1 Der Windows Explorer 3. Tips und Tricks Der Explorer ist sehr mächtig und sehr praktisch. Wir wollen uns intuitiv in ihm bewegen lernen. Man öffne ein Ordnerfenster, am einfachsten und besten das von Eigene Dateien ; dieser Ordner ist in der Regel auf dem Desktop zu finden, auf jeden Fall aber im START-Menu (den grünen Start -Knopf im Desktop ganz unten links anklicken) in der rechten Spalte ganz oben. Wir erinnern uns: Ein Ordnerfenster ist immer eine Darstellung des Windows Explorers. Der Name erinnert an den Internet Explorer, den wir als Webbrowser von Microsoft Windows kennen. Der Windows Explorer hat durchaus Ähnlichkeiten mit einem Browser: In der Menuleiste gibt es kleine grüne Pfeile, um sich vorwärts oder zurück zu bewegen. Probieren wir es aus: Klicke im Ordnerfenster von Eigene Dateien auf den darin enthaltenen Unterordner Eigene Bilder. Es ist egal, ob darin Dateien enthalten sind, oder ob der Unterordner leer ist. Wenn man nun wieder zurück zur Ansicht des vorherigen Ordnerfensters von Eigene Dateien will, klickt man einfach auf den linken grünen Pfeil zurück - schon ist man wieder im gewünschten Ordner. Dasselbe funktioniert nun natürlich auch vorwärts: durch Anklicken des rechten Pfeils landet man wieder im vorher besuchten Unterordner Eigene Bilder. Man kann natürlich auch mehrere Schritte vorund zurückgehen. Vor, zurück, vor, zurück, ganz einfach. Rechts neben den beiden Pfeilen ist noch eine weitere praktische Funktion zu finden: das Icon eines Ordners mit einem grünen Pfeil, der nach oben zeigt. Damit bewegt man sich immer eine Ordnerebene höher. Beispiel: Wir gehen in (öffnen) den Unterordner Eigene Bilder. Angenommen, darin befinden sich nun weitere Ordner, z.b. Reise 2003, Reise 2004, Reise 2005, die meine Bilder enthalten. Wenn ich nun einen dieser selbst erstellten Unterordner anklicke, ihn also öffne, sehe ich die darin befindlichen Bilder. Dieser Unterordner befindet sich im Verzeichnisbaum sozusagen auf der dritten Ebene nach unten: oben ist der Ordner Eigene Dateien (erste Ebene); darin befindet sich der Ordner Eigene Bilder (zweite Ebene); darin befinden sich weitere Ordner, in meinem Beispiel Reise 2003, Reise 2004, Reise 2005 usw.. Diese Ordner bilden die dritte Ebene. Mit dem Icon in der Menuleiste, das einen Ordner mit einem nach oben zeigenden Pfeil darstellt, bewege ich mich stets eine Ordnerebene höher; es ist der einfachste und schnellste Weg, wieder in den nächsten übergeordneten Ordner zu gelangen. Außerdem enthält der Explorer wie der Internet Explorer unter der Menuleiste ein Feld für Adressangaben oder -eingaben. Dort wird immer der genaue Ort angegeben, an dem ich mich gerade befinde. Habe ich also beispielsweise den Unterordner Reise 2005 geöffnet, so steht dort in der Adresszeile: C:\Dokumente und Einstellungen\Name\Eigene Dateien\Eigene Bilder\Reise 2005, die Ordner und Unterordnet sind in dieser Schreibweise durch \ ( backslash ) getrennt. Diese Adresse gibt den genauen Ort
2 meines Ordners auf dem Laufwerk C: an, meiner Festplatte. Wir sehen dabei, daß der Ordner Eigene Dateien gar nicht die oberste Ebene darstellt, sondern daß dieser Ordner selber wiederum ein Unterordner in dem Ordner ist, der den Namen des Benutzers trägt; der ist wiederum ein Unterordner im Ordner Dokumente und Einstellungen, der ein Unterordner von C: ist. Das Bild der unterschiedlichen Ebenen hilft dabei, sich in der Struktur der Ordner besser zu orientieren. Dafür ist, wir hatten das ja schon im 2. Kapitel, der Verzeichnisbaum die anschaulichste Repräsentation. Betrachten wir weiter die Icons in der Menuleiste. Die Such-Funktion wird für die wenigsten eine Hilfe sein; man muß nämlich stets genau angeben, was man sucht, also z.b. recht genau den Dateinamen, aber wer weiß das schon immer? Eher stöbert man ja in den Ordnern herum und sucht darin, wo sich ein bestimmtes Bild befindet. Man weiß ja in der Regel, wann es entstanden ist und in welchem selbst angelegten Ordner es sich befinden müßte. Schon darum ist es sehr empfehlenswert, Bilder, Texte oder sonstige Dateien in einem eigenen Ordner abzulegen, der schon vom Namen her den Sachzusammenhang kennzeichnet, wie in einem aufgeräumten Büro. Ein Foto von einer Reise im Jahr 2005 werde ich in unserem Beispiel darum in dem Unterordner Reise 2005 im Ordner Eigene Bilder im Ordner Eigene Dateien suchen. Dabei ist das letzte Icon rechts in der Menuleiste hilfreich; es gibt mir die Möglichkeit, das Aussehen des gerade geöffneten Ordners, also seine Ansicht, zu ändern. Wir kennen
3 diese Funktion schon aus dem Menubefehl Ansicht weiter links in der Menuleiste. Wie gesagt, der Explorer kennt immer mehrere Wege zum selben Ziel. Mit einem Klick auf dieses Icon öffnet sich ein kleines Menufenster mit den Ansichtsmöglichkeiten Miniaturansicht, Kacheln, Symbole, Liste, Details. Probiere die verschiedenen Formen der Ansicht einfach einmal aus! Die Miniaturansicht eignet sich besonders für Ordner mit Bildern, denn dann sehe ich von all den Fotos kleine Vorschau-Bildchen ( thumbnails = Daumennägel) und kann da recht schnell das gesuchte Motiv finden; ein Klick auf das Vorschaubild öffnet die Bildanzeige von Windows und zeigt das Foto in voller Größe an*). Will ich mich bei meiner Suche eher am Datum des Fotos orientieren, schalte ich am besten die Ansicht Details ein; dann werden mir die Namen der Bilddateien angezeigt, dazu ihre Größe und eben auch das Änderungsdatum ; dies ist meist mit dem Datum der Speicherung identisch; es ist also zwar nicht das Aufnahmedatum, aber in die zeitliche Nähe davon kommt man in der Regel schon, wann man nämlich den Inhalt des Datenträgers der Digitalkamera auf die Festplatte kopiert hat. Besonders bei der Detail-Ansicht ist es praktisch, daß man die Sortierfolge ganz leicht ändern kann: Wenn man mit dem Mauszeiger über den schmalen grauen Balken oberhalb des Dateinamens fährt ( Name steht dort), sieht man, wie sich jeweils ein Abschnitt des Balkens ändert: er wird hellgrau und erhält einen orangen Unterstrich; er wird aktiv. Ein Klick darauf sortiert die darunter stehenden Einträge auf- oder absteigend: einfach einmal klicken und den Effekt beobachten und wieder klicken. Dasselbe geht auch mit dem Abschnitt des grauen Balkens über der Größe und eben auch mit dem Datum. Jeweils durch einen Klick wird entweder die älteste oder die neueste Bilddatei in der obersten Zeile angezeigt. In welcher der Spalten das Sortierkriterium gerade liegt, wird durch einen kleinen grauen Pfeil (Dreieck) in dem grauen Balken (er ist genau genommen die Kopfzeile der einzelnen Spalten) angezeigt. Einfach ausprobieren und den Effekt beobachten!
Wie man feststellen wird, gilt die gewählte Ansicht nur für das gerade angezeigte Ordnerfenster; klickt man wieder eine Ebene höher oder zurück, wird wieder die Ansicht dargestellt, die man vorher benutzt hat. Der Windows Explorer merkt sich also unsere verschiedenen Ordner-Einstellungen! 4 * * * Betrachten wir noch einen ganz anderen Bereich. Wir schließen den Ordner mit einem Klick auf den roten X-Knopf und öffnen danach Eigene Dateien erneut. Schauen wir uns einmal an, was nun im linken Drittel des Ordnerfenster zu sehen ist: eine blau gefärbte Spalte mit einzelnen hellblauen Karteikarten-Feldern : den Aufgaben-Bereichen. Zunächst werden nur zwei solche Aufgabenbereiche angezeigt: Datei- und Ordneraufgaben und Andere Orte. Generell gilt: In diesen blauen Bereichen möchte uns der Windows-Explorer die Arbeit erleichtern und die Aufgaben anzeigen, die wir wahrscheinlich erledigen wollen. Wir werden auch gleich sehen: Das, was dort angezeigt wird, ändert sich ständig je nach dem, was wir in dem eigentlichen Ordnerfenster (mit dem weißen Hintergrund) machen. So finden wir als erste Aufgabe dort stehen: Neuen Ordner erstellen. Es könnte ja sein, das wir genau das tun wollen ein Klick, und fertig! Aber wir machen etwas anderes. Markiere einmal rechts den Unterordner Eigene Bilder und achte dabei auf das Aufgabenfeld: Es ändert sich und zeigt mir jetzt als oberstes an, was ich alles mit dem markierten Ordner machen kann: umbenennen, kopieren, verschieben usw., sogar Ordner löschen steht da, Vorsicht!
5 Vielleicht befindet sich ja auch (wie in meinem Beispiel hier) eine Dokument- Datei in dem Ordner. Wenn ich diese markiere, ändert sich wiederum der Aufgabenkatalog, und ich bekomme jetzt angezeigt, was ich alles mit dieser markierten Datei machen könnte: umbenennen, kopieren, verschieben, sogar als Email verschicken und löschen kann ich dort. Das ist sehr praktisch, man sollte es einfach mal beobachten, was dort in dem Aufgabenfeld immer angezeigt wird; meist ist es wirklich die Aufgabe, die man erledigen möchte, und dann braucht man keine weiteren Menubefehle aufzurufen oder Icons zu suchen. Wenn man in einem Ordner mit Bildern ist und man dann ein einzelnes Foto markiert, erscheinen im Aufgabenfeld die Bildaufgaben, darunter auch der Eintrag Als Hintergrundbild : ein Klick darauf macht das markierte Foto zum Desktop-Hintergrund! So kann man den Hintergrund einfach und schnell ändern und je nach Laune wechseln. In dem Aufgabenfeld Andere Orte findet man in der Regel eine kleine Liste der wichtigsten Ordner: Eigene Dateien, Arbeitsplatz usw. Ein Klick auf Arbeitsplatz bringt einen sofort in die oberste Ebene, die der Windows-Explorer anzeigt. Von da aus gelangt man immer mit wenigen Klicks in einen anderen Ordner oder Unterordner. Auch diese Angaben sind also sehr praktisch und intuitiv zu bedienen. Zum Schluß sei noch auf zwei recht umfassende und für den Experten gedachte Einstellmöglichkeiten verwiesen. In jedem Ordnermenu findet man unter Extras die Ordneroptionen ; wir haben schon einmal darauf verwiesen, als es um die Einstellung der Art des Markierens ging. Man kann in demselben Auswahlfenster auch weitere Einstellungen vornehmen, wie z.b. die Anzeige der eben beschriebenen Aufgaben einoder ausschalten. Mit einem Klick auf den Karteireiter Ansicht in eben demselben Auswahlfenster gelangt man zu sehr viel weitergehenden Ordner-Einstellungen, die man in jedem Falle dem Experten überlassen sollte.
Nützlicher (und ungefährlicher!) ist ein Auswahlfenster, das man bei selbst erstellten neuen Ordnern über den Menupunkt Ansicht erreicht unter Ordner anpassen. Auf der dort dann zuerst angezeigten Einstellungskarte findet man die Möglichkeit, den Typ des neu erstellten Ordners zu definieren: Die Auswahlmöglichkeiten werden in dem kleinen Pull-down-Menu eigentlich gut erklärt und verstehen sich dann von selbst. Auch hier gilt: einfach einmal ausprobieren; kaputt machen kann man da nichts. Der Typ Bilderordner zeigt nämlich andere Aufgaben an als ein Ordner vom Typ für Dokumente. So erscheint der Aufgabenpunkt Als Hintergrundbild nur dann, wenn der selbst erstellte Ordner auch als Bilderordner eingerichtet ist. Das ist nur dann automatisch der Fall, wenn es ein Unterordner in einem bereits vorhandenen Bilderordner ist ( also z.b. In Eigene Bilder ), denn ein neuer Unterordner erbt seine Eigenschaften vom übergeordneten Ordner. 6 So, wer dies alles gelesen, verstanden und geübt hat, der ist absolut fit beim Umgang mit dem Windows Explorer! Viel Erfolg und viel Spaß damit! *) Eine kurze Erklärung der Bild- und Faxanzeige unter Windows XP. Sie öffnet sich immer, wenn man zum Öffnen auf eine Bilddatei klickt. Bitte einmal die Icons am unteren Rand des Bildanzeige-Fensters anschauen; sie werden beim Darüberfahren mit dem Mauszeiger in kleinen gelben Pop-up-Fenstern erklärt: ausprobieren! Besonders die Diashow, die auch mit der Funktionstaste F11 gestartet werden kann, ist für Bildpräsentationen ein sehr praktisches Mittel. Die Diashow kann auch mit der Tastatur gesteuert werden (mit den Pfeiltasten für Vor und Zurück, mit der Space-Taste für Pause und ESC zum Beenden). Reinhart Gruhn 2006