Abfall ein Fall für alle
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- Julius Althaus
- vor 9 Jahren
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1 Abfall ein Fall für alle Ein Leitfaden für Schulen zum Thema Abfall Wilhelm-Keil-Str Tübingen Tel / bis oder
2 Abfall ein Fall für alle Inhaltsverzeichnis Theorie Die Geschichte des Abfalls (6 Seiten) Entsorgung und Verwertung Haushaltsabfälle Entsorgungswege Bioabfall Altpapier und Kartonagen Altglas Verkaufsverpackungen (Duales System) (1 Seite) (1 Seite) (2 Seiten) (4 Seiten) (2 Seiten) (2 Seiten) Praxis Unterrichtseinheiten mit Arbeitsblättern Gedicht: Alles Müll?! Vorlagenblatt zur Planung einer Unterrichtseinheit (1 Seite) (1 Seite) Unterrichtseinheit zur Abfallvermeidung - Das abfallarme Frühstück (2 Seiten) Arbeitsblätter zur Abfallvermeidung (3 Seiten) Unterrichtseinheiten zur Abfalltrennung - Wir sortieren Abfälle (1 Seite) - Wir erstellen eine Collage (1 Seite) Arbeitsblätter zur Abfalltrennung (4 Seiten) Unterrichtseinheiten zur Abfallverwertung Bioabfälle / Kompostierung - Die Natur kennt keinen Abfall (2 Seiten) Anlage 1: Naturkreislauf-Puzzle (1 Seite) Anlage 2: Der Regenwurm (2 Seiten) Anlage 3: Regenwurmschaukasten (1 Seite) Arbeitsblatt Kompost (1 Seite) Seite 2
3 Abfall ein Fall für alle Inhaltsverzeichnis Altglas - Woraus entsteht Glas und wie wird Glas recycelt? (1 Seite) Anlage 1: Geschichte zum Vorlesen: Anton rettet seine Umwelt (3 Seiten) Anlage 2: Arbeitsblatt: Wie werden Glasflaschen hergestellt? (2 Seiten) Altpapier - Recyclingpapier selbst geschöpft (2 Seiten) Abfallerlebnispfad Dußlingen Die Lernstationen (1 Seite) Stationen Barfußpfad und Wurfspiel (1 Seite) Station Tastkästen (1 Seite) Station Abfallsuchfeld (2 Seiten) Station Müllfriedhof (2 Seiten) Station Abfälle sortieren (1 Seite) Stationen Vermeiden und Wiegen (1 Seite) Station Abfallverwertung (2 Seiten) Station Kompostplatz - Welche Tiere leben im Kompost - Kressetest - Herstellung von Blumenerde (2 Seiten) Seite 2
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5 Unterrichtseinheit zu Klassenstufe Unterrichtseinheit Inhalte/Ziele: Benötigte Materialien: Methodik: Seite 1
6 Unterrichtseinheit zur Abfallvermeidung Klassenstufen 1-4 Unterrichtseinheit: Das abfallarme Frühstück Inhalte/Ziele: Die Kinder sehen und begreifen, dass man Lebensmittel unterschiedlich verpackt kaufen kann. Die Kinder lernen, dass man Einfluss darauf hat, in welcher Verpackung man die Produkte einkauft. Die Kinder lernen, wie Abfälle vermieden werden können und erkennen, dass Abfallvermeidung ein sinnvoller Beitrag zum Schutze unserer Umwelt darstellt. Benötigte Materialien: Lebensmittel / unterschiedlich verpackt (s. Rückseite) grünes und rotes Tuch für Tische Methodik: Die Lebensmittel werden entweder von den Kindern von zu Hause mitgebracht oder gemeinsam im Supermarkt und auf dem Markt eingekauft oder von den Lehrkräften eingekauft. Vor dem Frühstück werden alle Lebensmittel in die Mitte des Stuhlkreises gelegt und dann gemeinsam auf zwei Tische sortiert: Auf den einen Tisch werden die verpackungsarmen Lebensmittel gestellt, auf den anderen Tisch die aufwändig verpackten Varianten. Die Kinder begründen ihre Entscheidung. Dann wird gemeinsam gefrühstückt. Nach dem gemeinsamen Frühstück wird im Stuhlkreis an Hand von ein paar Einzelbeispielen nochmals in Kürze zusammengefasst, dass bzw. wie schon beim Einkauf Abfälle vermieden werden können. Seite 1
7 Unterrichtseinheit zur Abfallvermeidung Klassenstufen 1-4 Vorschlag für eine Einkaufsliste: Brötchen oder Brot abgepackt in Plastiktüte / in mitgebrachter Stofftasche Wurst und Käse: abgepackt in Plastikverpackung / in mitgebrachter Plastikdose Marmelade: im Glas / in Portionsverpackungen oder in Kunststoffverpackung / selbst gemachte Marmelade im Glas Butter Joghurt: im Plastikbecher / im Mehrwegglas Müsli Saft / Milch: Im Tetrapak und in Einwegflaschen / in Mehrwegflaschen Gemüse/Obst: abgepackt in Plastik- bzw. Verbundverpackungen / in mitgebrachter Stofftasche oder im Korb Seite 2
8 Arbeitsblätter zur Abfallvermeidung Klassenstufen 3/4 Verpackungen Produkt Aus welchem Material besteht diese Verpackung? Diese Verpackung macht weniger Abfall, weil Diese Verpackung macht mehr Abfall, weil Joghurt im Plastikbecher Getränkekarton ( Tetrapak ) Getränkedose Obst in Plastik verpackt Mineralwasser in der Mehrwegflasche Stofftaschentuch Plastiktüte Seite 1
9 Arbeitsblätter zur Abfallvermeidung Klassenstufen 3/4 Wie man früher einkaufte Großmutter erzählt: Früher gab es nur einen Laden um die Ecke. Dort haben wir immer eingekauft. Bohnen, Linsen und andere Hülsenfrüchte gab es lose zu kaufen. Wurst und Käse wurden im Laden von großen Laiben abgeschnitten und in Pergamentpapier eingewickelt. Die Butter wurde in großen Klumpen dort angeliefert. Abgeschnitten und abgewogen wurde sie einfach in Pergamentpapier verpackt. Auch der Bohnenkaffee wurde in Papiertütchen verkauft. Im Laden war ein Gestell mit großen Schubladen. Da waren Grieß, Reis, Zucker, Mehl, Salz und Hülsenfrüchte drin. Vorn im Laden hat das Heringsfass gestanden. Die Heringe wurden erst in Pergamentpapier und dann in Zeitungspapier eingewickelt. Neben dem Fass stand auch noch der Sack mit dem Hühnerfutter. Das wurde in mitgebrachte Säcke oder Eimer abgefüllt. Gurken gab es einzeln zu kaufen, verpackt in Pergamentpapier. Für Öl musste man leere Flaschen mitbringen zum Abfüllen. Der Kaufmann hatte auch eine Katze, die hat manchmal was von der Wurst stibitzt. Er hat sie immer wieder mal von der Theke geschubst. Das gehörte einfach dazu. Dafür hatte er keine Mäuse. Manchmal, wenn wir besonders viel einzukaufen hatten, gab uns der Kaufmann ein paar Bonbons extra oder ein Stück Wurst. Das haben wir uns für den Rückweg dann genau eingeteilt. An jeder Straßenecke haben wir ein Stückchen abgebissen, so dass wir bis zu Hause was davon hatten. Einkaufen konnten wir dort alles, was man eben so gebrauchen konnte. Lebensmittel natürlich und Waschmittel, Schuhputzzeug, Knöpfe, Tabak, Schuhriemen und so weiter. Wir hatten meistens einen Einkaufszettel, auf dem stand, was Vater und Mutter alles brauchten. Die Leute kamen aus der ganzen Nachbarschaft. Alle kamen mit Körben, Flaschen, Papiertüten und kleinen Säcken, je nachdem, was sie kaufen wollten. Man kannte sich zumindest vom Sehen. Während wir warteten, wurde miteinander geplaudert. Da haben wir immer neue Nachrichten von den Nachbarsleuten gehört. Das war fast so gut wie die Zeitung heute. Seite 2
10 Arbeitsblätter zur Abfallvermeidung Klassenstufen 3/4 Wie waren die Lebensmittel früher verpackt? Wie sind die Lebensmittel heute verpackt? Früher Heute Milch Wurst Käse Butter Kaffee Gurken Öl Seite 3
11 Unterrichtseinheiten zur Abfalltrennung Klassenstufen 1-4 Unterrichtseinheit 1: Wir sortieren Abfälle (ca. 45 Minuten) Inhalte/Ziele: Die Kinder lernen die unterschiedlichen Abfallarten kennen. Sie lernen, dass den Abfallarten bestimmte Farben zugeordnet werden können (wichtig!). Sie verstehen, dass es ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz ist, Abfälle zu trennen. Benötigte Materialien: Willi, der Müllmann (eine Handpuppe) für die Klassenstufen 1-3, Klassenstufe 4 eventuell Graue Restmülltonne, gefüllt mit Abfällen Evtl. Spielzeug-Müllauto, graues und grünes Tuch (Deponie und Erde) Körbchen zum Sortieren der Abfälle, farbige Schilder zur Kennzeichnung der Abfallarten Methodik: Willi, der Müllmann, wird vorgestellt Er trägt das Gedicht Alles Müll? vor (unter Zuhilfenahme der obengenannten Utensilien): Die vielen Leute in Sauberstadt, die warfen Tag für Tag, und das mit größter Wonne, viel Müll in ihre großen schwarzen Tonnen. Ein Wagen, der kam in jeder Woche und brachte den Müll zu einem Erdenloche. Dort wurde er gestapelt, auch wenn es stürmte, bis dass der Mist zum Berg sich türmte. So ging es Jahr um Jahr in Sauberstadt, die Erde, die hatte es gründlich satt. Dosen, Plastik, ach wie schaurig, kein Wunder, dass sie wurd` ganz traurig. Sie schüttelte sich, sie rüttelte sich, es machte Rums, es machte Krach, bis dass der ganze Müll den Sauberstädtern flog aufs Dach. (Aus Stutzen, Staunen, Stöbern / Ökotopia-Verlag) Nun liegt der Abfallhaufen auf dem Boden und wird gemeinsam mit den Kindern in Körbchen sortiert. Die Körbchen werden mit farbigen Schildern gekennzeichnet. (Altpapier: blau, Bioabfälle: grün, Gelber Sack: gelb, Altglas: orange, Schadstoffe: rot, Restmüll: grau) Mit den Kindern wird besprochen, warum die Abfälle getrennt gesammelt werden (Recycling). Die in der Einrichtung verwendeten Abfallbehälter mit einbeziehen. Seite 1
12 Unterrichtseinheiten zur Abfalltrennung Klassenstufen 1-4 Unterrichtseinheit 2: Wir erstellen eine Collage Inhalte/Ziele: Vertiefung der Unterrichtseinheit 1 Benötigte Materialien: Abfälle DINA3-Tonpapier in den Farben blau, grün, gelb, orange, grau Klebstoff, Scheren Methodik: Die Kinder erhalten den Auftrag, 2-3 Abfallteile von zu Hause mitzubringen. Die mitgebrachten Abfälle werden von den Kindern in den Kreis gelegt und gemeinsam sortiert. Die Abfallteile hierbei auf die vorbereiteten DIN A3-Tonpapiere in den entsprechenden Farben legen: Altpapier: blau Bioabfälle: grün Gelber Sack: gelb Altglas: orange Schadstoffe: rot Restmüll: grau Die Kinder werden in 6 Gruppen eingeteilt Jede Gruppe bekommt eine Abfallart zugeteilt. Die Abfallteile werden gemeinsam auf die Kartons geklebt. Dann werden die Collagen aufgehängt. Seite 2
13 Arbeitsblatt zur Abfalltrennung Klassenstufen 3/4 Alles Müll? Wie werden unsere Abfälle getrennt? Nenne zu jeder Abfallart einige Beispiele! Diese Dinge gehören auf den Kompost oder in die Biotonne: Diese Dinge gehören zum Altpapier: Diese Dinge gehören in den Gelben Sack: Seite 1
14 Arbeitsblatt zur Abfalltrennung Klassenstufen 3/4 Diese Dinge gehören in den Altglascontainer: Diese Dinge gehören zur Problemstoffsammelstelle: Diese Dinge gehören in den Restmüll: Seite 2
15 Arbeitsblatt zur Abfalltrennung Klassenstufen 1-4 Aufgaben: 1.) Kennzeichne die Felder der Abfallarten in der Mülltonne in den dazugehörigen Farben: Bioabfälle: Papier/Pappe: Gelber Sack: Altglas: Problemstoffe: Restmüll: grün blau gelb orange rot grau 2.) Schneide zu den Abfallarten je 2 Abfallteile aus und klebe sie in die Tonne! Seite 1
16 Arbeitsblatt zur Abfalltrennung Klassenstufen 1-4 Alles Müll? Seite 2
17 Unterrichtseinheit zur Abfallverwertung Bioabfall / Kompostierung Klassenstufen 1-4 Unterrichtseinheit: Die Natur kennt keinen Abfall (ca. 90 Minuten) Inhalte/Ziele: Die Kinder lernen, welche Abfälle Bioabfälle sind. Sie verstehen, dass Bioabfälle wertvolle Stoffe für den Kompost sind. Die SchülerInnen lernen den Nährstoffkreislauf kennen. Sie lernen die wichtigsten Bodenlebewesen kennen. Die Kinder beschäftigen sich intensiv mit dem Regenwurm, dem wichtigsten Tier im Kompost. Benötigte Materialien: verschiedene kompostierbare und nicht kompostierbare Abfälle Naturkreislauf-Puzzle (siehe Anlage 1) (Groß-)aufnahmen / Bilder von den am häufigsten vorkommenden Komposttieren (z.b. Asseln, Tausendfüßler, Springschwänze, Kompostwürmer) lebende Kompostwürmer Methodik: 1. Abfälle trennen (10 Minuten) Die SchülerInnen sortieren verschiedene Materialien in kompostierbare und nicht kompostierbare Materialien. Sie versuchen ihre Entscheidung zu begründen. 2. Puzzle zum Naturkreislauf (15 Minuten) Um den Naturkreislauf anschaulich zu machen, wird ein Puzzle eingesetzt. Die Kinder werden in 4-5 Gruppen eingeteilt. Sie erhalten die Puzzleteile und versuchen, diese in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Die Gruppen hängen die Puzzles an die Tafel und begründen die gewählte Reihenfolge. Die Ergebnisse werden mit den anderen Gruppen verglichen und besprochen. 3. Bodentiere kennen lernen (5 Minuten) Es wird mit den SchülerInnen besprochen, welche Tiere im Kompost leben. Die wichtigsten genannten Tiere werden, wenn vorhanden, als Großaufnahmen an die Tafel gehängt. Seite 1
18 Unterrichtseinheit zur Abfallverwertung Bioabfall / Kompostierung Klassenstufen Der Regenwurm (20 Minuten) Die Gruppen (siehe oben) erhalten einen Regenwurm und erarbeiten zusammen ein Arbeitsblatt (siehe Anlage 2) Die Ergebnisse werden gemeinsam besprochen. 5. Videofilm Wohin mit all dem Müll? (30 Minuten) Der Film ist bei dem Kreismedienzentrum erhältlich. 6. Vertiefung der Unterrichtseinheit Die Natur kennt keinen Abfall Befüllung eines Regenwurmschaukastens Die Kinder befüllen gemeinsam mit dem/der Lehrer/Lehrerin einen Regenwurm-Schaukasten, um die Leistungen der Würmer noch genauer beobachten zu können. Anleitung für die die Anlage und Pflege eines Regenwurm-Schaukastens: siehe Anlage 3 Der Schaukasten kann von der Abfallberatung kostenlos entliehen werden. Seite 2
19 Naturkreislauf-Puzzle Anlage 1 zu Bioabfall / Kompostierung Klassenstufen 1-4 Aufgabe: Naturkreislauf Schneide die Puzzleteile aus. Naturkreislauf-Puzzle Seite 1
20 Naturkreislauf-Puzzle Anlage 1 zu Bioabfall / Kompostierung Klassenstufen 1-4 Aufgabe: Naturkreislauf Klebe die Puzzleteile in der richtigen Reihenfolge auf. Naturkreislauf-Puzzle Seite 2
21 Arbeitsblatt Der Regenwurm Anlage 2 zu Bioabfall / Kompostierung Klassenstufen 3/4 Der Regenwurm Beobachtet Euren Regenwurm und nehmt ihn zur genauen Betrachtung kurz auf die Hand. Beschreibt, wie der der Regenwurm aussieht: Wie fühlt sich der Regenwurm an? Wie bewegt sich der Regenwurm vorwärts? Wo ist beim Regenwurm vorne und wo ist hinten? Seite 1
22 Arbeitsblatt Der Regenwurm Anlage 2 zu Bioabfall / Kompostierung Klassenstufen 3/4 Malt ein Bild von Eurem Regenwurm! Regenwürmer sind sehr lang und bestehen aus vielen Ringen. An einem Ende ist der runde Mund, am anderen Ende ist der etwas platte Schwanz. An den Seiten und am Bauch der Regenwürmer spürt man Härchen, die sie zum Teil einziehen können die Borsten. Damit bewegen sich die Würmer fort und halten sich in den Erdgängen fest. Außerdem verteilen Sie eine Art Schleim auf ihrem Körper, damit sie sich in der Erde besser fortbewegen können. Da sie ihr Leben unter der Erde verbringen, haben sie keine Augen und keine Ohren. Sie nehmen täglich etwa die Hälfte ihres Körpergewichts an Nahrung zu sich. Am liebsten essen sie Kaffeefilter und Brennnesseln. Seite 2
23 Regenwurmschaukasten Anlage 3 zu Bioabfall / Kompostierung Klassenstufen 1-4 Anlage und Pflege eines Regenwurmschaukastens Materialien: Regenwürmer 1 kleiner Eimer dunkle Gartenerde 1 kleiner Eimer heller Sand Unverrottete Materialien (z.b. Blätter, Kaffeefilter, Apfelbutzen) Handschaufel Dunkles Tuch Wassersprühflasche Vorgehensweise: Die Kinder füllen abwechselnd den Sand und die Erde in den Regenwurmschaukasten. Die Schichtenhöhe sollte jeweils etwa 5 cm betragen. Nachdem die letzte Erdschicht eingefüllt ist, als Abschluss unverrottete Materialien oben drauf legen. Dann kann man die Regenwürmer einsetzen. Nun können die Kinder beobachten, wie sich die Regenwürmer in Wurmeseile in den Boden eingraben. Dazu können Lieder gesungen, Gedichte oder Geschichten gelesen werden. Jeden Tag, nachdem die Kinder die Veränderungen im Schaukasten beobachtet haben, diesen wieder mit dem dunklen Tuch abdecken. Außerdem sollte die oberste Schicht täglich mit Wasser aus einer Sprühflasche besprüht werden. Stellen Sie den Regenwurmkasten an einem kühlen Ort auf niemals auf die Heizung oder vor das Fenster in die Sonne! Auch draußen im Boden hat es der Regenwurm immer kühl! Nach einigen Wochen sollten die Regenwürmer wieder in die Freiheit entlassen werden. Viel Spaß!!! Seite 1
24 Arbeitsblatt Kompost Klassenstufe 4 Lückentext Kompost 1. Die Kompostierung ist ein Vorgang. 2. Ein Komposthaufen benötigt einen und Platz. 3. Der Komposthaufen sollte auf gewachsenem aufgeschichtet werden. Wegen der nützlichen Arbeit der Regenwürmer braucht er nämlich Erdanschluss. 4. Als unterste Schicht sollte eine ca. 20 cm dicke Schicht aus Material (zerkleinerte Zweige) verwendet werden. 5. Darüber kommen schichtweise oder vermischt alle Abfälle wie z.b. Laub, Rasenschnitt, Blumen-, Obst und Gemüsereste, Kaffee- und Teesatz oder Eierschalen. 6. Um die Verrottung zu, können normale Gartenerde, alte Komposterde oder Dünger dünn dazwischen gestreut werden. 7. Nach ca. 3 bis 4 Monaten sollte man den Komposthaufen. 8. Bei Trockenheit muss der Komposthaufen gleichmäßig gehalten werden. 9. Nach ca. 6 bis 9 Monaten ist die fertig und kann als Bodenverbesserungsmittel auf den Beeten ausgebracht werden. Lösungen: 1. natürlicher 6. beschleunigen 2. schattigen, windgeschützten 7. umsetzen 3. Boden 8. feucht 4. grobem 9. Komposterde 5. organischen Seite 1
25 Unterrichtseinheit zur Abfallverwertung Altglas Klassenstufen 3/4 Unterrichtseinheit: Woraus entsteht Glas und wie wird Glas recycelt? Inhalte/Ziele: Die Kinder lernen Altglas als Abfallart und als Wertstoff kennen. Die SchülerInnen lernen verschiedene Glasarten (Flachglas /Hohlglas) kennen. Sie lernen die Rohstoffe für die Glasherstellung kennen. Die Kinder lernen den Recyclingkreislauf des Altglases kennen. Benötigte Materialien: Verschiedene Hohlgläser in den Farben grün, weiß und braun und zerbrechliche Materialien, die kein Hohlglas sind (z. B: Spiegelglas, Fensterglas, Keramiktasse, Wandfliese u.ä.) Methodik: Vorlesen der Geschichte Anton rettet seine Umwelt (siehe Anlage 1) Anschließend werden die verschiedene Gläser und sonstigen Abfallteile auf den Tisch gestellt. Mit den Kindern wird besprochen, was Hohlglas ist und wie es entsorgt wird (Container, nach Farben getrennt). Um die die Notwendigkeit der Farbentrennung zu unterstreichen, kann man die Kinder weißen und grünen oder weißen und braunen Knet vermischen lassen. Der Grund rohstoff für die Glasherstellung (Quarzsand) wird genannt und gezeigt. Der Sand wird im Kreis herum gegeben. Die Kinder dürfen den Rohstoff fühlen. Die anderen Rohstoffe (Kalk, Dolomit, Soda) können am Rande erwähnt und gezeigt werden. Diese Stoffe werden, je nachdem, welches Glas hergestellt wird, in unterschiedlichen Mengen dem Sand beigegeben ( Wie bei einem Kuchenrezept ). Anschließend werden die Glasherstellung und das Glasrecycling besprochen (Ali Migutsch: Vom Sand zum Glas / in der Infokiste Abfall der Abfallberatung enthalten). Der Film Glasklar von Peter Lustig wird gezeigt (auszuleihen beim Kreismedienzentrum). Nachbereitung: Arbeitsblatt Wie werden Glasflaschen hergestellt? (Anlage 2) Seite 1
26 Geschichte zum Vorlesen: Anton rettet seine Umwelt Anlage 1 zu Altglas Klassenstufen 3/4 Anton rettet seine Umwelt Es war einmal vor unserer Zeit, als sich in einem kleinen Ort eine große Geschichte ereignete. Von dieser Geschichte möchte ich Euch heute erzählen, damit unserer Umwelt in Ordnung bleibt. Vor diesem kleinen Dorf, von dem ich hier schreibe, war ein großer Platz, auf dem ein riesiger Abfallberg stand. Der Berg wurde immer riesiger, weil jeder aus dem kleinen Dorf seinen Abfall dorthin brachte. Gemüseabfälle, Papier, Flaschen, Milchtüten und vieles andere mehr kamen zusammen. Der Abfallberg wuchs nicht nur, er begann auch übel zu riechen. Alles, was früher einmal grün in seiner Umgebung war, wurde zu einer trockenen, stinkenden Ebene. Nun begab es sich, dass auch der kleine Anton den Abfall seiner Familie dorthin bringen sollte. Schon von weitem konnte er den Gestank riechen. Am Abfallberg angekommen, wollte er gerade seinen Abfallkarren ausschütten, als er ein Gemurmel vernahm Anton suchte nach den Menschen, die dieses Gemurmel von sich gaben, doch ringsherum war nur kalte Erde. Er lauschte noch einmal genauer, bis er plötzlich das alte Sofa, das vor ihm stand, zittern sah. Ist da wer? fragte Anton mit lauter Stimme. Das Sofa antwortete: Jawohl, hier ist wer, und wenn jetzt auch noch du deinen Abfall hier ablieferst, wirst du dein blaues Wunder erleben. Aber jeder aus dem Dorf bringt seinen Abfall hierher, warum sollte ich das nicht dürfen? Weil wir es nicht länger dulden, alle auf einen Haufen geworfen zu werden antwortete eine andere Stimme aus dem Berg. Es war die Safttüte, die gleich vorne neben dem Sofa lag. Ihr Menschen habt leider vergessen, dass Abfall nicht gleich Abfall ist. Tüten, Flaschen, Möbelstücke, das sind doch jeweils unterschiedliche Abfallarten. Sie dürfen nicht einfach zusammengewürfelt werden. Wir alle können etwas für unsere Umwelt tun, wenn ihr uns nur dabei helfen würdet, fuhr die Safttüte fort. Seite 1
27 Geschichte zum Vorlesen: Anton rettet seine Umwelt Anlage 1 zu Altglas Klassenstufen 3/4 Anton war überrascht, so etwas gerade von einer Safttüte zu hören und fragte: Wie soll das denn deiner Meinung nach funktionieren? Schon mal was von Abfalltrennung gehört? kam jetzt von einer Milchflasche. Das bedeutet, Flaschen gehören zu Flaschen, Papier gehört zu Papier, Kompost zu Kompost und so weiter. Das erschien Anton verständlich. Doch was würde das bringen, fragte er sich und das Sofa. Ganz einfach, zum Beispiel würden die Kompostabfälle wieder zu Erde werden und Blumen können darauf wachsen. Papier könnte wieder zu neuem Papier verarbeitet werden. Aus alten Glasflaschen könnten wieder neue Glasflaschen hergestellt werden. Fast der ganze Abfall könnte also nochmals verwendet werden. Anton war begeistert, weil das hieße, es würde nicht mehr stinken. Außerdem könnte er im nächsten Jahr mit seinen Freunden wieder auf der Wiese spielen. Anton versprach dem Sofa und all den anderen, die Idee des Abfalls seinen Leuten im Dorf zu erzählen und sie über die Abfalltrennung aufzuklären. Im Dorf angekommen, stellt er sich auf den Marktplatz und läutete die Marktplatzglocke. Sie war dafür da, allen Dorfbewohnern eine Neuigkeit zu erzählen. Die Leute kamen gleich angelaufen und stellten sich vor Anton auf. Als alle da waren, erzählte Anton vom Erlebnis mit dem alten Sofa, der Safttüte und der Milchflasche. Auch wenn nicht jeder ihm glaubte, wie es ja fast immer ist, so fanden sie die Idee mit der Abfalltrennung gut. Jeder hatte eine Idee, wie man das machen könnte: Von kleinen Tonnen, in die die Bioabfälle geschüttet werden konnten, über Container für Flaschen bis hin zu gelben Säcken, in denen Verpackungen gesammelt werden würden, war die Rede. Für den Abfall, der übrig bleiben würde, waren ebenfalls Tonnen gedacht. Alle waren von ihren Ideen begeistert, und jeder macht sich gleich daran, seine Idee zu verwirklichen. Einige Tage später war es dann soweit. Die Dorfbewohner zogen Richtung Abfallberg los, um ihre Erfindungen vorzustellen. Jeder Einzelne trat vor das Sofa, um seine Lösungen zu zeigen und zu erklären. Seite 2
28 Geschichte zum Vorlesen: Anton rettet seine Umwelt Anlage 1 zu Altglas Klassenstufen 3/4 Die Safttüte, die Milchflasche und das Sofa wählten die besten Ideen aus. Außerdem ernannten sie den kleinen Anton zum ersten Müllwagenfahrer des Dorfes. Einige Monate später war von dem ehemals großen Abfallberg nichts mehr zu sehen. Alle Dorfbewohner hatten den Berg abgetragen und sortiert. Von nun an hielten sie sich daran, ihre Abfälle getrennt zu sammeln. Der kleine Anton freute sich schon auf den nächsten Sommer. Dann würde er endlich wieder mit seinen Freunden auf der duftenden Wiese spielen können. Seite 3
29 Arbeitsblatt Wie werden Glasflaschen hergestellt? Anlage 2 zu Altglas Klassenstufen 3/4
30 Arbeitsblatt Wie werden Glasflaschen hergestellt? Anlage 2 zu Altglas Klassenstufen 3/4 Die Flaschen werden gefüllt, in Geschäfte gebracht und dort verkauft. Der Sand wird mit anderen Stoffen gemischt und in einen Schmelzofen geschüttet. Das flüssige Glas wird in eine Form gegossen und abgekühlt. So entstehen Flaschen. Leere Flaschen können wieder eingeschmolzen werden. Sie werden wieder zu Flaschen. Im Schmelzofen wird die Sandmischung stark erhitzt. Sie schmilzt und wird weich wie Honig. So entsteht flüssiges Glas. Sand wird auf einen Lastwagen gehoben und zur Glasfabrik gebracht. Seite 2
31 Unterrichtseinheit zur Abfallverwertung Altpapier Klassenstufen 1-4 Recyclingpapier selbst geschöpft Material: Tageszeitungspapier als Grundstoff, Tageszeitungspapier als saugfähige Arbeitsplatzunterlage, Mixer oder Handrührgerät, Messbecher, viereckige Plastikwanne, Wasser, Rührlöffel, Schöpfrahmen, Schwamm, glatte Haushaltsspültücher oder Fensterwischtücher, Bügeleisen Papierbrei herstellen: 1. Reiße eine Doppelseite Tageszeitungspapier in kleine Schnipsel (ca. Daumennagel groß). 2. Weiche das Papier in einem ¾ Liter Wasser ein, wenn möglich einige Stunden oder über Nacht. 3. Mixe das Wasser,- Papiergemisch in einem Mixer oder mit einem Handrührgerät, bis sich die Papierfasern voneinander gelöst haben. Eventuell in mehreren, kleinen Portionen mixen. 4. Gib nun den Papierbrei in eine Kunststoffwanne mit ca. 5 Liter Wasser und rühre das Gemisch gut um. Seite 1
32 Unterrichtseinheit zur Abfallverwertung Altpapier Klassenstufen 1-4 Papier schöpfen: 5. Schöpfe nun mit dem Schöpfsieb das Papier, indem Du es über die breite Seite schräg in die Wasser-Faser-Mischung eintauchst. Unter Wasser drehst Du das Sieb parallel zum Wannenboden und hebst das Sieb langsam waagrecht heraus. 6. Nun trocknest Du mit einem Schwamm an der Siebunterseite das Wasser ab und nimmst anschließend den Formrahmen ab. 7. Jetzt setzt Du das Sieb mit der Längskante auf das Haushaltstuch und stürzt es mit der Faserschicht nach unten auf das Tuch. Anschließend tupfst Du mit dem Schwamm die Oberfläche nochmals ab, um das Wasser nochmals abzuziehen. 8. Nun löst Du das Sieb vom Papier. 9. Abschließend löst Du das Papier vorsichtig von dem Haushaltstuch und bügelst es trocken. Seite 2
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