1 5 Dateiformate InDesign unterstützt zahlreiche Grafikformate; Bitmap-Formate (= zweidimensionales Rastergrafikformat) wie TIFF, GIF, JPEG und BMP sowie Vektorformate wie EPS. Darüber hinaus werden beispielsweise die Formate DCS, PICT, WMF, EMF, PCX, PNG und ScitexCT (.sct) unterstützt. Sie können auch eine SWF-Datei als Filmdatei importieren. Bilder und Grafiken können in zahlreichen Programmen erstellt werden, am besten arbeitet InDesign aber mit den übrigen professionellen Adobe-Programmen wie Photoshop, Illustrator und Acrobat zusammen. Vektorgrafik / Pixelbild Mit den Zeichenwerkzeugen in InDesign oder Illustrator werden sogenannte Vektorgrafiken erzeugt. Diese bestehen aus Linien und Kurven, welche wiederum durch mathematische Objekte, sogenannte Vektoren, definiert sind. Vektorgrafiken sind auflösungsunabhängig und lassen sich deshalb ohne Qualitätsverlust beliebig skalieren. Vektorgrafiken eignen sich besonders für lineare Illustrationen, Schriften und Logos, die oft in den unterschiedlichsten Grössen benötigt werden. Pixelbilder (auch Bitmap-Bilder oder Rasterbilder) bestehen aus kleinen Quadraten (Pixel), die auf einem Raster liegen. Sie werden in Bildbearbeitungsprogrammen erzeugt. Da Pixelbilder Halbton- und Farbverläufe enthalten können, eignen sie sich besonders für Halbtonbilder, also Fotografien und Zeichnungen. objekte platzieren Zum Einfügen von Objekten in InDesign ist der Befehl Platzieren am besten geeignet, da er die beste Unterstützung für Auflösungen, Dateiformate, mehrseitige PDF- und INDD-Dateien sowie Farbe bietet. Das Platzieren einer Grafik wird auch als Importieren von Bildern und Einfügen von Bildern bezeichnet. A. Es wird ein Rahmen* erstellt oder ein bereits vorhandener Rahmen* aktiviert. Mittels > Datei > Platzieren wird ein Bild in den angewählten Rahmen geladen. Ist das Bild größer als der Rahmen, kann es z.b. mit > Objekt > Anpassen > Rahmen an Inhalt anpassen automatisch in den Rahmen eingepasst werden. B. Eine Grafik kann auch platziert werden, ohne dass vorher ein Rahmen erstellen wurde, hierbei muss aber sichergestellt werden, dass kein Objekt (z.b. Kreis, Textrahmen, ) aktiviert ist, da die Grafik ansonsten darin platziert wird. Wählt man diese Möglichkeit (> Datei > Platzieren > im Fenster eine oder mehrere Dateien auswählen > Öffnen ) ändert sich der Cursor. Die geladene Datei kann nun mittels Klick oder Aufziehen eines Rahmens (hierbei in der gewünschten Grösse) eingefügt werden.
2 5 Importoptionen Formatspezifische Importoptionen kommen vor allem bei mehrseitigen PDF-Dateien, Illustrator- Grafiken und Photoshop-Bildern zum tragen. Um die Importoptionen zu aktivieren, wird im Fenster Platzieren die Option Importoptionen anzeigen angewählt. Je nach Dateiformat sind verschiedene Einstellungen möglich: Ebenen ein-/ausblenden, einzelne oder mehrere Seiten (pdf) auswählen, Farbprofil definieren, Beschnitt (Ganzes Objekt, mit Anschnitt, nur Inhalt, ) wählen, etc. Ein-/Ausblenden von Ebenen (wenn dies das Dateiformat erlaubt) nach dem Import > Objekt > Objektebenenoptionen. Die Originaldatei aus Photoshop wird hierbei nicht verändert. Importoptionen-Fenster für psd / indd / ai / pdf erläuterungen zu Importoptionen Vorschau anzeigen Zeigen Sie vor dem Platzieren einer Seite eine Vorschau an. Sie können eine Seitenzahl eingeben oder auf die Pfeile klicken, um eine bestimmte Seite eines mehrseitigen Dokuments in der Vorschau anzuzeigen. Seiten Geben Sie an, welche Seiten platziert werden sollen: die in der Vorschau angezeigte Seite, alle Seiten oder ein Seitenbereich. Beschneiden auf Legen Sie fest, wie viel der Seite(n) platziert werden soll und ob Anschnittoder Infobereiche auf der Montagefläche einbezogen werden sollen. Transparenter Hintergrund Aktivieren Sie diese Option, um Text oder Grafiken im InDesign- Layout sichtbar zu machen, die unterhalb der platzierten PDF-Seite liegen. Wenn diese Option deaktiviert ist, wird die PDF-Seite mit einem deckenden weißen Hintergrund platziert.
3 5 Photoshop-Beschneidungspfad anwenden Wenn diese Option nicht verfügbar ist, wurde das Bild ohne Beschneidungspfad gespeichert oder das Dateiformat unterstützt keine Beschneidungspfade. Beschneidungspfade schneiden einen Teil des Bildmaterials ab, sodass nur noch der Teil des Bildmaterials innerhalb des erstellten Pfades angezeigt wird. InDesign kann importierte EPS-, TIFF- oder Photoshop-Grafiken anhand des mit der Datei gespeicherten Beschneidungspfads oder Alphakanals beschneiden. Alphakanal Wählen Sie einen Alphakanal aus, um den Bildbereich zu importieren, der als Alphakanal gespeichert wurde. Der Alphakanal ermöglicht transparente Bereiche in einem Bild. Die Option steht nur bei Bildern zur Verfügung, die mindestens einen Alphakanal enthalten. Im folgenden Beispiel wurde eine Photoshop-Datei mit einem Alphakanal importiert. Das Bild links wurde ohne den vorhandenen Alphakkanal platziert, das rechts mit Alphakanal. Das Bild ist sauber freigestellt, der Hintergrund transparent. Anzeigequalität Standardmässig wird in InDesign eine niedrig aufgelöste Anzeige erstellt. Diese Anzeige kann im Nachhinein verändert werden. Allerdings kann dann der Bildaufbau langsamer werden. Die Anzeigequalität hat keinen Einfluss auf die Ausgabe des Dokumentes, da die angezeigte Bilddatei ja nur eine Art Vorschau sichtbar ist und bei der Ausgabe die Originaldaten geladen werden. Die Anzeigequalität kann in den Voreinstellungen oder unter Ansicht > Anzeigeoptionen eingestellt werden und/oder nur für einzelne Bilder (> Bild anwählen > Rechtsklick > Anzeigeleistung ) angepasst werden. Schnell Zeichnet ein Rasterbild oder eine Vektorgrafik als graues Feld (Standard). Diese Option eignet sich zum Durchblättern von Druckbögen mit vielen Bildern oder Transparenzeffekten. Typisch Zeichnet ein Bildschirmversionsbild (Standard) mit niedriger Auflösung, das zur Identifizierung und Positionierung eines Bilds oder einer Vektorgrafik genügt. Dies ist die Standardoption und die schnellste Art, ein identifizierbares Bild anzuzeigen. Hohe Qualität Zeichnet ein Rasterbild oder eine Vektorgrafik mit hoher Auflösung (Standard). Durch diese Option wird die höchste Qualität erreicht, die Anzeigegeschwindigkeit ist jedoch langsamer als bei den anderen Optionen. Die Option Hohe Qualität eignet sich zum Feinabstimmen eines Bilds.
4 5 F Bildanzeigeoptionen wirken sich nicht auf die Ausgabeauflösung beim Exportieren oder Drucken eines Dokuments aus. Bei der Ausgabe auf einem PostScript-Gerät oder beim Exportieren in das XHTML-, EPS- oder PDF-Format hängt die endgültige Bildauflösung von den gewählten Ausgabeoptionen ab. Bild in einem Polygonrahmen* platzieren Zuerst wird das Polygonrahmen-Werkzeug gewählt. Von Hand ein Feld (Polygon) aufziehen oder auf die Arbeitsfläche klicken, es wird ein Fenster geöffnet mittels welchem nun nummerisch ein Polygon erstellt wird. Anschliessend wird das Objekt markiert und ein Bild platziert (> Datei > Platzieren). Mithilfe des Direktauswahl-Werkzeugs (weisser Pfeil bzw. Händchen ) kann das Bild innerhalb des Rahmens verschoben werden. Wenn das Positionieren-Werkzeug aktiv ist, kann in der Optionsleiste auch nummerisch die gewünschte Bildgrösse festgelegt werden. Auf das soweit bearbeitete Objekt können verschiedene Effekte wie Schlagschatten, Weiche Kante, Konturen, Eckeneffekte, usw. Solche Effekte sind zu finden (bei markiertem Bild) im Menü > Objekt > Effekte. * F Dateien können in einer beliebigen Form (Kreis, Dreieck, Freiform, ) platziert werden, sofern die Form ein in sich geschlossener (Vektor)-Pfad ist.
5 5 verknüpfungen InDesign verknüpft platzierte Objekte, das heisst, es zeigt die Objekte im Layout an ohne sie einzubetten ( hineinzukopieren ). (siehe > Fenster > Verknüpfungen). Das Verknüpfen hat zwei Vorteile: 1. wird Speicherplatz gespart und 2. können verknüpfte Objekte im Erstellungsprogramm bearbeitet werden und schliesslich über das Verknüpfungen bedienfeld aktualisiert. Die Position und die von InDesign zugeordneten Objekteigenschaften bleiben so erhalten. verknüpfung aktualisieren Wenn verknüpfte Bilder im Originalprogramm bearbeitet wurden, werden die Änderungen in der Verknüpfungen-Palette mit einem Symbol 1 angezeigt. Dies bedeutet, daß die Datei im Moment nicht in ihrer neusten Fassung in InDesign abgebildet ist, also noch nicht aktualisiert ist. Die veränderte Datei wird in der Verknüpfungen-Palette aktiviert und in den Paletten-Optionen die Verknüpfung aktualisiert. Oder schneller: mit Klick auf das Icon 2 Wenn verknüpfte Bilder auf dem Computer gelöscht, umbenannt oder verschoben wurden, findet InDesign die Verknüpfung nicht mehr, was mit einem Symbol 3 angezeigt wird. Die Datei muss wieder zugewiesen werden. Die verlorene Datei wird in der Verknüpfungen-Palette aktiviert und in den Paletten-Optionen Erneut verknüpft. Oder: Klick auf das Icon 4 : Es erscheint ein Fenster, wo die alte (oder allenfalls auch eine neue) Verknüpfung wieder hergestellt werden kann. IT-Tools InDesign. HTA Luzern 2012. Sabina Oehninger. Quelle: Adobe Support