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1 Modell /2008 Art.-Nr. D _Verteilerregelstati.indd :24:33 Uhr

2 Gebrauchsanleitung Verteilerregelstation Festwert Bestimmungsgemäße Verwendung Die Verteilerregelstation Festwert wird für die Konstanthaltung der Vorlauftemperatur in Niedertemperatur Flächenheizungen eingesetzt. Die Vorlauftemperatur lässt sich durch den Thermostatkopf stufenlos zwischen C einstellen. Eine Begrenzung des Einstellbereichs nach min. / max. Temperatur ist möglich. Die Vorlauftemperatur kann an dem Thermometer der Regelstation direkt abgelesen werden. Die Verteiler-Regelstation wird in Heizungsanlagen verwendet, deren Wärmeabgabe einerseits durch Verbraucher mit hoher Vorlauftemperatur (z. B. Heizkörper, Lufterhitzer o. ä.) und andererseits durch Niedertemperatur-Heizflächen (z. B. Fußboden- oder Wandheizung) erfolgt. Die Versorgung beider Heizkreise erfolgt dabei durch einen gemeinsamen Steigstrang. Die Station ist für eine direkte Montage auf der rechten oder linken Seite von Rundrohr-Heizkreisverteiler mit 1 Außengewinde vorgesehen. Dazu ist sie mit Überwurfmuttern G 1 ausgestattet. Sicherheit Vor Beginn der Arbeiten muss der Monteur diese Anleitung lesen, verstehen und beachten. Die Kompaktregelstation darf nur vom ausgebildeten Fachpersonal montiert, eingestellt und gewartet werden. Anzulernendes Personal darf nur unter Aufsicht einer erfahrenen Person am Produkt arbeiten. Alle Hinweise dieser Anleitung sind bei der Verwendung der Kompaktregelstation zu beachten. Jede andere Verwendung ist nicht bestimmungsgemäß. Für die aus missbräuchlicher Verwendung der Kompaktregelstation entstehenden Schäden haftet der Hersteller nicht. Umbauten oder Veränderungen sind aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen. Die Kompaktregelstation darf nur durch eine vom Hersteller benannte Reparaturwerkstätte repariert werden. Diese Anleitung sowie beiliegende Unterlagen zur Umwälzpumpe, Regler und weiterer Komponenten sind Bestandteil des Produktes und müssen beachtet und aufbewahrt werden. Werkstoffe Flachdichtungen: AFM 34 bzw. EPDM Armaturen Messing Ms 58 Rohrteile: Messing Ms 63 O-Ringe: EPDM Kunststoffe: schlagzäh und temperaturfest Technische Daten Max. zul. Betriebstemperatur: 80 C Max. zul. Betriebsüberdruck: 6 bar Temperatur Regelbereich: 20 bis 70 C Nennwärmeleistung: ca. 14 kw 1) Pumpenleistung: ca. 100 W 2) 1) Zur Erzielung der Nennwärmeleistung muss die Druckdifferenz Primärkreis (Kessel- / Heizkörperkreis) zum Sekundärkreis (Flächenheizung) minimal 200 mbar betragen. 2) Typenschild von Pumpe beachten. Bauhöhe: Breite: Achsabstand: Verschraubung: 306 mm 210 mm 192 mm 1 IG _Verteilerregelstati.indd :24:33 Uhr

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5 Gebrauchsanleitung Verteilerregelstation Festwert Montage und Anschluss der Verteiler-Regelstation Hydraulische Anschlüsse Die hydraulischen Anschlüsse sind nach Abb. A auszuführen. Legende: Heizkreisvorlauf Temperaturbegrenzer Werkseinstellung 55 C Heizkreisrücklauf Heizkreisverteiler Kesselvorlauf SBE (Spül-, Befüll- und Entleereinrichtung) Kesselrücklauf Thermostatkopf Spülrichtung Exzenterverschraubung mit Tauchhülse Entleerleitung Rückflussverhinderer Die Verteilerregelstation wird werkseitig zur linksseitigen Montage am Heizkreisverteiler ausgeliefert. Um die Station auf der rechten Seite des Heizkreisverteilers zu montieren, muss am Vorlauf lediglich die Exzenterverschraubung gedreht und das Thermometer umgesteckt werden. Je nach Platzverhältnis und Abmessung des Heizkreisverteilers kann es erforderlich werden, die Pumpe in Achse der Verschraubungen zu drehen. Dazu sind zuerst die beiden Überwurfmuttern an der Pumpe zu lösen, um anschließend die Pumpe in die erforderliche Position drehen zu können. Verschraubungen wieder anziehen, dabei sowohl Pumpe als auch das Verschraubungsteil gegenhalten. Vor der Regelstation empfiehlt sich der Einbau eines Filters im Vorlauf mit einer Maschenweite von kleiner 0,8 mm. Dieser ist in regelmäßigen Abständen zu prüfen und ggf. zu säubern. Elektrischer Anschluss Alle elektrischen Anschlüsse sind vom autorisierten Fachmann nach den örtlich geltenden Elektro- Installationsvorschriften auszuführen. Die elektrischen Leitungen dürfen keine heißen Teile berühren. Die Umwälzpumpe sowie der Temperaturbegrenzer sind bereits werkseitig verkabelt (siehe Abb. rechts). Damit die Pumpe nur läuft wenn Wärmebedarf besteht, wird empfohlen, die Pumpe an ein Pumpenrelais (z. B. Pumpenlogik eines elektrischen Regelverteilers, der auch die Stellantriebe steuert) anzuschließen. Alternativ die Pumpe mittels Zeitschaltuhr betreiben. Temperaturbegrenzer (TB) Im Störfall schaltet der Temperaturbegrenzer die Umwälzpumpe ab und vermeidet so eine Überhitzung der Fußbodenheizung. Um ungewolltes Ansprechen zu vermeiden, ist die Temperatur am Temperaturbegrenzer einige Grade über der gewünschten Vorlauftemperatur einzustellen. Wenn alle Heizkreise mit Stellantrieben bestückt sind und kein Pumpenrelais verwendet wird, sollte der TB am Vorlauf des Heizkreisverteilers montiert werden. Inbetriebnahme Spülen der Heizkreise Regelstation an das Rohrnetz anschließen und zu diesem hin absperren (mittels Kugelhähne aus Lieferumfang des Heizkreisverteiler HKV oder bauseitig anzubringender Absperreinrichtung). Pumpe ausschalten und alle Heizkreise am Verteiler schließen (es ist ausreichend, lediglich die Ventile im Rücklaufsammler des HKV anhand der Bauschutzkappen zu schließen). Spül- und Entleerleitung an die am Verteiler angebrachte Spül-, Befüll- und Entleereinrichtung SBE anschließen. Den zu spülenden Heizkreis öffnen und in Spülrichtung durchspülen bis die Luft sowie etwaige Verunreinigungen vollkommen aus dem Kreis beseitigt sind. Der Rückflussverhinderer oberhalb der Pumpe verhindert dabei, dass eine Kurzschlussstrecke entsteht, die ein ordnungsgemäßes Spülen und/oder Befüllen der Heizkreise verhindert. Wichtig: Es darf nur in Flussrichtung der Heizkreise gespült werden, d. h. der Wassereintritt hat am Vorlaufverteiler und der Wasseraustritt am Rücklauf zu erfolgen! Die Entleerung muss immer offen sein, da sonst der hohe Wasserdruck der Heizungsanlage schaden könnte. Die Hinweise zum Spülen aus der Gebrauchsanleitung des Heizkreisverteilers sind ebenfalls zu beachten _Verteilerregelstati.indd 5

6 Gebrauchsanleitung Einstellen der Fußboden-Vorlauftemperatur Bei maximalem Leistungsbedarf (Nennleistung) muss die Kessel-Vorlauftemperatur mindestens 15 C höher als die gewünschte Vorlauftemperatur im Fußbodenkreis sein! Die Vorlauftemperatur kann stufenlos zwischen 20 und 70 C eingestellt werden. Das Einstell-Handrad des Thermostatkopfs ist mit einer Skalierung 1-7 versehen (siehe Abb. B ). Die jeweilige Solltemperatur bitte aus der Tabelle entnehmen: C 28 C 37 C 45 C 53 C 62 C 70 C Begrenzung Fußboden-Vorlauftemperatur In der Regel werden für Flächenheizungen keine Vorlauftemperaturen höher als 50 C verwendet. Die Systemtemperatur ist oft deutlich geringer als der einstellbare Maximalwert des Thermostatkopfs. Um Schäden an der Fußbodenkonstruktion durch Übertemperatur zu vermeiden, kann der Vorlauftemperatur-Sollwert am Thermostatkopf begrenzt und arretiert werden. Dazu zunächst den Sollwert einstellen und bei laufendem Betrieb der Flächenheizung über das Thermometer überprüfen. Ist dieser korrekt, dann jeweils eine der Arretierungen (siehe Abb. B ) direkt vor und hinter dem Markierungspfeil (siehe Abb. B ) platzieren. Funktionsweise der Verteiler-Regelstation Das Einspritzventil der Regelstation ist als Proportionalregler konzipiert und wird über einen Thermostatkopf mit Kapillarrohr und Fühlerelement am Heizkreis-Vorlauf gesteuert. Abweichungen vom Sollwert bewirken unverzüglich eine Ventilhubänderung, so dass sich entsprechend die Menge des aus dem Kesselkreis eingespritzten heißen Wassers ändert. Die eingespritzte Wassermenge vermischt sich mit dem Rücklaufwasser aus dem Heizkreis und hält so die Vorlauftemperatur in einem engen Temperaturbereich konstant. Die jeweilige Heizkreis-Vorlauftemperatur kann direkt am Thermometer abgelesen werden. Am Anschluss Kesselrücklauf befindet sich ein Rückflussverhinderer, der ein Ansaugen von Heizwasser aus dem Kesselkreisrücklauf unterbindet _Verteilerregelstati.indd 6

7 Gebrauchsanleitung Verteilerregelstation Festwert Hilfe bei Störungen Störung Ursache Abhilfe FBH-Heizkreise werden nicht warm. FBH-Vorlauftemperatur lässt sich nicht auf den gewünschten Wert einstellen oder die Vorlauftemperatur schwankt sehr stark. Temperaturbegrenzer (TB) schaltet die Pumpe der Regelstation ab. Grund: TB zu tief eingestellt. TB schaltet Pumpe der Regelstation ab. Grund: Die Pumpe bleibt trotz geschlossener FBH-Heizkreise eingeschaltet. Das Wasser innerhalb der Regelstation erwärmt sich durch die Abwärme der Pumpe. Der TB schaltet bei Erreichen der Maximaltemperatur die Pumpe ab! Die Pumpe ist an einen Raumthermostat oder Elektrischen Regelverteiler angeschlossen. Schließen alle Stellantriebe, schaltet die Pumpe ab. Bei längerem Stillstand kühlt der FBH-Vorlauf ab. Der Regler veranlasst deshalb, das Einspritz- Mischventil zu öffnen. Heißes Wasser wird vom Primärkreis eingespritzt. Dadurch erfolgt Aufheizung der Regelstation. Bei Erreichen der Maximaltemperatur des TB öffnet der Kontakt. Die Pumpe schaltet nicht wieder ein. Die Differenz der Kessel-Vorlauftemperatur zur gewünschten FBH-Vorlauftemperatur ist zu gering für die vorhandene Heizlast. Der Differenzdruck Kessel- / Heizkörperkreis zum Niedertemperaturkreis ist nicht ausreichend. Vor- und Rücklauf der Regelstation sind vertauscht angeschlossen. Die Förderhöhe / Pumpenstufe der Pumpe ist zu tief eingestellt. Die Heizlast ist zu groß für die Regelstation d. h. der Wärmeverbrauch übersteigt die Nennleistung der Regelstation. Dieser Zustand kann z. B. temporär beim Aufheizen eines»kalten«fußbodens eintreten. Der Thermostatkopf ist defekt. TB ca. 10 K höher als die FBH-Vorlauftemperatur einstellen. Die zulässige FBH-Höchsttemperatur beachten! Die Schaltdifferenz des TB beträgt ca. 8 K. Die Regelstation ist schneller wieder betriebsbereit, wenn der TB kurz abgenommen wird, bis er wieder auf Einschalttemperatur abgekühlt ist. TB von der Regelstation abnehmen und am Heizkreisverteiler Vorlauf gegebenenfalls auch am Rücklauf montieren. Elektrischen Regelverteiler mit Pumpenlogik (Relais) verwenden. Die Pumpenlogik sorgt dafür, dass die Pumpe nur läuft, wenn mindestens ein FBH-Heizkreis geöffnet ist. TB von der Kompakt-Regelstation abnehmen und am Heizkreisverteiler Vorlauf ggf. auch am Rücklauf montieren. Kessel-Vorlauftemperatur am Kessel höher einstellen. Bei maximalem Leistungsbedarf der FBH-Heizkreise muss die Vorlauftemperatur des Wärmeerzeugers mindestens 15 C höher als die gewünschte FBH- Vorlauftemperatur sein! Das System hydraulisch so einrichten, dass vor der Regelstation ein Differenzdruck von 200 mbar ansteht. Alle Anschlüsse der Regelstation auf korrekten Anschluss überprüfen. Drehzahl bzw. Förderhöhe / Pumpenstufe der Pumpe erhöhen. Maximalen Wärmebedarf feststellen und mit der Nennleistung vergleichen. Evtl. müssen die Heizkreise auf eine zweite Regelstation mit entsprechendem Heizkreisverteiler aufgeteilt werden. Liegt die Ursache im erstmaligen Aufheizen einer Fußbodenheizung, kann eine normale Funktion nach der Aufheizphase (nach 2 bis 3 Tagen) noch eintreten. Dies ist insbesondere bei Betrieb an der oberen Nennleistung der Fall _Verteilerregelstati.indd 7

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