Nutzer-Seminar - Solarenergie



Ähnliche Dokumente
Fördermittel für Energetische Sanierung

Fördermöglichkeiten bei der energetischen Sanierung. Die EnEV 2014 Anforderungen. Wolfgang Seitz Alexander Schrammek /

PV-Anlagen mit Batteriespeicher Optimierung Eigenverbrauch

(H)ausweispflicht und weitere Verordnungen und Gesetze

Passnummer Nr. Aussteller Erstellt am Gültig bis P IP/

Einsatzbereiche der Solarenergie

Photovoltaik - Speicherung und Eigenverbrauch

Immobiliensachverständiger & Gebäudeenergieberater Dennis Graß

Effiziente Heizsysteme in Alt- und Neubauten - die Qual der Wahl

Heizwärme und Warmwasser mit Solarstrom. Erhöhung der Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen trotz sinkender Einspeisetarife

Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung

Thema: Sanierung Wohngebäude, Praxisbeispiele und Fördermöglichkeiten

Von der EnEV 2009 über die ENEV 2014 zum Niedrigstenergiehaus

Herzogenaurach auf dem Weg zu einer energieautarken Gemeinde. Agenda 21 / Seite 1 von 69

Energie PLUS - Gebäude

Passnummer Nr. Aussteller Erstellt am Gültig bis P AP/

Klima- und Umweltbündnis Stuttgart Stromspeicher. die Energiezentrale im Haus. Referent: Manuel Schmid.

Vom (K)altbau zum Sonnenhaus!

Moderne Haustechnik Cofely AG, 5032 Aarau Rohr. René Klemenz, Leiter Gebäudetechnik André Matzinger, Projektleiter erneuerbare Energien

Energieeffizienz und Klimaschutz der EWR GmbH

Energieeffiziente Sportanlagen

Bauteilaktivierung - die Gebäudehülle vollständig solar beheizt

Effiziente Wärmepumpen im Gebäudebestand eine lohnende Investition für Mensch und Umwelt

" Förderprogramme für energetische Maßnahmen und erneuerbare Energien in Rheinland-Pfalz"

Heizungstechniken. Teil VII

Fördermittel. Referent: Dipl.-Ing. Uwe Neumann. Energieberater Margaretenweg Höchstadt/Aisch

Karlsruher Klimahäuser

ENERGIEAUSWEIS für Wohngebäude

Checkliste zur Bestellung eines Online-Energieausweises für Wohngebäude

Kombispeicher im Einsatz für Solarwärme & Wärmepumpen. Michel Haller, Robert Haberl, Daniel Philippen

Förderung bisher nach Richtlinien vom

Neues aus der Praxis der Energieeffizienz. EnBW Vertrieb GmbH Rudolf Schiller Biberach, 28. November 2013 Energie braucht Impulse

Tit els eit V O R T R A G. Sonnenhaus versus Passivhaus S O N N E N H A U S. S o n n e n h a u s I n s t i t u t

Lohnt sich die Kombination von Photovoltaik + Wärmepumpe? München,

PH-PWS selbst verbraucht weniger als zwei Watt und zeigt sich damit im Vergleich zu Hocheffizienzpumpen extrem energiesparend.

Wärmepumpe und Solaranlage. Urs Jaeggi, SOLTOP Schuppisser AG, Elgg

E N E R G I E A U S W E I S

ENERGIEAUSWEIS für Wohngebäude

Wirtschaftlichkeit der Solarthermie vom Einfamilienhaus bis zur solarthermischen Großanlage

Wärmepumpe und Photovoltaikanlage Herzlich Willkommen

EnERgiEthESE 1. » Reden wir nicht von der Stromwende am Land, sondern von der Wärmewende in der Stadt. «

Altbausolarisierung Dirschedl Vom (K)Altbau zum Sonnenhaus

Solare Brauchwassererwärmung und Raumheizung

Urbane Energiesysteme

Nullemission, Nullenergie, Darmstadt, 07. März 2013

Contracting. dezentrale Energieerzeugung mit kleinen BHKWs

Solarenergie. Energieangebot der Sonne. Architektur Photovoltaik Solarthermie

Der Energieausweis Chance oder Schikane? - Der Energieausweis für Wohngebäude -

Je nach Kundenwunsch überwacht unser intelligentes Steuersystem vollautomatisch

Potentialstudie Erneuerbare Energien im Landkreis Biberach Kann der Landkreis Biberach die Energiewende bis 2022 erreichen?

Der Kampf ums Dach Wann ist das Heizen mit PV Strom sinnvoll?

Energiesparhaus Bj 1963

pachten selbst erzeugen sparen

Neubau Plusenergiehaus in Passivbauweise in 7132 Frauenkirchen, Burgenland

KaMo-System Dezentrale Wohnungsstationen

Fach-Informationsveranstaltung

Energieeffizienz Labeling gemäß ErP-Richtlinie. Viessmann unterstützt Marktpartner mit Servicepaket

Natürlich! Sonnenenergie

Energieeffizient Sanieren Investitionszuschuss

ENERGIE AUS BERGHEIM FÜR BERGHEIM

Innovative Heiztechniken ein Überblick

Strom in unserem Alltag

Solarnutzung in der Altbausanierung Bertram/Deeken Mai Solarnutzung in der Altbausanierung

ENERGIEAUSWEIS für Nichtwohngebäude

RundumWärme NATÜRLICH WÄRME. Ihre passende Wärmelösung

Mitten im epochalen Umbruch: Von der Massiv- zur Dämmbauweise

Haustechnik im Passivhaus

R I C H T L I N I E N für ein Förderprogramm Umwelt und Wirtschaft der Gemeinde Leutenbach

Solarenergie Sinnvoll wie Immer Beratung & Finanzierung

Solarsysteme im Gebäudebestand Konzepte und Umsetzungsbeispiele

Jetzt Sonne kaufen und für die Zukunft vorsorgen!

Erstes Mikro-Brennstoffzellen-Kraftwerk in Bielefeld

ENERGIEAUSWEIS für Nichtwohngebäude

Quartierssanierungskonzept Ringstraße/Krailling

Wärmepumpe mit Erdsonde 10 kw:

Hiermit beauftrage ich Bauplanung + Beratung Thomas Jooß mit der Erstellung. Name/ Vorname: Straße: PLZ/ Ort: Telefon: Fax:

E N E R G I E A U S W E I S gemäß den 16 ff. Energieeinsparverordnung (EnEV)

Kostenlose Energie für Warmwasser und Raumheizung

Erfahrungen der Wohnungswirtschaft mit Mieterstrom

Energieeffiziente Hallenbauten Energieeffizienz von Nichtwohngebäuden Ziele der Bundesregierung und Weiterentwicklung gesetzlicher Vorgaben

EnEV 2014 und Novellierung EWärmeG

STADT:WERK:LEHEN Stadtteil-Revitalisierung mit optimierter Solarer Nahwärme

Mit Solarwärme weg vom teuren Heizöl. Energie-Apéro Nr. 58 Chur, 3. September 2008 David Stickelberger, Geschäftsleiter Swissolar, Zürich

GASOKOL Speichersysteme

ENERGIEAUSWEIS für Wohngebäude

Nachhaltigkeit in der Energieversorgung Energieeinsparungen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien: Das e³-programm von EWE

Solarthermie, Erdspeicher und Wärmepumpe für hohe solare Deckungsgrade im Gewerbe

ENERGIEAUSWEIS für Wohngebäude

Solarstrom erzeugen und selber nutzen. Teo Crameri, Energieberatung Markt Graubünden Albulastrasse 110, 7411 Sils i.d.,

VERGLEICH VON WÄRMEVERSORGUNGSKONZEPTEN FÜR BAULANDMODELLE UND NEUE SIEDLUNGEN IN SALZBURG

neotower LIVING Das Blockheizkraftwerk für Ihr Eigenheim

Wachsen und gestalten 30 Jahre Abenteuer Solarenergie

Fachvortrag HWK Traunstein. Herzlich Willkommen Zum Fachvortrag der HWK Traunstein. Zukunfstfähige Heizungstechnik als Hybridheizung Robert Müller

Transkript:

Nutzer-Seminar - Solarenergie Sebastian Burhenne, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE Freiburg, den 26.02.2011 Folie 1

Agenda Einführung Passive Solarenergienutzung Aktive Solarenergienutzung Vorstellung von Projekten Zusammenfassung Diskussion Folie 2

Überblick Fraunhofer ISE Rund 1000 Mitarbeiter Über 18 000 m² Büros, Laboratorien und Testgelände Geschäftsfeld Energieeffiziente Gebäude und Gebäudetechnik Marktbereich Gebäudekonzepte, Analyse, Betrieb (rund 40 Personen) Gebäudekonzepte Gebäudeanalyse und betrieb Energie-Versorgungsanlagen für Wohngebäude

Übersicht Solarenergienutzung in Gebäuden Solarenergienutzung passiv aktiv Fenster Wände Solarthermie Photovoltaik Raumheizung Warmwasserbereitung Kälteerzeugung

Reduktion des Heizwärmebedarfs Energieeffizienz (Heizung, Strom) Passive Solarenergienutzung (Orientierung, Fenster) Aktive Solarenergienutzung (Solarthermie, PV) Optimierte Gebäudehülle (Verglasung, Dämmung)

Einflüsse auf den Energieverbrauch eines Gebäudes Geometrie (Kompaktheit A/V) Standort / Klima Orientierung Konstruktion Versorgung Nutzung / Nutzer Quelle: Hirsch, Lohr [Hrsg.] 1996: Energiegerechtes Bauen und Modernisieren. Grundlagen und Beispiele für Architekten, Ingenieure und Bewohner. Birkhäuser Verlag.

Fensterflächenanteil Quelle: Hirsch, Lohr [Hrsg.] 1996: Energiegerechtes Bauen und Modernisieren. Grundlagen und Beispiele für Architekten, Ingenieure und Bewohner. Birkhäuser Verlag.

Passive Solarenergienutzung Solarhaus Gundelfingen

Zusammenfassung passive Solarenergienutzung Solare Gewinne durch Bauteile (Fenster, Wände, transparente Wärmedämmung) Sommerlicher Wärmeschutz ist wichtig Speichermasse in Gebäude ist entscheidendes Kriterium Am besten sind vertikale Flächen geeignet (Orientierung) 01.01.2007, ca. 13 Uhr 27.07.2007, ca. 13 Uhr

Photovoltaik & Solarthermie Solarstromanlagen / Photovoltaik Wirkungsgrade: 10% bis 15% Investition ca. 450 bis 500,- pro m² 7,50 pro kg CO 2 -Einsparung Amortisationszeiten: 10 bis 12 Jahre Solarthermische Anlagen Wirkungsgrade: 35% bis >50% Investition ca. 500,- bis 1.100 pro m² 3,50 bis 10,50 pro kg CO 2 -Einsparung Amortisationszeiten: 10 bis 30 Jahre Wärmepreis ca. 0,10 bis ca. 0,25 /kwh Quelle für die Kennzahlen: Martin Ufheil (2010), solares Bauen GmbH, Freiburg

Solarstrahlung in Deutschland

Anwendungsgebiete Schwimmbäder / Hallenbäder, wirtschaftlich lukrativ Warmwasserbereitung: Hauptanwendungsgebiet, wirtschaftlich einsetzbar in Mehrfamilienhäusern > 5 WE. Heizungsunterstützung: Anwendungsbereich mit hohen Zuwachsraten, Wirtschaftlichkeit vergleichbar mit reiner WW-Bereitung. Prozesswärme & solare Kühlung: Seltene Anwendung, nur im Rahmen von Pilotprojekten 100% Energieversorgung: sportliche Herausforderung, meist nur > 95% Quelle für die Kennzahlen: Martin Ufheil (2010), solares Bauen GmbH, Freiburg

Grundsätze: Planung von Solaranlagen Systemtemperaturen: Je niedriger die Betriebstemperatur, desto höher der Ertrag. Bruttowärmeertrag bei 30 K: 100% Bruttowärmeertrag bei 50 K: 80 % Orientierung: Ideal: Süd 30 bis 45 : 100% Süd-Ost / Süd-West: ca. 90 % / 95% Ost / West: ca. 75 % / 83% Neigung: Ideal: Süd 30 bis 45 Süd: 60 : ca. 95 % Süd: 15 : ca. 90 % Planung mittels professioneller Simulationsprogramme: Polysun, TRNSYS, IDA-ICE etc. Quelle für die Kennzahlen: Martin Ufheil (2010), solares Bauen GmbH, Freiburg

Flachkollektor

Vakuumröhrenkollektor

Auswahl der Kollektortechnologie

Warmwasserbereitung

Planungshinweise: Solare Warmwasserbereitung Maßnahmen zur Energieeinsparung prüfen: Reduktion von Zirkulationswärmeverlusten: (kleine Rohrquerschnitte, kurze Wege, wenige Steigstränge) 200% Wärmedämmung bei Wärmeverteilung niedrige Systemtemperaturen wo möglich Eingeschränkte Betriebszeiten der Zirkulationspumpe soweit möglich

DVGW W 551 Geltungsbereich / Anliegen: Anliegen: Verminderung des Legionellenwachstums in Trinkwasser- Installationen, in denen erwärmtes Trinkwasser erzeugt wird. Geltungsbereich Großanlagen: Trinkwasserspeicher > 400 l oder Rohrleitungsinhalt zwischen Abgang Trinkwassererwärmer und Entnahmestelle > 3 l. (DN 20: max. 9,5 m / DN 15: max: 17 m abzüglich sonstige Einbauten) Damit gelten mit Ausnahme kleiner EFH alle Anlangen in Wohngebäuden als Großanlagen.

DVGW W 551 Vorgaben für Großanlagen nach DVGW W 551: Wasserinhalt Vorwärmespeicher 1 x pro Tag auf 60 C Am Warmwasseraustritt müssen 60 C eingehalten werden Die Trinkwassertemperatur darf an keiner Stelle der Anlage unter 55 C abfallen. Zirkulation darf nicht länger als 8 Stunden täglich unterbrochen sein.

Wärmeschutz & Wärmeverteilung gedämmte: Rohrbefestigung Erhöhte Dämmung Pufferspeicher: 16 cm Quelle für die Bilder: Martin Ufheil (2010), solares Bauen GmbH, Freiburg

Neigung & Orientierung: Warmwasserbereitung

Planungshinweise: Solare Warmwasserbereitung Auslegungskennwerte: 1 bis 3-Familienhäuser: Kollektorfläche: ca. 1,2 m² pro Person Speicher: ca. 70 l pro m² Kollektorfläche Kosten: ca. 900,- bis 1.100 /m² Mehrfamilienhäuser: Kollektorfläche: ca. 0,6 bis 1,0 m² pro Person Speicher: ca. 60 l pro m² Kollektorfläche Kosten: ca. 400,- bis 800 /m² Empfehlungen : Anlangen bis 3-Familienhäuser: Verwendung von Gesamtsystemen (Kollektor, Speicher, Regelung, etc.) eines Herstellers. Fachhandwerk sollte mit dem gewählten Produkt Erfahrung haben. Quelle für die Kennzahlen: Martin Ufheil (2010), solares Bauen GmbH, Freiburg

Heizungsunterstützung

Planungshinweise: Solare Heizungsunterstützung Maßnahmen zur Energieeinsparung prüfen: Wärmeschutz am Gebäude entsprechend folgender Richtwerte: Dämmstärken: Erdreich (12 cm), Außenwand (20 cm), Dach (30 cm), Einsatz von Wärmeschutzverglasung. Einsatz energiesparender / umweltfreundlicher Energieerzeuger: Brennwertnutzung, Biomasse, Kraft-Wärme-Kopplung. 200% Wärmedämmung bei Wärmeverteilung Quelle für die Kennzahlen: Martin Ufheil (2010), solares Bauen GmbH, Freiburg

Heizung & Warmwasser Kombispeicher mit integriertem Speicher

Heizung & Warmwasser: Frischwassersystem / Durchlauferwärmer

Neigung & Orientierung: Solare Heizungsunterstützung

Planungshinweise: Solare Heizungsunterstützung Grobe Auslegungskenndaten: Heizungsunterstützung nur bei gut wärmegedämmten Gebäuden (Niedrigenergiehaus, KFW 60-Standard,...) 1 m² Kollektor auf ca. 15 m² Wohnfläche + Kollektoranteil für WW-Bereitung (z.b. 1,2 m² pro Person) 70 l Speicher pro m² Kollektor Spezifische Anlagenkosten: ca. 800,- /m² Quelle für die Kennzahlen: Martin Ufheil (2010), solares Bauen GmbH, Freiburg

Hinweise zum Betrieb von Solaranlagen Lebensdauer: Bei richtiger Planung und bewährten Komponenten > 25 Jahre Sicherung langfristiger Produktqualität: Einsatz von langjährig marktgängigen Komponenten Qualitätslabel nach EN 12975 Zusammenarbeit mit langjährig erfahrenen, qualifizierten und motivierten Handwerkern.

Häufige Fehlerquellen Stillstandssicherheit: Problematik: ab 130 C verdampft Solarflüssigkeit Anlagen bis 3-Fam.-Häuser: Bei bewährten Systemherstellern kein Problem. Großanlagen: Einsatz von großzügigen Ausdehnungsgefäßen, korrekte Leitungsführung, richtige Platzierung des Kollektorfühlers, flexible Verbindung zwischen d. Kollektoren, uvm. Solarleitungen: UV-Schutz, Regenschutz, Schutz vor Vogelfraß mittels Kunststoffrohren, Blechmantel o.ä, Dämmung: wasserdicht und hochtemperaturbeständig (> 150 C)

Empfehlungen Aufstellfläche: Verschattungsfreiheit muss gewährleistet sein Orientierung Süd +/- 90 sind unproblematisch Neigungen: 15 bis 50 sind unproblematisch Möglichkeiten zur Energieeinsparung genau prüfen und ggf. zuerst ausführen. Wirtschaftlichkeit: Großanlagen > 30 m² sind wirtschaftlich konkurrenzfähig bei Ölpreisen > 0,60 /l. Lebensdauer > 25 Jahre bei korrekter Planung und Ausführung Quelle für die Kennzahlen: Martin Ufheil (2010), solares Bauen GmbH, Freiburg

Förderung von Solaranlagen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert thermische Solaranlagen (auch Biomasseanlagen oder Wärmepumpen) im Rahmen des Marktanreizprogramms Anlagen zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung bis zu einer Größe von 40 m²: 90,- pro m² (mindestens 9 m² Flachkollektor und mindestens 40 Liter Speichervolumen je m² Bruttokollektorfläche, 7m² Vakuumröhrenkollektor und mindestens 50 Liter Speichervolumen je m² Bruttokollektorfläche) Weitere Informationen und Fördermöglichkeiten unter: www.bafa.de

Vorstellung von Projekten

Energieautarkes Solarhaus 1991, Freiburg Ziele: Energieautarkie Reine solare Versorgung Forschungsgebäude im Realbetrieb Technologieentwicklung/ Technologieträger

Energieautarkes Solarhaus 1991, Freiburg Technologien: U-Wert Fenster 0,5 W/m²K N Solarkollektoren Photovoltaik Wasserstoff zum Heizen und Kochen µ-kwk: Brennstoffzelle Grundriss

Passivhaus Wohnen und Arbeiten 1999, Freiburg Versorgung: Flachkollektoren PV Anlage Blockheizkraftwerk Zentrale Lüftungsanlage

Nullenergie- / Plusenergiegebäude Nullenergie Bilanzieller Ausgleich von erzeugter und verbrauchter Energie (PV- Anlage, BHKW) Plusenergie Bilanzieller Überschuss von erzeugter zu verbrauchter Energie Bild: Solar- Nullenergiehaus, Emmendingen

Versorgungsstrategie Nullenergie-/ Plusenergiegebäude Gutschriften aus Stromeinspeisung von KWK oder PV Bilanzieller Ausgleich über das Jahr aus verbrauchter und erzeugter Energie (Primärenergie) Dezentrale Erzeugung Reduzierung des Bedarfs

Solar- Nullenergiehaus 1999, Emmendingen Bild: Solar- Nullenergiehaus, Emmendingen

Solar- Nullenergiehaus 1999, Emmendingen Notwendige PV- Flächen für bilanziellen Ausgleich des erzeugten und verbrauchten Stroms HH- Stromverbrauch: 16 m² PV TGA- Verbrauch: 13 m² PV

Solar- Passivhäuser Neuenburg 723 m² WF verteilt auf 7 Reihenhäuser Kern in Massivbau, Außenwände als Holzleichtbau: UAW = 0.12 W/m²K UFenster = 0.80 W/m²K gfenster = 0.60 7 X 5 m² Solarkollektor, 7 X 60 m Erdregister 7 Lüftungs-Kompaktgeräte

Energieverbrauch Gleicher Verbrauch für Warmwasser und Heizung Größter Verbrauch durch HH- Strom Nutzenergie Stromverbrauch

Rislerstrasse, Freiburg Baujahr:1961 Sanierung: 2005 Beheizte Wohnfläche: 1230 m² bzw. 1640 m² Gebäudenutzfläche A N nach EnEV: 1630 m² bzw. 2170 m² Wohneinheiten 18 bzw. 24

Sanierungskonzept bauliche Maßnahmen Dämmung der Außenwände, Dachboden, Kellerdecke Verglasung: KfW40: 3- fach Verglasung KfW60: 2- fach Verglasung Transmissionswärmeverlust KfW40: H T =0,27 W/m²K KfW60: H T =0,35 W/m²K Verteilleitungen in Dämmebene Dachboden

Sanierungskonzept - Versorgung Brennwertkessel je 60kW Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung KfW 40: 24 m² KfW 60: 29 m² Solarspeicher 750 l, Warmwasserspeicher 500 l Lüftung KfW 40: Zu- und Abluftanlage, WRG 85% KfW 60: Abluftanlage

Energieverbrauch KfW 40 - Standard Zeitraum: 01/07 12/07 PE- Verbrauch 58 kwh/m²a

Energieflussdiagramm KfW 40 - Standard Etwa gleiche Anteile WW und Heizung Lüftungsbeitrag? Solarbeitrag ~ 12 kwh/m²a Summe Verluste ~ 11 kwh/m²a

Energieverbrauch KfW 60 - Standard Zeitraum: 01/07 12/07 PE- Verbrauch (EBF) 64 kwh/m²a

Energieflussdiagramm KfW 60 - Standard Etwa gleiche Anteile WW und Heizung Solarbeitrag ~ 11 kwh/m²a Summe Verluste ~ 10 kwh/m²a

Mittlere Heizleistung - Rislerstrasse KfW 40: mittlere Heizleistung: 2,9 W/m² Warmwasser: 2,6 W/m² KfW 60: mittlere Heizleistung: 3,0 W/m² Warmwasser: 3,4 W/m²

Solarer Deckungsgrad Solar Beitrag KfW 40 Q gesamt: 21% Warmwasser: 48% Solar Beitrag KfW 60 Q gesamt: 17% Warmwasser: 34%

Zusammenfassung Rislerstrasse Ähnlicher Wärmeverbrauch für Warmwasser und Heizung Anlagennutzungsgrad im Bereich der Erwartungen Signifikanter Beitrag durch Solaranlage trotz Lüftungsanlage mit WRG: kein deutlicher Minderverbrauch des KfW40 - Standards Einfluss des Nutzers Lüftungsverhalten/ Belegung/ Luftqualität?

Passivhaus Voggenthal 2005 Technologien: Vorfertigung mit Vakuumisolationspaneelen Kühlung mit Regenwasserzisterne Phasenwechselmaterial zur Erhöhung der Speichermasse

Energieversorgung PV Solarkollektor Netz Haushalt Beheizte Nettogrundfläche 294 m² WP Nachheizregister Trinkwarmwasser Hüllfläche 709 m² Nettovolumen: 735 m³ Speicher Heizwärme HT Photovoltaik 0,23 W/m²K 4,05 kwp Zisterne / warm Zisterne / kalt Kühlung Kollektoranlage 12 m² Vakuum-Röhren

Strombilanz 2006

Wärmebilanz 2006

Ertrag Photovoltaik 2006: spezifischer Ertrag 918 kwh/kwp

Solaraktivhaus, Sonnenkraft GmbH, Regensburg 2009 fabi architekten bda

Solaraktivhaus, Sonnenkraft GmbH, Regensburg 2009 fabi architekten bda

Solaraktivhaus, Sonnenkraft GmbH, Regensburg 2009 Nullenergiegebäude PV-Anlage Wärmepumpe in Kombination mit thermischer Solaranlage fabi architekten bda

Zusammenfassung Unterscheidung passive und aktive Solarenergienutzung Übersicht passive Solarenergienutzung Übersicht aktive Solarenergienutzung (Solarthermie und PV) Beispielprojekte zur Veranschaulichung

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Sebastian Burhenne Fraunhofer ISE Heidenhofstrasse 2 D-79110 Freiburg i. Br. sebastian.burhenne@ise.fraunhofer.de Fon: +49(0)761/4588-5136 Fax: +49(0)761/4588-9000 Folie 65