VORGEFERTIGTE SCHUBELEMENTE

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Transkript:

Verwendungsgrundsatz VORGEFERTIGTE SCHUBELEMENTE Ausgabe OIB 2014 Alle Rechte vorbehalten

Ersetzt Seite 1 INHALTSVERZEICHNIS 1 Zweck... 1 2 Geltungsbereich... 2 3 Produktbeschreibung... 2 4 Anforderungen... 2 4.1 Allgemeines... 2 4.2 Einzelkomponenten... 2 4.2.1 Bewehrungsstahl in Stäben, aus Ringen gerichteter Bewehrungsstahl, geschweißte Matten und geschweißte Gitterträger... 2 4.2.2 Rund- bzw. Flachstahl... 3 4.3 Schubelemente... 3 4.3.1 Bewehrungsstahl in Stäben, aus Ringen gerichteter Bewehrungsstahl, geschweißte Matten und Gitterträger... 3 4.3.2 Rund- und Flachstahl... 3 5 Prüfbestimmungen... 3 5.1 Einzelkomponenten... 3 5.1.1 Bewehrungsstahl in Stäben, aus Ringen gerichteter Bewehrungsstahl, geschweißte Matten und Gitterträger... 3 5.1.2 Rund- bzw. Flachstahl... 3 5.2 Schubelement... 3 5.2.1 Schubelement aus Bewehrungsstahl in Stäben, aus Ringen gerichtetem Bewehrungsstahl, aus geschweißten Matten und Gitterträgern... 3 5.2.2 Schubelemente aus Rund- bzw. Flachstahl... 3 5.2.3 Schubelement aus einer Kombination aus Bewehrungsstahl in Stäben, aus Ringen gerichtetem Bewehrungsstahl, aus geschweißten Matten und Gitterträgern und aus Rundoder Flachstahl... 4 6 Kennzeichnung... 4 7 Hinweise und Anmerkungen... 5 8 Änderungsdienst... 5 9 Dokumentation... 5 1 ZWECK Gemäß Artikel 12 Punkt 1 der Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die Zusammenarbeit im Bauwesen sowie die Bereitstellung von Bauprodukten auf dem Markt und deren Verwendung und den entsprechenden landesgesetzlichen Bestimmungen in den neun österreichischen Bundesländern dürfen Bauprodukte, die in der angeführt sind und für die Leistungserklärungen nach Anhang III der Verordnung (EU) Nr. 305/2011 nicht vorliegen, nur verwendet werden, wenn sie dem für

Ersetzt Seite 2 sie geltenden und in der bekanntgemachten Regelwerk entsprechen oder nur unwesentlich davon abweichen. Die Verwendungsgrundsätze des Österreichischen Institutes für Bautechnik (OIB) stellen Regelwerke im Sinne dieser Vereinbarung dar. Regelwerke im Sinne des Artikel 12 dieser Vereinbarung sind jene technischen Bestimmungen, denen Bauprodukte, die in der durch Verordnung des Österreichischen Institutes für Bautechnik (OIB) festgelegten angeführt sind, entsprechen müssen oder von denen diese Bauprodukte nur unwesentlich abweichen dürfen. 2 GELTUNGSBEREICH Dieser Verwendungsgrundsatz ist für die unter der nachstehend angegebenen laufenden Nummer (lfd. Nr.) der angeführten Bauprodukte gültig: Lfd. Nr. 2.1.7 Vorgefertigte Schubelemente. Der Verwendungsgrundsatz ist ausschließlich im Zusammenhang mit dem in der kundgemachten Regelwerk als ergänzendes Regelwerk gültig. Doppelkopfdübel und Dübelleisten sind nicht erfasst. 3 PRODUKTBESCHREIBUNG Schubelemente dienen der Übertragung von Schubkräften in Stahlbetontragwerken und werden werkmäßig aus Einzelkomponenten gefertigt, die durch Schweißung miteinander verbunden werden. Bei den Einzelkomponenten handelt es sich in der Regel um Rundstahl und/oder gerippten Bewehrungsstahl, aus Ringen gerichteten Bewehrungsstahl oder geschweißte Matten und/oder Rund- bzw. Flachstahl. Eine genaue Produktbeschreibung ist für die Registrierungsbescheinigung gemäß Kapitel 6 dieses Verwendungsgrundsatzes erforderlich. 4 ANFORDERUNGEN 4.1 Allgemeines Sofern Einzelkomponenten in der enthalten sind, gelten für ihre Verwendbarkeit die Bestimmungen der. Soweit harmonisierte europäische Spezifikationen vorliegen, ist die Brauchbarkeit durch die CE-Kennzeichnung nachzuweisen. 4.2 Einzelkomponenten 4.2.1 Bewehrungsstahl in Stäben, aus Ringen gerichteter Bewehrungsstahl, geschweißte Matten und geschweißte Gitterträger Es gelten die Bestimmungen der in der kundgemachten Regelwerke für Bewehrungsstahl in Stäben, Aus Ringen gerichteten Bewehrungsstahl, Geschweißte Matten, Geschweißte Gitterträger.

Ersetzt Seite 3 4.2.2 Rund- bzw. Flachstahl Es gelten die einschlägigen ÖNORMen und harmonisierten europäischen Spezifikationen gemäß der Produktbeschreibung. 4.3 Schubelemente 4.3.1 Bewehrungsstahl in Stäben, aus Ringen gerichteter Bewehrungsstahl, geschweißte Matten und Gitterträger Hinsichtlich der kraftschlüssigen Schweißverbindungen gilt ÖNORM B 4707, Kapitel 5.1.4. 4.3.2 Rund- und Flachstahl Schweißverbindungen sind entsprechend der statischen Berechnung auszuführen. 5 PRÜFBESTIMMUNGEN 5.1 Einzelkomponenten 5.1.1 Bewehrungsstahl in Stäben, aus Ringen gerichteter Bewehrungsstahl, geschweißte Matten und Gitterträger Die Eigen- und Fremdüberwachung dieser Komponenten hat durch das Herstellerwerk bzw. den Biegereibetrieb gemäß den einschlägigen Regelwerken (siehe Kapitel 4.2.1 dieses Verwendungsgrundsatzes) zu erfolgen. Für Einzelkomponenten, die nicht als tragende Bewehrung in Rechnung gestellt werden wie z. B. Abstandhalter, Montagehilfen etc., dürfen auch glatte Bewehrungsstähle verwendet werden. 5.1.2 Rund- bzw. Flachstahl Die Eigen- und Fremdüberwachung hat gemäß den einschlägigen ÖNORMen zu erfolgen. 5.2 Schubelement 5.2.1 Schubelement aus Bewehrungsstahl in Stäben, aus Ringen gerichtetem Bewehrungsstahl, aus geschweißten Matten und Gitterträgern 5.2.1.1 Eigenüberwachung Der Hersteller hat die Einhaltung der Eigenschaften der Einzelkomponenten und des Schubelements sowie die Kennzeichnung (Kapitel 6 dieses Verwendungsgrundsatzes) laufend zu überprüfen und hierüber Aufzeichnungen zu führen. 5.2.1.2 Fremdüberwachung Eine akkreditierte Inspektionsstelle hat mindestens zweimal jährlich die Aufzeichnungen der Eigenüberwachung und die Eignung der kraftschlüssigen Schweißverbindungen gemäß ÖNORM B 4707 für geschweißte Gitterträger zu prüfen und hierüber einen Überwachungsbericht auszustellen. 5.2.2 Schubelemente aus Rund- bzw. Flachstahl 5.2.2.1 Eigenüberwachung Es gilt Kapitel 5.2.1.1 dieses Verwendungsgrundsatzes. Je 1 000 Stück Schubelemente sind drei Proben wie folgt herzustellen und zu prüfen:

Ersetzt Seite 4 (1) Ermittlung von Abmessungen und Form der Einzelkomponenten (2) Beurteilung der kraftschlüssigen Schweißnähte (3) Ermittlung der Festigkeit des fertigen Elements 5.2.2.2 Fremdüberwachung Durch eine akkreditierte Inspektionsstelle sind mindestens einmal jährlich die Aufzeichnungen der Eigenüberwachung zu kontrollieren und an mindestens sechs Schubelementen (die mindestens drei verschiedene Typen umfassen müssen) Prüfungen nach Kapitel 5.2.2.1 (1) bis (3) dieses Verwendungsgrundsatzes durchzuführen sowie die Kennzeichnung (Kapitel 6 dieses Verwendungsgrundsatzes) zu prüfen. Die Ergebnisse der Prüfungen sind in einem Überwachungsbericht festzuhalten. 5.2.3 Schubelement aus einer Kombination aus Bewehrungsstahl in Stäben, aus Ringen gerichtetem Bewehrungsstahl, aus geschweißten Matten und Gitterträgern und aus Rund- oder Flachstahl 5.2.3.1 Eigenüberwachung Es gilt Kapitel 5.2.1.1 dieses Verwendungsgrundsatzes. 5.2.3.2 Fremdüberwachung Es gilt eine sinngemäße Kombination aus den Kapiteln 5.2.1.2 und 5.2.2.2 dieses Verwendungsgrundsatzes. 6 KENNZEICHNUNG Die Einzelkomponenten von Schubelementen aus Bewehrungsstahl in Stäben, aus Ringen gerichteter Bewehrungsstahl, geschweißte Matten und geschweißte Gitterträger sind gemäß den einschlägigen Regelwerken (siehe Kapitel 4.2.1 dieses Verwendungsgrundsatzes) zu kennzeichnen. Anmerkung: Die Verarbeitung von Ringen zu aus Ringen gerichteten Bewehrungsstählen erfolgt in Biegereibetrieben, die kein Herstellerwerk darstellen. Die Schubelemente sind durch Etiketten zu kennzeichnen. Diese Etiketten müssen mindestens folgende Angaben aufweisen: Type Herstellerwerk bzw. Kurzzeichen gegebenenfalls Einbauhinweise Die Angaben auf den Etiketten müssen ausreichend sein, um die Schubelemente unverwechselbar zu identifizieren und gegebenenfalls einen eindeutigen Zusammenhang mit Herstellerangaben sicherzustellen. Die Übereinstimmung des Bauproduktes mit den Bestimmungen dieses Verwendungsgrundsatzes ist durch eine Registrierungsbescheinigung dem eine Produktbeschreibung des Herstellers zugrunde liegen muss entsprechend den Festlegungen in der zu dokumentieren. Nach Vorliegen der Registrierungsbescheinigung ist die Übereinstimmung für das Schubelement vom Hersteller durch Anbringung des Einbauzeichens ÜA zu dokumentieren. Das Einbauzeichen ÜA hat dem in dem Land, in dem die eingeschaltete Registrierungsstelle ihren Sitz hat, kundgemachten Anhang zur Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die Verwendbarkeit von Bauprodukten zu entsprechen.

Ersetzt Seite 5 7 HINWEISE UND ANMERKUNGEN Sofern Regelwerke in der enthalten sind, gelten für ihre Anwendbarkeit die Bestimmungen der. ÖNORM B 4707, Ausgabe 1. : Bewehrungsstahl Anforderungen, Klassifizierung und Konformitätsnachweis In der vorliegenden Fassung des Verwendungsgrundsatzes, wurden in Anpassungen an das aktuelle Normenwerk und die aktuellen gesetzlichen Regelungen und baurechtlichen Bestimmungen durchgeführt. 8 ÄNDERUNGSDIENST Im OIB ist ein internes System eingerichtet, das gewährleistet, dass der gegenständliche Verwendungsgrundsatz in Abstimmung mit dem Fragen der Österreichischen Technischen Zulassung und des ÜA-Zeichens (SVBÖTZ/ÜA), der im OIB eingerichtet ist, überarbeitet und editiert wird. Im OIB liegt die jeweils gültige Ausgabe dieses Verwendungsgrundsatzes auf. Ein Verzeichnis der aktuellen Verwendungsgrundsätze ist am OIB erhältlich und kann auf der Website des OIB (http://www.oib.or.at) eingesehen und von dort heruntergeladen werden. 9 DOKUMENTATION Die Originalausgaben aller außer Kraft gesetzten Verwendungsgrundsätze werden im Archiv des OIB auf eine Zeitdauer von jeweils mindestens 30 Jahren aufbewahrt. Die Weitergabe dieses Verwendungsgrundsatzes erfolgt ausschließlich durch das OIB.