Rote Liste der Bockkäfer (Insecta: Coleoptera: Cerambycidae) Thüringens

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1 Rote Liste der Bockkäfer (Insecta: Coleoptera: Cerambycidae) Thüringens Rotköpfiger Linienbock, Oberea erythrocephala. Die phytophage Art lebt auf Trocken- und Halbtrockenrasen, die Larve entwickelt sich in den Wurzeln und Stängeln von Zypressen- Wolfsmilch seine letzten Vorkommen sind vom Aussterben bedroht (Aufn. M. Hoskovec) 241

2 Rote Liste der Bockkäfer (Insecta: Coleoptera: Cerambycidae) Thüringens 3. Fassung, Stand: 9/2011 Andreas Weigel Einleitung Aus der Familie Bockkäfer (Cerambycidae) sind in Deutschland 186 Arten bekannt, davon haben acht Arten keine aktuellen Vorkommen mehr (Horion 1974, Bense 1995, Köhler & Klausnitzer 1998, Köhler 2000). Die Grundlage für die Rote Liste stellt die Checkliste (Weigel 1999) und deren Aktualisierung dar. Die in der Roten Liste verwendete Nomenklatur folgt dem Katalog der paläarktischen Bockkäfer (Löbl & Smetana 2010). Aus Thüringen waren zum Zeitpunkt der Bearbeitung der letzten Roten Liste (Weigel 2001) 143 Bockkäferarten bekannt. Dass selbst bei einer gut untersuchten und kenntlichen Käferfamilie, wie den Bockkäfern noch Überraschungen möglich sind, zeigen vier Neunachweise aus den letzten Jahren. Dabei handelt es sich um echte Neunachweise von Leioderes kollari (2003: Kleinberndten) und Saperda punctata (2008: Jena, Erfurt). Necydalis ulmi wurde im historischen Sammlungsmaterial entdeckt (ca. 1900, Schwarzatal bei Schwarzburg) und Hertzel (1993) erwähnt Nachweise aus dem 19. Jahrhundert aus Nordwest-Thüringen. Bei den bis- Eichentrockenwald am Steilhang im NSG Steinicht bei Cossengrün als Lebensraum gefährdeter, wärmeliebender Bockkäferarten wie Chlorophorus herbstii und Xylotrechus antilope, Mai (Aufn. A. Weigel) 242

3 her als Leiopus nebulosus bezeichneten Tieren handelt es sich nach Wallin et al. (2009) um zwei Arten, die beide in Thüringen vorkommen. Die bisher übersehene Art wurde Leiopus linnei genannt. Der weitaus größte Teil der Arten (91,8 %) besiedelt unterschiedlichste Holz- und Totholzhabitate. Nur ein kleiner Teil (8,2 %) entwickelt sich, meist oligophag, in krautigen Pflanzen (u. a. Boraginaceen, Euphorbiaceen, Asteraceen). Zu den Besonderheiten unter den Bockkäfern zählen im Boden an Pilzhyphen lebende (Pseudovadonia livida) und wurzelfressende (Dorcadion fuliginator) Larven. Die Imagines vieler Bockkäferarten sind Blütenbesucher und benötigen in unmittelbarer Umgebung ihrer Entwicklungsstätten ein ausreichendes Angebot an Blütenpflanzen. Der Vielpunktierte Pappelbock, Saperda punctata, wurde im Jahr 2008 erstmals für Thüringen nachgewiesen, Saaleaue Jena, (Aufn. F. Julich) Die Familie Bockkäfer gehört in Thüringen zusammen mit den Laufkäfern zu den am besten untersuchten Käferfamilien. Der Datenbestand in der Zentraldatenbank für Käfer Thüringens (am Naturkundemuseum Erfurt) beläuft sich derzeit auf fast Einzelnachweise aus einem Zeitraum von 1801 bis 2011, wobei von 84 % der TK-25-Quadranten Angaben vorliegen. Von den insgesamt 147 für Thüringen genannten Bockkäferarten sind 144 heimisch. Von drei Arten existieren keine Freilandvorkommen, es handelt sich um importierte (Nathrius brevipennis, Monochamus sutor) oder synanthrope (Gracilia minuta) Vorkommen, die in der Roten Liste keine Beachtung finden. Von den heimischen Arten sind 126 Arten aktuell belegt, 21 Arten sind verschollen oder mit großer Wahrscheinlichkeit ausgestorben. Fast alle Arten der Kategorie 0 sind bereits seit mindestens 100 Jahren in Thüringen nicht mehr nachgewiesen und somit als ausgestorben einzustufen. Die historischen Angaben sind bei einigen Arten zum Teil kritisch zu bewerten, da mitunter Belege fehlen, deren Vorkommen werden aufgrund der Kenntnis ihrer Biologie und der sicher bekannten Verbreitung angezweifelt. Bei den 21 in der Kategorie 0 geführten Arten wird aber davon ausgegangen, Der Dornhörnige Scheibenbock, Ropalopus varini, ist im gesamten Verbreitungsgebiet sehr selten, in Thüringen existiert lediglich ein Vorkommen im Kyffhäusergebiet. (Aufn. M. Hoskovec) dass historisch Vorkommen in Thüringen existiert haben (z. B. Rapp 1919, Horion 1974, Conrad 1976, Bringmann 1989). Das Vorkommen des Alpenbockes (Rosalia alpina) wurde aufgrund fehlender Belege immer angezweifelt. Es ist allerdings davon auszugehen, dass zumindest temporäre Ansiedlungen im 19. Jahrhundert existiert haben (vgl. Rapp 1919). Der Große Eichenbock (Cerambyx cerdo) muss für Thüringen als ausgestorben eingestuft werden. Der letzte Nachweis stammt von 1981 bei Jena-Isserstedt, nachdem Conrad (1976) keine Funde mehr seit 1938 kannte. Neumann (1985) erwähnt das letzte Vorkommen in Thüringen, weist aber bereits auf eine eventuelle Verschleppung hin. Da das Gebiet um Jena-Isserstedt relativ gut bekannt ist und hier keine Heldbockeichen 243

4 Der Zierliche Widderbock, Xylotrechus antilope, ein Bewohner naturnaher Laub- und Laubmischwälder profitiert von der allgemeinen Erwärmung und ist aktuell nur noch als gefährdet einzustufen. (Aufn. M. Hoskovec) Der kurzfristige Bestandstrend ist für deutlich weniger Arten negativ, was auch daran liegt, dass wichtige Holzkäfer-Lebensräume heute in Schutzgebieten liegen. Für einige Arten führt der Erkenntnisgewinn (z. B. durch gezielte Untersuchungen mit Anwendung von Fallen in Baumkronen) dazu, dass bei der letzten Bearbeitung (Weigel 2001) angenommene Bestandstrends korrigiert werden konnten und auch die Häufigkeit neu zu bewerten war. Globale klimatische Veränderungen haben sich vermutlich schon auf die Bestandssituation einiger wärmeliebender Arten ausgewirkt. So sind beispielsweise Xylotrechus antilope, Grammoptera abdominalis und Anisarthron barbipes aktuell nur noch gering oder überhaupt nicht mehr gefährdet. Der Anteil gefährdeter unter den im Holz lebenden Arten liegt mit 57,7 % (75 Arten) schon relativ hoch. Bei den phytophagen Bockkäfern, deren Larven sich im Stängel- und Wurzelbereich krautiger Pflanzen oder Gräser entwickeln, ist dieser mit 70 % (7 Arten) noch höher. Der Achtpunktierte Pappelbock, Saperda octopunctat, ist in Thüringen vom Aussterben bedroht derzeit existiert noch ein Vorkommen an der Oberen Saale. (Aufn. M. Hoskovec) vorhanden sind, ist davon auszugehen, dass es sich bei dem Nachweis sehr wahrscheinlich um importierte Exemplare handelte. Obwohl in der vorliegenden Liste das Jahr 1953 (wegen Rapp 1953) grundsätzlich als Grenze für die Kategorie 0 gilt, wurden Callimus angulatus (letzter Nachweis: Kyffhäuser 1969) und Clytus rhamni (letzter Nachweis: Jena 1970) ebenfalls als verschollen eingestuft. Bei insgesamt 43 Arten ist der langfristige Bestandstrend stark bis sehr stark rückläufig, was mit den gravierenden Landschaftsveränderungen im 19. Jahrhundert und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zusammenhang stehen dürfte. Fünf Bockkäferarten sind in Thüringen extrem selten, mit maximal zwei aktuell bekannten Vorkommen, diese werden in die Kategorie R gruppiert. Deren Vorkommen sind vor allem auf die traditionsreichen Altholzbestände beschränkt, so beherbergt das Kyffhäusergebiet Ropalopus varini und Stenostola ferrea und im NSG Bleiberg an der Oberen Saale ist das einzige Vorkommen von Stictoleptura erythroptera lokalisiert. Leioderes kollaris ist aktuell für ganz Deutschland bisher nur aus Thüringen und Baden-Württemberg bekannt und von Agapanthia cardui existiert ein Vorkommen im Freistaat an der nördlichen Arealgrenze der Art bei Creuzburg. Die Gefährdungsursachen sind vielseitiger Natur. Ein Großteil der Bockkäfer lebt ausschließlich in gut strukturierten Altholzbeständen mit einem hohen Totholzanteil, der für viele Arten zusätzlich einer bestimmten Sonnenexposition unterliegen muss. Naturnahe und urständige Mischwälder, die Althölzer, anbrüchige und abgestorbene Bäume, Totholz unterschiedlichster Zusammensetzung und im Umfeld blü- 244

5 tenreiche Offenland- und Gebüschstrukturen enthalten, gehören zu den wichtigsten Lebensräumen der meisten Bockkäferarten. Derartige Biotope sind in unserer ausgeräumten Landschaft selten und meist nur noch reliktär und kleinflächig zu finden. Verinselungseffekte und fehlende Biotoptraditionen dürften in diesem Zusammenhang das Vorkommen zahlreicher Bockkäferarten limitieren. Als Beispiel einer reichhaltigen Landschaft mit naturnahen Laubmischwäldern, alten Streuobstbeständen, vielgestaltigen Trockengebüschen und mosaikartigen Offenlandstrukturen kann das Kyffhäusergebirge mit seinem Zechsteingürtel angesehen werden. Auf relativ kleinem Raum kommen mindestens 66 Bockkäferarten vor. Vor allem kulturhistorisch bedingt, gibt es in Thüringen nur wenige traditionsreiche Gehölzbiotope und Wälder, was sich auch unmittelbar in der relativ geringen Anzahl der noch vorkommenden Urwaldreliktarten (Weigel & Fritzlar 2007) widerspiegelt. In Thüringen gehören Flussauen zu den am stärksten devastierten Lebensräumen. Charakteristische Arten (z. B. Lamia textor, Rhamnusium bicolor) fehlen großflächig oder ihre Populationen sind stark ausgedünnt. Wichtige Bockkäfer-Lebensräume befinden sich auch in anthropogen entstandenen Biotopen, wie alten Parkanlagen, Alleen und Streu- obstwiesen. Die sogenannte Baumpflege und übertriebener Ordnungssinn führen vielfach zur Zerstörung verbliebener Habitate an Park- und Straßenbäumen (z. B. von Rhamnusium bicolor oder Saperda punctata). Alte Streuobstwiesen sollten im Naturschutz besondere Beachtung finden, sie stellen heute Lebensräume für gefährdete Laubholzarten (z. B. für Prionus coriarius, Necydalis major, Cerambyx scopolii, Xylotrechus arvicola) dar, überaltern aber und verlieren nach Abgang der Bäume ihre Lebensraumfunktion. Auch die vom Menschen geprägten heute selten gewordenen Waldnutzungsformen der Mittel- und Niederwälder beherbergen ein artenreiches Inventar, insbesondere an wärmeliebenden Arten (z. B. Phymatodes pusillus, Clytus tropicus, Exocentrus adspersus, Stenostola ferrea), die vielerorts bereits verschwunden sind. Die phytophagen und sonstigen Bockkäferarten sind auf kräuterreiche und meist wärmebegünstigte Offenlandbiotope angewiesen. Der hohe Gefährdungsgrad innerhalb dieser ökologischen Gruppe korreliert mit der Einengung und Vernichtung ihrer Lebensräume, sowohl anthropogen, infolge Intensivierung von Trockenstandorten, Gebirgswiesen u. ä. Biotopen, aber auch durch die zunehmende Sukzession der offenen Landschaft. Fehlende Pflege im Naturschutz, beispielsweise ausbleibende Schafbeweidung, führt zum Verlust der Xerothermrasen. Die Gefährdungsanalyse der Bockkäferarten Thüringens lieferte im Einzelnen folgendes Ergebnis: Gefährdungskategorie Arten gesamt R G Summe Artenzahl (bewertete Arten) Anteile (%) ,6 9,7 17,4 13, 9 3,5 1,4 60,5 Seit der letzten Roten Liste (Weigel 2001) ist die Gesamtgefährdungssituation bei den Bockkäferarten nach Zahlenlage etwas verbessert, was im Wesentlichen an der verbesserten Datenlage infolge intensiverer Erfassungen und dem Einsatz spezieller Untersuchungsmethoden liegt. Derzeit sind insgesamt 87 Arten (60,5 %) mehr oder weniger stark bestandsgefährdet, verschollen oder ausgestorben bzw. extrem selten. Den zahlreichen Kollegen, die mir ihre Daten zur Verfügung stellten und stellen sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank ausgesprochen. Ebenfalls Dank gebührt Herrn Michal Hoskovec (Prag) für die zur Verfügung gestellten Bockkäferabbildungen. 245

6 Rote Liste Art Gefähr dung Bemerkun gen Acanthocinus aedilis (Linnaeus, 1758) Zimmermannsbock 3 Acanthocinus griseus (Fabricius, 1792) Braunbindiger Zimmerbock G Acmaeops marginatus (Fabricius, 1781) Gelbrandiger Kugelhalsbock 3 Acmaeops pratensis (Laicharting, 1784) Gelbbrauner Kugelhalsbock 0 Aegomorphus clavipes (Schrank, 1781) Scheckenbock 0 Agapanthia cardui (Linnaeus, 1767) Distelbock R A [= A. pannonica s. auct.] Akimerus schaefferi (Laicharting, 1784) Breitschulterbock 1 Anaesthetis testacea (Fabricius, 1781) Punktbrustbock 2 Anastrangalia dubia (Scopoli, 1763) 0 Anisorus quercus (Götz, 1783) Schwarzer Buntschienenbock 3 Anoplodera rufipes (Schaller, 1783) Rotbeiniger Gefleckter 2 Anoplodera sexguttata (Fabricius, 1775) Gefleckter Halsbock 3 Arhopalus ferus (Mulsant, 1839) Schwarzer Grubenhalsbock 3 Axinopalpis gracilis (Krynicki, 1832) Messerbock 2 Callidium aeneum (Degeer, 1775) Fichten-Scheibenbock 3 Callimus angulatus (Schrank, 1789) Schmaldeckenbock 0 A Cerambyx cerdo Linnaeus, 1758 Großer Eichenbock 0 EU W Cerambyx scopolii Fuesslins, 1775 Buchenbock 2 Chlorophorus figuratus (Scopoli, 1763) Schulterfleckiger Widderbock 1 Chlorophorus herbsti (Brahm, 1790) Wollkraut-Widderbock 1 Chlorophorus sartor (Müller, 1766) Weißbindiger Widderbock 0 A Chlorophorus varius (Müller, 1766) Variabler Widderbock 0 A Clytus lama Mulsant, 1847 Nadelholz-Widderbock 2 Clytus rhamni Germar, 1817 Kreuzdorn-Widderbock 0 A Clytus tropicus (Panzer, 1795) Wendekreis-Widderbock 1 Cortodera femorata (Fabricius, 1787) Schwarzer Tiefaugenbock 3 Cortodera humeralis (Schaller, 1783) Eichen-Tiefaugenbock 2 Dorcadion fuliginator (Linnaeus, 1758) Grauflügliger Erdbock 3 A Ergates faber (Linnaeus, 1767) Mulmbock 2 Etorofus pubescens (Fabricius, 1787) Filzhaariger Halsbock 0 Exocentrus adspersus Mulsant, 1846 Gesprenkelter Wimperhornbock 1 Exocentrus lusitanus (Linnaeus, 1767) Wimperhornbock 3 Lamia textor (Linnaeus, 1758) Weberbock 1 Leioderes kollari Redtenbacher, 1849 Kollars Scheibenbock R A Mesosa curculionides (Linnaeus, 1761) Großer Augenfleckenbock 0 Monochamus galloprovincialis Bäckerbock G (Olivier, 1795) Necydalis major Linnaeus, 1758 Großer Wespenbock 1 Necydalis ulmi Chevrolat, 1838 Panzers Wespenbock 0 Oberea erythrocephala (Schrank, 1776) Rotköpfiger Linienbock 1 Oberea linearis (Linnaeus, 1761) Haselnußbock 3 Oberea pupillata (Gyllenhal, 1817) Geißblatt-Linienbock 2 Obrium cantharinum (Linnaeus, 1767) Dunkelbeiniger Flachdeckenbock 3 246

7 Art Gefähr dung Bemerkun gen Oplosia cinerea (Mulsant, 1839) Lindenbock 1 Pachyta lamed (Linnaeus, 1758) Schwarzrandiger Vierfleckenbock 0 Pachyta quadrimaculata (Linnaeus, 1758) Vierfleckenbock 1 Paraplagionotus floralis (Pallas, 1783) Blüten-Widderbock 0 A Pedostrangalia revestita (Linnaeus, 1767) Rotgelber Buchenhalsbock 3 Phymatodes glabratus (Charpentier, 1825) Wacholderbock 1 Phymatodes pusillus (Fabricius, 1787) Kleiner Scheibenbock 2 Phymatodes rufipes (Fabricius, 1776) Rotbeiniger Scheibenbock 2 Phytoecia cylindrica (Linnaeus, 1758) Zylindrischer Walzenhalsbock 3 Phytoecia icterica (Schaller, 1783) Pastinak-Böckchen 2 Phytoecia nigricornis (Fabricius, 1781) Wermuth-Böckchen 3 Phytoecia pustulata (Schrank, 1776) Schafgarben-Böckchen 2 Phytoecia virgula (Charpentier, 1825) Südlicher Walzenhalsbock 0 A Pidonia lurida (Fabricius, 1792) Schnürhalsbock 2 Plagionotus arcuatus (Linnaeus, 1758) Eichen-Widderbock 3 Plagionotus detritus (Linnaeus, 1758) Bunter Eichen-Widderbock 2 Pogonocherus decoratus (Fairmaire, 1855) Kiefern-Wimperbock 3 Pogonocherus hispidulus (Pill. & Mitt., 1783)Doppeldorniger Wimperbock 2 Pogonocherus ovatus (Goeze, 1777) Dunkelbindiger 2 Büschelflügelbock Prionus coriarius (Linnaeus, 1758) Sägebock 3 Purpuricenus kaehleri (Linnaeus, 1758) Purpurbock 0 A Rhagium sycophanta (Schrank, 1781) Großer Laubholz-Zangenbock 2 Rhamnusium bicolor (Schrank, 1781) Beulenkopfbock 2 Ropalopus clavipes (Fabricius, 1775) Großer Ahornbock 0 Ropalopus femoratus (Linnaeus, 1758) Mattschwarzer Scheibenbock 2 Ropalopus ungaricus (Herbst, 1784) Ungarischer Ahornbock 0 W Ropalopus varini (Bedel, 1870) Dornhörniger Scheibenbock R A Rosalia alpina (Linnaeus, 1758) Alpenbock 0 EU W Saperda octopunctata (Scopoli, 1792) Achtpunktierter Pappelbock 1 Saperda perforata (Pallas, 1773) Gefleckter Espenbock 3 Saperda punctata (Linnaeus, 1767) Vielpunktierter Pappelbock 1 Saperda similis Laicharting, 1784 Mittlerer Pappelbock 2 Saphanus piceus (Laicharting, 1784) Schwarzer Bergbock 0 Stenopterus rufus (Linnaeus, 1767) Spitzdeckenbock 2 A Stenostola ferrea (Schrank, 1776) Schwarzer Lindenbock R Stictoleptura cordigera (Fuesslins, 1775) Beherzter Halsbock 0 A [= Corymbia cordigera] Stictoleptura erythroptera (Hagenbach, Rotflügeliger Halsbock R K 1822) [= Corymbia erythroptera] Stictoleptura fulva (Degeer, 1775) Schwarzspitziger Halsbock 0 A [= Corymbia fulva] Stictoleptura scutellata (Fabricius, 1787) Haarschildiger Halsbock 2 [= Corymbia scutellata] Strangalia attenuata (Linnaeus, 1758) Schmaler Halsbock 2 Tetropium fuscum (Fabricius, 1787) Brauner Fichtenbock 1 247

8 Art Gefähr dung Bemerkun gen Tetrops starkii Chevrolat, 1859 Stark s Pflaumenbock 3 Xylotrechus antilope (Schönherr, 1817) Zierlicher Widderbock 3 Xylotrechus arvicola (Olivier, 1795) Sauerkirschen-Widderbock 2 Xylotrechus rusticus (Linnaeus, 1758) Grauer Espenbock 2 Gefährdungskategorien sowie weitere Abkürzungen siehe 2. Umschlagseite; A = Arealrand verläuft durch Thüringen; V: Verbreitungsschwerpunkt innerhalb Deutschlands befindet sich in Thüringen Literatur Bense, U. (1995): Bockkäfer Illustrierter Schlüssel zu den Cerambyciden und Vesperiden Europas. Weikersheim Bringmann, H.-D. (1989): Verzeichnis der allochthonen Bockkäferarten für das Gebiet der DDR. 1. Beitrag zur Cerambycidenfauna der DDR (Coleoptera, Cerambycidae). Ent. Nachr. Ber. 33 (4): Conrad, R. (1976): Kommt der Spießbock (Cerambyx cerdo) noch in Thüringen vor? (Col., Cerambycidae). Ent. Ber. (Berlin): Hertzel, G. (1993): Faunistische Notizen Nr. 487: Ergänzende Fundortmeldungen von in Ostdeutschland selteneren Bockkäfern (Coleoptera, Cerambycidae). Ent. Nachr. Ber. 37 (2): Horion, A. (1974): Faunistik der mitteleuropäischen Käfer. Band 12: Cerambycidae. Überlingen- Bodensee Köhler, F. (2000): Erster Nachtrag zum Verzeichnis der Käfer Deutschlands. Ent. Nachr. Ber. 44 (1): Köhler, F., & B. Klausnitzer (Hrsg.) (1998): Entomofauna Germanica Verzeichnis der Käfer Deutschlands. Ent. Nachr. Ber., Beiheft 4: Löbl, I., & A. Smetana (Hrsg.) (2010): Catalogue of Palaeartic Coleoptera, (Volume 6): Chrysomeloidea. Stenstrup. Apollo Books Neumann, V. (1985): Der Heldbock Cerambyx cerdo. Die neue Brehm-Bücherei 566. Ziemsen-Verlag. Wittenberg-Lutherstadt Rapp, O. (1919): Der Alpenbock in Thüringen. Mitt. Ent. Ges. Halle 12: 1-8 Rapp, O. (1953): Die Käfer Thüringens unter besonderer Berücksichtigung der faunistisch-ökologischen Geographie. 1. Nachtrag. Unveröff. Mskr. Erfurt Wallin, H., U. Nylander & T. Kvamme (2009): Two sibling species of Leiopus Audinet-Serville, 1835 (Col., Cerambycidae) from Europe: Leiopus nebulosus (L., 1759 and L. linnei sp. n. Zootaxa 2010: Weigel, A. (1999): Aktualisierte Checkliste der Bockkäfer Thüringens (Coleoptera: Cerambycidae), Stand: In: Thüringer Entomologenverband e. V. (Hrsg.): Check-Listen Thüringer Insekten und Spinnentiere. Teil 7: Weigel, A. (2001): Rote Liste der Bockkäfer (Coleoptera: Cerambycidae) Thüringens. Naturschutzreport H. 18: Weigel, A., & F. Fritzlar (2007): Urwaldrelikte in Thüringen Käferarten als Anzeiger für besonders schutzwürdige Wälder. Landschaftspflege u. Naturschutz Thür. 44 (2): Dipl.-Phys. Andreas Weigel, Am Schloßgarten 6, D Wernburg 248

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