LaminatfuSSbodenratgeber Das einzigartige Produkt Laminatfussboden www.egger.com
EGGER LAMINATFUSSBODENRATGEBER VON A - Z Inhalt A CML B Dampfbremse Dehnungsfugen Direktbedruckte Fußböden DPL Allgemein Abrieb Allergien Antistatik Badezimmer Bauaufsichtliche Zulassung Bearbeitung Blauer Engel Begehsicherheit gemäß EN 14041 (EN 13893) Beschädigungen Brandklassen Bürostuhl C CE-Kennzeichnung D E EDP Ökologie Entsorgung EN Normen F Fleckenunempfindlichkeit Formaldehyd Fugen Fußbodenheizung
G Gewährleistung (Produkthaftung) und Garantie H HDF HPL I Installation Verlegeanleitung K Küchen L Lichtechtheit N Normen Nutzungsklassen O Oberfläche Ökologie P PEFC Pflegemittel Profile Q Qualität Quellung R Raumschall Raumklimatische Bedingungen Reinigung Rutschhemmende Eigenschaft gemäß DIN 51130 S Schüsselung Schwimmende Verlegung Sockelleisten Silenzio Stoßbeanspruchung T Teppichboden Treppen Trittschall U Unterboden Unterlagsmaterialien Umwelt-Produktdeklaration V Verklebung Verlegung / Verlegeanleitung Verlegerichtung Verleimung W Wärmeleitfähigkeit Wärmedurchlasswiderstand Wintergarten Wölbungen Z Zubehör
ALLGEMEIN EGGER Laminatfußboden ist ein Holzwerkstoff, welcher zu mehr als 90 % aus dem Rohstoff Holz besteht. EGGER Laminatfußboden besteht aus verschiedenen Komponenten (Nutzschicht, dekorative Schicht, Trägerschicht und gegebenenfalls Rückseitenbeschichtung). EGGER Laminatfußboden ist ein Nutzfußboden zur Verwendung im Innenbereich. Aufgrund des hohen Anteils des Rohstoffes Holz unterliegt Laminatfußboden einem natürlichen Maßänderungsverhalten. Abrieb Unter Abrieb versteht man den Verschleiß der Nutzschicht. Bei einem vollständigen Verschleiß der Nutzschicht wird die dekorative Schicht angegriffen und zerstört. EGGER Laminatfußböden weisen eine hohe Abriebfestigkeit auf. Entsprechend ihrer Klassifizierung garantieren wir für unsere Laminatfußböden eine Abriebbeständigkeit im privaten Wohnbereich zwischen 7 und 25 Jahren. Allergien Eine Allergie ist der Zustand der erworbenen Überempfindlichkeit des Organismus gegen eine als körperfremd empfundene Substanz (Allergen). Aufgrund der geschlossenen Oberflächenstruktur von Laminatfußböden und der einfachen und effizienten Reinigung kann sogar davon ausgegangen werden, dass Laminatfußböden, bei entsprechender Reinigung besonders für Allergiker geeignet sind. Staubmilben und andere allergieerzeugende Organismen können auf einem gut gereinigten Laminatfußboden nicht überleben und deshalb auch keine Allergien auslösen. Selbstverständlich ist dies auch für Personen mit Asthma oder Stauballergien wichtig. Antistatik Eine statische Aufladung von Personen kann dazu führen, dass bei dem Berühren von Metall eine spürbare Entladung stattfindet. Dass sich Personen statisch aufladen ist ein völlig normaler Vorgang. Wenn diese Aufladungen nicht aus dem Körper entweichen können, bevor sie eine gewisse Größe aufgebaut haben, kommt es bei dem Kontakt zu Metallgegenständen unweigerlich zum so genannten Stromschlag. Die Spürbarkeit kann bei statischen Aufladungen von mehr als 2 kv (Kilo Volt) auftreten. Die statische Aufladung kann dann nicht aus dem Körper entweichen, wenn die relative Luftfeuchtigkeit unter 40 % ist, wenn Personen Schuhe tragen, die eine elektrisch isolierende Sohle haben. Unter normalen raumklimatischen Bedingungen ist bei Laminatfußböden eine statische Personenaufladung von über 2 kv nicht zu erwarten. Nur Laminatfußböden, die nach der EN 1815 geprüft, zertifiziert und entsprechend ausgewiesen sind, gelten nach der gültigen Normung als antistatisch. Ableitfähige Böden sind immer dann erforderlich, wenn es sich um Räume mit besonderen Anforderungen handelt. Dieses sind z.b. EDV- und Steuerungszentralen, OP-Räume, Intensivstationen und explosionsgefährdete Bereiche. Hier wird der dafür geeignete Bodenbelag speziell verlegt und vom Elektromeister an den Potentialausgleich des Gebäudes (Erdung) angeschlossen. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften eines Holzwerkstoffes sind ableitfähige Verlegungen mit einem Laminatfußboden nicht möglich.
Badezimmer EGGER Laminatfußböden eignen sich nicht für die Verlegung in feuchten Räumen oder Spritzwasserbereichen wie zum Beispiel Badezimmern und Saunen. Eine Verlegung von EGGER Laminatfußböden in privaten Küchenbereichen ist möglich (siehe Küchen). Bauaufsichtliche Zulassung Laminatfußbodenbeläge benötigen in Deutschland für die Verwendung in Aufenthaltsräumen neben der CE-Kennzeichnung auch eine allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung. Hierfür werden die DIBt-Grundsätze zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten zu Grunde gelegt. Die Erteilung der bauaufsichtlichen Zulassung erfolgt durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) Berlin. EGGER Laminatfußböden haben die bauaufsichtliche Zulassung. Bearbeitung Das Zuschneiden, An- und Einpassen der einzelnen Paneele kann mit allen handelsüblichen Werkzeugen, wie zum Beispiel einer Stichsäge oder einer Handkreissäge, erfolgen. Empfehlenswert sind in jedem Fall eine möglichst feine Zahnung und die Eignung zur Holzbearbeitung. Der entstehende Sägestaub sollte abgesaugt werden. Bitte achten Sie auch auf entsprechenden Augen- und Atemschutz. Alternativ besteht auch die Möglichkeit so genannte Laminatstanzen oder scheren zu verwenden. Begehsicherheit gemäss EN 14041 (EN 13893) EGGER Laminatfußböden sind tritt- und begehsichere Nutzfußböden, die nicht glatt sind und kein Risiko zum Ausrutschen darstellen. Die Begehsicherheit ist eine Sicherheitsanforderung an Laminatfußböden im Rahmen der CE - Kennzeichnung und wird von allen EGGER Laminatfußböden erfüllt. EGGER Laminatfußböden haben nach EN 13893 einen Gleitreibungskoeffizienten µ von 0,3 und sind somit nach EN 14041 in die technische Klasse DS eingestuft. Beschädigungen Kleine Schäden in der Oberfläche können Sie mit einer Reparaturmasse reparieren. Eine entsprechende Reparaturmasse ist für helle und dunkle Dekore in unserem Zubehörprogramm erhältlich. BLAUER ENGEL Der Blaue Engel ist die erste und älteste umweltschutzbezogene Kennzeichnung der Welt für Produkte und Dienstleistungen. Alle EGGER Laminatfußboden-Kollektionen dürfen das bekannte Umweltzeichen Blauer Engel führen.
Für Laminatfußböden von EGGER bedeutet dies: Überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt Umweltfreundliche Herstellung Materialien, welche aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich sind Enthalten keine Schadstoffe, welche bei der Verwertung schädlich sind Brandklassen Einstufung der Entflammbarkeit eines Laminatfußbodens in so genannte Brennbarkeitsklassen. Seit Einführung der CE - Kennzeichnung EN 14041 für Laminatfußböden wird das Brandverhalten nach DIN EN 13501-1 geprüft. EGGER Laminatfußböden werden nach der EN 13501-1 geprüft und sind für die Euro-Klasse Cfl s1 klassifiziert. KLASSIFIZIERUNGSANFORDERUNGEN Euro-Klasse nach EN 13501-1 Mögliche Unterklassen Bisherige Baustoffklasse nach DIN 4102 Bezeichnung A1 - A1 nicht brennbar A2 s1, s2 oder s3 und d0, d1 und d2 A2 B s1, s2 oder s3 und d0, d1 und d2 B1 C s1, s2 oder s3 und d0, d1 und d2 B1 D s1, s2 oder s3 und d0, d1 und d2 B2 E d2 B2 Normal entflammbar F - B3 Leicht entflammbar nicht brennbar schwer entflammbar schwer entflammbar Normal entflammbar Bürostuhl EGGER Laminatfußböden sind grundsätzlich für den Einsatz von Stuhl- und Möbelrollen geeignet. Hierbei ist darauf zu achten, dass diese dem Typ W (weich) entsprechen. Informieren Sie sich diesbezüglich bei Ihrem Fachhändler. Generell gilt: harte Bodenbeläge weiche Stuhlrollen weiche Bodenbeläge harte Stuhlrollen
Alternativ kann auch eine angepasste Bürostuhlunterlage auf harten Bodenbelägen verwendet werden. CE - Kennzeichnung Die CE - Kennzeichnung basiert auf der europäischen Norm EN 14041 und stellt sicher, dass die Produkteigenschaften den Anforderungen hinsichtlich Gesundheit, Sicherheit und Energieeinsparung entsprechen. CML CML Continuous Multi Layer Laminate Bei dieser neuartigen Produktionstechnologie wird ein gleichartiger Materialaufbau wie bei einem HPL in einem direkten Pressverfahren auf die Trägerplatte aufgebracht. Die speziell für diesen Zweck imprägnierten Papierlagen werden auf einer eigens für dieses Verfahren entwickelten Doppelbandpresse mit dem Trägermaterial verpresst. Diese so gefertigten Halbformate werden nach einer Auskühlphase auf Elementgröße konfektioniert. Durch diese Technologie ergibt sich ein Produkt, das die Vorteile der DPL - und CPL - Technologie verbindet. EGGER CML Laminatfußböden sind spannungsarm, äußerst schlagfest und weisen eine sehr hohe Kantenfestigkeit auf. Dampfbremse Mit einer 0,2 mm starken PE-Folie können Sie die Laminantfußbodenfläche über die gesamte Lebensdauer ausreichend gegen möglicherweise aufsteigende Untergrundfeuchte schützen. Dies ist in besonderem Maße bei mineralischen Untergründen der Fall, da diese Feuchtigkeiten aufnehmen, speichern, transportieren und abgeben können. Dehnungsfugen Planung von Dehnungsfugen EGGER Laminatfußböden unterliegen wie alle auf Holz basierenden, organischen Materialien durch wechselnde raumklimatische Bedingungen einem bestimmten Bewegungsverhalten (Schwinden/Wachsen). Durch ausreichend dimensionierte Dehnungsfugen zu allen festen Baukörpern wird der fertig verlegte Boden in seinem Bewegungsverhalten nicht behindert. Es müssen grundsätzlich Dehnungsfugen in einer Breite von 8 mm bis 10 mm zu festen Baukörpern wie Wänden, Türzargen, Rohrdurchführungen, Pfeilern, Treppen usw. ausgebildet werden. Planung von Bewegungsprofilen Aufgrund des materialspezifischen Bewegungsverhaltens des Laminatfußbodens müssen bei/in folgenden Flächengrößen/ Flächenbereichen immer Bewegungsprofile eingebaut werden: Türübergängen
Durchgängen verwinkelten Räumen Einzelraumlänge und/oder Einzelraumbreite von mehr als 10 Meter Direkt bedruckte FuSSböden PDL = EGGER DPR Direct Print Technologie Mit wasserbasierenden Farbkomponenten nahezu ohne Lösemittel findet der Farbauftrag direkt auf die Platte statt. Mit ultraviolettem Licht gehärtete transparente Lackkomponenten garantieren die Oberflächenhärte und stellen die Nutzschicht dar. DPL direkt verpresste Laminate Bei diesen Produkten wird auf das Trägermaterial ein Dekorpapier und ein Overlay verpresst. Auf der Rückseite werden entsprechende Gegenzugpapiere platziert. Die mit Harz getränkten Papiere werden in einem einstufigen Verfahren mit der Trägerplatte verpresst. Diese so genannten Halbformate werden nach einer Auskühlphase auf Elementgröße konfektioniert. EN Normen Entsorgung Laminatfußböden werden als ökologisch unbedenklicher Hausmüll eingestuft und können somit über Mülldeponien bzw. Verbrennungsanlagen entsorgt werden. Fleckenunempfindlichkeit Mit handelsüblichen Lösungsmitteln wie zum Beispiel Reinigungsbenzin oder Verdünner können Sie schwierige Flecken entfernen. Diese Produkte beschädigen Ihren Laminatfußboden keineswegs. Tragen Sie die Lösungsmittel allerdings stets mit einem Tuch und nie direkt auf den Laminatfußboden auf und neutralisieren Sie anschließend mit Wasser. Formaldehyd In der Natur kommt Formaldehyd zum Beispiel in Säugetierzellen beim normalen Stoffwechsel als Zwischenprodukt vor. Im Menschen werden auf diese Weise pro Tag etwa 50 g gebildet und wieder abgebaut. Auch in Früchten wie Äpfeln, Weintrauben kommt Formaldehyd natürlicherweise vor. Ebenso kommt Formaldehyd natürlicherweise in Holz vor und diffundiert in geringen Mengen nach außen. Die meisten mitteleuropäischen Länder empfehlen für Wohn- und Aufenthaltsräume eine maximale Konzentration von 0,1 ppm (parts per million). Dieser Grenzwert gilt für alle Holzwerkstoffe. Die Einhaltung dieses
Grenzwertes wird mittels der E1 Kennzeichnung (nach europäischen Norm EN 13986) bei Holzwerkstoffen symbolisiert. Laminatfußböden sind hochwertige und strapazierfähige Fußbodenbeläge auf Basis dünner Holzwerkstoffe (HDF) deren Formaldehydemission im unteren Bereich der gesetzlichen Grenzwerte liegt. Laminatfußböden aus dem Hause EGGER haben einen durchschnittlichen Formaldehydgehalt von 0,01 ppm, was einem Zehntel des zulässigen Wertes entspricht. Sie liegen damit in einem Bereich der sich auch bei Naturbelassenen Hölzern wieder findet. Fugen Bei geringen relativen Luftfeuchtigkeiten setzt bei Holz und Holzwerkstoffen aufgrund von Feuchtigkeitsabgabe ein als erhöht zu bezeichnendes Schwindverhalten ein. Bei relativen Luftfeuchten von unter 40 % kann es zu derartigen Schwindkräften führen, dass der Laminatfußboden nicht mehr als Scheibe reagiert sondern vielmehr in den einzelnen Elementen. Hierdurch kann es in der Folge zu sichtbaren Fugenbildungen kommen. FuSSbodenheizung Alle EGGER Laminatfußböden sind für die Verlegung auf Fußbodenheizungen grundsätzlich geeignet. Dabei sind nachfolgende Punkte zu beachten: Vor der Verlegung sollten alle Fußbodenheizungen einem Auf- und Abheizvorgang bzw. Funktionstest unterzogen worden sein. Hierzu sind die entsprechenden Protokolle durch den Heizungsbauer vorzulegen. Für alle Heizungssysteme gilt eine maximale Oberflächentemperatur von 28 C. Um eine gewisse Trägheit beim Auf- und Abheizen und somit die Möglichkeit der Anpassung des Laminatfußboden an Temperaturveränderungen zu gewährleisten müssen die Heizungssyteme entweder in der Unterbodenkonstruktion integriert sein oder über eine entsprechende Regelsteuerung verfügen. Informieren Sie sich vor Verlegung unter www.egger.com bzw. schauen Sie in Ihre Produktbeschreibung. Gewährleistung und Garantie Neben der gesetzlichen Gewährleistung / Produkthaftung, welche in Deutschland zum Beispiel 2 Jahre beträgt, gibt es die Garantieerklärung als eine freiwillige zusätzliche Leistung des Herstellers. Für EGGER Laminatfußböden garantieren wir im privaten Wohnbereich dreifache Sicherheit: Hygienisch- leicht zu reinigen und pflegen Stoßfest- hält vielen Belastungen stand Langlebig- schöne Dekoroberflächen und Kanten für viele Jahre durch die extrem robuste Oberfläche Unsere Abriebgarantie schließt die Kanten nicht aus. Je nach Beanspruchungsklasse gilt diese Garantieleistung im privaten Wohnbereich für einen Zeitraum zwischen 7 und 25 Jahren. Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte unserer EGGER Garantieerklärung!
HDF Als hochdichte Faserplatte (auch kurz HDF) bezeichnet man Holzwerkstoffplatten, die aus mit Harzklebesystemen getränkten und unter Druck verpressten Holzfasern besteht und besonders hoch verdichtet wurde. Die Dichte einer HDF sollte mindestens 850 kg/m³ betragen. Bevorzugter Einsatz als Trägermaterial für hohe Belastungen bei geringer Materialstärke (z.b. Laminatfußböden). HPL HPL High Pressure Laminate (Hochdruck Schicht Pressstoff) Bei diesen Produkten wird in einem ersten Arbeitsschritt das Laminat aus harzgetränkten Overlay-, Dekor- und Kraftpapieren verpresst. In einem zweiten Arbeitsgang werden das Laminat und das Gegenzuglaminat mit der Trägerplatte verleimt. Diese sogenannten Halbformate werden, wie die direkt verpressten Laminate, nach einer Auskühlphase auf Elementgröße konfektioniert. Der größte Vorteil dieser Produkte liegt in der hohen Schlag- und Kantenfestigkeit. Installation Siehe Verlegung Küchen EGGER Laminatfußböden können problemlos in Küchen des privaten Wohnbereiches verlegt werden, da sie verschleiß-, stoßfest, robust und widerstandsfähig entsprechend ihrer Nutzungsklasse sind. Eine Verlegung in Badezimmern ist nicht möglich (siehe Badezimmer). Lichtechtheit EGGER Laminatfußböden sind resistent gegen UV-Bestrahlung (Sonnenlicht). Es kommt im Laufe der Nutzung zu keinen ungewollten Verfärbungen oder Ausbleichungen des Dekorbildes. Normen Die Anforderungen, Spezifikationen und Toleranzen für Laminatfußböden werden in den europäischen Normen EN 13329 für DPL/CML sowie EN 15468 für PDL (EGGER DPR ) definiert und sind für alle europäischen Laminatfußbodenhersteller verbindlich. DIN EN 13329: Laminatböden - Elemente mit einer Deckschicht auf Basis aminoplastischer, wärmehärtbarer Harze Spezifikationen, Anforderungen und Prüfverfahren
DIN EN 15468: Laminatböden - Direktbedruckte Elemente mit Kunstharz-Deckschicht - Spezifikationen, Anforderungen und Prüfverfahren Weitere zu nennende Normen sind: DIN EN 14041: Elastische, textile und Laminat-Bodenbeläge - Wesentliche Eigenschaften; DIN EN 1815: Elastische und textile Bodenbeläge - Beurteilung des elektrostatischen Verhaltens DIN EN 13501: Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten - Teil 1: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Prüfungen zum Brandverhalten von Bauprodukten; DIN EN 13986: Holzwerkstoffe zur Verwendung im Bauwesen - Eigenschaften, Bewertung der Konformität und Kennzeichnung; Nutzungsklasse Qualitätskategorie und Einstufung nach der Europäischen Norm EN 13329 für DPL und CML / EN 15468 für PDL (EGGER DPR ), die den Einsatzbereich eines Laminatfußbodens kennzeichnet und nach der alle EGGER Laminatfußböden produziert und klassifiziert werden. Man unterscheidet zwischen Wohnen und Gewerblich bei mäßiger, normaler und starker Nutzung. Zur besseren Kennzeichnung werden die ausgezeichneten Klassen mittels Piktogrammen dargestellt: KLASSIFIZIERUNGSÜBERSICHT Beanspruchungsklasse Wohnen - mäßig Wohnen - normal Wohnen - stark Gewerbe - mäßig Gewerbe - normal Gewerbe - stark Symbol A B D E F G Beschreibung Einsatzbeispiele zeitweise Nutzung Schlafzimmer, Gästezimmer normale Nutzung Wohnzimmer, Esszimmer, Innenflure intensive, verstärkte Nutzung Eingangsflure, Küchen und gesamter Wohnbereich zeitweise Nutzung Hotelzimmer, Konferenzräume, Kleinbüros normale Nutzung Büros, Warteräume, Boutiquen intensive, verstärkte Nutzung Großraumbüros, Kaufhäuser, Mehrzweckhallen
Welches Produkt in welche Klasse eingeordnet werden kann, hängt von folgenden Kriterien ab: Abriebbeständigkeit Stoßfestigkeit Fleckenunempfindlichkeit Verhalten gegenüber Zigarettenglut Verhalten beim Verschieben eines Möbelfußes Stuhlrolleneignung Quellverhalten Oberfläche Die Oberfläche eines Laminatfußbodens besteht aus einer besonders strapazierfähigen Nutzschicht, die unter Berücksichtigung einiger Verhaltens- und Pflegehinweise die Werterhaltung über viele Jahre sicherstellt. Nachfolgend möchten wir einige Grundregeln im Umgang mit Laminatfußböden aufzählen: Scharfe und spitze Gegenstände wie Staub, Sand und/oder Steinchen können an Ihren Schuhen kleben. Diese können effizient an Außentüren mit einer geeigneten Türmatte aufgefangen werden. Auch Haustiere mit sehr scharfen Nägeln können Kratzer verursachen. Die Beine von Möbeln (Stühle, Tische, Schränke usw.) versehen Sie am besten mit einem adäquaten Schutz. Meistens ist dies Filz. Sorgen Sie auch dafür, dass kein Sand oder Steinchen an der Schutzverkleidung der Möbelbeine haften. Mobile Möbel wie Bürostühle oder Sofas und Sessel sind mit weichen Rollen zu versehen. Harte oder beschädigte Rollen können Kratzer verursachen. Sorgen Sie auch dafür, dass sich die Rollen frei drehen können. Wenn all dies nicht möglich ist, bringen Sie geeignete Schutzkappen an. Die Möbel können auf diesen Kappen verschoben werden. Beim Umstellen von schweren Möbeln/Möbelstücken sollten Sie diese Anheben und nicht schieben. Bei der Verwendung eines Staubsaugers kontrollieren Sie auch, ob die Rollen und Saugöffnung nicht beschädigt wurden bzw. zu hart sind und sich frei drehen können. Niemals Scheuer- oder Schleifmittel auf dem Boden verwenden. Die Verwendung von Dampf- und/oder Nass-reinigern ist ebenfalls nicht zulässig. Ökologie Außer ihren positiven Gebrauchseigenschaften haben Laminatfußböden auch ein ökologisches Profil, welches sie als umweltfreundliche und gesundheitsverträgliche Fußbodenbeläge ausweist. EGGER Laminatfußböden bestehen zu mehr als 90 % aus dem Naturrohstoff Holz. Die Fertigung der Laminatfußböden erfolgt in modernsten Produktionsanlagen, welche den strengsten Emissions- und Umweltschutzauflagen unterliegen und über eignene Energie- und Wärmekreislaufsysteme verfügen.
PEFC PEFC steht für die Nachhaltige, verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung und die kontrollierte Weiterverarbeitung des Naturproduktes Holz. So bleiben unsere Wälder auch zukünftigen Generationen als Lebensgrundlage, Arbeitsplatz und Erholungsraum erhalten. PEFC ist ein international anerkanntes Rahmenwerk zur Zertifizierung von Holz und Holzprodukten. Pflegemittel Ein geeignetes Pflegeprodukt baut keine Schichten auf und dringt nicht aggressiv in die Kantenbereiche ein, wodurch diese anschwellen könnten. Der systembezogenen EGGER Reiniger CLEAN IT wurde speziell dafür entwickelt und ist in unserem Zubehörprogramm erhältlich. Durch die Anwendung ungeeigneter Reinigungsmittel können sich Schichten bilden, die sich auf Dauer wie eine Folie auf den Laminatfußboden legen und somit die Oberfläche trüben. Profile Profile benötigen Sie um Übergänge, Abschlüsse und Dehnfugenbereiche abzudecken. Hierzu finden Sie im EGGER Zubehörprogramm die passende Lösung. Qualität Qualität steht im Hause EGGER an oberster Stelle. In unserem Unternehmen arbeiten wir mit den modernsten Technologien, nach aktuellsten Qualitätsstandards und Anforderungen. EGGER verfügt über ein hochwertiges Qualitätsmanagementsystem und ist somit nach ISO 9001 zertifiziert. Quellung Aufquellungen an Kantenbereichen sind meist auf von oben in den Stoßbereich der Elemente eindringende Feuchtigkeit und/oder Flüssigkeiten zurückzuführen. Diese Feuchtigkeiten/Flüssigkeiten müssen über einen längeren Zeitraum auf die Oberfläche/den Stoßbereich der Elemente eingewirkt haben um Aufquellungen zu erzeugen. Raumklimatische Bedingungen Vor, während und nach der Verlegemaßnahme soll eine Raumlufttemperatur von mindestens 18 C und eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 % und 70 % vorliegen.
Raumschall Unter Raumschall versteht man das Geräusch, das beim Begehen des Laminatfußbodens im Raum erzeugt und wahrgenommen wird. EGGER bietet Ihnen hier spezielle silenzio Produkte, welche deutlich zur Reduzierung von Schall beitragen. Reinigung Die geschlossene Oberfläche eines Laminatfußbodens ermöglicht problemloses Reinigen. Die tägliche Unterhaltsreinigung erfolgt mit dem Staubsauger oder durch Wischen mittels eines feuchten Tuches. Beim Wischen ist darauf zu achten das keine Feuchtigkeit auf der Oberfläche zurück bleibt. Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte unserer Reinigungsanleitung! Rutschhemmende Eigenschaft gemäss DIN 51130 In Deutschland dürfen in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit erhöhter Rutschgefahr gemäß Merkblatt BGR 181 nur solche Laminatfußböden eingesetzt werden, die gemäß DIN 51130 geprüft, zertifiziert und in eine entsprechende R-Klasse (z.b. R9, R10 etc.) eingestuft sind. Die Einstufung der Rutschhemmung gemäß DIN 51130 ist keine MUSS-Anforderung für Laminatfußböden. Dementsprechend ist es jedem Laminatfußbodenhersteller freigestellt, ob und welche Produkte entsprechend ausgerüstet, geprüft und zertifiziert werden. In diesen Zusammenhang möchten wir auch darauf hinweisen, dass nicht alle Oberflächenstrukturen für eine derartige Einstufung entwickelt und ausgelegt sind, d.h. keine R-Klassenzuteilung erreichen und somit nicht in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit erhöhter Rutschgefahr gemäß Merkblatt BGR 181 eingesetzt werden dürfen. EGGER Laminatfußböden mit den Strukturen: Stone, Vintage, Authentic und Grand Canyon wurden geprüft und entsprechend zertifiziert: Struktur Klasse der Rutschhemmung Stone (ST62) R10 Vintage (ST43) R10 Authentic (ST62) R10 A Grand Canyon (ST63) R10 G
Schüsselung Verzug und Schüsselung treten auf, wenn die Laminatfußbodenelemente vor der Verlegung nicht ausreichend akklimatisiert (nicht dem Raumklima angepasst) werden. Beziehungsweise die verlegte Laminatfußbodenfläche nicht ausreichend gegen aufsteigende Untergrundfeuchte geschützt ist. (Siehe Punkt: Dampfbremse) Schwimmende Verlegung EGGER Laminatfußböden werden ohne feste Verbindung mit dem Unterboden verlegt, d.h. nur die einzelnen Laminatfußbodenelemente werden mittels Feder und Nut miteinander verbunden. Bei dieser Art der Verlegung spricht man von der schwimmenden Verlegung. Somit kann sich der Laminatfußboden frei auf dem Unterboden bewegen bzw. schwimmen. Sockelleisten Sockelleisten benötigen Sie um Wandanschlüsse herzustellen und somit die Laminatfußbodenfläche mit einem harmonischen Abschluss zu versehen. Hierzu finden Sie im EGGER Zubehörprogramm die passende Lösung. Silenzio Das EGGER silenzio System basiert auf einer speziellen Unterlagsmatte, welche rückseitig direkt mit dem Panel verbunden ist. Dadurch wird eine deutliche Reduktion des Raum- und Trittschalls erreicht. Weitere Unterlagsmatten zur Raum- und Trittschalldämmung dürfen bei EGGER Laminatfußböden mit integrierter Unterlagsmatte (silenzio ) nicht verwendet werden. StoSSbeanspruchung EGGER Laminatfußböden zeichnen sich aufgrund der hohen Qualität der Trägerplatte und Deckschicht durch eine hervorragende Stossfestigkeit sowie eine Resistenz gegenüber Eindrücken aus. Entsprechend ihrer Klassifizierung garantieren wir für unsere Laminatfußböden eine Stossfestigkeit gemäß Norm im privaten Wohnbereich zwischen 7 und 25 Jahren. Teppichboden Teppichböden stellen keine geeigneten Verlegeuntergründe dar und müssen vor der Verlegung des Laminatfussbodens entfernt werden. Als Gründe können angeführt werden, dass Teppichböden bei Belastung zu stark nach geben können und das Teppichböden eine so genannte produktionstechnische Laufrichtung haben, welche direkt auf den schwimmend verlegten Laminatfußboden übertragen würde. Hinzu kommt der hygienische Aspekt, da ein Teppichboden unter einer Laminatfußbodenfläche verrotten kann.
Treppen Die Verlegung von Laminatfußboden auf Treppen ist mit dem EGGER Treppenprofilsystem möglich. Trittschall Unter Trittschall versteht man das Geräusch das beim Begehen eines Laminatfußbodens in den darunter liegenden Räumen wahrgenommen wird. EGGER bietet Ihnen hier spezielle silenzio Produkte, welche deutlich zur Reduzierung von Schall beitragen. Umwelt-Produktdeklaration EPD (Environmental Product Declaration) Eine Umweltproduktdeklaration gemäß ISO 14025 beschreibt die Umweltleistung der hier genannten Bauprodukte. Die EPDs enthalten neben einer umfassenden Beschreibung des Herstellungsprozesses die relevanten Umweltinformationen über die Phasen der Herstellung, und Entsorgung sowie wichtige Hinweise zur Nutzungsphase. Grundlage sind Ökobilanzen gemäß ISO 14040 sowie die Vergaberichtlinie für Holzwerkstoffe des IBU e.v.. Unterboden Der Unterboden muss trocken, eben, sauber und tragfähig sein. Unterlagsmaterialien Unterlagsmatten gehören zum Verlegesystem und beeinflussen maßgeblich den Komfort und die Langlebigkeit eines schwimmend verlegten Laminatfußbodens. Somit haben die materialspezifischen Eigenschaften der Unterlagsmaterialien entscheidenden Einfluss auf deren Qualität und die Dauerhaftigkeit der Hauptfunktionen: Gehschallreduzierung & Trittschalldämmung - Eignung für Fußbodenheizung - Oberbodenschutz (Laminatfussboden) Verlegefreundlichkeit Verklebung Eine Verklebung von EGGER Laminatfussboden mit dem Untergrund ist nicht möglich (z.b. silenzio Systeme) bzw. empfehlenswert.
Verlegung/Verlegeanleitung Informieren Sie sich vor der Verlegung unter www.egger.com bzw. schauen Sie in Ihre Produktbeschreibung. Verlegerichtung Ein Laminatfußboden wirkt am besten, wenn die Paneele parallel zum Lichteinfall verlegt werden. Eine verbindliche Vorgabe für die Verlegerichtung besteht jedoch nur bei Dielenböden als Verlegeuntergrund, hierbei muss quer zur Dielung verlegt werden. Verleimung Laminatfußbodenelemente die im gewerblichen Bereich verlegt werden sollen, sind im Kantenbereich mit einer Versiegelungsverleimung zu versehen. Diese Versiegelungsverleimung sorgt für ein hohes Maß an Schutz vor Quellungen im Kantenbereich durch Feuchtigkeiten/Flüssigkeiten. Im privaten Wohnbereich ist eine Versiegelungsverleimung nicht erforderlich. Wärmeleitfähigkeit Die Wärmeleitfähigkeit ist die Fähigkeit eines Stoffes, Wärme zu leiten und somit verantwortlich für das Warm/Kaltempfinden. Bei einer hohen Wärmeleitfähigkeit empfinden wir den Stoff kälter, bei einer niedrigen Wärmeleitfähigkeit empfinden wir den Stoff wärmer. Wärmedurchlasswiderstand Der Wärmedurchlasswiderstand (Einheit: m² K/W) ist der Widerstand eines Bauteils gegen das Durchströmen von Wärme. Je größer dieser Wert ist, desto besser sind die Dämmeigenschaften. Um die Heizleistung nicht zu beeinträchtigen, sollte bei der Verlegung von Laminatfußboden oder Parkett auf einer Warmwasser - Fußbodenheizung der Wärmedurchlasswiderstand des Bodenaufbaus (Nutzboden + Dämmunterlage) nicht über 0,15 m² K/W liegen. Wintergarten Die Verlegung von EGGER Laminatfußböden in Wintergärten ist dann möglich, wenn diese ein wohnübliches Raumklima aufweisen. Idealerweise liegt die relative Luftfeuchte bei 50-60 % und starke Temperaturschwankungen werden vermieden.
Wölbungen Im Allgemeinen ist eine Wölbung des Bodens auf fehlende bzw. zu gering dimensionierte Dehn-/Bewegungsfugen zurückzuführen. Auch minimale Berührungspunkte reichen aus, um an anderer Stelle einzelne Bodenelemente zum Wölben zu bringen. Zubehör EGGER hält ein umfangreiches Zubehörprogramm für sie bereit. Hier finden sie unter anderem Leisten, Profile, elastische Fugenmassen, Reiniger, Reparatursets sowie weitere Highlights wie z.b. LED Einbauleuchten für Ihren individuellen Fußboden.
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