Linux Hardware Hackz Messen, Steuern und Sensorik mit Linux
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- Sebastian Schäfer
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1 Jürgen Plate Linux Hardware Hackz Messen, Steuern und Sensorik mit Linux ISBN-10: ISBN-13: Inhaltsverzeichnis Weitere Informationen oder Bestellungen unter sowie im Buchhandel
2 Inhaltsverzeichnis 1 Embedded Systems Einführung Design von Embedded Systems Hardware für Embedded Systems Embedded Linux Was man für Embedded Linux benötigt Linux booten Den Kernel booten System V-Init Entwicklungsumgebung Hardwarezugriffe Grafikausgabe Linux ganz klein Die eigene Linux-Distribution Einführung Das Root-Dateisystem bauen Konfiguration des Kernels Kompilation des Kernels Installation des Kernels Root-Dateibaum erstellen Aufbau des Verzeichnisbaums CD-ROM brennen Inhalt von ISO-Dateien ändern Live-CD auf die Schnelle Weitere Wege zur eigenen Distribution
3 6 Inhaltsverzeichnis 3 E/A-Programmierung Compiler und Bibliotheken Prozesse und Signale Prozesse Signale Prozesskommunikation mit Pipes Programme schlafen legen User-Mode-Programmierung Programme mit Root-Rechten ausstatten UID und GID Zugriff auf E/A-Ports im User-Space Device-Treiber Das Device-Konzept Konzept der Gerätetreiber Kernel-Module Portbereiche reservieren Dateifunktionen implementieren Daten von Treiberinstanzen IO-Control Standard-PC-Schnittstellen PC-Schnittstellen Die serielle Schnittstelle Die serielle PC-Schnittstelle Die RS232C-Schnittstelle (V.24) Die RS422-Schnittstelle Die RS485-Schnittstelle Die Stromschnittstelle(TTY) Programmierung mit C Programmierung mit Perl Die parallele Schnittstelle Hardware der parallelen Schnittstelle Port-Typen Programmierung der parallelen Schnittstelle Die Parapin-Bibliothek Ansprechen der Schnittstelle in Perl
4 Inhaltsverzeichnis Der Joystick-Port Der interne Lautsprecher Die Tastaturschnittstelle Die USB-Schnittstelle USB-Hardware USB-Geräte für Linux Chip-Schnittstellen Die SPI-Schnittstelle Der I 2 C-Bus Der 1-Wire-Bus Digitale Ein- und Ausgabe TTL und CMOS koppeln Eingangs-Interface-Schaltungen Taster und Schalter Kontaktprellen Tastatur-Interfaces Reed-Kontakte und Hall-Schalter Optokoppler Ausgangs-Interface-Schaltungen Verstärker-ICs Feldeffekt-Transistoren IGBTs Optokoppler Ansteuerung von Wechselspannungsverbrauchern Halbleiter-Relais Relais Jogdial einmal anders Motorsteuerung Einführung Entstörung Motoren steuern mit einer H-Brücke H-Brücke (H-Bridge) mit diskreten Bauteilen H-Brücke mit integrierten Schaltungen
5 8 Inhaltsverzeichnis 7.4 Drehzahlsteuerung mittels PWM Servosteuerung Der FT Der MIC Schrittmotoren Arbeitsprinzip von Schrittmotoren Ansteuerung eines Schrittmotors Kenngrößen eines Schrittmotors Schrittmotor-Interface Beschleunigung und Verzögerung Anzeigen und Displays LED-Anzeigen Displays LCD- und OLED-Grundlagen Displaytypen Zeichenadressierung Anschluss des LC-Displays Ansteuerung von LCDs Eigene Zeichen definieren Initialisierung des Displays Display-Software LCD für Warmduscher Grafikdisplays Fernschalten Infrarot-Fernsteuerung Funk-Fernsteuerung Fernsteuerung per Mobiltelefon Digitale Fotosensoren Fotohalbleiter Fotoelemente und Fotodioden PIN-Dioden Fototransistoren Fotowiderstände
6 Inhaltsverzeichnis Lichtschranken Exkurs: Timerbaustein NE Lichtschranken mit Gleichlicht Lichtschranken mit Wechsellicht Optische Abstands-Sensoren Abstandssensor IS471F Abstände per Infrarot messen Die analoge Welt Analogschaltungen Kondensatoren Festwiderstände Operationsverstärker-Grundlagen Operationsverstärker-Grundschaltungen Operationsverstärker-Kenngrößen Differenzverstärker Die Digital-Analog-Wandlung Digital-Analog-Wandler Realisierung von D/A-Wandlern Die Analog-Digital-Wandlung Das Abtasttheorem Analog/Digital-Wandler Sample-and-Hold-Schaltung Konversionsfehler Realisierung von A/D-Wandlern Messung von Spannung, Strom und Widerstand Präzisions-Widerstands-Vorteiler Widerstandsmessung Messbrücke Sensoren Potentiometer als Weg- oder Winkelsensoren Temperatursensoren Heißleiter Kaltleiter
7 10 Inhaltsverzeichnis Platin-Temperaturmesswiderstand Halbleiter-Temperatursensoren Temperaturmessung mit Thermoelementen Temperaturmessung mit Quarzen Druck- und Kraftsensoren Dehnungsmessstreifen Folien-Kraftsensoren Drucksensoren Beschleunigungs-Sensoren Kompass-Sensoren Kapazitive Sensoren (Feuchtesensoren) Schallsensoren Gassensoren Messung von Radioaktivität Der Geigerzähler Geigerzähler-Schaltungstechnik Software zum Zählen der Impulse Spezielle Fotosensoren Licht-Spannungs-Wandler Farbsensoren Bewegungsmelder Infrarot-Bewegungsmelder Radar-Bewegungsmelder Kameraüberwachung Datenauswertung Messfehler Filterung von Messwerten Statistische Verarbeitung von Messwerten Tabellarische und graphische Darstellung Mittelwert, Varianz, Standardabweichung, Standardfehler Minimum, Maximum, Median, Modalwert Aufrufbeispiel Lineare Regression Grafik-Tools für die Messwert-Darstellung Gnuplot LabPlot
8 Inhaltsverzeichnis Datendarstellung mit MRTG Anhang A.1 Literatur A.2 Links A.3 Bezugsquellen Stichwortverzeichnis
9 Jürgen Plate Linux Hardware Hackz Messen, Steuern und Sensorik mit Linux ISBN-10: ISBN-13: Leseprobe Weitere Informationen oder Bestellungen unter sowie im Buchhandel
10 7.5 Servosteuerung Servosteuerung Servos ( Rudermaschinen ) aus dem Modellbaubereich sind trotz der Betriebsspannung von 5 Volt besonders kräftige Antriebe. Ihr hohes Drehmoment wird durch ein Untersetzungsgetriebe erreicht. Ein Servoantrieb besteht aus einem Motor, einem auf der Achse angebrachten Positions- oder Winkelsensor (im einfachsten Fall ist das ein Potentiometer) und einer Regelelektronik mit Sollwert-Eingang. Diese vergleicht den eingegebenen Sollwert mit dem Istwert des Sensors. Stimmen beide nicht überein, so lässt die Regelung den Motor zu der Position laufen, bei der Istwert und Sollwert gleich sind. Diese elektronische Motorsteuerung ermöglicht nicht nur ein sehr feinfühliges und genaues Stellen des Antriebs in eine bestimmte Position, sie sorgt auch für ein kräftiges Gegenmoment gegen Rückstellversuche der Last und hält damit die gewünschte Position. Je nach verwendetem Servo sind Stellzeiten bis herab auf 0,08 s über einen Stellweg von 60 Grad erreichbar. Die modernste Version, der Digitalservo, ist statt der bei analog arbeitenden Servos passiv arbeitenden Servosteuerung mit einem Mikroprozessor bestückt. Durch eine hohe Taktfrequenz kann der Antriebsmotor besonders schnell und in allen Lagen mit vollem Drehmoment arbeiten, was extrem kurze Reaktionszeiten bei gleichmäßiger Kraftentfaltung erlaubt. Die Analog-Servos dagegen verlieren oft gegen Ende des Stellwegs an Drehmoment und auch Drehgeschwindigkeit. Ein weiterer Vorteil des Digitalservos ist das aktive Gegensteuern durch den Prozessor bei Rückstellversuchen der Last. Nachteilig bei beiden Typen ist der relativ kleine Stellweg und das laute Arbeitsgeräusch. Die Stellkraft (etwa 10 Newton) ist, gemessen an der Größe, beachtlich. Sie sollten aber berücksichtigen, dass die Getriebe bei vielen Modellen aus Plastikzahnrädern bestehen, die bei Überlast sehr schnell verschleißen (gegebenenfalls auf die etwas teureren Modelle mit Metallgetriebe ausweichen). Die Ansteuerung ist bei beiden Typen gleich; die Sollwert-Vorgabe erfolgt über einen längenmodulierten Impuls. Bild 7.11: Impulstiming von Servos Der Servo wird alle 20 ms mit kurzen Impulsen von ein bis zwei Millisekunden Dauer angesteuert und damit die Position seines Antriebs bestimmt. Die Impulse müssen im 20-ms-Abstand wiederholt werden, damit ein Servo seine Position beibehält (Bild 7.11). Praktisch alle Servos erwarten übrigens einen positiven Impuls. Alle genannten Eigenschaften prädestinieren den Modellbau-Servo als Antrieb für andere Verwendungen. Sie lassen sich für beliebige Betätigungsfunktionen verwenden, z. B. das Betätigen eines Riegels, das Aktivieren einer Fütterungsautomatik für Fische, das Öffnen und Schließen von Lüftungsklappen, die computerisierte Einzelbild-Steuerung für Langzeitaufnahmen einer 16-mm-Kamera oder
11 238 7 Motorsteuerung das Schwenken einer Überwachungskamera. Modellbau-Servos werden heutzutage auch gerne bei experimentellen Robotern eingesetzt. Häufig findet man in einem Roboter eine größere Anzahl davon. Ein Käfer mit sechs Beinen benötigt in der Regel mindestens drei Servos pro Bein, und ein einfacher Arm hat mitunter sechs bis sieben. Wo ich gerade bei der Hardware bin es gibt leider mehrere unterschiedliche Servo-Anschlusskabel-Systeme, jeder Hersteller hat eine eigene Norm. Die verbreitetsten Steckerformen sind heute die Futaba- und die Graupner-Norm. Die diversen Steckerformen sind in Bild 7.12 zu sehen. Bild 7.12: Anschluss-Stecker verschiedener Hersteller Die äußere Form des Steckers, die man bei der Kombination des Servos mit einem Fernsteuerempfänger strikt beachten muss, tangiert beim Anschluss an das PC-Interface nicht, wohl aber die Anschlussbelegung. Denn der Stecker ist unbedingt richtig herum auf die Stiftleiste der Steuerung aufzustecken, sonst kann es zu Schäden kommen. Dabei kann man sich nach den Kabelfarben richten. Diese sind zwar auch nicht einheitlich, folgen aber zumindest einem Grundschema. So ist der Plusanschluss bei allen rot, der Minusanschluss entweder braun, schwarz oder blau. Der Signalanschluss ist entweder gelb, orange, weiß oder violett. Einziger Ausreißer aus diesem Schema ist Simprop. Hier ist der Minusanschluss blau und das Signalkabel schwarz. Zurück zur Ansteuerung. Es muss also für jedes angeschlossene Servo alle 20 bis 25 ms der Ansteuerimpuls mit seiner Längenvariation generiert werden. Prinzipiell könnte man so eine Servo-Ansteuerung über jeden Paralleport realisieren. Noch besser wäre freilich der Ausgang eines Timers, denn dann wäre der Prozessor maximal entlastet, weil nur noch wenige Steuerwerte an den Timer ausgegeben werden müssen. Leider sind bei einem PC die Timer bereits fest vergeben. Die Ansteuerung über den Parallelport kann unseren PC bei einer größeren Anzahl von Servos überlasten. Abgesehen davon ist Linux kein Echtzeit-Betriebssystem, und so kämen die Servos aller Wahrscheinlichkeit nach ins Flattern. Dieses Problem lässt sich mit Hilfe spezieller Schaltkreise lösen. Im Folgenden will ich Ihnen zwei Vertreter dieser Gattung vorstellen: den FT 639 von Elab Inc. (vormals FerreTronics) und den MIC 800 von Mictronics. Zu finden sind die Firmen unter folgenden Webadressen: Elab Inc., USA: Vertrieb: direkt von Elab Inc. aus den USA oder in Deutschland über Systec ( Mictronics, Frankreich: Vertrieb: TechDesign Electronics, Belgien
12 7.5 Servosteuerung 239 Beide Bausteine werden über die serielle Schnittstelle angesteuert. Das ist von Vorteil, weil die Ansteuerung recht einfach vonstatten geht. Der Nachteil zeigt sich, wenn man schnell aufeinanderfolgend kleine Änderungen des Servoausschlags vornehmen will (Feinpositionierung, Ausregeln von externen Einflüssen), denn dann wird es gegebenenfalls zu langsam. Aber selbst beim FT 639 schafft man es, alle fünf Servos 25 mal pro Sekunde anzusteuern Der FT 639 Der FT 639 ermöglicht mit nur acht Pins die Steuerung von fünf Servos. Die Schaltung in Bild 7.13 zeigt, wie einfach der Anschluss eigentlich ist. Das IC benötigt nur einen Entkopplungskondensator und eine Pegelanpassung an serielle Pegel mittels Spannungsteiler. Die Diode schützt das IC vor den negativen Spannungen der V.24-Schnittstelle. Bei Mikrokontrollern, die über eine TTL-kompatible serielle Schnittstelle verfügen, können diese Bauteile entfallen, dafür ist gegebenenfalls ein Inverter nötig, weil die V.24-Signale ja genau andersherum ankommen. Eine entsprechende Schaltung finden Sie beim MIC 800 im folgenden Abschnitt. Zur Versorgung der Schaltung ist im Schaltplan noch ein 7805 vorgesehen. Auf diese Weise läuft die Steuerung mit Betriebsspannungen zwischen 9 V und 24 V. Bild 7.13: Schaltung mit dem FT 639 Das Datenformat ist einfach: Die Schnittstelle wird auf 2400 bps, kein Paritätsbit und 1 Stoppbit eingestellt. Der Chip startet immer im Setup-Modus und schaltet dann in den Active-Modus.
13 240 7 Motorsteuerung Tabelle 7.3: Startposition (Header Length) beim FT639 Header Short Pulse Long Pulse Befehl Befehl binär dezimal ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms ms Im Setup-Modus kann der Bediener zwischen zwei Auslenkungen wählen: mittels Short Pulse kann eine von 256 möglichen Positionen in einem Bereich von 0 bis 90 gesetzt werden, 0 bis 180 in 256 Stufen werden mit Hilfe von Long Pulse erreicht. Die Einstellung hängt vom verwendeten Servo ab bei kürzerem Weg ist so eine feinere Auflösung möglich. Über Header Length kann die Startposition individueller Servos erreicht werden (siehe Tabelle 7.3). Mein Rat ist, die Voreinstellung zu belassen, denn die maximale Impulslänge wird ebenfalls beeinflusst, und manche Servos laufen dann an die Begrenzung (schlecht fürs Getriebe). Tabelle 7.4: Befehle des FT 639 Befehl binär dezimal Aktiv-Mode Short Pulse Long Pulse Setup-Mode Header length 0110xxx 96 + xxxx Der vierte mögliche Setup-Befehl, , schaltet den Baustein in den aktiven Modus. Und das war es auch schon mit dem Setup, mehr gibt es nicht. Alle Kommandos sind in Tabelle 7.4 aufgeführt. Nach dem Einschalten werden in der Regel einige wenige Setup-Befehle geschickt, wobei der letzte in den aktiven Modus umschaltet. Vom Aktivmodus zurück in den Setup-Modus gelangt man mit dem Befehlswort
14 7.5 Servosteuerung 241 Im aktiven Modus werden immer zwei Bytes an den FT 639 geschickt, wobei das erste Byte immer eine 0 an der höchstwertigen Stelle besitzt und das zweite immer eine 1. Der Aufbau eines solchen 2-Byte-Befehls ist: 0SSSLLLL 1SSSHHHH SSS ist die Nummer des Servos (Servo 1: SSS = 000, Servo 2: SSS = 001, Servo3: SSS = 010, Servo 4: SSS = 011, Servo 5: SSS = 100), LLLL der niederwertige Teil der Position und HHHH der höherwertige Teil der Position. Um beispielsweise den Positionswert 185 ( ) an Servo 3 auszugeben, sendet man (dezimal ) an den Chip und schon dreht der Teller in die gewünschte Position. Diese Position wird gehalten, solange kein neuer Befehl eintrifft, und natürlich auch nur, solange die Schaltung Betriebsspannung erhält. Bild 7.14: Testplatine für den FT639 mit Servo Im folgenden Listing sind die Funktionen OpenPort(), SendByte(), SetServo() und CenterAll() für allgemeine Anwendungen vorgesehen. Mit ihnen lassen sich alle Steueraufgaben mit dem Baustein erledigen. Zum Testen und als Beispiel für eine Anwendung dienen neben dem Hauptprogramm die Funktionen Handbetrieb() und Scanbetrieb(). Mit der ersten Funktion lassen sich zum Testen der ans Servo angeschlossenen Mechanik beliebige Stellungen anfahren. Mit der Scan-Funktion könnten Sie z. B. eine kleine Webcam um einen definierten Winkel hin- und herschwenken fertig ist das Überwachungssystem. /* * Linux_Servo_FT639 is a Linux servo control program for the FT639 chip. */ #include <stdlib.h> #include <stdio.h>
15 242 7 Motorsteuerung #include <string.h> #include <unistd.h> #include <fcntl.h> #include <termio.h> #include <termios.h> #include <signal.h> /* Debug output */ #define DEBUG 1 /* Microseconds to pause for one byte at 2400 bps */ #define pause 4200 /* Command codes fã¼r FT639 */ #define setup 122 #define shortpulse 85 #define longpulse 90 #define header 96 #define active 117 /* store terminal setting */ struct termios old_options, new_options; /* Devicehandle */ int SerialDevice; int SendByte(char byte, int SerialDevice) /* send one byte and wait */ int result; result = write(serialdevice, &byte, 1); usleep(pause); return(result); int OpenPort(int PortNumber) /* Open the serial port */ switch (PortNumber) case 0: SerialDevice = open("/dev/ttys0", O_RDWR O_NOCTTY O_NDELAY); break; case 1: SerialDevice = open("/dev/ttys1", O_RDWR O_NOCTTY O_NDELAY); break; case 2: SerialDevice = open("/dev/ttys2", O_RDWR O_NOCTTY O_NDELAY); break; case 3: SerialDevice = open("/dev/ttys3", O_RDWR O_NOCTTY O_NDELAY); break; default: SerialDevice = -1; if (SerialDevice < 0) printf("\ncan t open the serial port: %d\n",serialdevice);
16 7.5 Servosteuerung 243 return(0); /* Get the Original port settings */ tcgetattr(serialdevice, &old_options); /* Specify port settings: 2400 Baud, 8 Bits, No Parity, 1 Stoppbit */ new_options.c_cflag = (B2400 CS8 CLOCAL); // raw input = no ICANON /* Specify raw data (deselect some settings) */ new_options.c_lflag &= (ICANON ECHO ECHOE ISIG); /* Activate the new port settings */ tcsetattr(serialdevice, TCSANOW, &new_options); // TCSAFLUSH /* Put the chip in setup mode */ SendByte(setup,SerialDevice); /* if needed... */ // SendByte(shortpulse,SerialDevice); // SendByte(longpulse,SerialDevice); /* Activate the chip */ SendByte(active,SerialDevice); #ifdef DEBUG printf("\nserial Device bereit.\n"); #endif sleep(1); return(1); void SetServo(int Servo, int Pos, int SerialDevice) unsigned char LowByte, HiByte; /* Check borders */ if (Pos < 0) Pos = 0; if (Pos > 255) Pos = 255; /* Calculate command data */ LowByte = ((Servo - 1) << 4) + (Pos & 0x0f); HiByte = ((Servo - 1) << 4) + (Pos >> 4) + (1 << 7); SendByte(LowByte,SerialDevice); SendByte(HiByte,SerialDevice); #ifdef DEBUG printf("low byte = %02X, High Byte = %02X\r\n", LowByte, HiByte); #endif void CenterAll(int SerialDevice) int i; for (i=1; i <= 5; i++) SetServo(i, 128, SerialDevice); /* Give them 50 ms to set Position */ usleep(50000);
17 244 7 Motorsteuerung int Scanbetrieb(int nservo, int low, int high, int SerialDevice) /* Servo im Scanningmode betreiben */ int i; printf("\nzum Beenden CTRL-C druecken\n"); while(1) /* Endless loop */ for (i = low; i <= high; i++) SetServo(nservo, i, SerialDevice); usleep(50000); for(i = high; i >= low; i--) SetServo(nservo, i, SerialDevice); usleep(50000); void Handbetrieb(int nservo, int SerialDevice) /* Servo von Hand steuern */ int step = 0; printf("\nzum Beenden -1 eingeben...\n"); while(step >= 0) printf("zielposition 0 to 255: "); scanf("%d", &step); if (step < 0) return; if (step > 255) step = 255; SetServo(nservo, step, SerialDevice); usleep(50000); void ClosePort(void) /* FT639 in den Setup mode schalten and Device schliessen */ #ifdef DEBUG printf("\nsetup-mode setzen und Schnittstelle schliessen.\n"); #endif SendByte(setup,SerialDevice); tcsetattr(serialdevice, TCSANOW, &old_options); close(serialdevice); exit(0); int main (int argc, char *argv[])
18 7.5 Servosteuerung 245 char control_mode = 1 ; int low, high, nservo; /* Seriellen Port oeffnen */ if(! OpenPort(0)) exit(1); /* Signal-Handler setzen */ signal(sigint, ClosePort); signal(sigterm, ClosePort); /* Modus waehlen */ printf("überwachungsmodus [1] oder Handsteuerung [2]:\n"); scanf("%c", &control_mode); switch (control_mode) case 1 : printf("\nstarte Überwachungsmodus\n"); /* Center all servos */ CenterAll(SerialDevice); printf("untere Auslenkung eingeben [0 to 100]:\n"); scanf("%d", &low); if (low > 100) printf("wert > 100, verwende 100\n"); low = 100; printf("obere Auslenkung eingeben [0 to 255]:\n"); scanf("%d", &high); if(high > 255) high = 255; if (high < low) printf("wert kleiner %d, verwende 255\n", low); high=255; printf("servo auswählen: 1-5: "); scanf("%d", &nservo); Scanbetrieb(nservo, low, high, SerialDevice); break; case 2 : printf("servo auswaehlen: 1-5: "); scanf("%d", &nservo); printf("\nstarte Handsteuerung\n"); Handbetrieb(nservo, SerialDevice); break; default: printf("bitte 1 oder 2 eingeben.\n"); ClosePort(); Der MIC 800 Dieser Chip arbeitet prinzipiell genau so, wie der FT 693. Auch er wird über die serielle Schnittstelle angesprochen. Der MIC 800 steuert bis zu acht Servos mit einem einfachen Protokoll an. Seine externe Beschaltung besteht lediglich aus einem 10-MHz-Quarz (ideal wären 9,84 MHz aber mit dieser Frequenz ist kein Quarz
19 246 7 Motorsteuerung erhältlich) und den üblichen Entkoppelkondensatoren. Seine acht Ausgänge werden wie beim FT 639 direkt mit den anzusteuernden Servos verbunden. Wenn acht Servos nicht ausreichen, kein Problem: Insgesamt lassen sich acht MIC-800-Chips an einer seriellen Schnittstelle parallel anschließen; die Basisadresse der einzelnen ICs wird über drei Adresspins eingestellt. Durch den entsprechenden Code lassen sich beim Ansteuern vom PC aus Baustein und Servo selektieren. Diese Hardwareinstellung wird nur einmal beim Einschalten ausgewertet; man kann die Chipadresse also nicht im Betrieb umschalten. Im Schaltbild (Bild 7.15) sind diese Pins fest mit Masse verdrahtet. Sie könnten alternativ Jumper vorsehen. Die Schaltung zeigt weiterhin die Anordnung der Pufferkondensatoren. Die Betriebsspannung des MIC 800 beträgt 5 Volt. Bild 7.15: Schaltung mit dem MIC 800 Der MIC 800 erwartet an seinem Eingang ein invertiertes Logiksignal: eine logische 1 korrespondiert mit Low-Pegel (0 V), eine logische 0 mit High-Pegel (+ 5 V). Die Beschaltung des seriellen Eingangs kann auf verschiedene Arten erfolgen: Die serielle Ansteuerung erfolgt durch einen UART mit TTL-Pegel (und invertiert).
20 7.5 Servosteuerung 247 Vor den Eingang wird ein Widerstand von 22 kohm geschaltet, wenn es sich um eine serielle Verbindung mit RS232-Pegeln handelt. Es wird eine invertierende Transistorstufe vorgeschaltet, wenn die Ansteuerung durch einen UART mit TTL-Pegel ohne Invertierung erfolgt. Die Schaltung ist so ausgelegt, dass über einen Jumper zwischen RS-232- und TTL- Eingang gewählt werden kann. Der Dialog mit dem MIC 800 erfolgt mit 2400 Baud, ohne Paritätsbit und mit acht Datenbits. Die Syntax der Befehle, die zum Servo-Interface geschickt werden müssen, ist besonders einfach und wird aus fünf ASCII Zeichen in der Form ASxxx, gefolgt von Carriage Return, gebildet (z. B. TB064 ): A ist ein Buchstabe zwischen S und Z. Er korrespondiert mit der Adresse des gewünschten MIC-800-Chips ( S = 0, T = 1, U = 2 usw.). S ist ein Buchstabe zwischen A und H. Er wählt das anzusteuernde Servo aus. Die Servoausgänge SV1 bis SV8 korrespondieren mit den Buchstaben A bis H. xxx ist eine Zahl zwischen 001 und 128. Sie bestimmt die Position, die der Servo einnehmen soll. 001 entspricht dem Linksanschlag (Endposition entgegen dem Uhrzeigersinn), 064 der Neutralstellung und 128 dem Rechtsanschlag (Endposition im Uhrzeigersinn). Das ist so einfach, dass man gar kein Programm dazu braucht. Der Befehl echo "SB064" > /dev/ttys0 würde beispielsweise das zweite Servo auf Mittelstellung bringen. Nach dem Einschalten des MIC 800 sind alle Ausgänge inaktiv. Sobald er einen Befehl empfängt, erzeugt der im Befehl angegebene Servoausgang automatisch die Impulse, die erforderlich sind, um die im Befehl angegeben Servoposition einzustellen. Diese Position wird gehalten, solange kein anderslautender Befehl eintrifft, und natürlich auch nur, solange die Schaltung Betriebsspannung erhält.
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