Lehrerinformation 1/5 Arbeitsauftrag Ziel Im Internet können Dritte leicht auf unsere Daten zugreifen (z. B. E-Mails, virtuell abgelegte Dokumente). Mit Hilfe einer Software verschlüsseln Schüler Dokumente und E-Mails. Sie sind sich bewusst, dass im Internet die Gefahr besteht, dass Unbefugte auf unsere Korrespondenz, Dokumente zugreifen können. Sie lernen eine Verschlüsselungssoftware kennen. Material Software zur Verschlüsselung von Dokumenten Sozialform GA/EA Zeit 20 Zusätzliche Informationen: Information zum Alphabetum Kaldeorum aus www.wikipedia.de
2/5 Manchmal möchte man Informationen übermitteln, die Drittpersonen nicht entziffern sollen. Hierfür gibt es unterschiedliche Methoden. Grundsätzlich müssen die Daten verschlüsselt werden. Lies den folgenden Text und erkenne, dass Datenverschlüsselung keine ultramoderne Sache ist! Meine Daten verschlüsseln Die Idee, Texte für Dritte unlesbar und unidentifizierbar zu machen, ist schon einige Jahrhunderte alt. Bereits die Schriftgelehrten im alten Ägypten haben durch spezielle Zeichenanordnungen in ihren Texten versteckte Botschaften verfasst. Auch im Mittelalter wurden für den diplomatischen Informationsaustausch Geheimschriften und Geheimsprachen verwendet. So hat man zum Beispiel speziell Buchstabierschlüssel entworfen, die nur dem Empfänger bekannt waren. Im Mittelalter war das das Alphabetum Kaldeorum eine der bekanntesten Geheimschriften des Mittelalters. Sein Name verweist auf das Volk der Chaldäer, die in der mittelalterlichen Ideenwelt für geheimnisvolles und magisches Wissen standen. Überliefert ist es in vollständiger Fassung, zusammen mit anderen nichtlateinischen Alphabeten, in einer Handschrift aus dem Jahre 1428, die sich heute in der Universitätsbibliothek München befindet. Seine Ursprünge liegen jedoch in deutlich früherer Zeit, wie einige erhaltene Beispiele für die praktische Verwendung belegen. Das Alphabetum Kaldeorum war in erster Linie zur Verschlüsselung diplomatischer Korrespondenz gedacht; sein Zeichenvorrat weist darauf hin, dass überwiegend lateinische Texte chiffriert wurden: u und v wurden gleichgesetzt; w war als doppeltes v zu schreiben; j fehlte. Für häufig auftretende Buchstaben sah das Alphabetum Kaldeorum mehrere unterschiedliche Zeichen vor, die parallel verwendet wurden und eine Entschlüsselung nach der klassischen Häufigkeitsmethode verhindern sollten. Ergänzend wurden in die chiffrierten Texte oft sogenannte "nulla" eingeschoben, sinnlose Zeichen, die wie Buchstaben aussahen und das Entschlüsseln durch Unbefugte zusätzlich erschwerten. Als möglicher Urheber des Alphabetum Kaldeorum gilt Herzog Rudolf IV. von Österreich (1339 1365), der den Zeichen selbst eine indische Herkunft zuschrieb; tatsächlich sind die Buchstaben des Alphabetum Kaldeorum allerdings mit keiner in Indien gebräuchlichen Schrift verwandt und aller Wahrscheinlichkeit nach eigenständige Schöpfungen. Sogar die Grabplatte vom Kenotaph für Herzog Rudolf IV. im Wiener Stephansdom trägt eine mittels Alphabetum Kaldeorum verschlüsselte Inschrift, die lediglich Namen und Titel des Herzogs wiedergibt sie sollte möglicherweise die Vorliebe Rudolfs für die Verwendung der Geheimschrift darstellen.
3/5 Wie sieht die Datenverschlüsselung heute aus? Heutzutage werden sehr viele Daten verschlüsselt, sodass nur der wirkliche Empfänger die gewünschte Information entziffern kann. Hierfür werden komplexe Computerprogramme eingesetzt, die mit Hilfe von Algorithmen 1 diese Texte entschlüsseln können. Eine einfache Geheimschrift, die auf den römischen Feldherrn Julius Caesar zurückgeht, ist die sogenannte Caesar-Verschlüsselung. Der römische Kaiser hat seine Briefe oft in der D-Verschlüsselung geschrieben. D heisst, dass jeder Buchstabe des normalen Textes um vier Stellen verschoben wird. Aus einem A wurde ein D, aus einem B ein E etc. Was bedeutet dieser Satz, wenn du ihn mit dem klassischen Caesar löst? YHUVFKOHVVHIXQJ LP LQWHUQHW LVW ZLFKWLJ Verfasse einen Text mit einem speziellen Verschlüsselungssystem. Dein Kollege muss den Text entziffern können. Wenn er damit Mühe hat, so gib ihm doch den einen oder anderen Tipp! Diese einfache Art der Verschlüsselung reicht natürlich heute nicht mehr aus, um beispielsweise den Zugang zu Bankkonten oder zu anderen heiklen Informationen zu verhindern. Heute lösen Computerprogramme diese Aufgaben. Einige Programme sind sogar gratis im Internet herunterladbar. 1 Ein anderes Wort für Lösungsverfahren.
4/5 Das heisst: Möchtest du irgendwelche Texte, Botschaften oder Informationen sicher versenden, so kannst du mit diesen Programmen eine einfache Verschlüsselung erreichen. Aber Achtung: Auch die Person, welche die Botschaft erhält, sollte das Programm haben! Hier einige Links und Programme: PowerCrypt Mit PowerCrypt lassen sich beliebige Dateien oder Mails verschlüsseln. Die Stärke der Verschlüsselung ist ausschliesslich von der Länge des verwendeten Passworts abhängig. Die Benutzeroberfläche ist denkbar einfach: Im oberen Panel werden die zu verschlüsselnden Files ausgewählt und im unteren Fenster wird der Zielort definiert. http://www.swissitmagazine.ch/index.cfm?pid=7837&pk=9234 Challenger-Verschlüsselung 2.3.13 Challenger ist eine Software zur Verschlüsselung von beliebigen Dateien, Ordnern und Laufwerken. Zur Installation und zur Ausführung genügen einfache Benutzerrechte. Dadurch ist das Programm auch mobil auf einem USB-Stick einsetzbar. http://www.freewarepage.de/freeware/1400.shtml ViPNet Safe Disk Die Echtzeit-Verschlüsselungssoftware ViPNet Safe Disk verspricht, durch automatische Codierung von sensiblen Informationen vor Datenklau zu schützen. http://www.infotecs.biz/german/produkte_sd.htm
Lösung 5/5 Lösung: Lösung zur Caesar-Verschlüsselung Caesar-Lösung: Verschluesselung im Internet ist wichtig