Brustkompetenzzentrum im Klinikum Herford Informationen zum Thema Brustkrebserkrankungen für Patientinnen Maximalversorgung unter einem Dach durch Kompetenzteams aus 18 Abteilungen
Liebe Patientinnen, liebe Angehörige, in Deutschland ist Bruskrebs der am häufigsten diagnostizierte bösartige Tumor bei Frauen. Sowohl Diagnostik als auch Therapiemöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren erheblich verbessert, so dass bei frühzeitiger Erkennung gute Heilungschancen bestehen. Das Klinikum Herford ist als Schwerpunktkrankenhaus seit Jahren umfassend auf dem Gebiet der Krebserkrankungen tätig. Viele Einrichtungen des Klinikums beschäftigen sich speziell mit der Diagnostik und der Therapie in der so genannten Onkologie, insbesondere auch mit Brustkrebs. Da das Klinikum Herford 18 Fachabteilungen unter seinem Dach vereint, ist eine maximale Versorgung zu jedem Zeitpunkt gegeben. Ihnen als Patientin bleiben weite Wege zu externen Fachärzten erspart und sie finden alle Ansprechpartner im Haus. Innerhalb dieser Informationsbroschüre möchten wir Ihnen gerne die Fachdisziplinen aus unserem Haus, die das Kompetenzteam für Diagnose und Behandlung bösartiger Brusterkrankungen bilden, vorstellen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Über das Sekretariat der Frauenklinik (Telefon: 0 52 21 / 94-2355) erhalten Sie alle notwendigen Informationen. Dr. Thomas Heuser Chefarzt der Frauenklinik Prof. Dr. Günther Winde Ärztlicher Direktor
Brustzentren in NRW Vor rund fünf Jahren wurden die so genannten Brustzentren in NRW ins Leben gerufen. Krankenhäuser, die bisher mindestens 50 Ersteingriffe an der an Krebs erkrankten weiblichen Brust durchgeführt hatten, sollten in verschiedener Weise weiterhin an dieser Behandlung teilnehmen. Das Klinikum und die Krankenkassen haben sich damals auf das Ziel verständigt, die Zahl der Brustoperationen zu erhöhen, damit das Klinikum Herford als Brustzentrum anerkannt werden kann. Brustzentrum Lippe-Herford Die Krankenhäuser Klinikum Lippe-Lemgo und das Klinikum Herford haben vereinbart, ein gemeinsames Brustzentrum zu bilden. Das Brustzentrum im Klinikum Lippe ist bereits anerkannt und zertifiziert. Wir arbeiten schon heute eng zusammen, in dem zum Beispiel jede Woche gemeinsame so genannte Tumorkonferenzen stattfinden, in denen die Fachärzte über die einzelnen Patientinnen sprechen. Dies sichert die hohe Qualität der Behandlung. Brustchirurgie im Klinikum Herford Seit 2004 ist Dr. Thomas Heuser als Chefarzt der Frauenklinik am Klinikum tätig. Dr. Heuser hat bereits im Rhein-Main-Gebiet ein Brustzentrum aufgebaut und ist ausgewiesener Spezialist für die operativen Verfahren. Vor allem Patientinnen der Frauenklinik berichten immer wieder darüber, dass sie die Information erhalten haben, diese Brustoperationen würden im Klinikum Herford nicht mehr vorgenommen. Diese Aussagen sind falsch. Richtig ist, dass das Klinikum Herford diese Brustoperationen weiterhin mit Erfolg durchführt. Das Klinikum hat mit allen Krankenkassen einen Vertrag zur Behandlung von Brustkrebserkrankungen. Die Anzahl der Operationen ist seit Aufnahme der Tätigkeit von Dr. Heuser deutlich angestiegen. Alle Standardoperationen, aber vor allem auch aufwendige, plastische Operationsverfahren, zur Erhaltung oder Rekonstruktion der weiblichen Brust, werden in unserem Hause durchgeführt.
Frauenklinik Dr. med. Thomas Heuser Chefarzt der Frauenklinik Die Frauenklinik am Klinikum Herford bietet unter der Leitung von Dr. Thomas Heuser eine umfassende und moderne Versorgung in Gynäkologie und Geburtshilfe. Im Schwerpunkt der gynäkologischen Onkologie erfolgt die operative Behandlung von Krebserkrankungen der Brust unter besonderer Anwendung brusterhaltender, schonender Techniken aber auch unter Wahrung der fallbezogenen Radikalität und Sicherheit. In den meisten Fällen kann die Brust erhalten werden. Eine Diagnose ist sowohl vor als auch nach der Operation zeitnah gewährleistet. Die radiologische und die nuklearmedizinische Abteilung verfügen über modernste Diagnose-Geräte und die hauseigene Pathologie untersucht Gewebeproben direkt nach ihrer Entnahme noch während der Operation. In der onkologischen und ästhetischen Brustchirurgie werden eine Vielzahl plastisch-rekonstruktiver Operationsverfahren und grundsätzlich innovative Methoden wie die Wächterlymphknotentechnik (Sentinel Node Biopsie) eingesetzt. Die Durchführung von präoperativen und postoperativen Chemotherapien, von Antikörpertherapien und Hormonbehandlungen, zumeist im Rahmen nationaler oder internationaler Studien, erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Onkologie und dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ). Damit ist gewährleistet, dass Krebspatientinnen auch hier stets von den neuesten Entwicklungen profitieren. Alle Bestrahlungen nach Krebserkrankungen der Brust oder des Unterleibs erfolgen durch die strahlentherapeutische Abteilung im Haus. Das Psychoonkologische Institut im Klinikum hilft Patientinnen und Angehörigen bei der Vearbeitung der seelischen Belastungen einer Brustkrebserkrankung.
Medizinische Klinik II Die speziell auf Krebserkrankungen ausgerichtete Klinik unter der chefärztlichen Leitung von Priv. Doz. Dr. Doris Kraemer ist zum für die Planung und Nachsorge von Chemotherapien zuständig. Zum weiteren Leistungsspektrum gehört die Organisation der wöchentlichen Tumorkonferenz (Tumorboard). Hier besprechen Vertreter der Onkologie, der Strahlentherapie und der verschiedenen chirurgischen Disziplinen alle neu erkannten Krebserkrankungen, um gemeinsam das bestmögliche Therapiekonzept für den einzelnen Patienten zu entwicklen. MVZ Medizinisches Versorgungszentrum am Klinikum Herford Die onkologische Praxis ist räumlich und organisatorisch eigenständig, aber eng mit dem Klinikum und hier insbesondere mit der Medizinischen Klinik II verbunden. Unter der Leitung von Dr. Johann-Georg Lange wird hier auf dem Gelände des Klinikums Herford die ambulante Versorgung, insbesondere die Durchführung ambulanter Chemotherapien, von Patienten mit bösartigen Erkrankungen gewährleistet. Psychoonkologie Das Institut für Psychoonkolgie unter der Leitung von Dr. phil. Rolf Stecker bietet in Bezug auf die psychischen Belastungen nach einer Krebsdiagnose wirksame, auf die individuellen Bedürfnisse angepasste Hilfsangebote.
Pathologisches Institut Im Pathologischen Institut des Klinikums können während einer Operation innerhalb weniger Minuten Gewebeproben untersucht werden, um eine sichere Diagnose bei Verdacht auf Krebs zu ermöglichen und die genaue Klassifikation des Tumors anhand des Bildes der bösartigen Zellen zu bestimmen. Proben müssen so nicht zeitaufwendig in ein externes Labor gebracht werden und die Operation kann anhand der pathologischen Diagnose weitergeführt oder beendet werden. Kliniken für Radiologie und Nuklearmedizin Mit ihren modernen Diagnosegeräten wie Positronen-Emissions-Tomographen (PET), Computertomographen (CT) und Kernspintomographen leisten die Klinik für Radiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Wilhelm Castrup und die Klinik für Nuklearmedizin unter der Leistung von Dr. Hartmut Arlt einen weiteren wichtigen Beitrag zur Diagnose von Krebserkrankungen. Patienten müssen für diese Untersuchungen keine externen Praxen oder andere Krankenhäuser aufsuchen. Als eine Fachdisziplin der Radiologie ermöglicht die Strahlentherapie außerdem eine gezielte Behandlung von Krebszellen durch radioaktive Strahlen.
Kontakt Frauenklinik Chefarzt: Dr. med. Thomas Heuser Klinik-Sekretariat: Mechtild Strätker Renate Neumann Tel.: 0 52 21 / 94-23 53 I Fax: 0 52 21 / 94-21 53 Sek.frauenklinik@klinikum-herford.de Thomas.Heuser@klinikum-herford.de Klinikum Herford Schwarzenmoorstr. 70 I 32049 Herford www.klinikum-herford.de