Handelsdiplom berufsbegleitend



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Transkript:

Name: Vorname: Klasse: Datum: Zeit: Vorgabe VSH 55 Minuten 40 Punkte Schulanteil 35 Minuten 20 Punkte Total 90 Minuten 60 Punkte Hilfsmittel: Bemerkungen: eigenes Handwörterbuch Bitte alle Antworten direkt auf die Prüfungsblätter setzen Folgende Themengebiete sind zu bearbeiten: A. Sprachbetrachtung 35 Minuten 25 Punkte - Textverständnis 15 Minuten 6 Punkte - Grammatik 5 Minuten 5 Punkte - Orthografie 5 Minuten 5 Punkte - Interpunktion 5 Minuten 5 Punkte - Wortschatz/Stilistik 5 Minuten 4 Punkte B. Textproduktion 20 Minuten 15 Punkte C. Schulspezifischer Teil 35 Minuten 20 Punkte 1. Korrektor Datum: Visum: 2. Korrektor Datum: Visum: VSH HD bb Deutsche Sprache 1/2013 - LöSUNG Seite 1 von 8

A. Sprachbetrachtung Aufgabe A1 Textverständnis Lesen Sie den nachfolgenden Text sorgfältig und lösen Sie die anschliessenden Aufgaben. 1 2 3 Solange es keiner übertreibt Privates Mailen und Surfen am Arbeitsplatz: Was Vorgesetzte und Angestellte beachten sollten. 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Mal eben die netten Leute googeln, die man am Abend zuvor in der Konzertpause kennen gelernt hat. Per Mail rasch den Zahnarzttermin bestätigen. Im Internet ein schönes Hotel fürs Wochenende in Wien suchen und den Vorschlag seinem Schatz per Mail senden. Und irgendwie hätte man auch Lust, den unter den Nägeln brennenden Blog-Eintrag gleich zu verfassen. Das geht im Büro doch alles nebenbei, oder? Eigentlich nicht, heisst es bei Unternehmen und Verwaltungen. Im Personalhandbuch von ABB Schweiz ist festgehalten; Mitarbeiter seien für die sorgfältige Verwendung von Mails und Internet verantwortlich. Der Gebrauch sei nur für geschäftliche Zwecke vorgesehen. Wie die Kommunikationsmittel genutzt werden, wird nicht kontrolliert. Die Firma behält sich aber das Recht vor, dies im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zu tun. Mails und Internet seien grundsätzlich für die Arbeitszwecke gedacht und dürfen für den persönlichen Gebrauch nur restriktiv verwendet werden, so steht es in einer internen Weisung der Bank Coop. Zudem gibt es Einschränkungen und Verbote: Bestimmte Dateien dürfen nicht heruntergeladen, gesetzeswidrige, anstössige oder unsittliche Websites nicht aufgerufen werden. Untersagt sind zudem das Spielen und Wetten im Netz sowie die Teilnahme an Chats. In VSH HD bb Deutsche Sprache 1/2013 - LöSUNG Seite 2 von 8

21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 der Dienstanweisung des Kantons St. Gallen ist zu lesen: Die private Nutzung der Mail- Dienste ist zurückhaltend auszuüben, sie dient lediglich der gelegentlichen Kommunikation. Sich zurückzuhalten, das wird auch erwartet, wenn jemand das Internet privat nutzen will. Oft appellieren Arbeitgeber an die Eigenverantwortung der Mitarbeiter. Privates Mailen oder Surfen ist toleriert, solange es damit keiner übertreibt und die Arbeitsleistung nicht darunter leidet. Solche Regelungen sind praxistauglich und vernünftig, heisst es in einem Leitfaden des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten. Im Prinzip könnte der Chef den privaten Gebrauch von Mails und Web ganz verbieten. Er hat ein Weisungsrecht und darf Angestellten vorschreiben, was sie während der Arbeitszeit erledigen müssen und wie sie den Computer nutzen dürfen. Wie weit er das Verbot fasst, kann jeder Arbeitgeber selbst entscheiden. Der Datenschutzbeauftragte warnt aber vor repressiven Regelungen. Das verunsichere Angestellte rasch, könne einschüchternd wirken und Misstrauen schüren. Mögliche Folgen seien sinkende Motivation und Leistungsbereitschaft. 36 (aus Der Sonntag, 18. März 2012, VON Vera Sohmer) VSH HD bb Deutsche Sprache 1/2013 - LöSUNG Seite 3 von 8

Aufgaben zum Text: 6 Punkte A1a. Wie geht die ABB Schweiz mit der Frage um, wie die Mitarbeiter den privaten Gebrauch von Mails und dem Internet handhaben sollen? Erklären Sie dies in einem bis zwei korrekten Sätzen. Grammatikalische oder stilistische Fehler ergeben einen Punkt Abzug. Mitarbeiter haben vor allem Selbstverantwortung. Der Gebrauch sei zwar nur für geschäftliche Zwecke vorgesehen, werde jedoch nicht kontrolliert. Sinnrichtige andere Lösungen gelten lassen A1b. In den Zeilen 15/16 finden Sie den Ausdruck... dürfen für den persönlichen Gebrauch nur restriktiv verwendet werden. Erklären Sie im Textzusammenhang in einem bis zwei korrekten Sätzen, was diese Aussage bedeutet. Grammatikalische oder stilistische Fehler ergeben einen Punkt Abzug. Das heisst, dass der persönliche Gebrauch stark eingeschränkt ist. Sinnrichtige andere Lösungen gelten lassen A1c. In der Zeile 33 finden Sie den Ausdruck repressive Regelungen. Erklären Sie im Textzusammenhang in einem bis zwei korrekten Sätzen, was damit gemeint ist. Grammatikalische oder stilistische Fehler ergeben einen Punkt Abzug. Diese Art der Regelung besagt, dass der Umgang mit dem Internet und privaten Mails uneingeschränkt verboten ist. Sinnrichtige andere Lösungen gelten lassen VSH HD bb Deutsche Sprache 1/2013 - LöSUNG Seite 4 von 8

Aufgabe A2 Grammatik 5 Punkte A2a. Setzen Sie den folgenden Text in die indirekte Rede. Verwenden Sie keine würde -Formen. Bilden Sie keine dass -Sätze. Sind ausserdienstliche Surftouren oder Post an die Lieben strikt untersagt, empfiehlt es sich, einen oder mehrere Computer zu installieren, an denen Angestellte beispielsweise in den Pausen ihre privaten Mails checken können. Wichtig dabei: grundsätzlich alles transparent zu machen, was erlaubt ist. Im Text steht, seien ausserdienstliche Surftouren oder Post an die Lieben strikt untersagt, empfehle es sich, einen oder mehrere Computer zu installieren, an denen Angestellte beispielsweise in den Pausen ihre privaten Mails checken könnten. Wichtig dabei: grundsätzlich alles transparent zu machen, was erlaubt sei. A2b. Setzen Sie den folgenden Satz in die passive Form. Verändern Sie nicht die Zeitform. Oft appellieren Arbeitgeber an die Eigenverantwortung der Mitarbeiter. Oft wird von Arbeitgebern an die Eigenverantwortung der Mitarbeiter appelliert. Je 1 Punkt für die korrekte Umsetzung und die Einhaltung der Zeit VSH HD bb Deutsche Sprache 1/2013 - LöSUNG Seite 5 von 8

A2c. Setzen Sie den folgenden Satz ins Plusquamperfekt. Der Datenschutzbeauftragte warnt aber vor repressiven Regelungen. (1 Punkt) Der Datenschutzbeauftragte hatte aber vor repressiven Regelungen gewarnt. Aufgabe A3 Orthografie 5 Punkte A3a. Unterstreichen und verbessern Sie im folgenden Text die Orthografiefehler (Rechtschreibefehler). Der Arbeitgeber darf einiges, aber nicht alles. Tabu ist es, Beschäftigte zu beschnüffeln, etwa mit Spionageprogrammen. Dazu der Datenschutzbeauftragte: Systemathisch zu überwachen, wie sich ein Arbeitnehmer verhällt, ist in jedem Fall verboten. Ebenfalls untersagt ist es, als privat gekennzeichnete oder erkennbare Mails zu lesen. Punktuelle, anonyme Überwachungen sind hingegen erlaubt, die Belegschaft muss aber über die Stichproben informiert sein. Gibt es Hinweise, dass jemand über Gebühr chattet, mailt oder surft, suchen Vorgesetzte am besten das klährende Gespräch. VSH HD bb Deutsche Sprache 1/2013 - LöSUNG Seite 6 von 8

Aufgabe A4 Interpunktion 5 Punkte A4a. Setzen Sie im folgenden Teil die Satzzeichen ein. Das Satzende ist jeweils angegeben. Falls sich Derartiges wiederholen sollte, drohen Vorgesetzte mit Sanktionen. Diese Empfehlung im Leitfaden sei das effektivere Mittel, als den Fehlbaren zu überwachen, was bei begründetem Verdacht möglich wäre. Vorgesetzte können unterbinden, dass Mails und Internet missbräuchlich genutzt werden, sind aber dennoch beim Datenschutz auf der sicheren Seite. Aufgabe A5 Wortschatz und Stilistik 4 Punkte A5a. Ergänzen Sie zum vorgegebenen Nomen das entsprechende Verb und das entsprechende Adjektiv aus der gleichen Wortfamilie. Partizipien sind jedoch nicht erlaubt. Bsp. Relativität relativieren relativ Praxis praktizieren Verb Verdacht verdächtigen verdächtig Adjektiv praktisch / praxisnah / praxiskonform A5b. Ersetzen Sie durch ein Synonym. Bsp. lieb nett Verwendung unterbinden Gebrauch, Nutzung, Einsatz verbieten, eindämmen, abstellen VSH HD bb Deutsche Sprache 1/2013 - LöSUNG Seite 7 von 8

B. Textproduktion Aufgabe B1 15 Punkte Im Text auf den Seiten 2 und 3 geht es um den Umgang mit Mails und Internet. Schreiben Sie davon eine Zusammenfassung in 100 110 Wörtern. Bilden Sie vollständige Sätze. Zählen Sie die Wörter und tragen die Anzahl ein. Punkte ergeben das Anführen von: Autor, Quelle, Textsorte 3 Punkte Hinweis auf privates Mailen und Surfen am Arbeitsplatz (Zeilen2-8) 1 Punkte Hinweis auf Erlaubnis oder Verbot, Beispiel ABB (Zeilen 9-14) 2 Punkte Beispiel Coop (Zeilen 15-19) 2 Punkte Beispiel Kanton St. Gallen (Zeilen 20-24) 2 Punkte Appell an Arbeitgeber(2 Beispiele, Zeilen 25-27) 2 Punkte Warnung des Datenschutzbeauftragten (Zeilen 33-35) 1 Punkte 2 mögliche Folgen genannt 2 Punkte Total 15 Punkte Abzüge ergeben: Fehler in Grammatik und Orthographie je ½ Punkt, max. aber 5 Punkte Satzzeichenfehler je ½ Punkt, max. aber 3 Punkte Stilfehler je 1 Punkt, max. aber 2 Punkte Das Über- oder Unterschreiten der Wörtervorgabe um 10 oder mehr Wörter 2 Punkte Total maximal 12 Punkte VSH HD bb Deutsche Sprache 1/2013 - LöSUNG Seite 8 von 8