Laborveranstaltungen (Physik, Laser, Laseranwendung,...) - Ablauf / Durchführung / Auswertung / Berichte Organisation Termine: wöchentlich (Sondertermine nach Vereinbarung) Gruppengröße: jeweils 2-er Gruppen (Ausnahme 3-er Gruppe) Testat: Versuchsvorbereitung Befragung / 0-3 Pkt. Versuchsdurchführung Arbeit, Protokollierung / 0-1 Pkt. Versuchsausarbeitung Laborbericht / 0-4 Pkt. Ablauf Versuchsauswahl 3 Phasen bei jedem Versuch: - Versuchsvorbereitung - Versuchsdurchführung - Ausarbeitung / Laborbericht Abgabe des Laborberichtes Optional: Korrektur und nochmalige Abgabe Versuchstestat oder Ablehnung Das Gesamttestat ( 4 Pkt.) wird auf dem Laborbericht vermerkt. Zeit (Tage) Versuchsauswahl < 3 Tage 0 Versuchsvorbereitung Versuchsdurchführung Ausarbeitung Laborbericht 2 Abgabe Korrektur Nein 1 Bericht o.k. Ja Testat
Versuchsvorbereitung Ziel: Theor. Verständnis der physikalisch-technischen Grundlagen und Zusammenhänge Arbeitsinhalte: - Selbständiges Erarbeiten der notwendigen Sachverhalte an Hand von Versuchsblatt, Literatur, Vorlesungsunterlagen - Zusammenfassung der Sachverhalte als Vorbereitung der Laborausarbeitung Motivation: Eigenständiges Einarbeiten in unbekannte Gebiete zur Vorbereitung von Lösungen von Aufgaben- und Problemstellungen Ergebnis: Überprüfbarer Erkenntnisgewinn Befragung Zeitaufwand: Siehe Modulhandbuch Versuchsdurchführung Ziel: Experimentelle Überprüfung bzw. Untersuchung z. T. unbekannter physikalisch-technischer Zusammenhänge Arbeitsinhalte: - Selbständige Durchführung exp. Arbeiten auf Basis definierter Vorgaben und Randbedingungen - Dokumentation von Randbedingungen, wichtigen Details (Versuchsskizze, Maße,...), Parametern und Ergebnissen Motivation: Eigenständiges Erarbeiten von Lösungen Erkenntnissen Ergebnis: Situations- und Datenerfassung, insbesondere unter Beachtung gewichteter Vollständigkeit (hinreichend und notwendig) Versuchsprotokoll Zeitaufwand: Siehe Modulhandbuch Versuchsausarbeitung Ziel: Abgeschlossene, zusammenfassende Darstellung von Sachverhalten Arbeitsinhalte: - Klare und prägnante Darstellung von Sachverhalten und Zusammenhängen sowie beeinflussender Rahmenbedingungen - Erarbeitung entsprechender stilistischer Möglichkeiten Motivation: Vorbereitung auf vergleichbare und übertragbare Vorgänge in der Praxis Ergebnis: Bericht Versuchstestat Zeitaufwand: Siehe Modulhandbuch
Bewertung Es wird von einer max. Gesamtpunktzahl von 8 (Intervall 0,5) ausgegangen, die anteilig für folgende Bereiche vergeben werden: Selbständige Erarbeitung der Versuchsgrundlagen (Versuchsvorbereitung): Evaluation dieses Arbeitsanteils durch mündliche Befragung vor/während der Versuchsdurchführung oder bei Abgabe des Berichtes. 3 Pkt. Versuchsdurchführung Durch Beobachtung/ Zwischenfragen wird evaluiert, ob die Studierenden eigenständig / versuchsgerecht / zielorientiert unter Gesichtspunkten des wissenschaftlichen Arbeitens den Versuch durchführen. 1 Pkt. Versuchsausarbeitung Die abgegebenen Berichte werden bewertet (Details s.u.). Wird die maximal mögliche Punktzahl nicht erreicht, besteht bei Zustimmung des/der Dozenten/in die Möglichkeit, festgestellte Defizite durch eine Korrektur auszugleichen (Details s. Ablauf) 4 Pkt. Die Art / Methodik der Gesamtbewertung eines Labors richtet sich nach den spezifischen Gegebenheiten (Testat für Mindestzahl an Versuchen, Additionen aller Punkte einer Veranstaltung,...)
Dokumentation Versuchsprotokoll Das Versuchsprotokoll stellt eine wesentliche Grundlage für den im Anschluss zu erstellenden Laborbericht dar. Daten und Fakten, die in direktem Zusammenhang mit der Versuchsdurchführung stehen, für den Bericht benötigt werden und hier nicht erfasst werden, können häufig nicht rekonstruiert werden. Gegebenenfalls bleibt der Laborbericht dann unvollständig bzw. fehlerhaft. Analog lässt sich dies auf die berufliche Praxis auf die Mitschriften von Meetings, Messdatenerfassung, Schadenserfassung und analyse, Forschung und Entwicklung,... übertragen. Das Protokoll muss daher folgendes enthalten Namen der Bearbeiter und des Laborbetreuers, Datum, Versuchsbezeichnung Skizze des Versuchsaufbaus inkl. der für die Auswertung relevanten Daten und Parameter Messwerte in Abhängigkeit der jeweiligen Stellgrößen Fehlerdaten zu Messgeräten oder zur subjektiven Erfassung (Abschätzung) Das Protokoll ist bezüglich der erfassten Daten so zu erstellen, dass gegebenenfalls andere Personen an Hand des Protokolls das entsprechende Experiment nachstellen können und die gleichen (innerhalb der Toleranzen) Ergebnisse erhalten. Hierbei sind formal stilistische Maßnahmen (Linien mit Lineal und Zirkel,...) nicht von Bedeutung! Dies hat in der Praxis z. B. urheber- oder patentrechtliche Bedeutung. Daher sind solche Dokumente auch mit dokumentenechtem Schreibzeug (Kugelschreiber, Permanentschreiber) zu erstellen. Das Protokoll ist als Anlage dem Versuchsbericht beizufügen. Versuchsbericht (Grundlagen zum Abfassen wissenschaftlicher Texte) Im Versuchsbericht werden die gewonnenen Erkenntnisse inklusive den Voraussetzungen und Randbedingungen (Grundlagen) sowie dem beschrittenen Weg (Versuchsaufbau, Versuchsdurchführung, Messergebnisse) und Sicherheit (Fehlertoleranzen) in angemessen komprimierter Form zusammengefasst.
Grundsätzlich sind Berichte sachbezogen aufbauend - logisch, nicht chronologisch, zu strukturieren in einer Einleitung die Inhalte sachbezogen zu motivieren und in einem Fazit abschliessend thematisch zusammenzufassen. sachbezogene Formulierungen zu wählen (keine personenbezogenen) Berichte in ansprechender Form zu erstellen wertende Formulierungen (z.b. erstaunlich gut, optimal,...) sind zu vermeiden. Bei Vergleichen, z.b. mit Literaturangaben, sind neutrale Formulierungen (z.b. größer, kleiner, abweichend,...) zu wählen.in Ausnahmefällen können steigende Adverben/Adjektive (z.b. erheblich abweichend, deutlich größer ) verwendet werden. die Darstellungen ohne Firmen oder Typenbezeichnungen abzufassen, sondern die wichtigen (für das jeweilige Experiment / die jeweilige Aussage) Parameter, Kenngrößen sind zu spezifizieren. Firmen- / Gerätebezeichnungen können ergänzend im Anhang aufgeführt werden. Aussagen positiv konstruktiv zu formulieren, um neue Ansätze/ Schlussfolgerungen zu ermöglichen alle Ergebnisse, Zusammenhänge und Sachverhalte im Präsens darzustellen, abgesehen von (zwingend) zeitlich abfolgenden oder bezogenen Vorgängen Inhalte sachbezogen (orientiert an dem Versuch) zu begrenzen Bilder / Tabellen zu beschreiben, zu erläutern und im Fall von Messergebnissen zusätzlich zu diskutieren und zu interpretieren. Bilder / Tabellen immer mit einer Unterschrift ( Abb. n:...; Tab. n:... ) zu versehen die gemessenen Daten (Protokoll) über verdichtete Darstellungen (Grafiken oder spezielle Tabellen, nicht die Protokolltabellen!!!) in Ergebnisse umzusetzen (Aussage) Quellen bei übernommenen Aussagen (nicht nur wörtlich sondern auch inhaltlich) im Text /n/ anzugeben. Am Ende der Ausarbeitung werden alle Quellen in Form einer Liste angegeben. Weitere Hinweise können der einschlägigen Literatur zum Abfassen wissenschaftlicher Texte entnommen werden. In der beruflichen Praxis ist der Bericht vergleichbar mit Veröffentlichungen oder Entscheidungsvorlagen, die nur dann von den Zielgruppen wahrgenommen werden, wenn eine entsprechende Prägnanz vorliegt. Um eine hinreichende Qualität der Berichte zu erreichen, sollte man sich unter Berücksichtigung der persönlichen Vorlieben einen möglichst standardisierten Aufbau entwickeln, der den jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden kann. Dies ist z. B. hilfreich für die Erstellung der eigenen Diplomarbeit.
Gliederung von Laborberichten Den folgenden Gliederungsvorschlag kann und sollte jeder / jede nach seinem / ihrem Stil entsprechend anpassen und ausgestalten. Es ist jedoch sicherzustellen, dass durch einen solchen Bericht eine Reproduktion der erzielten Ergebnisse und Erkenntnisse jederzeit, an jedem Ort und von jeder fachlich versierten Person möglich ist (Grundlage des wissenschaftlichen Arbeitens). Der Versuchsbericht enthält mindestens folgende Bestandteile Deckblatt (Versuchsbezeichnung und datum, Name der Bearbeiter(innen)) Inhaltsverzeichnis Einleitung (technisch begründete Hinführung und Motivation für den Versuch) Grundlagen (Darstellung der einzelnen Effekte und deren Zusammenhänge in Bezug auf den experimentellen Aufbau) Versuchsaufbau inkl. einer Skizze, Beschreibung und der zu messenden Größen (Welche Geräte und Komponenten sind wie im Experiment aufgebaut um welche Funktion zu erfüllen) Versuchsdurchführung (Beschreibung des Versuchsablaufs in Bezug zum Versuchsaufbau und zu den Messergebnissen) Messergebnisse und Fehlerbetrachtung (Tabellen, Grafiken), inklusive deren Beschreibung ( Welche Abhängigkeiten von was wurden gemessen, dargestellt ), Interpretation ( Wodurch kann hypothetisch ein Verlauf oder erkennbarer Zusammenhang erklärt werden bzw. welche Fragen ergeben sich hieraus ), Diskussion ( Warum sind die Ergebnisse so und nicht anders, wo sind Besonderheiten? ) und Bewertung ( Können die Ergebnisse zutreffen? Gibt es Vergleichsmöglichkeiten z. B. mit Literaturwerten? Einordnung der Genauigkeit von Messung und Ergebnis ) Zusammenfassung Anhang mit - Aufgabenblatt / Versuchsanleitung - Versuchsprotokoll mit Vortestat - Ausführlichen Informationen (Tabellen, Gerätespezifikationen,...) - Details zu Nebenrechnungen (z. B. Fehlerbetrachtung) - ergänzenden Daten Bei Korrektur einer Ausarbeitung: ==> wenn möglich, die korrigierten Seiten jeweils hinter die entsprechende Seite der 1. Version heften ==> In jedem Fall die 1. Version der Ausarbeitung mit beilegen!