Ambulante Operationen 1. Welche Eingriffe führen wir durch? 2. Was heißt ambulant? 3. Das Aufklärungsgespräch 4. Der Weg zum St. Marien-Hospital 5. Der OP Tag 6. Postoperative Nachsorge Vorwort Seit dem 1.06.2003 führt unsere Praxis ambulante Operationen in einem Operationssaal des St. Marien-Hospitals Lünen durch. Hierbei unterstützen mich Sr. Edith Frank, eine gelernte Op-Fachschwester aus dem St. Marien-Hospital und Frau Sedey aus meiner Praxis. Für die Narkosen ist Herr Dr.Gemballa zuständig, niedergelassener Anästhesist aus Dortmund, der seinen Schwerpunkt in der ambulanten Durchführung von Narkosen hat. Sr. Edith Frank Dr. Claus Gemballa Zurzeit werden die Operationen an einem Samstag im Monat durchgeführt. Die genauen Termine erfragen Sie bitte in meiner Praxis. Alle Operationen werden von mir persönlich durchgeführt. Eine entsprechende Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe liegt vor.
1. Welche Eingriffe führen wir durch? 1.1. Ausschabung der Gebärmutter Dieser Eingriff kann erforderlich sein bei Blutungsstörungen, vor allem nach den Wechseljahren, oder auffälligen Befunden der Gebärmutterschleimhaut im Ultraschall des kleinen Beckens. Auch Fehlgeburten erfordern oft eine Ausschabung. Gebärmutterspiegelung = Hysteroskopie Bei diesem Eingriff wird mit einer Optik die Gebärmutterhöhle angeschaut. Verdächtige Veränderungen lassen sich besser beurteilen. Deswegen wird die Ausschabung der Gebärmutter meistens mit diesem Eingriff kombiniert. Gleichzeitig können bei der Spiegelung gutartige Veränderungen (z.b. Polypen) zumeist komplett entfernt werden. Auch die Form der Gebärmutter wird genau beurteilt. Dies ist besonders wichtig, wenn der seltene Verdacht auf eine Gebärmutterfehlbildung besteht (z.b. bei Patientinnen mit unerfülltem Kinderwunsch) oder bei innen liegenden Gebärmuttermyomen. Sämtliche Gebärmutterspiegelungen werden von mir auf Video dokumentiert. 1.2. Konisation Bei der Konisation wird ein kegelförmiges Stück am Gebärmutterhals entfernt. Dieser Eingriff wird erforderlich, wenn sich beim Abstrich vom Gebärmutterhals der Verdacht auf eine Krebsvorstufe ergibt. Das entfernte Gewebe wird dann zur feingeweblichen Begutachtung eingeschickt und genau beurteilt. Das weitere Vorgehen wird nach Eingang des Befundes festgelegt.
1.3. Bauchspiegelung Während dieser Operation wird der Bauch durch den Bauchnabel mit einem CO 2 -Gas aufgefüllt. Danach wird durch den Bauchnabel eine Lichtquelle eingeführt und die Genitalorgane im kleinen Becken können beurteilt werden. Danach werden auch die übrigen sichtbaren Bauchorgane angeschaut (z.b. Därme, Magen, Leber). Auch operative Eingriffe, wie die Entfernung von Eierstockzysten, Lösung von Verwachsungen usw. können auf diesem Weg vorgenommen werden. Der Vorteil dieser Methode liegt in dem minimalen Zugang, d.h. es ist kein Bauchschnitt erforderlich. Vor allen Operationen, die durch Bauchspiegelung erfolgen, erhalten Sie ein Medikament, um die Luft in den Darmschlingen zu entfernen und ein Scheidenzäpfchen zur Desinfektion (siehe auch: Das Aufklärungsgespräch). 1.4. Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit bei unerfülltem Kinderwunsch Dieser Eingriff erfolgt auf dem Weg der Bauchspiegelung. Über die Gebärmutter wird eine blaugefärbte Lösung gespritzt. Im Bauch wird dann der Austritt dieser Lösung aus den Eileitern verfolgt. So gewinnt man einen Eindruck über die Durchgängigkeit und Beschaffenheit der Eileiter.
1.5. Operationen an den Eierstöcken und Eileitern Auch diese Operationen werden auf dem Weg der Bauchspiegelung durchgeführt. Hierunter fallen z.b. Eingriffe bei Eierstockzysten, Endometriose, Verwachsungen der Genitalorgane, Myome oder auch Verdacht auf Genitalentzündung. Die Operation erfolgt über zwei kleine Einstiche im Unterbauch. Häufig wird eine Drainage hinter die Gebärmutter gelegt, die dann in der Sprechstunde wieder entfernt wird. Sämtliche entnommene Gewebeproben werden zur Begutachtung in ein Labor geschickt. 1.6. Sterilisation Copyright Fa. Schering Über eine Bauchspiegelung erfolgt die Verklebung und Durchtrennung der Eileiter. Nach wie vor ist dieser Eingriff eine der sichersten Methoden zur Empfängnisverhütung. Seit dem 01.01.2004 wird die Sterilisation nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Sprechen Sie uns an, genaue Details erfahren Sie in meiner Praxis.
1.7. Kleinere Brustoperationen Gutartige Veränderungen in der Brust können über einen kleinen Schnitt entfernt werden. Überwiegend handelt es sich dabei um Veränderungen, die mit den diagnostischen Nachweisverfahren (Mammographie, Brustultraschall) zwar unverdächtig erscheinen, aber deren Entfernung aus kosmetischen Gründen oder auch aus Sicherheitsbedürfnis von der Patientin gewünscht wird. Bei Verdacht auf Brustkrebs führe ich die Operation nicht selber durch, sondern überweise an ein Brustkrebszentrum. 1.8. Kleinere Eingriffe an den äußeren Genitalorganen Feigwarzen, Cysten oder auch kleinere Abszesse im äußeren Genitalbereich werden operativ entfernt. Bei Abszessspaltungen ist oftmals eine längere Wundbehandlung in der Praxis erforderlich. 2. Was heißt ambulant? Ambulantes Operieren bedeutet: Der Eingriff findet im Krankenhaus statt, die Vor- und Nachbehandlung in der Praxis und im häuslichen Umfeld. Ein Krankenhausaufenthalt ist in der Regel nicht notwendig. Es ergeben sich mehrere Vorteile für die Patientin: Der operierende Arzt und der Narkosearzt kennen die Patientin und ihre Erkrankung genau, da sie bereits vorher persönlich das Aufklärungsgespräch geführt haben. Die Nachbebetreuung kann zu Hause stattfinden. Nur sehr selten kommt es während einer ambulanten Operation zu einer Komplikation. In diesen Fällen kommt den Patientinnen die Sicherheit zugute, die ein Krankenhaus bietet, da eine stationäre Aufnahme aus dem OP heraus sofort erfolgen kann. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Eingriffe bei hohem operativem - oder Narkoserisiko nicht ambulant durchführen. Solche Operationen sollten direkt im Krankenhaus erfolgen. 3. Das Aufklärungsgespräch Wenn eine Operation erforderlich wird, erhalten Sie Aufklärungsbögen zu dem geplanten Eingriff und der Narkose. Gleichzeitig werden in unserer Praxis einige Laborwerte abgenommen. Bei einem Gesprächstermin etwa 1 Woche vor der OP werden Sie ausführlich über den geplanten Eingriff beraten und aufgeklärt. Der Narkosearzt wird Sie in der Regel telefonisch kontaktieren und alle anstehenden Fragen mit Ihnen klären. Beide Aufklärungsbögen müsse unterschrieben zur Operation mitgebracht werden.
4. Der Weg zum St. Marien-Hospital Lünen Direkt am Krankenhaus befindet sich ein großer Parkplatz.
5. Der OP Tag Die genaue Uhrzeit, zu der Sie im Krankenhaus erscheinen sollen, teilen Ihnen meine Helferinnen einige Tage vor dem geplanten Termin mit. Wenn Sie das Krankenhaus über den Haupteingang betreten, melden Sie sich bitte bei der Information und warten, bis Sie von uns aufgerufen werden. Der Weg in den OP ist auf dem Begleitbogen, den Sie bei dem Aufklärungsgespräch erhalten, ausführlich beschrieben. In einem Vorraum erfolgt die Vorbereitung auf die OP. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Narkosearzt erfolgt der Eingriff im Operationssaal. Im Aufwachraum werden Sie dann für 1 2 Stunden versorgt, und können dann mit dem Einverständnis des Narkosearztes von Ihrer Begleitperson abgeholt werden. Abhängig von der Art der Operation mache ich abends oder am nächsten Tag einen Hausbesuch. Das gesamte Wochenende können Sie mich telefonisch erreichen. Die Telefonnummern stehen auf dem Begleitbogen, den Sie bei dem Aufklärungsgespräch erhalten. Bitte sorgen Sie dafür, dass Sie in der Nacht des OP Tages nicht alleine im Haus sind. Nach der Operation sollten Sie außerdem körperliche Schonung einhalten. 6. Die postoperative Nachsorge Der feingewebliche Befund geht in der Regel etwa Mitte der darauf folgenden Woche in der Praxis ein und kann von Ihnen telefonisch erfragt werden. Bei Besonderheiten melden wir uns bei Ihnen oder vereinbaren einen ausführlichen Gesprächstermin. Weitere Termine zur Wundversorgung, Kontrolluntersuchungen oder zum Fädenziehen erhalten Sie bereits vor der Operation in der Praxis. Gynäkologische Praxis Matthias Quabs Parkstraße 22 44532 Lünen Impressum Telefon: 02306 13238 Telefax: 02306 206614 arzt@gynpraxis-quabs.de www.gynpraxis-quabs.de