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- Arthur Vogt
- vor 9 Jahren
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Transkript
1 BOS Digitalfunk 1.1 Einführung BOS - Digitalfunk Amt für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst Christopher Martin (Projektleiter Digitalfunk)
2 Inhalt - Warum Digitalfunk? - Was ist TETRA - Digitalfunk? - Merkmale und Vorteile von TETRA - Funktionsweise Digitalfunk - digitale Endgeräte - Betriebsarten (TMO / DMO) - Quellennachweis
3 Warum Digitalfunk? - Leistungs- und Funktionalitätsgrenze des Analogfunks erreicht (60 Jahre Analogfunk in Deutschland) - Hersteller konzentrieren sich in Entwicklungsarbeit auf digitale Funktechnik - Sicherheitsstandard des Analogfunks nicht ausreichend - Analogfunk wird den heutigen Anforderungen der Anwender nicht mehr gerecht
4 Was ist Digitalfunk? = Oberbegriff für ein digitales Sprach- und Datenfunksystem aller BOS in Deutschland = basiert auf TETRA TETRA (terrestrial trunked radio) Standard - beschreibt ein digitales Funksystem - Entwicklung Mitte der 90er Jahre Antwort auf das Mobilfunknetz GSM - BOS nutzen diesen Standard für Einführung eines eigenen Funksystems - Funksystem hat verschiedene Merkmale Anderes Systeme: TETRA POL
5 Merkmale und Vorteile von TETRA - ein gemeinsames Netz für alle BOS (Bündelfunk) - Abhörsicherheit - optimierte Funkversorgung - Gruppenkommunikation - Einzelkommunikation - Notruf - Telefonie - SDS - FMS
6 Ein gemeinsames Netz für alle BOS - Sprach- und Datenkommunikation erfolgt in einem bundesweit einheitlichen und flächendeckenden Netz - Digitalfunknetz wird von allen BOS gemeinsam genutzt (Bündelfunk) Digitalfunk
7 Ein gemeinsames Netz für alle BOS Analogfunk Digitalfunk Bündelfunk
8 Ein gemeinsames Netz für alle BOS - grundsätzlich funkt jede BOS in ihrer eigenen Gruppe - je nach Einsatzszenario können am Einsatz beteiligte Organisationen zusammengeschaltet werden dynamische Gruppenbildung Zusammenschaltung von Gruppen
9 Funktionsweise Digitalfunk - Basisstation - bundesweites Netz, zusammengesetzt aus einzelnen Funkzellen (Basisstation) - eine Basisstation hat eine Reichweite von ca. km - für eine gute Funkabdeckung sind allein in Sachsen über 250 Basisstationen notwendig
10 Funktionsweise Digitalfunk - Basisstation - Basisstation empfängt und sendet das Funksignal aus - dient als Relaisstation - durch das Drücken der Sprechtaste wird dem sendenden Endgerät ein exklusiver Kommunikationsbereich zugewiesen Ergebnis: Endgerät stellt eine Verbindung zu einer geeigneten Basisstation her
11 Funktionsweise Digitalfunk Basisstation Technische Funktionsweise in der Basisstation: - TETRA-Digitalfunk arbeitet mit einem Zeitschlitzverfahren - jeder Basisstationen stehen zwei Trägerfrequenzen mit insg. 8 Zeitschlitzen zur Verfügung - der erste Zeitschlitz der ersten Trägerfrequenz wird als Organisationskanal genutzt - einzelne Zeitschlitze werden den einzelnen BOS nach Bedarf automatisch zugeordnet
12 Funktionsweise Digitalfunk Vermittlungsstelle
13 Funktionsweise Digitalfunk Vermittlungsstelle - durch die Vermittlungsstellen sind die Reichweiten der Funkgespräche nicht mehr begrenzt In ganz Deutschland kann Kontakt zur Heimatleitstelle aufgenommen werden
14 Funktionsweise Digitalfunk - Verschlüsselung - gesamter Weg zwischen den Endgeräten ist verschlüsselt (Luftschnittstelle und Kabelstrecke) = Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
15 digitale Endgeräte - im Digitalfunk werden Handsprechfunkgeräte und Fahrzeugfunkgeräte verwendet, die alle im gleichen Netz arbeiten - Handsprechfunkgeräte: HRT (Hand Radio Terminal) - Fahrzeugfunkgeräte: MRT (Mobile Radio Terminal) (weitere Infos: siehe Schulungsmodul 3+4)
16 Betriebsarten - TMO TMO = Trunked-Mode-Operation = Netzmodus - um Zugang zum digitalen Funknetz zu haben, muss am Digitalfunkgerät die Betriebsart Netz, also TMO eingestellt werden - Nur im Netzbetrieb können alle Leistungsmerkmale des Digitalfunks genutzt werden (SDS, FMS etc.). - Netzmodus ist sowohl an Fahrzeugfunkgeräte, als auch an Handsprechfunkgeräten einstellbar. Somit kann auch über ein HRT der Kontakt zur Leitstelle hergestellt werden Die erläuterte Funktionsweise des Digitalfunks ist auf den Netzmodus zu beziehen
17 Betriebsarten - TMO - Die Kommunikation im TMO findet innerhalb von Rufgruppen im Netz statt (Kanäle). - Die zu besprechende Gruppe muss von Hand eingestellt werden. - In der Regel sind die Rufgruppen voreingestellt und müssen nur aus taktischen Gegebenheiten umgestellt werden (siehe Modul 2). - jedes Gerät hat eine eigene Kennung und ist somit im Netz registriert hierdurch wird im TMO sowohl die Ortung der Geräte, als auch die Deaktivierung verloren gegangener oder gestohlener Geräte möglich - Es gibt regional begrenzte, landesweite und bundesweite Gruppen
18 Betriebsarten - DMO DMO = Direktmodus (Direct-Mode-Operation) - die Kommunikation im DMO findet vom Netz unabhängig und innerhalb von Gruppen statt - der Betriebsmodus DMO kann ebenfalls mit jedem Endgerät geschaltet werden - Rufgruppen müssen ebenfalls per Hand eingestellt werden - die DMO- Rufgruppen sind fest mit einer Funkfrequenz verknüpft - Reichweite: ca. 3 km
19 Betriebsarten - DMO
20 Betriebsarten DMO - Repeater Die Reichweite des Funkgerätes im DMO ist begrenzt und hängt von verschiedenen Faktoren ab: - topografische Gegebenheiten - Bebauung - Bewuchs - Dämpfung durch Wände Zur Erhöhung der Reichweite kann im DMO eine Relaistelle geschalten werden = Repeater Der Repeater sendet die vom ihm empfangenen Signale unverzüglich wieder aus.
21 Betriebsarten DMO - Repeater - das Funkgerät im Repeatermodus überbrückt die Lücke zwischen den sich nicht erreichenden Funkgeräten - Verfügbarkeit: alle MRT, besonders gekennzeichnete HRT - Das Funkgerät im Repeatermodus kann im normalen Sprechfunkverkehr eingesetzt werden
22 Betriebsarten DMO - Repeater
23 Betriebsarten DMO - Repeater!ACHTUNG! Mehrere Repeater stören sich gegenseitig, die Gruppe kann ggf. nicht mehr genutzt werden.
24 Betriebsarten DMO - Gateway - Bei Einsätzen außerhalb der Reichweites des Netzes, können sich Geräte, die sich im Direktbetrieb befinden, mit dem Netz verbinden. Dazu muss ein Gateway geschaltet werden. - Verfügbarkeit: MRT s in den Fahrzeugen - Achtung: Das Funkgerät ist für den Zeitraum der Schaltung als Gateway nicht im normalen Sprechfunkverkehr einsetzbar.
25 Vergleich TMO / DMO
26 Betriebsarten TMO / DMO - beim Betätigen der Sprechtaste werden Daten mit anderen Funkgeräten ausgetauscht nach Drücken des Funkgerätes muss der Funkteilnehmer einen Moment warten, bevor das Gespräch beginnen kann ein kurzer Signalton weist daraufhin die Verzögerungszeit ist im DMO kürzer, als im TMO
27 Quellennachweise - Schulungsunterlagen des Schulungs- und Referenzzentrums des Polizeiverwaltungsamtes der Polizei Sachsen in Dommitzsch - Schulungsunterlagen der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Sachsen - Schulungsunterlagen des Landkreises Sächsische Schweiz- Osterzgebirge - Gesetzestexte und Richtlinien des Freistaates Sachsen - Bilder stammen, soweit nicht anders verzeichnet aus den o.g. Schulungsunterlagen, sowie den Herstellerunterlagen, ansonsten nach Angabe
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