Portalmodul PMP 16-25

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1 Original Betriebsanleitung Portalmodul PMP Montage- und Betriebsanleitung Superior Clamping and Gripping

2 Impressum Impressum Urheberrecht: Diese Anleitung bleibt urheberrechtlich Eigentum der SCHUNK GmbH & Co. KG. Sie wird nur unseren Kunden und den Betreibern unserer Produkte mitgeliefert und ist Bestandteil des Produktes. Ohne unsere ausdrückliche Genehmigung dürfen diese Unterlagen weder vervielfältigt noch dritten Personen, insbesondere Wettbewerbsfirmen, zugänglich gemacht werden. Technische Änderungen: Änderungen im Sinne technischer Verbesserungen sind uns vorbehalten. Dokumentennummer: Auflage: de SCHUNK GmbH & Co. KG Alle Rechte vorbehalten Sehr geehrter Kunde, wir gratulieren zu Ihrer Entscheidung für SCHUNK. Damit haben Sie sich für höchste Präzision, hervorragende Qualität und besten Service entschieden. Sie erhöhen die Prozesssicherheit in Ihrer Fertigung und erzielen beste Bearbeitungsergebnisse für die Zufriedenheit Ihrer Kunden. SCHUNK-Produkte werden Sie begeistern. Unsere ausführlichen Montage- und Betriebshinweise unterstützen Sie dabei. Sie haben Fragen? Wir sind auch nach Ihrem Kauf jederzeit für Sie da. Mit freundlichen Grüßen Ihre SCHUNK GmbH & Co. KG Spann- und Greiftechnik Bahnhofstr D Lauffen/Neckar Tel Fax PMP de

3 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1 Zu dieser Anleitung Warnhinweise Mitgeltende Unterlagen Grundlegende Sicherheitshinweise Bestimmungsgemäße Verwendung Nicht bestimmungsgemäße Verwendung Umgebungs- und Einsatzbedingungen Produktsicherheit Schutzeinrichtungen Bauliche Veränderungen Personalqualifikation Persönliche Schutzausrüstung Hinweise auf besondere Gefahren Gewährleistung Lieferumfang Zubehör Variabler Endanschlag Zwischenanschlag AS/ZA Faltenbalg Schleppkette Aufbausäulen und Befestigungsmaterial Nutensteine Technische Daten Montage und Einstellungen Mechanischer Anschluss Druckluftanschlüsse Endlagen Sets Endlagenverstellung X Variabler Endanschlag VE Dämpfungsanpassung Z Zwischen Anschlag AS/ZA Anschlagschlitten AS Zwischenanschlag ZA Handhabung Schleppkette PMP de 3

4 Inhaltsverzeichnis Kabelschlepp horizontal KSH Kabelschlepp vertikal KSV Inbetriebnahme Fehlerbehebung Portalmodul bewegt sich nicht? Leistung / Geschwindigkeit / Kraft des Portalmoduls lässt nach? Endlagensignal nicht vorhanden? Portalmodul schlägt in den Endlagen? Nutzlast schwingt in der Endlage? Wartung und Pflege Hinweise Wartungs- und Schmierintervalle Schmierstoffe/Schmierstellen (Grundfettung) Modul zerlegen Modul zusammenbauen Zusammenbau / Ersatzteile PMPS/F PMPS/F Einbauerklärung PMP de

5 Zu dieser Anleitung Zu dieser Anleitung Diese Anleitung ist integraler Bestandteil des Produktes und enthält wichtige Informationen zur sicheren und sachgerechten Montage, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung sowie zur einfachen Störungsbeseitigung. Vor Benutzung des Produktes diese Anleitung lesen und beachten, besonders das Kapitel "Grundlegende Sicherheitshinweise". Warnhinweise Zur Verdeutlichung von Gefahren werden in den Warnhinweisen folgende Signalworte und Symbole verwendet. GEFAHR Gefahren für Personen. Nichtbeachtung führt sicher zu irreversiblen Verletzungen bis hin zum Tod. WARNUNG Gefahren für Personen. Nichtbeachtung kann zu irreversiblen Verletzungen bis hin zum Tod führen. VORSICHT Gefahren für Personen. Nichtbeachtung kann zu leichten Verletzungen führen. ACHTUNG Sachschaden Informationen zur Vermeidung von Sachschäden. WARNUNG Warnung vor Handverletzung PMP de 5

6 Zu dieser Anleitung 1.2 Mitgeltende Unterlagen Allgemeine Geschäftsbedingungen SCHUNK Katalog Modulare Montageautomation Montage- und Betriebsanleitungen des Zubehörs Die oben genannten Unterlagen können unter heruntergeladen werden PMP de

7 Grundlegende Sicherheitshinweise Grundlegende Sicherheitshinweise Bestimmungsgemäße Verwendung Das Modul ist ausschließlich für das lineare Bewegen von Nutzlasten in beliebiger Lage bestimmt. Das Produkt darf ausschließlich im Rahmen seiner technischen Daten verwendet werden, ( 6, Seite 14). Das Produkt ist zum Einbau in eine Maschine bestimmt. Die zutreffenden Richtlinien müssen beachtet und eingehalten werden. Das Produkt ist für die industrielle Anwendung bestimmt. Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört auch das Einhalten aller Angaben in dieser Anleitung. 2.2 Nicht bestimmungsgemäße Verwendung Eine nicht bestimmungsgemäße Verwendung liegt vor, wenn das Produkt z. B. als Presswerkzeug, Stanzwerkzeug, Hebezeug, Führungshilfe für Werkzeuge, Schneidwerkzeug, Spannmittel oder Bohrwerkzeug verwendet wird. Jede über die bestimmungsgemäße Verwendung hinausgehende oder andersartige Benutzung gilt als Fehlgebrauch. 2.3 Umgebungs- und Einsatzbedingungen Sicherstellen, dass das Produkt nur im Rahmen seiner definierten Einsatzparameter verwendet wird, ( 6, Seite 14). Wartungs- und Schmierintervalle beachten, ( 10.2, Seite 30). Sicherstellen, dass die Umgebung frei von Spritzwasser und Dämpfen sowie von Abriebs- oder Prozessstäuben ist. Ausgenommen hiervon sind Produkte, die speziell für verschmutzte Umgebungen ausgelegt sind. Sicherstellen, dass das Produkt nicht übermäßigen Vibrationen und/oder Schlägen ausgesetzt ist. Sicherstellen, dass keine starken Magnetfelder die Funktion des Produkts beeinträchtigen. Mit Ihrem SCHUNK-Ansprechpartner in Verbindung setzen, wenn das Produkt in starken Magnetfeldern benutzt werden soll PMP de 7

8 Grundlegende Sicherheitshinweise 2.4 Produktsicherheit Gefahren können vom Modul ausgehen, wenn z.b.: das Modul nicht bestimmungsgemäß verwendet wird. das Modul unsachgemäß montiert oder gewartet wird. die Sicherheits- und Montagehinweise nicht beachtet werden. Jede Arbeitsweise unterlassen, welche die Funktion und Betriebssicherheit des Moduls beeinträchtigen. Schutzausrüstung tragen. HINWEIS Nähere Informationen befinden sich in den entsprechenden Kapiteln Schutzeinrichtungen Schutzeinrichtungen gemäß EG-Maschinenrichtlinie vorsehen. Bauliche Veränderungen Durchführen von baulichen Veränderungen Durch An- und Umbauten, Veränderungen und Nacharbeiten, z. B. zusätzliche Gewinde, Bohrungen, Sicherheitseinrichtungen, können die Funktion oder die Sicherheit beeinträchtigt oder Beschädigungen am Produkt verursacht werden. Bauliche Veränderungen nur mit Genehmigung von SCHUNK durchführen. Personalqualifikation Die Integration, Montage, Erstinbetriebnahme, Wartung und Instandsetzung des Moduls darf nur von Fachpersonal durchgeführt werden. Jede Person, die vom Betreiber mit Arbeiten am Modul beauftragt ist, muss die komplette Montage- und Betriebsanleitung, insbesondere das Kapitel "Grundlegende Sicherheitshinweise", gelesen und verstanden haben. Dies gilt insbesondere für nur gelegentlich eingesetztes Personal, z.b. Wartungspersonal PMPS/F de

9 Grundlegende Sicherheitshinweise 2.6 Persönliche Schutzausrüstung Verwenden von persönlicher Schutzausrüstung Wenn bei Arbeiten an dem Produkt keine persönliche Schutzausrüstung verwendet wird, können Gefahren entstehen, die Sicherheit oder Gesundheit des Personals beeinträchtigen können. Bei dem Arbeiten an und mit dem Produkt die Arbeitsschutzbestimmungen beachten und die erforderliche persönliche Schutzausrüstung verwenden. Gültige Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften einhalten. Bei scharfen Kanten, spitzen Ecken und rauen Oberflächen Schutzhandschuhe verwenden. Bei heißen Oberflächen Schutzhandschuhe verwenden. Bei dem Umgang mit Gefahrstoffen Schutzhandschuhe und Schutzbrillen verwenden. Bei bewegten Bauteilen eng anliegende Schutzkleidung verwenden. 2.7 Hinweise auf besondere Gefahren Generell gilt: Vor Montage-, Umbau-, Wartungs- und Einstellarbeiten energielos Schalten und die Energiezuführungen entfernen. Sicherstellen, dass im System keine Restenergie mehr vorhanden ist. Keine Teile von Hand bewegen, wenn die Energieversorgung angeschlossen ist. Nicht in die offene Mechanik und den Bewegungsbereich des Produkts greifen. Wartung, Um- oder Anbauten außerhalb der Gefahrenzone durchführen. Produkt bei allen Arbeiten gegen versehentliches Betätigen sichern. Bei der Wartung und bei der Demontage besonders vorsichtig vorgehen. Die Demontage darf nur von Fachpersonal durchgeführt werden PMP de 9

10 Grundlegende Sicherheitshinweise VORSICHT Verletzungen durch elektrostatische Energie möglich! Bauteile oder Baugruppen können sich elektrostatisch aufladen. Beim Berühren kann die elektrostatische Entladung eine Schreckreaktion auslösen, die zu Verletzungen führen kann. Der Betreiber muss sicherstellen, dass nach einschlägigen Regeln alle Bauteile und Baugruppen in den örtlichen Potenzialausgleich einbezogen werden. HINWEIS Der Potenzialausgleich muss nach den einschlägigen Regeln durch eine Elektrofachkraft unter besonderer Berücksichtigung der tatsächlichen Arbeitsumgebungsbedingungen ausgeführt werden. Die Wirksamkeit des Potenzialausgleichs muss durch regelmäßige Sicherheitsmessungen durch eine Elektrofachkraft nachgewiesen werden PMPS/F de

11 Grundlegende Sicherheitshinweise WARNUNG Verletzungsgefahr durch Quetschen und Stoßen beim Verfahren der Einheit oder der Anbauteile! Verletzungsgefahr durch Bruch oder Lösen der Anbauteile! WARNUNG Verletzungsgefahr durch herabfallende und herausschleudernde Gegenstände! Während des Betriebs herabfallende und herausschleudernde Gegenstände können zu schweren Verletzungen bis hin zum Tod führen. Der Gefahrenbereich muss im Betrieb von einer Schutzumzäunung umgeben sein. WARNUNG Unkontrollierte Bewegung der Einzelteile des Greifers bei Demontage möglich! WARNUNG Verletzungsgefahr bei unerwarteten Bewegungen der Maschine/Anlage bei Ausfall der Energieversorgung, oder Fehlfunktionen der Steuerung! Einsatz einer Haltebremse an der Linearachse PMP de 11

12 Zubehör 3 Gewährleistung Die Gewährleistung beträgt 24 Monate ab Lieferdatum Werk bei bestimmungsgemäßem Gebrauch unter folgenden Bedingungen: Bestimmungsgemäße Verwendung im 1-Schicht-Betrieb Beachten der vorgeschriebenen Wartungs- und Schmierintervalle Beachten der Umgebungs- und Einsatzbedingungen Werkstück berührende Teile und Verschleißteile sind nicht Bestandteil der Gewährleistung. 4 Lieferumfang Der Lieferumfang beinhaltet: Portalmodul PMPS/F in der bestellten Variante Zubehör Für dieses Produkt ist eine breite Palette an Zubehör erhältlich. Für Informationen, welche Zubehör-Artikel mit der entsprechenden Produktvariante verwendet werden können, siehe Katalog. Variabler Endanschlag Über die variablen Endanschläge VE kann der Hub und dessen Lage über die gesamte Hublänge des Portalmoduls verstellt werden ( 7.3.2, Seite 19). Weitere Informationen enthält der aktuelle Katalog. 5.2 Zwischenanschlag AS/ZA Der Zwischenanschlag besteht aus einem Anschlagschlitten AS... der auf dem Fahrschlitten montiert wird und den eigentlichen Anschlägen ZA. Diese können unabhängig gesteuert werden und in beliebiger Anzahl über die Achse verteilt werden. Der Zwischenanschlag ist für alle Typen und Baugrößen der Portalmodule lieferbar ( , Seite 19) PMP de

13 Zubehör 5.3 Faltenbalg Das Modul ist als Option mit Faltenbalg erhältlich. Dies erhöht den Schutzgrad gegen eindringende Stoffe. Diese Option ist nur in festen Hubvarianten erhältlich ( 11, Seite 33). Weitere Informationen enthält der aktuelle Katalog. 5.4 Schleppkette Zur Führung von Elektro- und Pneumatikleitungen Die Schleppkette ist für die Versionen Schlitten horizontal und Schlitten vertikal erhältlich. Mehrere Anbauvarianten sind möglich ( 7.5, Seite 25). 5.5 Aufbausäulen und Befestigungsmaterial Für die Portalmodule sind Aufbausäulen sowie Adapterplatten und Befestigungsmaterial erhältlich ( 7.1, Seite 15). Weitere Informationen enthält der aktuelle Katalog. 5.6 Nutensteine Zur Befestigung des Linearmoduls an der Maschine / Anlage Übersicht der Nutensteine Bezeichnung Typ / Ident.-Nr. Nutenstein für PMP S/F NT-M5 / PMP de 13

14 Technische Daten 6 Technische Daten Umgebungstemperatur [ C] 5-60 Dichtheit IP 40 Geräusch-Emission [db(a)] 70 Druckmittel Druckluft, Druckluftqualität nach ISO :7 4 4 Mindestdruck [bar] 3 Maximaldruck [bar] 10 Nennbetriebsdruck [bar] 6 Wiederholgenauigkeit [mm] ± 0.02 Weitere technische Daten enthält das Katalogdatenblatt. Es gilt jeweils die letzte Fassung. ACHTUNG Vor einem Betrieb mit ölfreier Luft dürfen die Portalmodule keinesfalls mit geölter Luft betrieben worden sein PMP de

15 Montage und Einstellungen Ebenheit der Anschraubfläche prüfen Montieren Montage und Einstellungen Mechanischer Anschluss Die Werte beziehen sich auf die gesamte Anschraubfläche. Anforderungen an die Ebenheit der Anschraubfläche (Maße in mm) Kantenlängen < 100 < 0.02 > 100 < 0.05 Zulässige Unebenheit Das Modul wird durch Nuten unten am Profil befestigt, die Last kann durch Bohrungen und Gewinde am Schlitten fixiert und befestigt werden. Maße zur Lage etc. Katalog. Anschlussgeometrien PMPS/F 16 Anschlussgeometrien PMPS/F PMPS/F de 15

16 Montage und Einstellungen Anschlussgeometrien PMPS/F 16 / 25 PMPS/F 16 PMPS/F 25 A [mm] M6 / 11 (2x) M8 / 16 (6x) B [mm] Ø5F7 / 10 (2x) Ø5F7 / 8 (2x) C X M6 / 12 (4x) D [mm] 5 8 E [mm] F [mm] G [mm] Anbaubeispiel PMPS/F an Säulenprofilbaukasten horizontal und vertikal Weitere Informationen zum Säulenprofilbaukasten und Befestigungselemente zum Anbau Katalog PMP de

17 Montage und Einstellungen 7.2 Druckluftanschlüsse ACHTUNG Beschädigung des Linearmoduls möglich! Wenn die Einheit zu hart in die Endlage fährt, kann das Linearmodul beschädigt werden. Eine Linearbewegung muss grundsätzlich schlag- und prellfrei erfolgen. Hierzu eine ausreichende Drosselung und Dämpfung vornehmen. Angaben im Katalogdatenblatt beachten. HINWEIS Anschlussleitungen mit gleichem oder größerem Querschnitt wie die Anschlussgewinde verwenden. Anforderungen an die Luftversorgung beachten ( 6, Seite 14). Durckluftanschlüsse PMPS/F... Achsen Gewindedurchmesser der Luftanschlüsse PMP 16 PMP 25 Luftanschluss Gewinde M5 G 1/8" PMPS/F de 17

18 Montage und Einstellungen 7.3 Endlagen Sets Zur Hubbegrenzung, Dämpfung und Abfrage der Endlagen stehen folgende Komponenten zur Verfügung: VE (Variable Endanschlag) LMST-... (Stoßdämpfer-Anschlag) NI 30 (Näherungsschalter) Nachfolgend dargestellt ist der Einbau von LMST- und NI 30 im Portalmodul mit und ohne variablem Endanschlag VE. Portalmodul mit und ohne variablem Endanschlag VE Endlagenverstellung X Die Endlagen können über die Stoßdämpfer - Anschläge LMST-... feinjustiert werden. Den maximal möglichen Einstellbereich X enthält der Katalog Modulare Montageautomation PMP de

19 Montage und Einstellungen Zwischen Anschlag AS/ZA Der Zwischenanschlag besteht aus einem Anschlagschlitten AS... der auf dem Fahrschlitten montiert wird und den eigentlichen Anschlägen ZA. Diese können unabhängig gesteuert werden und in beliebiger Anzahl über die Achse verteilt werden. Montage von AS und ZA Variabler Endanschlag VE Über die variablen Endanschläge VE kann der Hub und dessen Lage über die gesamte Hublänge des Portalmoduls verstellt werden. Zur Montage müssen die Abdeckkappen und Befestigungsschrauben der Profilschienenführungen im gewählten Bereich entfernt werden. ACHTUNG Darauf achten, dass sich die in den Nuten verbleibenden Nutensteine nicht verschieben. Nach dem Aufsetzen des variablen Endanschlages mit den mitgelieferten Zentrierhülsen muss dieser gemeinsam mit den Profilschienenführungen verschraubt werden. Weitere Angaben Katalog Modulare Montageautomation PMPS/F de 19

20 Montage und Einstellungen Dämpfungsanpassung Z Über die Einstellschraube der Dämpferanpassung kann der Hub des Stoßdämpfers, und somit die Dämpferkennlinie an die auftretende kinetische Energie angepasst werden. Dazu ist die Kontermutter zu lösen und durch Drehen der Einstellschraube das entsprechende Einstellmaß zu justieren. Die maximal möglichen Einstellwerte Z sind im SCHUNK Katalog Modulare Montageautomation ersichtlich. Dämpfungsanpassung "Z" PMP de

21 Montage und Einstellungen 7.4 Zwischen Anschlag AS/ZA Der Zwischenanschlag besteht aus einem Anschlagschlitten AS... der auf dem Fahrschlitten montiert wird und den eigentlichen Anschlägen ZA. Diese können unabhängig gesteuert werden und in beliebiger Anzahl über die Achse verteilt werden. Montage von AS und ZA PMPS/F de 21

22 Montage und Einstellungen Anschlagschlitten AS... Der Anschlagschlitten AS-... ist am Führungswagen des Portalmoduls montiert. Je nach Ausführung für ein- oder beidseitiges Anfahren der Zwischenposition geeignet. Feinjustierung der Zwischenposition von ±3mm über die Anschlagmuffe (5). Bei entsprechender Ausführung und Einstellung kein Positionsverlust beim Anfahren der Zwischenposition(en) von beiden Seiten. Mögliche Anpassung der Endlagendämpfung durch Verstellung des Stoßdämpfers (11) an die jeweilige Masse. Mögliche Abfrage der Position des Anschlagschlittens durch Einbau eines Näherungsschalters NI 30 in Deckplatten (6 und 7). Schnittbild Anschlagschlitten AS... Gemäß der Abbildung können alle Teile einzeln bestellt werden. Bestellnummern wie im folgenden Beispiel Teil-Nr. 2 : AS PMP de

23 Montage und Einstellungen Zwischenanschlag ZA Der Zwischenanschlag ZA-... wird über die Nuten im Trägerprofil befestigt. Stufenlose Verstellung möglich. Möglichkeit der Einbaus mehrerer Zwischenanschläge VORSICHT! Mindestabstand beachten Abfrage der aktiven Position des Anschlagkolbens (2) durch Näherungsschalter NI40 (14a) Optional Abfrage der inaktiven Position durch Näherungsschalter NI40 (14b). Schnittbild und Verbau Sensoren ZA... Gemäß der Abbildung können alle Teile einzeln bestellt werden. Bestell-Nummern wie im folgenden Beispiel: Teil-Nr. 2: ZA Als standardisierte Verschleißteilsets stehen Dichtungssätze mit folgenden Bestell-Nummern zur Verfügung: ZADI 16 für Zwischen-Anschlag ZA 16 ZADI 25 für Zwischen-Anschlag ZA PMPS/F de 23

24 Montage und Einstellungen Ansteuerung Positionsbestimmung / Sensoren Handhabung Ein Weiterfahren aus der Zwischenposition ist bei entsprechender Ansteuerung des Portalmoduls über ein 5/3-Wegeventil (Mittelstellung = beide Kammern belüftet) ohne Repetierhub möglich ( 8, Seite 27). Um bei mehreren Zwischenpositionen die Position zu bestimmen in der sich der Portalmodul gerade befindet, ist der Einbau eines Näherungsschalters NI 30 vorgesehen. Dieser wird mit der Klemmschraube (20) fixiert. Abgefragt wird eine Schaltnocke am Anschlagschlitten. Das Erreichen der genauen Endlage wird durch die Sensoren NI30 am Anschlagschlitten abgefragt. Somit kann jede mögliche Endlage und Zwischenposition exakt abgefragt werden PMP de

25 Montage und Einstellungen 7.5 Schleppkette Es gibt mehrere Möglichkeiten die Schleppketten an das Modul anzubauen. In den folgenden Kapiteln ist exemplarisch immer nur eine Variante abgebildet. Genaue Informationen zu den Anbauvarianten über den SCHUNK- Ansprechpartner Kabelschlepp horizontal KSH... Kabelschlepp horizontal KSH... Gemäß der Abbildung können alle Teile einzeln bestellt werden. Bestell-Nummern wie im folgenden Beispiel: Teil-Nr. 1: KSH HINWEIS Bei Teil 05 immer Hub oder Id.-Nr. der Achse angeben! ( 11, Seite 33) PMPS/F de 25

26 Montage und Einstellungen Kabelschlepp vertikal KSV... Kabelschlepp vertikal KSV... Gemäß der Abbildung können alle Teile einzeln bestellt werden. Bestell-Nummern wie im folgenden Beispiel: Teil-Nr. 1: KSV HINWEIS Bei Teil 05 immer Hub oder Id.-Nr. der Achse angeben! ( 11, Seite 33) PMP de

27 Inbetriebnahme 8 Inbetriebnahme ACHTUNG Vor Inbetriebnahme! Diese Betriebsanleitung aufmerksam durchlesen. Nur mit Kenntnis dieser Betriebsanleitung können Fehler vermieden und ein störungsfreier Betrieb gewährleistet werden. Technische Spezifikationen kontrollieren ( 6, Seite 14). Gerät nicht benutzen, bevor die einwandfreie Funktion unter Berücksichtigung aller zulässigen Betriebsparameter geprüft wurde. Für den Betrieb ausschließlich ein 5/3-Wegeventil verwenden, welches beide Kammern des Antriebszylinders in Mittelstellung belüftet. Damit ist gewährleistet dass nach jedem Hochfahren der Anlage eine gleichmäßige Befüllung beider Zylinderkammern stattfindet und verhindert somit das Herausschießen des Laufschlittens. Die Geschwindigkeit der Bewegung wird idealerweise über Drossel-Rückschlagventile reguliert ( 7.2, Seite 17). Dabei wird immer von der niedrigen Geschwindigkeit ausgehend zur höheren eingestellt, bis die gewünschte Betriebsgeschwindigkeit erreicht ist. Das Portalmodul nicht über die Grenze des Betriebsbereichs hinaus belasten. Bei übermäßigen Belastungen kann es zu Beschädigungen oder Ungenauigkeiten der Führungseinheit kommen. Die maximal zulässigen Belastungen enthält der Katalog PMP de 27

28 Fehlerbehebung Fehlerbehebung Portalmodul bewegt sich nicht? Mögliche Ursache Maßnahmen zur Behebung Mindestdruck unterschritten Luftversorgung prüfen, ( 7.2, Seite 17) Druckluftleitungen vertauscht Druckluftleitungen prüfen Mechanischer Schaden Mechanik prüfen 9.2 Leistung / Geschwindigkeit / Kraft des Portalmoduls lässt nach? Mögliche Ursache Maßnahmen zur Behebung Mindestdruck unterschritten Luftversorgung prüfen, ( 7.2, Seite 17) Druckluftleitungen undicht Kolbenstangenloser Zylinder undicht Führungswagen- oder Schiene defekt Führungswagen- oder Schiene starkverschmutzt Druckluftleitungen prüfen Zylinder auf Dichtheit prüfen - ggf. austauschen, ( 10.4, Seite 31) Produkt mit einem Reparaturauftrag an SCHUNK senden. Führungsschienen reinigen, Führungswagenund Schienen neu abschmieren, ( 10.2, Seite 30) 9.3 Endlagensignal nicht vorhanden? Mögliche Ursache Sensor zum Anschlag ungenau eingestellt Sensor defekt oder falsch eingestellt Kabelbruch Maßnahmen zur Behebung Sensor einstellen oder ggf. Sensor tauschen, ( 7.3, Seite 18) ( , Seite 19) Sensor tauschen Sensorkabel tauschen PMP de

29 Fehlerbehebung 9.4 Portalmodul schlägt in den Endlagen? Mögliche Ursache Maßnahmen zur Behebung Dämpfung falsch eingestellt Dämpfung einstellen, ( 7.3.3, Seite 20) ( 7.4.1, Seite 22) Stoßdämpfer defekt Stoßdämpfer tauschen, ( 7.3.3, Seite 20) ( 7.4.1, Seite 22) Hubgeschwindigkeit zu hoch Hubgeschwindigkeit mit Abluftdrosseln kontrollieren / reduzieren Defekte Abluftdrossel ggf. tauschen 9.5 Nutzlast schwingt in der Endlage? Mögliche Ursache Hubgeschwindigkeit zu hoch Maßnahmen zur Behebung Hubgeschwindigkeit mit Abluftdrosseln kontrollieren / reduzieren Defekte Abluftdrossel ggf. tauschen Schlechte Dämpfung Dämpfung einstellen, ( 7.3.3, Seite 20), ( 7.4.1, Seite 22) Ungünstiger Einbau Zu kleiner PMPS/F-Typ Konstruktion prüfen Größeren PMPS/F-Typ verwenden PMP de 29

30 Wartung und Pflege Wartung und Pflege Hinweise Die nachfolgenden Empfehlungen gelten bei bestimmungsgemäßen Betrieb unter Beachtung der vorgeschriebenen Betriebsparameter, Betriebsbedingungen und Einstellungen. Original Ersatzteile Beim Austausch von Verschleiß- und Ersatzteilen nur Originalersatzteile von SCHUNK verwenden Wartungs- und Schmierintervalle ACHTUNG Beschädigung des Produkts durch unzureichende Schmierstoffe möglich! Bei Temperaturen über 60 C härten Schmierstoffe schneller aus und das Produkt kann beschädigt werden. Schmierintervall entsprechend verringern. Intervall Komponente Tätigkeit Alle 3 Monate bzw. 500km Regelmäßig Führungsschienen / Führungswagen Kolbenstangenloser Zylinder Mit ölgetränkten Lappen reinigen Alle Staubverkrustungen und Fettrückstände entfernen. Optische Prüfung auf Verschleißspuren. Mechanische Prüfung auf Spielfreiheit und Leichtgängigkeit der Führungen. An den vorgesehenen Schmierstellen abschmieren ( 10.3, Seite 31) Kontrolle auf Undichtigkeiten PMP de

31 Wartung und Pflege 10.3 Schmierstoffe/Schmierstellen (Grundfettung) Schmierstellen Führungswagen SCHUNK empfiehlt die aufgeführten Schmierstoffe. Bei der Wartung alle Schmierstellen mit Schmierstoff behandeln. Den Schmierstoff mit einem nichtfasernden Tuch dünn auftragen. Schmierstelle Schmierstoff Führungswagen Isoflex-Topas NCA 52 Führungsschienen Fa. Klüber 10.4 Modul zerlegen ACHTUNG Für die Demontage sowie für den Zusammenbau des Moduls ist fundierte Fachkenntnis erforderlich ( 2.5, Seite 8). Die eigenhändige Instandsetzung oder Beseitigung von Mängeln durch den Kunden an dem Modul führt zum erlöschen der Gewährleistung und Haftung für alle hieraus resultierenden Garantie- und Folgeschäden. Es wird empfohlen beschädigte und defekte Module im Werk instand setzen zu lassen. Wenden sie sich an ihren SCHUNK Ansprechpartner PMPS/F de 31

32 Wartung und Pflege 10.5 Modul zusammenbauen Modul zusammenbauen wie im Kapitel "Zusammenbau" ( 11, Seite 33) ersichtlich. ACHTUNG Montagemaßnahmen Geeigneten Schraubenanzugsmomente zur Montage des Moduls wählen, gemäß den allgemein gültigen Richtlinien für Schraubverbindungen Vorgeschriebene Schmiermittel und Schmierstellen beachten ( 10.3, Seite 31). Alle Schrauben mit einer geeigneten chemischen Schraubensicherung sichern PMP de

33 Zusammenbau / Ersatzteile 11 Zusammenbau / Ersatzteile Gemäß nachstehenden Schnittzeichnungen ( 11.1, Seite 33) / ( 11.2, Seite 34) sind Verschleißteile und Einzelteile einzeln erhältlich. Bestell-Nummern setzen sich wie folgt zusammen: PMPS16 Teil-Nr. 4: PMPS PMPF16 Teil-Nr. 4: PMPF PMPS25 Teil-Nr. 4: PMPS PMPF25 Teil-Nr. 4: PMPF Kolbenstangenlosen Zylinder (30) immer komplett bestellen. Bei Bestellung immer Modulhub oder Id.-Nr. mit angeben. Bei Schäden an der Schwerlastführung (01) mit dem SCHUNK- Ansprechpartner in Verbindung setzen PMPS/F 16 PMPS PMP de 33

34 PMPF 16 * mit Basisteil verklebt, gemeinsam bestellen ** Hubabhängig, bei Bestellung immer Hub oder Id.-Nr. angeben 11.2 PMPS/F 25 PMPS PMP de

35 Zusammenbau / Ersatzteile PMPF 25 * mit Basisteil verklebt, gemeinsam bestellen ** Hubabhängig, bei Bestellung immer Hub oder Id.-Nr. angeben PMP de 35

36 12 Einbauerklärung gemäß der Richtlinie 2006/42/EG, Anhang II, Teil 1.B des Europäischen Parlaments und des Rates über Maschinen. Hersteller/ Inverkehrbringer SCHUNK GmbH & Co. KG Spann- und Greiftechnik Bahnhofstr D Lauffen/Neckar Hiermit erklären wir, dass die nachstehende unvollständige Maschine allen grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen der Richtlinie 2006/42/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates über Maschinen zum Zeitpunkt der Erklärung entspricht. Bei Veränderungen am Produkt verliert diese Erklärung ihre Gültigkeit. Produktbezeichnung: Portalmodul / PMPS/F / pneumatisch Ident.-Nr , , , Die Inbetriebnahme der unvollständigen Maschine ist so lange untersagt, bis festgestellt wurde, dass die Maschine, in die die unvollständige Maschine eingebaut werden soll, den Bestimmungen der Richtlinie Maschinen (2006/42/EG) entspricht. Angewandte harmonisierte Normen, insbesondere: DIN EN ISO 12100: Sicherheit von Maschinen - Allgemeine Gestaltungsleitsätze - Risikobeurteilung und Risikominderung Der Hersteller verpflichtet sich, die speziellen technischen Unterlagen zur unvollständigen Maschine einzelstaatlichen Stellen auf Verlangen in elektronischer Form zu übermitteln. Die zur unvollständigen Maschine gehörenden speziellen technischen Unterlagen nach Anhang VII, Teil B wurden erstellt. Bevollmächtigter zur Zusammenstellung der technischen Unterlagen: Robert Leuthner, Adresse: siehe Adresse des Herstellers Lauffen/Neckar, Juni 2016 i.v. Ralf Winkler; Bereichsleitung Entwicklung Greifsysteme PMP de

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