Ausbildungskonzept AFS

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1 Ausbildungskonzept AFS 2011

2 Inhalt 1 Grundsätzliches 2 Kursübersicht und Kursdauer 3 Ausbildungsübersicht Gemeinden / Betriebe 4 Grundkurs Neueingeteilte in der Feuerwehr 5 Grundkurs Gruppenführer 6 Grundkurs Offiziere 7 Grundkurs Kommandanten / Stellvertreter / Stabsoffiziere 8 Instruktorenausbildung 9 Fachkurs Atemschutz für Neueingeteilte 10 Grundkurs Verkehrsdienst (Fachkurs) 11 Grundkurs Elektrodienst (Fachkurs) 12 Grundkurs Sanitätsdienst (Fachkurs) 13 Grundkurs MWD Kader (Fachkurs) 14 Weiterbildungskurse allgemein 15 Beförderung und Rangierung

3 1. Grundsätzliches Zweck Das Ausbildungskonzept 2011 bildet die Grundlage für sämtliche Aus- und Weiterbildungen in den Feuerwehren des Kantons Zug. Gesetzliche Grundlage Gesetzliche Grundlage bildet 46 im Gesetz über den Feuerschutz vom 15. Dezember 1994 in der Fassung vom 01. Dezember 2009, die Verordnung zum Gesetz über den Feuerschutz vom 21. März 1995 in der Fassung vom 01. Dezember 2009 und Weisungen und Richtlinien des Amts für Feuerschutz. Die Aus- und Weiterbildung der Zuger Feuerwehren basiert auf den verbindlichen Ausbildungsunterlagen der Feuerwehrkoordination Schweiz und den einschlägigen Vorgaben des Amtes für Feuerschutz. Ziele der Feuerwehrausbildung Die Grund- und Weiterausbildung der Zuger Feuerwehren richtet sich an alle AdF. ist auf den Ernstfall ausgerichtet. befähigt die Ausgebildeten, im Ernstfall zu bestehen. garantiert eine einheitliche Umsetzung der Technik und Taktik und den sicheren Einsatz der Ausrüstungen und Gerätschaften. berücksichtigt die neusten Erfahrungen und Erkenntnisse und richtet sich nach dem neusten Stand der Technik. Anforderungen Für die Ausbildungstätigkeit gelten folgende Grundsätze. Die Ausbildung basiert auf den Grundsätzen der modernen Erwachsenenbildung und garantiert damit einen hohen Qualitätsstandard. ist gesamtheitlich und verfügt insbesondere auf der Kaderstufe über ein hohes Transferpotential für den zivilen Bereich. berücksichtigt die besonderen Gegebenheiten des Milizsystems wie zeitliche Verfügbarkeit und Abkömmlichkeit der Dienstleistenden. ist realitätsnah und zielgerichtet gestaltet.

4 Umsetzung Das AFS definiert, plant, organisiert und führt die Grund- und Weiterbildungskurse gemäss geltendem kantonalen Konzept durch. Grundsätzlich finden die Weiterbildungskurse des AFS jährlich statt. Das AFS definiert, welche Kurse im Mehrjahresturnus angeboten werden. Die Teilnahme ist gemäss Aufgebot obligatorisch. Die Feuerwehren planen ihre interne Aus- und Weiterbildung basierend auf den kantonalen Vorgaben selbständig. Sie erstellen entsprechende Jahres- und Mehrjahreskonzepte. Der Stützpunkt FFZ definiert in Absprachen mit dem AFS die Inhalte, Zielsetzungen und Umsetzung der spezifischen Fachausbildung. Es werden grundsätzlich nur Themen und Inhalte ausgebildet, welche im jeweiligen Auftragsbereich der betreffenden Feuerwehr liegen. Die Feuerwehrausbildung anderer Kantone wird grundsätzlich anerkannt. Für Spezialfunktionen (Administration, PR-Verantwortliche, etc) empfiehlt das AFS mindestens den Besuch des Grundkurses für Neueingeteilte. Ausbildungsangebote Dritter Das Amt für Feuerschutz entscheidet darüber, welche Ausbildungsthemen und Kursangebote von Drittanbietern allenfalls zusätzlich besucht werden können oder sollen. In diesem Fall trägt das Amt für Feuerschutz die Kosten analog der kantonalen Kurse. Es liegt in der Kompetenz der jeweiligen Feuerwehr, Kurse von Drittanbietern zu besuchen und diese selbständig zu finanzieren. 2 / 2

5 2. Kursübersicht und Kursdauer Die Ausbildung ist in die Grundausbildung und Weiterbildung unterteilt. Grundausbildung Kursbezeichnung Verantwortung Dauer Informationsveranstaltung Gemeinde/Betrieb 1 Abend EFK Neueingeteilte Feuerwehr AFS 2 Tage Gemeindeeigene Ausbildung Gemeinde/Betrieb ½ -1 Tag Gemeindeeigene Ausbildung Atemschutz Gemeinde/Betrieb ½ -1 Tag EFK Neueingeteilte Stützpunkt Stützpunkt 2 Tage EFKTech. Zug Stützpunkt 1 Tag EFK angehende Gruppenführer AFS 6 Tage EFK angehende Offiziere AFS 7 Tage EFK Neueingeteilte Verkehrsdienst AFS 1 Tag EFK Neueingeteilte Sanitätsdienst AFS 1 Tag EFK Erden von Bahnanlagen Stützpunkt 1 Tag EFK für Kommandanten / Stellvertreter / Stabs- AFS 4Tage Of EFK Administratoren AFS ½ Tag Weiterbildung Kursbezeichnung Verantwortung Dauer WBK für Instruktoren AFS 2 Tage WBK für Kommandanten / Stv. AFS 1-2 Tage WBK für Tech. Zug Stützpunkt 1 Tag WBK für Führungsgruppe KEL AFS 1½ Tage WBK für Of und Grfhr AFS 1 Tag WBK für Neueingeteilte Atemschutz AFS 2 Tage WBK für Kader Verkehrsdienst AFS ½ Tag WBK für Kader / Spezialisten Stützpunkt 2 Tage Instruktoren-Auswahlverfahren Teil 1 und 2 AFS 2 Tage Instruktoren-Auswahlverfahren Teil 3 ZFIK /FKS/AFS 3 Tage Instruktoren-Auswahlverfahren Basiskurs FKS 5 Tage Weiterbildung: Pflichtkurse des AFS Kursbezeichnung Intervall Dauer WBK für Instruktoren (nur Instruktoren) jährlich 2 Tage WBK für Kdt / Vkdt (nur Kdt oder Vkdt) jährlich 2 Tage WBK für Instruktoren/Kdt/Vkdt (beide Funktionen) jährlich 4Tage WBK für KEL jährlich 1 ½ Tage WBK für Of /Grfhr (allgem. Feuerwehrdienst) 2-jährlich 1 Tag WBK für Kader Verkehrsdienst 2-jährlich ½ Tag WBK für Kader Elektrodienst 2-jährlich ½ Tag WBK MWD Fachkurs 2-jährlich 1 Tag WBK für alle AS-Geräteträger 4-jährlich 1 Tag WBK für Kdt/Vkdt und Stabs Of 4-jährlich 1 Tag WBK Administratoren 4-jährlich ½ Tag

6 3. Ausbildungsübersicht Gemeinden /Betriebe Die Ausbildung ist in die Grundausbildung und Weiterbildung unterteilt. Eine Übungseinheit entspricht 2 Lektionen à 50 min. Grundausbildung Kursbezeichnung Verantwortung Dauer Informationsveranstaltung Gemeinde/Betrieb 1 Abend Gemeindeeigener Grundkurs Gemeinde/Betrieb ½ -1 Tag Weiterbildung Übungsbezeichnung Dauer Allgemeiner Feuerwehrdienst AdF 6 Übungen pro Jahr Kaderübung + 6 Übungen pro Jahr Atemschutz + 6 Übungen im Gerät Elektrodienst + 4 Übungen Fachbereich Verkehrsdienst 4 Übungen allg. FW D + 4 Übungen Fachbereich Sanitätsdienst ( 1Übung allgem. FW-Dienst 6 Übungen Fachbereich 2 Übungen Notorganisation MWD mind. 8 h Fahrtraining auf Fahrzeugen über 3.5 t Betriebsfeuerwehren AS Betriebsfeuerwehren 6 Übungen + 6 Übungen im Gerät Interventionsgruppen Betriebe 4 Übungen Allgemeiner Feuerwehrdienst AdF Stützpunkt 6 Übungen pro Jahr Zusatzübungen Stützpunktaufgaben: Ölwehr Chemiewehr Strahlenwehr Schwerer Wassertransport Technischer Zug Führungsunterstützung 2 Übungen 4 Übungen gemäss Strahlenwehr ZCH 2 Übungen 4 Übungen 4 Übungen

7 4. Grundkurs Neueingeteilte in der Feuerwehr Angehörige der Feuerwehr Ad Die Ausbildung der Neueingeteilten wird in kantonalen Kursen einheitlich vermittelt. Die Teilnehmenden erhalten einen ersten Einblick in das Feuerwehrwesen und üben sich in der Grundausbildung Rettungsdienst und Brandbekämpfung. Als Klassenlehrpersonen amten speziell geschulte Instruktorinnen oder Instruktoren. Kursinhalt Theorie: - Reglement Grundschule SFV - Feuerwehrwesen des Kantons - Feuerdreieck, Brandklassen, Löschmittel, Rohrführergrundsätze Praktische Arbeit: - Grundausbildung Rettungsdienst - Grundausbildung Brandbekämpfung - Technische Hilfeleistung Kurszielsetzungen Die Teilnehmenden - kennen die Grundlagen im Rettungsdienst und in der Brandbekämpfung - können in allen Chargen auf Stufe Mannschaft eingesetzt werden Anforderungen - Neueingeteilte mit geprüftem Material - Einführung durch örtliche Feuerwehr vor dem Kursbesuch Kursdauer 2 Tage Verschiedenes Kursbestätigung nur bei lückenlosem Kursbesuch O:\Ausbildung\Ausbildungskonzept \Ausbildungskonzept 2011\4 GK Neue AdF.doc

8 5. Grundkurs Gruppenführer Angehörige der Feuerwehr Ad Dieser Kurs dient der Ausbildung der ersten Kaderstufe der Feuerwehren. Schwerpunkte: Führung der Gruppe im Einsatz unter Einhaltung des Führungsrhythmus Gruppenführer, Vermittlung der methodischen Kompetenzen als Ausbilder Stufe Angehörige der Feuerwehr. Kursinhalt Theorie: - Einführung Reglement Grundschule - Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Gruppenführers - Schadenplatzorganisation und Führungsrhythmus - Ausbilden in der Feuerwehr - Einsatzführung Praktische Arbeit: - Führen der Gruppe im Bereich Grundschule - Vorbereiten und Durchführen von Lektionen - Besprechen von Übungen Kurszielsetzungen Die Teilnehmenden - können eine Gruppe im Einsatz gemäss Auftrag führen - kennen die Schadenplatzorganisation und können den Führungsrhythmus Gruppenführer anwenden - können eine Gruppe im Übungsdienst ausbilden und führen - können Ausbildungsvorgaben methodisch richtig umsetzen Anforderungen Absolvierte Kurse: - Grundkurs Neueingeteilte Voraussetzung: - 2 Jahre Feuerwehrdienst Kursdauer 6 Tage Verschiedenes Kursbestätigung nur bei lückenlosem Kursbesuch O:\Ausbildung\Ausbildungskonzept \Ausbildungskonzept 2011\5 GK Grfhr.doc

9 6. Grundkurs Offiziere Dieser Kurs bildet Gruppenführer zu Feuerwehroffizieren aus und befähigt sie, in den Feuerwehren als Einsatzleiter und als Ausbilder eingesetzt zu werden. Schwerpunkte: Führung einer Formation im Einsatz unter Einhaltung des Führungsrhythmus und der taktischen Grundsätze, Vermittlung der methodischen Kompetenzen als Ausbilder auf allen Stufen der Feuerwehr. Die Teilnehmenden werden nach erfolgreichem Abschluss des Kurses brevetiert. Kursinhalt Theorie: - Ausbildungsplanung, -durchführung und -auswertung - Methodische Grundsätze - Inhalte, Begriffe und Zielsetzungen der Reglemente - Schadenplatzorganisation, Aufgaben und Pflichten der Offiziere - Taktische Grundsätze - Baukunde/Brandursachenermittlung - Medienarbeit im Einsatz - Feuerwehrorganisation im Kanton Praktische Arbeit: - Vorbereiten und Durchführen von Lektionen - Ausbildungsmethodik, Didaktik - Besprechen von Übungen - Einsatzführung - Entschlussfassungsübungen/taktisches Training Kurszielsetzungen Die Teilnehmenden: - können Ausbildungsvorgaben planen, methodisch geschickt vorbereiten, durchführen und besprechen - können methodisch Hilfsmittel gezielt einsetzen - beherrschen die Führungs- und Einsatzgrundsätze - können eine Schadenlage taktisch richtig beurteilen und Formationen im Einsatz führen Anforderungen Absolvierte Kurse: - Grundkurs Neueingeteilte - Grundkurs Gruppenführer Voraussetzung: - mindestens 2 Jahre praktische Erfahrung als Gruppenführer Kursdauer 7 Tage Verschiedenes Kursbestätigung nur bei lückenlosem Kursbesuch O:\Ausbildung\Ausbildungskonzept \Ausbildungskonzept 2011\6 GK Of.doc

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11 7. Grundkurs Kommandanten / Stellvertreter / StabsoffiziereAngehörige der Feuerwehr Ad Dieser Kurs ist an die neu eingesetzten Kommandanten, Stellvertreter und Stabsoffiziere gerichtet und dient der Vorbereitung für die Gesamtführung der Feuerwehr. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über alle Bereiche der Führung im Einsatz- und im Übungsdienst, lernen ihre Rechte und Pflichten sowie die Dienstleistungen und administrativen Abläufe kennen. Kursinhalt Theorie: - Aufgaben und Pflichten eines Feuerwehrkommandanten - Rechtliche Grundlagen - Administrative und organisatorische Führung der Feuerwehr - Information und Kommunikation - Ausbildung, Kurswesen - Alarmierung und Einsatzplanung - Wasserversorgung - Kantonale Dienstleistungen Praktische Arbeit: - Einsatzführung Kurszielsetzungen Die Teilnehmenden - kennen das Pflichtenheft eines Feuerwehrkommandanten - sind in der Lage, ihre Feuerwehr gesamtverantwortlich zu führen - sind über die Bereiche Führungstätigkeit, Administration, Ausbildung, Einsatzplanung/Alarmierung, Materialwartung/Ausrüstung informiert - kennen die Dienstleistungen der kantonalen und schweizerischen Stellen und Verbände Anforderungen Absolvierte Kurse: - Grundkurs Neueingeteilte - Grundkurs Gruppenführer - Grundkurs Offiziere Voraussetzung: - mehrjährige Erfahrung als Feuerwehroffizier - durch den Gemeinderat oder die Betriebsleitung gewählt Kursdauer 2 Tage Verschiedenes O:\Ausbildung\Ausbildungskonzept \Ausbildungskonzept 2011\7 GK Kdt_ Stv.doc

12 8. Instruktorenausbildung A ngehörige der Feuerwehr Ad Ziel und Zweck des dreistufigen Auswahlverfahrens ist die Sicherstellung einheitlicher Voraussetzungen der Instruktorenanwärter für die Zulassung zum Basiskurs. Stufe 1 Überprüfung der Voraussetzungen durch Feuerwehrinstanz des Kantons - Informationsveranstaltung - Anmeldung mit Lebenslauf - Referenzen aus der Feuerwehr - Überprüfen der Minimalanforderungen Dauer: ½ Tag Stufe 2 Theoretische Auswahlkriterien Kanton / Koordinationsgruppe - Beurteilung der eingereichten Anmeldungsunterlagen - strukturiertes Interview mit schriftlicher Beurteilung - Aufsatz zu einem Feuerwehrthema - Schriftlicher Test über Fachkenntnisse - Kurzvortrag zu einem Feuerwehrthema Dauer: 2 Tage Stufe 3 Praktische Auswahlkriterien /Koordinationsgruppe - Überprüfen der didaktischen und methodischen Fähigkeiten - Überprüfen der selbst- und Sozialkompetenz - Überprüfen und Erfassen der Fachkompetenzen Dauer: 3 Tage Basiskurs Basiskurs für Feuerwehrinstruktoren FKS Dauer: 5 Tage Verschiedenes O:\Ausbildung\Ausbildungskonzept \Ausbildungskonzept 2011\8 Instruktorenausbildung.doc

13 9. Fachkurs Neueingeteilte Atemschutz A ngehörige der Feuerwehr Ad Atemschutz ist sowohl unabdingbare Voraussetzung für einen erfolgreichen Innenangriff als auch zur Bewältigung von Ereignissen mit gefährlichen Stoffen. Die Anforderungen im Ernstfall verlangen eine gute Ausbildung in Fach- und Einsatztechnik für alle Atemschutzgerätetragende. Kursinhalt Theorie: - Sicherheitsbestimmungen - Reglementskenntnisse - Kantonale Weisungen Praktische Arbeit: - Trupparbeit und -überwachung - Truppführung - Einsatztechnik und -taktik - Kommunikation und Verbindungsmittel - Retablierung und Geräteprüfung Kurszielsetzungen Die Teilnehmenden: - verfügen über gute Gerätekenntnisse - können als Truppführer oder -überwacher eingesetzt werden - können die Sicherheitsbestimmungen anwenden - können die situativen Sicherheitsaspekte richtig beurteilen und entsprechend handeln - können ihr Gerät korrekt retablieren und prüfen Anforderungen Absolvierte Kurse - Grundkurs für Neueingeteilte - gültiger ärztlicher Kontrolluntersuch - Grundausbildung in der eigenen Feu erfüllt Kursdauer 2 Tage Verschiedenes Kurszulassung: - zwischen dem Grundkurs für Neueingeteilte und dem Fachkurs AS muss mindestens ein Jahr praktischen Feu-Erfahrung sein O:\Ausbildung\Ausbildungskonzept \Ausbildungskonzept 2011\9 GK Atemschutz.doc

14 10. Grundkurs Verkehrsdienst (Fachkurs) Angehörige der Feuerwehr Ad Diese Spezialisten werden im Ereignisfall für Verkehrsregelung und Absperrmassnahmen eingesetzt. Die Ausbildung erfolgt durch Fachpersonal und durch die ZUPO. Kursinhalt Theorie: - Organisation Feuerwehrdienst - Zusammenarbeit mit den Polizeiorganen - Gesetzliche Rahmenbedingungen - Verkehrsregelung - Sicherheit und Gefahren - Schadenplatzorganisation Praktische Arbeit: - Absicherung Schadenplatz - Umleitungen signalisieren - Absperrungen und Signalisation - Übungen auf Verzweigungen mit / ohne Ampeln - Einbahnverkehr - Kommunikation Funk Kurszielsetzungen Die Teilnehmenden - kennen die rechtlichen Grundlagen, Aufgaben und Verantwortungen im Verkehrsdienst - kennen das korrekte Verhalten im Einsatz - können Verkehrsdienstaufträge unter Einhaltung der notwendigen Sicherheit ausführen Anforderungen Absolvierte Kurse - Grundkurs für Neueingeteilte Kursdauer 1 Tag Verschiedenes Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt. O:\Ausbildung\Ausbildungskonzept \Ausbildungskonzept 2011\10 GK Verkehrsdienst.doc

15 11. Grundkurs Elektrodienst (Fachkurs) Angehörige der Feuerwehr Ad Dieser Kurs dient der Einführung neuer Spezialisten der Elektroabteilung. Es handelt sich dabei um berufliche Fachleute, welche mit den speziellen Gefahren, Sicherheitsbestimmungen und den Abläufen während eines Einsatzes vertraut gemacht werden. Kursinhalt Theorie: - Reglementskenntnisse - Aufgaben und Verantwortlichkeiten - Sicherheitsbestimmungen und Gefahren - Unfallverhütung Praktische Arbeit: - Materialkenntnisse - Prüfen und Erden von Leitungen - Aus- und Einschaltungen vornehmen Kurszielsetzungen Die Teilnehmenden - kennen die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Sicherheitsbestimmungen im Elektrodienst - kennen das richtige Verhalten im Einsatz - sind in der Lage, einen Patienten sachgerecht zu bergen Anforderungen Absolvierte Kurse - Grundkurs für Neueingeteilte Voraussetzung - Fachkenntnisse aus der beruflichen Tätigkeit Kursdauer 1 Tag Verschiedenes Die Ausbildung als Atemschutzgeräteträger ist vorteilhaft. O:\Ausbildung\Ausbildungskonzept \Ausbildungskonzept 2011\11 Fachkurs Elektrodienst.doc

16 12. Grundkurs Sanitätsdienst (Fachkurs) Angehörige der Feuerwehr Ad Dieser Kurs dient der Einführung neuer Spezialisten der Sanität. Kursinhalt Theorie: - Kenntnisse der Organisation Feuerwehrsanität - Kenntnisse der Algorithmen - Zuständigkeiten, Unterstellung, Meldefluss - Kenntnisse der Notorganisation Kt. Zug Praktische Arbeit: - ABC - Schema kennen und anwenden - Patientenbetreuung - Bergungsmittel einsetzen - Aufbau des Verwundetennestes - Einsatz des Materials der FW-Sanität Kurszielsetzungen Die Teilnehmenden - kennen die Aufgaben der Feuerwehrsanität - kennen die Schadenplatzorganisation - können mit Hilfe der Algorithmen Patienten selbständig betreuen - können das FW Sanitätsmaterial richtig einsetzen Anforderungen Absolvierte Kurse - Grundkurs für Neueingeteilte Voraussetzung - BLS -Kurs erfolgreich absolviert Kursdauer 1 Tag Verschiedenes. O:\Ausbildung\Ausbildungskonzept \Ausbildungskonzept 2011\12 GK Sanitätsdienst.doc

17 13. Grundkurs für MWD - Kader (Fachkurs) der Feuerwehr Ad Die Kaderperson MWD ist für den gesamten Fahrschulbereich verantwortlich. An diesem Kurs werden die theoretischen und praktischen Grundlagen zur Erlangung der Führerprüfung wie auch Hinweise und organisatorische Inhalte zur Fahrerweiterbildung vermittelt. Kursinhalt Theorie: - Gesetzliche Grundlagen - Führerausweiskategorien - Fahrschule intern und extern (inkl.führerprüfung) - Maschinistenausbildung - Blaulichtausbildung - Fahrtrainings und Weiterbildungskurse - Organisation / Administration / Controling - Fahrzeugbeschaffungen (Projektablauf, rechtl. Grundlagen) Praktische Arbeit: - Umsetzungshilfen - Grundausbildung, Manövrieren Kurszielsetzungen Die Teilnehmenden - kennen die rechtlichen Grundlagen und die administrativen Abläufe zur Erlangung der Ausweiskategorien D1, C1 und C1 Code erhalten praktische Hinweise zur Fahreraus- und Weiterbildung Anforderungen Absolvierte Kurse - Grundkurs für Neueingeteilte - Grundkurs für Gruppenführer Kursdauer - 1 Tag Verschiedenes Grundsätzlich haben die Teilnehmenden den Gruppenführerkurs erfolgreich absolviert. Geeignete AdF mit der notwendigen Fachkompetenz (z.b. Fahrlehrpersonen) können diese Spezialfunktion auch übernehmen. O:\Ausbildung\Ausbildungskonzept \Ausbildungskonzept 2011\13 Fachkurs MWD-Kader.doc

18 14. Weiterbildungskurse allgemeinangehörige der Feuerwehr Ad Die Weiterbildungskurse (WBK) dienen in erster Linie der Vertiefung des bereits Bekannten. Sie bieten auch die Basis, Neuerungen oder Anpassungen zu erfahren und umzusetzen. Weiterbildungskurse werden grundsätzlich im 2-Jahres-Turnus angeboten. Kursinhalt Theorie: - Gesetzliche Grundlagen - Änderungen - neue Regelungen, Normen, Richtlinien Praktische Arbeit: - Festigung und Vertiefung des Bekannten - Umsetzung von Neuerungen Kurszielsetzungen Die Teilnehmenden - festigen und vertiefen ihr Wissen - kennen die Neuerungen und setzen diese um Anforderungen Absolvierte Kurse - je nach Fachbereich Kursdauer je nach Fachbereich - ½ Tag Tage - Abendkurs Verschiedenes O:\Ausbildung\Ausbildungskonzept \Ausbildungskonzept 2011\14 WBK allgemein.doc

19 15. Beförderung / Rangierung Gemäss 45 des Gesetzes über den Feuerschutz setzt die Ernennung von Chargierten das erfolgreiche Bestehen der vom Amt für Feuerschutz vorgeschriebenen Ausbildungen voraus. Eine Zulassung zu den Beförderungskursen bedingt mindestens eine zweijährige Erfahrung in der aktuellen Funktionsstufe. Von dieser Weisung abweichende Regelungen bezüglich Beförderung und Rangierung dürfen nur mit dem Einverständnis des Amtes für Feuerschutz erfolgen. Kaderausbildungen aus anderen Kantonen sind als gleichwertig zu betrachten und werden als Grundlage für die entsprechenden Funktionen und Chargen im Kanton Zug anerkannt. Unteroffizier Grundkurs für Neueingeteilte Grundkurs für Gruppenführer Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kurse können die AdF durch die Gemeinde- oder Betriebsfeuerwehr zu Unteroffizieren befördert werden. Die Rangierung als Unteroffizier umfasst die Ränge: Korporal Wachtmeister Oberwachtmeister (Stützpunkt) Feldweibel Fourier Adjutant Unteroffizier Offizier Grundkurs für Neueingeteilte Grundkurs für Gruppenführer Grundkurs für Offiziere Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kurse können die Unteroffiziere durch die Gemeinde oder den Betrieb zu Offizieren befördert werden. Die Rangierung als Offizier umfasst die Ränge: Leutnant Oberleutnant Hauptmann Major Kommandant / Stellvertreter / Stabsoffizier Grundkurs für Neueingeteilte Grundkurs für Gruppenführer Grundkurs für Offiziere

20 Kommando-/Stabskurs Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kurse können die Offiziere durch den Gemeinderat oder die Geschäftsleitung befördert werden. Die Rangierung als Kommandant /Stellvertreter umfasst die Ränge: Funktion Grössenklasse 1 Grössenklasse 2 Zug, Baar, Cham Betriebsfeuerwehr Kommandant Hptm Maj Hptm / Oblt Stellvertreter Oblt Hptm Oblt / Lt Instruktor Die Rangierung als Instruktor umfasst den Rang: Hauptmann Die Ernennung zum Instruktor setzt das erfolgreiche Bestehen des Auswahlverfahrens und der Ausbildung gemäss den Vorgaben der Feuerwehrkoordination Schweiz FKS voraus. Fachinstruktor Die Rangierung zum Fachinstruktor umfasst die Ränge: Korporal Wachtmeister Feldweibel Adjutant Unteroffizier Leutnant Oberleutnant Hauptmann Fachinstruktoren behalten den gleichen Dienstgrad wie in ihrer angestammten Feuerwehr. Amt für Feuerschutz / Feuerwehrinspektorat Kanton Zug erstellt: revidiert: revidiert: revidiert: revidiert: 27. September September / 2

21 Anhang Stoffinhalt Ausbildungskonzept Grundausbildung Allgemeines - Rechte und Pflichten des AdF - Kernauftrag der Feuerwehr - Organisation und Struktur der eigenen Feuerwehr - Gesetzliche Grundlagen - Persönliche Ausrüstung - Versicherungswesen - Unfallverhütung - Alarmierungsschema / Aufgebote / Aufgebotsgruppen - Schadenplatzorganisation - Einsatzablauf - Probealarm - Brandmelde- und Löschanlagen - Schlüsselverwaltung - Wasserversorgung / Abwasser - Besondere Gefahren in der Gemeinde / im Betrieb - Auskunft gegenüber Medien / Dritten - Partnerorganisationen

22 Ausbildungsintervalle Thema (zwingend auszubilden) Intervall Jahr Brandbekämpfung: TLF Einsatz 1 X X X X Brandbekämpfung: Leitungsdienst 1 X X X X Brandbekämpfung: Motorspritzendienst 1 X X X X Brandbekämpfung: Kleinlöschgeräte 3 X Brandbekämpfung: Spezialgeräte 2 X X Brandbekämpfung: Dreifacher Brandschutz / Löschangriff 2 X X Brandbekämpfung: Verbraucher 2 X X Rettungsdienst: Leiterndienst 1 X X X X Rettungsdienst: Rettungen über Leitern 1 X X X X Rettungsdienst: Spezielle Rettungen; Selbstrettung 2 X X Rettungsdienst: Spezielle Rettungen; aus Höhen und Tiefen 2 X X Rettungsdienst: Räumen / Evakuieren 3 X Rettungsdienst: Erste Hilfe 1 X X X X Rettungsdienst: Spezielle Rettungen: Tiere 2 X X Sanitätsdienst: Patientenbeurteilung 1 X X X X Sanitätsdienst: Zusammenarbeit mit Partnern 2 X X Umweltaufgaben: Oelwehr 2 X X Technische Hilfeleistung: Elementarereignisse 2 X X Technische Hilfeleistung: Pionierdienst 2 X X Umweltaufgaben: Chemie (Stufe Ortsfeuerwehr) 2 X X Atemschutz:: Sicherheitsbestimmungen, Unfallverhütung 1 X X X X Atemschutz: Truppführung und Überwachung 1 X X X X Atemschutz: Einsatz Wärmebildkamera 1 X X X X Elektrodienst: Sicherheitsbestimmungen einhalten 1 X X X X Verkehrsdienst: Grundsätze der Signalisation gemäss SSV 1 X X X X Motorwagendienst: Fahrtraining mit schweren Fahrzeugen 1 X X X X Motorwagendienst: Maschinistenausbildung 2 X X Motorwagendienst: Verhalten bei Unfällen 2 X X Kaderausbildung: Schadenplatzorganisation 1 X X X X Kaderausbildung: Führungsrhythmus 1 X X X X Kaderausbildung: Befehlsgebung 1 X X X X Kaderausbildung: Of Funktionen kennen und anwenden 1 X X X X Kaderausbildung: Lektionsvorbereitung und -durchführung 2 X X Weitere Themen können je nach Ausbildungsstand und Bedarf eingesetzt werden.

23 Brandbekämpfung Grundsätzliches: - Löschvorgang - Löschmittel, Eignung der Löschmittel - Brandklassen - Verhalten von Gasflaschen im Brandfall - Verhalten gegenüber spannungsführenden Teilen oder Anlagen - 3-facher Brandschutz / 3-facher Löschangriff - Sicherheitsbestimmungen Leitungsdienst: - Hydrantenbedienung - Rohrführergrundsätze - Leitungsarten - Leitungsnummerierung - Erstellen Transportleitung - Erstellen Druckleitung - Verlängern / verkürzen von Leitungen - Schlauch auswechseln - Rückzug - Schaumarten - Handhabung Strahl- und Schaumrohre Löschgeräte: - Handfeuerlöscher - Löschdecke - Hauslöschposten Tanklöschfahrzeug: - Verantwortlichkeiten - Standardeinsatz Verbraucher: - Wasser- / Schaumwerfer - Hydroschilder Spezialgeräte: - Lüfter - Rauchabzugsgerät

24 Motorspritzendienst: - Zweck, Einteilung, Meldewesen - Verantwortlichkeiten - Sicherheitsbestimmungen - Maschinistendienst - Ansaugen ab Gewässer - Einspeisen ab Hydrant

25 Rettungsdienst Grundsätzliches: - Rettungskette / Rettungsablauf - Sicherheitsbestimmungen - Seil- und Gurtenprüfung - Seilwicklungen - Karabinerbremse - Brust- und Rückenbindung - Fix-Punkt-Sicherung Rettungen: - Sicherung - Rettung steigunsichere / steigunfähige Person - Selbstrettung (nur Atemschutz) - Rettungsgeschirr - Rettung von Tieren - Rettung aus der Tiefe - Räumung / Evakuierung von Gebäuden Leiterndienst: - Leiternarten - Sicherheitsbestimmungen - Ausrüstung - Aufstellen und Rückzug - Bewegungen mit der Leiter - Löscheinsatz über Schiebeleiter

26 Sanitätsdienst - Feuerwehrsanität - Infektionsschutz (persönliche Sicherheit) - Patientenbeurteilung ABC - Lagerung - Beatmung - Blutstillung - Transport - Verbrennungen - Rauchvergiftungen - Verätzungen - Zusammenarbeit mit Partnern (RDZ)

27 Elementarereignisse / Techn. Hilfeleistung Grundsätzliches: - Ausrüstung - Sicherheitsbestimmungen - Allgemeines Vorgehen Gerätebedienung durch alle AdF: - Pneumatische Hebekissen - Seilzugapparat (z.b. Habegger) - Hilfsmittel (Geissfuss / Beile / Bolzenschneider etc.) - Tauchpumpen - Wassersauger - Schmutzwasserpumpen Gerätebedienung durch besonders geschulte AdF: - Hydraulisches Rettungsgerät - Kettensägen - Trennscheiben - Schneidgeräte - Seilwinden - Fusswinden - Hydraulische Türöffner Ölwehr gemäss Ölwehrkonzept Kanton Zug Chemiewehr gemäss Chemiewehrkonzept Kanton Zug

28 Ergänzungen Stützpunktfeuerwehr - Verhalten auf Autobahnen und Bahnanlagen - Rettungen über ADL / HRF - Löscheinsatz über ADL / HRF - Einsatz Sprungretter - Einsatz ULF - Schwerer Wassertransport - Einsatz Wasserbrücke Ölwehr: - Einsatz auf Flüssen und Seen Chemiewehr: - gemäss interner Ausbildungsplanung

29 Spezialausbildung Atemschutz: - Arztuntersuch gemäss Weisung FKS - Übersicht und Kenntnisse der Atemschutzsysteme - Atemphysiologie, Atemluft - Giftige Gase Grundkenntnisse: - Sicherheitsbestimmungen / Unfallverhütung - Schadenplatzorganisation Atemschutz - Meldewesen - Ausrüstung Gerätekenntnisse - Aufbau und Funktion der feuerwehreigenen Atemschutzgeräte - Retablierung der feuerwehreigenen Atemschutzgeräte Truppführung und Überwachung - Verantwortlichkeiten - Einsatzformation - Trupparbeit - Einsatzdauer - Sicherung - Kommunikation - Verhalten bei besonderen Vorkommnissen Praktische Arbeit: - Bereitstellung - Einsatz ab TLF oder AS-Fahrzeug - Truppführung - Truppsicherung - Verbindung nach aussen / Truppüberwachung - Absuchen - Einsatz Wärmebildkamera - Selbstrettung - Rückzug - Grob- und Feinreinigung - Dichtprüfung

30 Elektrodienst Voraussetzungen: - Rekrutierung gemäss Reglement - Grundausbildung - Vorteilhaft ist die Zusatzausbildung als Atemschutzgeräteträger Erste Hilfe: - bei Elektrounfällen Kabelanlagen: - Gefahrenzone absperren - spannungslos machen - überwachen zusätzlich bei Freileitungen: o Verankerungen kontrollieren o Abschneiden von Drähten o Masten besteigen / erden Trafostationen: - Sicherheitsbestimmungen kennen - korrektes Verhalten kennen und anwenden Schadenplatz: - Beleuchten - Stromversorgung wichtiger Aggregate - Beratung der Einsatzleitung - Bedienung und Funktion der BMA kennen - Kenntnisse über USV- / Solar- und Notstromanlagen - Beratung bei der Erstellung von Einsatzplänen

31 Verkehrsdienst - reduzierte Grundausbildung Fachdienst:: - den gültigen Normen entsprechende Ausrüstung - Grundsätze der Signalisation nach SSV - Zeichengebung - Absperrung Schadenplatz - wechselseitiger Einbahnverkehr - Umleitung Kreisverkehr - Organisation von Umleitungen - Organisation Rettungsachsen - Bezug vorbereiteter Dispositive - Einweisung Hilfskräfte - Zusammenarbeit mit Polizei

32 Sanitätsdienst - reduzierte Grundausbildung Fachdienst:: - AED-BLS Kurs absolviert - Schadenplatzorganisation / Unterstellung / Zusammenarbeit mit dem RDZ - ABC /BLS - Puls - und BD-Messung - Beatmen mit einer Taschenmaske - Betreuungsaufgaben - Anamnese gemäss Algorithmen - Aufstellen / Einrichten des Verwundetennestes - Materialkenntnisse - Sauerstoffanwendung - Rauchvergiftung erkennen und behandeln - Verbrennungen / Verbrühungen - Hypothermie erkennen und behandeln - Erweiterter Infektionsschutz (Selbstschutz) - Patientenbeobachtung - Patiententransport / Lagerung / Übergabe an RDZ - Verbände / Fixationen - Umgang von Personen bei psychischer Belastung - Schadenplatzorganisation bei KATA-Ereignis kennen - Aufgaben der Feuerwehrsanität bei KATA-Ereignis kennen - PLS kennen und anwenden können

33 Motorwagendienst Voraussetzungen: - Grundausbildung - Gültiger Führerausweis für die entsprechenden Kategorien Fachdienst: - Theoretische Grundlagen - Kenntnisse der einschlägigen Artikel im Strassenverkehrsgesetz - Weisungen / Unterlagen des Feuerwehrkommandos - Verhalten bei Verkehrsunfällen - Ausrückordnung / Ausfahrrouten / Warteräume - Verhalten auf dem Schadenplatz - Fahren mit schweren Feuerwehrfahrzeugen - Einzelfahrschule - Maschinistenausbildung - Fahrzeugsicherung - Fahren mit Anhänger - Manövrieren / Zeichengebung - Kommunikation / Funk - Parkdienst

34 Kaderausbildung Ausbildung: - Lektionsvorbereitung - Lektionsdurchführung - Lektionsbesprechung - Methodik / Didaktik - Zielformulierungen - Controlling Einsatztaktik und Einsatzführung: - Schadenplatzorganisation - Führungsrhythmus kennen und anwenden - FBE Befehlsgebung und Auftragserteilung - klare Führung erkennbar - stufengerechte Aufträge erteilen - Of Chargen kennen und anwenden - Of Funktionen kennen und anwenden

35 Anhang Stoffinhalt Ausbildungskonzept Grundausbildung Allgemeines - Rechte und Pflichten des AdF - Kernauftrag der Feuerwehr - Organisation und Struktur der eigenen Feuerwehr - Gesetzliche Grundlagen - Persönliche Ausrüstung - Versicherungswesen - Unfallverhütung - Alarmierungsschema / Aufgebote / Aufgebotsgruppen - Schadenplatzorganisation - Einsatzablauf - Probealarm - Brandmelde- und Löschanlagen - Schlüsselverwaltung - Wasserversorgung / Abwasser - Besondere Gefahren in der Gemeinde / im Betrieb - Auskunft gegenüber Medien / Dritten - Partnerorganisationen

36 Ausbildungsintervalle Thema (zwingend auszubilden) Intervall Jahr Brandbekämpfung: TLF Einsatz 1 X X X X Brandbekämpfung: Leitungsdienst 1 X X X X Brandbekämpfung: Motorspritzendienst 1 X X X X Brandbekämpfung: Kleinlöschgeräte 3 X Brandbekämpfung: Spezialgeräte 2 X X Brandbekämpfung: Dreifacher Brandschutz / Löschangriff 2 X X Brandbekämpfung: Verbraucher 2 X X Rettungsdienst: Leiterndienst 1 X X X X Rettungsdienst: Rettungen über Leitern 1 X X X X Rettungsdienst: Spezielle Rettungen; Selbstrettung 2 X X Rettungsdienst: Spezielle Rettungen; aus Höhen und Tiefen 2 X X Rettungsdienst: Räumen / Evakuieren 3 X Rettungsdienst: Erste Hilfe 1 X X X X Rettungsdienst: Spezielle Rettungen: Tiere 2 X X Sanitätsdienst: Patientenbeurteilung 1 X X X X Sanitätsdienst: Zusammenarbeit mit Partnern 2 X X Umweltaufgaben: Oelwehr 2 X X Technische Hilfeleistung: Elementarereignisse 2 X X Technische Hilfeleistung: Pionierdienst 2 X X Umweltaufgaben: Chemie (Stufe Ortsfeuerwehr) 2 X X Atemschutz:: Sicherheitsbestimmungen, Unfallverhütung 1 X X X X Atemschutz: Truppführung und Überwachung 1 X X X X Atemschutz: Einsatz Wärmebildkamera 1 X X X X Elektrodienst: Sicherheitsbestimmungen einhalten 1 X X X X Verkehrsdienst: Grundsätze der Signalisation gemäss SSV 1 X X X X Motorwagendienst: Fahrtraining mit schweren Fahrzeugen 1 X X X X Motorwagendienst: Maschinistenausbildung 2 X X Motorwagendienst: Verhalten bei Unfällen 2 X X Kaderausbildung: Schadenplatzorganisation 1 X X X X Kaderausbildung: Führungsrhythmus 1 X X X X Kaderausbildung: Befehlsgebung 1 X X X X Kaderausbildung: Of Funktionen kennen und anwenden 1 X X X X Kaderausbildung: Lektionsvorbereitung und -durchführung 2 X X Weitere Themen können je nach Ausbildungsstand und Bedarf eingesetzt werden.

37 Brandbekämpfung Grundsätzliches: - Löschvorgang - Löschmittel, Eignung der Löschmittel - Brandklassen - Verhalten von Gasflaschen im Brandfall - Verhalten gegenüber spannungsführenden Teilen oder Anlagen - 3-facher Brandschutz / 3-facher Löschangriff - Sicherheitsbestimmungen Leitungsdienst: - Hydrantenbedienung - Rohrführergrundsätze - Leitungsarten - Leitungsnummerierung - Erstellen Transportleitung - Erstellen Druckleitung - Verlängern / verkürzen von Leitungen - Schlauch auswechseln - Rückzug - Schaumarten - Handhabung Strahl- und Schaumrohre Löschgeräte: - Handfeuerlöscher - Löschdecke - Hauslöschposten Tanklöschfahrzeug: - Verantwortlichkeiten - Standardeinsatz Verbraucher: - Wasser- / Schaumwerfer - Hydroschilder Spezialgeräte: - Lüfter - Rauchabzugsgerät

38 Motorspritzendienst: - Zweck, Einteilung, Meldewesen - Verantwortlichkeiten - Sicherheitsbestimmungen - Maschinistendienst - Ansaugen ab Gewässer - Einspeisen ab Hydrant

39 Rettungsdienst Grundsätzliches: - Rettungskette / Rettungsablauf - Sicherheitsbestimmungen - Seil- und Gurtenprüfung - Seilwicklungen - Karabinerbremse - Brust- und Rückenbindung - Fix-Punkt-Sicherung Rettungen: - Sicherung - Rettung steigunsichere / steigunfähige Person - Selbstrettung (nur Atemschutz) - Rettungsgeschirr - Rettung von Tieren - Rettung aus der Tiefe - Räumung / Evakuierung von Gebäuden Leiterndienst: - Leiternarten - Sicherheitsbestimmungen - Ausrüstung - Aufstellen und Rückzug - Bewegungen mit der Leiter - Löscheinsatz über Schiebeleiter

40 Sanitätsdienst - Feuerwehrsanität - Infektionsschutz (persönliche Sicherheit) - Patientenbeurteilung ABC - Lagerung - Beatmung - Blutstillung - Transport - Verbrennungen - Rauchvergiftungen - Verätzungen - Zusammenarbeit mit Partnern (RDZ)

41 Elementarereignisse / Techn. Hilfeleistung Grundsätzliches: - Ausrüstung - Sicherheitsbestimmungen - Allgemeines Vorgehen Gerätebedienung durch alle AdF: - Pneumatische Hebekissen - Seilzugapparat (z.b. Habegger) - Hilfsmittel (Geissfuss / Beile / Bolzenschneider etc.) - Tauchpumpen - Wassersauger - Schmutzwasserpumpen Gerätebedienung durch besonders geschulte AdF: - Hydraulisches Rettungsgerät - Kettensägen - Trennscheiben - Schneidgeräte - Seilwinden - Fusswinden - Hydraulische Türöffner Ölwehr gemäss Ölwehrkonzept Kanton Zug Chemiewehr gemäss Chemiewehrkonzept Kanton Zug

42 Ergänzungen Stützpunktfeuerwehr - Verhalten auf Autobahnen und Bahnanlagen - Rettungen über ADL / HRF - Löscheinsatz über ADL / HRF - Einsatz Sprungretter - Einsatz ULF - Schwerer Wassertransport - Einsatz Wasserbrücke Ölwehr: - Einsatz auf Flüssen und Seen Chemiewehr: - gemäss interner Ausbildungsplanung

43 Spezialausbildung Atemschutz: - Arztuntersuch gemäss Weisung FKS - Übersicht und Kenntnisse der Atemschutzsysteme - Atemphysiologie, Atemluft - Giftige Gase Grundkenntnisse: - Sicherheitsbestimmungen / Unfallverhütung - Schadenplatzorganisation Atemschutz - Meldewesen - Ausrüstung Gerätekenntnisse - Aufbau und Funktion der feuerwehreigenen Atemschutzgeräte - Retablierung der feuerwehreigenen Atemschutzgeräte Truppführung und Überwachung - Verantwortlichkeiten - Einsatzformation - Trupparbeit - Einsatzdauer - Sicherung - Kommunikation - Verhalten bei besonderen Vorkommnissen Praktische Arbeit: - Bereitstellung - Einsatz ab TLF oder AS-Fahrzeug - Truppführung - Truppsicherung - Verbindung nach aussen / Truppüberwachung - Absuchen - Einsatz Wärmebildkamera - Selbstrettung - Rückzug - Grob- und Feinreinigung - Dichtprüfung

44 Elektrodienst Voraussetzungen: - Rekrutierung gemäss Reglement - Grundausbildung - Vorteilhaft ist die Zusatzausbildung als Atemschutzgeräteträger Erste Hilfe: - bei Elektrounfällen Kabelanlagen: - Gefahrenzone absperren - spannungslos machen - überwachen zusätzlich bei Freileitungen: o Verankerungen kontrollieren o Abschneiden von Drähten o Masten besteigen / erden Trafostationen: - Sicherheitsbestimmungen kennen - korrektes Verhalten kennen und anwenden Schadenplatz: - Beleuchten - Stromversorgung wichtiger Aggregate - Beratung der Einsatzleitung - Bedienung und Funktion der BMA kennen - Kenntnisse über USV- / Solar- und Notstromanlagen - Beratung bei der Erstellung von Einsatzplänen

45 Verkehrsdienst - reduzierte Grundausbildung Fachdienst:: - den gültigen Normen entsprechende Ausrüstung - Grundsätze der Signalisation nach SSV - Zeichengebung - Absperrung Schadenplatz - wechselseitiger Einbahnverkehr - Umleitung Kreisverkehr - Organisation von Umleitungen - Organisation Rettungsachsen - Bezug vorbereiteter Dispositive - Einweisung Hilfskräfte - Zusammenarbeit mit Polizei

46 Sanitätsdienst - reduzierte Grundausbildung Fachdienst:: - AED-BLS Kurs absolviert - Schadenplatzorganisation / Unterstellung / Zusammenarbeit mit dem RDZ - ABC /BLS - Puls - und BD-Messung - Beatmen mit einer Taschenmaske - Betreuungsaufgaben - Anamnese gemäss Algorithmen - Aufstellen / Einrichten des Verwundetennestes - Materialkenntnisse - Sauerstoffanwendung - Rauchvergiftung erkennen und behandeln - Verbrennungen / Verbrühungen - Hypothermie erkennen und behandeln - Erweiterter Infektionsschutz (Selbstschutz) - Patientenbeobachtung - Patiententransport / Lagerung / Übergabe an RDZ - Verbände / Fixationen - Umgang von Personen bei psychischer Belastung - Schadenplatzorganisation bei KATA-Ereignis kennen - Aufgaben der Feuerwehrsanität bei KATA-Ereignis kennen - PLS kennen und anwenden können

47 Motorwagendienst Voraussetzungen: - Grundausbildung - Gültiger Führerausweis für die entsprechenden Kategorien Fachdienst: - Theoretische Grundlagen - Kenntnisse der einschlägigen Artikel im Strassenverkehrsgesetz - Weisungen / Unterlagen des Feuerwehrkommandos - Verhalten bei Verkehrsunfällen - Ausrückordnung / Ausfahrrouten / Warteräume - Verhalten auf dem Schadenplatz - Fahren mit schweren Feuerwehrfahrzeugen - Einzelfahrschule - Maschinistenausbildung - Fahrzeugsicherung - Fahren mit Anhänger - Manövrieren / Zeichengebung - Kommunikation / Funk - Parkdienst

48 Kaderausbildung Ausbildung: - Lektionsvorbereitung - Lektionsdurchführung - Lektionsbesprechung - Methodik / Didaktik - Zielformulierungen - Controlling Einsatztaktik und Einsatzführung: - Schadenplatzorganisation - Führungsrhythmus kennen und anwenden - FBE Befehlsgebung und Auftragserteilung - klare Führung erkennbar - stufengerechte Aufträge erteilen - Of Chargen kennen und anwenden - Of Funktionen kennen und anwenden

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