Alternativen für Takeaways: Ökobilanz und systemische Betrachtung

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1 MAS Umwelttechnik und -management Master Thesis 2015 Alternativen für Takeaways: Ökobilanz und systemische Betrachtung Ökobilanz, Kostenrechnung & Systemische Analyse zum Pilotprojekt in der Stadt Bern, Wegwerf oder Mehrweg: Alternativen bei Takeaways Autor: Stefan Werren

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3 Grüne Tatze - Wegwerf oder Mehrweg Erklärung Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Thesisarbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe. Alle Stellen meiner Arbeit, die wörtlich oder sinngemäss aus anderen Werken, einschliesslich Werken aus dem Internet, entnommen sind, habe ich unter Angabe der Quelle unmissverständlich als Entlehnung gekennzeichnet. Dasselbe gilt sinngemäss für bildliche Darstellungen, Tabellen und Ähnliches. Ort / Datum Unterschrift Start der Masterthesis: 01. Juni 2014 Datum Fachgespräch: 05. August 2015 Begleitdozent: Experte: Auftraggeber: Status der Masterthesis: Fredy Dinkel, Dr. Antonio Bauen Jeannette Morath, Grüne Tatze öffentlich FHNW Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Life Sciences Gründenstrasse 40 CH-4132 Muttenz Telefon Web MAS Umwelttechnik und -management

4 Grüne Tatze - Wegwerf oder Mehrweg MAS Umwelttechnik und -management / 80

5 Grüne Tatze - Wegwerf oder Mehrweg Inhaltsverzeichnis 1 Zusammenfassung Einleitung Ausgangslage Probleme mit Einwegverpackungen Zusammensetzung der gelitterten Abfälle Bisherige Bemühungen Abfallreglement Stadt Bern Sauberkeitsrappen Lösungsansätze Lösungsansätze in Städten und Gemeinden Prävention und Sensibilisierung Pfand auf Wegwerf-Verpackungen Mehrwegpflicht per Gesetz Initiativen von Takeaways und Umweltorganisationen Logische Schlussfolgerung Auftrag Die «Grüne Tatze» Vorprojekt Das Pilotprojekt Analyse der Zielgruppen Materialien & Methoden Pilotprojekt im Detail Innovation der Idee Kundennutzen Stakeholder Die Bring Back Box Resultate Ökologischer Vergleich Untersuchungsobjekte Methodik und Vorgehen Problemstellung und Rahmenbedingungen Sachbilanz Wirkbilanz Bewertung Ergebnisse MAS Umwelttechnik und -management / 80

6 Grüne Tatze - Wegwerf oder Mehrweg Vergleich der Behälter Schlussfolgerung Systemische Betrachtung Zieldefinition Methodik und Ergebnisse Systembeschreibung Zusammenhänge und Spannungsfelder der Situation verstehen (Systemvernetzung) Interpretation der Systemdynamik Zielformulierung und Identifikation erster Eingriffsmöglichkeiten Lösungsansätze Vollkosten Produkt Setup Interner Waschprozess Externer Waschprozess Kostenaufstellung Ertragszusammenstellung Unternehmensgewinn Kosten pro Einheit Einzelergebnis Schlussfolgerung Anhang A. Die Bring Back Box B. Prozesse «Grüne Tatze» C. Lösungsvarianten D. Kalkulation Abkürzungs- / Definitionsverzeichnis Tabellenverzeichnis Abbildungsverzeichnis Literaturverzeichnis MAS Umwelttechnik und -management / 80

7 Grüne Tatze - Wegwerf oder Mehrweg 1 Zusammenfassung Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wirtschaftlicher Druck nach ständigem Wachstum hat unser Leben geprägt, das von uns immer flexibleres Handeln erfordert. Mit dieser erhöhten Flexibilität haben sich auch unser Lebensstil und das Zusammenleben geändert. Wir verpflegen uns vermehrt unterwegs oder mit Freunden an öffentlichen Plätzen und konsumieren dabei Produkte in Wegwerfverpackungen, die unterwegs entsorgt werden. Das lässt unsere Abfallberge und die damit verbundenen Probleme der Entsorgung und des Ressourcenverbrauchs immer grösser werden. Als Lösungsansatz, um diesen Abfallmassen im Food-Bereich entgegenzuwirken, wurde in der Stadt Bern ein Pilotprojekt für Mehrweggeschirr durchgeführt, bei dem von Juni 2014 bis März 2015 einige Takeaway-Betriebe dieses System testen konnten. Dafür wurde extra ein neuer Behälter, die Bring Back Box entwickelt. Das System - «Grüne Tatze» - stellt den beteiligten Takeaways die Bring Back Boxen zur Verfügung. Die Takeaways geben ihren Kunden für ein Depot die Menus in diesen Behältern ab. Das System sieht vor, dass die Takeaways die Behälter nach Rückgabe der Konsumenten abwaschen oder durch die «Grüne Tatze» abgeholt, gewaschen und wieder an die Takeaways verteilt werden. Der Preis für diese Dienstleistungen sollte die Kosten für einen Einwegbehälter nicht übermässig übersteigen. Im Rahmen dieses Pilotbetriebs wurden unter anderem die Akzeptanz bei den Takeaways, den Konsumenten und der Stadt Bern ermittelt, sowie die Umsetzbarkeit dieses Systems in den Betrieben getestet. Nach dem Pilotbetrieb steht die «Grüne Tatze» vor der Vereinsgründung. Um die Etablierung der «Grünen Tatze» zu unterstützen, wurden in dieser Arbeit die Aspekte Ökologie, systemische Betrachtung und Vollkosten untersucht. Mit einer Ökobilanz wurde ermittelt, dass weniger als 10 Waschzyklen nötig sind, bis die Box weniger Umweltauswirkungen hat als die verglichenen Einwegbehälter. Dabei wurde darauf geachtet, dass Behälter in den Vergleich einbezogen wurden, die bei den Takeaways in Bern sehr verbreitet sind und in ihrer Funktionalität in etwa der Bring Back Box entsprechen. Aus systemischer Sicht konnte das Mehrwegsystem aufgrund der Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Pilotbetrieb in der Gesamtheit betrachtet werden. Die interne Vernetzung der Teilsysteme und der Abbildung der Systemgrenze ergaben eine Dynamik, aus der verschiedene Schwerpunkte und Optimierungs-Massnahmen abgeleitet werden konnten. So wurde das Systemziel von Etablieren und wirtschaftlicher Betrieb der «Grünen Tatze» auf zufriedene Konsumenten und optimal unterstützte Kunden geändert. Aufgrund dessen konnten für die Einführung Optimierungsvorschläge gemacht werden. Der Aspekt Vollkostenrechnung bricht die periodendominierte Kosten und Ertragssicht auf und liefert für die zwei Szenarien den internen und externen Waschprozess Beträge pro Einheit. Die Einheiten wurden gleich definiert wie beim ökologischen Vergleich. Diese Berechnungen wurden für die nächsten vier Jahre erstellt. Die Kosten und Erträge stammen aus den im Businessplan von Jeannette Morath (Studienleiterin «Grüne Tatze») angenommenen Zahlen. Für das Szenario der internen Wäsche sind die Beträge pro Einheit positiv, die Beträge für den zentralen Abwasch sind im Moment negativ, das heisst die Kosten können nicht vollständig MAS Umwelttechnik und -management / 80

8 Grüne Tatze - Wegwerf oder Mehrweg gedeckt werden. Das Total über die Berechnungsperioden ist jedoch positiv, da die Erträge für die interne Wäsche den fehlenden Betrag der externen Wäsche decken. MAS Umwelttechnik und -management / 80

9 2 Einleitung 2.1 Ausgangslage Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wirtschaftlicher Druck mit der Forderung nach ständigem Wachstum hat unser Leben geprägt. Die klassische Rollenverteilung und das Familienleben das wir noch vor 30 Jahren kannten, wurde durch ein flexibles Modell in dem Mann und Frau erwerbstätig sind, oder es vermehrt Single-Haushalte mit hohem Einkommen gibt, abgelöst. Mit dieser Veränderung nehmen wir für den Erwerb immer längere Arbeitswege auf uns und müssen dadurch zunehmend flexibler agieren. Diese Veränderungen haben auch Einfluss auf unser Verhalten unterwegs. Wir frühstücken im Zug, essen das Mittagessen auf einem Ausflug oder mit Freunden im Park. Das Takeaway Angebot ist mit dieser Veränderung stetig gewachsen und damit auch die Verpackungen in welcher die Takeaway-Produkte verkauft werden Probleme mit Einwegverpackungen Die zunehmende Verbreitung von Convenience Produkten, die in Einweggebinde verpackt sind - und hauptsächlich jene, die auf öffentlichem Raum konsumiert werden, verursachen verschiedene Probleme. Sie verbrauchen gemessen an ihrem Lebenszyklus sehr viel Energie und Ressourcen. Sie werden oft nicht ordnungsgemäss entsorgt, was zu unsauberen Strassenbildern, verunreinigten Parkanlagen und sogar Problemen auf Viehweiden führt. Ausser thermischer Verwertung bestehen bislang keine Möglichkeiten, diese Gebinde in einen Recycling-Prozess zu überführen. Aktuell haben weder die Takeaway-Betreiber noch die Kunden eine echte Alternative zu Einwegverpackungen Zusammensetzung der gelitterten Abfälle (Quelle: Webseite Bundesamt für Umwelt, Thema Abfall, Merkmale und Ausmass des Litterings in der Schweiz) Auf die Fläche bezogen verursacht Littering in Stadtzentren während der Sommersaison eine Abfalldichte von durchschnittlich einem Abfallstück pro Quadratmeter (ohne Zigaretten) und zwei Abfallstücken pro Quadratmeter mit Zigaretten. Der Grossteil dieser Abfälle konzentriert sich jedoch auf Aufenthaltsbereiche. Die Zusammensetzung der im städtischen Raum gelitterten Abfälle entspricht etwa der Häufigkeit der unterwegs konsumierten Produkte. Die fliegende Verpflegung, welche 55% der unterwegs entstehenden Abfälle erzeugt, macht mehr als 50% des Litters aus. Zeitungen und Flyer haben einen Anteil von mehr als 20%. Etwa 5% des Litters besteht aus Tragtaschen, welche sehr oft für MAS Umwelttechnik und -management / 80

10 den Transport der fliegenden Verpflegung genutzt werden. Die restlichen 20% stellen Kleinabfälle wie Verpackungsbruchstücke, Essensreste oder sonstiger Schmutz dar. Eine Erhebung der IG Detailhandel Schweiz (IG DHS) ergab, dass deren Kunden 30% der gelitterten Abfallstücke verursachten. Dabei stammen 26% dieser gelitterten Abfallstücke von Takeaway-Produkten der IG DHS-Mitglieder und 4% von IG DHS-Produkten ohne klaren Takeaway-Charakter. Bezogen auf die gesamthaft gelitterte Abfallmenge entfallen zudem 30% auf andere Take-Away-Produktevetreiber und 25% auf (Gratis-)Zeitungen und Flyer. Die Beseitigung von Litter verursacht gegenüber der Entsorgung von Abfalleimerabfällen überproportionale Kosten. Gelitterte Materialien lassen sich in der jetzigen Handhabung nicht in Stoffkreisläufe zurückführen und werden somit der Wiederverwertung entzogen. Diese Angaben bezüglich der Zusammensetzung des Litterings sind Momentaufnahmen. Insbesondere durch die weitere Zunahme von Unterwegs-Verpflegung (Nahrungsmittel und Getränke) dürften sich diese Fraktionsanteile heute entsprechend verschoben haben. 2.2 Bisherige Bemühungen Bisher gab es verschiedene Bemühungen die Abfallmenge zu reduzieren. (Quelle der folgenden Kapitel 2 und 3: «Jeannette Morath, 2015: Mehrwegsystem für Takeaway Betriebe Grüne Tatze» Abfallreglement Stadt Bern Die Stadt Bern setzte am 1. März 2007 ein Abfallreglement in Kraft, welches beim Berner Stimmvolk angenommen wurde. Es sah neben anderen Massnahmen (wie zum Beispiel Mehrwegpflicht an Veranstaltungen) vor, dass neben den Verursachergebühren, welche sich nach Massgabe der zu entsorgenden Abfallmenge richten (u.a. Kehrichtsack- bzw. Container-Gebühren) von den Gebäudeeigentümer auch eine jährliche Grundgebühren erhoben wird. Diese mengenunabhängige Gebühr wurde für Gebäude mit erheblichem Publikumsverkehr (wie Verkaufsgeschäfte, Restaurants, Spitäler, Sportstadien und dergleichen) um den Faktor 1.3 erhöht. Für Verkaufsgeschäfte mit Produkten, deren Verpackungen in der Regel nicht mit dem Hauskehricht, sondern im Öffentlichen Raum entsorgt werden (z.b. Takeaway -Betriebe), betrug der Erhöhungsfaktor Sauberkeitsrappen Der «Sauberkeits-Rappen» vom Städteverband und der Stadt Bern soll bei Geschäften wie Take-Away-Betrieben, Lebensmittelläden sowie bei Anbietern von Veranstaltungen und publikumsintensiven Einrichtungen erhoben werden. Dem Bundesgerichtsurteil entsprechend zielt dieser vom Gemeinderat geplante «Sauberkeits-Rappen» auf eine Mitfinanzierung durch jene indirekten Verursacher ab, die Verpackungen vertreiben oder eine erhöhte Personenpräsenz verursachen, welche erfahrungsgemäss zu Abfällen im öffentlichen Raum führen. Der «Sauberkeits-Rappen» soll gewährleisten, dass all jene Geschäfte und Betriebe einen Beitrag für eine saubere Stadt leisten, deren Tätigkeit MAS Umwelttechnik und -management / 80

11 erfahrungsgemäss zu Abfällen im öffentlichen Raum führt. Zentral beim «Sauberkeits- Rappen» ist, dass er auf eine spürbare Lenkungswirkung abzielt. Wer freiwillig Massnahmen zur Abfallverminderung ergreift zum Beispiel durch den Verzicht auf Verpackungen, den Einsatz von Mehrweggeschirr oder die Einführung eines Pfandsystems soll durch eine Gebührenentlastung belohnt werden. Die Reduktion kann im besten Fall bis zu 100 Prozent betragen. 2.3 Lösungsansätze Städte und Gemeinden sind konstant auf der Suche nach Lösungsansätzen zur Vermeidung von Littering, wie auch Takeaways auf der Suche nach günstigen und umwelt-freundlichen Lösungen sind, Verpackungen zu reduzieren Lösungsansätze in Städten und Gemeinden Repression, Bussen Allgemein gilt ein Teil der Bevölkerung als präventionsresistent. Deshalb wird zur Verhinderung von Littering, wilden Deponien und Vandalismus vermehrt auch auf Repression gesetzt. Damit die Androhung von Bussen eine Wirkung erzielt, ist eine intensive Präsenz der Vollzugpersonen im öffentlichen Raum notwendig. Hohe Bussenbeträge können den Effekt der Bussen erhöhen. Jedoch können zu hohe Bussen für kleine Vergehen zu Akzeptanzproblemen in der Bevölkerung führen Entsorgungsinfrastrukturen Die Positionierung und Gestaltung von Abfallkübeln hat einen entscheidenden Einfluss auf deren Benutzung. Die Platzierung von Kübeln ist dort am wirkungsvollsten, wo der Abfall entsteht, also unmittelbar am Verpflegungsstandort. Beim abendlichen und nächtlichen Konsum ist eine Positionierung bei oder nahe von Lichtquellen wichtig. Auffällige oder künstlerisch gestaltete Abfalleimer werden deutlich mehr genutzt als unauffällige Behälter am gleichen Standort Prävention und Sensibilisierung Mit verschiedenen Massnahmen versucht die Stadt Bern zusammen mit Bern Mobil, der Stadtgärtnerei und dem Tiefbauamt die Klientel (die Takeaway Konsumenten) zu sensibilisieren. Ziel dabei ist, einen Philosophiewechsel zu bewirken. Es wird versucht bei den Konsumenten und Takeaway Betreibern die Verantwortung für Recycling und Entsorgung zu fördern. Oder die IGSU (Interessengemeinschaft Saubere Umwelt) bei der Sauberkeits-Botschafter die Konsumenten über den Umgang mit Abfall und Recycling informieren. Zudem stehen Gemeinden und Städten Informationsmaterial zur Sensibilisierung kostenlos zur Verfügung. MAS Umwelttechnik und -management / 80

12 2.3.3 Pfand auf Wegwerf-Verpackungen Pfand auf Wegwerf-Verpackungen wird kontrovers diskutiert. Auf der einen Seite verspricht man sich eine Reduktion von Verpackungsabfall, auf der anderen Seite ist das Pfand in der Gesellschaft gut akzeptiert. Trotzdem funktioniert die Bepfandung von Wegwerf-Verpackungen in der Praxis nicht. In stressigen Situationen bei viel Andrang wird das Pfand oft weggelassen und je später der Abend, ist ein Pfand nicht mehr das ideale Instrument, um die Klientel zu steuern Mehrwegpflicht per Gesetz Für Events in der Stadt Bern sowie in vielen anderen Städten und Gemeinden ist für das Catering der Einsatz von Mehrweggebinden bereits etabliert und hat sich bestens bewährt. Eine Weiterführung dieses Konzepts könnte durchaus auf Takeaways ausgeweitet werden Initiativen von Takeaways und Umweltorganisationen Takeaways, Konsumenten, Umweltschützer, Firmen, Städte und Gemeinden ärgern sich über den unnötigen Abfall und unternehmen etwas dagegen. So zum Beispiel der Verein Refiller, die Berner Greenpeace Gruppe mit dem Projekt Takewith, die Migros mit ihrem Pilotprojekt wo wärmeisolierende Mehrweg-Essbehälter aus Polypropylen an Kunden verschenkt wurden und das Restaurant Aarbergerhof in Bern, welches 3-teilige Menuteller verkauft. 2.4 Logische Schlussfolgerung Trotz der verschiedenen Anstrengungen hat der Abfallberg nicht abgenommen. Im Gegenteil. Nicht nur subjektiv produziert die Konsumgesellschaft immer mehr Verpackungsabfall. Durch zu billige Verpackungen werden Ess- und Trinkgewohnheiten (Takeaway) verändert, Gratiszeitungen, das zunehmende Angebot an Billigstwaren und Wegwerfprodukten sowie immer mehr Veranstaltungen im öffentlichen Raum führen zu einem Anstieg der Abfallmenge. Der Bequemlichkeit des modernen Schweizers scheinen die privaten und öffentlichen Initiativen wenig zuzusagen um wirklich nachhaltig zu wirken. Eine Lösung kann das Mehrweggeschirr sein. Anstatt Wegwerf zu verwenden, muss für Takeaway-Konsumenten ein einfach und flexibel gestaltetes System mit Mehrwegbehältern zur Verfügung stehen. Die Akzeptanz von Konsumenten, Takeaway-Betreibern, Behörden und Politik sind vorhanden 1 1 Wie eine Befragung von Jeannette Morath, die sie im Rahmen ihrer Masterarbeit durchgeführt hatte, zeigt. MAS Umwelttechnik und -management / 80

13 2.5 Auftrag Jeannette Morath hatte sich dieser Herausforderung angenommen und startete im Juni 2014 (bis Dezember 2014) ein Pilotprojekt in der Stadt Bern, das Mehrwegsystem-Pilotprojekt «Grüne Tatze». Sie erarbeitete diesen Know how-aufbau als Masterthesis bei der FHNW Hochschule für Life Sciences. Für das Pilotprojekt «Grüne Tatze» sollen durch diese ergänzende Arbeit drei Fragestellungen analysiert werden Ist ein Mehrwegbehältnis tatsächlich ökologischer als die verschiedenen Einweggebinde? Wie verhält sich das System «Grüne Tatze», wie sind die Einflussfaktoren und wo könnten potentielle Probleme oder Verbesserungen identifiziert werden (systemische Analyse)? Anhand einer Vollkostenrechnung soll gezeigt werden wie teuer die Bring Back Box (Mehrwegbehälter) der «Grünen Tatze» tatsächlich ist. 3 Die «Grüne Tatze» 2 Mit dem Pilotprojekt «Grüne Tatze» hat sich Jeannette Morath zum Ziel gesetzt, herauszufinden, wie sich ein Mehrwegsystem in der Stadt Bern etablieren und wirtschaftlich betreiben lässt. 3.1 Vorprojekt Vor dem Pilotprojekt von Jeannette Morath hatte die Stadt Bern Abteilung Entsorgung + Recycling eine Studie durchgeführt, in welcher die Bevölkerung zu den Themen Akzeptanz und Häufigkeit der Nutzung eines Mehrwegsystems befragt wurde. Die Resultate dieser Befragung lassen darauf schliessen, dass die Bevölkerung wie auch die Takeaway-Betreiber für ein Mehrwegsystem bereit sind. Abbildung 1 bis Abbildung 4 zeigen die detaillierten Resultate der Befragung (Quelle: Jeannette Morath, 2015: Mehrwegsystem für Takeaway Betriebe Grüne Tatze) 2 Die Daten in Kapitel 2 & 3 wurden zum Teil sinngemäss aus der Studie Mehrwegsystem für Takeaway Betriebe Grüne Tatze wiedergegeben oder kopiert. MAS Umwelttechnik und -management / 80

14 Abbildung 1: Bevölkerungsbefragung ERB, 2010, Aufwand, n=460 Abbildung 2: Befragung Takeaways, ERB, 2010, Teilnahme, n=58 MAS Umwelttechnik und -management / 80

15 Abbildung 3: Befragung Takeaways, ERB, 2010, Einschätzung, n=49 Abbildung 4: Befragung Bevölkerung, ERB, 2010, Akzeptanz, n=424 Die Resultate dieser Umfragen hatten zur Lancierung des Pilotprojektes geführt und Anhaltspunkte für die spätere Akquirierung von Takeaways für das Projekt geliefert. MAS Umwelttechnik und -management / 80

16 3.2 Das Pilotprojekt Mit dem Mehrwegsystem-Pilotprojekt, sollen nicht nur einzelne Produkte mit wiederverwendbarem Geschirr ersetzt werden, sondern ein System entwickelt werden mit dem Ziel, durch mehrmalige Verwendung eine massive Verringerung der Wegwerfgebinde für Unterwegs-Verpflegungen zu erreichen. Das System soll einheitlich über mehrere Anbieter etabliert werden und einen hohen Wiedererkennungswert vermitteln. Takeaway-Anbieter beziehen die speziell dafür entwickelten Bring Back Boxen bei der «Grünen Tatze» für 10 Franken und geben diese gegen ein Depot von 10 Franken an ihre Kundschaft den Konsumenten weiter. Den Takeaways werden die Mehrweg-Boxen quasi gratis zur Verfügung gestellt, da sie das Depot in gleicher Höhe an den Konsumenten weitergeben. Verwendete sowie verschmutzte Bring Back Boxen können vom Konsumenten ungewaschen zu einem beliebigen Takeaway-Betrieb mit «Grüne Tatze» - Label zurückgebracht werden und das Depot wird ihnen in voller Höhe zurückerstattet. Den Erlös generiert die «Grüne Tatze» hauptsächlich mit der Logistik, das heisst sie stellt die Behälter hygienisch sauber den Takeaways zur Verfügung, holt diese schmutzig ab, wäscht sie industriell und stellt sie den Takeaways wieder sauber zur Verfügung. Wäscht ein Takeaway die Boxen selber, wird ihm für die Dauer des Projekts eine Pauschale verrechnet Analyse der Zielgruppen Um eine konkrete Bedürfnisanalyse und eine möglichst grosse Akzeptanz bei den Haupt- Stakeholdern zu erreichen, wurden im Projekt «Grüne Tatze» Takeaway-Betreiber, Konsumenten sowie Städte und Gemeinden befragt. Für Takeaway-Betreiber sind folgende Punkte von zentraler Bedeutung: positives Image des eigenen Betriebes Wünsche und Bedürfnisse der Kundschaft berücksichtigt Kostenstruktur Qualität des Mehrweggeschirrs Entsprechend der Produkte und der Geschäftsphilosophie der einzelnen Takeaway-Anbieter sind auch Umweltaspekte ein wichtiger Faktor. Aber ungeachtet der Philosophie und der Produkte haben alle Takeaways die gleiche Problematik. Sie sind sehr kosten- und ressourcengetrieben, das heisst sie haben wenig finanziellen Spielraum und wenig Zeit für zusätzliche Logistik. Den Hauptanteil ihres Tagesumsatzes erwirtschaften die Takeaways über ein bis zwei Mittagsstunden. Wichtige Punkte für Konsumenten Das Bedürfnis der Konsumenten sich auch unterwegs gesund zu ernähren (biologisch, regional und saisonal) nimmt immer mehr zu. Viele sind auch bereit für die Umwelt einen kleinen Mehraufwand zu leisten, jedoch nicht in finanzieller Hinsicht. MAS Umwelttechnik und -management / 80

17 Anliegen von Städten und Gemeinden Städte und Gemeinden zeigen für ein Mehrwegsystem für Takeaways grosses Interesse. Es besteht jedoch auch Skepsis bezüglich dem langfristigen Erfolg eines solchen neuen Systems. Denn die Städte und Gemeinden wollen auf lange Frist ein Mehrwegsystem nicht dauerhaft subventionieren, obwohl die Kosten von Littering für die Städte und Gemeinden sehr hoch sind. Ein Mehrwegsystem muss also finanziell selbsttragend sein. 3.3 Materialien & Methoden Für das beendete Pilotprojekt wurden folgende konzeptionelle Aspekte definiert. (Quelle: Jeannette Morath, 2015: Mehrwegsystem für Takeaway Betriebe Grüne Tatze) Abbildung 5: "Konzeptionelle Aspekte" Mehrwegsystem Markt: Die Kundenbedürfnisse müssen bekannt sein. Hauptaspekt ist die Simplizität des Systems sowie die Freiwilligkeit. Hygiene/Zeit/Dauer: Eine enge Zusammenarbeit mit den kantonalen Labors ist Voraussetzung für gutes Gelingen. Neben dem Hygiene-Aspekt ist auch die Depotbindung ein grosses Thema (Liquidität), welche im Rahmen des Pilotversuchs geklärt werden muss. Zielgruppe: Die Zielgruppe muss den Kultstatus dieses Mehrwegsystems mit Brand fördern und eine positive Einstellung gegenüber einem umweltbewussten Verhalten gewinnen. Um die Sicherheit des Brands zu garantieren, muss ein Logo/Label kreiert werden, das nicht leicht zu fälschen/kopieren ist. MAS Umwelttechnik und -management / 80

18 Nachhaltigkeit: muss tatsächlich gegeben sein und soll ohne Mahnfinger und ohne Komfortverzicht den Kunden näher gebracht werden. 3.4 Pilotprojekt im Detail Innovation der Idee Das «Grüne Tatze»-Mehrwegsystem soll eine unkomplizierte und einfache ready to use - Methode sein, ohne lange Abklärungen und Anmeldeformalitäten. Das System beruht auf Freiwilligkeit. Gleichzeitig sollen mit dem neuen Gefäss (Bring Back Box) auch die Werte Freude und Genuss vermittelt werden, was sich mit aktuellem Trend und Einstellung der Konsumenten deckt Kundennutzen Sich unterwegs Verpflegende haben grundsätzliche Bedürfnisse. Es muss schnell gehen, gesund, gut, günstig und praktisch sein. Das «Grüne Tatze»-System kann diese Bedürfnisse unterstützen, bietet darüber hinaus einen Mehrwert in Form von Lifestyle, wieder verschliessbarem Essbehälter mit guter Haptik und Umweltfreundlichkeit. Dem Takeaway-Betrieb bietet das vorliegende System einen günstigen und praktischen Service mit der Mehrweg-Box., der Information über die Webseite, der einfachen Anmeldung, der Verrechnung für Takeaways, dem einheitlichen Depot und der Depotkarte Stakeholder Für das Pilotprojekt konnten folgende Stakeholder identifiziert werden, mit welchen auch intensive Gespräche über Anforderungen, Nutzen und Zusammenarbeit geführt wurden. MAS Umwelttechnik und -management / 80

19 grosser Einfluss mittlerer Einfluss kleiner Einfluss Kunden (Take Aways) Innensta dtreinigu ng Kantonschemiker Stadtverband Gastroverein Grad der Betroffenheit Mehrweg Logistiker Mitarbeit er Grüne Tatze Rikschataxi Politik Bürger (Bern) Konsume nten Umweltverbände Preisüberwac her Medien BAFU Abbildung 6: Stake holder Map Mehrweglogistiker Ein Mehrweglogistiker und zuständig für die Reinigung der Bring Back Boxen ist und für die Unterstützung bei Entwicklung und Umsetzung der Bring Back Box. Lokaltransporteur Der Transporteur ist zuständig für Lagerbewirtschaftung und Lieferung- beziehungsweise Rückholung der Bring Back Boxen innerhalb der Stadt Bern. Kantonales Labor Bern Unterstützte das Projekt durch die Begleitung der Erstellung des Hygienekonzepts und mit der Hygienekontrolle während des Pilotprojekts. Kunden Takeaways Lötschberg, &Söhne, Kung Fu Burger, und andere. Gastroverein Branchenverband, der übergeordnet die Interessen der Takeaways vertritt. MAS Umwelttechnik und -management / 80

20 Innenstadtreinigung Stadt Bern Entsorgung + Recycling Städte Verband Zusammenschluss der grösseren Gemeinden. Sie vertreten die Interessen der Stadt Konsumenten Kunden der Takeaways Preisbildungsamt Rechtliche Unterstützung beim Konzept Kauf-Rückkauf-System. Medien Berichteten und unterstützten die Lancierung des Pilotprojekts BAFU Bundesamt für Umwelt unterstützt das Pilotprojekt finanziell Bürger Bern Betroffene Anwohner und Innenstadtvereinigungen (Altstadtleiste, Bern City) Umweltverbände Interessiert an der Vermeidung von Abfall und der Schonung von Ressourcen Politik und Gesetzgeber Unterstützen das Projekt ideell sowie kommunikativ und sind interessiert an der Vermeidung von Abfall Mitarbeiter Interessiert an wirtschaftlichem Betrieb, spannender und nachhaltiger Arbeit MAS Umwelttechnik und -management / 80

21 3.4.4 Die Bring Back Box Als Takeaway Box konnte auf dem Markt nichts Passendes gefunden werden, das die Anforderungen an Hygiene, Form, Dichtheit, Farbe und Stapelbarkeit erfüllt hätte. Aus diesem Grund wurde speziell für dieses Projekt ein Polypropylen (PP) Behälter entwickelt. Abbildung 7: Die Bring Back Box Eine Darstellung vom Entwicklungsprozess der «Grünen Tatze» befindet sich in Kapitel 8 Anhang A Resultate Das Pilotprojekt hat ergeben, dass ein Mehrwegsystem für Takeaways funktioniert und von Takeaway-Betreibern, Konsumenten, Städten und Gemeinden erwünscht ist. Es erfordert jedoch von allen Beteiligten die Bereitschaft, mehr Aufwand in Kauf zu nehmen um das System flächendeckend zu etablieren. Es wurden folgende Schlüssel oder Kernkompetenzen erkannt: Die Logistik muss flexibel und schnell agieren können. Takeaways und Konsumenten sollen selber entscheiden wie ihre Produkte verpackt werden sollen. Ihr Entscheid muss auf Freiwilligkeit basieren. Mit Lifestyle verbunden, soll die Bring Back Box einen emotionalen Mehrwert bieten. Das Design steht im Mittelpunkt, die zeitgemässe, reduzierte Gestaltung, die Funktionalität, die Prozesstauglichkeit und die Orientierung nach den Bedürfnissen der Konsumentinnen und Konsumenten. Ein Mehrwegsystem muss finanziell selbsttragend sein, eine längerfristige Subventionierung oder Fremdfinanzierung ist nicht Ziel führend. Der Kommunikation kommt eine zentrale Rolle zu, nur mit gezielter Aufklärung und Information kann bei den Konsumenten dauerhaft ein Umdenken erreicht werden. Weiter hat sich während dem Pilotbetrieb gezeigt, dass es für Takeaways günstiger ist die Bring Back Box selber zu waschen. Sie umgehen so den Logistikprozess der «Grünen MAS Umwelttechnik und -management / 80

22 Tatze». Das hatte Jeannette Morath dazu veranlasst, dieses Szenario in ihr Geschäftsmodell aufzunehmen. Diese Tatsache wird bei den Analysen berücksichtigt indem für die Ökobilanz, der systemischen Analyse und der Vollkosten die beiden Szenarien Gastrowäsche und industrielle Wäsche berücksichtigt werden. Bei der Industriellen Wäsche wird der ganze Prozess der Lieferung vom Lokallager zum Takeaway der Logistik zum Lokallager der Logistik und des Waschprozesses vom Lokallager zur Waschstrasse und zurück zum Lokallager berücksichtigt. Bei der Gastrowäsche wird nur eine Lieferung vom Lokallager zum Takeaway sowie die Wäsche mit einer Gastronomie-Waschmaschine berücksichtigt MAS Umwelttechnik und -management / 80

23 4 Ökologischer Vergleich Um ein Mehrwegsystem zu legitimieren, darf beim Betrieb nicht nur weniger Abfall entstehen, sondern es sollen auch weniger Ressourcen verbraucht werden. Ein vollständiger Zyklus (Auslieferung an die Takeaways, Verkauf an den Konsumenten, Rücknahme der Bring Back Box, Transport und Waschvorgang der Box sowie die erneute Auslieferung an die Takeaways) soll weniger Energie und Ressourcen verbrauchen als bei Einwegbehältern. Dies ist für eine einmalige Verwendung jedoch nicht möglich, da die Qualität der Bring Back Box viel höheren Ansprüchen genügen muss als diejenige für Einwegbehälter. Aus diesem Grund soll ermittelt werden wie viele Zyklen, wie oben beschrieben und in Kapitel 8 Anhang B. dokumentiert, benötigt werden, um ökologisch weniger belastend zu sein als die verglichenen Einwegbehälter. Diesen ökologischen Vergleich haben wir mittels Ökobilanz durchgeführt. In dieser Studie haben wir eine Ökobilanz der Carbotech aus dem Jahr 2005 adaptiert, in der verschiedene Mehrwegbecher untersucht wurden. Da der Rahmen der vorliegenden Arbeit jedoch nicht ein Event ist, bei dem die Behälter gesammelt und einer Kompostieranlage zugeführt werden, werden wir bei den kompostierbaren Behältern nicht die Entsorgung in der Kompostieranlage sondern der normale Weg der Abfallentsorgung über die Kehrichtverbrennungsanlage berücksichtigen. Es ist nicht zu erwarten, dass ein kompostierbares Behältnis wirklich in eine Kompostieranlage gelangt. Dazu wäre eine zusätzliche separate Logistik erforderlich. 4.1 Untersuchungsobjekte Folgende Systeme haben wir einer näheren Untersuchung unterzogen: Einsatz für Einweg-Behältnis Mehrweg-Behältnis Salat, Menu kalt Suppen Menu PET, PLA Papier EPS, EPP Bring Back Box (PP) Tabelle 1: Untersuchungsobjekte 4.2 Methodik und Vorgehen Wie bereits erwähnt, adaptiert diese Arbeit eine Studie der Carbotech aus dem Jahr 2005 und somit auch deren Vorgehensmodell. Mit der Ökobilanz werden die Auswirkungen der Stoff- und Energieströme auf die Umwelt während des gesamten Lebensweges erfasst. Eine ökologische Bewertung umfasst nach ISO die folgenden Schritte: Problemstellung und Rahmenbedingungen: Festlegen der Szenarien und der Systemgrenzen Sachbilanz MAS Umwelttechnik und -management / 80

24 Wirkbilanz Interpretation und Bewertung der Ergebnisse Problemstellung und Rahmenbedingungen Das Angebot an Takeaway-Menus ist in der Stadt Bern sehr vielfältig. Es reicht über asiatische Eintopfmenus, indische Gerichte, Hamburger, Suppen, Salate bis hin zu Sushi. Zum Teil liefern die Takeaway-Anbieter ihre Menus in speziell auf die Eigenschaften ihrer Produkte ausgerichteten Behältern aus. Die Auswahl an Einwegbehältern ist so vielfältig wie das Menu-Angebot. Eine der Hauptschwierigkeiten liegt also in der Auswahl der Behälter, die wir vergleichen wollen. Diese sollten in ihrer Funktion und Grösse vergleichbar sein. Folgende Fragestellungen haben wir analysiert: Welche Variante verursacht die geringsten Umweltbelastungen? Ab wie vielen Waschzyklen verursacht ein Mehrwegsystem weniger Umweltbelastungen als ein Einwegsystem? Die Erhebung der Stoff- und Energieflüsse erfolgt für die Behälter und Deckel über den gesamten Lebenszyklus, das heisst von der Gewinnung der Rohstoffe, der Herstellung bis zum Recycling oder zur Entsorgung in der Kehrichtverbrennungsanlage. In dieser Analyse beinhaltet dies: Die Bereitstellung der Rohstoffe bzw. Grundkomponenten zur Herstellung der Gefässe und Deckel Bereitstellung der benötigten Energie Die Transporte, inklusive Herstellung, Wartung, Betrieb und Entsorgung der Transportmittel sowie die benötigte Infrastruktur Reinigung der Gefässe Aufwand für die Entsorgung Nicht berücksichtigt werden Gutschriften bei der Energiegewinnung aus der Kehrichtverbrennungsanlage bei der Entsorgung von Einwegbehältern und Gutschriften für Recyclingmaterial bei der Bring Back Box (Cut off Methode). Funktionelle Einheit Für diese Studie wählen wir eine Ausgabe eines Menus (Salat, Suppe oder warmes Menu) als funktionelle Einheit. Dabei haben wir darauf geachtet, dass wir Behälter mit möglichst identischem Volumen vergleichen. MAS Umwelttechnik und -management / 80

25 4.2.2 Sachbilanz Charakterisierungen der untersuchten Systeme Die untersuchten Behälter wurden in Tabelle 1 aufgelistet. Die Behälter haben wir wie bereits erwähnt aufgrund ihrer Funktion, des Volumens und der Verbreitung in den Takeaways ausgesucht. Wir hatten versucht, mit dieser Auswahl ein breites Band an Verwendung (Menu-Vielfalt) abzudecken. Wir hatten die Bring Back Box (den Mehrwegbehälter) mit unterschiedlichen Konfigurationen analysiert um aufzuzeigen welche Auswirkungen Transport und Anzahl Waschzyklen auf die Umwelt haben. Bezeichnung Material Gewicht Umläufe Verwertung / Entsorgung Kartonbecher Karton beschichtet mit PE 43 g 1 KVA PET Behälter mit Deckel PET 35 g 1 KVA PLA Behälter mit Deckel PLA 22 g 1 KVA Polystyrol-Behälter isoliert mit Deckel Polyethylen Behälter isoliert mit Deckel Mehrwegbehälter Bring Back Box Gastrowäsche Mehrwegbehälter Bring Back Box Gastrowäsche Mehrwegbehälter Bring Back Box Haushaltwäsche Mehrwegbehälter Bring Back Box Haushaltwäsche Mehrwegbehälter Bring Back Box - Industriewäsche Mehrwegbehälter Bring Back Box - Industriewäsche EPS 22 g 1 KVA EPP 28 g 1 KVA PP 136 g 80 Recycling (80%) 3 PP 136 g 10 Recycling (80%) PP 136 g 80 Recycling (80%) PP 136 g 10 Recycling (80%) PP 136 g 80 Recycling (80%) PP 136 g 10 Recycling (80%) Tabelle 2: Untersuchte Behälter 3 Für die Berechnung in der Ökobilanz, die Behälter werden zu 80% rezikliert und 20% einer KVA zugeführt. MAS Umwelttechnik und -management / 80

26 Der Hersteller der Bring Back Box garantiert bei sachgerechter Verwendung für die Qualität der Box für 100 Umlaufzyklen. Für die Analyse berücksichtigen wir jedoch nur 80 % der Umläufe. Die Einwegbehälter auch wenn sie kompostierbar sind werden in der KVA verwertet. Die Mehrwegbehälter werden wieder in den Zyklus zurückgeführt (Recycling), dabei rechnen wir mit einer Quote von 80% da wir annehmen, dass nicht alle Behälter von den Konsumenten zurückgebracht werden. Für die Abschätzung der ökologischen Auswirkungen führen wir in der Bilanz die Bring Back Box in verschiedenen Varianten auf. Einmal mit Haushalt-, Gastro- und industrieller Waschmaschine, wobei die letztere eine Sammlung bei der «Grünen Tatze» und einen Transport per Camion zur 30 km entfernten Industriewaschstrasse beinhaltet. Bei der Haushalt- und Gastrowäsche entfallen im Unterschied zur industriellen Wäsche die Sammlung bei der «Grünen Tatze» sowie der Transportweg. Dabei berücksichtigten wir weiter, dass die verbrauchten Wassermengen und die Spülmittel bei den verschiedenen Waschvorgängen unterschiedlich sind. Für die Berechnung der Auswirkungen von Transporten von der «Grünen Tatze» zum Takeaway, vom Takeaway zurück zur «Grünen Tatze», anschliessend Transport zur Industriewäsche und wieder zurück, hatten wir mit einer geringen Auslastung eines Kleintransporters berechnet. Grund dafür war, es soll keine optimierte sondern eine realistische oder eher unterdurchschnittliche Auslastung berechnet werden. Das gleiche Szenario haben wir beim Transport vom und zum Takeaway mit dem Rikschataxi verwendet Verwendete Grundlagen für die Ökobilanz Die Grundlagen beruhen auf der Ecoinvent 2010 Studie für Ökobilanzierung. Die Bewertung erfolgt mit der Methode UBP MAS Umwelttechnik und -management / 80

27 Abbildung 8: Darstellung der relevanten Komponenten des EPS Behälters MAS Umwelttechnik und -management / 80

28 Abbildung 9: Darstellung der relevanten Komponenten des Kartonbehälters MAS Umwelttechnik und -management / 80

29 Abbildung 10: Darstellung der relevanten Komponenten des PET Behälters MAS Umwelttechnik und -management / 80

30 Abbildung 11: Darstellung der relevanten Komponenten des PLA Behälters MAS Umwelttechnik und -management / 80

31 Wie in Kapitel Charakterisierungen der untersuchten Systeme wird die Bring Back Box mit unterschiedlichen Konfigurationen für die Verwendung berechnet. In Abbildung 12 ist die Verwendung der Bring Back Box mit industrieller Wäsche und 80 Umläufen dargestellt. Abbildung 12: Darstellung der relevanten Komponenten für die PP Bring Back Box MAS Umwelttechnik und -management / 80

32 4.2.3 Wirkbilanz In der Wirkbilanz werden Umweltwirkungen der verschiedenen Stoffflüsse ausgewiesen. Im Rahmen der Adaption der Carbotech-Studie werden folgende Auswirkungen berechnet. Treibhausgaspotential: Ozonbildungspotential: Säurebildungspotential: Berechnet den Beitrag von Gasen wie CO 2, Methan und Lachgas, das auf die Klimaerwärmung wirkt gemäss IPCC 2011 Berechnet den Beitrag zur Bildung von Ozon (durch Sonneneinstrahlung) durch Emissionen von Stoffen wie VOC s (Lösungsmittel und Stickoxiden NO x ) Berechnet den Beitrag zur Versauerung von Böden und Gewässern zum Beispiel durch Stickoxide und Schwefeloxid. Energetische Ressourcen: Berechnet den Verbrauch von nicht erneuerbaren Energieträgern wie Erdöl oder Erdgas Ökosystem-Qualität: Berechnet die mögliche Beeinträchtigung von Ökosystemen durch die Emission von Schadstoffen gemäss dem Modell von Impact 2002 Gesundheit: Berechnung von möglichen Beeinträchtigungen der menschlichen Gesundheit durch die Emission von Schadstoffen gemäss dem Modell von Impact Bewertung Es gibt eine Vielzahl von Methoden, welche die Auswirkungen auf die Umwelt durch eine Kenngrösse beschreiben. Folgende Methoden wurden hier angewendet 4 : die Methode der ökologischen Knappheit (Umweltbelastungspunkte, UBP) die Methode der Berechnung des relativen Treibhauspotentials Bei den UBP handelt es sich um eine in der Schweiz entwickelte Methode, welche sich auf die schweizerische Umweltpolitik abstützt. Die Methode IPCC basiert auf dem potentiellen Beitrag zur Klimaerwärmung. Sie gibt den Wert des Treibhauspotentials von verschiedenen chemischen Verbindungen als CO 2- Äquivalenz an, das heisst wie viel CO 2 - Ausstoss dieselbe klimaerwärmende Wirkung haben kann. Es gibt keine allgemein gültige Methode, welche als die 'Richtige' betrachtet werden kann, daher werden im Folgenden die Ergebnisse beider Methoden dargestellt. Die Methode zur Bewertung der potentiellen Klimaerwärmung wurde gewählt weil die Auftraggeber dieser Studie anhand der eingesparten Menge an CO 2 bewertet werden. 4 Quelle: Fredy Dinkel, Carbotech 2005: Ökologischer Vergleich: Einweg- Mehrwegbecher der Carbotech MAS Umwelttechnik und -management / 80

33 4.3 Ergebnisse Vergleich der Behälter In Abbildung 13 sind die Umweltauswirkungen gemessen in UBP und in Abbildung 14 gemessen in IPCC dargestellt. Deutlich erkennbar ist, dass die beiden Bewertungsmethoden unterschiedliche Ergebnisse liefern. Grund dafür sind die unterschiedlichen Gewichtungen bei den Bewertungsmethoden. Während die Methode UBP Auswirkungen auf gewisse Umweltpfade wie Luft, Wasser, Boden usw. ausweist, liefert die Methode IPCC die potentiellen Auswirkungen von chemischen Verbindungen auf die Klimaerwärmung - ausgedrückt in CO 2 Äquivalenten (siehe Kapitel Bewertung). Trotzt dieser unterschiedlichen Bewertungsmethoden sind die Ergebnisse, bezogen auf die Bring Back Box, bei beiden Methoden eindeutig und ergeben gleiche nicht widersprüchliche Aussagen. So ist eindeutig erkennbar, dass die Verwendung einer Mehrwegbox im Vergleich zu Einwegbehältern mit signifikant geringeren Umweltauswirkungen verbunden ist. Der Vergleich der einzelnen Einwegbehälter untereinander ist sehr schwierig, da die Anforderungen an einen Einwegbehälter viel spezifischer auf einzelne Anwendungszwecke ausgelegt sind (zum Beispiel für Suppen, Salate oder isoliert für warme Speisen). Dieser Vergleich ist für unsere Betrachtung der umweltspezifischen Auswirkungen der Mehrwegbehälter auch nicht zwingend notwendig. Abbildung 13: Darstellung Umweltauswirkungen der Behälter nach UBP 2013 MAS Umwelttechnik und -management / 80

34 Abbildung 14: Darstellung Umweltauswirkungen der Behälter nach IPCC Die Betrachtung der Umweltauswirkungen nach den Prozessschritten (Herstellung, Transport, Waschen und Entsorgung) liefert ein aufschlussreicheres Bild von welchen Bereichen die verschiedenen Behälter wie viel zu den Umweltauswirkungen beitragen. Abbildung 15: Darstellung der Umweltauswirkungen nach Prozessen mit Methode UBP 2013 MAS Umwelttechnik und -management / 80

35 Abbildung 16: Darstellung der Umweltauswirkungen nach Prozessen mit Methode IPCC 2007 Herstellung Markant ist, dass der Mehrwegbehälter bei der Herstellung im Vergleich mit den Einwegbehältern wenig zu den Umweltauswirkungen beiträgt. Dies liegt an der Wiederverwendung für die hier dargestellten Umlaufzyklen von 10 respektive 80 Mal, bei welchen sich die Umweltauswirkungen der Herstellung durch die Anzahl Umlaufzyklen dividieren lassen. Waschen Der Waschvorgang ist nur für die Mehrwegbox relevant. Hier bestehen von Seiten der «Grünen Tatze» zwei Szenarien: Die Gastro- und die industrielle (zentrale) Wäsche. Bei der Gastrowäsche spülen die Takeaways ihre Mehrwegbox mit ihrer eigenen Infrastruktur. Die Annahme ist, dass sie eine im Wasser- und Energieverbrauch durchschnittliche Spülmaschine verwenden. Bei der industriellen Wäsche werden die Mehrwegbehälter in einer hoch effizienten Industriewaschmaschine gewaschen. Die Analyse zeigt, dass die Gastrowäsche ein Vielfaches an Wasser und Energie verbraucht und demzufolge mehr Umweltauswirkungen hat. Der Einbezug der Wäsche mit Haushaltmaschine dient als Anhaltspunkt für die Interpretation der Waschvorgänge mit den beiden anderen Maschinentypen. Transport Beim Transport werden für die Produktion und die Lieferung zum Endverbraucher im grossen und ganzen ähnliche Werte ausgewiesen. Bei der Mehrwegbox für die Gastrowäsche teilen sich die Transportemissionen wie bei den anderen Prozessschritten durch die Anzahl Umlaufzyklen. Für die industrielle Wäsche bei welcher ein Transportweg bis zur Waschstrasse von ca. 30 km zurückgelegt werden muss erhöhen sich die Emissionen für den Transport mit jedem Umlaufzyklus. MAS Umwelttechnik und -management / 80

36 Entsorgung Dass die Mehrwegbehälter bei der Entsorgung im Vergleich zu den Einwegbehältern weniger Umweltauswirkungen haben, ergibt sich aus zwei Gründen. Einerseits teilen sich die Umweltauswirkungen auch hier durch die Anzahl Umlaufzyklen und andererseits werden die Mehrwegbehälter zu 80% wieder in den Stoffzyklus zurückgeführt (Recycling), das heisst für diese 80% entstehen keine direkten Umweltauswirkungen für die Entsorgung (Cut-Off Methode). 4.4 Schlussfolgerung In der vorliegenden Arbeit wurden verschiedene Behälter, welche bei den Berner Takeaways hauptsächlich im Gebrauch sind, mit dem Mehrwegbehälter der «Grünen Tatze» in verschiedenen Konfigurationen verglichen. Zum Vergleich mit dem Mehrwegbehälter wurden sowohl Einwegbehälter aus fossilen wie aus nachwachsenden Rohstoffen in die Analyse einbezogen. Mit dieser Analyse konnte gezeigt werden, dass Mehrwegbehälter signifikant geringere Umweltauswirkungen haben als die verglichenen Einwegbehälter. Dabei kommt es nicht so sehr darauf an wie der Mehrwegbehälter gewaschen wird. In dieser Analyse ist auch ersichtlich, dass bereits bei 10 Umlaufzyklen für jede Konfiguration vom Mehrwegbehälter (Haushalt-, Gastro- oder Industriewäsche mit Transport) weniger Umweltauswirkungen entstehen. Die Einwegbehälter wurden nicht untereinander verglichen. Auch wurden keine verschiedenen Entsorgungskonzepte ausgearbeitet, da davon ausgegangen wird, dass alle Einwegbehälter im öffentlichen Abfall oder Haushaltmüll entsorgt werden. Die Resultate in der Studie der Carbotech Fredy Dinkel, Carbotech 2005: Ökologischer Vergleich: Einweg- Mehrwegbecher zeigen, dass Behälter aus nachwachsenden Rohstoffen, auch wenn sie kompostiert werden, nicht ökologischer sind als diejenigen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen, die in einer KVA verwertet werden. Empfehlung Der Einsatz von Mehrwegbehältern bei Takeaways ist sehr zu empfehlen, da sie einerseits die Abfallmenge im öffentlichen Raum reduzieren und andererseits schon bei wenigen Umlaufzyklen geringere Umweltauswirkungen erzeugen als Einwegbehälter. MAS Umwelttechnik und -management / 80

37 5 Systemische Betrachtung 5.1 Zieldefinition Während und nach dem Pilotbetrieb der «Grünen Tatze» hat Jeannette Morath viele Erfahrungen und Erkenntnisse gewonnen. Wo Schwachstellen bestehen und wie sie allenfalls den Betrieb verbessern könnte. Grundsätzlich hat der Pilot gezeigt, dass das System mit einigen Verbesserungen funktioniert. Aufgrund dieser Erkenntnisse will Jeannette Morath mit dem Mehrwegbehälter für Takeaways eine eigene Firma gründen. Eine Zusammenstellung ihrer Erkenntnisse und Verbesserungsmassnahmen sind in Kapitel aufgelistet. Mit der systemischen Analyse wollen wir zusammen mit den Stakeholdern die «Grüne Tatze» lösungsneutral beschreiben und durch die Vernetzung der Komponenten lernen wie die «Grüne Tatze» funktioniert. Aus diesen Erkenntnissen leiten wir ganzheitliche und lebensfähige Massnahmen für das Ziel Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb der «Grünen Tatze» ab. MAS Umwelttechnik und -management / 80

38 5.2 Methodik und Ergebnisse Für die systemische Analyse der «Grünen Tatze» wenden wir den systemischen Lösungszyklus (Abbildung 17) an, der auf das Sensitivitätsmodell 5 von Frederic Vester 6 zurückgeht und von den Professoren Nink, Bürki, Hungerbühler und Mühlemann erweitert wurde. Abbildung 17: Systemischer Lösungszyklus Dieser Prozess beinhaltet die folgenden Schritte. Die ersten drei Schritte sind lösungsneutral und fördern den Lernprozess durch Transformation von Daten über Information zu Wissen. Die verschiedenen Systemrollen werden erkannt und festgehalten. Die beiden Schritte 4 und 5 sind lösungsorientiert und erzeugen ganzheitliche lebensfähige Lösungen. Diese Lösungen sollen durch systemisches Projektmanagement umgesetzt werden. Der 5. Schritt wird durch die Gründer der «Grünen Tatze» umgesetzt und ist nicht Teil dieser Studie. 5 Andreas Nink, Leo Bürki, Roland Hungerbühler und Heinrich Mühlemann 2004: Systemik, Vernetztes Denken in komplexen Situationen 6 VESTER Frederic, 2002: Die Kunst vernetzt zu denken MAS Umwelttechnik und -management / 80

39 5.2.1 Systembeschreibung Mit der systemischen Analyse werden möglichst alle Komponenten eines Systems, in diesem Fall der «Grünen Tatze», identifiziert. Diese Komponenten können in sich selber wieder eigenständige Systeme bilden. Hier versuchen wir die Subsysteme als Einheit zu integrieren und untereinander zu vernetzen, wenn sie in irgendeiner Form einen Informationsaustausch (ist Sender, ist Empfänger oder beides für eine Information) mit einem anderen Subsystem/Komponente hat. Indem wir die Komponenten identifizieren, definieren wir auch gleich die Systemgrenze, alles was im System beschrieben wird, befindet sich innerhalb der Systemgrenzen Chancen und Risiken entdecken und identifizieren Ziel der ganzheitlichen Systembeschreibung der Grünen Tatze ist, aus den verschiedenen Rollen der Anspruchsgruppen alle relevanten Aufgaben eines Systems zu erfassen und somit die Komplexität des Systems zu erkennen. Eine zu diesem Zweck sehr geeignete Methode ist das Brainstorming indem alle Teilfunktionen unstrukturiert aufgeführt werden. Anschliessend werden die Funktionen strukturiert und in Lebensbereichen, die in Kapitel näher erläutert werden, geclustert. MAS Umwelttechnik und -management / 80

40 Mindmap Abbildung 18: Mindmap System «Grüne Tatze» zeigt die strukturierten Komponenten unseres Systems. Abbildung 18: Mindmap System «Grüne Tatze» Zusammenhänge und Spannungsfelder der Situation verstehen (Systemvernetzung) Um die Zusammenhänge und Spannungsfelder zu erkennen, müssen wir die Dynamik des Systems - oder die Situation in der sich das System befindet - erkennen. Diese definieren wir als Rahmenbedingungen für das System «Grüne Tatze». MAS Umwelttechnik und -management / 80

41 Systemische Umweltturbulenzkennzahl Die Dynamik oder das Spannungsfeld in welchem sich das System befindet, ermitteln wir indem wir für das System die systemische Umweltturbulenzkennzahl berechnen. Die systemische Umweltturbulenzkennzahl drückt die Veränderungsrate aus, die unserem System von aussen aufgezwungen wird. Dabei schätzen die Stakeholder ihre Kompetenzen und ihr Prozesswissen für die 7 Fragen in Tabelle 3 selber ein. Bestimmung der systemischen Umweltturbulenz-Kennzahl angepasst nach Ansoff «Turbulence score list» 1. Kernaufgaben: Wir wissen was und wie was getan werden muss. Wir überblicken und verstehen die Marktentwicklungen. Wir sind in Top-Position und sind Leaders. 2. Akteure: Wir wissen wer unsere Kunden sind und wie sich diese verhalten. Wir kennen die Geschwindigkeit der Trends und Moden. Dies ist Teil unseres Wissens. 3. Raum & Zeit: Wir wissen wo unsere Märkte liegen und wie schnell sie sich verändern. Wir haben ausreichend Zeit proaktiv strategisch zu agieren. 4. Befindlichkeit & Kultur: Wir erkennen kulturelle Themen und Entwicklungen. Wir übernehmen Verantwortung für Mensch und Natur. 5. Gleichgewicht & Ressourcen: Unsere Vitalität wird auch zukünftig hoch sein, da wir die genügend vorhandenen Ressourcen strategisch sinnvoll zur Verfügung stellen (Input). Die Absatz- und Verdienstmöglichkeiten sind durch lange Produkte-Lebenszyklen gut (Output). 6. Struktur & Organisation: Wir verstehen die strukturellen Entwicklungen in unserem Umfeld und können intern darauf reagieren (Organisationsentwicklung). Unsere interne Kommunikation ist offen und zielorientiert. stark unzutreffend stark zutreffend Spielregeln & Konditionen: (Inter-)nationale staatliche, juristische und politische Entwicklungen sind abschätzbar und bergen für uns keine Gefahren. Wir haben relativ schwache Konkurrenz. Systemische Umweltturbulenzkennzahl 11 / 7= Tabelle 3: Ermittlung der Umweltturbulenzkennzahl Die Punkte für die Selbsteinschätzung teilen sich durch die Anzahl Bereiche (7 Fragen) und ergeben den Wert für die Umweltturbulenzkennzahl. Diese lässt sich anhand der Tabelle 4 interpretieren. MAS Umwelttechnik und -management / 80

42 Langsame Veränderungen Moderate Veränderungen Schnelle Veränderungen Sehr schnelle Veränderungen Tabelle 4: Interpretation der Umweltturbulenzkennzahl Extrem schnelle Veränderungen Mit einem Wert zwischen 1.5 und 2 ist das System eher moderaten Veränderungen unterworfen, langfristig planbar und lässt sich gut steuern, da durch die Langfristigkeit immer wieder Steuerungsmassnahmen verändert werden können Bestimmen der Variablen Damit wir das System weiter analysieren können, müssen wir aus der Vielzahl an Systemfaktoren, die wir im Mindmap identifiziert haben, eine geeignete Auswahl treffen, um das System weiter zu abstrahieren. Dabei gilt es insbesondere zu beachten, dass wir nur Einflussgrössen berücksichtigen, welche für das Ziel Etablieren und wirtschaftlicher Betrieb eine relevante Rolle spielen und unser System massgeblich prägen. Die Zieldefinition richtet sich hauptsächlich auf die Etablierung und die Wirtschaftlichkeit aus, da die Ökologie bereits einen Zweck der Unternehmung darstellt. Die gewählten Variablen sind in der folgenden Mindmap (Abbildung 19) gelb hinterlegt: Abbildung 19: Mindmap Systemvariablen Als Systemkomponenten wählten die Stakeholder die gelb markierten Begriffe, da sie zu den Schlüsselkomponenten im System gehören und einen direkten Einfluss auf die Zielvariable haben. Diese ausgewählten Komponenten bezeichnen wir in den weiteren Schritten als Variablen. Bei der Wahl der Variablen hatten wir darauf geachtet, dass wir zur Modellbildung das System ganzheitlich beschreiben, inklusive der eigentlichen Ziel-Variablen. Die Ganzheitlichkeitsprüfung hatten wir anhand der Einteilung in die Lebensbereiche durchgeführt (siehe Kapitel ). MAS Umwelttechnik und -management / 80

43 Gap-Analyse der Systemvariablen In diesem Analyseschritt wird für jede Variable diskutiert, ob sie der Veränderungsrate der Umwelt angepasst ist (UTK). Je weiter die Punktezahl unter der Umweltturbulenzkennzahl (UTK) von 1.57 liegt, desto grösser ist der Gap und somit der Anpassungsdruck. Liegt die Punktezahl über 1.57, ist die entsprechende Variable der Veränderungsrate bereits gut angepasst. Variablen aus dem Mindmap (Abbildung 19). Die rote Markierung visualisiert die UTK von Der Gap berechnet sich aus der UTK minus der aktuellen Einschätzung der Variablen. Variablen 1 1,5 2 2, ,5 5 Gap 1. Ziel: Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb «Grüne Tatze» 2. Partner 3. Mitarbeiter 4. Informatik 5. Logistik 6. Ökologisches Geschäftsmodell 7. Rückgabesystem 8. Kunden 9. Marketing (Labeling/Marke) 10. Kommunikation 11. Produktemix 12. Gesetze 13. Konsumenten x 3.43 x 2.43 x 0.43 x x 0.43 x 2.43 x X 0.43 X 0.43 x x x 0.43 x Zusatzdienstleistungen x Tabelle 5: Gap-Analyse der Systemvariablen MAS Umwelttechnik und -management / 80

44 In Tabelle 6 erläutern die Stakeholder ihre Einschätzung der Variablen in Relation zur Umweltturbulenzkennzahl Variablen 1. Ziel: Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb «Grüne Tatze» Erläuterung Dieses Ziel ist gegeben und zwingend 2. Partner Partner sind bekannt und haben die Unterstützung zugesichert. Aus mangelnder Erfahrung können wir jedoch keine zuverlässige Aussage machen wie umfangreich diese Unterstützung sein wird. 3. Mitarbeiter Mitarbeiter haben aktuell wenig Erfahrung und sind noch unsicher. 4. Informatik Ein Informationssystem und entsprechende Software die den Prozess unterstützten sind noch nicht vorhanden. 5. Logistik Die Logistik ist extern und dadurch mit viel koordinativem Aufwand verbunden. 6. Ökologisches Geschäftsmodell Das Geschäftsmodell ist auf die Anforderungen ausgerichtet und deckt die Ansprüche der Stakeholder zur Zeit. 7. Rückgabesystem Ein zusätzliches automatisiertes Rücknahmesystem ist nicht vorhanden. Aktuell ist es nur möglich die Bring Back Box bei den Takeaways zurückzugeben. 8. Kunden Kunden sind zwar auf das Thema Abfall und Ressourcen sensibilisiert, aber dennoch unsicher und bequem. 9. Marketing (Labeling/Marke) Die Marketing-Kommunikation ist zwar gut geplant und die Massnahmen werden durch die Konsumenten wahrgenommen, das Labeling und die Marke sprechen den Konsumenten zu wenig an. 10. Kommunikation Die Kommunikationsmassnahmen, insbesondere bei den Takeaways, sind mangelhaft. 11. Produktemix Das Produkt die Bring Back Box bietet eine hohe Qualität, es unterstützt jedoch die vielen verschiedenen Ansprüche nicht in ausreichendem Mass. Das Label Die «Grüne Tatze» zusammen mit dem Produktedesign stösst vielerorts auf Ablehnung. 12. Gesetze Die aktuellen Gesetze erfordern einen hohen Aufwand bei der Hygiene. Auf der anderen Seite ist zu erwarten, dass die Litteringgesetze unser Geschäftsmodell unterstützen werden. 13. Konsumenten Die Konsumenten sind zwar sehr ökologisch interessiert aber für einen Mehraufwand zurückbringen der Bring Back-Box sind sie noch nicht bereit. Zudem empfinden sie die Barverrechnung eines Depots zu wenig convenient. Auch die Depotkarte empfinden sie als zu umständlich. 14. Zusatzdienstleistungen Zusatzdienstleistungen wie elektronische Depotverrechnung usw. fehlen komplett. Es kann auch kein zusätzlicher Mehrwert generiert werden (Wertschöpfung, Kundenbindung usw). Tabelle 6: Erläuterung zur Beurteilung der Gap-Analyse Grundsätzlich weiss Jeannette Morath, wie sie ihr Geschäft führen muss und wer ihre Kunden sind. Unterstützt wird sie durch motivierte, jedoch im Business noch unsichere Mitarbeiter. MAS Umwelttechnik und -management / 80

45 Das Produkt, im Speziellen das Label, empfinden die Konsumenten als ungünstig. Es bietet zu wenig Komfort, die Bring Back Box ist eine für Alles. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Konsumenten mehrere Boxen für unterschiedliche Bedürfnisse bevorzugen. Eine der Schlüsselfaktoren ist die Kommunikation beim Takeaway, hier sehen die Stakeholder das grösste Optimierungspotential Wirkungsgrössen bestimmen und richten der Variablen Nach der Berechnung und der Analyse der Gaps benötigen die Systemvariablen eine Ausrichtung, damit ihre Dynamik und Wirkung im System erkennbar ist. Dies erreichen wir, indem wir die Variablen entsprechend beschreiben (richten). Die UTK setzen wir in Relation zu den Werten die wir in der Gap-Analyse ermittelt haben. Ist die definierte Variable kleiner als die UTK (1.57) richten wir die Variable negativ aus, ansonsten positiv. Dadurch wird erreicht, dass die Bedeutung und Wahrnehmung der Variablen geklärt und die Richtung der Wirkung aufgezeigt wird. MAS Umwelttechnik und -management / 80

46 Bestimmen des IST-Zustandes / Richten der Variablen Gerichtete Variable Ziel, Sinn Beschreibung Ist-Zustand Skala: 1 = sehr schlecht; 2 = schlecht; 3 = ok; 4 = gut; 5 sehr gut 1 1,5 2 2,5 3 3,5 4 4,5 5 Gap 1. Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb der «Grüne Tatze» 2. Kooperative Partner 3. Engagierte Mitarbeiter 4. Fehlende Informatik Unterstützung 5. Aufwändige Logistik 6. Ökologisches und Soziales Geschäftsmodell 7. Mangelhafte/we nig Rückgabemöglichkeiten 8. Kosten- und aufwandoptimierte Kunden 9. Geschäftsmarke ting spricht den Konsumenten zu wenig an 10. Mangelhafte Kommunikation 11. Produktevielfalt zu klein, das Produktelabel wird suboptimal empfunden 12. Unterstützende Gesetze Das pilotierte Projekt «Grüne Tatze» ist etabliert und in der Lage wirtschaftlich betrieben zu werden. Die Partner unterstützen die «Grüne Tatze» mit Aufträgen und Ideen. Die Mitarbeiter sind motiviert und engagiert, einen sinnvollen Job zu machen. Die eingesetzten IT-Systeme unterstützen die Prozesse optimal und bieten die Möglichkeit, Zusatzdienstleistungen zu unterstützen. Eine optimierte Unterstützung der externen Logistik ist gewährleistet. Ökologisches und soziales Handeln sind wichtige Werte im Geschäftsmodell. Die Rückgabemöglichkeit soll zusätzlich an beliebten gut frequentierten Stellen zu sinnvollen Zeiten möglich sein. Die Kunden sind motiviert hauptsächlich Menus mit der BB-Box zu verkaufen. Es wurde ein Label gefunden, das Kunde und Konsument mit einem ökologischen, modernen und stylishen Mehrwegsystem verbindet. Die Mitarbeiter der Kunden (Takeaways) sind sensibilisiert und verkaufen ihre Produkte hauptsächlich mit der BB-Box. Ergänzen der Produktelinie auf die verschiedenen Bedürfnisse und durch ein modernes Label angepasst. Weiterentwicklung von Gesetzen die eine Expansion von Einweggeschirr verhindern. Das System sollte soweit ausgereift sein, dass es wirtschaftlich und ausbaubar ist, so dass es auch in anderen Städten betrieben werden kann. Im Moment hat die «Grüne Tatze» ausser für die Abrechnung keine Unterstützung durch IT- Systeme Auf die beauftragten Logistiker kann nur bedingt Einfluss genommen werden. Das Geschäftsmodell setzt nicht nur wirtschaftliches Handeln voraus, sondern auch ökologisches und soziales Handeln Die BB-Boxen können bis lang nur an den Ausgabestellen und während der Öffnungszeiten zurückgegeben werden Die Kunden (Takeaways) sind durch die grosse Anzahl an Mitbewerber sehr kostenbewusst. Die Öffentlichkeitsarbeit ist gut geplant jedoch wird das Label «Grüne Tatze» zu wenig als Mehrwegsystem wahrgenommen. Die Mitarbeiter der Takeaways sind aus Kosten- und Zeitdruck wenig aktiv ihre Produkte mit der BB-Box zu verkaufen. Den Bedürfnissender Kunden und Konsumenten angepasst. Das Label wird nicht mit einem Hundenapf assoziiert. Pflegen von Kontakten zu Organisationen, die politischen Einfluss auf Littering und Entsorgung nehmen können x 3.43 x 2.43 x 0.43 x x 0.43 x 2.43 x X 0.43 X 0.43 x x x 0.43 MAS Umwelttechnik und -management / 80

47 13. Umweltaffine jedoch sehr bequeme Konsumenten 14. Gänzlich fehlende Zusatzdienstleis tungen Bewegen der Endkonsumenten zur vermehrten Nachfrage für Mehrweggeschirr Den Kunden und Konsumenten sollen Zusatzdienstleistungen zur Verfügung gestellt werden. Ziel für das Gesamtsystem: Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb der «Grünen Tatze» Konsumenten bei den Takeaways sind schon heute sensibilisiert und affin auf Umwelt- und somit auf Littering- Themen. Sie sind jedoch sehr bequem und entscheiden sich aus diesem Grund oft für die Einweg-Variante. Aktuell bestehen keine Zusatzdienstleistungen rund um das Produkt Bring Back Box" x x Systemische Umweltturbulenz Kennzahl: 11 / 7= 1.57 Summe = 7.02 Tabelle 7: Gerichtetes Variablen-Set Beurteilung der Variablen: 7.02 / 14 = 0.5 In Tabelle 7 haben die Stakeholder anhand der Selbstbeurteilung in der Gap-Analyse die Variablen verbal gerichtet. So sind Variablen mit negativem Wert gegenüber der UTK negativ formuliert. Zusätzlich berechneten wir den aktuellen Zustand der Selbsteinschätzung des Systems (Summe der Variablenbewertung / die Anzahl Variablen). Mit unserer Selbsteinschätzung der Variablen, die einen Wert unter der UTK liefert, ist die «Grüne Tatze» den Herausforderungen nur schlecht gewachsen. Es besteht Handlungsbedarf Prüfen der Ganzheitlichkeit Eine umfassende Betrachtung des Systems ist jedoch erst möglich, wenn wir verschiedene Sichtweisen eingenommen haben. Im Sinne einer Systemanalyse müssen wir deshalb die Komponenten so auswählen, dass sie das System ganzheitlich erfassen und sämtliche Lebensbereiche abdecken. Anhand der in Tabelle 8 definierten Lebensbereiche, mit welchen wir auch die Umweltturbulenzkennzahl ermittelt hatten, prüfen wir die definierten Variablen auf Ganzheitlichkeit, die uns Aufschluss darüber gibt, ob die erwähnten Bedingungen erfüllt werden: MAS Umwelttechnik und -management / 80

48 Bewertung der Ganzheitlichkeit anhand der folgenden Lebensbereiche: 1 Hauptaufgaben Was wird warum getan? Übergeordneter Sinn, Zielformulierung, Ökonomie, Legitimierung, Ausrichtung, Innovation, Entwicklung, Mission, etc. 2 Akteure Wer tut es wie? Personifizierte Umsetzer: Know-how, Kompetenz, Anforderung, Kreativität, Zusammensetzung, Anzahl, Fluktuation, etc. 3 Raum / Zeit Wo wird es wann getan? Ansprüche und Bewirtschaftung zu Raum, Zeit, Grenzen, Geschwindigkeit, Infrastruktur, Nutzung, Virtualisierung, Existenz etc. 4 Befindlichkeit Wie und warum wird so empfunden? Interne Kultur: Sinn- und Motivationsfragen, Identität, Gefühl, Emotionen, Stress, Empathie, etc. 5 Haushalt Welche (bilanzierbaren) In-, Through- und Outputs werden behandelt? Ressourcen, Lieferanten, Kunden, Kernprozesse, explizites Wissen, Produkte, Absatz, etc. 6 Strukturen Welche (nicht bilanzierbaren) Strukturen sind vorhanden? Interne Organisation, Informationen, Kommunikation, implizites Wissen, informelle Macht, etc. 7 Spielregeln Welche externen Spielregeln sind zu beachten? Gesetze, Trends, Kapital, Umwelt, Politik, Märkte, Katastrophen, etc. Tabelle 8 : Lebensbereiche Bewertung unserer Systemvariablen: Lebensbereiche Variablen Ziel: Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb «Grüne Tatze» x 2. Partner x 3. Mitarbeiter x 4. Informatik x 5. Logistik x 6. Ökologisches Geschäftsmodell x 7. Rückgabesystem x 8. Kunden x 9. Marketing x 10. Kommunikation x 11. Produktemix (Labeling/Marke) x 12. Gesetze x 13. Konsument x 14. Zusatzdienstleistungen x Bilanz Tabelle 9: Zuteilung der Variablen in die Lebensbereiche MAS Umwelttechnik und -management / 80

49 Analyse der Ganzheitlichkeit: Der Lebensbereich 5 Haushalt ist mit 5 Variablen sehr gut vertreten. Ein Grund dafür ist, dass es sich dabei um das Kerngeschäft der «Grünen Tatze» handelt, zudem haben wir absichtlich nur ein Ziel (1. Hauptaufgaben) definiert. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, die wir unter 7. Spielregeln definiert haben, subsumieren alles was von Politik und Gesetzgeber vorgegeben wird. Daher erachten wir das System als lebensfähig, alle Lebensbereiche werden abgedeckt Wirkungsanalyse In den vorangegangenen Schritten haben wir die Systemkomponenten definiert, das System abgegrenzt, in Relation zur Umwelt gesetzt, eine Selbsteinschätzung der Stärken und Schwächen vorgenommen und die definierten Variablen auf Ganzheitlichkeit geprüft. Mit diesem Schritt haben die Stakeholder die Systemvariablen vernetzt. Das heisst die Stakeholder haben jede Variable auf ihre Wirkung in Bezug auf die anderen Systemvariablen überprüft. Dabei wird der Einfluss einer Variablen zur anderen Schritt für Schritt überprüft. Dieser Einfluss kann hemmend und/oder fördernd sein. Die Stärke des Einflusses wird nach folgender Skala gewichtet: 0 = Kein Einfluss 0.5 = Schwacher Einfluss 1 = Mittlerer Einfluss 2 = Starker Einfluss Die fördernden und hemmenden Einflüsse auf andere Systemvariablen werden in zwei verschiedenen Matrizen dargestellt. Grün die Matrix für fördernde Wirkung (Tabelle 10) und rot für hemmende Wechselwirkung (Tabelle 11). Wirkungsmatrix - fördernde Wechselwirkungen Aktiv- Fördernd Wirkung auf Variable > Wirkung auf Variable > Wirkung auf Vasumme Quotient Produkt Wirkung von Variable AS Q = AS/PS P = AS*PS Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb der Grün Kooperative Partner Aus finanziellen Gründen wenige Mitarbeiter Fehlende Informatik Unterstützung Aufwändige Logistik Ökologisches und Sozales Geschäftsmodel Mangelhafte/wenig Rückgabe-möglichkeiten Kosten- und Aufwandoptimierte Kunden Geschäftsmarketing spricht den Konsumenten zu Mangelhafte Kommunikation Produktevielfalt zu klein und das Produktelabel wi UnterstützendeGesetze Umweltaffine jedoch sehr bequeme Konsumenten Gänzlich fehlende Zusatzdienstleistungen Passivsumme PS: Tabelle 10: Matrix fördernde Wechselwirkungen MAS Umwelttechnik und -management / 80

50 Wirkungsmatrix - hemmende Wechselwirkungen Aktiv- Hemmend Wirkung auf Variable > Wirkung auf Variable > Wirkung auf Vasumme Quotient Produkt Wirkung von Variable AS Q = AS/PS P = AS*PS Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb der Grün Kooperative Partner Aus finanziellen Gründen wenige Mitarbeiter Fehlende Informatik Unterstützung Aufwändige Logistik Ökologisches und Sozales Geschäftsmodel Mangelhafte/wenig Rückgabe-möglichkeiten Kosten- und Aufwandoptimierte Kunden Geschäftsmarketing spricht den Konsumenten zu Mangelhafte Kommunikation Produktevielfalt zu klein und das Produktelabel wi UnterstützendeGesetze Umweltaffine jedoch sehr Bequeme Konsumenten Gänzlich fehlende Zusatzdienstleistungen Passivsumme PS: Tabelle 11: Matrix hemmende Wechselwirkung Jede Systemvariable können wir anhand ihrer Aktiv- und Passivsumme auf ihren Einfluss im System beurteilen. Das Interpretationsnetz Etablieren und wirtschaftlicher Betrieb «Grüne Tatze» (oder Aktivitäts-Vernetzungs-Diagramm) erlaubt uns die Interpretation der Systemdynamik und die Systemrollen darzustellen. Es ist die grafische Darstellung der fördernden und hemmenden Matrix. Variablen mit hoher Aktivsumme: Variable hat Einfluss auf viele andere Variablen (steuert) Variable mit hoher Passivsumme: Variable wird von vielen anderen Variablen beeinflusst (wird gesteuert) Quotient (AS/PS): Grad der Aktivität einer Variablen Produkt (AS*PS): Grad der Vernetzung einer Variablen Aufgrund der nicht stark ausgeprägten Vernetzung, ausser Variable 1 dem Ziel, lassen die Vernetzungen den Schluss zu, dass die Stakeholder korrekterweise nur die Vernetzung der direkt beeinflussten Variablen beurteilt (keine indirekten Einflüsse über die Zielvariable bewertet) haben. Beurteilung fördernde Matrix Aus den Vernetzungsmatrizen ist ersichtlich, dass die Variablen 5 Aufwändige Logistik, 7 Mangelhafte Rückgabemöglichkeiten, 9 Geschäftsmarketing spricht den Konsumenten zu wenig an und 13 Umweltaffine aber bequeme Konsumenten in der fördernden Matrix am höchsten vernetzt sind. Das bedeutet, diese Variablen haben den grössten fördernden Einfluss im System. Die Variablen 2 Kooperative Partner, 10 Mangelhafte Kommunikation und 13 Umweltaffine aber bequeme Konsumenten werden durch das System am stärksten positiv beeinflusst. Im Gegensatz dazu werden die Variablen, 4 Fehlende Informatik MAS Umwelttechnik und -management / 80

51 Unterstützung, 12 Unterstützende Gesetze und 14 Gänzlich fehlende Zusatzdienstleistungen kaum positiv durch das System beeinflusst. Beurteilung hemmende Matrix Bei den hemmenden Variablen (aus Tabelle 11) sind es die 4 Fehlende Informatik Unterstützung, 7 Mangelnde/wenig Rückgabemöglichkeiten und 11 Produktevielfalt zu klein und das Produktelabel wird als suboptimal empfunden, die einen steuernden Charakter im System ausüben. Auf die Variablen 8 Kosten- und aufwandoptimierte Kunden, 10 Mangelhafte Kommunikation und 13 Umweltaffine jedoch bequeme Konsumenten wird der grösste hemmende Einfluss ausgeübt. Hingegen werden die Variablen 6 und 12 kaum gesteuert Interpretation der Systemdynamik Das Aktivitäts-Vernetzungs-Diagramm Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb der Grünen Tatze erlaubt uns, die Systemdynamik zu interpretieren und zu bestimmen, welche Systemrollen bestehen. MAS Umwelttechnik und -management / 80

52 Aktivitäts-Vernetzungs-Diagramm 1. Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb der Grüne Tatze 2. Kooperative Partner 3. Aus finanziellen Gründen wenige Mitarbeiter 4. Fehlende Informatik Unterstützung 5. Aufwändige Logistik 6. Ökologisches und soziales Geschäftsmodel 7. Mangelhafte/wenig Rückgabemöglichkeiten 8. Kosten- und aufwandoptimierte Kunden 9. Geschäftsmarketing spricht den Konsumenten zu wenig an 10. Mangelhafte Kommunikation 11. Produktevielfalt zu klein und das Produktelabel wird als suboptimal empfunden. 12. Unterstützende Gesetze 13. Umweltaffine jedoch sehr bequeme Konsumenten 14. Gänzlich fehlende Zusatzdienstleistungen Abbildung 20: Vernetzungsdiagramm Anhand des Vernetzungsgrades aktive Vernetzung (steuert das System) oder passive Vernetzung (wird vom System gesteuert) lassen sich im Vernetzungsdiagramm Indikatoren und Hebel erkennen. Indikatoren werden hauptsächlich vom System gesteuert (passive Vernetzung). Variablen mit Hebelwirkung sind im System wenig passiv jedoch hoch aktiv vernetzt. MAS Umwelttechnik und -management / 80

53 Grundstruktur des Systems und Systemrollen Stark vernetzte Variable (kurzfristiger Indikator) Keine schnellen Hebel vorhanden Mittelfristige Hebel Langfristige Indikatoren Langfristige Hebel Zielbereich, in diesem Bereich befinden sich die langfristigen Systemziele Abbildung 21: Interpretationsnetz MAS Umwelttechnik und -management / 80

54 Grundstruktur des Systems: Vernetzungsgrad: Im System befindet sich eine überproportional hoch passiv vernetzte Komponente. Es handelt sich dabei um unsere Zielvariable Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb Grüne Tatze. Diese Komponente reagiert sehr schnell auf Veränderungen und dient als kurzfristiger Indikator. Die anderen Komponenten sind im Vergleich dazu nicht sehr stark vernetzt. Aktivitätsgrad: Unser System zeigt schwache Aktivitätsunterschiede, wir können keine schnellen Veränderungen erwarten, es ist also eher träge aber nicht veränderungsresistent. Das heisst wir können im System keine Massnahmen treffen, die kurzfristig hohe Veränderungen bewirken. Lösungsbereich: Der Lösungsbereich liegt im Interpretationsnetz auf der rechten Seite. Je stärker die Variablen vernetzt sind, desto grösseren Einfluss nehmen die Komponenten auf das System und erzielen in kürzerer Zeit eine Veränderung. Da wir jedoch im System nur mittlere und schwache Vernetzungen haben, stehen uns keine Hebel zur Verfügung, die kurzfristig eine Wirkung erzielen würden. Indikatorenbereich: Beim einzigen Systemindikator der den Erfolg unseres Systems wiederspiegelt und hoch vernetzt ist, handelt es sich um die Zielvariable Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb Grüne Tatze. An ihr lassen sich Veränderungen im System rasch erkennen. Als weiteren jedoch nicht sehr stark vernetzten Indikator kann die Komponente Umweltaffinen jedoch bequeme Konsumenten gesehen werden. Die weiteren Komponenten, die im Interpretationsnetz links unten liegen, können als langfristig anzustrebende Ziele betrachtet werden. Systemrollen einzelner Variablen: Die Systemrollen charakterisieren die Bedeutung der Variablen im System. Sie repräsentieren ein Verhalten und Eigenschaften, die wir so besser einordnen können. Langfristiges Ziel: Das von den Stakeholdern festgelegte Ziel, die Variable 1, Etablieren und wirtschaftlicher Betrieb Grüne Tatze liegt nicht wie eigentlich erwartet unten links im Zielbereich von unserem Interpretationsnetz. Dies bedeutet, dass unsere Zieldefinition vom System nicht als eigentliches Ziel anvisiert wird. Die Variable ist stark vernetzt. Das können wir damit erklären, dass die Stakeholder sich im Vorfeld immer wieder Gedanken über die Wirtschaftlichkeit gemacht haben. Aktuell ist das Ziel auch gehemmt. Im Bereich unten links befinden sich Variablen, die für uns als implizite Ziele in Frage kommen können. Eine davon ist die 8 Kosten und aufwandoptimierte Kunden. Dieses Ziel macht durchaus Sinn, wenn die Kunden zufrieden sind und das Produkt nicht teurer wird, ist auch das Ziel erfüllt. Weiter sehen wir die Variable 10 Mangelhafte Kommunikation die Auswirkungen auf den Verkauf hat, als Ziel. Die Variable 13, die wir auch als Indikator sehen und die Umweltaffinen aber bequemen Konsumenten, wenn diese zufrieden sind, MAS Umwelttechnik und -management / 80

55 unterstützten auch das Ziel. Motoren: Als Motoren, die unser System langfristig verändern können, kommen für uns die Variablen 7 Mangelhafte/wenig Rückgabemöglichkeiten, 9 Geschäftsmarketing spricht den Konsumenten zu wenig an sowie die 14 Gänzlich fehlende Zusatzdienstleistungen in Frage. Wolf im Schafspelz: Die Variable 12 Unterstützende Gesetze die indirekt auch die Politik beinhaltet, kann von den Stakeholdern schlecht oder gar nicht beeinflusst werden. Eine Verschärfung der Hygienevorschriften hätte auf unser System direkten Einfluss. Wenn die Politik ein Littering-Gesetz verabschiedet, kann damit gerechnet werden, dass sich die Stakeholder mit Konkurrenz auseinandersetzen müssen. Weitere Schlüsselvariablen: Weiter sehen wir sicherlich die Variable 4 Mangelhafte Informatik Unterstützung, welche Prozesse und Zusatzdienstleistungen unterstützen kann, sowie die Variable 11 Produktevielfalt zu klein und das Produktelabel wird suboptimal empfunden als Eingriffspunkte, die das System positiv beeinflussen können. Fazit für unser System: Wenn wir nichts unternehmen, ist das Ziel Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb der «Grünen Tatze» gefährdet. Es wird im aktuellen System gehemmt. Unser System muss also andere Massnahmen berücksichtigen. Die Tatsache, dass wir nur langfristige Hebel/Motoren haben, muss bei der Zeitplanung berücksichtigt werden. Wir können nicht davon ausgehen, dass das System sehr rasch auf Impulse reagiert. Eine Nachjustierung ist jedoch möglich. Für die Aufrechterhaltung der Wirtschaftlichkeit müssen wir für das Gesamtsystem ein neues, langfristiges Ziel definieren. Unser ursprüngliches Ziel ist nur ein Mittel zum Zweck und als Gesamtindikator geeignet Zielformulierung und Identifikation erster Eingriffsmöglichkeiten Neudefinition Ziel Aus der Systemdynamik und den Systemrollen leiten wir ab, dass wir für das System ein neues langfristiges Ziel definieren müssen. Die in Frage kommenden Komponenten befinden sich im Interpretationsnetz im langfristigen Zielbereich. Die folgenden Variablen kommen für uns als neue Ziele in Frage: 8 Kosten und aufwandoptimierten Kunden 10 Mangelhafte Kommunikation 13 Umweltaffine aber bequemen Konsumenten, die wir auch als Indikator sehen MAS Umwelttechnik und -management / 80

56 Für die neue Zieldefinition wählen wir, wie in Kapitel begründet, die beiden Variablen 8 und 13, da die Variable der mangelhaften Kommunikation indirekt mit der Variable 13, den Konsumenten zusammenhängt. Unser neues Ziel lautet: Zufriedene Konsumenten und optimal unterstützte Kunden Wir setzen nun das neue Ziel in unserem System in Zusammenhang mit den anderen Komponenten und vernetzen diese. Um die relevanten Systemzusammenhänge zu visualisieren und neue Erkenntnisse daraus zu gewinnen, stellen wir das neue Ziel in einem Wirkungsgefüge dar. Wir vernetzen dafür die langfristigen Hebel ( 4 Fehlende Informatikunterstützung, 7 Mangelhafte/wenig Rückgabemöglichkeiten, 9 Geschäftsmarketing spricht., und 14 Gänzlich fehlende Zusatzdienstleistungen ) mit zwei Variablen im Zielbereich ( 10 Mangelhafte Kommunikation, 11 Produktevielfalt zu klein ) und dem neuen Ziel Wirkungsgefüge 1 10 Mangelhafte+ Kommunikation Gänzlich fehlende Zusatzdienstleistungen Fehlende Informatikunterstützung - - Zufrieden Konsumenten und optimal unterstützte Kunden Produktevielfalt zu klein und das Produktelabel wird suboptimal empfunden - 9 Geschäfts-marketing spricht den Konsumenten zu wenig an Mangelhafte/wenig Rückgabemöglichkeiten Abbildung 22: Darstellung Wirkungsgefüge mit neuem Ziel Die roten Vernetzungspfeile stellen unseren Motor (den Antrieb unseres Systems) dar. In diesem Loop sind die drei definierten langfristigen Hebel vorhanden, die das System antreiben sollen. MAS Umwelttechnik und -management / 80

57 Loop In Abbildung 23 ist der Motor isoliert dargestellt, die beiden parallelen Komponenten fördern beide die mangelhafte Kommunikation Mangelhafte Kommunikation Mangelhafte/wenig Rückgabemöglichkeiten 9 Geschäfts-marketing spricht den Konsumenten zu wenig an - 14 Gänzlich fehlende Zusatzdienstleistungen Produktevielfalt zu klein und das Produktelabel wird suboptimal empfunden Zufrieden Konsumenten und optimal unterstützte Kunden + Abbildung 23: Darstellung Motor Lebensfähigkeit Unser System, die «Grüne Tatze» soll erfolgreich etabliert werden und lange wirtschaftlich existierten können, also lebensfähig sein. Die Lebensfähigkeit hat sich sicherlich bereits durch den Pilotbetrieb bestätigt. Wir müssen aber auch unseren Motor auf Lebensfähigkeit prüfen. Diese Prüfung haben wir anhand dem von den Harvard-Professoren Lawrence und Nohria begründeten Four-Drive-Model durchgeführt. Hier werden vier über das Kreuz wirkende Triebe (Drives), die den Erfolg sichern, wie folgt definiert: Acquire (Erwerbstrieb): erwerben, schöpfen, Ökonomie; Verständnis im Umgang mit Chaos und Komplexität Bond (Bindungstrieb): einbinden, verpflichten, soziokulturelle Sichtweise Learn (Lerntrieb): Kreativität, entwickeln eines anwendbaren Ganzen mit nicht fassbaren Teilen Defend (Verteidigungstrieb): verteidigen, sich wehren, Ökologie, Strukturen, Funktionen, Prozesse und Inhalte Nach der Analyse haben wir bemerkt, dass der Erwerbstrieb mangelhaft vertreten ist. Um ihn zu verstärken, führen wir für die weitere Analyse der Wirkungsgefüge die Variable 5 ein. Die Tabelle 12 zeigt das Ergebnis. MAS Umwelttechnik und -management / 80

58 Variable/ Drive Aquire Bond Learn Defend 7 Mangelhafte Rückgabemöglichkeiten x 9 Geschäftsmarketing spricht den Konsumenten zu wenig an x 10 Mangelhafte Kommunikation x 11 Produktevielfalt zu klein und das Produktelabel wird suboptimal empfunden x 14 Gänzlich fehlende Zusatzdienstleistungen x Z: Zufriedene Konsumenten und optimal unterstützte Kunden x x Total Tabelle 12: Test Lebensfähigkeit Motor Wir stellen fest, dass im Bereich Learn noch ein Ungleichgewicht besteht, dieses versuchen wir mit der Variablen 1, unserem ursprünglichen Ziel, zu erweitern Wirkungsgefüge 2 Das Wirkungsgefüge 2, ergänzt durch die hoch vernetzte Variable 1, wird sehr viel komplexer. Eine erneute Prüfung mit dem Four Drive Model ergänzt durch die Variable 1, zeigt jetzt ein ausgeglicheneres Resultat (siehe Tabelle 13). 14 Gänzlich fehlende 10 Mangelhafte+ Kommunikation Zusatzdienstleistungen Fehlende Informatikunterstützung Zufrieden Konsumenten und optimal unterstützte Kunden Etablieren & wirtschaftlicher Betrieb Grüne Tatze Produktevielfalt zu klein und das Produktelabel wird suboptimal empfunden - 9 Geschäfts-marketing spricht den Konsumenten zu wenig an Mangelhafte/wenig Rückgabemöglichkeiten Abbildung 24: Darstellung Wirkungsgefüge mit neuem Ziel Variante Loop Auch wenn der Motor in Abbildung 25 isoliert dargestellt ist, bleiben die Beziehungen und deren Einflüsse auf die anderen Komponenten bestehen. Diese unterstützen jedoch die MAS Umwelttechnik und -management / 80

59 Komponenten in ihrer Funktion weiter. Feststellen können wir auch, dass es sich vorwiegend um negative Vernetzungen handelt, dies ist jedoch eine Negation der negativ gewichteten Variablen und sollte eine Umkehrwirkung auf diese ausüben Mangelhafte Kommunikation 14 Gänzlich fehlende Zusatzdienstleistungen 7 Mangelhafte/wenig Rückgabemöglichkeiten - 4 Fehlende Informatikunterstützung Produktevielfalt zu klein und das Produktelabel wird suboptimal empfunden 1 Etablieren & wirtschaftlicher Betrieb Grüne Tatze + Zufrieden Konsumenten und optimal unterstützte Kunden 9 Geschäfts-marketing spricht den Konsumenten zu wenig an - Abbildung 25: Darstellung Motor Variante Ganzheitlichkeitstest Variante 1 Variable/ Drive Aquire Bond Learn Defend 7 Mangelhafte Rückgabemöglichkeiten x 9 Geschäftsmarketing spricht den Konsumenten zu wenig an x 10 Mangelhafte Kommunikation x 11 Produktevielfalt zu klein und das Produktelabel wird suboptimal empfunden x 14 Gänzlich fehlende Zusatzdienstleistungen x Z: Zufriedene Konsumenten und optimal unterstützte Kunden x x 1 Etablierung und wirtschaftlicher Betrieb der «Grüne Tatze» x x Total Tabelle 13: Test Lebensfähigkeit Motor Variante 1 MAS Umwelttechnik und -management / 80

60 5.2.5 Lösungsansätze Unter Berücksichtigung der Komponenten, die unseren Motor bilden, haben wir für jede Komponente mögliche Lösungsvorschläge erarbeitet und diese in einem morphologischen Kasten abgebildet (siehe Abbildung 33 im Anhang). Daraus leiten wir zwei mögliche Szenarien ab. Diese Szenarien unterscheiden sich in der Dynamik, in der sie auf die Lösung wirken. Die Eingriffspunkte unterscheiden sich sowohl in der finanziellen wie in der zeitlichen Realisierbarkeit. Für beide Szenarien benötigen wir jedoch ein modernes und professionelles Geschäftsmarketing, eine Produktepalette mit einem ansprechenden Label, welche die Grundbedürfnisse der Kunden und Konsumenten erfüllt. Die Produktepalette sollte mit Zusatzdienstleistungen wie elektronische Depotverwaltung, Kaufhistorie, Statistik usw. ergänzt werden Szenario 1 Das Szenario 1 Gemeinsamkeiten nutzen versucht, Konkurrenten und Lieferanten, die ähnliche Prozesse oder Produkte anbieten zu Partner, zu machen (Rücknahmesystem, Behälterwäsche usw.). In enger Zusammenarbeit sollen Synergien erkannt und gemeinsam genutzt werden. Elektronische Zusatzdienstleistungen werden nach den Bedürfnissen der Kunden und Konsumenten entwickelt. Die Kundenkommunikation könnte mit einem Bonussystem in Schwung gebracht werden Szenario 2 Szenario 2 integrieren macht Kunden zu Teilhabern, damit der Gedanke der Wiederverwendbarkeit bei den Takeaways und damit auch die Kundenkommunikation zum eigenen Interesse wird. Elektronische Zusatzdienstleistungen entwickelt ein grosser Partner wie Google, bei welchem auch die ITC Dienstleistungen bezogen werden können. Die Teilhaber werden über diese Systeme vernetzt. Das Rücknahmesystem wird mit Automaten sichergestellt, die an gut frequentierten Stellen platziert werden Fazit Auch wenn wir mit der systemischen Betrachtung nicht auf dieselben Schlussfolgerungen wie nach dem Pilotbetrieb (Kapitel 3.4.5) gekommen sind, divergieren sie dennoch nicht. Sie unterstützen und ergänzen sich und haben uns bei der Lösungsfindung inspiriert. MAS Umwelttechnik und -management / 80

61 6 Vollkosten Um die Sicht zu komplettieren, betrachteten wir auch die Kosten für die Mehrwegbox. Als Ausgangslage dienten die Resultate aus dem Pilotbetrieb der «Grünen Tatze» zusammen mit einem neuen Businessplan für ein leicht angepasstes Setup zur Geschäftsgründung (Plankosten). Die Plankosten sind auf die Gründung eines Vereins ausgelegt, dies widerspiegelt sich in den prognostizierten Erträgen. Entlang der Prozesse können wir die Kostenarten anhand der Funktionsbereiche identifizieren. Mit der Vollkostenrechnung zeigen wir unter Berücksichtigung aller bekannten und angenommenen Zahlen, wie viel eine Einheit 7 tatsächlich kosten wird. So können wir bereits zu diesem Zeitpunkt eine Einschätzung machen, inwiefern sich das Produkt lohnt oder die Kosten mit dem prognostizierten Absatz in der definierten Preisstruktur gedecken werden. Da im Moment nur ein Produkt, die Bring Back Box, angeboten wird, berechneten wir die Kosten für dieses Produkt mit zwei Setups. 6.1 Produkt Setup Die Erfahrungen aus dem Pilotbetrieb haben gezeigt, dass viele Takeaways die Bring Back Boxen selber waschen. Das heisst sie beziehen die Bring Back Boxen von der «Grünen Tatze» und waschen meist mit Gastromaschinen in einem internen Waschprozess. Wie bereits in der Ökobilanz dargestellt, ist dies auch der ökologischste Anwendungsfall Interner Waschprozess Beim internen Waschprozess beziehen die Takeaways die Bring Back Boxen, wie bereits erwähnt, bei der «Grünen Tatze». Kosten für die Nutzung des Systems sind die Beiträge an den Verein und die sogenannten Systemkosten. Die Systemkosten sind abhängig von der Menge genutzter Bring Back Boxen Externer Waschprozess Der externe Waschprozess beinhaltet die Lieferung der Boxen zum Takeaway, die Nutzung durch den Konsumenten, die Wäsche (Logistik) und die erneute Lieferung an die Takeaways. Bei diesem Setup entstehen für die Takeaways die Kosten für den Waschprozess und die Vereinsbeiträge. 7 Eine Einheit betrachten wir wie in der Ökobilanz als eine funktionelle Einheit. (Einmal dem Konsumenten abgegeben, gewaschen und wieder beim Takeaway.) MAS Umwelttechnik und -management / 80

62 6.2 Kostenaufstellung Da für die «Grüne Tatze» noch kein Kontenplan oder andere administrative Strukturen bestehen, leiten wir für die Berechnung folgende Kostenarten und Kostenstellen aus dem Businessplan 8 ab. Die effektiven Kosten werden im Businessplan im Anhang D ausgewiesen. Variable Servicekosten I Variable Servicekosten II Personalkosten Verwaltungskosten Servicekosten Waschen Logistik ab Stadt/Std Transport Wäsche-/Lokallager Total Depotkarten Marketing, Kommunikation Informationsmaterial Promo/TA 5 x Ersatzdeckel Total Versiegelung Transportkisten/TK Website und , Hosting und Wartung Steuern Bürokosten/Infrastruktur/Jahr Reisen und Spesen/Jahr Versicherung / Treuhand Sitzungsgelder/3 Personen Abgabe Kommission Verein an Takeaways Lagerhaltungskosten Kapitalkosten Verlust 0.1% Lokallager pro Pallett 15.- Finanzaufwand zu 10% auf Fremdkapital (Schätzung) Abschreibungen Tabelle 14: Kostenarten und Kostenstellen Die variablen Servicekosten I beinhalten alle Kostenstellen für die wiederkehrenden Waschund Transportkosten. Sie fallen beim externen Waschprozess an. Die variablen Servicekosten II können für beide Waschprozesse anfallen und werden daher auf die beiden Setups aufgeteilt. 8 Businessplan Vereinsgründung für Mehrwegsystem, von Jeannette Morath MAS Umwelttechnik und -management / 80

63 Verwaltungs-, Personal-, Lagerhaltungs- und Kapitalkosten fallen für beide Setups gleichermassen an. Diese verteilen wir auf beide Setups. Die Beschaffung der Bring Back Boxen fallen in den Kapitalkosten und den Abschreibungen an. 6.3 Ertragszusammenstellung Erträge können aus den folgenden Leistungen generiert werden. Umsatz Pauschalbeiträge TA 9 Logistikerlös (Waschen, Liefern, Lagern) Website/Newsletter/Plattform Verkauf Bring Back Box Vereinsbeiträge Plan-Finanzierung Tabelle 15: Deckungsbeiträge Die Pauschalbeiträge TA sind die Systembeiträge von den Takeaways, die den internen Waschprozess wählen. Der Logistikerlös ist derjenige Ertrag, der aus dem externen Waschprozess erwirtschaftet wird. Zusätzlicher Ertrag kann aus verkauften Boxen erwirtschaftet werden und aus den Vereinsbeiträgen der Mitglieder. 6.4 Unternehmensgewinn Den Unternehmensgewinn oder das Ergebnis berechnen wir indem wir, die gesamten Kosten (diese beinhalten Unternehmenssteuern sowie MWST und alle anderen Abgaben) vom Umsatz abziehen. Total Kosten Total Umsatz exkl. MwSt. Unternehmensgewinn Umsatz 9 Takeaways MAS Umwelttechnik und -management / 80

64 6.5 Kosten pro Einheit Die Kosten pro Einheit haben wir wie in Tabelle 16 dargestellt berechnet. Kostenbeiträge Stk. / Jahr Interner Waschprozess (TA) Anzahl interner WP Externer Waschprozess (GT) Anzahl externer WP Variable Servicekosten I keine für Logistik Variable Servicekosten II Beitrag anhand Beitrag anhand Personalkosten Verwaltungskosten Lagerhaltungskosten Kapitalkosten Total Anzahl Total Spalte Anzahl Total Spalte Kosten / Stk. Kosten / Anzahl Kosten / Anzahl Umsatzbeiträge Pauschalbeiträge TA Beitrag anhand Keine Deckungsbeitrag / Stk. Gewinn / Stk. Logistikerlös (waschen, liefern, lagern) Website/Newsletter/Plattform Verkauf Bring Back Box Vereinsbeiträge Plan-Finanzierung TA Keine Beitrag anhand Anzahl Beitrag anhand GT Beitrag anhand Anzahl Total Total Spalte Total Spalte Total Ertrag / Anzahl Deckungsbeitrag / Kosten (Stk.) Total Ertrag / Anzahl Deckungsbeitrag / Kosten (Stk.) Tabelle 16: Kostenzusammenstellung pro Einheit Wie in der Tabelle ersichtlich ist, haben wir die Kosten und Erträge den jeweiligen Waschprozess-Typen zugeordnet. Die Verteilung der Gemeinkosten und Erträge, die nicht einem Waschprozess-Typ zugeordnet werden können, haben wir linear anhand der prognostizierten Verteilung umgelegt. Aus dem Pilotprojekt ist die Verteilung auf die beiden Waschprozess-Typen in 95% interner Waschprozess und 5% externer Waschprozess aufgeteilt. MAS Umwelttechnik und -management / 80

65 6.6 Einzelergebnis 10 Die Ergebnisse der beschriebenen Berechnung haben wir mit den angenommenen Zahlen aus dem Businessplan für die nächsten vier Jahre berechnet und in Tabelle 17 dargestellt. Jahr Interner Waschprozess (TA) Externer Waschprozess (GT) Interner Waschprozess (TA) Externer Waschprozess (GT) Interner Waschprozess (TA) Externer Waschprozess (GT) Interner Waschprozess (TA) Externer Waschprozess (GT) Kostenbeiträge Kosten / Stk. Umsatzbeiträge Stk. / Jahr 1'711'710 90'090 2'777' '190 3'943' '529 5'290' ' Deckungsbeitrag / Stk. Gewinn / Stk Tabelle 17: Kosten / Erträge pro Einheit (Bring Back Box) Die Berechnungen lassen den Schluss zu, dass der externe Waschprozess (GT = Grüne Tatze) noch ein wenig optimiert werden muss oder das Produkt den Takeaways (TA) zu günstig abgegeben wird. 10 Die Kalkulation im Anhang ist vertraulich und nicht für die öffentliche Publikation vorgesehen. MAS Umwelttechnik und -management / 80

66 7 Schlussfolgerung Durch die «Grüne Tatze» (Pilotbetrieb von Juni bis Dezember 2014), hatte Jeannette Morath, die Studienleiterin, wertvolle Erkenntnisse für das Mehrwegsystem sammeln können. Diese betreffen hauptsächlich Fragen wie Akzeptanz bei den Takeaways und beiden Konsumenten sowie was funktioniert und was nicht. Das betrifft nicht nur die Funktionalität und das Design der Bring Back Box. Auch über das Depot-System und den eigentlichen Waschprozess hatte sie aufschlussreiche Erkenntnisse gewonnen. Auf dieser Basis plant Jeannette Morath die Gründung eines Vereins für den Betrieb der «Grünen Tatze». In dieser Studie haben wir für das System der «Grünen Tatze» die drei Aspekte Ökologie, Funktionalität und die finanzielle Sicht aus einer anderen Perspektive betrachtet. Für die ökologische Betrachtung ist nicht nur die Abfallmenge und die damit verbundene Entsorgung in Betracht zu ziehen, sondern der ganze Lebenszyklus der Behälter. Dabei konnten wir mit der Ökobilanz zeigen, dass sich das Mehrwegsystem schon mit wenigen Umlaufzyklen bewährt und weniger Umweltbelastungen verursacht als vergleichbare Einwegbehälter. Dies ist eine Grundvoraussetzung für die Etablierung eines Mehrwegsystems dar. Aus systemischer Sicht konnte das Mehrwegsystem aufgrund der Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Pilotbetrieb in seiner Gesamtheit betrachtet werden. Die interne Vernetzung der Teilsysteme und die Abbildung der Systemgrenze ergaben eine Dynamik aus der verschiedene Schwerpunkte und Optimierungs-Massnahmen abgeleitet werden konnten. Damit kann der Einführungsplan hinterfragt und gegebenenfalls optimiert werden. Die finanzielle Sicht bricht die periodendominierte Kosten- und die Ertragssicht auf und liefert für die zwei Szenarien den internen und den externen Waschprozess Beträge pro Einheit. Die Einheiten wurden gleich definiert wie beim ökologischen Vergleich. Diese Berechnungen wurden für die nächsten vier Jahre erstellt. Die Kosten und Erträge beruhen auf den im Businessplan angenommenen Zahlen. Für das Szenario der internen Wäsche sind die Beträge pro Einheit positiv, die Beträge für die externe Wäsche leider negativ, das heisst die Kosten können nicht vollständig gedeckt werden. Das Total über die Berechnungsperioden ist jedoch positiv, da die Erträge für die interne Wäsche den fehlenden Betrag der externen Wäsche decken. Wir schliessen zusammenfassend daraus, dass die Mehrwegbox ökologischer ist als die Einwegbehälter. Das Systemkonzept aus systemischer Sicht ist lebensfähig und das geplante Konzept, der Einführungsplan sowie die Erfolgsfaktoren können optimiert werden. Grundsätzlich müsste die Preisbildung oder die Prozesse der externen Wäsche optimiert werden, damit die Erträge auch für dieses Szenario positiv werden. Für die Firmengründung empfehlen wir der Geschäftsleitung, eines der Lösungsszenarien oder eine Kombination daraus umzusetzen. MAS Umwelttechnik und -management / 80

67 Schwerpunkte sehen wir Bei der Erweiterung der Produktepalette, damit für die Vielzahl der verschiedenen Takeaway-Menus eine geeignete Bring Back Box zur Auswahl steht. In der Verbesserung und Erweiterung der Rückgabemöglichkeiten, indem an beliebten Plätzen weitere Möglichkeiten zur Rückgabe geschaffen werden, insbesondere wenn kein «Grüne Tatze» Takeaway in der Nähe ist. In der Schaffung eines Bonussystems oder der Beteiligung am Mehrwegsystem womit die Takeways moviert werden, die Kommunikation mit dem Konsumenten zu verbessern und mehr Menus mit der Bring Back Box zu verkaufen. Die Takeaways bilden die Schlüsselstelle in der Kommunikation und Motivation die Konsumenten zur Wahl der Bring Back Box zu bewegen. In der Entwicklung von Zusatzdienstleistungen, die den Konsumenten sowie den Kunden einen Mehrwert bieten und die Kundenbindung fördern. Dies könnte eine mobile App sein, die das bargeldlose Depot, Statistiken über Konsumationen, das Anzeigen von Menüplänen der Takeaways oder die Rückverfolgung von Bring Back Boxen durch den Einsatz von RFC Chips ermöglicht. Bei einem grösseren Volumen könnte der externe Waschprozess insofern verbessert werden, dass die industrielle Waschstrasse zentraler und näher bei den Takeaways aufgebaut wird und dadurch der lange Transport wergfällt, der zu vermehrten Umweltauswirkungen beiträgt. Dies würde sich auch positiv auf die Kostenstruktur der externen Wäsche auswirken vorausgesetzt das Volumen für die Wäsche ist gross genug. MAS Umwelttechnik und -management / 80

68 8 Anhang A. Die Bring Back Box Abbildung 26: Entwicklung Bring Back Box, konkurrierende Anforderungen MAS Umwelttechnik und -management / 80

69 Abbildung 27: Entwicklung Bring Back Box, Formästhetik Abbildung 28: Entwicklung Bring Back Box, Volumen MAS Umwelttechnik und -management / 80

70 Abbildung 29: Entwicklung Bring Back Box, Stapelbarkeit MAS Umwelttechnik und -management / 80

71 B. Prozesse «Grüne Tatze» Start BBB-Bestellen Bestend genügend Transporteur eingeroffen BBB Bestand prüfen ja BBB bereitstellen Transporteur avisieren BBB verladen nein Ende Auslieferung Prüfen Bestand in Wäsche ja Genügend BBB unterwegs nein Depot Depot Take Away informieren Bestellung abholen Lieferfristen bekannt geben Transporteur Take Away Abbildung 30: Bring Back Box bestellen durch Takeaway BBB nachbestellen nein nein Bestellung aufnehmen Über BBB informieren ja BBB Bestand prüfen ja Menu verpacken und ausgeben Depot einkassieren Start Menu ausgeben BBB ausgeben BBB verfügbar? Ende Menu bestellen Menu Depot Konsument Abbildung 31: Menu mit Bring Back Box ausgeben MAS Umwelttechnik und -management / 80

72 BBB beschädigt BBB prüfen nein Depot ausbezahlen BBB zwischenlagern Start Rücknahmen Ende Depot nicht annehmen BBB zurück an den Konsumenten BBB zurück an den Konsumenten Konsument Abbildung 32: Bring Back Box zurücknehmen und Depot erstatten MAS Umwelttechnik und -management / 80

73 C. Lösungsvarianten Abbildung 33: Morphologischer Kasten Löungsvarianten MAS Umwelttechnik und -management / 80

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