17. Dresdner Abwassertagung2015

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1 DWA Abwasser und Abfall e.v. Landesverband Sachsen / Thüringen 17. Dresdner Abwassertagung2015 Die DWA ist am Ball Aktuelle Schwerpunktthemen und Regelwerksarbeit rund um Kanal und Kläranlage Leipzig,

2 Sturzfluten in urbanen Gebieten Anthropogene Spurenstoffe DWA A102 Systembezogene Regelungen der Misch und Niederschlagswasserbewirtschaftung Messen und Messdatenmanagement in Entwässerungssystemen (DWA M151 und DWA M181) DWA A131 Bemessung von einstufigen Belebungsanlagen Cypersicherheit in Abwassertechnischen Anlagen Stellungnahmen zu politischen Themenstellungen 2

3 Sturzfluten in urbanen Gebieten Straßenüberflutung in Leipzig am (links) Sturzflut im ländlichen Bereich (Ostsachsen am rechts) Risikokarten Gefährdungsabschätzung -Fachinformation Starkregen und urbane Sturzfluten -Geplant: DWA-M119 (kommunale Gefahrenkarten für lokale Starkregen) 3

4 Anthropogene Spurenstoffe - DWA Position: flächenhafter Ausbau der 4. Reinigungsstufe derzeit nicht umsetzbar - Vorrangige Einbindung der Landwirtschaft auf Grund der diffusen Quellen Risiken nach wissenschaftlichen Kriterien bewerten Nötige Maßnahmen mit Augenmaß treffen Chemikalien- und Gewässerschutzpolitik harmonisieren Anfall und Eintrag vorrangig vermeiden Technische Grenzen der Abwasserbehandlung berücksichtigen Trinkwasseraufbereitung als Barriere sichern DWA-Positionen Anthropogene Spurenstoffe im Gewässer 4

5 DWA A102 Systembezogene Regelungen zur Misch- und Niederschlagswasserbewirtschaftung DWA A102 Beinhaltet die Zusammenführung von A 128, M 177 und M 153 zu einem Emissionsbezogenen Regelwerk Ergänzt durch BWK A3 Beinhaltet die Zusammenführung von BWK M3, BWK M7 und DWA M153 zu einem Imissionsbezogenen Regelwerk 5

6 Wichtigste Änderungen - Referenzparameter nicht mehr CSB, sondern AFS fein - Einheitliche Zielgröße für Misch- und Trennsystem (AFS = 280 kg/ha*a) - Flächenbelastung künftig in 3 Kategorien (280kg/ha*a; 530kg/ha*a; 760kg/ha*a) - Schmutzfrachtsimulation als Regelanwendung empfohlen - Jahresgang Fremdwasser berücksichtigen - Berücksichtigung des lokalen Wasserhaushalts 6

7 Messen und Messdatenmanagement in Entwässerungssystemen DWA M151(2014) und DWA M181(2011) - Planung von Messungen in Entwässerungssystemen - Messstellenauswahl/ Messgeräteeinbau - Fehlerabweichungen/ Messdatenkorrektur - Messdatenmanagementsysteme (MDMS) - Ausblick: Gütemessungen DWA Seminar am 16./17. Juni 2015 in Leipzig 7

8 DWA A131 Bemessung von einstufigen Belebungsanlagen - Umstellung der Bemessung vom BSB auf CSB - Statischer Ansatz für Bemessung Belebungsbecken mit Parameterableitung aus der dynamischen Simulation - Umstellung der Bemessungswerte aus A198 Stellungnahme bis

9 Cypersicherheit in Abwassertechnischen Anlagen DWA AG WI 5.4 Cypersicherheit Themen der Arbeitsgruppe sind: Bestandsanalyse Gefährdungsabschätzung für Anlagen der Abwasser und Wasserwirtschaft Risikopotential unterschiedlicher Anlagentypen definieren Erarbeitung organisatorischer Anforderungen und Lösungsansätze 9

10 Stellungnahmen zu politischen Themenstellungen Wohin mit dem Klärschlamm? "Der Schutz der Gewässer vor Nährstoffeinträgen sowie Schadstoffen soll verstärkt und rechtlich so gestaltet werden, dass Fehlentwicklungen korrigiert werden. Wir werden die Klärschlammausbringung zu Düngezwecken beenden und Phosphor und andere Nährstoffe zurückgewinnen. (KV, Seite 120) DWA-Positionen: Ressourcen durch Kreislaufführung von Nährstoffen schonen Landwirtschaftliche Verwertung geeigneter Klärschlämme fortsetzen Qualitätssicherungssysteme etablieren Thermische Behandlung als Entsorgungsoption nutzen Verfahren zur Phosphorrückgewinnung weiter entwickeln Rechtliche Rahmenbedingungen praxistauglich gestalten Derzeit (2012) werden in Sachsen und Thüringen ca % des anfallenden KS landwirtschaftlich oder landbaulich verwertet DWA-Positionen zur Klärschlammentsorgung ( 10

11 Stellungnahmen zu politischen Themenstellungen DWA Position zur vorgesehenen Reform des Vergaberechts Die Bundesregierung plant eine Reform des deutschen Vergaberechts zur Umsetzung der EU- Richtlinien 2014/23/EU, 2014/24/EU und 2014/25/EU. Die Leitlinien dieser Reform hat das BMWI im Entwurf eines Eckpunktepapiers, Stand 18. November 2014, vorgestellt. - Qualität geht vor Preis - Qualität des eingesetzten Personals als Vergabekriterium heranziehen - Keine Schwächung der freiberuflichen Tätigkeit in Deutschland DWA Position zur Verordnung zur Neuordnung der guten fachlichen Praxis beim Düngen (Entwurf vom 18. Dezember 2014) 11

12 Stellungnahmen zu politischen Themenstellungen DWA-Politikmemorandum Positionen zur Umweltpolitik Energiewende Potenziale der Wasserwirtschaft stärker berücksichtigen Klimawandel Anpassungsstrategien frühzeitig entwickeln Hochwasser Vorsorge intensiver betreiben Infrastruktur Bestand in der Wasserwirtschaft erhalten Wasserrecht praxistaugliche Verordnungen schaffen Anthropogene Spurenstoffe europäische Vorgaben umsetzen Wasserrahmenrichtlinie Nitratbelastung stärker begrenzen Benchmarking freiwilliges Handeln fördern Abwasserabgabe Fortentwicklung konstruktiv betreiben Fracking nicht zu Lasten der Umwelt Phosphorrecycling technische Lösungen fördern Klärschlammentsorgung Nutzung der Ressource praxistauglich gestalten 12

13 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit DWA Landesverband Sachsen / Thüringen Landesverbandstagung am 7. Mai 2015 in Chemnitz Phosphor Problem oder Chance 13

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