»Leben eines Glaubenszeugen«



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Transkript:

KARL LEISNER»Leben eines Glaubenszeugen«28.02.1915 12.08.1945 Ein Vortrag von Monika Kaiser-Haas IKLK e.v.

KARL LEISNER»Leben Kindheit, eines Schulzeit, Glaubenszeugen«Jugend 28.02.1915 1934 12.08.1945 Ein Vortrag von Monika Kaiser-Haas IKLK e.v.

1934 1939 Studium, Reichsarbeitsdienst, Verhaftung 1939 1945 KZ Dachau, Priesterweihe, Primiz KARL LEISNER Mai Aug. 1945 Kindheit, Befreiung, Schulzeit, Tod, Beerdigung Jugend 1915 1934 1973 1996 Seligsprechung Karl Leisner»Lebens eines Glaubenszeugen«Kindheit, Schulzeit, Jugend Monika Kaiser-Haas IKLK e.v. 5. Dezember 2011

28.02.1915 Geburt Karl Leisner in Rees am Niederrhein 03.03.1915 Taufe 1916 1921 Umzüge innerhalb Deutschlands 13.04.1921 Einschulung in die katholische Volksschule Rees 22.04.1925 Besuch des Staatlichen Gymnasiums Kleve 19.04.1925 Heilige Kommunion, Beichte 20.07.1924 Firmung 03.02.1927 Gruppe St. Werner, Schriftführer 19.11.1930 Gruppenführer 30.01.1933 Beginn des NS-Regimes 22.03.1934 Abitur 18.03.1934 Diözesanjungscharführer

1934 1996 Weitere Stationen 1934 1939 Studium, Reichsarbeitsdienst, Verhaftung Münster, Freiburg; Reichsarbeitsdienst: Dahlen in Sachsen; Georgsdorf bei Nordhorn Gefängnisse: Freiburg, Mannheim 1939 1945 KZ Dachau, Priesterweihe, Primiz Konzentrationslager: Sachsenhausen, Dachau 05. 08.1945 Freiheit, Tod, Beerdigung 23.06.1996 Seligsprechung Waldsanatorium Planegg bei München Beerdigung in Kleve, Exhumierung in Kleve Umbettung nach Xanten. Grab in der Krypta durch Papst Johannes Paul II, Berlin

1934 1996 Weitere Stationen 1934 1939 Studium, Reichsarbeitsdienst, Verhaftung Münster, Freiburg; Reichsarbeitsdienst: Dahlen in Sachsen; Georgsdorf bei Nordhorn Gefängnisse: Freiburg, Mannheim 1939 1945 KZ Dachau, Priesterweihe, Primiz Konzentrationslager: Sachsenhausen, Dachau 05. 08.1945 Freiheit, Tod, Beerdigung 23.06.1996 Seligsprechung KARL LEISNER Waldsanatorium Planegg bei München Beerdigung in Kleve, Exhumierung in Kleve 1915 1934 Umbettung nach Xanten. Grab in der Krypta durch Papst Johannes Paul II, Berlin

28.02.1915 Geburt in Rees am Niederrhein KARL LEISNER 1915 1934

03.03.1915 Taufe in Rees, St. Mariä Himmelfahrt auf den Namen Karl Friedrich Wilhelm Maria

03.03.1915 Taufe in Rees, St. Mariä Himmelfahrt auf den Namen Karl Friedrich Wilhelm Maria

03.03.1915 Taufe in Rees, St. Mariä Himmelfahrt auf den Namen Karl Friedrich Wilhelm Maria

03.03.1915 Taufe in Rees, St. Mariä Himmelfahrt auf den Namen Karl Friedrich Wilhelm Maria

1915 1934 03.03.1915 Taufe in Rees, St. Mariä Himmelfahrt auf den Namen Karl Friedrich Wilhelm Maria

I. Weltkrieg Vater Leisner ist Soldat, Ausbildungsoffizier 1915/16 Mutter Leisner zieht nach Goch 1917 Umzug nach Immenstadt 1918 Umzug nach Rees 1921 Umzug nach Kleve Kleve Goch Rees Immenstadt

I. Weltkrieg Vater Leisner ist Soldat, Ausbildungsoffizier 1915/16 Mutter Leisner zieht nach Goch 1917 Umzug nach Immenstadt 1918 Umzug nach Rees 1921 Umzug nach Kleve Geschwister 09.05.1916 Goch, Willi Leisner 23.11.1917 Immenstadt, Maria Leisner 25.12.1919 Rees, Paula Leisner Kleve Goch 14.08.1923 Kleve, Elisabeth Leisner (Haas) Rees Immenstadt

Familie Leisner 1915 1934 Paula Elisabeth Amalia Everhadine Maria Mathilde Willi Maria Wilhelm Johannes Josef Karl

1920 Kindergartenzeit

Stiftskirche Kleve 1925 Bußsakrament 1925 Erstkommunion 1927 Firmung

1915 1934 1921 1921 Einschulung Kath. Volksschule Rees Schulwechsel Kath. Volksschule Kleve 1925 Weiterführende Schule Staatliches Gymnasium Kleve 1934 Abitur, Studium der Theologie

Fähigkeiten Sprache, Literatur u. Interessen Musik, Kunst Geschichte Heimat, Natur, Reisen Merkmale Christusglauben Begeisterungsfähigkeit Charisma, Empathie Führungsqualitäten Charakterbildung

»Traue jemandem etwas zu, und er wird sich bemühen diesem Vertrauen zu entsprechen.«don Bosco (1815 1888)

01.12.1933 Ein bedeutsames Ereignis für mein ganzes Leben war es, als unser damaliger jugendlicher Religionslehrer Walter Vinneberg an mich herantrat, um mich für eine Gruppe zu gewinnen, die er als Jugendbewegter hier ins Leben rufen wollte. hat. Was ich von da an durch das Leben in der katholischen Jugendbewegung an seelischem Reichtum und körperlicher Ertüchtigung gewonnen habe, das kann ich keinem sagen. Das wird auch keiner begreifen, wenn er nicht selbst einmal ganz in einer jugendbewegten Gruppe gestanden aus Karl-Hans Seeger / Karl Leisner, Visionär eines geeinten Europas / S. 18

1927 Gruppenführer mit 13 Jahren 1934 Jungscharführer 1934 1936 Diözesanjungscharführer 09.1933 Marienthal 1934 Groesbeck, NL Jugendführer 17 Jahre

1928 1945 16 Tagebücher Dokumentation und Reflexion seines Lebens Erlebnisse, Spiele, Streiche, Fahrten Persönlichkeitsentwicklung Politiker oder Priester Familie oder Priester Ehrlichkeit. Ringen. Vertrauen

Seine Persönlichkeit»Der MarienverehrerDer NaturfreundDer FrauenfreundDer ÖkumenikerDer KunstliebhaberDer PolitikerDer Europäer«aus Karl-Hans Seeger Karl Leisner, Visionär eines geeinten Europas

Bedeutung der Familie» In dieser Familie bin ich geborgen, daheim. Das gibt mir ein ruhiges Gefühl der Sicherheit. Wir beten füreinander «aus Wilhelm Haas»Mit Christus leben«tagebucheintrag vom fast 18-jährigen Karl 1937/38

Karl Leisner, 18 Jahre»Den Deutschen aber, der nicht Nazi ist, muss man doch als Bruder neben sich aller wenigstens dulden, ein Christ sogar ihn lieben! Wie lässt das sich mit dem allverbindenden Geist des Christentums verbinden, wie frage ich mit der Liebe zum irrenden Bruder? Ich kann mich nicht rein äußerlich gleichschalten, ohne innerlich davon überzeugt zu sein, daran zu glauben.«

Karl Leisner, 18 Jahre»Alles ist so unklar, so verschwommen! Man weiß nicht, was ist sein Endziel? Vielleicht die Nationalkirche? Heute geht er noch feste Versicherungen in Bezug auf kirchliche Organisationen, morgen löst Herr Ley die katholische Arbeitervereine auf und übermorgen? Kommen wir dran?! So wird`s kommen. Aber ich will nicht schwätzen, sondern zu Gott beten um Hilfe und Rettung in dem seelischen Zwiespalt. Aber zwingen laß ich mich nicht, denn ich bin frei!«

Karl Leisner, 19 Jahre 01.05.1934»Christus Du bist meine Leidenschaft. Heil!«

KARL LEISNER»Leben eines Glaubenszeugen«28.02.1915 12.08.1945 Danke für Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit! Monika Kaiser-Haas Vizepräsidentin des IKLK e.v. kaiserhaas@googlemail.com