaltete Leitung fehlerfrei ist; anschließend entfernt er die Prüfmuffe Einzelheiten des Zusammenwirkens der Trupps beim abschnittsweisen Bau regelt die Zugführerin bzw. der Zugführer im Baubefehl (siehe Nr. 243) Bau bei Dunkelheit Der Zeitbedarf für den Bau von Leitungen erhöht sich bei Dunkelheit erheblich. Sorgfältige Erkundung der Baustrecke und der Endstelle möglichst noch bei Tage ist unerlässlich Die Truppführerin bzw. der Truppführer muss den Trupp während des Baus bei Dunkelheit zusammenhalten. Im Morgengrauen ist die Baustrecke abzugehen, der Ausbau der Leitung ist zu verbessern Im Frieden müssen die Soldatinnen und Soldaten des Trupps beim Bau entlang öffentlicher Straßen Verkehrssicherheitszeichen gemäß ZDv 3/11, Anlage 9 tragen. Die gelbe Rundumkennleuchte ist bei Dunkelheit oder schlechter Sicht in Betrieb zu setzen. Außerdem sind am Kfz (Bautrupp) weiß-rot-weiße Warnflaggen anzubringen. Seite 60

61 Bauausführung, allgemein Bau im Winter Kälte, Schnee, Bodenfrost und Glatteis erschweren das Aufbauen und Betreiben von Fernmeldestellen. Vor allem für den Bau von Kabel im Winter ist der Kräfte- und Zeitbedarf für Herstellung, Unterhaltung und Entstörung erheblich höher als in anderen Jahreszeiten Im Schnee verlegte Kabel können festfrieren. Deshalb werden Kabel im Bereich einer Fernmeldestelle auf Holzstützen oder Lattengerüsten in ausgehobenen Schneegräben verlegt. Die Gräben sind mit Zweigen oder Stroh abzudecken und mit Schnee zu tarnen. Abspannvorrichtungen, Längenverbindungen und Blitzschutzsätze sind gegen Schneeverwehungen zu schützen und ebenfalls mit Schnee zu tarnen. Im Hochbau verlegte Kabel sind in der kalten Jahreszeit wie folgt zu überwachen: Zweimal täglich den Durchhang insbesondere an Überwegen kontrollieren, da sich die Kabel beim Erwärmen am Tage erheblich ausdehnen und in der Nacht stark verkürzen, Eisansatz durch leichtes Anschlagen an das Kabel entfernen und Abstand zwischen den einzelnen Auflagepunkten so verkürzen, dass eine geringere Spannweite entsteht Im einfachen Tiefbau verlegte Kabelleitungen sind nach Schneefall freizulegen; das gilt besonders für die Längenverbindungen. Die natürliche Tarnwirkung des Schnees soll möglichst erhalten bleiben. Hier gilt der Grundsatz: Wirkung geht vor Deckung. Bei Temperaturen unter minus 20 C sind unbedingt die Mindestbiegeradien, d. h. den Trommeldurchmesser einzuhalten Gerät oder Kabel, das aus kalter Umgebung schnell in warme Räume kommt, beschlägt, bevor es die Raumtemperatur angenommen hat. Das dabei sich bildende Kondenswasser lässt die Bildung von Kriechströmen zu und kann zu Kurzschlüssen führen. Damit dies vermieden wird, ist das Gerät oder Kabel langsam zu erwärmen und vor Inbetriebnahme möglichst sorgfältig zu trocknen (vor allem Steckbuchsen und Kabelkupplungen). Feucht gewordenes Gerät oder Kabel darf erst wieder der Kälte ausgesetzt werden, wenn es völlig trocken ist (Vereisungsgefahr). Das Eindrehen der Erdungsstäbe kann es nötig machen, das gefrorene Erdreich aufzutauen oder auf andere Art zu lockern (Eisenstange). Batterien sind empfindlich gegen extreme Kälte. Sie sind wenn nötig auszubauen und frostfrei aufzubewahren. Mikrofone (bei Handapparaten) lassen sich durch Abdecken mit einem dünnen Überzug aus Kunststofffolie gegen Vereisung (Atemfeuchtigkeit) schützen. Seite 61

62 Bauausführung, allgemein 4.3 Schwierige Bauabschnitte Kreuzen von Wegen, Straßen und Autobahnen Autobahnen und ihre Auffahrten dürfen nur an Überführungen oder Unterführungen gekreuzt werden. Umwege im Leitungsverlauf sind dazu in Kauf zu nehmen. Zum Kreuzen von Straßen und Wegen sind möglichst Brücken oder Straßendurchlässe auszunutzen Fehlen derartige Übergangsstellen, sind bei unbefestigten Wegen die Kreuzungen im Tiefbau, schräg zur Fahrtrichtung anzulegen. Befestigte Straßen werden immer im Hochbau überquert Überwege von Leitungen sind stets besondere Gefahrenpunkte; sie sind deshalb mit großer Sorgfältigkeit herzustellen (siehe auch Nr. 4011). Beim Bau eines Überweges sind Warnposten mit Warnflaggen aufzustellen, welche die anderen Verkehrsteilnehmer und den Trupp rechtzeitig warnen. Ist der Überweg in oder hinter einer Kurve, muss der Warnposten vor der Kurve stehen Die Kabelauslegenden überschreiten die Straße erst, wenn sie abgesperrt ist und beim Tiefbau die Furche gegraben ist bzw. beim Hochbau die Auflagen auf beiden Seiten der Straße vorbereitet sind Werden unbefestigte Wege im Tiefbau gekreuzt (Abb. 63), ist eine 15 bis 30 cm tiefe Furche schräg über den Weg zu graben und das Kabel darin zu verlegen. Vorher werden scharfkantige Steine entfernt, oder die Furche ist abzupolstern. An beiden Seiten des Überweges muss das Kabel festgelegt und gekennzeichnet werden. Abb. 63: Überweg im Tiefbau Seite 62

63 Bauausführung, allgemein Werden Straßen im Hochbau gekreuzt, ist das Kabel mindestens 4,5 m über der Straßendecke zu verlegen. (Maß: Drahtgabel auf dem Koppelschloss abstützen, Spitze der Drahtgabel, dann etwa 4,5 m). In der Mitte der Straße muss das Kabel durch Leuchtmarkierband gekennzeichnet werden Kreuzen von Bahnstrecken Bahnstrecken dürfen nur an Über- oder Unterführungen gekreuzt werden. Umwege im Leitungsverlauf sind dabei in Kauf zu nehmen Ist dies in Ausnahmefällen nicht möglich, sind folgende Bestimmungen zu beachten: Die Kabelauslegenden bleiben mit dem Verlegewagen vor dem Bahngleis stehen, bis die Vorbereitungen für den Übergang im Tiefbau abgeschlossen sind. Nach beiden Richtungen sind zur Sicherung des Trupps Warnposten aufzustellen. Das Herumstehen auf den Gleisanlagen ist verboten. Die Gleisanlage darf mit Kfz nur an den für den öffentlichen Verkehr freigegebenen Übergängen gekreuzt werden Werden elektrifizierte Bahnstrecken gekreuzt, gelten zusätzlich folgende Bestimmungen: Das Abspannen oder Aufhängen des Kabels an Fahrdrahtträgern oder Hochspannungsmasten ist untersagt. Das Kabel darf bei Bahnüberführungen nur an der Innenseite (Straßenseite) der Überführung verlegt werden. Bahnen mit tief liegenden Stromschienen zu unterbauen, ist untersagt Das Kabel ist an beiden Seiten der Kreuzungsstelle durch Festpunkte zu sichern Zum Verlegen des Kabels unter den Schienen im Tiefbau ist der Schotter zu entfernen, der entstandene freie Raum ist mit Stroh, Grasbüscheln oder Lappen zu polstern Kreuzen von Gewässern Gewässer sind auf Brücken zu kreuzen. Bei der Planung und Erkundung ist der Bauweg entsprechend zu bestimmen Ist der Trupp gezwungen, ein Gewässer zu überbauen, weil eine Brücke nicht vorhanden ist, sind die Bestimmungen der ZDv 3/703 Überwinden von Gewässern, besonders das Kapitel 16 Sicherheitsbestimmungen zu beachten. Muss der Trupp ein schnell fließendes Gewässer durchqueren, ist oberhalb der Fließrichtung des Gewässers eine Halteleine zu spannen. Die mit dem Bau beschäftigten Soldatinnen bzw. Soldaten sind außerdem mit Seilen vom Ufer her zu sichern. Seite 63

64 Bauausführung, allgemein Bis zu einer Breite von 50 m können Gewässer im Hochbau selbsttragend überspannt werden. Ist die Entfernung größer als 50 m oder soll das Kabel längere Zeit liegen bleiben, ist das Kabel möglichst an einem Tragseil aufzuhängen Das Überbauen schiffbarer Wasserstraßen außerhalb von Übergangspunkten ist im Frieden verboten Wird ein Kabel durch ein Gewässer verlegt, ist möglichst neuwertiges Kabel ohne Flickstellen zu verwenden. Kabelkupplungen dürfen nicht im Wasser liegen. LWL-Kupplungen dürfen auch im Wasser liegen. Das Kabel ist entsprechend der Wassergeschwindigkeit schräg zur Stromrichtung durch den Fluss zu verlegen. Dabei ist das Kabel mit Steinen oder anderem geeigneten Material zu beschweren und im Flussbett zu versenken. Die zum Beschweren benutzten Gegenstände sind so an das Kabel anzubinden, dass sie nicht verrutschen können. Ankerplätze und Schiffsanlegestellen sind beim Bau durch Gewässer auszulassen Kabelbau im Bereich elektrischer Energieanlagen Vorsicht! Falsches Verhalten oder Fahrlässigkeit beim Bau von Kabeln im Bereich elektrischer Energieanlagen gefährdet Menschenleben. Besondere Vorsicht ist bei solchen Arbeiten bei Dunkelheit geboten! Energieanlagen und Hochspannungsmasten dürfen die Kabel weder berühren, noch dürfen diese zum Aufhängen oder Abspannen von Kabeln oder zum Befestigen von Ankerseilen für Baustangen benutzt werden. Hochspannungsfreileitungen zu überbauen, ist verboten Folgende elektrische Energieanlagen werden unterschieden: Starkstromanlagen unter Volt; dabei handelt es sich um Leitungen des örtlichen Licht- und Kraftnetzes. Diese Leitungen sind meist als Starkstrom-Ortsnetz-Freileitungen mit vier Drähten (3 Phasen, 1 Nullleiter) auf Holzmasten und Rohrträgern auf Dächern ausgeführt. Starkstromanlagen über Volt; das sind vor allem die Überland-Freileitungen zu den Umspannwerken. Diese Leitungen bestehen meist aus drei oder einem Vielfachen von drei Drähten oder Doppelleitungen; zusätzlich wird häufig ein Erdungskabel an der Mastspitze mitgeführt Die elektrischen Energieanlagen können nach den Vorschriften des Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE) wie folgt gekennzeichnet sein: Anlagen mit Spannungen über 50 V Wechselspannung oder 120 V Gleichspannung durch Warnschilder mit Blitzpfeil; zusätzlich können Schilder mit der Aufschrift Warnung vor Berühren der elektrischen Einrichtungen, Vorsicht! vorhanden sein. Anlagen über V durch Schilder nach DIN EN ISO 7010 (Abb. 64). Seite 64

65 Bauausführung, allgemein Abb. 64: Warnung vor gefährlicher elektrischer Spannung Abb. 65: Warnschild an Hochspannungsanlagen Beim Kabelbau im Bereich elektrischer Energieanlagen ist zu beachten Kreuzungen von Kabeln mit oberirdischen Hochspannungslinien sind nach Möglichkeit zu vermeiden. Hochspannungsleitungen bis V dürfen innerhalb von Ortschaften ausnahmsweise auch im Hochbau unterkreuzt werden, wenn die Leitung auf dem Dachträger der Häuser angebracht ist. Das Fernmeldekabel darf nicht höher aufgehängt werden, als dies vom Erdboden aus mit der Drahtgabel möglich ist. Hochspannungsleitungen über V sind nur im Tiefbau zu unterkreuzen. Dabei sind wegen gefährdender Schrittspannungen 1 folgende Abstände einzuhalten: + bei Hochspannungsmasten 20 m, + bei Umspannwerken 300 m von der Umzäunung, + Hochspannungsleitungen mit mehr als 100 kv sind über eine Mindestlänge von beidseitig 50 m im rechten Winkel zu unterkreuzen. Außerdem ist an der Längenverbindung vor und hinter der Kreuzung ein geerdeter Überspannungsschutz einzubauen. 1 Als Schrittspannung bezeichnet man die elektrische Spannung zwischen zwei Punkten eines von starkem Strom durchflossenen Bodenbereiches. Der Name beruht auf dem Umstand, dass diese Spannung einen Menschen dann betrifft, wenn er bei einem Schritt den Boden an unterschiedlichen Punkten berührt. Sie kann für Mensch und Tier lebensgefährlich sein. Seite 65

66 Bauausführung, allgemein Ein Kabel ist nur dann parallel zu einer Hochspannungsleitung zu führen, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt. Bei Parallelführungen + zu Hochspannungsleitungen unter V ist ein Abstand von 20 m einzuhalten, beim Bau entlang von Straßen ist die andere Straßenseite zu benutzen. + zu Hochspannungsleitungen über V bis 110 kv und bei elektrischen Bahnen ist ein Mindestabstand von 50 m einzuhalten. + Hochspannungsleitungen über 110 kv beträgt der Mindestabstand 200 m Muss eine Kabelleitung parallel zu einer Hochspannungsleitung (Abstand bis 500 m) bis zu 5 km Länge über 110 kv und/oder zu einer elektrischen Bahn geführt werden, ist an der Längenverbindung vor und hinter der Parallelführung ein Überspannungsschutz einzubauen. Der Überspannungsschutz ist zu erden Verläuft eine Kabelleitung (Abstand bis 500 m) länger als 5 km parallel zu einer Hochspannungsleitung über 110 kv und zu einer elektrischen Bahn, ist an beiden Enden der Parallelführung ebenfalls ein Überspannungsschutz einzubauen Beträgt der Abstand einer Parallelführung mehr als 500 m von einer Leitung über 110 kv oder führt die Leitung weniger als 110 kv, ist kein zusätzlicher Überspannungsschutz notwendig Wird festgestellt, dass eine Kabelleitung unter Hochspannungseinfluss steht, ist der Fernmeldebetrieb auf dieser Leitung und den angeschlossenen Geräten sofort einzustellen. Die Geräte und die Leitung dürfen nicht mehr berührt werden. Gefährdete Räume sind abzusperren. Die Gegenstelle ist über andere Fernmeldemittel zu verständigen. Anschließend ist die Ursache der Überspannung festzustellen und diese in Zusammenarbeit zwischen militärischen Vorgesetzten und dem zuständigen Energieversorgungsunternehmen (EVU) zu beseitigen Berührt eine Kabelleitung eine Hochspannungsleitung, muss das Versorgungsunternehmen den Strom abschalten, bevor das Kabel entfernt wird. Wird keine Berührung festgestellt, ist davon auszugehen, dass keine Überspannung auf der Leitung ist. Einer Berührung ist eine direkte Beeinflussung im Umkreis der Kabelleitung von 20 m gleichzusetzen. Sucht man nach der Ursache der Überspannung, ist die Kabelleitung möglichst abzufahren. Nur wenn dies nicht möglich ist, darf die Kabelleitung abgegangen werden. Wird die Stelle der Berührung oder der Beeinflussung erkannt, ist sie weiträumig (mindestens 30 m Umkreis) abzusperren. Der abgesperrte Raum ist auf keinen Fall zu betreten. Seite 66

67 Bauausführung, allgemein Abholen von Fernmeldeverbindungen aus festen Fernmeldenetzen Erhält der Trupp den Auftrag, einen Hauptanschluss (analog) zu verlängern, prüft er vor Baubeginn, ob die Leitung in der Vermittlungsstelle der Deutschen Telekom AG oder eines anderen kommerziellen Anbieters geschaltet ist. Dazu wird der FFOB/ZB an die vorläufige Endstelle angeschlossen und der Gabelumschalter ausgeklappt. Ist der Wählton hörbar, so ist der Anschluss beschaltet. Bleibt der Wählton auf der Leitung aus, ist vom nächsten Hauptanschluss (z. B. öffentl. Münz-/Kartenfernsprecher oder einem anderen Fernmeldemittel) aus die zuständige Störungsstelle zu informieren. Danach baut der Trupp das Kabel zwischen der vorläufigen Endstelle und der Endeinrichtung. Er muss die für Anschlussleitungen vorgeschriebenen elektrischen Werte haben Die vorläufige Endstelle besteht aus einem Anschaltkasten (z. B. AK 70) einer Verbindungsund Verteilerdose (VVDÜ 72) oder einem Endverzweiger (Evz 78); an diese Geräte kann sich der Trupp unmittelbar anschließen Bevor das Kabel an die Endeinrichtung angeschlossen wird, ist immer ein Überspannungsschutz (siehe auch Abschnitt 8.2) einzubauen. Danach ist die Fernsprechverbindung (FspVbdg) von der Sprechstelle aus auf gute Verständigung zu prüfen Ist der Wählton am Anschlusspunkt hörbar und die feldmäßige Leitung fertiggestellt, geprüft und mit einer Endeinrichtung abgeschlossen, wird das Kabel auf die vorgesehenen Klemmen des Anschaltkastens, der Verbindungs- und Verteilungsdose oder des Endverzweigers aufgelegt. Der Trupp stellt durch paralleles Aufschalten auf den Anschaltkasten, die Verbindungs- und Verteilungsdose oder den Endverzweiger fest, ob die Verbindung zustande gekommen ist Anschaltpunkte der Bundeswehr (AP Bw) Auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und einigen wenigen Orten im benachbarten Ausland steht zum Zwecke der Landesverteidigung und zu Übungen in ausgewählten Liegenschaften Anschaltpunkte der Bundeswehr (AP Bw) zur Verfügung Jede(r) TSK/OrgBer kann sich mit seinem vorhandenen Weitverkehrsnetz, das Heer beispielsweise mit seinem Automatisiertes Kommunikationsnetz (AUTOKO), an dieses Netz anschließen und damit eine weitere Vermaschung und rückwärtige Anbindung erreichen Die Standorte der AP Bw sind in Anlage dargestellt. Für die Nutzerin oder den Nutzer sind sie in Form der Anschaltkästen 94 (AK94) erkennbar (Abb. 66) Verbindungen zwischen AP Bw werden grundsätzlich auf Anforderung realisiert. Sie werden im Rahmen der technischen Möglichkeiten und vorhandenen Ressourcen gemäß den Forderungen der Nutzerinnen oder Nutzer geschaltet. Seite 67

68 Bauausführung, allgemein Der Ausbaustand der AP Bw wird jeweils lage- und bedarfsgerecht gemäß eingebrachter Nutzerforderung angepasst. Übertragungswege zwischen den AP Bw werden soweit möglich im Digitalen Übertragungsnetz Bundeswehr (DigÜNBw) geführt. Wo dieses nicht verfügbar ist, werden zusätzliche Verbindungen angemietet. Schaltungen zwischen AP Bw werden fernbedient durchgeführt und überwacht Das System der AP Bw beinhaltet im Wesentlichen folgende Komponenten: Anschaltkasten 94 (AK94) als Schnittstelle zwischen dem stationären Anteil des IT-Systems der Bundeswehr (IT-SysBw) und mobilen Systemanteilen wie AUTOKO, in IT-Zentralen der Bundeswehr eingerüstete Cross-Connectoren (CC 64k) und Datenleitungsendgeräte (2 MBit/s), die ferngesteuerte Schaltungen von Übertragungswegen ermöglichen und aus der Netzführungszentrale des Betriebszentrums IT-System der Bundeswehr (BtrbZ IT-SysBw) gesteuert werden, Übertragungswege, in der Regel geführt im DigÜNBw Die AK94 befinden sich in der Regel in Liegenschaften der Bundeswehr und sind mit der nächstgelegenen IT-Zentralen der Bundeswehr verbunden. Dort sind die Verbindungen auf einen Cross-Connector aufgeschaltet Der Cross-Connector kann analoge Kanäle in 64 kbit/s-daten-kanäle umwandeln. Dreißig dieser Kanäle können zu jeweils einem 2 MBit/s-Bündel zusammengefasst und über eine Datensignalverbindung 2 MBit/s an die Fernebene übergeben werden. Zusätzlich können am AK 94 bis zu maximal vier 2 MBit/s-Verbindungen aus dem DigÜNBw über Datenleitungsendgeräte bereitgestellt werden An den AP Bw können neben den gebräuchlichen Telekommunikationsdienstleistungen (TkDstLstg) vor allem weitverkehrsfähige Übertragungswege über den AK94 zur Verfügung gestellt werden. Die Abholung von 4DrS-Kanälen am AK94 kann mit Verbindungskabel erfolgen. 2Dr-Kanäle sind wahlweise mit Verbindungskabel oder Feldkabel abholbar. Zur Abholung transparenter 2 MBit/s-Bündel sind Feldfernkabel zu nutzen Am AK 94 steht folgende Übertragungskapazität zur Verfügung: bis zu 70 Kanäle Einheitskanal 4Dr + Signalader (4DrS), bis zu 4 DSV 2 Transparente 2 MBit/s Verbindungen gemäß International Telecommunication Union ITU G.703 (Norm) und bis zu 10 x 2Dr 2-Draht-Verbindung Seite 68

69 Bauausführung, allgemein Damit sind folgende Schaltungen möglich: Fernmeldeverbindungen bzw. transparente Übertragungswege als Transitbündel mit 2 MBit/s für die Nutzung, z. B. durch AUTOKO, analoge Wählbündel zur betrieblichen Verknüpfung/Vermaschung mobiler Netzelemente, Übergänge in das FspNBw (über eine STANAG 5040 Schnittstelle), Nebenstellen der nahe gelegenen IT-Zentralen der Bw, Übergänge in taktische Netze verbündeter Streitkräfte (bei analogem Weg über STANAG 5040) Bei Bedarf können zusätzlich digitale Einzelkanäle 64 kbit/s gemäß ITU G.703 geschaltet werden. An den AK94 können bis zu 50 Teilnehmeranschlüsse (z. B. AUTOKO) unter Umgehung der örtlichen Vermittlung wieder in das Liegenschaftsnetz zurückgeschaltet werden, um damit Operationszentralen/ Lagezentren u. Ä. zu versorgen. Bei der Anschaltung von Fernmeldetrupps an den AK94 mit FFKb sind die maximal zu verbauenden Entfernungen zu beachten (bei FFKb bis zu m Leitungslänge bis zum mobilen Gerät gemessen) Zur betrieblichen Nutzung stehen an den Anschaltpunkten zur Verfügung ein installierter Wählfernsprecher als Fernsprech-Nebenstelle der örtlichen Vermittlung der Bundeswehr, Teilnehmerschaltungen des FspNBw von einer FmAnlBw sowie der örtlichen Vermittlung der Bundeswehr und Möglichkeiten der Aufschaltung einer Bundeswehrkennzahl. Damit ist die telefonische Ersterreichbarkeit sowie der Netzübergang in das FspNBw sichergestellt Folgende Infrastruktur steht an den ortsfesten AP Bw zur Verfügung: befestigter Aufbauplatz für die mobilen Fernmeldetrupps, Stromanschluss, 5 pol. CEE-Steckdose, 3 pol. CEE-Steckdose, 230 V WS-Steckdose 20 A sowie Erdsammel-/Potenzialausgleichsschiene In die Einsatzplanung ist Folgendes einzubeziehen: Der AP Bw ist für den Bereich der Liegenschaft ständig verfügbar. Es kann darauf kurzfristig zugegriffen werden. Alle erforderlichen Veränderungen/Erweiterungen in der Beschaltung des AP Bw sind zu beantragen. Die Liegenschaft verlassende Verbindungen können auf Antrag lage- und bedarfsgerecht geschaltet werden. Die Schaltbarkeit von Wählleitungen aus dem FspNBw ermöglicht eine flexible Planung von Übergangsfernmeldeknoten in Fm-Netze anderer Kommandobereiche auf allen Führungsebenen. Seite 69

70 Bauausführung, allgemein Übergänge (bspw. vom AUTOKO) in mobile Kampfzonennetze alliierter Großverbände können an den AP Bw in den jeweiligen Einsatzräumen dieser alliierten Großverbände geschaffen werden; bei Bedarf können Fernleitungen von AP Bw über Richtfunk zu Gefechtsständen alliierter Nachbarn verlängert werden und dort mit nationalem Endstellengerät für kryptologisch gesicherten Fernmeldeverkehr abgeschlossen werden Das grundsätzliche Schaltantrags- und Genehmigungsverfahren ist in der Weisung für die Bereitstellung von Telekommunikationsdienstleistungen für die Bundeswehr Teil C (WsgTKDstLstg- Bw C WsgTKDstLstgBw) bzw. der Nachfolgeregelung geregelt Anträge für die Bereitstellung von Tk-Dienstleistungen an AP Bw sind von den Nutzerinnen und Nutzern über das jeweilige Führungskommando an das BtrbZ IT-SysBw zu richten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es 3 Kategorien von AP Bw gibt: Kat D: AP Bw am Standort eines Schaltknotens im DigÜNBw d. h. Beschaltung jederzeit möglich, Kat I: diese AP Bw sind ständig mit mindestens einer (von vier) Datensignalverbindungen 2 MBit/s (DSV2) beschaltet; Kat II: wenig genutzte AP Bw, die nur im Übungs- und Einsatzfall mit einer Zeitleitung versorgt werden (kurzfristige Aktivierung) Für die nicht ständig an das DigÜNBw angebundenen AK94 sind Haushaltsmittel zur Anmietung und Bereitstellungszeiträume von Drittanbietern durch zeitlichen Vorlauf von mindestens 6 Wochen in der Beantragung zu berücksichtigen Die AP Bw werden als AK94 eingerichtet. Die Innenbeschaltung sowie die Lage der Anschaltfelder sind entsprechend den Anforderungen an einen Anschaltpunkt konfiguriert. Die technische Ausstattung und die Anschaltmöglichkeiten zeigt die Abb. 66 Im linken oberen Teil (1) enthält der AK94 Einbauwannen mit Modulen in löt-, schraub- und abisolierfreie Adernverbindungstechnik (LSA-Technik) zur Aufnahme der mehradrigen Kabel von den jeweiligen Verteilereinrichtungen der IT-Zentralen Bw und Weiterführung zu den Anschaltfeldern. Dieser Teil ist für die praktische Anschaltung durch die Truppe ohne Bedeutung. Rechts oben befindet sich ein im AK integriertes Telefon (2). Es ist als Nebenstellenanschluss (NstAnschl) der jeweiligen Fernsprechvermittlung der IT-Zentralen Bw geschaltet. Das darunter liegende Anschaltfeld (3) enthält 10 x 2 Schraubklemmen zum Abholen von bis zu zehn 2Dr-Leitungen mit Feldkabel (z. B. für NstAnschl, Telefonanschlüsse, Sonderverbindungen). Ebenfalls rechts angeordnet befindet sich ein Anschaltfeld mit 4 FFKb-Kupplungen (4). Es kann für AUTOKO zum Abholen von bis zu 4 DSV 2 (2 MBit/s) als digitale Fernbündel genutzt werden. Seite 70

71 Bauausführung, allgemein Unten waagerecht angeordnet sind zwanzig 30-polige Federkontaktleisten (5) zur Anschaltung mit Verbindungskabel. Sie können zur Übergabe von weitverkehrsfähigen analogen Übertragungswegen als Einheitskanal 4Dr + Signalader (4DrS) bzw. zur Rückschaltung von AUTOKO-Teil- D ie s er Au sd ru ck un te rli eg tn ic ht de m Än de ru ng sd ie ns t! nehmerleitungen in das Liegenschaftsnetz verwendet werden. Abb. 66: AK Nach dem Bau des Kabels schaltet sich der Bautrupp entsprechend den Vorgaben des zuständigen Service Centers der BWI IT GmbH bzw. im Ausland der zuständigen Fernmeldeorganisation, an. Die Leitung gilt erst dann als fertiggestellt und übergeben, wenn das Schaltpersonal (der BWI IT-GmbH bzw. der örtlichen Fm-Einrichtung im Ausland) das bestätigt hat. Die Initiative hat hierbei von der Truppführerin oder vom Truppführer der mobilen IT-Einrichtung auszugehen. Seite 71

72 Bauausführung, Besonderheiten 5 Bauausführung, Besonderheiten 5.1 Besonderheiten bei der Bauausführung Feldkabel 501. Feldkabel kann zu Fuß oder vom Fahrzeug aus gebaut werden. Welche Verlegeart gewählt wird, entscheidet die Truppführerin bzw. der Truppführer entsprechend ihres bzw. seines Auftrages sowie des Geländes Zum Bau vom Fahrzeug aus wird das Kabelspulgerät in die Einbausatzhalterung eingesetzt. Das Kabel muss von der Trommel nach unten ablaufen, damit der Zug nicht auf den Verschlüssen des Kabelspulgeräts liegt. Das Kabel läuft entweder über die geschlossene Ladeklappe und wird mit der Drahtgabel geführt, oder es läuft durch das Rollenkreuz Die Kabelauslegerin bzw. der Kabelausleger ist neben dem Kabelspulgerät und bedient dessen Bremse. Eine weitere Baufernsprecherin bzw. ein weiterer Baufernsprecher unterstützt sie bzw. ihn und zieht bei Bedarf den Kabelvorrat von der Trommel ab Beim Bau vom Fahrzeug aus ist eine Bauleistung von etwa 4 km/h möglich Beim Auslegen zu Fuß trägt eine Baufernsprecherin bzw. ein Baufernsprecher das Kabelspulgerät, Feldkabel, eine zweite Baufernsprecherin bzw. ein zweiter Baufernsprecher zieht das Kabel von der Trommel ab und legt es behelfsmäßig fest Beim Bau zu Fuß sind folgende Bauleistungen zu erwarten: Tiefbau 2 km/h Hochbau 1 km/h 507. Für das Herstellen von Überwegen benötigt der Trupp mit Baustangen auf natürlichen Auflagen im Tiefbau 10 Min. 5 Min. sowie 10 Min Andere feldmäßige Kabel 508. Feldfernkabel, Anschlusskabel und Verbindungskabel werden meist vom fahrenden Fahrzeug aus im Tiefbau verlegt. Dazu ist die Trommel mit der Steckachse so in die Einbausatzhalterung einzusetzen, dass das Kabel nach unten abläuft. Die Sicherungsbügel sind zu schließen. Seite 72

73 Bauausführung, Besonderheiten 509. Eine Baufernsprecherin bzw. ein Baufernsprecher, auf dem Kraftfahrzeug neben der Trommel, überwacht das Ablaufen des Kabels, betätigt wenn nötig die Bremse, gibt Material aus und setzt bei Bedarf eine neue Trommel in die Halterung Beim Tiefbau vom Fahrzeug aus ist mit einer durchschnittlichen Bauleistung von 2 km/h zu rechnen. Für Überwege gelten folgende Zeitzuschläge: mit Lattenscheren auf natürlichen Auflagen im Tiefbau 10 Min. 5 Min. sowie 10 Min Sind zwischen Anfangsstelle und Endstelle zwei Kabel zu bauen, können in beide Halterungen des Einbausatzes eine Trommel eingesetzt werden und beide Kabel gleichzeitig gebaut werden. Feldfernkabel, Anschlusskabel und Verbindungskabel können auch zu Fuß mit dem Verlegewagen oder der Trageachse gebaut werden. Hierfür sind mindestens zwei bzw. drei Baufernsprecherinnen oder Baufernsprecher erforderlich. Eine Baufernsprecherin bzw. ein Baufernsprecher zieht den Verlegewagen, die bzw. der Zweite zieht das Kabel ab und legt es behelfsmäßig fest Beim Verlegen zu Fuß kann eine Bauleistung von 1 km/h erwartet werden. Entsprechende Zeitzuschläge für Überwege gehen aus Nr. 507 hervor Hochbau über längere Strecken mit Feldfernkabel, Anschlusskabel oder Verbindungskabel ist im Regelfall nicht durchzuführen Lichtwellenleiterkabel 514. Die flexible Steckerhalterung (federnde Klemme bzw. Klettband) der FFKb-Trommel verhindert beim Abspulen des Kabels vom Baufahrzeug während der Fahrt ein Reißen des Kabels. Ab einer bestimmten Zugbelastung wird der Stecker aus der Halterung gezogen. Dieses wird aber nur erreicht, wenn kein zusätzliches Kabel im Stauraum aufgewickelt ist. Bei Nutzung des Stauraumes ist deshalb eine besondere sorgfältige Verlegeüberwachung erforderlich, damit das Baufahrzeug rechtzeitig gestoppt werden kann. Gleiches gilt, wenn Trommeln ohne flexible Steckerhalterung verwandt werden Im Stauraum der FFKb-Trommel können bis 20 m Lichtwellenleiter (LWL) aufgewickelt werden. Diese Kabelreserve dient dann zum Anschluss an das Endgerät, um zu vermeiden, dass das restliche, nicht verlegte Kabel ganz abgewickelt werden muss Herstellen von gesicherten Fernmeldeverbindungen 516. Beim Herstellen von gesicherten Fernmeldeverbindungen (approved circuits) zwischen den Teilnehmerinnen oder Teilnehmern und der Fernmeldeanschlussstelle (Schlüsselgerät) sind besondere Bestimmungen einzuhalten. Seite 73

74 Bauausführung, Besonderheiten 517. Teilnehmerleitungen dürfen eine Länge Feldfernkabel (400 m), eine Länge Feldkabel (800 m) oder eine Länge LWL (200 bzw m) im Regelfall nicht überschreiten. Die Leitungen/ Kabel dürfen keine Längenverbindungen, Flickstellen oder sonstige Beschädigungen aufweisen. Anschlusskabel und Verbindungskabel sind zur Herstellung gesicherter Fernsprechverbindungen nicht zu verwenden. Feldkabel- und Feldfernkabelleitungen müssen bei Parallelverlegung zu allen anderen Kupferleitungen und Fremdleitern (Wasserrohre usw.) einen Abstand von mindestens 30 cm haben (entfällt bei LWL) Gesicherte Leitungen sind nur im Bereich von Gefechtsständen und Operationszentralen zulässig Gesicherte Leitungen sind mehrmals täglich abzugehen und dabei auf Beschädigungen bzw. unerlaubte Eingriffe zu kontrollieren (gilt auch für LWL). 5.2 Unterhalten von Leitungen Allgemeines 520. Leitungen sind immer zu unterhalten; das heißt, durch vorbeugende Maßnahmen und Beseitigung von Störungen sind bestehende Fernmeldeverbindungen aufrechtzuerhalten. Ein Bautrupp kann den Auftrag zum Unterhalten einer oder mehrerer Leitungen erhalten Zusätzlich zu Leitungsproben sind Leitungen je nach der Lage, mindestens jedoch einmal täglich, abzugehen oder abzufahren. Beim Abgehen sind alle sichtbaren Schäden zu beseitigen und Festpunkte, Überwege und Kabelauflagen zu kontrollieren und wenn nötig zu erneuern Ist eine Leitung gestört, entsendet die Truppführerin bzw. der Truppführer sofort eine Störungssuchende bzw. einen Störungssuchenden. Sie bzw. er ist anhand des Leitungsverlaufsplanes in die Kabelführung einzuweisen. Zur Ausstattung der Störungssuchenden gehören immer 1 FFOB/ZB, 1 Anschaltgerät, LWL-Prüfausstattung und LWL-Schnellspleißkoffer (nur bei Lichtwellenleiterkabel), Werkzeug (Fm-Tasche) sowie entsprechende Kabel. Zusätzlich können sie, je nach Lage, mitführen: eine Taschenlampe, eine Drahtgabel und Ankerpflöcke. Zur Störungssuche wird im Regelfall das Fahrzeug benutzt! Seite 74

75 Bauausführung, Besonderheiten 523. Zur Störungssuche/Fehlersuche ist die Leitung an beiden Endstellen von den Endgeräten zu trennen und über eine Überspannungsschutzeinrichtung auf zwei FFOB/ZB zu legen. Diese müssen während der Störungssuche ständig besetzt sein Die Störungssucher brechen möglichst von beiden Endstellen aus auf. Sie schalten sich an der ersten Untersuchungsstelle (Nr. 336) an und rufen mit dem Kurbelinduktor. Meldet sich die Anfangsstelle, findet eine Sprechprobe statt. Ist die Sprechverbindung einwandfrei, so ist eine Ruf- und Sprechprobe zur Endstelle durchzuführen. Meldet sich diese nicht, ist die Störungssuche fortzusetzen Meldet sich bei einer Untersuchungsstelle die Stelle nicht, von der aus die Störungssuche begonnen wurde, liegt der Fehler zwischen dieser und der vorhergehenden Untersuchungsstelle Die Fehlersuche ist auch nach dem Mittenverfahren möglich. Dabei schaltet sich die Störungssucherin bzw. der Störungssucher an eine Untersuchungsstelle an, die ungefähr in der Mitte der Leitung liegt, und macht eine Ruf- und Sprechprobe. Die Störungssuche ist danach an einer Untersuchungsstelle fortzusetzen, die ungefähr in der Mitte zwischen der ersten Stelle und der Anfangsstelle bzw. der Endstelle liegt, die sich nicht gemeldet hat. Dieses Verfahren ist, solange fortzusetzen, bis die fehlerhafte Länge feststeht Meldet sich keine der beiden Endstellen, so liegen Fehler in beiden Teilstücken oder in der Anschalteinrichtung vor oder es handelt sich bei Parallelanschaltung um einen Adernschluss (Nrn. 534 und 538) Ist bei einer Leitung aus Feldkabel die fehlerhafte Länge festgestellt, so ist diese abzugehen, dabei achten die Störungssucherinnen oder Störungssucher besonders auf schadhafte Isolation und Flickstellen. Offensichtliche Schäden am Kabel sind zu beseitigen. Wird beim Abgehen kein Fehler gefunden oder lässt ein gefundener sich nicht beseitigen, muss die Länge ausgetauscht werden. Vor dem Austausch ist die nächste erreichbare Endstelle zu verständigen Wird bei einer anderen Kabelart eine fehlerhafte Länge festgestellt, ist diese unmittelbar auszutauschen Ist die fehlerhafte Länge abgegangen oder eine neue eingebaut, wird die Leitung auf einwandfreie Ruf- und Sprechverständigung mit beiden Endstellen geprüft. Die Störungssuche endet, wenn die Fernmeldestellen an beiden Endstellen die Leitung wieder übernommen haben Schadhafte Längen mit Übersprechen oder mangelhafter Übertragungsgüte lassen sich nur mit Messgeräten feststellen. Die Fehlereingrenzung geschieht nach den Bedienungsanweisungen und produktbezogenen Technischen Dokumentationen (ptd) zu den Messgeräten. Seite 75

76 Bauausführung, Besonderheiten Feldkabel 532. Zur Fehlersuche an Feldkabel ist die Verbindung am Blitzschutzsatz aufzutrennen und dessen Durchgangswiderstand und Isolationswiderstand mit dem einem Multimeter zu messen. Folgende Sollwerte sind Voraussetzung für eine einwandfreie Funktion: Durchgangswiderstand 0 Ohm und Isolationswiderstand Ohm Ist der Blitzschutzsatz in Ordnung, wird das Kabel damit an einen FFOB/ZB angeschlossen. Mit der Störungssuche auf dem Kabel ist zu beginnen Die Störungssucherinnen bzw. Störungssucher trennen an der ersten oder der mittleren Längenverbindung das Kabel auf, stellen blanke Kabelenden her und schalten sich mit dem FFOB/ZB auf das Kabelende, das zur eigenen Endstelle führt auf, anschließend erfolgt das Durchsprechen der Leitung. An eine behelfsmäßige Längenverbindung schließt sich der Störungssucher parallel an. Hierzu wird die Isolation von der Längenverbindung entfernt und der FFOB/ZB wird mittels einer Krokodilklemme oder mit Schaltdraht an das Feldkabel angeschlossen. Danach wird die Leitung durchgesprochen Ist eine Sprechverständigung nicht möglich, liegt auf der Leitung ein Adernschluss oder eine Adernunterbrechung vor. Durch Ruf- und Sprechprobe ist festzustellen, in welcher Richtung das Kabel defekt ist. Die defekte Länge ist an der folgenden Längenverbindung einzugrenzen. Dazu gehen die Störungssucherinnen oder Störungssucher in Richtung der Endstelle, die sich nicht gemeldet hat Nach der Entstörung sind die Längenverbindungen wieder herzustellen und zu isolieren Feldfernkabel 537. Zur Fehlersuche auf einer Leitung aus Feldfernkabel ist das Kabel über zwei geerdete Blitzschutzsätze 2-polig an zwei FFOB/ZB anzuschließen. Am Blitzschutzsatz ist vor dem Anschalten der Durchgangswiderstand und der Isolationswiderstand zu messen. Es müssen folgende Messwerte erreicht werden: Durchgangswiderstand Isolationswiderstand 0 Ohm und Ohm Die Störungssucherinnen oder Störungssucher schließen sich an einer Untersuchungsstelle mit einer Prüfmuffe und einem FFOB/ZB an. Dazu ist die Kupplung zu öffnen und die Prüfmuffe dazwischenzuschalten. Danach wird die Leitung durchgesprochen. Es sind beide Stämme in beiden Richtungen zu prüfen. Seite 76

77 Bauausführung, Besonderheiten 539. Ist eine Sprechverständigung nicht möglich, liegt auf der Leitung ein Adernschluss oder eine Adernunterbrechung vor und die Längenverbindung muss aufgetrennt werden. Die Störungssucherinnen oder Störungssucher nehmen nacheinander mit beiden Endstellen Verbindung auf und stellen so fest, in welcher Richtung das Kabel defekt ist. Es sind beide Stämme zu prüfen. Die defekte Länge ist von der nächsten Längenverbindung aus einzugrenzen. Die Störungssucherinnen oder Störungssucher gehen dazu in Richtung der Endstelle, die sich auf einem oder beiden Stämmen nicht gemeldet hat Nach der Entstörung ist die Prüfmuffe zu entfernen, die Kabelkupplungen sind sorgfältig zu verbinden Verbindungskabel und Anschlusskabel 541. Zur Störungssuche ist die Leitung vor dem Blitzschutzsatz aufzutrennen und an jedem Ende ein Kabelprüfzusatz mit einem FFOB/ZB anzuschließen. Die zehn Stämme sind durchzusprechen. Bei Verbindungskabeln werden die C-Adern von je zwei Stämmen entsprechend der Schalterstellung ebenfalls durchgesprochen. Wird eine fehlerhafte Länge festgestellt, ist sie auszuwechseln. Stehen keine zwei Kabelprüfzusätze zur Verfügung, sind an einem Ende ein Anschaltkasten 70 und ein FFOB/ZB anzuschließen. Der FFOB/ZB ist von Stamm zu Stamm bzw. zwischen den C-Adern um zu klemmen. Im Anschluss daran wird das Kabel wieder an den Blitzschutzsatz angeschlossen Die Störungssuche geht entsprechend Nr. 524 ff. vor sich Lichtwellenleiterkabel 543. Bei der Störungssuche mit dem Prüfgerät, LWL ist sinngemäß wie bei der Fehlersuche an herkömmlichen Kabeln zu verfahren Das Prüfen und Messen von Lichtwellenleiterkabel beinhaltet natürlich auch die Tätigkeiten der Baufernsprecherin oder des Baufernsprechers die bei einer Störungssuche durchgeführt werden müssen und sind eingehend im Kapitel 5 beschrieben Defektes Kabel ist grundsätzlich auszutauschen. Ist die Schadstelle äußerlich sichtbar, kann bei ausgelegtem Kabel eine behelfsmäßige Längenverbindung mit einem Reparaturset (nicht in allen Bautrupps vorhanden) angefertigt werden (siehe Anlage 10.7). Das Kabel mit der provisorischen Längenverbindung ist nur noch solange zu nutzen, wie es ausliegt. Es ist anschließend der Instandsetzung zuzuführen Da die Herstellung der behelfsmäßigen Längenverbindung gute Lichtverhältnisse und viel Feinstarbeit erfordert, können kalte und schlechte Witterungsverhältnisse den Gebrauch des Reparatursets so einschränken, dass eine feldmäßige Reparatur nicht immer möglich ist. Seite 77

78 Bauausführung, Besonderheiten 547. Vor Aufnahme des Kabels sind die Teile, die für die Reparatur erforderlich waren, zu entfernen und nach gründlicher Reinigung wieder in den Instandsetzungskoffer einzuordnen. Das defekte Kabel ist nicht weiter zu verwenden und der Instandsetzung zuzuführen Die verschiedenartigen Kabel, einschließlich der technischen Daten, sind in der Anlage 10.1 beschrieben. 5.3 Abbau von Kabeln Allgemeines 549. Vor dem Abbau einer Leitung sind alle angeschlossenen Endstellen und/oder die Vermittlung zu verständigen. Erst danach darf mit dem Abbau begonnen werden Die Kabel sind senkrecht zur Trommelachse aufzunehmen; es dürfen keine Schlingen entstehen. Das Heranziehen von Kabel über längere Strecken ist verboten. Das Kabelspulgerät folgt dem Kabel, nicht umgekehrt! 551. Im Hochbau verlegte Kabel sind mit der Drahtgabel aus den Auflagen herauszuheben; wenn nötig muss ein zweiter Drahtgabler die Äste herunterziehen Festpunkte sind erst unmittelbar vor dem Aufnehmen des Kabels zu lösen. Es ist besonders darauf zu achten, dass das Kabel nach dem Lösen nicht in Straßen und Wege hineinhängt Überwege sind beim Abbau in der gleichen Weise zu sichern, wie beim Aufbau (Nr. 4068) Alle Kabel, außer Feldkabel, erfordern ein sorgfältiges Einlegen der Kupplung am Anfang der Länge in die Trommelhalterung (feststehende Halterung). Die ersten Schläge sind fest aufzuwickeln. Beim Auftrommeln muss das Kabel immer von oben auf die Trommel auflaufen. Feldkabel ist auf den äußeren Ring der Kabeltrommel mit zwei Schlägen aufzulegen. Das abisolierte Ende ist in der Erdungsschraube festzulegen Beim Aufnehmen von Kabeln mit dem Verlegewagen entstehen durch die unterschiedlichen Durchmesser von Rad und Trommel Kabelschleifen, diese sind von Hand aufzutrommeln. Vorher wird der Verlegewagen aufgebockt Beim Abbau mit dem Fahrzeug wird das Kabelspulgerät/die Steckachse in die Einbausatzhalterung eingesetzt. Das Kabel muss immer von oben auf die Trommel auflaufen Im Friedenseinsatz/Grundbetrieb 557. Alle Kabel sind grundsätzlich aufzunehmen und es ist entsprechend den Nrn. 549 bis 556 zu verfahren. Seite 78

79 Bauausführung, Besonderheiten Im Einsatz unter gefechtsmäßigen Bedingungen 558. Unter Berücksichtigung der Gefechtssituation sind Kabel im Regelfall aufzunehmen Der Abbau unter gefechtsmäßigen Bedingungen hat geordnet zu erfolgen, unter Berücksichtigung der Lage und unter Einhaltung des Selbstschutzes (Sicherung usw.). Wenn die Gefechtssituation ein Aufnehmen der Kabel nicht zulässt, können Kabel zurückgelassen werden Die Truppführerin bzw. der Truppführer entscheidet, wenn möglich, nach Rücksprache mit den Zugführenden/Staffelführenden über ein Liegenlassen von Kabeln Der Verlust von Kabel, hervorgerufen durch die Lage des Gefechts, ist der örtlichen Führerin bzw. dem örtlichen Führer umgehend zu melden. Seite 79

80 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln 6 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln 6.1 Allgemeines 601. Dieses Kapitel behandelt das Messen von elektrischen Spannungen, Stromstärken und Widerständen in feldmäßigen Kabeln Darüber hinaus wird in diesem Kapitel beschrieben, wie sich durch Prüfen feststellen lässt, ob ein Sollwert innerhalb festgelegter Grenzen eingehalten wird. Dazu gehört auch die Durchgangsprüfung (Ruf und Sprechprobe) eines Kabels. 6.2 Maßeinheiten 603. Messwerte ergeben sich aus einem Vergleich mit Maßeinheiten. Zu unterscheiden sind die elektrischen Maßeinheiten Volt (V), Ampere (A) und Ohm (Ω) Die Messwerte können in Vielfachen und in Bruchteilen angegeben werden. Für Vielfache sind üblich Kilo (K = 10 3 ) sowie Mega (M = 10 6 ) Für Bruchteile sind üblich Milli (m = 10-3 ) sowie Mikro (µ = 10-6 ) 6.3 Messgrundsätze 605. Vor jeder Messung ist zu prüfen, ob das Messgerät auf Null (Nullabgleich) eingestellt ist Bei der Messung der Stromstärke ist das Messgerät in den Stromkreis zu schalten, bei den Messungen der Spannung parallel zum Stromerzeuger oder zum Widerstand, über dem die Spannung abfällt Achtung! Ist die zu erwartende Höhe des Messwertes noch unbekannt, so ist zunächst der unempfindlichste/höchste Messbereich einzustellen, damit das Messinstrument keinen Schaden nimmt Bei Vielfachmessinstrumenten ist vor dem Anschalten festzustellen, ob Gleichstrom oder Gleichspannung bzw. Wechselstrom oder Wechselspannung gemessen werden soll. Der Messschalter ist entsprechend einzustellen. Seite 80

81 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln 609. Die elektrischen Werte von Leitungen lassen sich leichter messen, wenn folgende Punkte beachtet werden: Bei allen Messungen muss die Gegenstelle ihren Auftrag kennen. Wenn auf der zu messenden Leitung auch die Anweisung für das Messen übermittelt werden müssen, sind für Messung und Anweisungsübermittlung genaue Zeiten anzugeben. Der Betrieb auf der Leitung darf für Messzwecke nur so lange wie unbedingt nötig unterbrochen werden. Gute Kontakte an den Messverbindungen sind Voraussetzungen für zuverlässige Messergebnisse. Es ist wichtig, die elektrischen Werte von Leitungen schon während des Baus zu überwachen und Fehler sofort zu beheben, z. B. durch Auswechseln schadhafter Kabellängen. Über alle Messungen ist Protokoll zu führen Leitungen können Überspannungen führen. Wird dies bei einer Messung festgestellt, ist der Fernmeldebetrieb auf dieser Leitung und den angeschlossenen Geräten sofort einzustellen. Die Geräte und die Leitungen dürfen nicht mehr berührt werden. Ansonsten ist zu verfahren wie im Kapitel 3 beschrieben. Vorsicht! Beim Herannahen eines Gewitters ist jede Messtätigkeit einzustellen! 6.4 Messgerät Allgemeines 611. Das nachfolgend aufgeführte Messgerät MX 230B eignet sich wegen der geringen Genauigkeit beim Ablesen im oberen Bereich der Widerstandsskala (Ω) für Schleifenmessungen und für Messungen des Isolationswiderstandes nur bedingt. Ein weiteres Messgerät, hier nicht im Besonderen dargestellt, ist das METRA Hit 12S... 16S (Abb. 68). Es unterscheidet sich vom Messgerät MX 230B (analoge Anzeige) dadurch, dass es mit einer digitalen Anzeige ausgestattet ist und somit genauere Messungen ermöglicht.! Messgerät MX 230B (METRIX) 612. Mit dem Messgerät MX 230B (Abb. 67) sind folgende Messungen möglich: Gleichspannungsmessungen bis V (über zusätzliche Eingangsbuchse), Wechselspannungsmessungen bis V (über zusätzliche Eingangsklemme), Gleichstrommessungen bis 10 A (über zusätzliche Eingangsbuchsen), Wechselstrommessungen bis 10 A (über zusätzliche Eingangsklemme) sowie Widerstandsmessungen bis 100 Ohm. Das Gerät ist zu Wechselspannungs- bzw. Wechselstrommessungen geeignet. Seite 81

82 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln Abb. 67: MX 230B (METRIX) Abb. 68: Messgerät METRA Hit 12S... 16S 6.5 Messungen Allgemeines 613. Der technische Zustand wird geprüft bei Feldkabel und Feldfernkabel durch Messen + des Schleifenwiderstandes, + des Isolationswiderstandes und + der Dämpfung sowie bei Anschlusskabel und Verbindungskabel durch Messen des Schleifenwiderstandes oder in einer Durchgangsprüfung. Das geschieht beim Technischen Dienst sowie beim Herstellen, Unterhalten und Betreiben von Leitungen. Seite 82

83 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln 614. Bei Feldfernkabeln sind beim Besonders Angesetzten Technischen Dienst (BATD) zusätzlich Dämpfungsmessungen oder Fehlerratenmessungen sowie Isolationsmessungen vorzunehmen. Dafür sind insbesondere folgende Messgeräte zu verwenden: Pegelmessplatz, Leitungs- und Messkoffer, Isolationsmesser und Multimeter. Die Messgeräte stehen innerhalb des Verbandes oder der Einheit zur Verfügung Als Schleifenwiderstand (R S ) bezeichnet man den Widerstand einer aus a-ader und b-ader gebildeten Leiterschleife. Bei Feldfernkabel besteht die Schleife aus der a-ader und der b-ader eines Stammes (Abb. 69). Der Schleifenwiderstand ist temperaturabhängig. Bei Erwärmung erhöht er sich, bei Abkühlung tritt das Gegenteil ein. Abb. 69: Messen des Schleifenwiderstandes 616. Unter Isolationswiderstand (R is ) versteht man den Widerstand, den ein Leiter gegenüber dem benachbarten Leiter oder gegen Erde besitzt. Schlechte Isolation, d. h. niedriger Isolationswiderstand, bedeutet Ableitungsströme und damit unerwünschten Energieverlust des Signals auf der Leitung. Der Isolationswiderstand ändert sich mit der Länge der Leitung, dem Zustand der Leitung, der Verlegeart (Hoch- oder Tiefbau) und der Witterung (Trockenheit, Nässe, Umgebungstemperatur). Seite 83

84 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln Bei Messungen dürfen sich die Adern am fernen Ende nicht berühren (offenes Ende). Gemessen wird zuerst der Isolationswiderstand der beiden Adern gegeneinander, danach der Isolationswiderstand der a-ader und anschließend derjenige der b-ader gegen Erde (Abb. 70). Abb. 70: Messen des Isolationswiderstandes 617. Bei Feldfernkabel muss zusätzlich auch der Isolationswiderstand nicht zusammengehörender Adern gegeneinander gemessen werden. Gemessen wird der Isolationswiderstand der Adern 1 gegen 3, 1 gegen 4, 2 gegen 3 und 2 gegen 4 (Abb. 71). Abb. 71: Messen der Adern gegeneinander 618. Beim BATD ist an jeder Trommel ein Pflegezettel anzubringen (siehe Anlage ). Darauf sind die Messwerte einzutragen. Außerdem ist mit Unterschrift und Datum der einwandfreie technische Zustand der Kabellänge zu bestätigen. Weist eine Kabellänge Mängel auf, ist ein Schadmeldzettel (siehe Anlage ) anzubringen. Seite 84

85 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln Messen von Feldkabel beim Besonders Angesetzten Technischen Dienst 619. Zur Schleifenwiderstandsmessung werden die a-adern und die b-adern an das Messgerät angeschlossen. Am anderen Ende des Kabels sind diese Adern zu einer Schleife zusammenzuschließen. Der Messwert soll für 800 m Feldkabel bei ca. 100 Ohm liegen. Für die Isolationsmessung werden die a-ader und die b-ader an das Messgerät angeschlossen, wobei das ferne Ende des Kabels offen bleibt. Der Messwert soll bei trockenem Kabel 375 MOhm betragen. Da die Messgeräte in der Regel (abhängig von der Ausstattung) nur Werte bis 1 MOhm anzeigen können, darf der Zeiger nicht ausschlagen (Anzeigewert ) Liegt der Schleifenwiderstand unter 100 Ohm, ist zuerst zu prüfen, ob die Isolationsmessung den Anzeigewert ergibt. Trifft dies zu, ist die Länge des Feldkabels kleiner als 800 m (8 m Kabel entsprechen 1 Ohm). Ist der Anzeigewert kleiner als, liegt ein Isolationsschaden vor. Dieser ist zu beseitigen Messen von Feldfernkabel beim Besonders Angesetzten Technischen Dienst 621. Vor dem Messen dieses Kabels sind zwei Kabelpeitschen zu überprüfen. Dazu werden die beiden Kabelpeitschen mit ihren Kupplungen verbunden. Anschließend ist mit dem Messgerät der Schleifenwiderstand und der Isolationswiderstand zu messen. Wenn bei Messen des Isolationswiderstandes der Adern gegeneinander der Zeiger des Messinstrumentes bei unendlich stehen bleibt, sind die Kabelpeitschen einwandfrei Für das Messen von Feldfernkabel werden zwei Kabelpeitschen Feldfernkabel benötigt. Die überprüften Kabelpeitschen werden an den Anfang und an das Ende einer jeden Länge angeschlossen; dadurch sind auch die Kupplungen mit in die Messungen einbezogen Zum Messen des Schleifenwiderstandes ist der helle Stamm der Kabelpeitsche an das Messgerät anzuschließen. Die Adern des dunklen Stammes werden am Ende des Kabels zusammengeschlossen. Der Messwert soll beim Feldfernkabel 10 bis 15 Ohm betragen. Die Messwerte schwanken mit der Temperatur Der gemessene Wert ist in den Pflegezettel unter Schleifenwiderstand Stamm I einzutragen. Anschließend wird in entsprechender Weise der Schleifenwiderstand des zweiten Stammes gemessen, d. h. Messungen am dunklen Stamm, Schleifenbildung am hellen Stamm und Eintragung des Wertes unter Stamm II. Seite 85

86 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln 625. Zur Isolationsmessung sind folgende Arbeitsschritte durchzuführen: Den hellen Stamm an das Messgerät anschließen und messen (für die Dauer der Messungen müssen alle fünf Adern am anderen Ende offen bleiben (siehe Abb. 70 und Abb. 71)). a-ader und Erdader anschließen und messen. b-ader und Erdader anschließen und messen. Messwerte in den Pflegezettel unter Stamm I eintragen. Vorangegangene Messungen beim dunklen Stamm wiederholen und unter Stamm II eintragen. Eine Ader des hellen Stammes gegen eine Ader des dunklen Stammes messen. Zweite Ader des hellen Stammes gegen die Ader des dunklen Stammes messen. Nacheinander beide Adern des hellen Stammes gegen die 2. Ader des dunklen Stammes messen. Messwerte in den Pflegezettel unter Ader gegen Ader eintragen. Bei allen Messungen muss der Zeiger des Instruments bei unendlich ( ) stehen bleiben Trommeln mit defektem Kabel erhalten einen grünen Anhänger für Schadmaterial (siehe Anlage ), auf dem die festgestellten Schäden eingetragen werden, z. B. beschädigte Isolation des Kabels, Quetsch- und Knickstellen, Schäden bei Kabelkupplungen oder Kontakten, bei der Schleifenwiderstandsmessung von Feldfernkabel keine Werte zwischen 20 und 25 Ohm oder bei der Isolationsmessung bei Feldfernkabel eine von unendlich ( Ohm) verschiedene Anzeige Messen von Anschlusskabel und Verbindungskabel beim BATD 627. Vor dem Messen von Anschlusskabel sind zwei Anschaltgeräte daran anzuschließen, damit auch die Kupplungen einbezogen werden. Die 30-poligen Messerstecker an den Enden der Anschlusskabel-Länge bzw. Verbindungskabel-Länge sind mit je einem Prüfzusatz zu verbinden. Die zwei schwarzen Klemmen des ersten Prüfzusatzes werden an die Klemmen des Messgerätes gelegt; die zwei schwarzen Klemmen des zweiten Prüfzusatzes sind miteinander zu verbinden Beide Prüfsätze sind in Stellung 1 zu bringen, bevor am Messgerät der Messwert abgelesen wird. Er soll beim Anschlusskabel 35 bis 40 Ohm, beim Verbindungskabel 50 bis 55 Ohm betragen; die Messwerte schwanken mit der Temperatur. Der gemessene Wert ist in den Pflegezettel einzutragen. In der gleichen Weise ist bei den Schalterstellungen 2 bis 10 zu verfahren Bei Verbindungskabel wird in den Schalterstellungen 11 bis 15 der Schleifenwiderstand von je zwei Signaladern gemessen. Der Messwert muss im Gegensatz zu den Sprechadern 10 bis15 Ohm je Länge betragen. Seite 86

87 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln 630. Trommeln mit defektem Kabel erhalten einen grünen Anhänger für Schadmaterial (siehe Anlage ), auf dem die festgestellten Fehler eingetragen werden, z. B.: beschädigte Isolation des Kabels, Quetsch- oder Knickstellen, Beschädigte Verschlüsse oder Kontakte an den Kabelenden oder bei der Durchgangsprüfung in einer oder mehreren Schalterstellungen kein Ausschlag oder Abweichung vom Sollwert Messen von Feldkabel vor und im Einsatz 631. Feldkabel ist zum Messen immer an der Anfangsstelle über eine Überspannungsschutzeinrichtung an einen FFOB/ZB anzuschließen, der ständig besetzt sein muss Sobald eine Kabellänge eingebaut und die Leitung fertiggestellt ist, gibt der Trupp eine Baumeldung durch. An der Anfangsstelle sind die entsprechenden Angaben in den Vordruck Baumeldungen/-Messblatt (siehe Anlage 10.10) einzutragen. Wenn Übertragungsgeräte eingesetzt werden sollen, ist das Kabel nach der Baumeldung und der Durchgangsprüfung zu messen Für das Messen geben die Soldaten des eingesetzten Vermittlungstrupps an der Anfangsstelle dem Bautrupp folgende Anweisungen: FFOB/ZB abklemmen. Eine Minute lang die blanken Kabelenden zusammenschließen. Eine Minute lang die Kabelenden offen halten. FFOB/ZB wieder anschließen und melden Diesen Arbeitsschritten entsprechend verfahren die Soldatinnen oder Soldaten an der Anfangsstelle wie folgt: Sie klemmen den FFOB/ZB ab. Sie schließen das Feldkabel an die Widerstandsmessbrücke des Messkastens an, messen den Schleifenwiderstand und tragen den Wert in das Messblatt, Spalte Stamm I ein. Sie schließen das Kabel an den Isoliermesser, Klemmen a/b und ein Erdungsrohr/Erdungsstab an die Klemme E an. Dann messen sie a/b, a/e, b/e und tragen die Messwerte in das Messblatt unter Isolationswiderstand Stamm I ein. Sie schließen den FFOB/ZB sofort nach der Messung wieder an. Seite 87

88 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln 635. Der Schleifenwiderstand steigt mit jeder ausgelegten Länge um rund 100 Ohm. Der Isolationswiderstand wird mit jeder zusätzlichen Länge geringer. Ein Isolationswiderstand von 10 MOhm je Kilometer gilt bei einer Leitung aus Feldkabel als noch ausreichend. Den Isolationswiderstand für einen Kilometer erhält man, wenn der gemessene Wert (MOhm) mit der ausgelegten Länge L (km) multipliziert wird. Beispiel Gemessener Wert 4 MOhm für 3,2 km ausgelegte Länge: 4 MOhm x 3,2 Km = 12,8 MOhm je Kilometer Feldkabel 636. Bei Abweichungen von den Sollwerten oder sonstigen Fehlern ist die Länge auszuwechseln Messen von Feldfernkabel vor und im Einsatz 637. Die Stämme des Feldfernkabels sind an der Anfangsstelle über eine Überspannungsschutzeinrichtung an FFOB/ZB anzuschließen, die ständig besetzt sein müssen Sobald jeweils zwei Längen eingebaut sind und nachdem die Leitung fertiggestellt ist, gibt der Trupp eine Baumeldung durch. An der Anfangsstelle sind die entsprechenden Angaben in das Formblatt Baumeldung/Messblatt einzutragen. Nach jeder Baumeldung ist die Leitung nach Anweisung der Soldatin oder des Soldaten zu messen Für die Durchgabe der Baumeldungen und für das Messen kann entweder eine Kabelpeitsche oder ein Zwischenstecker aus dem Anschaltgerätesatz für Feldfernkabel verwendet werden. Wird der Prüfstecker des FFOB/ZB verwendet, sind für die Verbindung Prüfstecker Feldfernsprecher oder Prüfstecker Messgerät zwei Messleitungen mitzuführen Für das Messen geben die Soldaten an der Anfangsstelle dem Bautrupp folgende Anweisungen: Eine Minute lang die blanken Kabelenden des Stammes zusammenschließen, auf dem nicht gesprochen wird. Zwei Minuten lang die Kabelenden offen halten. Wieder melden Ist an der Anfangsstelle ein Vermittlungstrupp, verfahren die Soldatinnen oder Soldaten an der Anfangsstelle wie folgt: Sie schließen den Stamm, auf dem nicht gesprochen wird, an die Widerstandsmessbrücke des Messkastens an messen den Schleifenwiderstand und tragen den Messwert unter Schleifenwiderstand Stamm I in das Messblatt ein. Seite 88

89 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln Sie schließen den gleichen Stamm an den Isolationsmesser und die Abschirmung an E an. Dann messen sie a/b, a/e und b/e, anschließend werden die Adern gegeneinander in der Schalterstellung a/b gemessen. Die Messwerte tragen sie in das Messblatt unter Isolationswiderstand Stamm I a/b ein. Sie melden sich wieder und ordnen an, dass an beiden Stellen die Feldfernsprecher an den anderen Stamm angeschlossen werden. Dieser Stamm wird nun in derselben Weise wie Stamm I gemessen: Die Messwerte sind unter Stamm II in das Messblatt einzutragen. Nach der Messung wird an der Anfangsstelle an den Stamm II wieder ein Feldfernsprecher angeschlossen. Der Bautrupp kann weiterbauen, wenn die Messwerte den Sollwerten entsprechen (Sollwerte gehen aus der Rückseite des Messblattes hervor) Ist die Anfangsstelle mit einem Trupp oder einer Fernmeldestelle besetzt, die keinen Messkasten haben, verfahren die Soldaten an der Anfangsstelle wie folgt: Sie schließen den Stamm, auf dem nicht gesprochen wird, an das Messgerät an, messen den Schleifenwiderstand und tragen den Messwert unter Schleifenwiderstand Stamm I in das Messblatt ein. Sie warten, bis der Zeiger des Messinstruments in Richtung zurückgeht, und tragen den Wert der Isolationsmessung unter Isolationswiderstand Stamm I a/b ein. Sie melden sich wieder und ordnen an, dass an beiden Stellen die FFOB/ZB an den anderen Stamm angeschlossen werden. Der 2. Stamm wird nun in derselben Weise wie Stamm I gemessen. Die Messwerte sind unter Stamm II einzutragen. Nach der Messung wird an der Anfangsstelle an den Stamm II wieder ein FFOB/ZB angeschlossen. Der Trupp kann weiterbauen, wenn die Messwerte den Sollwerten entsprechen. Sollwerte sind je Länge Feldfernkabel Ohm Schleifenwiderstand sowie Isolationsmessung mit der Anzeige unendlich Messen von Anschlusskabel und Verbindungskabel vor und im Einsatz 643. Die Anfangsstelle schließt das Kabel für die Dauer des Baus mit dem Prüfzusatz für Fermeldekabel ab, an den in Stellung 1 ein FFOB/ZB angeschlossen wird, der ständig besetzt sein muss Sobald zwei Längen verlegt sind und die Leitung fertiggestellt ist, sind alle Kabelstämme mit dem Prüfzusatz und einem FFOB/ZB auf Durchgang zu prüfen. Die Verbindung zur Anfangsstelle ist immer auf Stamm I (Schalterstellung 1) aufzunehmen. Seite 89

90 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln 645. Wird bei der Durchgangsprüfung ein Fehler am Kabel festgestellt, ist durch Prüfen der Teilstücke festzustellen, welche der beiden Längen schadhaft ist. Diese Länge ist auszuwechseln Messen von Lichtwellenleiterkabel vor und im Einsatz 646. Mit der LWL-Prüfausstattung (Planungsnummer ) (Abb. 72) werden Lichtwellenleiterkabel und LWL Kabelstrecken hinsichtlich ihrer optischen Dämpfung geprüft. Die LWL- Prüfausstattung beinhaltet die Funktionen Messen, Rufen und Sprechen Das gesamte zur LWL-Prüfausstattung gehörende Zubehör ist in 2 Hartschalenkoffern transportsicher untergebracht. Die Tragekoffer werden aufgrund ihres Inhaltes mit Koffer 1 und Koffer 2 gekennzeichnet. Der Inhalt des Koffers 1 unterscheidet sich gegenüber dem Koffer 2 durch das zusätzlich eingelegte LWL Abgleichkabel, welches pro LWL-Prüfausstattung nur einmal vorhanden ist Bei Inbetriebnahme kann bei Bedarf die Batterie des LWL-Prüfgerätes mittels eines Ladekabels (Kfz-Adapter) an der Stromversorgung eines Kraftfahrzeuges (Kfz) geladen werden Der LWL-Handapparat ist an der vorgesehenen Steckerbuchse am LWL-Prüfgerät anzuschließen Das Gerät wird eingeschaltet durch die Betätigung des Tastschalters Ein. Bis zur Betriebsbereitschaft ertönt kurzzeitig der interne Summer und die LED-Segmente leuchten nacheinander von unten nach oben bis zur LED betriebsbereit auf. Das Gerät ist daraufhin abzugleichen Es erfolgt eine Funktionsüberprüfung. Für die Durchführung dieser Arbeitsschritte muss der optische Kurzschlussstecker direkt am LWL-Prüfgerät angeschlossen sein. Es sind beide zum Satz gehörende LWL-Prüfgeräte zu überprüfen Für den eigentlichen Messbetrieb müssen die LWL-Prüfgeräte einzeln und miteinander abgeglichen werden. Dabei wird zwischen 2 verschiedenen Abgleichverfahren, dem Reflektionsabgleich (R-Abgleich) und dem Transmissionsabgleich (T-Abgleich), unterschieden Im Messbetrieb gibt es zwei Möglichkeiten das LWL-Kabel zu messen: die Reflektionsmessung sowie die Transmissionsmessung Das Ergebnis der Reflektionsmessung entspricht der relativen Streckendämpfung, doppelte Strecke, des Messobjektes (= Hin- + Rückfaser des LWL-Kabels). Das Ergebnis der Transmissionsmessung entspricht der relativen Streckendämpfung, einfache Strecke, des Messobjektes (= Hinoder Rückfaser des LWL-Kabels) Beim Reflektionsmessverfahren wird die Hin- und Rückfaser des LWL-Kabelabschnittes (= doppelte Kabellänge) gemessen. Deshalb ist eine maximale Kabeldämpfung von 24 db nicht zu überschreiten. Dies entspricht einer Kabelstrecke von 2 Längen LWL-Kabel 1000 m/50 µm. Seite 90

91 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln 656. Beim Transmissions-Messvorgang wird nur eine Faser eines Kabelabschnittes gemessen. Deshalb ist die Transmissionsmessung von beiden LWL-Prüfgeräten aus nacheinander durchzuführen, um beide Fasern (Hin- und Rückfaser) des Kabels zu prüfen. Es kann eine maximale Kabeldämpfung von 24 db gemessen werden. Dies entspricht einer Kabelstrecke von 4 Längen LWL-Kabel m/50 µm Als Ergebnis erscheint die Leitungsdämpfung des LWL-Kabels zwischen Prüfgerät 1 und Prüfgerät 2. Dabei wird immer nur die Dämpfung auf der sendenden Faser vom messenden Prüfgerät ermittelt Sobald eine Kabellänge fertiggestellt ist, gibt der Trupp eine Baumeldung durch. An der Anfangsstelle sind die entsprechenden Angaben in den Vordruck Baumeldungen/Messblatt einzutragen. Ist die Anfangsstelle nicht erreichbar (z. B. Abschluss des Kabels mit einem Kurzschlussstecker) können die Angaben auch von den bauenden Soldaten eingetragen werden. Bei Kabellängen unter m, insbesondere im Bereich von Gefechtsständen, kann auf Baumeldung und Eintrag verzichtet werden. Die Leitung ist aber stets durchzumessen (Dämpfung), wenn eine Prüfausstattung, LWL vorhanden ist. Abb. 72: LWL Prüfausstattung Seite 91

92 Messen und Prüfen von feldmäßigen Kabeln 659. Mit dem optischen Prüfgerät (KPGopt, Abb. 73) kann die gesamte Dämpfung einer Verbindung gemessen werden. Abb. 73: Optisches Prüfgerät (KPGopt) Übernehmen von hergestellten Leitungen 660. Feldkabel und Feldfernkabel müssen die Übernehmenden vor dem Auflegen auf Übertragungsgeräte messen. Die Messwerte sind in den Vordruck Baumeldungen/Messblatt einzutragen Die Übernahme ist beendet, wenn die Übernehmenden die Eignung der Leitung für den geforderten Einsatz bestätigen. Seite 92

93 Materialerhaltung 7 Materialerhaltung 7.1 Verantwortung für die Materialerhaltung 701. Alle Soldatinnen und Soldaten eines Trupps sind dafür verantwortlich, dass die Einsatzfähigkeit des Kabels und des Kabelbaugerätes erhalten bleibt oder wenn nötig hergestellt wird Schäden am Kabel oder am Kabelbaugerät sowie der Verlust von Gerät sind der Truppführerin bzw. dem Truppführer unverzüglich zu melden. 7.2 Durchführung der Materialerhaltung 703. Kabel und das für den Kabelbau notwendige Gerät ist im Rahmen des Technischen Dienstes zu pflegen, zu prüfen und zu messen Der ständige Technische Dienst findet vor, während und nach jeder Benutzung von Kabel und Kabelbaugerät statt. Er umfasst Sichtkontrolle auf Beschädigung, soweit möglich, Vollzähligkeitskontrolle, Prüfung der Funktionsfähigkeit und wenn nötig Grobreinigung Beim BATD sind die Kabel nach den Bestimmungen der Nr. 806 zu pflegen, zu reinigen und zu prüfen. Das Kabelbaugerät ist entsprechend der gültigen produktbezogenen Technischen Dokumentation (ptd) für das jeweilige Gerät im Rahmen der Truppeninstandhaltung zu warten und zu pflegen Bei der Pflege, Reinigung und Prüfung von Kabel ist wie folgt zu verfahren: Kabel mit einem feuchten Lappen reinigen, Kabel mit sauberem Lappen trocknen, Kabel Schlag neben Schlag auf eine saubere und einwandfreie Trommel auftrommeln, beim Auftrommeln das Kabel auf beschädigte Isolierungen, Quetschstellen und Knickstellen prüfen, gereinigtes und überprüftes Kabel beim Auf- und Umtrommeln mit Talkumpuder einreiben, beim Feldkabel die Kabelenden prüfen und wenn nötig erneuern, die Verschlüsse der Kabelkupplungen und die Kontakte/Linsen reinigen, Kabel mit einem Messgerät und entsprechenden Prüfeinrichtungen messen und die Messwerte mit den Sollwerten vergleichen; Messwerte in den Pflegezettel eintragen, Feldfernkabel sind ebenfalls durchzumessen (72), Kabelenden mit den Schutzdeckeln verschließen, einsatzbereite Kabel mit Pflegezetteln kennzeichnen sowie schadhafte Kabel mit einem grünen Anhänger für Schadmaterial kennzeichnen und der Instandsetzung zuführen. Seite 93

94 Materialerhaltung 707. Folgende Fristen für das Messen von Kabeln sind einzuhalten: bei aktiven Truppenteilen grundsätzlich bei jedem BATD und bei eingelagerten Kabeln alle fünf Jahre. Darüber hinaus sind eingelagerte Kabel alle fünf Jahre stichprobenweise umzutrommeln. Dabei ist insbesondere die Isolation zu prüfen. Seite 94

95 Sicherheitsbestimmungen 8 Sicherheitsbestimmungen 8.1 Verantwortungsbereiche, Verantwortlichkeiten 801. Für die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen beim feldmäßigen Kabelbau ist jede Vorgesetzte bzw. jeder Vorgesetzte in ihrem bzw. seinem Bereich verantwortlich, das heißt, sie bzw. er wartet nicht auf Befehle sondern handelt selbstständig, erzieht die unterstellten Soldatinnen und Soldaten zur Mitverantwortung, wenn nötig durch Belehrungen und überwacht sorgfältig die Betriebsabläufe. 8.2 Überspannungsschutz 802. Vorsicht! An allen Leitungen und Geräten können gefährliche Überspannungen auftreten. Daher sind alle Blitzschutzeinrichtungen, Fernmeldegeräte, Kabinen, Kofferaufbauten, die mit einer Erdklemme versehen sind, gemäß den Bedienungsvorschriften schon beim Aufbau vor Inbetriebnahme zu erden. Die Verbindung von der Erdklemme zum Erdungsstab ist auf kürzestem Wege herzustellen. Hierzu ist Leitungsmaterial mit möglichst großem Querschnitt (mindestens 10 mm 2 ) zu verwenden. Längere Erdungsleitungen werden nicht aufgewickelt, sondern sind auf dem Erdboden auszulegen. Der Erdungsstab ist mit mindestens 2/3 seiner Länge ins Erdreich einzulassen Auf die Erdung ist immer möglichst große Sorgfalt zu verwenden. Der Erder soll eine gute elektrische Verbindung mit dem umgebenden Erdreich haben, damit der Übergangswiderstand möglichst klein bleibt. Sehr gute Bedingungen bestehen, wenn das Erdleitungsrohr in feuchtes Erdreich (z. B. Moor und Lehmboden, feuchte Wiesen und Äcker) eingebracht wird. Trockene Erde und steiniger, kiesiger Untergrund bilden große Übergangswiderstände und sind daher zur Erdung schlecht geeignet. In solchen Fällen müssen Erdleitungsrohre und Erdungsstäbe eingeschlämmt werden, damit ein zuverlässiger Übergang zum Erdreich besteht. Bei ungünstigen Bodenverhältnissen, z. B. trockenem Erdreich, muss die Erde in der Umgebung des Erdungsrohres oder Profilstaberders bewässert und ständig feucht gehalten werden. Oft besteht die Möglichkeit einer Erdung an durchgehenden metallenen Wasserrohren, Blitzableitern oder anderen vorgefundenen Erdern Rohre, Blitzableiter oder andere Erder sind vor dem Anschluss der Erdungsleitung metallisch blank zu machen. Seite 95

96 Sicherheitsbestimmungen 805. Fernmeldeeinrichtungen, die benachbart oder in unmittelbarer Nähe (bis zu 20 m) zu Gebäuden aufgebaut werden, sind durch Potentialausgleichsleitungen untereinander und mit dem Gebäudepotenzialausgleich zu verbinden. Diese Leitungen sollen einen Potenzialunterschied der einzelnen Fernmeldeeinrichtungen bzw. Fernmeldeeinrichtung und Gebäude verhindern. Werden Erdungseinrichtungen von Gebäuden (metallische Wasserleitungen, Blitzableiter) mitgenutzt, ist vorher das Einverständnis des Eigentümers einzuholen. Einzelheiten für den Anschluss von Erdungsleitungen zur Herstellung des Potenzialausgleichs enthalten die jeweiligen einschlägigen produktbezogenen Technischen Dokumentationen Fernmeldeeinrichtungen, die nicht vorschriftsmäßig geerdet sind, dürfen nicht betrieben werden! 807. An Gewässern ist der betreffende Erder nicht ins Wasser zu legen, sondern am Ufer in die Erde zu treiben, da feuchte Erde besser leitet als Wasser Bei Baubeginn und nach der Fertigstellung einer Leitung aus Kupferkabel sind vor dem Anschluss an eine Fernmeldeeinrichtung immer Überspannungsschutzeinrichtungen einzubauen Das Befestigen von Kabeln an Bestandteilen von Energieanlagen, Hochspannungsleitungen und Hochspannungsmasten ist verboten Beim Bau mit Feldkabel sind folgende Überspannungsschutzeinrichtungen einzubauen und zu erden: Blitzschutzsatz 2-polig oder Blitzschutzsatz 20-polig oder Blitzschutzsatz 30-polig oder Fernmelde-Anschaltkasten an Fernmeldekabinen oder Koffer-Kraftfahrzeuge (Erdung an der Trupperde) Beim Bau mit Feldfernkabel sind folgende Überspannungsschutzeinrichtungen einzubauen und zu erden: 2 Blitzschutzsätze 2-polig oder Blitzschutzsatz 20-polig oder Blitzschutzsatz 30-polig oder Feldfernkabel-Modul im Fernmelde-Anschaltkasten an Fernmeldekabinen. Seite 96

97 Sicherheitsbestimmungen 812. Beim Bau mit Anschlusskabel oder Verbindungskabel sind folgende Überspannungsschutzeinrichtungen einzubauen und zu erden: Ableitermuffe 20/30-polig oder Blitzschutzsatz 20-polig oder Blitzschutzsatz 30-polig oder Blitzschutzsatz 60-polig oder Fernmelde-Anschaltkasten an Fernmeldekabinen. 8.3 Verhalten bei Gewitter 813. Stellt die Bautruppführerin bzw. der Bautruppführer fest, dass ein Gewitter heranzieht, ist dies der Zug- bzw. Staffelführerin bzw. dem Zug- bzw. Staffelführer zu melden. Ferner ist über die Auswirkungen auf die Fernmeldeverbindungen zu unterrichten Sind Fernmeldestellen nicht mit Überspannungsschutzmaterial ausgestattet, ist der Fernmeldebetrieb bei Herannahen eines Gewitters einzustellen. Die Trupps bzw. Räume sind zu verlassen Zieht beim Kabelbau vom Fahrzeug aus ein Gewitter auf (Zeitdifferenz zwischen dem Blitz und der Wahrnehmung des Donners weniger als 10 Sekunden), ist die Trommel, von der verlegt bzw. abgebaut wird, herauszunehmen und mindestens 30 m vom Fahrzeug entfernt abzulegen. Die Soldatinnen und Soldaten suchen das Fahrzeug auf und schließen Verdeck und Türen. Dieses soll nicht an Waldrändern, Gewässerufern oder an einzeln stehenden Bäumen abgestellt sein. Die Soldatinnen und Soldaten dürfen das Fahrzeug erst nach Abzug des Gewitters verlassen Zieht beim Kabelbau mit dem Kabelspulgerät zu Fuß ein Gewitter auf, ist das Kabelspulgerät mit Trommel abzulegen. Wenn möglich ist ein Fahrzeug oder ein Gebäude aufzusuchen. Ist der Aufenthalt nur im Freien möglich, ist ein Abstand von mindestens 30 m zum Kabelspulgerät einzuhalten. Möglichst ist eine Bodenmulde aufzusuchen, Hockstellung einzunehmen, die Füße sind geschlossen zu halten! Waldränder, Gewässerufer und einzeln stehende Bäume sind zu meiden. Im Wald mindestens 1 m Abstand zu Baumstämmen einhalten und die Füße geschlossen halten. Seite 97

98 Sicherheitsbestimmungen Achtung! Kabelbau bei Gewitter einstellen! Abb. 74: Maßnahmen bei Gewitter 817. Hat das Gewitter den gefährlichen Nahbereich wieder verlassen, erteilt die Truppführerin bzw. der Truppführer alle notwendigen Befehle, um die Auftragsdurchführung fortzusetzen. 8.4 Besonderheiten Lichtwellenleiterkabel 818. Beim Bau mit Lichtwellenleiterkabel entfallen für diese Kabel Überspannungsschutzmaßnahmen, nicht aber für anzuschließende Geräte und Einrichtungen. Bei stahlarmiertem Kabel sind Überspannungsschutzmaßnahmen zu treffen! 819. Zieht beim Bau oder Abbau vom Fahrzeug aus ein Gewitter auf, ist die Trommel zur Aufnahme des Lichtwellenleiterkabels mindestens 30 m vom Fahrzeug entfernt abzulegen Vorsicht! Ist das Lichtwellenleiterkabel an ein Endgerät angeschlossen, darf nicht direkt in die Linsen der Lichtwellenleiter-Kupplung gesehen werden. Gleiches gilt für die Linsen der Geräteanschlussbuchse. Laserlicht kann zu Augenverletzungen führen. Es ist unsichtbar und verursacht keine Schmerzen, die Netzhaut kann jedoch dauerhaft geschädigt werden. Ein Blick in das Ende einer Faser hat zu unterbleiben, denn diese Faser kann an ein Endgerät angeschlossen sein! Seite 98

99 Sicherheitsbestimmungen 821. Vorsicht! Liegt die optische LWL-Faser bloß (z. B. beim Riss des Kabels), besteht hohe Verletzungsgefahr beim Anfassen der Bruchstelle durch das Eindringen abgesplitterter Glasfasern in die Haut. Überstehende Fasern an der Bruchstelle sind abzuschneiden oder abzubrechen (z. B. mit der Bruchstelle unter Druck über eine raue Oberfläche fahren). 8.5 Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung 822. Beim Kabelbau an öffentlichen Straßen und Wegen sind im Frieden die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung einzuhalten Den Weisungen der Polizei oder der Feldjäger zur Verkehrsregelung ist nachzukommen Personen und Fernmelde-Baufahrzeuge sind nach 35, Abs. 6 Straßenverkehrsordnung bzw. 52, Abs. 4, Nr. 1 Straßenverkehrszulassungsordnung wie folgt zu kennzeichnen: Personen, die zum Bau eingesetzt sind, müssen auffällige Warnkleidung gemäß DIN Teil 1 tragen. Das Fahrzeug ist mit einer Kennleuchte für gelbes Blinklicht (Rundumkennleuchte, RKL) und mit weiß-rot-weißen Warnfarben zu versehen. (als Ausnahmeregelung zur DIN gemäß LtrMil- KfWes vom ) Die Berechtigung zum Führen der Kennleuchte für gelbes Blinklicht muss im Fahrzeugschein eingetragen sein. 8.6 Maßnahmen beim Betrieb von Verbrennungsmotoren 825. Vorsicht! Bei Dauerbetrieb von laufenden Motoren, Fahrzeugheizungen und Klimatisierungsanlagen sind die jeweils gerätebezogenen Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Besonders muss die Belüftung des Fahrzeuges mit Frischluft gewährleistet sein, um eine mögliche Vergiftung von Soldatinnen und Soldaten durch Abgase zu verhindern Werden Stromerzeugeraggregate betrieben, so sind die gemäß gerätebegleitender produktbezogener Technischer Dokumentation erforderlichen Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Dabei sind im Besonderen Vorkehrungen zu treffen gegen Kurzschluss durch schadhafte oder schlecht verlegte Zuführungskabel, gegen Explosions- und Brandgefahr durch unzureichende Wartung des Geräts bzw. durch schlechte Wahl des Aufbauplatzes (z. B. trockener Nadelwaldboden) und gegen Vergiftungsgefahr durch unzureichende Abgasführung. Seite 99

100 Sicherheitsbestimmungen Stromerzeugeraggregate werden wenn bauartbedingt vorgesehen so weit abgesetzt, wie es die Länge des Stromzuführungskabels zulässt, damit die Störung der Fernmeldestelle durch Motorengeräusch und Abgase gering bleibt. Für das Aufstellen der Stromerzeugeraggregate sind Geländemulden und Geländevertiefungen zu nutzen. Auf Hitzeableitung ist zu achten. Durch eine Unterlage aus Holz oder Steinen ist Vorsorge zu treffen, dass die Stromerzeugeraggregate nicht im Wasser stehen. Achtung! Der Auspuffschlauch ist immer über dem Rand der Vertiefung zu führen (Brandgefahr!) Kraftfahrzeuge und Stromerzeuger dürfen nur bei stehendem Motor aufgetankt werden. Beim Betanken muss in jedem Fall ein Handfeuerlöscher der entsprechenden Brandklasse bereitstehen. 8.7 Kabelbau auf Flugplätzen und Landeräumen 828. Vor dem Bau von Drahtleitungen in der Nähe von Flugplätzen, Landeplätzen und Landeräumen ist Verbindung mit den zuständigen Stellen (Flugsicherheit) aufzunehmen. Die Flugplätze, Landeplätze und Landeräume sind grundsätzlich zu umbauen Auflagen der Flugsicherheit sind einzuhalten Das verlegte Kabel und seine Verankerung ist in solchen Bereichen besonders deutlich zu kennzeichnen. Seite 100

101 Hinweise für Erste Hilfe bei Unfällen durch elektrischen Strom 9 Hinweise für Erste Hilfe bei Unfällen durch elektrischen Strom 9.1 Wirkung des elektrischen Stroms auf den menschlichen Körper 901. Unfälle durch elektrischen Strom entstehen durch direktes und indirektes Berühren von zwei Strom führenden Leitern oder von einem Stromleiter bei gleichzeitigem Erdschluss sowie durch Funkenschlag, elektrischen Lichtbogen oder Blitzschlag Maßgebend für die Verletzung nach einem Stromunfall sind Spannung, Widerstand, Stromstärke und Einwirkzeit. Anmerkung Die Stromstärke bestimmt die Größe der Gefahr. Schon bei geringer Spannung von einigen Volt kann sich ein Stromunfall ereignen, wenn große Stromstärken wirksam werden Bei der Spannung (Maßeinheit: Volt) ist zu unterscheiden zwischen Niederspannung (unter Volt, Haushalts- und Gewerbestrom) und Hochspannung (über Volt, Überlandleitungen) Beim Widerstand (Maßeinheit: Ohm) unterscheidet man zwischen dem Gewebewiderstand des vom Strom durchflossenen Gewebes und dem Übergangswiderstand, den der Strom beim Übertritt in den Körper überwinden muss. Dieser nimmt bei feuchter Haut ab Die Stromstärke (Maßeinheit: Ampere) sagt etwas über die durch den Körper geflossene Strommenge aus. Sie entspricht dem Verhältnis zwischen Spannung und Widerstand. Je größer die Spannung und je geringer der Widerstand, umso größer ist die Stromstärke. Bei Stromstärken zwischen 10 und 50 Milliampere liegt die Loslassgrenze, bei der sich die Muskeln so verkrampfen, dass man den Strom führenden Gegenstand nicht mehr loslassen kann. Es kommt zu Muskelkrämpfen und Herzrhythmusstörungen bis zum Herz-Kreislaufstillstand. Bei Stromstärkewerten von einigen Ampere (Hochspannungsunfälle) treten wegen der hohen Temperaturentwicklung Verbrennungen und Verkohlungen auf. Seite 101

102 Hinweise für Erste Hilfe bei Unfällen durch elektrischen Strom 906. Die Einwirkzeit bestimmt zusammen mit der Stromstärke das Ausmaß der durch den Strom entstehenden Schäden. Bei hohen Stromstärken genügen oft wenige Millisekunden, um einen Stromunfall auszulösen. Wird die Loslassgrenze überschritten und hängt der Verunglückte am Stromkreis, beträgt die Einwirkzeit oft mehrere Minuten Bei Stromunfällen (Nieder- und Hochspannung) schreit die oder der Verunglückte vor Schreck und Schmerzen auf. Infolge der Verkrampfung von Fingern und Armen kann die oder der Verunglückte an einer unter Strom stehenden Anlage (elektrisches Gerät, elektrische Leitung) kleben oder hängen bleiben In der Folge kommt es zu Störungen der Herztätigkeit, Herzrhythmusstörungen, plötzlichem Herz-Kreislaufstillstand, kardiogenem Schock, Störungen des Nervensystems, + Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit, + Muskelkrämpfen, die so stark sein können, dass sie Knochenbrüche und Muskelrisse verursachen, + Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, + Atemstörungen bis zum Atemstillstand. Gewebeveränderungen, + Strommarken: kleinflächige, umschriebene Verbrennungen der Haut an der Ein- und Austrittstelle des elektrischen Stromes sowie + Verbrennungen aller Grade und Flächenausdehnungen beim Hochspannungsunfall Die wichtigsten Schäden, von denen mehrere gleichzeitig auftreten können, sind Verbrennungen/Verkohlungen und Verletzungen, Verkrampfungen oder Lähmungen der im elektrischen Stromkreis liegenden Muskeln, Bewusstlosigkeit mit oder ohne Atemstillstand, Herzstillstand sowie plötzlicher Tod. Die Helferin oder der Helfer kann Herzstillstand oder Tod einer oder eines Verunglückten/Verletzten nicht feststellen, sie oder er muss in jedem Fall Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen. Seite 102

103 Hinweise für Erste Hilfe bei Unfällen durch elektrischen Strom 9.2 Bergung von Verletzten nach Unfällen mit elektrischem Strom 910. Grundsatz für jedes Bergen ist Vorsicht! Die Helferin oder der Helfer darf sich nicht selbst dem elektrischen Strom aussetzen Rasches Bergen eines unter Spannung stehenden Bewusstlosen oder einer oder eines durch Muskelkrampf festhängenden Verunglückten aus dem Stromkreis ist Voraussetzung für das Überleben der oder des Betroffenen. Die Bergungsmaßnahmen hängen von der Höhe der Spannung ab Beim Niederspannungsunfall ist der Stromkreis sofort zu unterbrechen. Dies erfolgt durch Ausschalten des Stromes, Sichern gegen Wiedereinschalten, Herausziehen des Steckers bei elektrischen Geräten oder Herausnehmen der Sicherung Ist die Unterbrechung des Stromkreises nicht möglich oder zu zeitaufwendig, wird die oder der Verunglückte mit nicht-stromleitenden Gegenständen vom Strom getrennt. Hierzu eignen sich nur trockene Materialien Bekleidungsstücke, Holzlatten oder Wäschestücke/trockene Handtücher. Helfende müssen dabei auf trockenem, isolierendem Material stehen, z. B. auf Papier (Zeitungsstapel), Glas oder Porzellan (z. B. Teller) oder Bekleidung. Seite 103

104 Hinweise für Erste Hilfe bei Unfällen durch elektrischen Strom Abb. 75a: Retten von Verunglückten bei Niederspannungsfall Abb. 75b: Retten von Verunglückten bei Niederspannungsfall Vorsicht! Während der Rettung von Verunglückten dürfen Helfende keine Strom leitenden Teile berühren (Selbstschutz). Vorsicht! Die Muskelverkrampfung von Verunglückten lösen sich nach Ausschalten des elektrischen Stromes, Verunglückte können stürzen und sich zusätzliche Verletzungen zuziehen. Verunglückte müssen gegebenenfalls aufgefangen werden Bei einem Hochspannungsunfall darf das Bergen der oder des Verunglückten nur von Fachpersonal durchgeführt werden. Deshalb soll möglichst schnell das Elektrizitätswerk, die Feuerwehr oder der technische Betriebsdienst alarmiert werden. Vorsicht! Wegen der Lichtbogengefahr ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 5 Metern zur bzw. zum Verunglückten einzuhalten Nach dem Retten von Verunglückten wird die eventuell brennende Kleidung gelöscht. Weitere Maßnahmen können sein Durchführung lebensrettender Sofortmaßnahmen bei Störungen der Atmung und der Herz-Kreislauffunktionen, Schockbekämpfung, stabile Seitenlage bei Bewusstlosen, normale Lagerung bei Verunglückten mit klarem Bewusstsein, ggf. Ruhigstellen von Knochenbrüchen und Verbinden der Strommarken, Vorbereiten einer Infusion und Transport des Verunglückten in ärztliche Versorgung unter ständiger Überwachung von Atmung und Herz-Kreislauffunktion. Seite 104

105 Hinweise für Erste Hilfe bei Unfällen durch elektrischen Strom 9.3 Erste-Hilfe-Maßnahmen 916. Bei Atemstillstand oder ungenügender Atmung sind folgende Sofortmaßnahmen einzuleiten: Person ansprechen, keine Reaktion Notruf absetzen, Kontrolle bzw. freimachen der Atemwege, Verletzten auf den Rücken legen und Kopf überstrecken, Kontrolle der Atmung hören, sehen, fühlen 10 Sekunden, wenn keine Atmung vorhanden, Verletzten auf festen Untergrund legen und mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) beginnen, Oberkörper freimachen und Hände auf geeigneten Druckpunkt legen (mittig des Brustbeins auf Höhe der Brustwarzen), 30x Herzdruckmassage durchführen, 2x Beatmen; grundsätzlich (!) Mund zu Nase, wenn die Atemspende Mund zu Nase nicht möglich ist, erfolgt die Atemspende von Mund zu Mund (Ausnahme!), die HLW ist bis zur Eigenatmung von Verletzten oder durch die Übernahme durch Sanitätspersonal oder der Truppenärztin oder des Truppenarztes durchzuführen Bei Bewusstlosigkeit ohne Atemstillstand sind folgende Tätigkeiten auszuüben: Person ansprechen, keine Reaktion Notruf absetzen, Kontrolle bzw. freimachen der Atemwege, Person in die stabile Seitenlage bringen, den Kopf in den Nacken beugen, die Atemwege frei halten, ständige Überwachung der Vitalfunktionen, vor Kälte oder Überwärmung schützen Die Ausführung der Erste-Hilfe-Maßnahmen sind der ZDv 49/21 Erste Sanitätsdienstliche Hilfe und der Taschenkarte Erste Hilfe Maßnahmen im Rahmen der Selbst- und Kameradenhilfe (Kurzfassung der ZDv 49/20 Sanitätsdienst aller Truppen (Lehrschrift) ) entnommen. Seite 105

106 Anlagen 10 Anlagen 10.1 Technische Angaben für feldmäßige Kabelarten Verschiedenartige Rüstsätze (auszugsweise) Anlage 3 Schadmelde- und Pflegezettel Muster eines Truppbefehls Muster eines Leitungsverlaufsplanes Beschreibung und Bedienungsanleitung für die Feldkabelverbindungszange (Würgezange) Herstellen von Längenverbindungen/Flickstellen Taktische Zeichen für den Bautrupp Kennzeichnung feldmäßiger Kabel Baumeldungen/Messblatt Aufgabenverteilung in einem Bautrupp Knoten und Bunde Anschaltpunkte der Bundeswehr 146 Seite 106

107 Anlagen 10.1 Technische Angaben für feldmäßige Kabelarten Art Feldkabel Feldfernkabel Anschlusskabel 10-paarig Länge 400 m und 800 m 400 m auf Trommel 230 m auf Trommel Ausführung 2-adrig 4-adrig, sternverseilt 10-paarig, sternverseilt Ader 4 verzinnte Kupferdrähte 7 Kupferdrähte 14 Kupferdrähte und 3 verzinkte Stahldrähte Aderisolation Kunststoff Kunststoffaußenmantel mit Stahldrahtgeflecht Kunststoff (PVC) Schleifenwiderstand (R S ) bei 20 C Isolationswiderstand (Ris) Dämpfung bei 1 khz Wellenwiderstand (Z) Gewicht Bemerkung je Länge 400 m: je Länge 400 m: je Länge 230 m: <= 57 Ohm je Länge 800 m: <= 115 Ohm je Länge 400 m:750 MOhm je Länge 800 m:375 MOhm je Länge 400 m: 0,556 db je Länge 800 m: 1,112 db 400 m, mit Trommel: 9 kg 22 Ohm je Länge 400 m: 1250 MOhm im NF-Sprachband: 600 Ohm mit Trommel 60 kg 800 m, mit Trommel: 14,5 kg auch als 30 m auf Trommel innerhalb von Fernmeldezentralen 34 Ohm je Länge 230 m: 8600 MOhm Dämpfung bei 1 khz je Länge 230 m: 0,252 db mit Trommel: 56 kg Seite 107

108 Anlagen Art Länge Ausführung Ader Aderisolation Schleifenwiderstand (R S ) bei 20 C Isolationswiderstand (Ris) Dämpfung bei 1 khz Wellenwiderstand (Z) Gewicht Bemerkung LWL FüInfoSys LWL HMA/EUROCOM LWL HMA/HMA 25 m auf Trommel auch als 50 m, 125 m, 250 m, 400 m Biegeradius der o. a. Kabel 196 mm Wickelbiegeradius 118 mm HMA Stecker beidseitig Glasfaserverstärkter Kunststoff Verkabelung mobiler Komponenten FüSys-Lw mit dem endkonfigurierten BRUGG-MILLE-LWL Kabel 200 m, 500 m, m LWL-Kabel (Kabelsatz ) Verkabelung mobiler Komponenten HMA/Eurocom mit Anschlussstecker LWL BIGSTAF 100 m, 200 m, m 1-, 2-,4- oder 8-fasrig Hochflexibel, 50/125 μ (Multimode) 9/125 μ (Monomode) flexible Metallkonstruktion in zugfester Ausführung mit schwarzem Polyamid Außenmantel Linsenflachstecker Biegeradius >= 25 mm entspricht 50 mm Durchmesser zur schnellen breitbandigen Datenübertragung Seite 108

109 Anlagen Art Verbindungskabel LE OPT 8 MBIT/S W-VMI LWL HEROS 2/1 40-adrig/30-polig geschirmt Dig AUT Fue-FMN Lx Länge 200 m auf Trommel 230 x 443 x 131 mm 50 m, 100 m, 200 m, 500 m, m Ausführung Sternvierer-Verseilung der Sprechadern, Signaladern gewendelt und abgeschirmt 100 m konfiguriert mit SC STECKER 200 m mit FDDI-Flachstecker Biegeradius >= mm entspricht 50 mm Durchmesser Ader Aderisolation Kältefeste Polyvinylchlorid-Umhüllung Die Signaladern dürfen nicht als Sprechadern verwendet werden (Übersprechen) Schleifenwiderstand (R S ) bei 20 C Isolationswiderstand (Ris) je Länge 200 m: 53 Ohm je Länge 200 m: 5000 Ohm Dämpfung bei 1 khz je Länge 200 m: 0,295 db Wellenwiderstand (Z) im NF-Sprachband: Ohm Gewicht mit Trommel 56 kg 10 kg Bemerkung Zur Übertragung von Bitströmen bis zu Mbit/s über 500 m, 1000 m Daten- 50 m,100 m und LWL im aut FüFmN Lw übertragung zwischen Betriebsspannung den RE/Komm und 24 V GS/220 V WS den GAP sowie der 100 VA Grafik Kabine HEROS 2/1 (EUROKORPS) Seite 109

110 Anlagen 10.2 Verschiedenartige Rüstsätze (auszugsweise) Feldfernkabeltrupp 90 Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung Herstellen und Unterhalten von Feldfernkabelleitungen zwischen KnVTrp, RifuAnschlTrp, SATCOM-Trp und/oder AK 94 Geräteausstattung 8 Feldfernkabel, 4-adrig 100 m auf Trommel 6 Feldfernkabel, 4-adrig 400 m auf Trommel 6 Verbindungskabel, 200 m auf Trommel 4 Anschaltgeräte Feldfernkabel 2 Feldfernsprecher OB/ZB 2 Wählfernsprecher (analog) Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter 2 to mil Planungsnummer: Begriff: EBS Geräteausstattung FFKb Trp 6/90 Kurzbeschreibung: Zur betriebsbereiten Verlastung von Längen FFKb sowie zur Halterung von Leitungsendgeräten auf einem Lkw 2 t tmil gl. Technische Dienstvorschrift: 5805/ Bezeichnung: Einbausatz Feldfernkabeltrupp 6/90 auf Lkw 2 t tmil gl Versorgungsnummer: /0/1/2//3 U Begriff: Kabelspulgerät FFKb Kurzbeschreibung: Gerät besteht aus einem Gestell mit Achslager und zwei Holmen sowie zwei abnehmbaren gummibereiften Rädern. Zum Ab- u. Aufspulen von Feldfernkabel. Technische Dienstvorschrift: 3895/ Versorgungsnummer: Bezeichnung: Spulgerät Kabel, handbetrieben Seite 110

111 Anlagen Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp 0/1/0/2//3 LKW 2 T TMIL GL F Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung Der LWL-Anschlusskabeltrupp wird zusammenmit dem Gerätetrupp und dem NvbdgTrp auf den Gefechtsständen der Brigaden und den Teilgefechtsständen der Divisionen und Korps eingesetzt. Geräteausstattung 6 Lichtwellenleiter m 4 Verbindungskabel 200 m 2 Feldfernkabel 400 m 2 Feldfernkabel 100 m 2 Feldfernsprecher OB/ZB 1 Prüfausstattung LWL-Kabel Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: Begriff: EBS Ger-Ausstg I LWL-AnschlKb/GerTrp Lkw 2t tmil gl Kurzbeschreibung: Zur betriebsbereiten u. transportsicheren Halterung der Geräte des Lichtwellenleiteranschlusskabel- und Gerätetrupps auf LKW 2 T TMIL GL. Das Palettenlager ist Bestandteil des EBS. Technische Dienstvorschrift: 6080/005-12,-21,-50 Teil 21; Teil 50 Versorgungsnummer: Bezeichnung: Einbau- und Geräteausstattung Lichtsignal Planungsnummer: Begriff: Fm-Zusatzausrüstung LWL-Anschluss- Kabeltrupp/Gerätetrupp Kurzbeschreibung: Bau- Stütz- u. Verlegematerial für die LWL des Anschlusskabel-/Gerätetrupps im Vorhaben BIGSTAF Versorgungsnummer: Bezeichnung: Einbau u. Geräteausstattung, Lichtsignal Fm Zusatzausrüstung LWL-AnschlKb/GerTrp BIGSTAF.Die Bestandteile des Satzes sind in zwei Einbausätze verlastet. Techn. Dokumentation: siehe TDv 6080/ Der Einbausatz ist auf Palette eingerüstet und auf LKW 2 T TMIL GL verlastet. Er dient im Wesentlichen dem Transport und dem Bau verschiedener Kabeltypen (LWL- Kabel, Feldkabel, Feldfernkabel und Vielfachkabel). Das notwendige Bau- und Verlegematerial ist ebenfalls verlastet. Seite 111

112 Anlagen Anlage 2/3 Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp luftverladbar (lvb) 0/1/0/2//3 Mögliche Variante! LKW 2 T TMIL GL F Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung In Zusammenarbeit mit dem Lichtwellenleitergerätetrupp: Herstellen von Kabelverbindungen zwischen GefStd-Zellen und Netzverbindungstrupp. Geräteausstattung 6 Lichtwellenleiter m 4 Verbindungskabel 200 m 2 Feldfernkabel 400 m 2 Feldfernkabel 100 m 2 Feldfernsprecher OB/ZB 1 Prüfausstattung LWL-Kabel Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: -folgt (ÄndDst) Begriff: EBS Ger-Ausstg I LWL-AnschlKb/GerTrp LKW 2 T TMIL GL LVB Kurzbeschreibung: Zur betriebsbereiten u. transportsicheren Halterung der Geräte des Lichtwellenleiteranschlusskabelund Gerätetrupps auf LKW 2 T TMIL GL. Technische Dienstvorschrift: 6080/005-12,-21,-50 Bezeichnung: Einbau- und Geräteausstattung Lichtsignal Planungsnummer: Begriff: Fm-Zusatzausrüstung LWL-Anschluss- Kabeltrupp/Gerätetrupp Kurzbeschreibung: Bau- Stütz- u. Verlegematerial für die LWL des Anschlusskabel-/Gerätetrupps im Vorhaben BIGSTAF. Bezeichnung: Einbau u. Geräteausstattung, Lichtsignal Fm Zusatzausrüstung LWL-AnschlKb/GerTrp BIGSTAF. Die Bestandteile des Satzes sind in zwei Einbausätze verlastet. Techn. Dokumentation: siehe TDv 6080/ Der Einbausatz ist in den LKW 2 T TMIL GL eingerüstet und dient im Wesentlichen dem Transport und dem Bau verschiedener Kabeltypen (LWL-Kabel, Feldkabel, Feldfernkabel und Vielfachkabel). Das notwendige Bau- und Verlegematerial ist ebenfalls verlastet. Seite 112

113 Anlagen Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp klein lvb 0/1/0/2//3 LKW GL LE LL KASTEN LANG ANH 2 RAD 1,0 T Mögliche Variante! Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung In Zusammenarbeit mit dem Lichtwellenleitergerätetrupp: Herstellen von Kabelverbindungen zwischen GefStd-Zellen und Netzverbindungstrupp. Geräteaussattung 6 Lichtwellenleiter m 4 Verbindungskabel 200 m 2 Feldfernkabel 400 m 2 Feldfernkabel 100 m 2 Feldfernsprecher OB/ZB 1 Prüfausstattung LWL-Kabel Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: Begriff: EBS Ger-Ausstg LWL-/FKbTrp LKW GL LE LL LG Radstand/Anh 2 Rad 1 T Kurzbeschreibung: Zur betriebsbereiten u. transportsicheren Halterung der Geräte des Lichtwellenleiter- und Feldkabeltrupps auf Lkw gl leicht ll lang Rüstsatzträger. Technische Dienstvorschrift: 5895/071-13,-50 Versorgungsnummer: Bezeichnung: Einbau- und Geräteausstattung Lichtsignal, EBS LWL/FKbTrp Netzverbindungsgruppe Planungsnummer: Begriff: Ger-Ausstg LWL-/GerTrp lufttransportfähig F Kurzbeschreibung: Umfasst Ausstattung, die LWL auf den GefStd der Divisionen und Truppengattungsungebundenen Brigaden verlegt/ anschließt sowie Zentralen/Zellen mit Fm-Endgeräten ausstattet. Seite 113

114 Anlagen Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp lvb le gep 0/1/0/2//3 ANH 4 Rad 1,1 T TRSP GFF 2, BV 206 S, LL LE GE Mögliche Variante! Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung In Zusammenarbeit mit dem Lichtwellenleitergerätetrupp: Herstellen von Kabelverbindungen zwischen GefStd-Zellen und Netzverbindungstrupp. Geräteaussattung 6 Lichtwellenleiter m 4 Verbindungskabel 200 m 2 Feldfernkabel 400 m 2 Feldfernkabel 100 m 2 Feldfernsprecher OB/ZB 1 Prüfausstattung LWL-Kabel Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: folgt (ÄndDst) Begriff: EBS Ger-Ausstg Ie LWL-AnschlKb/GerTrp Kurzbeschreibung: Zur betriebsbereiten u. transportsicheren Halterung der Geräte des Lichtwellenleiteranschlusskabel- und Gerätetrupps auf BV 206 S. Technische Dienstvorschrift: folgt (ÄndDst) Versorgungsnummer: folgt (ÄndDst) Bezeichnung: Einbau- und Geräteausstattung Lichtsignal Planungsnummer: Begriff: Fm-Zusatzausrüstung LWL-Anschluss- Kabeltrupp/Gerätetrupp Kurzbeschreibung. Bau- Stütz- u. Verlegematerial für die LWL des Anschlusskabel-/Gerätetrupps im Vorhaben BIGSTAF. F Versorgungsnummer: folgt (ÄndDst) Bezeichnung: Einbau u. Geräteausstattung, Lichtsignal Fm Zusatzausrüstung LWL-AnschlKb/GerTrp BIGSTAF. Die Bestandteile des Satzes sind in zwei Einbausätze verlastet. Techn. Dokumentation: folgt (ÄndDst) Planungsnummer: folgt (ÄndDst) Seite 114

115 Anlagen Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp le gep 0/1/0/2//3 Mögliche Variante! F ATF DINGO 2 Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung In Zusammenarbeit mit dem Lichtwellenleitergerätetrupp: Herstellen von Kabelverbindungen zwischen GefStd-Zellen und Netzverbindungstrupp. Geräteaussattung 6 Lichtwellenleiter m 4 Verbindungskabel 200 m 2 Feldfernkabel 400 m 2 Feldfernkabel 100 m 2 Feldfernsprecher OB/ZB 1 Prüfausstattung LWL-Kabel Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: folgt (ÄndDst) Begriff: EBS Ger-Ausstg I LWL-AnschlKb/GerTrp Kurzbeschreibung: Zur betriebsbereiten u. transportsicheren Halterung der Geräte des Lichtwellenleiteranschlusskabel- und Gerätetrupps auf ATF DINGO 2. Technische Dienstvorschrift: folgt (ÄndDst) Versorgungsnummer: folgt (ÄndDst) Bezeichnung: Einbau- und Geräteausstattung Lichtsignal Planungsnummer: Begriff: Fm-Zusatzausrüstung LWL-Anschluss- Kabeltrupp/Gerätetrupp Kurzbeschreibung. Bau- Stütz- u. Verlegematerial für die LWL des Anschlusskabel-/Gerätetrupps im Vorhaben BIGSTAF. Versorgungsnummer: folgt (ÄndDst) Bezeichnung: Einbau u. Geräteausstattung, Lichtsignal Fm Zusatzausrüstung LWL-AnschlKb/GerTrp BIGSTAF. Die Bestandteile des Satzes sind in zwei Einbausätze verlastet. Techn. Dokumentation: folgt (ÄndDst) Planungsnummer: folgt (ÄndDst) Seite 115

116 Anlagen Lichtwellenleitergerätetrupp 0/0/0/2//2 LKW 2 T TMIL GL/KAB I Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung Bereitstellen von Fernmeldegerät und Zusammenarbeit mit dem Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp: Herstellen von Kabelverbindungen zwischen GefStd-Zellen und Netzverbindungstrupp. Geräteaussattung 2 BTAG 1 BTAG/NVbdg 3 Ergänzungssatz BTAG stationär 5 Wählfernsprecher, digital EUROCOM ET-10 8 Wählfernsprecher, analog 6 Feldkabel 800 m 18 Lichtwellenleiter 200 m 1 WzS, Schnellspleiß LWL-Kabel BIGSTAF Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: Begriff: EBS Ger-Ausstg II LWL-AnschlKb/GerTrp KAB I FMA AUF LKW 2T TMIL GL Kurzbeschreibung: Zur betriebsbereiten u. transportsicheren Halterung der Geräte des Lichtwellenleiteranschlusskabel- und Gerätetrupps auf LKW 2T TMIL GL. Technische Dienstvorschrift: 6080/005-12,-21,-50 Versorgungsnummer: Bezeichnung: Ergänzungsausstattung, elektronisch Planungsnummer: Begriff: Fm-Zusatzausrüstung LWL-Anschluss- Kabeltrupp/Gerätetrupp Kurzbeschreibung: Bau- Stütz- u. Verlegematerial für die LWL des Anschlusskabel-/Gerätetrupps im Vorhaben BIGSTAF. Versorgungsnummer: Bezeichnung: Einbau u. Geräteausstattung, Lichtsignal Fm Zusatzausrüstung LWL AnschlKb/GerTrp BIGSTAF. Im Einbausatz sind neben weiterem STAN- Gerät auch Teile der Zusatzausrüstung LWL/AnschlKb/GerTrp verlastet. Der Nachweis erfolgt über das AnlBlAAN Techn. Dokumentation: siehe TDv 6080/005-12,-21,-50 Planungsnummer: Begriff: Kabelspulgerät LWL m auf Trommel Kurzbeschreibung: Zum manuellen Verlegen und Aufnehmen des Lichtwellenleiterkabels m. Art SULKY Versorgungsnummer: Bezeichnung: Spulgerät, handbetrieben Technische Dienstvorschrift: 3895/ Seite 116

117 Anlagen Lichtwellenleitergerätetrupp lvb 0/0/0/2//2 Mögliche Variante! LKW 2 T TMIL GSCHL Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung Bereitstellen von Fernmeldegerät und Zusammenarbeit mit dem Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp: Herstellen von Kabelverbindungen zwischen GefStd-Zellen und Netzverbindungstrupp. Geräteaussattung 2 BTAG 1 BTAG/NVbdg 3 Ergänzungssatz BTAG stationär 5 Wählfernsprecher, digital EUROCOM ET-10 8 Wählfernsprecher, analog 6 Feldkabel 800 m 18 Lichtwellenleiter 200 m 1 WzS, Schnellspleiß LWL-Kabel BIGSTAF Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: folgt (ÄndDst) Begriff: EBS Ger-Ausstg II LWL-AnschlKb/GerTrp auf LKW 2 T TMIL GSCHL. Kurzbeschreibung: Zur betriebsbereiten u. transportsicheren Halterung der Geräte des Lichtwellenleiteranschlusskabel- und Gerätetrupps auf LKW 2 T TMIL GSCHL geschlossen. Versorgungsnummer: folgt (ÄndDst) Bezeichnung: Ergänzungsausstattung, elektronisch Planungsnummer: Begriff: Fm-Zusatzausrüstung LWL-Anschluss- Kabeltrupp/Gerätetrupp Kurzbeschreibung:Bau- Stütz- u. Verlegematerial für die LWL des Anschlusskabel-/Gerätetrupps im Vorhaben BIGSTAF. Versorgungsnummer: folgt (ÄndDst) Bezeichnung: Einbau u. Geräteausstattung, Lichtsignal Fm Zusatzausrüstung LWL-AnschlKb/GerTrp lvb. Im Einbausatz sind neben weiterem STAN-Gerät auch Teile der Zusatzausrüstung LWL/AnschlKb/GerTrp verlastet. Planungsnummer: Begriff: Kabelspulgerät LWL m auf Trommel Kurzbeschreibung: Zum manuellen Verlegen und Aufnehmen des LWL m. Art SULKY Versorgungsnummer: Bezeichnung: Spulgerät, handbetrieben Technische Dienstvorschrift: 3895/005-50; Seite 117

118 Anlagen Lichtwellenleitergerätetrupp klein lvb 0/0/0/2//2 LKW GL LE LL LG RAD STAND/ANH 2 RAD 1 T Mögliche Variante! Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung Bereitstellen von Fernmeldegerät und Zusammenarbeit mit dem Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp: Herstellen von Kabelverbindungen zwischen GefStd-Zellen und Netzverbindungstrupp. Geräteaussattung 2 BTAG 1 BTAG/ NVbdg 3 Ergänzungssatz BTAG stationär 5 Wählfernsprecher, digital EUROCOM ET-10 8 Wählfernsprecher, analog 6 Feldkabel 800 m 18 Lichtwellenleiter 200 m 1 WzS, Schnellspleiß LWL-Kabel BIGSTAF Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: folgt (ÄndDst) Begriff: EBS Ger-Ausstg II LWL-/GerTrp LKW GL LE LL LG RAD STAND / ANH 2 RAD 1 T Kurzbeschreibung: Zur betriebsbereiten u. transportsicheren Halterung der Geräte des Lichtwellenleiter- und Gerätetrupps auf LKW GL LEICHT LL LANG Rüstsatzträger. Technische Dienstvorschrift: 5895/071-13,-50 Versorgungsnummer: folgt (ÄndDst) Bezeichnung: Ergänzungsausstattung, elektronisch Versorgungsnummer: folgt (ÄndDst) Bezeichnung: Einbau- und Geräteausstattung elektrisch, EBS LWL/GerTrp Netzverbindungsgruppe Planungsnummer: Begriff: Ger-Ausstg LWL-/GerTrp lufttransportfähig Kurzbeschreibung: Umfasst Ausstattung, die LwL auf den GefStd der Divisionen und Truppengattungsungebundenen Brigaden verlegt/anschließt und Zentralen/Zellen mit Fm- Endgeräten ausstattet. Planungsnummer: Begriff: Kabelspulgerät LWL m auf Trommel Kurzbeschreibung: Zum manuellen Verlegen und Aufnehmen des LWL m. Art SULKY Versorgungsnummer: Bezeichnung: Spulgerät, handbetrieben Technische Dienstvorschrift: 3895/005-50; Seite 118

119 Anlagen Lichtwellenleitergerätetrupp lvb le gep 0/0/0/2//2 LKW 2 T TMIL GL/KAB I (Übergang) Mögliche Variante! GFF 2, BV 206 S, LL LE GEP Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung Bereitstellen von Fernmeldegerät. In Zusammenarbeit mit dem Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp: Herstellen von Kabelverbindungen zwischen GefStd-Zellen und Netzverbindungstrupp im LLFmBtl DSO. Geräteausstattung 5 BTAG 1 BTAG/NVbdg 5 Ergänzungssatz BTAG stationär 5 Wählfernsprecher, digital EUROCOM ET-10 7 Wählfernsprecher, analog 6 Feldkabel 800 m 18 Lichtwellenleiter 200 m 1 WzS,Schnellspleiß LWL-Kabel BIGSTAF Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: folgt (ÄndDst) Begriff: EBS Ger-Ausstg II LWL-AnschlKb/GerTrp Kurzbeschreibung: Zur betriebsbereiten u. transportsicheren Halterung der Geräte des Lichtwellenleiteranschlusskabel- und Gerätetrupps auf BV 206 S. Technische Dienstvorschrift: folgt (ÄndDst) Bezeichnung: Einbausatz folgt (ÄndDst) Anlagenblatt AAN: Versorgungsnummer: folgt (ÄndDst) Bezeichnung: Ergänzungsausstattung, elektronisch Planungsnummer: Begriff: Fm-Zusatzausrüstung LWL-Anschluss- Kabeltrupp/Gerätetrupp Kurzbeschreibung. Bau- Stütz- u. Verlegematerial für die LWL des Anschlusskabel-/Gerätetrupps im Vorhaben BIGSTAF Anlagenblatt AAN: Versorgungsnummer: folgt (ÄndDst) Bezeichnung: Einbau u. Geräteausstattung, Lichtsignal Fm-Zusatzausrüstung LWL-AnschlKb/GerTrp lvb le gep. Im Einbausatz sind neben weiterem STAN-Gerät auch Teile der Zusatzausrüstung LWL/AnschlKb/ GerTrp verlastet. Techn. Dokumentation: folgt (ÄndDst) Planungsnummer: Begriff: Kabelspulgerät LWL m auf Trommel Kurzbeschreibung: Zum manuellen Verlegen und Aufnehmen des LWL m. Art SULKY Anlagenblatt AAN: Versorgungsnummer: Bezeichnung: Spulgerät, handbetrieben Technische Dienstvorschrift: 3895/005-50; Seite 119

120 Anlagen Lichtwellenleitergerätetrupp le gep 0/0/0/2//2 Mögliche Variante! ATF DINGO 2 Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung Bereitstellen von Fernmeldegerät und Zusammenarbeit mit dem Lichtwellenleiteranschlusskabeltrupp: Herstellen von Kabelverbindungen zwischen GefStd-Zellen und Netzverbindungstrupp. Geräteausstattung 2 BTAG 1 BTAG/NVbdg 3 Ergänzungssatz BTAG stationär 5 Wählfernsprecher, digital EUROCOM ET-10 8 Wählfernsprecher, analog 6 Feldkabel 800 m 18 Lichtwellenleiter 200 m 1 WzS, Schnellspleiß LWL-Kabel BIGSTAF Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: folgt (ÄndDst) Begriff: EBS Ger-Ausstg II LWL-AnschlKb/GerTrp auf GFF DINGO 2 Kurzbeschreibung: Zur betriebsbereiten u. transportsicheren Halterung der Geräte des LWL-Kabel- und Gerätetrupps auf GFF DINGO 2. Versorgungsnummer: folgt (ÄndDst) Bezeichnung: Ergänzungsausstattung, elektronisch Planungsnummer: Begriff: Fm-Zusatzausrüstung LWL-Anschluss- Kabeltrupp/Gerätetrupp Kurzbeschreibung: Bau- Stütz- u. Verlegematerial für die Lichtwellenleiter des Anschlusskabel-/Gerätetrupps im Vorhaben BIGSTAF Versorgungsnummer: folgt (ÄndDst) Bezeichnung: Einbau u. Geräteausstattung, Lichtsignal Fm Zusatzausrüstung LWL-AnschlKb/GerTrp GFF. Im Einbausatz sind neben weiterem STAN-Gerät auch Teile der Zusatzausrüstung LWL/AnschlKb/GerTrp verlastet. Planungsnummer: Begriff: Kabelspulgerät LWL m auf Trommel Kurzbeschreibung: Zum manuellen Verlegen und Aufnehmen des LWL m. Art SULKY Versorgungsnummer: Bezeichnung: Spulgerät, handbetrieben Technische Dienstvorschrift: 3895/005-50; Seite 120

121 Anlagen Feldkabeltrupp 5 0/0/1/2//3 LKW GL LEICHT KURZ RST 3-SITZE FKB-TRP 5 Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung Stellt her und unterhält Teilnehmeranschlüsse auf Gefechtsständen. Stellt her und unterhält Feldkabelverbindungen zu FmAnschlSt. Geräteausstattung 7 FKb 2-adrig 800 m auf Trommel 1 FspVmi 10 Anschl OB 1 Amtszusatz 2 Anschl 4 Feldfernsprecher OB/ZB 1 Kabelspulgerät FKb 1 Fm Gerätekarren Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: Begriff: Einbausatz FKbTrp 5 LKW GL LEICHT Kurzbeschreibung: Zur Halterung und Transport der Ausstattung eines FKbTrp 5 Technische Dienstvorschrift: -folgt, Maßgebend ist das umfangreiche AnlBl AAN Versorgungsnummer: Bezeichnung: Einbausatz, elektronisches Gerät Planungsnummer: Begriff: Fm-Zusatzausrüstung Feldkabeltrupp 5 Kurzbeschreibung:Die Fm-Zusatzausrüstung enthält Werkzeug, Bau-, Leitungs- und Verbrauchsmaterial zum Bauen und unterhalten von FK/-Leitungen durch einen FKbTrp 5. Versorgungsnummer: Bezeichnung: Fernmeldegeräteergänzungssatz Feldkabeltrupp 5 Planungsnummer: Begriff: Kabelspulgerät Kabelspulgerät FKB Kurzbeschreibung: Mit dem Kabelspulgerät wird das Feldkabel von der Trommel, die in das Tragegestell eingesetzt wird, abgewickelt bzw. das verlegte Feldkabel mittels des Vorgeleges wieder aufgetrommelt. Versorgungsnummer: Bezeichnung: Spulgerät, handbetrieben tragbar, starr Technische Dienstvorschrift: 3895/005-50; Seite 121

122 Anlagen Feldkabeltrupp 10 0/1/0/2//4 LKW 2 T TMIL GL F Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung Stellt her und unterhält Teilnehmeranschlüsse auf Gefechtsständen. Stellt her und unterhält Feldkabelverbindungen zu FmAnschlSt. Geräteaussattung 13 FKb 2-adrig 800 m auf Trommel 1 FspVmi 10 Anschl OB 1 Amtszusatz 2 Anschl 2 Wählfernsprecher, analog 6 Feldfernsprecher OB/ZB 2 Kabelspulgerät FKb 1 Fm Gerätekarren Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: Begriff: Einbausatz FKbTrp 10 LKW 2T TMIL GL Kurzbeschreibung: Einbausatz zur Unterbringung, Halterung und Transport des Gerätes sowie Personal eines Feldkabeltrupp 10 auf einem LKW 2 T TMIL GL. Er erlaubt den Kabelbau bzw. Abbau vom Kfz aus. Planungsnummer: Technische Dienstvorschrift: 5805/ Bezeichnung: Einbausatz FKb 10, LKW 2 T TMIL GL Versorgungsnummer: Bezeichnung: Einbausatz, elektronisches Gerät Planungsnummer: Begriff: Fm-Zusatzausrüstung Feldkabeltrupp 10 Kurzbeschreibung: Die Fm-Zusatzausrüstung enthält Werkzeug, Bau-, Leitungs- und Verbrauchsmaterial zum Bauen und unterhalten von Feldkabelleitungen durch einen FKbTrp 10. Planungsnummer: Begriff: Kabelspulgerät Kabelspulgerät FKB Kurzbeschreibung: Mit dem Kabelspulgerät wird das Feldkabel von der Trommel, die in das Tragegestell eingesetzt wird, abgewickelt bzw. das verlegte Feldkabel mittels des Vorgeleges wieder aufgetrommelt. Versorgungsnummer: Bezeichnung: Spulgerät, handbetrieben tragbar, starr Technische Dienstvorschrift: 3895/005-50; Seite 122

123 Anlagen Feldfernkabeltrupp 6 0/1/0/2//4 LKW 2 T TMIL GL Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung Stellt her und unterhält Feldfernkabelverbindungen Geräteausstattung 12 FFKb 400 m auf Trommel 1 FspVmi 10 Anschl OB 1 Wählfernsprecher, analog 2 Feldfernsprecher OB/ZB 1 Kabelspulgerät FFKb Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: Begriff: EBS FFKb Trp LKW 2T TMIL GL Kurzbeschreibung: Zur Unterbringung und zum Transport des Gerätes und Personen eines FFKb-Trp oder eines Anschlusskabel- Trp auf LKW 2 T TMIL/LKW 2 T TMIL GL sowie zur Halterung von Leitungsendgeräten auf einem LKW 2 T TMIL GL. Technische Dienstvorschrift: 5805/ Bezeichnung: Einbausatz Feldfernkabeltrupp auf LKW 2T Versorgungsnummer: Planungsnummer: Begriff: Kabelspulgerät FFKb Kurzbeschreibung: Gerät besteht aus einem Gestell mit Achslager und zwei Holmen sowie zwei abnehmbaren gummibereiften Rädern. Zum Ab- u. Aufspulen von Feldfernkabel. Technische Dienstvorschrift: 3895/ Versorgungsnummer: Bezeichnung: Spulgerät Kabel, handbetrieben Planungsnummer: Begriff: Fm-Zusatzausrüstung FFKb Trp Satz C Kurzbeschreibung: Die Fm-Zusatzausrüstung enthält Werkzeug, Bau-, Leitungs- und Verbrauchsmaterial zum Bauen und unterhalten von Feldfernkabelleitungen durch einen FFKb Trp LKW 2T TMIL GL. Versorgungsnummer: Bezeichnung: Ergänzungsausstattung elektronisches Gerät Seite 123

124 Anlagen Anschlusskabeltrupp 0/0/1/3//4 LKW 2 T TMIL GL Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung Stellt her und unterhält Anschlusskabelverbindungen Geräteaussattung 12 AKb 230 m auf Trommel 2 Wählfernsprecher, analog 2 Feldfernsprecher OB/ZB 1 Kabelspulgerät FFKb 1 Kabelspulgerät FKb Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: Begriff: EBS FFKb Trp LKW 2T TMIL GL Kurzbeschreibung: Zur Unterbringung und zum Transport des Gerätes und Personen eines FFKb-Trp oder eines Anschlusskabel-Trp auf LKW 2 T TMIL GL sowie zur Halterung von Leitungsendgeräten auf einem LKW 2 T TMIL GL. Technische Dienstvorschrift: 5805/ Bezeichnung: EBS Feldfernkabeltrupp auf LKW 2 T Versorgungsnummer: Planungsnummer: Begriff: Anschaltgerät Anschlusskabel Kurzbeschreibung: Zum Anschalten des Anschlusskabels 10-paarig, 200 m auf Trommel an ein Fernmeldegerät mit 30- teiliger Messerkontaktleiste Versorgungsnummer: Bezeichnung: Anschaltausstattung, Kabel 20-adrig Planungsnummer: Begriff: Kabelspulgerät FFKb Kurzbeschreibung: Gerät besteht aus einem Gestell mit Achslager und zwei Holmen sowie zwei abnehmbaren gummibereiften Rädern. Zum Ab- u. Aufspulen von FFKb. Technische Dienstvorschrift: 3895/ Versorgungsnummer: Bezeichnung: Spulgerät Kabel, handbetrieben Planungsnummer: Begriff: Fm-Zusatzausrüstung Anschlusskabeltrupp LKW 2 T TMIL GL Kurzbeschreibung: Die Fm-Zusatzausrüstung enthält Werkzeug, Bau-, Leitungs- und Verbrauchsmaterial zum Bauen und unterhalten von AKb-Leitungen durch einen Anschlusskabeltrupp LKW 2 T TMIL GL.Versorgungsnummer: Bezeichnung: Ergänzungsausstattung, elo Gerät Seite 124

125 Anlagen Lichtwellenleitertrupp HEROS 0/0/1/3//4 LKW 2 T TMIL GL U Aufgabe STAN Ausstattung STAN Ausstattung Stellt her und unterhält Lichtwellenleiterverbindungen auf dem Gefechtsstand zwischen den RKK, GrafikTrp sowie GAP. Geräteaussattung 7 LWL m auf Trommel 5 LWL 200 m auf Trommel 2 FKb 2-adrig 800 m auf Trommel 1 Wählfernsprecher, analog 1 Feldfernsprecher OB/ZB 1 Kabelspulgerät FFKb 1 Prüfgerät LWL Legende ÄndDst = ständiger Änderungsdienst EBS = Einbausatz WzS = Werkzeugsatz BIGSTAF = Breitbandiges integr. GefStd FmNetz LWL = Lichtwellenleiter Planungsnummer: Begriff: EBS Geräteausstattung LWL-KabelTrupp HEROS 2/1 LKW 2T TMIL GL Kurzbeschreibung: Zur betriebsbereiten u. transportsicheren Halterung von HEROS 2/1 LWL u. zugehörigem Bau- u. Verlegematerial auf LKW 2 T TMIL GL Technische Dienstvorschrift: n.n. Anlagenblatt AAN: Versorgungsnummer: Einbau- u. Geräteausstattg, Lichtsignal Planungsnummer: -folgt Begriff: FM-ZUSATZAUSRUESTUNG LWL- KABELTRP HEROS LKW GL/2 T Kurzbeschreibung: DIE FM-ZUSATZAUSRUESTUNG ENTHAELT WERKZEUG, BAU- LEITUNGS-/VERBRAUCHS- MATERIAL ZUM BAUEN UND UNTER- HALTEN VON LWLKABEL/-LEITUNGEN DURCH EINEN LWL-Kabeltrupp HEROS 2/1 AUF LKW LKW 2 T. Planungsnummer: Begriff.: Kabelspulgerät FFKb Kurzbeschreibung: Gerät besteht aus einem Gestell mit Achslager und 2 Holmen sowie 2 abnehmbaren gummibereiften Rädern. Zum Ab- u. Aufspulen von Feldfernkabel. Technische Dienstvorschrift: 3895/ Anlagenblatt AAN: Versorgungsnummer: Bezeichnung: Spulgerät Kabel, handbetrieben Seite 125

126 Anlagen 10.3 Schadmelde- und Pflegezettel Schadmeldezettel Der Anhänger für Schadmaterial ist auf dem Nachschubwege anzufordern (VersNr ). Abb. 76: Schadmeldezettel VersNr Seite 126

127 Anlagen Pflegezettel für Fernmeldekabel Der Pflegezettel ist auf dem Nachschubweg anzufordern VersNr Abb. 77: Pflegezettel Vorder- und Rückseite Seite 127

128 Anlagen 10.4 Muster eines Truppbefehls Nur als Anhalt gedacht Lage Feind... (aus dem Zugbefehl übernehmen) Eigene Lage.,. (Lage des Großverbandes aus dem Zugbefehl übernehmen)... Fernmeldestaffel 211 richtet ein und betreibt Fernmeldezentrale bei Gefechtsstand 1. PzDiv Haupt in... Auftrag Unser Trupp hat den Auftrag, eine Teilnehmerleitung von... nach... bis 14:00 Uhr herzustellen und zu unterhalten. Nach der Auftragserfüllung melden wir uns bei der Zugführung zurück. Kontrolle der Zuleitung durch Abgehen vor Einbruch der Dunkelheit und morgens. Durchführung Es ist besonders wichtig, dass... (Schwerpunkt aus dem Zugbefehl übernehmen). Hierzu befehle ich Die Verständigung zwischen Kraftfahrenden und Kabelauslegenden geschieht durch Signal: + einmal, langsamer + zweimal, Stopp G..., Sie sind die Kabelauslegerin bzw. sie sind der Kabelausleger G..., Sie sind der Wagenbegleiter bzw. sie sind die Wagenbegleiterin Sicherung und Beobachtung des Bauweges während des Baus durch alle Truppsoldatinnen und Truppsoldaten Fliegerabwehr und ABC-Abwehr (aus dem Zugbefehl übernehmen). Personelle und materielle Unterstützung (Aus dem Zugbefehl übernehmen) Führung und Fernmeldewesen kann entfallen (Aus dem Zugbefehl übernehmen) Die Zugführerin hält sich bei dem Gefechtsstand in... auf bzw. Der Zugführer hält sich bei dem Gefechtsstand in... auf Es ist jetzt 12:30 Uhr. Hat noch jemand Fragen? Seite 128

129 Anlagen 10.5 Muster eines Leitungsverlaufsplanes 1. Siehe Anlage 10.8 (Punkt 1. bis 7.) 2. Nach Herausgabe der Nachfolgeregelung zur ZDv 1/11 wird diese Anlage durch eine neue Skizze mit den dann gültigen neuen Taktischen Zeichen ersetzt. Skizze eines Leitungsverlaufsplan (Anhalt) VS NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH Stand Nz 2./FmBtl 777 Entw.: Leitungsverlaus- Plan Bautrupp:... Gez.: Abb. 78: Skizze eines Leitungsverlaufsplans Seite 129

130 Anlagen 10.6 Beschreibung und Bedienungsanleitung für die Feldkabelverbindungszange (Würgezange) 1. Die Feldkabelverbindungszange ist ein Kombiwerkzeug zum Abschneiden sowie Abisolieren und Verbinden. Sie ist nur für Feldkabel zu verwenden. 2. Vor dem Einfüllen der Hülsen in das Magazin wird die Hülsensicherung geöffnet, der Magazinschieber gespannt und von der Magazin-Vorderseite aus durch Einschieben einer Hülse arretiert. Sobald maximal 10 Presshülsen eingefüllt sind, ist die Hülsensicherung zu schließen und die Arretierung zu entfernen. Abb. 79: Magazin-Rückseite 3. Das Einsetzen des gefüllten Magazins in das Magazingehäuse erfolgt bei geschlossenen Handgriffen. Die Hülsensicherung wird dabei automatisch zurückgeschoben. 4. Zum Abschneiden des Feldkabels den Scherarm anheben, Kabel einlegen und den Scherarm nach unten drücken 5. Zum Abisolieren den Scherarm anheben, das Kabel bis zum Anschlag in den Trichter einführen und den Scherarm nach unten drücken, dabei das Kabel herausziehen. Seite 130

131 Anlagen Abb. 80: Feldkabelverbindungszange 6. Zum Herstellen einer Längenverbindung oder einer Flickstelle sind folgende Tätigkeiten nötig: a) Handgriffe zusammenpressen, bis die Sperrvorrichtung auslöst, das Werkzeug ganz öffnen. b) Magazin nach vorn drücken, bis eine Hülse in die Hülsenkammer fällt. c) Hülse leicht anpressen, aber nicht deformieren. d) Abisolierte Kabelenden durch die konischen Einführungen mit gleichmäßigem Druck vollständig in die Presshülse stecken. e) Handgriffe zusammenpressen, bis die Sperrvorrichtung auslöst. Das Werkzeug öffnen und gepresste Verbindung herausnehmen. Handgriffe wieder leicht schließen. Für weitere Verbindungen wieder mit a) beginnen. 7. Flickstellen sind um 20 cm versetzt herzustellen. Die Presshülsen müssen mit Isolierband umwickelt werden, damit keine Stoßstellen entstehen (Abb. 81). 8. Der Pressvorgang lässt sich jederzeit durch leichten Druck auf die Zangenschenkel und durch gleichzeitiges Zurückziehen des Auslösers unterbrechen. 9. Leere Magazine lassen sich ohne weiteres aus dem Magazingehäuse herausziehen. Bei gefüllten Magazinen ist zuerst die Hülsensicherung vorzuschieben ( schließen ), dann kann das Magazin herausgenommen werden. Seite 131

132 Anlagen 10.7 Herstellen von Längenverbindungen/Flickstellen Kabelverbindungen sind bei allen Längenverbindungen und Flickstellen von Feldkabel herzustellen. Abb. 81: Längenverbindung/Flickstelle Längenverbindungen sind möglichst so anzulegen, dass sie gleichzeitig als Untersuchungsstellen zugänglich sind und dass jederzeit auch unter Zug liegende Leitungen geöffnet werden können. Damit keine Feuchtigkeit eindringen kann, dürfen Kabelverbindungen nicht auf dem Erdboden liegen. Bei Längenverbindungen und Flickstellen müssen die Kabelenden metallisch blank sein. Behelfsmäßige Längenverbindungen sind wie folgt herzustellen: 1. Einen Kreuzknoten auf der Kunststoffisolierung schlagen (Abstand von den Kabelenden ca. 30 cm). 2. Den Kreuzknoten mit Isolierband sichern. Abb. 82: Kreuzknoten Seite 132

133 Anlagen 3. Kabelenden entsprechend Nr. 302 (Abb. 7) herstellen. 4. Kabelenden übereinanderlegen und mit abisoliertem Schaltdraht auf der vollen Länge der blanken Kabelenden fest umwickeln. Abb. 83: Verbinden der Kabelenden 5. Die Verbindungsstellen einzeln so mit Isolierband umwickeln, dass kein Kurzschluss entstehen kann. 6. Das Feldkabel mit der Längenverbindung nach oben aufhängen, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann und die Zugbelastung nur auf dem Kreuzknoten und nicht auf der Verbindungsstelle liegt. Abb. 84: Fertige behelfsmäßige Längenverbindung Seite 133

134 Anlagen Eine behelfsmäßige Längenverbindung (siehe Anlage 10.12) kann auch mit einer Lüsterklemme hergestellt werden: 1. Kreuzknoten schlagen (wie oben beschrieben), 2. Kabelenden entsprechend Nr. 302 (Abb. 7) herstellen, 3. Kabelenden durch Lüsterklemmen verbinden und die 4. Längenverbindung mit Isolierband umwickeln und festlegen. Bei behelfsmäßigen Flickstellen sind die Kabelenden ca. 20 cm (Zangenlänge) versetzt ab zu isolieren und durch einen Kreuzknoten zu verbinden. Dadurch wird gewährleistet, dass beim Auftrommeln das Feldkabel durch die Öffnung des Führungsschiffchens laufen kann. Wird ein Kabel durch ein Gewässer verlegt, ist möglichst neuwertiges Kabel ohne Flickstellen zu verwenden. Kabelkupplungen dürfen nicht im Wasser liegen. LWL-Kupplungen dürfen auch im Wasser liegen (siehe auch Nr. 4081). Teilnehmerleitungen dürfen eine Länge Feldfernkabel (400 m), eine Länge Feldkabel (800 m) oder eine Länge LWL (200 bzw m) im Regelfall nicht überschreiten. Die Leitungen/Kabel dürfen keine Längenverbindungen, Flickstellen oder sonstige Beschädigungen aufweisen (siehe auch Nr. 517). Ist bei einer Leitung aus Feldkabel die fehlerhafte Länge festgestellt, so ist diese abzugehen, dabei achten die Störungssuchenden besonders auf schadhafte Isolation und Flickstellen. Offensichtliche Schäden am Kabel sind zu beseitigen (siehe auch Nr. 528). Seite 134

135 Anlagen 10.8 Taktische Zeichen für den Bautrupp 1. Taktische Zeichen werden vor allem benötigt, um den Leitungsverlaufsplan, der als Betriebsunterlage zur Kontrolle bestehender Kabelverbindungen dient, zu erstellen. In ihm wird der Verlauf von Kabelverbindungen unter Angabe der Einzelheiten für den Störungsdienst angegeben. Im Einzelnen ist Folgendes aufzuführen: Verlauf der Kabelverbindungen im Gelände (Darstellung innerhalb Maßstabsangenäherter Geländeskizze), Art des Kabels, Lage von Längenverbindungen/Untersuchungsstellen sowie Anfangs-/Endstellengerät mit Nutzerinformation (z. B. Taktisches Zeichen). 2. Mit Herausgabe der Nachfolgeregelung zur ZDv 1/11 Taktische Zeichen werden die taktischen Zeichen für Baukräfte darin aufgenommen. Bis dahin sind die Symbole der Regelung IT- Signaturen der Bundeswehr zu verwenden. Seite 135

136 Anlagen 10.9 Kennzeichnung feldmäßiger Kabel 1. Allgemeines Die Kennzeichnung von Leitungen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine geordnete Fehlersuche/Dokumentation. Häufig bietet die Kennzeichnung mit Beschriftungstäfelchen die einzige Möglichkeit, Leitungen voneinander zu unterscheiden. Sie erleichtert die Übergabe von Leitungen an neu eintreffende Truppenteile sowie die Identifizierung von Leitungen und deren Instandsetzung, besonders bei Dunkelheit. Sind keine Beschriftungstäfelchen verfügbar, wird von dem betreffenden Truppenteil erwartet, dass er diese provisorisch herstellt. Jeder Truppenteil ist dafür verantwortlich, dass seine Leitung ausreichend gekennzeichnet wird. 2. Einzelbestimmungen Leitungen müssen beim Verlegen gekennzeichnet werden, und zwar sind Beschriftungstäfelchen an folgenden Punkten anzubringen: an Kreuzungen von Leitungsstrecken, an Kreuzungen von Gräben, an Straßen-, Wege- und Straßenbahnkreuzungen, an Eisenbahnübergängen oder Brücken, in Fernmeldezentralen (innerhalb und außerhalb), an den Anschlussstellen der Leitungen an Prüfkästen, Fernsprechern, Verstärkern, Vermittlungsschränken und Endstellen, an beiden Seiten der Kreuzung unterirdischer Leitungen, an einer Seite der Kreuzung von Freileitungen und an Stellen, an denen die Verlegeart wechselt, z. B. + vom einfachen zum geschützten Tiefbau, + vom Tiefbau zum Hochbau, + an Kabelabzweigungen. in regelmäßigen Abständen auf Strecken, auf denen mehrere Leitungen nebeneinander verlegt sind und an Stellen, an denen Leitungsstörungen zu erwarten sind. 3. Form, Material und Markierung der Beschriftungstäfelchen Es sind rechteckige Beschriftungstäfelchen aus feuchtigkeits- und wetterbeständigem Material zu verwenden. Die Beschriftungstäfelchen können entsprechend den ständigen Fernmeldeanweisungen des Verbandes oder der Einheit eingeschnitten, mit Einkerbungen versehen, gefärbt oder markiert werden. Die Art der Markierung ist auf Divisionsebene und Korpsebene oder der entsprechenden Führungsebene zu koordinieren und muss so sein, dass die Einheit oder der Verband aus der Art der Markierung nicht zu erkennen ist. Seite 136

137 Anlagen 4. Befestigen der Beschriftungstäfelchen Die Beschriftungstäfelchen sind mit Karabinerhaken, einem Band oder Draht aus geeignetem Material sicher an der Leitung zu befestigen. An Stellen, an denen alle Leitungen gekennzeichnet werden (wie Verteiler- oder Prüfkästen), werden die Beschriftungstäfelchen in schräg vorlaufenden Reihen oder gestaffelt angebracht, sodass sie sich gegenseitig nicht verdecken. 5. Zuständigkeit für die Koordinierung der Kennzeichnung feldmäßiger Kabel In den Fernmeldebetriebsanweisungen bzw. den Fernmeldebefehlen werden die von den Einheiten und Verbänden im nachgeordneten Bereich zu benutzenden einheitlichen Kennzeichnungscodes für Leitungen befohlen und zugeteilt. Die betreffenden Truppenteile sollten vor der Kennzeichnung gemeinschaftlich genutzter Leitungen und feldmäßiger Kabel mit den benachbarten bzw. angrenzenden nachgeordneten Einheiten und Verbänden diesbezüglich eine Absprache treffen. Seite 137

138 Anlagen Baumeldungen/Messblatt Schaltstelle Leitung von Leitungsart Baueinheit Baubeginn (Uhrzeit) Leitung nach Leitungsnummer Bautrupp Leitung übernommen (Uhrzeit, Handzeichen) Datum Uhrzeit Ausgelegte Kabellängen Lage der Längenverbindungen Schleifenwiderstand Stamm I Ω Stamm II Ω Isolationswiderstand Stamm I Stamm II a / b a / E b / E a / b a / E b / E M Ω M Ω M Ω M Ω M Ω M Ω Dämpfung bei khz : db Isolationswiderstand Ader gegen Ader 1 / 3 1 / 4 2 / 3 2 / 4 M Ω M Ω M Ω M Ω Bemerkungen Fm/H/0047/73/V VersNr Der Vordruck ist auf dem Nachschubweg zu beziehen Eintragungen sofort nach den Messungen durchführen: Isolationsmessungen mit einem Isolationsmesser: Isolationsmessung mit einem Messgerät: - Anzeige, Eintrag > 100 Anzeige, Eintrag > 1 Für LWL ist das Formblatt handschriftlich entsprechend zu ändern oder neu zu erstellen! Seite 138

139 Anlagen Aufgabenverteilung in einem Bautrupp 1. Der Bautrupp Die schnelle und betriebssichere Herstellung einer Kabelleitung ist die Gemeinschaftsarbeit aller Soldatinnen bzw. Soldaten des Trupps. Jede oder jeder Truppangehörige muss in der Lage sein, alle anfallenden Tätigkeiten auszuführen. Diese Tätigkeiten sind abhängig von Auftrag und der Entwicklung der Lage. Während des Bauens neu auftretende Verhältnisse machen oft Änderungen der Aufgabenverteilung im Trupp nötig. Die gängigen Bautrupps sind der Anlage 10.2 zu entnehmen. 2. Die Truppführerin bzw. der Truppführer Nach Erhalt des Auftrags wertet die Truppführerin bzw. der Truppführer diesen aus. Hierbei muss sie bzw. er feststellen, ob Kabel und Baumaterial ausreichen. Hierzu stellt sie bzw. er auf der Karte die Entfernung des Bauweges fest und schlägt ein Drittel für Umwege und loses Auslegen hinzu. Der Zeitbedarf für den Bau der Leitung ist abhängig von Lage und Gelände sowie vom Zustand und Ausbildungsstand des Trupps. Nach der Auswertung des Auftrages und nach der Planung erteilt die Truppführerin bzw. der Truppführer den Truppbefehl. Der Befehl muss mindestens die Lage und den Auftrag enthalten. Sie bzw. er beginnt mit einer Einweisung in das Gelände. Die Truppführerin bzw. der Truppführer ist verantwortlich dafür, dass die Leitung ohne Zeitverlust betriebssicher hergestellt wird. Zwingende Abweichungen vom Auftrag muss sie bzw. er oft selbst entscheiden. Sie bzw. er hat umgehend der Zugführerin bzw. dem Zugführer zu melden. Besonders überwacht die Truppführerin bzw. der Truppführer beim Bau die zweckmäßige und rasche Wegführen der Leitung von der Anfangsstelle, das Einhalten des befohlenen Leitungsverlaufes, das Kreuzen von elektrischen Anlagen, Straßen, Eisenbahnen und Gewässern, das vorschriftsmäßige Prüfen der Leitung und die Durchgabe der Baumeldungen sowie die ausreichende und unmissverständliche Kennzeichnung der Kabel. Sie bzw. er erstellt einen Leitungsverlaufsplan (siehe Anlage 10.5). Beim Verlassen des Trupps sind Vertretende genau einzuweisen. Dabei ist ein besonderes Augenmerk auf die geplante Bauausführung zu richten. Seite 139

140 Anlagen Bei Leitungsstörungen während des Baus ist sofort eine Störungssucherin oder ein Störungssucher mit der Entstörung zu beauftragen. Der Bau wird, wenn möglich, nicht unterbrochen. Fällt das Kraftfahrzeug aus, ist zu Fuß weiterzubauen. Der Zugführerin bzw. dem Zugführer der Anfangsstelle sind solche Vorkommnisse zu melden. Beim Bau außerhalb von Gefechtsständen muss der Trupp jederzeit mit Feindberührung rechnen. Deshalb sind den einzelnen Soldatinnen und Soldaten neben ihrer Tätigkeit beim Bauen, Sicherungsbereiche zuzuweisen. Bei Baubeginn und am Bauziel bestimmt die Truppführerin bzw. der Truppführer nach Anweisung der örtlichen Führung der entsprechenden Fernmeldestelle (FmSt), die Leitungsführung im Umkreis von 200 m. Seite 140

141 Anlagen Knoten und Bunde 1. Kreuzknoten Der Kreuzkonten wird zur Zugentlastung verwendet. Er wird unter anderem bei behelfsmäßigen Längenverbindungen/Flickstellen angewandt. Der Kreuzknoten wird beim behelfsmäßigen Flicken eines Feldkabels wie folgt angewandt: 1) Isolation auf 8 cm lösen und abziehen, etwa 2 cm der Isolation an den Kabelenden lassen, damit die Drähte sich nicht spreizen (Abb. 85), 2) Kreuzknoten auf den blanken Adern ausführen (Abb. 86), 3) Knoten festziehen, damit keine Wackelkontakte entstehen, die stehengebliebene Isolierung abstreifen und die Kupferadern von den Stahladern trennen, indem man die Drähte abbiegt (Abb. 87), 4) Stahladern auf 1 bis 2 cm vom Knoten abschneiden und den 5) Knoten mit den verbleibenden Kupferadern umwickeln (Abb. 88); den fertigen Kreuzknoten mit Isolierband isolieren (Abb. 89). Vorbereitung einer behelfsmäßigen Flickstelle Abb. 85: Herstellen einer behelfsmäßigen Flickstelle mittels eines Kreuzknotens Abb. 86: 1. Abschnitt Seite 141

142 Anlagen Abb. 87: 2. Abschnitt Abb. 88: 3. Abschnitt Abb. 89: 4. Abschnitt Seite 142

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