Katholische Kirchgemeinde Luzern
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- Miriam Geisler
- vor 8 Jahren
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1 Katholische Kirchgemeinde Luzern Bericht und Antrag des Kirchenrates an den Grossen Kirchenrat Sitzung vom 14. Dezember 2011 Voranschlagskredit Entwicklungszusammenarbeit Verwendung der Gelder 2011 und 2012 Kenntnisnahme
2 Ausgangslage Im Voranschlag 2011 sind Gelder für Entwicklungszusammenarbeit in der Höhe von Franken vorgesehen. Dazu kommen weitere Franken aus dem Ertragsüberschuss Damit wendet die Kirchgemeinde im Jahr 2011 insgesamt Franken für Entwicklungszusammenarbeit auf. Die Verwendung dieses Betrags ist bisher noch nicht festgelegt worden. Gründe dafür sind die Aufnahme der Arbeit der neu geschaffenen Doppelratskommission für Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen des neuen Kommissionenkonzepts (bisher Kommission für Entwicklungshilfe des Grossen Kirchenrates) sowie die Neukonzeptionierung der Entwicklungszusammenarbeit in der Katholischen Kirche Luzern im laufenden Jahr, die von der neuen Kommission begleitet wurde (siehe separater Bericht und Antrag zur Kenntnisnahme Entwicklungszusammenarbeit und zwischenkirchlicher Austausch Konzept ). Im Voranschlag 2012 sind Gelder für Projektunterstützung und Soforthilfe in der Entwicklungszusammenarbeit in der Höhe von Franken vorgesehen. Zusätzlich ist für erste Umsetzungsschritte des neuen Konzepts ein Kredit von Franken als gesperrter Kredit eingestellt. In Zusammenarbeit mit der Doppelratskommission für Entwicklungszusammenarbeit hat der Kommissionssekretär Urban Schwegler (gemäss dem Auftrag der Kommission) einen Vorschlag zu Handen des Kirchenrates für die Projektunterstützung und die Soforthilfe 2011 und 2012 entwickelt. Verwendung des Voranschlagskredits 2011 Von den insgesamt Franken für Entwicklungszusammenarbeit 2011 werden Franken gemäss einem Verteilschlüssel (siehe Anhang) auf neun kirchliche Hilfswerke verteilt sowie zusätzlich zwei Projekte mit direktem Bezug zu Luzern mit dem Gesamtbetrag von Franken unterstützt Franken sollen im Sinne des neuen Konzepts an die entwicklungspolitische Organisation Erklärung von Bern gehen, Franken hat der Kirchenrat in Anlehnung an die bisherige Praxis bereits für Soforthilfe gesprochen. Die zwei zu unterstützenden Projekte mit Bezug zu Luzern betreffen erstens eine Initiative der Pfarrei St. Josef Maihof zur Unterstützung eines Projekts der ACJ-YMCA Medellín zur Ausbildung und Beratung von Jugendlichen als Umweltförderer. Betreut wird dieses Projekt von der Organisation Hoyzon, der Entwicklungsorganisation des CEVI-Schweiz. Es besteht hier ein direkter Bezug zur Pfarrei St. Josef Maihof, die sich inhaltlich mit diesem Projekt auseinandersetzt und über Hans Alberto Nikol, Bereichsleiter Sozialdiakonie, der mit den Projektverantwortlichen in Verbindung steht. Das Projekt soll vorerst für zwei Jahre unterstützt werden. Nach Vorliegen eines Zwischenberichtes kann für 2013 eine dritte Beitragstranche gesprochen werden. Zweitens soll über zwei Jahre (2011/12) ein Projekt zur Finanzierung von Kleinbewässerungsanlagen zugunsten von mittellosen Familien in Mosambik der Organisation W-3-W Wasser für die Dritte Welt, mit Hans-Peter Marbet der Regionalgruppe Luzern, unterstützt werden. Die Kommission für Entwicklungszusammenarbeit möchte zu diesem Projekt zusätzliche Detailinformationen betreffend die Wassernutzung und Wasserwirtschaft im Projektgebiet. 2
3 Verwendung des Voranschlagskredits 2012 Analog zum Jahr 2011 sollen im Voranschlag Franken für die Projektunterstützung auf die gleichen neun Hilfswerke sowie die zwei Projekte mit Bezug zu Luzern verteilt werden. Dem Kirchenrat stehen Franken für Soforthilfe zur Verfügung. Gemäss dem Konzept Entwicklungszusammenarbeit und zwischenkirchlicher Austausch (Seite 18) wird zudem ein gesperrter Kredit von Franken für erste Umsetzungsschritte (insbesondere Fairer Handel) gesprochen. Darin ist auch ein Unterstützungsbeitrag an eine entwicklungspolitische Organisation enthalten. Perspektiven Die Verwendung des Voranschlagskredits Entwicklungszusammenarbeit wird sich in Zukunft nach der Struktur der Oberziele im neuen Konzept Entwicklungszusammenarbeit und zwischenkirchlicher Austausch und den 2011 und 2012 angewendeten Prinzipien richten: 1. Bewusstseinsbildung und zwischenkirchlicher Austausch In diesem Tätigkeitsbereich soll auf den bisherigen Aktivitäten aufgebaut werden. Daher ergibt sich noch kein zusätzlicher Finanzbedarf. 2. Beschaffung/Investition/Unterhalt - Fairer Handel In einem ersten Schritt soll zunächst geklärt werden, in welchen Ausgabenfeldern die Prinzipien des Fairen Handels in der Katholischen Kirche Luzern angewendet werden können und sollen. Die Entwicklung der Kosten in diesem Bereich ist erst nach dieser Klärung abzuschätzen. 3. Finanzielle Solidarität / Projektunterstützung Projektunterstützung Die Projektunterstützung via kirchliche Hilfswerke geschieht in Zukunft nach einem periodisch zu überprüfenden Schlüssel zur Verteilung der Beiträge. Der Schlüssel 2011/2012 wurde aus den Beträgen errechnet, die die Kirchgemeinde Luzern zwischen 1990 und 2010 verschiedenen kirchlichen Hilfswerken gesprochen hat. Als neu zu unterstützendes Hilfswerk wird hier die Bethlehem Mission Immensee (BMI) in den Verteilschlüssel aufgenommen, die bisher von der Kirchgemeinde Luzern nicht unterstützt wurde. Der Vorteil des gewählten Vorgehens liegt darin, dass die Hilfswerke selbst bestimmen können, wo und wie sie das Geld in der Entwicklungszusammenarbeit einsetzen möchten, also auch Projekte finanzieren können, die für Geldgeber auf den ersten Blick wenig attraktiv erscheinen, die aber dringend auf Unterstützung angewiesen sind. Zudem können sich die Hilfswerke sollte dieses System auch in den nächsten Jahren beibehalten werden auf die Katholische Kirche Luzern als verlässliche Partnerin stützen, da sie für jedes Jahr wissen, wie viel Geld sie ungefähr zu erwarten haben. Diese Vorgehensweise kommt schliesslich der Arbeitsweise der Hilfswerke entgegen, welche die Finanzierung der unterstützten Projekte längerfristig sicherstellen müssen, um nachhaltig arbeiten zu können. Die Hilfswerke, die von der Kirchgemeinde mit einem Beitrag unterstützt werden, legen Rechenschaft über die Verwendung der zugesprochenen Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit ab und verpflichten sich, mit Berichten und Besuchen von Projektmitarbeiter/innen und Gästen aus dem Süden zur Bewusstseinsbildung und zum zwischenkirchlichen Austausch in der Katholischen Kirche Luzern beizutragen. Dies kann in einem wesentlich breiteren Rahmen als bei der bisherigen Kommission für Entwicklungszusammenarbeit geschehen. 3
4 Soforthilfe Für die Soforthilfe wird jeweils ein fester Betrag reserviert, mit dem der Kirchenrat kurzfristig auf Aufrufe kirchlicher Hilfswerke in Katastrophenfällen reagieren kann. 4. Entwicklungspolitik Im neuen Konzept heisst es dazu: Die Kirchgemeinde unterstützt verbindlich und nachhaltig das entwicklungspolitische Engagement von Hilfswerken, Verbänden und entwicklungspolitischen Organisationen. Dafür wird regelmässig ein substantieller Betrag eingesetzt. 4
5 Antrag Der Kirchenrat beantragt dem Grossen Kirchenrat, die Verwendung der Gelder 2011 und 2012 bezüglich des Voranschlagskredits Entwicklungszusammenarbeit zur Kenntnis zu nehmen (gemäss Artikel 52 des Geschäftsreglements des Grossen Kirchenrates). Luzern, 21. November 2011 Für den Kirchenrat Teres Steiger-Graf, Präsidentin Peter Bischof, Geschäftsführer Kenntnisnahme des Grossen Kirchenrates Die Verwendung der Gelder 2011 und 2012 bezüglich des Voranschlagskredits Entwicklungszusammenarbeit wird zur Kenntnis genommen. Luzern, 14. Dezember 2011 Für den Grossen Kirchenrat Franziska Loretan-Saladin, Präsidentin Peter Bischof, Sekretär 5
6 Voranschlagskredit Entwicklungszusammenarbeit 2011 und Ertragsüberschussanteil 2010: Verwendung Katholische Kirchgemeinde Luzern Anhang 6 Soforthilfe Einzelprojekte Posten Verteilschlüssel Betrag Bemerkungen Hilfswerke Betrag Hilfswerk Anteil pro Hilfswerk gemäss 106'500 Caritas 25% 106'500 Fastenopfer 25% 42'600 Brücke 10% 42'600 Elisabethenwerk 10% 42'600 Missio 10% 21'300 Bethlehem Mission Immen- 5% see 21'300 Kolping 5% 21'300 Miva 5% 21'300 Solidarmed 5% Betrag Projekt Bemerkung Umweltförderung der ACJ- Projektantrag der Pfarrei St. YMCA Medellin Josef-Maihof, in Zusammenarbeit mit Hans Alberto Nikol, Entwicklungspolitik TOTAL Kleinbewässerung (Wasserpumpen) zugunsten von mittellosen Familien in Mosambik Leiter Bereich Sozialdiakonie W-3-W Wasser für die Dritte Welt, Hans-Peter Marbet, Regionalgruppe Luzern Organisation entwicklungspolitischer Aktivitäten Bemerkung Erklärung von Bern Beitrag zur Unterstützung
7 Leiter Bereich Sozialdiakonie W-3-W Wasser für die Dritte Welt, Hans-Peter Marbet, Regionalgruppe Luzern Voranschlagskredit Entwicklungszusammenarbeit 2012: Projektunterstützung und Soforthilfe 7 Posten Verteilschlüssel Betrag Bemerkungen Hilfswerke Betrag Hilfswerk Anteil pro Hilfswerk gemäss 81'500 Caritas 25% 81'500 Fastenopfer 25% 32'600 Brücke 10% 32'600 Elisabethenwerk 10% 32'600 Missio 10% 16'300 Bethlehem Mission Immensee 5% 16'300 Kolping 5% 16'300 Miva 5% 16'300 Solidarmed % Soforthilfe Einzelprojekte Betrag Projekt Bemerkung Umweltförderung der ACJ- YMCA Medellin Projektantrag der Pfarrei St. Josef-Maihof, in Zusammenarbeit mit Hans Alberto Nikol, TOTAL Kleinbewässerung (Wasserpumpen) zugunsten von mittellosen Familien in Mosambik
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