Teil 2 - Stahl als Baustoff
|
|
|
- Sophia Stieber
- vor 9 Jahren
- Abrufe
Transkript
1 54 Teil 2 - Stahl als Baustoff 2. Herstellung von Stahl, Definition und Bestandteile Stahl ist eine Legierung aus Eisen und Kohlenstoff. Sofern nur sehr geringe weitere Be standteile in dieser Legierung enthalten sind, wird vom unlegierten Stahl gesprochen. Die weiteren Bestandteile sind dann sogenannte Eisenbegleiter, deren Vorhandensein nicht verhindert werden kann. Allerdings kann der Gehalt an bestimmten weiteren Stoffen die Eigenschaften des Stahls erheblich beeinflussen. Durch die gesteuerte Beimischung wei terer Elemente zum Stahl entstehen legierte Stähle mit großen Unterschieden der Eigen schaften. Die Herstellung des Stahls erfolgt in zwei Hauptschritten, die in verschiedenen Anlagen ablaufen. Zunächst wird das Metall aus dem Erz separiert. In der Natur kommen Metalle mit Ausnahme der Edelmetalle (gediegenes = reines Vorkommen) stets in (chemisch) gebundener Form vor. Diese Verbindungen bilden zusammen mit den Verunreinigungen verschiedener Gesteinsarten und Mineralienkombinationen das Erz. Die konkrete Zusammensetzung eines Vorkommens wird Gangart genannt. Eine Einteilung erfolgt z.b. nach Tabelle 2-1. Gruppe chemische Name, Bezeichnung Verbindung (Beispiel) Vorkommen in der Natur (Mineral) oxidische Erze Fe 3 O 4 Eisen (II, III) -oxid Magnetit sulfidische Erze FeS 2 Eisen (III) -sulfid Pyrit carbonitische Erze FeCO 3 Eisencarbonat Siderit Tabelle 2-1: Übersicht über verschiedene Erzformen, die zur Stahlgewinnung geeignet sind, Auswahl Aus diesen Erzen wird zunächst das Roheisen gewonnen (erschmolzen). Dieser Prozess findet im Hochofen oder (seltener) als Direktreduktion statt (s.a. Abschnitt 2.2). Das Zwischenprodukt (Roheisen) ist jedoch sehr spröde und kann weder geschmiedet noch geschweißt werden. Das liegt am hohen Kohlenstoffgehalt des Roheisens von 3 bis 4 Masse-%. Im zweiten Schritt der Stahlherstellung muss also der Kohlenstoff aus dem Roheisen entfernt werden. Das geschieht durch das sogenannten Frischen. Hier wird in geeigneter Weise Sauerstoff zugegeben, der mit dem Kohlenstoff zu Kohlendioxid und/oder Kohlenmonoxid reagiert (s.a. Abschnitt 2.3). 2.1 Hauptbestandteile von Stahl Unlegierter Stahl ist eine Legierung aus Eisen und Kohlenstoff mit maximal 2,06 Masse-% Kohlenstoff. Enthält die Legierung einen höheren Anteil an Kohlenstoff, wird sie als Guss eisen bezeichnet. Die kristalline Struktur wird im Eisen-Kohlenstoffdiagramm gezeigt (s.a. Abschnitt 2.4). Stahl enthält stets eine geringe Menge an Fremdelementen, sogenannte Eisenbegleiter. Es sind das in der Regel Mangan (Mn), Silizium (Si), Phosphor (P), Schwe
2 55 fel (S), Sauerstoff (O), Stickstoff (N) und Wasserstoff (H). Der zulässige Anteil einzelner Begleitelemente ist normativ begrenzt, da sie bei ungünstiger Verteilung in der Stoffmatrix bereits in geringen Mengen zu stark variierenden Eigenschaften führen können. In der Re gel werden die Gebrauchseigenschaften dadurch verschlechtert. Durch den gezielten Zusatz von Legierungselementen gelingt es, die Eigenschaften des Stahls gezielt zu verändern und an den geplanten Einsatzzweck anzupassen. Beträgt die Summe aller Legierungselemente des Stahls (also außer Kohlenstoff!) weniger als 5 Ma se-%, wird der Stahl als niedriglegiert bezeichnet, anderenfalls als legiert. Der Einfluss ei niger wichtiger Legierungselemente auf den Stahl wird in Abschnitt 2.5 beschrieben. 2.2 Herstellung von Roheisen (Kurzfassung) Die Roheisenherstellung erfolgt im Hochofen (Bild 2-1). Der eigentliche Ofen ist etwa 25 bis 30 m hoch, die gesamte Anlage kann durchaus 60 m hoch sein, da von oben befüllt wird (1) und das entweichende Gichtgas zur Weiterverwendung aufgefangen wird (2). Daraus ergibt sich auch die Bezeichnung Gicht für den oberen Abschluss des Hochofens. Der nach unten breiter werdende lange Kegelstumpf ist der Schacht. Die Wände sind in der Regel feuerfest ausgemauert. Meist sind die Wände wassergekühlt um die Innentemperaturen und damit die ablaufenden Reaktionen steuern zu können Z1 Gicht 200 C Z2 400 C Schacht 900 C Z C Z4 Kohlensack 1800 C Rast 3 Gestell 5 Bild 2-1: 2000 C 3 Z5 4 Z6 Schematische Darstellung eines Hochofens zur Stahlherstellung,
3 56 Der breite Teil des Ofens ist der Kohlensack, der auf dem Rast, einem umgekehrten wesentlich kürzeren Kegelstumpf aufsitzt. An der Unterseite des Rasts wird heißer Wind eingepresst (3) um die Verhüttung anzufachen. In diesem Bereich verbrennt ein großer Teil des Kohlenstoffs aus den Zugaben und es entstehen Temperaturen von etwa 2000 C. Die flüssige Schmelze sinkt in das Gestell, aus dem an der Unterseite das schwerere Roheisen abgestochen wird (5). Weiter oben wird die erheblich leichtere Schlacke gewonnen (4). Aus der Befüllung von oben und dem Abstich an der Unterseite sowie durch das Einbla sen heißer Luft unten und das Entweichen des Gichtgases oben ergibt sich das Gegen stromprinzip bei der Verhüttung. Im Bild 2-1 ist ferner eine Temperaturverteilung angege ben, die im Hochofen fast konstant herrscht. Die ablaufende Reaktion ist eine Reduktion. Der Hochofen wird kontinuierlich eine sehr lange Zeit betrieben, oft 10 Jahre und länger. Er muss dann komplett überholt und meistens auch modernisiert werden. Bevor der Hochofen mit Erz,Koks und Zuschlägen befüllt werden kann, sind die Bestand teile aufzubereiten, da sie nicht so verwendet werden können, wie sie in der Natur vorkom men. Das Erz wird entsprechend zerkleinert und mit dem aus der Kohle gewonnenen Koks sowie weiteren Zuschlägen vermischt. Dieser Mix wird als Möller bezeichnet. Die Zuschlä ge dienen der besseren Verarbeitbarkeit. So wird Kalkstein beigemengt, damit die Gangart leichter schmilzt. Die Verwendung von porösem Koks gegenüber der Kohle sorgt für eine verbesserte Wirkung des Gegenstromprinzips, da die Gase leichter aufsteigen können. Der Hochofen kann in Zonen eingeteilt werden (s.a. Bild 2-1): Zone Z1: Befüllung mit Möller und Abzug der Gichtgase, diese werden zur Erhitzung des Heißwindes genutzt, mit dem die Reduktion angefacht wird. Zone Z2: Bei etwa 200 C wird das schichtweise eingefüllte Gemisch vorgewärmt und getrocknet. Während es nach unten sinkt, wird es weiter bis auf etwa 400 C erhitzt. Die Zone wird als Trocken- und Vorwärmzone bezeichnet. Zone Z3: Der Temperaturbereich von etwa 400 bis knapp 1000 C wird als Reduktionszone bezeichnet. Hier findet im Wesentlichen eine indirekte Reduktion der Eisenverbindungen statt, bei der bis zu 80% des Eisens aus den Verbindungen gelöst werden. Indirekt, weil der Kohlenstoff in Form des Kohlenmonoxids bereit gestellt wird und mit Sauerstoff zu Kohlendioxid reagiert. Folgende Reaktionen finden statt: 3 Fe 2 O3 + CO 2 Fe 3 O4 + CO 2 Fe 3 O 4 + CO 3 FeO + CO 2 Zone Z4: Während sich das Gemenge in der Reduktionszone noch im festen Zustand befindet, beginnt es bei etwa 1100 bis 1200 C in der Kohlungszone zu schmelzen. Es entsteht Eisenkarbid (Zementit, Fe 3 C ). Die exakte Schmelztemperatur hängt von der Zusammensetzung der Ausgangstoffe ab. So schmilzt reines Eisen bei 1536 C. Ein Eisen-Kohlenstoff-Gemisch mit 3 bis 4 Masse-% Kohlenstoff schmilzt bereits bei ca C. In der
4 57 Kohlungszone findet neben der indirekten auch eine direkte Reduktion statt. FeO + CO Fe + CO 2 CO 2 + C 2 CO Zone Z5: In der unterhalb der Kohlungszone gelegenen Schmelzzone verbrennt der Koks infolge der eingeblasenen Luft und bringt spätestens hier die gesamte Mischung zum Schmelzen. Restliche Eisenverbindungen werden von CO und C zu Eisen reduziert. Zone Z6: Im Gestell sammelt sich die flüssige Schmelze und trennt sich von der erheblich leichteren Schlacke. Der Prozess dauert im Mittel 8 Stunden. In Abständen von je 2 Stunden wird der Abstich vorgenommen. Wichtigstes Endprodukt ist das Roheisen mit 3 bis 4 Masse-% Kohlenstoffanteil. Ferner enthält das Roheisen bis zu 3% Silizium, bis zu 6% Mangan sowie Schwefel, Phosphor und weitere Eisenbegleiter. Überwiegt der Siliziumgehalt des Roheisens, entsteht sogenanntes "graues Roheisen". "Weißes Roheisen" hat einen höheren Mangananteil. Die Benennung egibt sich aus der Färbung der Bruchflächen des Roheisens. Das gewonnene Roheisen ist spröde und kann nicht geschmiedet oder geschweißt wer den. Es muss folglich noch weiterbehandelt werden. Ziel ist es dabei, den Anteil an Koh lenstoff und Eisenbegleitern zu senken. Weitere Endprodukte des Hochofenprozesses sind die Schlacke und das Gichtgas. Die Verwendung des Gases wurde bereits beschrie ben. Die Schlacke wird ebenfalls als wertvoller Rohstoff geschätzt. Bestehend aus Kalk und Silikaten (Silizumverbindungen, etwa wie Sand) wird sie Zementen beigemischt. Die damit erstellten Betone können sehr resistent gegen chemische Angriffe (Streusalz) sein. Ein Alternative zum Hochofenprozess ist die Direktreduktion des Roheisens. Es gibt ver schiedene Grundverfahren, die sich bisher aber nicht nennenswert gegenüber dem Hoch ofen durchsetzen konnten. Bei der Direktreduktion wird aus Kohle, Erdgas und/oder Erdöl ein Gasgemisch aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid hergestellt, beispielsweise nach: 2 CH 4 + O 2 4 H 2 + CO Dieses Gasgemisch wird im Gasumformer gewonnen und in den Reduktionsofen geleitet. Es reduziert dort bereits bei etwa 1100 C den Sauerstoff aus dem Erz, das dabei im festen Zustand verbleibt. Es entsteht poriges Roheisen, so genannter Eisenschwamm, mit einem geringen Kohlenstoffgehalt aber erheblichen anderen Verunreinigungen, die im weiteren Verfahren entfernt werden müssen. Ein Vorteil der Direktreduktion besteht in der Tatsache, dass Direktreduktionsanlagen auch in kleineren Größen arbeitsfähig sind. Sie eignen sich folglich auch für kleinere Firmen.
5 Herstellung von Stahl (Kurzfassung) Das aus dem Hochofenprozess gewonnene Roheisen enthält zu viel Kohlenstoff, in der Regel 3 bis 4 % der Masse. Dadurch ist das Material spröde und nicht schweißbar. Eine Reduzierung des Kohlenstoffgehalts ist zwingend erforderlich. Das erfolgt durch eine Ver brennung des Kohlenstoffs (Oxydation) unter Zufuhr von Wärme und Sauerstoff. Dieser Vorgang wird allgemein als "Frischen" bezeichnet. Erst wenn der Kohlenstoffgehalt kleiner als 2,06% der Masse ist, kann das Material als Stahl bezeichnet werden. In diese Phase der (Neu-) Stahlherstellung fällt auch der Einsatz von altem Stahl (Schrott), was aber nicht bei allen Verfahren möglich ist. Grundsätzlich werden zwei Verfahrensarten für das Frischen unterschieden: Konverterfrischen Bessemerverfahren, Thomasverfahren, Aufblasverfahren Herdfrischen Siemens-Martin-Verfahren, Elektro-Lichtbogen-Verfahren Die genannten Verfahren sind sämtlich erst im industriellen Zeitalter entstanden. Davor wurden Roheisen und Stahl mühevoll in kleineren Mengen von Hand gewonnen und bear beitet. Raffinierstahl entstand durch schmieden eines stark mit Schlacke durchsetzten Zwi schenproduktes aus dem sogenannten Rennofen. Die für ein technisch hochwertiges Pro dukt nötigen hohen Temperaturen konnten noch nicht erreicht werden.1784 entwickelte der Engländer Henry Cort das Puddel-Verfahren. Erstmals trennte er Feuerstelle und Schmelze voneinander, so dass kein Kohlenstoff hinzukam, sondern (im Gegenteil) durch den Sauerstoff der Luft verbrannte. Henry Bessemer entwickelte zwischen 1855 und 1860 die nach ihm benannte Bessemer birne. Das ist ein Konverter mit 1 bis 8 Tonnen Fassungsvermögen (Bild 2-2). Durch den Boden wird vorgewärmte Luft eingeblasen und dadurch der Kohlenstoff des Roheisens verbrannt. Durch diese Verbrennungsreaktion ist eine Zufuhr von Energie von außen nicht nötig. Nach etwa 20 Minuten ist der Vorgang abgeschlossen und der Stahl kann vergos sen werden. Bild 2-2: Bessemerkonverter (Bessemerbirne), (Quelle Internet, Open Source)
6 59 Im Bild 2-2 gut zu erkennen sind die Öffnungen an der Unterseite zum Einblasen der Luft für den Frischvorgang. Der Konverter muss feuerfest ausgemauert werden. Durch die Zu sammensetzung der Ziegel reagiert die Schmelze insbesondere, wenn höhere Mengen an Phosphor und Schwefel vorhanden sind. Das kann zur Entmischung und zur Bildung von Hohlräumen führen und ergibt insgesamt ein sprödes Material. Es kann folglich nur Rohei sen mit geringem Gehalt an Schwefel und Phosphor verwendet werden. Sidney G. Thomas ersetzte die Auskleidung mit Ziegeln durch Dolimit, der mit der Schmel ze nicht sauer, sondern basisch reagiert. Dadurch wurden die Phosphor- und Schwefel säuren neutralisiert und es konnten nun auch Erze minderwertiger Qualität verwendet wer den. Äußerlich unterscheiden sich die Konverter nicht voneinander (Bild 2-3). Bild 2-3: Bessemer- oder Thoamaskonverter, der Unterschied besteht im Wesentlichen in der feuerfesten Auskleidung und ist von außen nicht erkennbar (Quelle Internet, Open Source) Das Frischen in Konvertern durch Einblasen von Luft an der Unterseite hat durchaus Nachteile, so dass es heute kaum noch eingesetzt wird. Konverterstahl wird fast aus schließlich im Sauerstoffaufblasverfahren hergestellt, bei dem über eine wassergekühlte Lanze technisch reiner Sauerstoff auf die Schmelze geblasen wird. Durch die Verwendung von reinem Sauerstoff statt der stickstoffhaltigen Luft kann ein zu hoher Stickstoffgehalt im Stahl vermieden werden. Die durchaus heftige Reaktion findet bei etwa 1600 C statt. Da her kann der Abstich schon nach wesentlich kürzerer Zeit erfolgen (10 bis 20 min), als nach den älteren Verfahren (rund 20 bis 30 min.). Außerdem können größere Konverter genutzt werden. Üblich sind Anlagen mit einem Fassungsvermögen von bis zu 400 t. Ne ben der höheren Stahlqualität haben vor allem diese Umstände dazu geführt, dass die an deren Verfahren aus der Praxis verdrängt wurden. Zur Steuerung der Temperatur im Kon verter kann Schrott zugeführt werden (bis zu 35 Masse%). Auch die Zugabe von frischem Erz ist möglich (bis zu 10 Masse%). Das Sauerstoffaufblasverfahren wurde zuerst in den österreichischen Städten Linz und Donawitz eingesetzt. Daher wird es oft als Linz-Donawitz-Verfahren oder LD-Verfahren be zeichnet. Bild 2-4 zeigt die drei Verfahren als Prinzipskizze.
7 60 O2 Roheisen Roheisen O2 O2 Bild 2-4: Roheisen Konverter zum Frischen des Roheisens, links O2 -Aufblasverfahren, Mitte Bessemerverfahren. rechts Thomasverfahren (basische Auskleidung des Konverters Neben dem Konverterfrischen sind Herdfrischverfahren verbreitet. Ist beim Konverterfri schen keine Energiezufuhr von außen nötig, wird beim Herdfrischen in abgedeckten, fla chen ausgemauerten Mulden eine Zufuhr von Wärme erforderlich. Als älteres Verfahren sei der Siemens-Martin-Ofen genannt (Bild 2-5 als Prinzipskizze). O 2 haltig Bild 2-5: CO 2 haltig Siemens-Martin-Ofen, Prinzipskizze, aus Ledeburg, A.: "Manuel de la métallurgie du Fer", Tome 1, moderat ergänzt Der Stahl im Herdfrischverfahren ist von sehr guter Qualität. Außerdem kann in hohem Maße Schrott verarbeitet werden (bis zu 70 Masse%). Der Schrott bzw. das ebenfalls ein setzbare frische Erz liefern im Wesentlichen den Sauerstoff für die Verbrennung des Koh lenstoffs. Es werden Temperaturen von bis zu 2000 C erreicht. In den 40-iger Jahren des 20. Jahrhunderts betrug der Anteil des Siemens-Martin-Stahls fast 75% der Weltproduktion. Heute ist das energieaufwändige Verfahren durch das LDVerfahren und durch die Lichtbogenöfen nur noch von geringer Bedeutung. In Deutschland wurde 1993 der letzte Siemens-Martin-Ofen stillgelegt.
8 61 Weit verbreitet ist das Elektrostahlverfahren (Lichtbogenofen). Das Prinzip ist im Bild 2-6 dargestellt. ein und ausfahrbare Kohleelektroden Deckel zur Befüllung O2 Zufuhr Stahl Schlacke Wandauskleidung, feuerfest Rollenlager zum Kippen der Anlage Bild 2-6: Lichtbogenofen (Herdfrischverfahren), schematische Darstellung der Funktionsweise Lichtbogenöfen schmelzen die Zugaben, ähnlich wie im Siemens-Martin-Ofen werden Roheisen, Schrott und frisches Erz, aber auch Eisenschwamm (s.a. Direktreduktion) ver wendet, über große Kohleelektroden, an denen eine Spannung von mehreren 1000 Volt angelegt wird. Der Lichtbogen zwischen Elektroden und den Zugaben erzeugt Temperatu ren von bis zu 3800 C. In diesem Verfahren können also auch Legierungselemente verar beitet werden, die eine wesentlich höhere Schmelztemperatur als der Stahl haben. Das energieaufwändige Verfahren ist natürlich teuer und wird bevorzugt für Qualitätsstahl und besondere Legierungen und Edelstähle angewendet. Im Bild 2-7 ist ein Lichtbogenofen gezeigt. Gut zu erkennen sind die drei Kohleelektroden im ausgefahrenen Zustand sowie der Abstich des Stahls in einer Kokille (Vordergrund). Bild 2-7: Lichtbogenofen, Quelle Internet, Open Source
9 62 Auf weitere Maßnahmen und Möglichkeiten der Qualitätsverbesserung der Stähle wird an dieser Stelle nur kurz eingegangen. Dieser Zweig der Stahlherstellung wird allgemein als Sekundärmetallurgie bezeichnet. Die hier vorab besprochenen Prozesse sind dagegen der Primärmetallurgie zuzuorden. Nach dem Frischen enthält der Stahl zwar wenig Kohlenstoff, dafür aber einen (zu) großen Anteil an gelöstem Sauerstoff, der durch Desoxidation entfernt werden muss. Beim Abküh len des Stahls sinkt seine Fähigkeit, Sauerstoff zu lösen. Der frei werdende Sauerstoff will als Gas entweichen und bringt dabei die noch nicht erstarrte Kernzone in Wallung. Der Stahl erstarrt folglich "unruhig" und wird als unberuhigter Stahl bezeichnet. Als Nebenef fekt des "Kochens" werden die Eisenbegleiter (C, P, S) in die Bereiche gedrängt, die als letztes Erhärten. Es entstehen Seigerungen, die sich auf die Eigenschaften des Stahls ne gativ auswirken. Insbesondere die Schweißbarkeit und die Alterungsbeständigkeit entwi ckeln sich ungünstig. Außerdem entsteht ein inhomogenes Material. Als Desoxidationsmittel kommen Silizium (Si), Aluminium (Al), Kalzium (Ca) und Mangan (Mn) wegen ihrer gegenüber dem Sauerstoff größeren Affinität zum Kohlenstoff zum Ein satz. Diese werden der Schmelze vor dem Vergießen zugesetzt und es kommt nicht (so stark) zum Kochen, wie ohne diese Zusätze. Der Guss wird "beruhigt" und es entsteht ein wesentlich homogeneres Material. Besonders beruhigte Stähle (u.a. Edelstähle) werden unter Zusatz weiterer Desoxidationsmittel wie Titan (Ti) oder Vanadium (V) gewonnen. Aus dem Konverter oder dem Herd kann der flüssige gefrischte und nachbehandelte Stahl auf drei verschiedene Weisen vergossen werden: Direktguss Kokillenguss Strangguss Meist wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Stahl zu den umformbaren Werkstof fen gehört. Ein direkter Guss in vorbereitete Formen ist daher beim Stahl seltener, sondern eher bei höherem Kohlenstoffgehalt der Schmelze, wie Gusseisen oder Temperguss, zu finden. Daher erfolgt der Guss entweder als kontinuierlicher Strangguss oder in verschie dene Formen. Diese Formen nennt man Kokillen. Kokillen sind also Behälter mit 1 bis 300 t Fassungsvermögen in denen der Stahl in einer Zeit von 1 bis 30 Stunden erstarrt. An der Oberseite der Kokillen kommt es durch auf schwimmende Schlacke zu einem mehr oder weniger großen Kopfabfall, der vor der Wei terverarbeitung abgetrennt werden muss. Erheblich produktiver ist der kontinuierliche Strangguss. Dabei wird der Stahl über ein Gießrohr direkt in eine nach unten geöffnete Kokille gegossen. Beim Verlassen der Kokille an der Unterseite ist die Außenhaut der Bramme bereits erstarrt, während der innere Teil noch flüssig ist. Der noch leicht biegsame Strang wird durch ein Walzensystem um 90 in die Horizontale überführt und gelangt nach dem Längen direkt in die Walzstraße. Zu die sem Zeitpunkt ist fast der gesamte Querschnitt erstarrt. Ein Stranggussschema ist im Bild 2-8 aufgezeichnet. Dabei sorgt das weit eingeführte Gießrohr dafür, dass keine oder nur ein sehr geringer Anteil Schlacke in den Gussstrang gelangt.
10 63 Gießrohr gekühlte Kupferkokille Kreiszone Strang Bild 2-8: Bramme zur Walzstraße Strangguss, Prinzipschema Der vergossene Stahl wird durch Umformverfahren in ein lieferbares Produkt umgewan delt. Im Bauwesen sind das verschiedenste Produkte, die unter 2.7 noch beschrieben wer den. Die wichtigsten Umformverfahren sind Schmieden, Biegen, Tiefziehen und Walzen. Das Umformen findet meistens unter erheblichem Kraft- (sprich Energie-) aufwand statt. Dabei wird kein neues Material zugeführt oder vorhandenes Material entfernt. Folglich ist die Verkleinerung der Stirnfläche einer Bramme durch ein Walzensystem mit einer Verlän gerung des Bauteils verbunden, da das Volumen konstant bleibt. Die Arbeitstemperatur hat einen erheblichen Einfluss auf den Kraftaufwand beim Umfor men. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich die Walzstraße unmittelbar an die Strang gussanlage anschließt und dass möglichst kein Zeitverzug entsteht. Bezüglich der Eigen schaften des Endproduktes besteht jedoch ein großer Unterschied, ob ein Umformen warm oder kalt ausgeführt wird. Zum Verständnis dafür muss ein Blick auf die kristalline Struktur des Material erfolgen. 2.4 Das Eisen-Kohlenstoffdiagramm Wenn die Temperatur eines Eisen-Kohlenstoff-Gemisches sinkt, beginnt sie in Abhängig keit vom Kohlenstoffgehalt zu erstarren. Das geschieht nicht an allen Stellen gleichzeitig, weil sowohl die Temperatur innerhalb der Schmelze als auch der Kohlenstoff ungleichmä ßig verteilt sind. Es entstehen also zuerst einzelne Kristalle, die langsam kugelförmig wachsen. Je nachdem wie schnell die Temperatur absinkt und wie das Eisen-Kohlenstoff-Verhältnis ist entstehen entweder viele Kristalle gleichzeitig oder es wachsen weniger, dafür aber um so größere Kristalle, weil sie mehr Raum zum wachsen haben und sich erst spät behin dern (Bild 2-9). In den Zwischenräumen der Körner aber auch in den Kristallen selbst ist Platz für die Einlagerung von Legierungselementen und anderen (kleineren) Kristallen. Es entstehen Mischkristalle. Die Vorgänge an den Korngrenzen ermöglichen auch das soge nannte Fließen des Stahls und die spätere Verfestigung, wenn sich nach einer Umordnung der Kristalle die Körner "verhaken". Das alles geschieht im Mikrobereich.
11 64 Bild 2-9: Bildung von Kristallen in der Schmelze, schematisch links : viele Kristalle gleichzeitig, kleines Korn "Feinkornstahl" rechts : weniger aber größere Kristalle, großes Korn Temperatur [ C ] 1600 A 1536 C 1500 Schmelze 1400 D 1300 Schmelze Austenit 1200 Austenit C 1147 C Linie E Schmelze Zementit F 1100 Austenit Zementit Ledeburit 1000 G 900 Ledeburit Zementit Austenit Ferrit 800 Austenit Zementit S P 700 Ferrit 600 Ferrit Perlit Perlit Zementit 0,0 1,0 Stahl Bild 2-10: Perlit Zementit Ledeburit 2,0 0.8 Eutektoid K 723 C Linie 3,0 2,06 Zementit Ledeburit 4,0 5,0 4,3 Eutektikum 6,0 6,67 C Gehalt [ M %] Gusseisen vereinfachtes Eisen-Kohlenstoff-Diagramm zur Verdeutlichung der Kristallbildung aus der Schmelze und der Kristallumwandlungen beim Abkühlen des Materials Bei langsam sinkender Temperatur finden darüber hinaus andere Umwandlungen der Kris talle statt, als wenn die Temperatur schnell sinkt, beispielsweise durch Kühlung oder Ab
12 65 schreckung. Alle beschriebenen Vorgänge lassen sich in einem Stoffdiagramm darstellen, welches ein wichtiges Hilfsmittel für Metallurgen ist. Dieses Stoffdiagramm sieht für jede Legierung anders aus. Im Bild 2-10 ist ein stark vereinfachtes Stoffdiagramm für eine "ideale", also eine reine Eisen-Kohlenstoff-Legierung gezeigt. Dabei ist horizontal der Ge halt an Kohlenstoff in Masse% und vertikal die Temperatur aufgetragen. Die Erstarrung ei ner Schmelze kann entweder stabil (also nach Erstarrung nicht mehr veränderbar) oder metastabil (mit der Möglichkeit der nachträglichen Veränderung) erfolgen. Im stabilen Sys tem ist kein gelöster Kohlenstoff mehr vorhanden. Er liegt als Graphit im Kristallgefüge vor. Im metastabilen System ist neben Eisen ( Fe ) noch Eisenkarbid Fe 3 C, aber kein freier Kohlenstoff vorhanden. Die möglichen Veränderungen ergeben sich durch den Zerfall des Eisenkarbids, wodurch verschiedene Kristallformen entstehen. Oberhalb der Verbindungslinien der Punkte A-E-C-F ist mindestens ein Teil des Stoffgemi sches noch flüssig, oberhalb A-C-D sogar das gesamte Gemisch. Die niedrigste Schmelz temperatur liegt bei einem Kohlenstoffgehalt von 4,3 M% vor. Dieser Punkt ist das soge nannte Eutektikum. Der Punkt E befindet sich exakt über der Grenze zwischen Stahl und Gusseisen, die für einen Kohlenstoffgehalt von 2,06 M% definiert ist. Je nach (extern ge steuertem) Erstarrungsverlauf enthält das Produkt die folgenden Kristallformen bzw. Kris tallgemische: Stahl Gusseisen Ferrit, Perlit, Zementit und ggf. Austenit Perlit, Zementit, Ledeburit und ggf. Austenit Damit sind sowohl Stahl als auch Gusseisen ausschließlich metastabil. Ob Austenit im erstarrten System verbleibt oder nicht, hängt von der Abkühlgeschwindig keit ab. Schnelles Abkühlen behindert den Stofftransport und erhält die bei hohen Tempe raturen zuerst gebildeten Austenitkristalle während langsame Abkühlung dafür sorgt, dass der Austenit vollständig in die anderen Kristallformen umgewandelt wird. Die Umwandlungen resultieren aus unterschiedlichen Größen der Kristalle und einem grundsätzlich unterschiedlichen Aufbau des Kristallgitters. Es wird zwischen kubisch raum zentrierten Kristallen und kubisch flächenzentrierten Kristallen unterschieden. Die beiden Formen sind im Bild 2-11 dargestellt. 0,29 nm 0,359 nm Bild 2-11: Grundformen der Kristalle im metastabilen Stoffgemisch Fe C links: kubisch raumzentrierte Kristallform rechts: kubisch flächenzentrierte Kristallform
13 66 Die kleineren kubisch raumzentrierten Kristalle bieten wenig Raum für einen Stofftransport innerhalb des Gemischs. Außerdem ist der Mittelplatz besetzt, so dass sich Fremdele mente schwer einlagern können. Dieses auch als α -Eisen bezeichnete Kristall liegt bei reinem Eisen unterhalb einer Temperatur von 911 C vor (Bild 2-10, Punkt G). Oberhalb dieser Temperatur wandelt sich das Kristall in kubisch flächenzentriertes, sogenanntes γ -Eisen um. Diese α / γ -Umwandlung ist mit einer erheblichen Vergrößerung des Volumens verbunden (Bild 2-11). Der Mittelplatz wird frei zur Lösung von Kohlenstoff. Es können sich Mischkristalle bilden. Im Bild 3-10, dem Eisen-Kohlenstoff-Diagramm, sind die wichtigsten Kristallformen und Kristallgemische bezeichnet. Sie werden nachfolgend kurz beschrieben: Ferrit homogener Gefügebestandteil, kubisch raumzentriertes α -Mischkristall, Eigenschaften nahe denen von reinem Eisen Austenit homogener Gefügebestandteil, kubisch flächenzentriertes γ -Mischkristall, ohne Legierung nur bei hohen Temperaturen beständig, weich zäh, gut verformbar, verschleißfest Zementit auch Eisenkarbid ( Fe 3 C ), homogener Gefügebestandteil, komplizierteres Kristallgitter, ist sehr hart und spröde Perlit heterogenes Kristallgemisch, entsteht beim Zerfall der γ -Misch-kristalle, mittelhartes Gemisch aus Ferrit und Zementit Ledeburit heterogenes Kristallgemisch, entsteht ebenfalls beim Zerfall der γ -Mischkristalle, setzt sich auch aus Ferrit und Zementit zusammen, aber in anderem (feinerem) Gefüge, wodurch mehr gelöster Kohlenstoff vorhanden ist. Durch den Ledeburit verliert das Gemisch seine Schmiedbarkeit Veränderungen am Gefüge können später auch noch durch gezielte Nachbehandlungs maßnahmen unter erneutem Eintrag von Wärme erzielt werden. Diese Vorgänge werden im Abschnitt 2.6 angesprochen. Für weitere Erläuterungen wird auf die im Inhaltsverzeich nis genannte Fachliteratur verwiesen. 2.5 Eisenbegleiter, Legierungselemente und Stahleigenschaften Kohlenstoff ist das wichtigste Legierungselement von Eisen. Dadurch erfolgt der Übergang zum Stahl bzw. Gusseisen. Die Wirkung des Kohlenstoffs auf das Eisen und die Auswir kungen hinsichtlich der kristallinen Struktur wurden anhand des Eisen-Kohlenstoffdia gramms bereits gezeigt. Nachfolgend sollen weitere Elemente und deren Wirkung auf die Materialeigenschaften genannt werden. Wie bereits festgestellt, soll die Gesamtmasse der Legierungselemente für niedriglegierte Stähle 5 M% nicht übersteigen (ohne Kohlen stoffanteil). Höhere Mengen an Legierungselementen führen zum legierten Stahl.
Wiederholung der letzten Vorlesungsstunde: Thema: Metallbindung
Wiederholung der letzten Vorlesungsstunde: Thema: Metallbindung Chemische Bindungen in Metallen, Elektronengasmodell, elektronische Bänder, Bandstrukturmodell, Metalle, Halbleiter, Isolatoren, Bandlücke,
Kapitel 2 Repetitionen Chemie und Werkstoffkunde. Thema 3 Gewinnung und Verarbeitung der Stoffe Eisenwerkstoffe
BEARBEITUNGSTECHNIK REPETITONEN LÖSUNGSSATZ Kapitel 2 Repetitionen Chemie und Werkstoffkunde Thema 3 Gewinnung und Verarbeitung der Stoffe Eisenwerkstoffe Verfasser: Hans-Rudolf Niederberger Elektroingenieur
Herstellen von Stählen
Herstellen von Stählen 1. Historische Verfahren 2. Roheisenerzeugung 3. Rohstahlerzeugung 4. 1 Stahlerzeugung Ziel: Herstellen von Stahl bestimmter chemischer Zusammensetzung, möglichst homogen und weitestgehend
Vom Erz zum Stahl. Von Andre Hähnel & Tobias Bomkamp
Vom Erz zum Stahl Von Andre Hähnel & Tobias Bomkamp Inhaltsverzeichnis Das Element Eisen Was ist eigentlich Erz? Herstellung von Roheisen Hochofenprozess Herstellung von Stahl Veredelung zum Stahl Eigenschaften
KIESELSTEINGroup. Modifikationen des Eisens - Temperaturbereiche. E. Kieselstein Werkstofftechnik Eisen-Kohlenstoff-Diagramm
Modifikationen des Eisens - Temperaturbereiche 1 Zweistoffsystem aus den Elementen Eisen und Kohlenstoff (elementar oder als Verbindung Fe3C ). verschiedene Phasen Austenit, Ferrit, Perlit, Ledeburit,
B Gefügearten der Eisen-Werkstoffe
-II.B1- B Gefügearten der Eisen-Werkstoffe 1 Eisen und Eisenverbindungen Reines Eisen spielt in der Technik keine Rolle. Es ist weich, leicht umformbar und magnetisierbar. Reines Eisengefüge wird Ferrit
Vom Eisenerz zum Stahl
Jens Wolters, Maxim Zarske Vom Eisenerz zum Stahl Was ist das Eisen? Geschichtliches Zahlen Physikalischen Eigenschaften Erze und Vorkommen Gewinnung von Roheisen Verfahren zur Stahlerzeugung 1. Definition:
BERUFS- KUNDE. Fragen und Antworten. Eisenmetalle. Kapitel 2. BERUFSSCHULE ELEKTROMONTEURE Kapitel 2 Seite 1 BERUFSKUNDE
BERUFSSCHULE ELEKTROMONTEURE Kapitel 2 Seite 1 BERUFS- KUNDE Kapitel 2 Eisenmetalle 40 n und en 2. Auflage 08. Mai 2006 Bearbeitet durch: Niederberger Hans-Rudolf dipl. dipl. Betriebsingenieur HTL/NDS
3 Wahr oder Falsch? = 6.67 % Werkstoffe und Fertigung I, HS 2015 Prof. Dr. K. Wegener. Seminarübung 6 Musterlösung Diffusion, Erstarrung
3 Wahr oder Falsch? a) Diamant, Graphit und Fullerene sind allotrope Modifikationen des Kohlenstoffatoms. Sie unterschieden jedoch nur in ihrem strukturellem Aufbau. Falsch: Sie unterschieden sich auch
6. Strukturgleichgewichte 6.1 Phasenumwandlungen (PU) a) PU flüssig-fest: Erstarrung = Kristallisation
6. Strukturgleichgewichte 6.1 Phasenumwandlungen (PU) a) PU flüssig-fest: Erstarrung = Kristallisation Reines Blei (Pb) bei sehr langsamer Abkühlung 91 Keimzahl Unterkühlung T Homogene Keimbildung = Eigenkeimbildung
3 Wahr oder Falsch? = 6.67 % Werkstoffe und Fertigung I, HS 2016 Prof. Dr. K. Wegener. Seminarübung 6 Musterlösung Diffusion, Erstarrung
3 Wahr oder Falsch? a) Diamant, Graphit und Fullerene sind allotrope Modifikationen des Kohlenstoffatoms. Sie unterscheiden jedoch nur in ihrem strukturellem Aufbau. Falsch: Sie unterschieden sich auch
Direktreduktion: mit Wasserstoff oder CO Eisenerz direkt zu Eisenschwamm (fest) reduzieren
Prüfungsvorbereitung Werkstofftechnik vom 7.2. 2013 Gliederung: Metallgewinnung: Erz Rohmetall: Hochofen, Direktreduktion, Steinschmelzen + Konverter Konverter Rafinieren (Entgasen, Pfannenmetallurgie,
1 Theorie: Reales Zustandsdiagramm. 1.1 Fe 3 C-Diagramm. Seminarübung 5 Eisen-Kohlenstoff. Werkstoffe und Fertigung I, HS 2015 Prof. Dr. K.
1 Theorie: Reales Zustandsdiagramm 1.1 Fe 3 C-Diagramm Eisenwerkstoffe in der Form von Stahl und Gusseisen sind für den Ingenieur besonders wichtig. Stahl ist der mit Abstand meistverwendete Rohstoff und
VL 3: EKD (Eisen-Kohlenstoff- Diagramm)
1 VL 3: (Eisen-Kohlenstoff- Diagramm) 1. Grundlagen (Polymorphie des Fe) 2. Aufbau (Stahlseite, Gusseisenseite, stabiles System, metastabiles System) 3. Gefüge- und Phasendiagramm verschiedene Darstellungen
Eisengewinnung und Stahlerzeugung
42 02146 Eisengewinnung und Stahlerzeugung Seite 1 FWU Schule und Unterricht 4202146 20 min, Farbe Eisengewinnung und Stahlerzeugung In den Kurzfilmen werden die wichtigsten Schritte bei der Eisengewinnung
Wiederholungsfragen Metall 9
Wiederholungsfragen Metall 9 Die richtige Beantwortung der Wiederholungsfragen aus dem Stoff der 9. Jahrgangsstufe ist Voraussetzung für die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. Dazu muss auch das Arbeitsheft
Vorlesung Allgemeine Chemie (CH01)
Vorlesung Allgemeine Chemie (CH01) Für Studierende im B.Sc.-Studiengang Chemie Prof. Dr. Martin Köckerling Arbeitsgruppe Anorganische Festkörperchemie Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut
Edelstahl. Vortrag von Alexander Kracht
Edelstahl Vortrag von Alexander Kracht Inhalt I. Historie II. Definition Edelstahl III. Gruppen IV. Die Chemie vom Edelstahl V. Verwendungsbeispiele VI. Quellen Historie 19. Jh. Entdeckung, dass die richtige
Eisenwerkstoffe, Legierungen Was sollen Sie mitnehmen?
Was sollen Sie mitnehmen? Was ist Stahl, Qualitätsstahl und Edelstahl? Eisenbegleiter und Legierungselemente Wirkung von Kohlenstoff Welche Legierungselemente haben welche Wirkung? Grober Überblick über
Übung Grundlagen der Werkstoffe. Thema: Das Eisen-Kohlenstoffdiagramm
Übung Grundlagen der Werkstoffe Thema: Das Eisen-Kohlenstoffdiagramm Einstiegsgehälter als Motivation für das Studium Übungsaufgaben 7. Skizzieren Sie eine Volumen/Temperatur-Kurve von Eisen. Begründen
Repetitionen Chemie und Werkstoffkunde
BEARBEITUNGSTECHNIK REPETITONEN Kapitel 2 Repetitionen Chemie und Werkstoffkunde Thema 3 Gewinnung und Verarbeitung der Stoffe Eisenwerkstoffe Verfasser: Hans-Rudolf Niederberger Elektroingenieur FH/HTL
24. Bautechnisches Seminar NRW Ratingen Schweißen beim Bauen im Bestand -Altstähle und Betonstähle-
24. Bautechnisches Seminar NRW Ratingen 3.11.2015 -Altstähle und Betonstähle- Dagmar Tezins Fachbereichsleiterin Metallographielabor GSI mbh Niederlassung SLV Duisburg Tel. 0203 3781 159 Mail: [email protected]
Schaubild Wege zum Stahl
Schaubild Wege zum Stahl Stahl-Informations-Zentrum Schaubild Hochofenanlage Abgedeckte Roheisenrinnen in der Hochofengießhalle während des Hochofenabstichs Wege zum Stahl Stahl ist aufgrund seiner vielseitigen
2. Roheisenerzeugung. 2.1. Rohstoffe und Erzaufbereitung. 2.1.1. Eisenerze und Erzvorkommen. Eisenerz. 2.1.2. Erzaufbereitung
2. Roheisenerzeugung 2.1. Rohstoffe und Erzaufbereitung 2.1.1. Eisenerze und Erzvorkommen Eisen kommt in der Erdrinde nicht als reines Element vor, sondern nur in chemischen Verbindungen, meist als Oxid,
3. Stahlerzeugung. 3.1. Verfahren zur Stahlerzeugung. 3.1.1. Ziel aller Stahlerzeugungsverfahren
3. Stahlerzeugung 3.1. Verfahren zur Stahlerzeugung 3.1.1. Ziel aller Stahlerzeugungsverfahren Roheisen enthält noch eine Reihe von Elementen, z. B. über 4 Masse-% Kohlenstoff, aber auch Silizium, Mangan,
Flocken in Stahl nach Entschwefelung und Vergießen im Strang Teil I
Flocken in Stahl nach Entschwefelung und Vergießen im Strang Teil I Roheisen enthält 3-4 % Kohlenstoff. Dieser sorgt für die Ausbildung eines Eutektikums und damit für einen niedrigen Schmelzpunkt (1153
Einteilung der Stähle
Einteilung der Stähle Grundstähle Grundstähle (BS= Basic Steel): immer unlegiert nicht für festigkeitssteigernde Wärmebehandlungen vorgesehen Begleitelement Maximaler Gehalt in der Schmelze entsprechend
5. E I S E N. 5.1 Allgemeines. Dichte von Eisen: 7,8 kg/dm 3 Dichte Von Kohlenstoff: 2,0 kg/dm 3 Schmelzpunkt: 1150 C bis 1536 C
5. E I S E N 5.1 Allgemeines Dichte von Eisen: 7,8 kg/dm 3 Dichte Von Kohlenstoff: 2,0 kg/dm 3 Schmelzpunkt: 1150 C bis 1536 C Chemisch reines Eisen wird Ferrit genannt und wird in der Technik nicht verwendet.
Eisenerz Kokskohle Flüssiges Roheisen C Hochofen
Stahl Ist Stahl ein junger Werkstoff? Das zur Herstellung von Stahl erforderliche Eisen wird in Europa seit 1.700 vor J.C. hergestellt. Von Anfang an wurden auch kleine Mengen Stahl hergestellt, d.h. mit
Verfahren der Roheisen-Gewinnung und der Stahlherstellung
Verfahren der Roheisen-Gewinnung und der Stahlherstellung Stahl wird aus Roheisen und Stahlschrott hergestellt. Roheisengewinnung Stahlherstellung Stahlnachbehandlung Vergießen von Stahl Hochofenprozess
tgt HP 2004/05-5: Modell eines Stirlingmotors
tgt HP 2004/05-5: Modell eines Stirlingmotors Pleuel Arbeitszylinder mit Arbeitskolben Kühlkörper Heiz-Kühl-Zylinder mit Verdrängerkolben Erhitzerkopf Teilaufgaben: 1 Der Kühlkörper des Stirlingmotors
Gefügeumwandlung in Fe-C-Legierungen
Werkstoffwissenschaftliches Grundpraktikum Versuch vom 18. Mai 2009 Betreuer: Thomas Wöhrle Gefügeumwandlung in Fe-C-Legierungen Gruppe 3 Protokoll: Simon Kumm, [email protected] Mitarbeiter: Philipp Kaller,
Intermetallische Systeme, ( Legierungen ) Metalle
Eigenschaften Metalle plastisch verformbar meist hohe Dichte ( Ausnahme: Leichtmetalle ) gute elektrische Leitfähigkeit gute Wärmeleitung optisch nicht transparent metallischer Glanz Intermetallische Systeme,
Klausur Werkstofftechnik II am
Prof. Dr.-Ing. K. Stiebler Fachbereich ME TH Mittelhessen Name: Matr.-Nr.: Studiengang: Punktzahl: Note: Klausur Werkstofftechnik II am 05.07.2011 Zeit: Hilfsmittel: Achtung: 90 min für alle Teilnehmer/-innen
Wie wird der E-Modul ermittelt? Die Temperatur, bei der ein Metall beim Abkühlen erstarrt.
Was versteht man unter dem Liquiduspunkt? (Der Wert gibt an, mit welcher Kraft ein 1m langer Draht mit dem Ø von 1 mm 2 belastet werden muss, um ihn auf die doppelte Länge zu dehnen.) Je höher der E-Modul
W6 Stahl. Magnet-Eisenstein (Magnetit): 60-70% Fe-Gehalt Rot-Eisenstein (Hämatit): 40-60% Fe-Gehalt
W6.1 M, A, K Eisen kommt in der Natur nicht in reiner Form vor, sondern als Eisenerz. Nennen Sie die zwei wichtigsten Eisenerze und ihren ungefähren Eisengehalt in Prozenten. Magnet-Eisenstein (Magnetit):
Erkläre was in dieser Phase des Erstarrungsprozesses geschieht. 1) Benenne diesen Gittertyp. 2) Nenne typische Werkstoffe und Eigenschaften.
Erkläre die Bindungsart der Atome Erkläre die Bindungsart der Atome Erkläre die Bindungsart der Atome 1) Benenne diesen Gittertyp. 2) Nenne typische Werkstoffe und Eigenschaften. 1) Benenne diesen Gittertyp.
Kleine Werkstoffkunde für das Schweißen von Stahl und Eisen. 8., überarbeitete und erweiterte Auflage
Lohrmann. Lueb Kleine Werkstoffkunde für das Schweißen von Stahl und Eisen 8., überarbeitete und erweiterte Auflage Inhaltsverzeichnis Vorwort zur 8. Auflage 1 Entwicklung der Eisen- und Stahlerzeugung
Inhaltsverzeichnis. 1 Legierungen 1. 2 Zustandsschaubilder 1. 4 Eisenwerkstoffe 10
Grundlagen der Metallkunde - Eisen und Stahl von Werner Schötschel Inhaltsverzeichnis 1 Legierungen 1 2 Zustandsschaubilder 1 3 Das Zustandsschaubild Fe/Fe 3 C 5 4 Eisenwerkstoffe 10 5 Gewinnung des Roheisens
tgt HP 1999/00-4: Sense
tgt HP 1999/00-4: Sense Werkstoffe: Sensenblatt: C60 Sensenholm: AISi1 Sensengriffe: AISi12 Befestigungsschraube: Festigkeitsklasse 5.6 Teilaufgaben: 1 Für den Sensenholm und für die Sensengriffe werden
16-mm-Film VHS min. Moderne Eisen- und Stahlgewinnung
16-mm-Film 32 10382 VHS 42 10382 15 min Moderne Eisen- und Stahlgewinnung Lernziele Einblick erhalten in großtechnische Verfahrensweisen zur Eisen- und Stahlgewinnung; die technischen Anlagen (z.b. Hochofen,
Klausur Vertiefungsfach 2: Master
I E H K Institut für Eisenhüttenkunde Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen Klausur Vertiefungsfach 2: Master Stahlmetallurgie Univ.-Prof. Dr.-Ing. D. Senk 10.09.2012 Nachname, Vorname: Matrikel-Nr.:
1. Aufbau kristalliner Stoffe
1 1. Aufbau kristalliner Stoffe 1.1 Im unten stehenden Bild sind einige Gitterstörungen dargestellt. Geben Sie bitte die Bezeichnung, die Dimension, eine mögliche Ursache sowie Auswirkungen an! Benutzen
Klausur Vertiefungsfach 1: Master
I E H K Institut für Eisenhüttenkunde Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen Klausur Vertiefungsfach 1: Master Eisen- und Stahlmetallurgie Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. D. Senk 02.04.2013
Wärmebehandlungsverfahren für metallische Werkstoffe Zustandsschaubild Fe-Fe3C
Wärmebehandlungsverfahren für metallische Werkstoffe Zustandsschaubild Fe-Fe3C Michaela Sommer, M.Sc. Deutsches Industrieforum für echnologie Grundlagen, Abläufe und Kriterien bei der Wärmebehandlung von
3 Die Legierung Eisen-Kohlenstoff
14 3 Die Legierung Eisen-Kohlenstoff 3.1 Abkühlkurve und Kristallarten des Reineisens 1 Nennen Sie Dichte und Schmelztemperatur von Reineisen. 2 Bei der Aufheizung und Abkühlung ändert Reineisen zwei Temperaturen
Eisen-Kohlenstoff-Diagramm (EKD) Was sollen Sie mitnehmen?
Was sollen Sie mitnehmen? Was zeigt das EKD - Lesen des Zustandsdiagramms Welche wesentlichen Phasen spielen eine Rolle? Wo ist die Stahlecke? Welche C-Konzentrationsgrenzen sind technisch wichtig? Welche
Gewinnung und Reinigung der Übergangsmetalle. Von Sebastian Kreft
Übergangsmetalle Von Sebastian Kreft Übersicht Gewinnung und Raffination von: 1. Scandium 2. Titan 3. Vanadium 4. Chrom 5. Mangan 6. Eisen 7. Cobalt 8. Nickel 9. Kupfer 10. Zink Übergangsmetalle 2 1. Scandium
Dilatometerversuch (ZTU-Diagramm)
Dilatometerversuch (ZTU-Diagramm) Zweck der Wärmebehandlung: Werkstoffverhalten von Stahl lässt sich in starkem Maße beeinflussen Anpassung an Beanspruchung/Anwendung Eisen-Kohlenstoff-Diagramm: Stellt
Einteilung der Stähle nach
Einteilung der Stähle nach chemischer Zusammensetzung und Gebrauchseigenschaft Unlegierter legierter Stahl, nicht rostender Stahl, Qualitätsstahl, Edelstahl Gefügeausbildung ferritischer, perlitischer,
Die Wärmebehandlung metallischer Werkstoffe Zustandsschaubild Fe-Fe3C
Die Wärmebehandlung metallischer Werkstoffe Michaela Sommer, M.Sc. HKR Seminar Grundlagen, Abläufe und Kriterien bei der Wärmebehandlung von Metallen Hagen, 19.05.2016 Gemeinnützige KIMW Forschungs-GmbH
Berufssprache Deutsch für Jugendliche in Ausbildung
Berufssprache Deutsch für Jugendliche in Ausbildung Grundlegende Informationen zur Unterrichtseinheit Beruf Industriemechanikerin/ Industriemechaniker Jahrgangsstufe 10 Lernfeld Thema Fertigen von Bauelementen
Mögliche Punktzahl: 100 Gesamtpunkte aus Teil 1 und 2: Erreichte Punktzahl: Prozentsatz aus Teil 1 und 2:
Fakultät für Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften Institut für Werkstoffe des Bauwesens Univ.-Prof. Dr.-Ing. K.-Ch. Thienel Bachelorprüfung Prüfungsfach: Geologie, Werkstoffe und Bauchemie am: 28.03.2014
Bachelorprüfung. Werkstofftechnik der Metalle. am
Institut für Eisenhüttenkunde Departmend of Ferrous Metallurgy Bachelorprüfung Werkstofftechnik der Metalle am 01.09.2014 Name: Matrikelnummer: Unterschrift: Aufgabe Maximal erreichbare Punkte: 1 5 2 4
Basisfachklausur Metallurgie von Eisen und Stahl und Recycling
I E H K Institut für Eisenhüttenkunde Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen Basisfachklausur Metallurgie von Eisen und Stahl und Recycling 18. 10. 2007 Name, Vorname: Matrikel-Nr.: Unterschrift:
Saurer Regen, was ist das?
Saurer Regen, was ist das? 1. SO x (x=2,3) => SO 2 und SO 3 SO 2 + H 2 O H 2 SO 3 (schwefelige Säure) SO 3 + H 2 O H 2 SO 4 (Schwefelsäure) 2. NO x (x=1,2) 2 NO + H 2 O + ½O 2 2 H NO 2 (salpetrige Säure)
FWU Schule und Unterricht. FWU-Klassiker Moderne Eisen- und Stahlgewinnung. FWU das Medieninstitut der Länder
FWU Schule und Unterricht DVD 46 10382 15 min, Farbe FWU-Klassiker Moderne Eisen- und Stahlgewinnung FWU das Medieninstitut der Länder 00 Lernziele nach Lehrplänen und Schulbüchern Einblick erhalten in
Kein altes Eisen. Was ist Stahl? Was hat ihn zum universellen Werkstoff
10 Kultur & Technik 3/2015 Kein altes Eisen Stahl ist seit der Industrialisierung der wichtigste metallische Werkstoff und einer der bedeutendsten Werkstoffe der Menschheit. Die Ausstellung»Metalle«im
Chemie Fragenkatalog Jahrgang 8
Chemie Fragenkatalog Jahrgang 8 - Stoffe und ihre Eigenschaften - Stoffgemische und Trennverfahren - Vom Aufbau der Stoffe - Die chemische Reaktion - Luft und Verbrennung - Gewinnung von Metallen Redoxreaktionen
Grundkenntnisse der Chemie und der Physik. Was ihr hier findet
Grundkenntnisse der hemie und der Physik P Was ihr hier findet Wissensgebiete der hemie und der Physik Formeln Elemente Metalle Kohlenstoff Analyse Synthese Basen Laugen Salze Atome Moleküle Akustik Optik
Klausur Vertiefungsfach 1: Master
I E H K Institut für Eisenhüttenkunde Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen Klausur Vertiefungsfach 1: Master Eisen- und Stahlmetallurgie Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. D. Senk 26.02.2014
Mögliche Punktzahl: 100 Gesamtnote aus Teil 1 und 2: Erreichte Punktzahl: Prozent:
Fakultät für Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften Institut für Werkstoffe des Bauwesens Univ.-Prof. Dr.-Ing. K.-Ch. Thienel Bachelorprüfung Prüfungsfach: Geologie, Werkstoffe und Bauchemie Teil 1:
Stoffe und ihre Eigenschaften 12. Vom Erz zum Stahl (Kl. 8/9) Vom Erz zum Stahl ein Lernbuffet zum Hochofenprozess
Stoffe und ihre Eigenschaften 12. Vom Erz zum Stahl (Kl. 8/9) 1 von 26 Vom Erz zum Stahl ein Lernbuffet zum Hochofenprozess Ein Beitrag von Sabine Stoermer, Oldenburg Mit Illustrationen von Wolfgang Zettlmeier,
Metallische Baustoffe
Metallische Baustoffe 1. Grundlagen / Eigenschaften. Eisen / Stahl 3. Schwermetalle / Korrosion 4. Korrosion 5. Elektrochemische Korrosion 6. Elektrochemie Metallische Baustoffe - Übersicht 1. Eisen Chemische
Alles was uns umgibt!
Was ist Chemie? Womit befasst sich die Chemie? Die Chemie ist eine Naturwissenschaft, die sich mit der Materie (den Stoffen), ihren Eigenschaften und deren Umwandlung befasst Was ist Chemie? Was ist Materie?
Institut für Eisen- und Stahl Technologie. Seminar 2 Binäre Systeme Fe-C-Diagramm. www.stahltechnologie.de. Dipl.-Ing. Ch.
Institut für Eisen- und Stahl Technologie Seminar 2 Binäre Systeme Fe-C-Diagramm Dipl.-Ing. Ch. Schröder 1 Literatur V. Läpple, Wärmebehandlung des Stahls, 2003, ISBN 3-8085-1308-X H. Klemm, Die Gefüge
Die chemische Reaktion
Die chemische Reaktion 1. Versuch In eine mit Sauerstoff gefüllte Flasche halten wir ein Stück brennenden Schwefel. Aus den beiden Ausgangsstoffen (Edukten) entsteht ein neuer Stoff (Produkt) mit eigenen,
Packung, Oktaeder-, Tetraederlücken, kubisch-innenzentrierte Packung, Raumausfüllung, Ionenstrukturen - abgeleitet von Ionendichtestpackungen,
Wiederholung der letzten Vorlesungsstunde: Thema: Metallbindung / Salzstrukturen Der metallische Zustand, Dichtestpackung von Kugeln, hexagonal-, kubischdichte Packung, Oktaeder-, Tetraederlücken, kubisch-innenzentrierte
Was ist? Karbide Fluch und Segen zugleich / Stefan Eugster thyssenkrupp Materials Schweiz
Was ist? Karbide Fluch und Segen zugleich 2017 / Stefan Eugster Was sind Karbide? in verarbeitetem Eisen (= Stahl (< 2.06 % C) und Gusseisen (> 2.06 % C)) ist stets eine gewisse Menge Kohlenstoff enthalten,
1 Entstehung, Aufbau und Gefüge von Nitrierschichten
1 Entstehung, Aufbau und Gefüge von Nitrierschichten Dieter Liedtke 1.1 Begriffsbestimmungen Das thermochemische Behandeln zum Anreichern der Randschicht eines Werkstückes mit Stickstoff wird nach DIN
Phasentransformation: (fest-fest) Von Marcus Bauer und Henrik Petersen
Von Marcus Bauer und Henrik Petersen 1. Arten von Phasenumwandlungen - Reine Metalle - Legierungen 2. Martensitische Phasenumwandlung am Beispiel von Fe-C 3. Formgedächtnislegierungen - Allgemeine Betrachtung
A 1.1 a Wie groß ist das Molvolumen von Helium, flüssigem Wasser, Kupfer, Stickstoff und Sauerstoff bei 1 bar und 25 C?
A 1.1 a Wie groß ist das Molvolumen von Helium, flüssigem Wasser, Kupfer, Stickstoff und Sauerstoff bei 1 bar und 25 C? (-> Tabelle p) A 1.1 b Wie groß ist der Auftrieb eines Helium (Wasserstoff) gefüllten
Bachelorprüfung. Werkstofftechnik der Metalle
Bachelorprüfung Werkstofftechnik der Metalle 22.07.2015 Name: Matrikelnummer: Unterschrift: Aufgabe Maximalanzahl an Punkten: Punkte erreicht: Punkte nach Einsicht (nur zusätzliche Punkte) 1 6 2 5 3 9.5
Praktikum Werkstofftechnik
Praktikum Werkstofftechnik Versuch: Härteprüfung Name: Datum: Gruppe: Betreuer: Aufgabe: - Ermittlung der Härte folgender Stahlsorten: C45H, C45N, C60N mit dem Vickers -Verfahren - Ermittlung der Härte
Standortbestimmung / Äquivalenzprüfung. Chemie. Mittwoch, 13. April 2016, Uhr
Seite 1 von 7 Standortbestimmung / Äquivalenzprüfung Chemie Mittwoch, 13. April 2016, 16.45-18.15 Uhr Dauer der Prüfung: 90 Minuten Erlaubte Hilfsmittel: Eine gedruckte und/oder eine persönlich erstellte
II Werkstofftechnik. A Innerer Aufbau der Metalle
-II.A1- A Innerer Aufbau der Metalle In natürlicher Größe erscheinen die Metalle als einheitlicher Stoff ohne Untergliederung. Betrachtet man die angeätzte Oberfläche eines Metalls rund 10000fach vergrößert,
Praktikum Metallurgie Master. Wintersemester 2017/18
Lehrstuhl Werkstoffumformung Institut für Metallurgie DER TECHNISCHEN UNIVERSITÄT CLAUSTHAL Prof. Dr.-lng. H. Palkowski Institut für Metallurgie Robert-Koch Str. 42 38678 Clausthal-Zellerfeld Telefon (05323)
Vom Atombau zum Königreich der Elemente
Vom Atombau zum Königreich der Elemente Wiederholung: Elektronenwellenfunktionen (Orbitale) Jedes Orbital kann durch einen Satz von Quantenzahlen n, l, m charakterisiert werden Jedes Orbital kann maximal
1.9 WÄRMEBEHANDLUNG Welche Wärmebehandlungsverfahren kennen Sie? Was verstehen wir unter dem Begriff Glühen?
1.9 WÄRMEBEHANDLUNG 1.9.1 Welche Wärmebehandlungsverfahren kennen Sie? Glühen, Härten, Vergüten, Randschichthärten, Einsatzhärten, Nitrieren, Carbonitrieren 1.9.2 Was verstehen wir unter dem Begriff Glühen?
Chemie ist eine naturwissenschaftliche Disziplin, welche sich mit den Stoffen, den Stoffeigenschaften und den Stoffumwandlungen beschäftigt.
1 Definition: Chemie ist eine naturwissenschaftliche Disziplin, welche sich mit den Stoffen, den Stoffeigenschaften und den Stoffumwandlungen beschäftigt. 2 Erscheinungsformen der Materie Homogen oder
c) Bei niederiglegierten Stählen werden die Gehaltszahlen der Legierungselemente unverschlüsselt
2 Wahr oder Falsch? a) Der Steilabfall in der Kerbschlagszähigkeitskurve kommt vom spröden Materialverhalten bei tiefen Temperaturen. Richtig: Schon geringe Temperaturverringerungen bewirken einen grossen
Eisen. Vorkommen. Eisen Stahl
88 XXII. Eisen Stahl Eisen Vorkommen. Das Eisen ist am Aufbau der Erdrinde zu 4,7 % beteiligt. Aus der Dichte der Erde schließt man auf einen hohen Eisengehalt des Erdkerns (Ni-Fe-Kern). Gediegenes (reines)
Anorganische Chemie! der unbelebten Natur keine Kohlenstoffverbindung (Kohlenstoffatome C) Metall Nichtmetallverbindungen Ionenbindung
3 Chemie / Physik 3.1 Eigenheiten der Chemie und Physik Chemie ist die Lehre von den Stoffen, ihrer Zusammensetzung, dem Aufbau, der Struktur und ihrer Umwandlung Die Chemie untersucht und beschreibt die
Industriemeister/Metall
Industriemeist er Metall Industriemei ster Metall Industriemeister Metall Industriemeister/Metall Ersteller: G. Liebl www.veraendern-macht-spass.com 1 Ersteller: G. Liebl www.veraendern-macht-spass.com
DAS GEFÜGE DER STÄHLE
DAS GEFÜGE DER STÄHLE Seeberger, Schalksmühle Alle Angaben ohne Gewähr Seite 1 von 15 ATOME UND KÖRNER Alle Stähle sind, wie auch die anderen Metalle (z.b. Kupfer, Aluminium), kristallin aufgebaut; d.h.
tgt HP 2014/15-2: Hybridfahrzeug
tgt HP 014/15-: Hybridfahrzeug Pflichtaufgabe Im Hybridfahrzeug sind ein Elektromotor und ein Verbrennungsmotor kombiniert. Der Elektromotor unterstützt den Verbrennungsmotor beim Beschleunigen, so muss
Abschlussklausur Allgemeine und Anorganische Chemie Teil 2 (Geologie, Geophysik und Mineralogie)
Abschlussklausur Allgemeine und Anorganische Chemie Teil 2 (Geologie, Geophysik und Mineralogie) Teilnehmer/in:... Matrikel-Nr.:... - 1. Sie sollen aus NaCl und Wasser 500 ml einer Lösung herstellen, die
Station 1.1: Dampfreformierung
Station 1.1: Dampfreformierung Kosten: 8 Energie pro Methan, 1 Wasser pro Methan Ausgangsstoff: Kohlenwasserstoffverbindung(meist Erdgase), Wasser(dampf), Wärme Funktion: prinzipiell eine Verbrennung des
Institut für Baustoffe ETH Zürich F. Wittel / H.J. Herrmann. Hausübung Werkstoffe II. Hausübung 1/2. Frühjahrssemester 2018
Institut für Baustoffe ETH Zürich F. Wittel / H.J. Herrmann Hausübung Werkstoffe II Hausübung 1/2 Frühjahrssemester 2018 Ausgabe: 21. März 2018 Abgabe: 11. April 2018 Name, Vorname LegiNr. Betreuung: Falk
Chemie der Metalle (AC-II)
Aufgabe 1 2 3 4 5 6 7 8 Punkte (je 10) Studien- BSc. Chemie LA Ich bin damit einverstanden, dass mein Klausurergebnis unter gang: RegioChim. Angabe der Matrikelnummer im Web bekanntgegeben wird: Abschlußklausur
Werkstoffwissenschaftliches Grundpraktikum
Marco Conte Matrikelnummer 2409793 Werkstoffwissenschaftliches Grundpraktikum 24.05.2009 Versuch: Versuchsdatum: 19.05.2009 Gruppe: 6 Betreuerin: 1.Einleitung Gefügeumwandlung in Fe-C-Legierungen (FE)
Mögliche Punktzahl: 100 Gesamtpunkte aus Teil 1 und 2: Erreichte Punktzahl: Prozentsatz aus Teil 1 und 2:
Fakultät für Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften Institut für Werkstoffe des Bauwesens Univ.-Prof. Dr.-Ing. K.-Ch. Thienel Bachelorprüfung Prüfungsfach: Geologie, Werkstoffe und Bauchemie am: 31.03.2015
Holzkohle, Koks, Ruß. Raphael Mehlich
Holzkohle, Koks, Ruß Raphael Mehlich Inhaltsangabe: Holzkohle: 1. Geschichtliches 2. Herstellung 3. Eigenschaften & Verwendung Koks 1. Geschichtliches 2. Herstellung 3. Nebenprodukte 4. Eigenschaften 5.
Werkstoffkunde für Gebäudetechnikplaner. Fachbuch für die Gebäudetechnik. Peter Lüdi
Werkstoffkunde für Gebäudetechnikplaner Fachbuch für die Gebäudetechnik Peter Lüdi Inhalt 1 Werkstoffe in der Gebäudetechnik... 5 2 Aufbau der Werkstoffe... 6 2.1 Kristalliner Werkstoffaufbau... 6 2.2
3. Mikrostruktur und Phasenübergänge
3. Mikrostruktur und Phasenübergänge Definition von Mikrostruktur und Gefüge Gefüge bezeichnet die Beschaffenheit der Gesamtheit jener Teilvolumina eines Werkstoffs, von denen jedes hinsichtlich seiner
1 Chemische Elemente und chemische Grundgesetze
1 Chemische Elemente und chemische Grundgesetze Die Chemie ist eine naturwissenschaftliche Disziplin. Sie befasst sich mit der Zusammensetzung, Charakterisierung und Umwandlung von Materie. Unter Materie
Die Wärmebehandlung metallischer Werkstoffe. WS 2014 Dr. Dieter Müller. Wir nehmen Perfektion persönlich.
Die Wärmebehandlung metallischer Werkstoffe WS 2014 Dr. Dieter Müller Wir nehmen Perfektion persönlich. Folie 1 Die Wärmebehandlung metallischer Werkstoffe 01.12.2014 Inhalt Block 6 4 Die Wärmebehandlung
