PORTFOLIO BEATE KÖHNE



Ähnliche Dokumente
Anleitung über den Umgang mit Schildern

Jürgen Einicke. Lutherstraße Lünen Telefon (AB) Mobil

Erfahrungen mit Hartz IV- Empfängern

L10N-Manager 3. Netzwerktreffen der Hochschulübersetzer/i nnen Mannheim 10. Mai 2016

Breitenfelder Hof. Sie über uns. Hotel & Tagung

Kunstvermittlungsangebot für die Schulen in der Ausstellung Strukturen und Realität für Primar- und OS-Schüler, initiiert vom Kunstverein Oberwallis

DAS PARETO PRINZIP DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

- mit denen Sie Ihren Konfliktgegner in einen Lösungspartner verwandeln

ONLINE-AKADEMIE. "Diplomierter NLP Anwender für Schule und Unterricht" Ziele

Lineargleichungssysteme: Additions-/ Subtraktionsverfahren

Platinen mit dem HP CLJ 1600 direkt bedrucken ohne Tonertransferverfahren

Lichtbrechung an Linsen

KÜNSTLER: ROLF BÖKEMEIER // TITEL: BLUMEN SCHWARZWEIß BILDBEWERTUNG. Bewertet von Georg Banek

Persönliche Zukunftsplanung mit Menschen, denen nicht zugetraut wird, dass sie für sich selbst sprechen können Von Susanne Göbel und Josef Ströbl

Kreativ visualisieren

Erstellen einer Collage. Zuerst ein leeres Dokument erzeugen, auf dem alle anderen Bilder zusammengefügt werden sollen (über [Datei] > [Neu])

Wie halte ich Ordnung auf meiner Festplatte?

Warum Sie jetzt kein Onlinemarketing brauchen! Ab wann ist Onlinemarketing. So finden Sie heraus, wann Ihre Website bereit ist optimiert zu werden

Umgang mit Schaubildern am Beispiel Deutschland surft

Holiday plans: ein Gespräch über Urlaubspläne

-PRESSE. Praktikumsbörse beim BK Deutschland: Den Nachwuchs auf den richtigen Weg bringen

Das Institut für berufliche Aus- und Fortbildung stellt sich vor

Copyright Sophie Streit / Filzweiber / Fertigung eines Filzringes mit Perlen!

Was ich als Bürgermeister für Lübbecke tun möchte

Mehr Geld verdienen! Lesen Sie... Peter von Karst. Ihre Leseprobe. der schlüssel zum leben. So gehen Sie konkret vor!

Wien = Menschlich. freigeist.photography

Was ist das Budget für Arbeit?

Selbstcheck: Praktiziere ich einen gesundheitsförderlichen Führungsstil?

SCHRITT 1: Öffnen des Bildes und Auswahl der Option»Drucken«im Menü»Datei«...2. SCHRITT 2: Angeben des Papierformat im Dialog»Drucklayout«...

Pädagogik. Melanie Schewtschenko. Eingewöhnung und Übergang in die Kinderkrippe. Warum ist die Beteiligung der Eltern so wichtig?

Drawing Room. Jenni Tischer. Pin Down

Informationen zum Ambulant Betreuten Wohnen in leichter Sprache

Erst Lesen dann Kaufen

JULI XHIXHO: Mir, sehr gut. Ich heiße Juli und komme aus Albanien und ich bin Teilnehmer der Internationalen Deutscholympiade hier...

So funktioniert Ihr Selbstmanagement noch besser

Erstellung von Präsentationspostern

1. TEIL (3 5 Fragen) Freizeit, Unterhaltung 2,5 Min.

Ist Fernsehen schädlich für die eigene Meinung oder fördert es unabhängig zu denken?

Markus 13, Wie ist es, wenn die Welt aufhört? Und wenn die neue Welt von Gott anfängt.

Geld Verdienen im Internet leicht gemacht

Der Aufenthalt der europäischen Klasse in Berlin

Gutes Leben was ist das?

Informationsblatt Induktionsbeweis

Sparkasse Merzig-Wadern

Outlook. sysplus.ch outlook - mail-grundlagen Seite 1/8. Mail-Grundlagen. Posteingang

Leichte-Sprache-Bilder

Der echte Erfolg am Telefon

SCHÖN, DASS SIE DA SIND

Festigkeit von FDM-3D-Druckteilen

1: 9. Hamburger Gründerpreis - Kategorie Existenzgründer :00 Uhr

Schritt 1. Anmelden. Klicken Sie auf die Schaltfläche Anmelden

INNER WHEEL DEUTSCHLAND

Serienbrieferstellung in Word mit Kunden-Datenimport aus Excel

Professionelle Seminare im Bereich MS-Office

Erstellen der Barcode-Etiketten:

Hohe Kontraste zwischen Himmel und Landschaft abmildern

Woche 1: Was ist NLP? Die Geschichte des NLP.

Statuten in leichter Sprache

Hautkrebsscreening. 49 Prozent meinen, Hautkrebs sei kein Thema, das sie besorgt. Thema Hautkrebs. Ist Hautkrebs für Sie ein Thema, das Sie besorgt?

FH-SY Chapter Version 3 - FH-SY.NET - FAQ -

Warum tun manche Menschen nicht das, was Sie als Führungskraft von ihnen erwarten?

Lernerfolge sichern - Ein wichtiger Beitrag zu mehr Motivation

career:forum. Traumberuf JournalistIn: Das kleine 1x1 der Freiberuflichkeit SSC-screenBOOK Texte und Bilder zum lesen am Bildschirm

Wir machen neue Politik für Baden-Württemberg

Erstellen von x-y-diagrammen in OpenOffice.calc

10.1 Auflösung, Drucken und Scannen

Teampainting: Malen mit dem Chef

40-Tage-Wunder- Kurs. Umarme, was Du nicht ändern kannst.

Sind Sie reif fürs ASSESSEMENT CENTER?

Meine Manufaktur. Viktoria Wilkens

Würfelt man dabei je genau 10 - mal eine 1, 2, 3, 4, 5 und 6, so beträgt die Anzahl. der verschiedenen Reihenfolgen, in denen man dies tun kann, 60!.

Mehr Arbeits-Plätze für Menschen mit Behinderung auf dem 1. Arbeits-Markt

Die Größe von Flächen vergleichen

Drucken mit Glasplatte und Handwalze (Teil 1)

Viele Bilder auf der FA-Homepage

Spielanleitung. Art.-Nr.: Spieleautoren: Arno Steinwender und Christoph Puhl

Papierverbrauch im Jahr 2000

Erntedankfest. Danken und Teilen (Entwurf für Eltern Kindgruppen)

Alle Schlüssel-Karten (blaue Rückseite) werden den Schlüssel-Farben nach sortiert und in vier getrennte Stapel mit der Bildseite nach oben gelegt.

TEXT SEITE 1 SEITE 3 SEITE 5

Zahlen auf einen Blick

ES GEHT NICHTS ÜBER EX-AZUBIS, Leiter der Fertigung, Produktbereich Blech, bei

Schnellstart - Checkliste

Was bedeutet Inklusion für Geschwisterkinder? Ein Meinungsbild. Irene von Drigalski Geschäftsführerin Novartis Stiftung FamilienBande.

Evangelisieren warum eigentlich?

HALLO UND WILLKOMMEN!

Tipps für die praktische Durchführung von Referaten Prof. Dr. Ellen Aschermann

Anspruchsvolle Dreierausdrücke zum selbstständigen Lernen

Mind Mapping am PC. für Präsentationen, Vorträge, Selbstmanagement. von Isolde Kommer, Helmut Reinke. 1. Auflage. Hanser München 1999

Rohstoffanalyse - COT Daten - Gold, Fleischmärkte, Orangensaft, Crude Oil, US Zinsen, S&P500 - KW 07/2009

Elma van Vliet. Mama, erzähl mal!

einen Vibrator benutzt; wie man bei einem Kredithai einen Kredit zu 17 Prozent aufnimmt, der in 30 Tagen zur Rückzahlung fällig wird; wie man seinen

Monatstreff für Menschen ab 50 Temporäre Dateien / Browserverlauf löschen / Cookies

Es gilt das gesprochene Wort. Anrede

Papa - was ist American Dream?

Ein Buch entsteht. Ein langer Weg

Seminar für Führungskräfte

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Eltern, Freunde,

Arbeit zur Lebens-Geschichte mit Menschen mit Behinderung Ein Papier des Bundesverbands evangelische Behindertenhilfe e.v.

Transkript:

PORTFOLIO BEATE KÖHNE Weiße Serie I, 2014, Öl auf Leinwand, 120 x 130 cm 1

Weiße Serie II, 2014, Öl auf Leinwand, 120 x 130 cm 2

Weiße Serie III, 2014, Öl auf Leinwand, 120 x 130 cm 3

Am Fluss, 2012, Öl auf Leinwand, 170 x 150 cm 4

Mérida II, 2013, Öl auf Leinwand, 125 x 80 cm Mérida III, 2013, Öl auf Leinwand, 125 x 80 cm Mérida V, 2013, Öl auf Leinwand, 120 x 80 cm Mérida IV, 2013, Öl auf Leinwand, 120 x 80 cm 5

Åbytorp I, 2013, Mischtechnik auf Papier Åbytorp VI, 2013, Mischtechnik auf Papier 29,5 x 19,2 cm 29,5 x 29 cm 6

VITA BEATE KÖHNE * 1969 in Bielefeld, lebt und arbeitet in Berlin Ausbildung 2014 Klasse Norbert Bisky, International Summer Academy, Salzburg seit 2012 Tätigkeit als Dozentin regelmäßige Wochenend-Workshops im Atelier in Berlin-Neukölln 2000 bis 2011 Workshops, Fortbildungen und Seminare in den Bereichen Zeichnung, Acryl- und Ölmalerei, Freie Malerei und Aktmalerei bei Britta Clausnitzer u.a. Teilnahme an Malperformances und Malreisen 1995 bis 1996 Volontariat beim Mitteldeutschen Rundfunk, Leipzig 1994 Magister Artium in Germanistik, Psychologie und Biologie, Universität Bielefeld Stipendien 2009 Fabbrica Saccardo, Schio, Italien Studienaufenthalte 2015 UPCOMING: Essaouira, Marokko 2013 Mérida, Mexiko 2012 Amsterdam, Holland 2010 Buenos Aires, Argentinien 2009 Kunsthaus Tacheles, Berlin 2008 Schloss Plüschow, Mecklenburg-Vorpommern Web: www.beate-koehne.de Mail: beate.koehne@berlin.de 7

AUSSTELLUNGEN (AUSWAHL) Einzelausstellungen 2015 UPCOMING: Galerie im Burgmannshof, Kunstverein Lübbecke 2014 FLORENREICH Galerie in der Alten Vogtei, Bielefeld 2013 LICHTTAGE Alte Bahnhofshalle Friedenau, Berlin 2012 ROHNATUR ZiF Bielefeld 2010 FRÜHBLÜHER Alte Bahnhofshalle Friedenau, Berlin 2008 BLATTWERK GRS Berlin, Berlin 2007 BLAU BRICHT AUS Galerie Aquamarin, Berlin 2006 WACHS MAL Gabis Heimsuchung, Berlin NATUR Galerie Koch und Kunst, Groß Neuendorf, Oderbruch 2005 POLLENSCHAUER Galerie Zeitzone, Berlin Gruppenausstellungen 2014 ARTiges Biennale Kunstverein Ottobrunn 2013 MACHT KUNST by Deutsche Bank Kunsthalle Alte Münze, Berlin LANDSCHAFT Galerie Jesse, Bielefeld KUNST VISITE Charité Campus Benjamin Franklin, Berlin 2010 FAST HARMONISCH KuBaSta, Hamburg 2009 GRÜNLAND Ärztehaus Medico, Berlin 2008 ENTWEDER ODER Galerie Koch und Kunst, Groß Neuendorf, Oderbruch 2007 BLAUER MONTAG Neuköllner Leuchtturm, Berlin 2005 MARTa EINE BEGEGNUNG MIT DER KUNST MARTa, Museum für zeitgenössische Kunst, Herford 2004 QUERFORMAT 17 Künstlerhaus Bethanien, Berlin 2000 INNENWELTEN - AUSSENWELTEN Saalbau Neukölln, Berlin Messen 2014 Berliner Liste, Fair for Contemporary Art, Berlin 8

ARTIST STATEMENT Wasser schwappt über jeden Bildrand hinaus. Landschaften sind rau und unbehauen. Auch Blumen wachsen, mit breitem Pinsel gezogen. Vordergründig scheint Natur mein Thema zu sein, doch natürliche Prozesse und Energien interessieren mich mehr als das naturgetreue Abbild. Daher fertige ich zwar Skizzen an, übertrage diese jedoch im Atelier nicht eins zu eins auf die Leinwand, sondern orientiere mich an Lichtstimmungen und Farbigkeit. Genaue Beobachtung vor Ort bildet die Grundlage für die Abstraktion. Große Flächen wechseln sich ab mit feinen Strukturen, lichte Flecken mit dunklen Schattenzonen. Aber wie viele Blätter verträgt ein Bild? Wie konkret dürfen Formen sein, damit sie die Phantasie nicht allzu sehr einengen? Das sind Fragen, mit denen ich mich beim Malen permanent auseinandersetze. Ist Unter Bäumen also ein Stück Waldboden oder eine Landschaft aus der Vogelperspektive? Schwimmt da etwas Am Fluss? Was wächst Glühend blühend? Meine Bilder lassen Raum für Interpretation. Deshalb besitzen auch nicht alle organischen Formen und Linien eine konkrete oder gar symbolische Bedeutung. Schicht für Schicht wächst ein komplexes Dickicht aus Struktur und Bewegung. Diese Vielschichtigkeit ist mir auch inhaltlich sehr wichtig. Farben und Formen, die von unten hervorscheinen von anderen überlagert, begrenzt oder umrahmt erzeugen eine Räumlichkeit, die nur wenig mit Perspektive oder Dreidimensionalität zu tun hat und oft erst auf den zweiten Blick erkennbar ist. Wenn Zwischenräume hervorgehoben werden, Unterstes hervorlugen darf und überhaupt dick aufgetragen wird, dann öffnet sich ein ganz eigener Bildraum voller Farbigkeit. Bereits die Wahl des Materials ist eine bewusste Entscheidung: Ölfarben erlauben - anders als Acryl oder Gouache - einen pastosen Farbauftrag und verlieren nach dem Trocknen ihre Leuchtkraft nicht. Spuren von Pinsel oder Spachtel bleiben sichtbar, besonders wenn man gerne mit breiten Pinseln und viel Farbe arbeitet. Getrocknete, erste Farbaufträge bilden willkommene Unebenheiten. Beim Format der Leinwand bevorzuge ich das Quadrat oder das Hochformat, gerade weil dies nicht dem klassischen Bild von Natur oder gar Landschaft entspricht. Beide Formate unterstreichen außerdem den Eindruck von Unmittelbarkeit: Sie legen nahe, dass es rechts und links der Leinwand weiter wuchern könnte. Das Dargestellte wird zum Teil eines großen Ganzen. Unwillkürlich beginnt der Betrachter, Linien und Formen weiter zu denken und zu ergänzen und steht auf einmal mittendrin im Bild und nicht mehr distanziert davor. Im gestalterischen Prozess lasse ich mich auch gerne selber überraschen im Spiel mit Farbe und Form zumindest beim ersten Farbauftrag. Doch jede Entscheidung, die ich treffe, zieht eine andere nach sich. Im Laufe der Auseinandersetzung wird die Malerei immer mehr zum konzeptionellen Schachspiel: Setze ich hier einen hellblauen Fleck, kann dort die orangefarbene Linie nicht mehr bestehen, weil sie zu sehr hervortritt. So finden sich auf meinen Bildern sowohl kräftige Pinselspuren voller Schwung als sehr gezielt gesetzte Flächen und Formen. Die jeweiligen Schichten müssen zunächst trocknen, bevor sie erneut übermalt werden, was bei Ölfarben je nach Dicke des Farbauftrags mal eine, mal mehrere Wochen dauern kann. Deswegen entstehen meine Bilder in der Regel sehr langsam, auch wenn sie wie Momentaufnahmen wirken. Beate Köhne, 2014 9