Eigentlich eine prima Sache



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Transkript:

Die Wende per Knopfdruck Automatische Systeme fürs Vorgewende können dem Fahrer die Arbeit erleichtern. Doch vielen waren die elektro nischen Assistenten bisher zu kompliziert. top agrar bewertet die Systeme. Eigentlich eine prima Sache ein Knopfdruck, der Rest läuft automatisch: Tempomat aus, Frontpacker hoch, Allrad, Sperre und Zapfwelle aus, Drehzahl runter, Kraftheber hoch und Spuranreißer schalten. Umdrehen, und beim nächsten Knopfdruck läuft das Ganze in umgekehrter Reihenfolge. Ein automatisches Vorgewende-Management ist fast schon ein Muss auf modernen Traktoren. Nur, funktioniert das Ganze auch in der Praxis? Viele Landwirte fahren zwar mittlerweile einen Schlepper mit Management. Doch die wenigsten nutzen es wirklich. Zu kompliziert, zu wenig benutzerfreundlich, zu wenige Funktionen sind die Hauptkritikpunkte. Beim Schleppervergleich in der 120-PS-Klasse haben wir uns deshalb einige Tage mit den Systemen zum Vorgewende-Management unserer sieben Testtraktoren beschäftigt. Wir haben die Vorgewende-Managementsysteme der Testschlepper unter die Lupe genommen. Schwieriges Speichern In der Tat, bei einigen ist die Aufnahmeprozedur zu umständlich. Fehler lassen sich nachher kaum korrigieren. Drückt man einen Knopf etwas zu lange, ist der mühsam gespeicherte Ablauf (Sequenz) wieder futsch. Und muss man am Vorgewende doch eingreifen, weil z.b. ein Mast im Weg steht, lässt sich die Sequenz nur umständlich wieder an der richtigen Stelle in Gang bringen. 126 top agrar 3/2009 Auf der anderen Seite haben wir z. B. bei Claas, John Deere oder MF Lösungen gefunden, die sich verblüffend einfach programmieren und abspielen lassen. Mit dieser Editierfunktion kann der Fahrer die aufgezeichneten Abläufe auch korrigieren und anpassen. Mehrere Speicherplätze bewahren die gelungenen Einstellungen für den nächsten Einsatz mit dieser Gerätekombination. Generell gilt, je mehr Funktionen in das System integriert sind, desto besser. In der Tabelle geben wir einen Überblick über die wichtigsten Eckdaten der einzelnen Systeme. Wie steuert das Vorgewende-Management den Ablauf? Standard ist der wegeabhängige Ablauf, mit dem sich die meisten Aufgaben erledigen lassen. Bis auf Deutz-Fahr und New Holland bieten das alle Traktoren aus der Testgruppe. Der Schlepper registriert die Wegstrecke und führt die Schritte dazu passend aus. Vorteil: Die Fahrgeschwindigkeit spielt

dabei keine Rolle. Doch ist das Vorgewende mal kürzer, läuft die Sequenz unter Umständen nicht ganz bis zum Ende ab. Anders bei der zeitabhängigen Steuerung, auf die z. B. bei New Holland setzt: Hier läuft die Sequenz weiter, auch wenn man deutlich langsamer fährt. Doch als Teil einer Sequenz kann die zeitabhängige Steuerung durchaus sinnvoll sein: Der Pflug dreht vier Sekunden, nachdem die EHR den Befehl zum Ausheben bekommen hat. So ist der Kraftheber beim Drehen in oberster Position. Ähnliches lässt sich auch durch eine positionsabhängige Steuerung erreichen: Hier startet der Drehvorgang erst, wenn der Pflug oben ist. Oder die Elektronik regelt bei Arbeiten mit Kreiselegge auf die gespeicherte Drehzahl hoch, sobald die EHR wieder unten ist. Schließlich kann der Fahrer das Vorgewende-Management oft auch manuell steuern, z.b. durch Klicken mit dem Joystick (Standard bei Deutz-Fahr, bis auf John Deere aber auch bei den anderen möglich). Vorteil der manuellen Lösung: Vor allem bei kniffeligen Manövern haben Strecke oder Zeit keinen Einfluss. Deutz-Fahr integriert deshalb sogar auch den Fahrtrichtungswechsel. Eine sehr sinnvolle Funktion ist eine Stopptaste. Wichtig: Die laufende Funktion muss sofort stoppen. Es reicht nicht, die Sequenz erst abzubrechen, wenn die aktuelle Funktion zu Ende ist. Achtung Aufnahme! Vor allem bei der Aufnahme entscheidet sich, wie praxistauglich ein System ist. Hier gibt es unterschiedliche Ansätze: Aufzeichnen in Echtzeit (z. B. New Holland) Aufzeichnen der Strecke (alle außer New Holland und Deutz-Fahr) Aufnahme im Stillstand (Deutz-Fahr) Programmieren der Sequenz am Terminal (Claas, John Deere, MF) Aufnahmen in Echtzeit sind in der Praxis meist schwierig, es kommt so was wie ein Lampenfieber-Gefühl auf, Fehler sind vorprogrammiert. Bei der wegeabhängigen Aufnahme kann man deutlich langsamer fahren und Übersicht 1: Das können die Systeme fürs Vorgewende 1) Hersteller Claas Deutz-Fahr Fendt John Deere MF New Holland Valtra Schlepper Arion 530 Agrotron K 430 412 Vario 6430 Premium 6470 T 6040 N 121 Advance Vorgewende-System CSM Comfortip Variotronic Ti HMS Datatronic 3 HTS U-Pilot Funktionen Allrad Differenzialsperre Wechsel Fahrtrichtung Motordrehzahlspeicher Tempomat Getriebeautomatik Zapfwellen Kraftheber Hydraulikventile (2 Stück) ( ) Elektrischer Schalter Vorderachsfederung Aufzeichnen, Abspielen Wegeabhängig Zeitabhängig Manuell ( ) ( ) 4) Aufnahme Fahrt/Stand Fahrt/Stand Fahrt Fahrt/Stand Fahrt/Stand Fahrt Fahrt Korrektur möglich ( ) Anzeige Speicher Schritte pro Sequenz maximal Speicherplätze Geräte Cebis Display Infocenter Varioterminal Command- Center 199 16 13 20 7 25 2) (x 4 Seq.) 1 4 (x 4 Seq.) 5 (x 2 Seq.) Datatronic 3 nicht begrenzt Getriebedisplay kleines Display 28 30 6 3) 2 1 1) andere Modelle teils mit weiteren Funktionen 2) je nach Datenmenge der Sequenz 3) mehr über USB- bzw. SD-Karte 4) mech. Steuerg. in Testversion top agrar 3/2009 127

Geht s auch ohne Programmieren? die Bedienschritte in aller Ruhe nacheinander ausführen. Weil der Schlepper die Fahrstrecke registriert, kann man beim Abspielen dann beliebig schnell fahren. Aufnahmen im Stillstand funktionieren bei Systemen, die mit Joystick-Klicks Schritt für Schritt die Sequenz abrufen. Ohne dass sich der Schlepper bewegt, führt man die einzelnen Schritte aus und das System zeichnet (nur) die richtige Reihenfolge auf einfach! Auch per Bildschirm ließen sich im Test die Vorgwende-Systeme von Claas, John Deere und MF programmieren, ohne dabei die Funktion auszuführen. Dazu wählt man die Symbole für die einzelnen Aktionen aus und gibt die passende Wegstrecke bzw. die Zeit ein. Die Distanzen oder Zeiten lassen sich auch später anpassen. Selbst die Reihenfolge der Funktionen kann man ändern bzw. Schritte einfügen oder entfernen. MF bietet außerdem die Möglichkeit, die Sequenz am Hof-PC zusammenzustellen und dann per SD-Karte oder demnächst USB-Stick in die Datatronic zu übertragen. Außerdem lassen sich so beliebig viele Sequenzen sichern. Gut gelungene Sequenzen sollen möglichst erhalten bleiben. Deshalb speichern alle Systeme der Testschlepper den zuletzt aufgezeichneten Ablauf dauerhaft ab. Interessant dabei: Wie viele Bedienschritte kann das System aufnehmen? Vor allem bei aufwändigen Gerätekombinationen können das durchaus deutlich mehr als zehn Schritte sein. Bei einfachen Systemen bleibt nur der zuletzt gespeicherte Ablauf im Schleppergedächtnis. Wer mehr will, braucht meist einen Monitor auf dem Traktor. Dann lassen sich auch unterschiedliche Sequenzen abspeichern, im Idealfall mit einem frei wählbaren Namen (z. B. PflugOpal). Beim Ackern braucht man zwei Sequenzen: Eine beim Reinfahren in die Spur, die anderen beim Rausfahren. Beim Abspielen der Sequenzen knausern manche mit Knöpfen: MF, New Holland oder Valtra arbeiten mit einem einzelnen Knopf. Eine Pausenfunktion trennt die Sequenz in zwei Teile (Anfang, Ende). Fährt man Bahn für Bahn, ist das kein Problem. Doch wenn man mitten in der Sequenz abbricht, wird s schwierig, nachher an der rich - tigen Stelle wieder weiterzumachen. Gibt es zwei getrennte Knöpfe für den Anfang und das Ende, ist das einfacher. Allerdings besteht dann Verwechselungsgefahr: Welcher Knopf für den Anfang 128 top agrar 3/2009 Getrennte Knöpfe und Stopptaste bei Claas. Vorgewende-Systeme sind prima. Doch nicht jeder Praktiker möchte sich mit den Programmierungen beschäftigen. Deshalb sind neben dem Management auch zusätzliche Automatik-Funktionen praktisch, die sich einfach per Schalter aktivieren lassen: Zapfwellenautomatik an/aus in Abhängigkeit vom Kraftheber (u. a. Claas, Fendt, Deutz-Fahr). Wechsel der gespeicherten Motordrehzahl beim Anheben und Senken der EHR (MF). und welcher fürs Ende? Fendt und Claas bieten die Möglichkeit, mit vier Knöpfen (bei Fendt alle auf dem Fahrhebel, bei Claas an zwei Stellen auf der Armlehne) vier Sequenzen zu nutzen. Das ist prak- GoTo-Modus bei New Holland: Das Getriebe schaltet beim Anheben des Geräts einen Gang runter und beim Absenken der EHR wieder hoch. Allrad und Differenzialsperre über den Lenkwinkel oder den Kraftheber. Wir meinen, die Hersteller sollten diese Funktionen auch weiter parallel zum Vorgewende-Management anbieten. Nicht nur ältere Fahrer und Aushilfen werden dafür dankbar sein. Aber wie so oft ist das wohl Geschmacksache. tisch, wenn man z.b. beim Güllefass je zwei Sequenzen fürs Saugen auf dem Hof und zwei fürs Ausbringen auf dem Acker nutzt. Doch zugegeben, das ist dann die hohe Schule. G. Höner Die Systeme im Überblick Claas Arion 530 System: CSM plus neuer, gut verständlicher Editierfunktion. Das System arbeitet wahlweise wegeoder zeitabhängig. Wegeund zeitabhängige Steuerungen lassen sich nur im automatischen Aufnahmemodus mischen. Programmieren: Im Automatik-Modus zeichnet das CSM über 0,5 km/h wegeabhängig und unter 0,5 km/h zeitabhängig auf; oder per Cebis wählt man direkt wege- oder zeitabhängig an. Das CSM lässt sich auch im Stand programmieren. Das geht einfach durch Anklicken der Symbole für die Funktionen. Für jedes Gerät kann das System bis zu vier Sequenzen anlegen. Zur Korrektur lassen sich leicht Funktionen einfügen oder löschen sowie Distanzen bzw. Zeiten ändern. Anzeigen: Das übersichtliche Cebis zeigt auf einen Blick die ersten drei Arbeitsschritte aller vier Sequenzen. Abspielen: Für jede der vier gespeicherten Sequenzen gibt s einen Knopf: Zwei Tasten (S1, S2) plus ein mittlerer Stopp-Knopf vorne seitlich an der Armlehne (unter EHR), zwei weitere (S3, S4) oben auf der Lehne. Fügt man Pausen zwischen den einzelnen Funktionen ein, kann man die Sequenz auch Schritt für Schritt abrufen. Korrektur der Sequenz per Cebis. Speichern: Reichlich Platz für die Arbeitsschritte in jeder Sequenz (199) und 7 bis maximal 25 Plätze für Geräte mit jeweils vier Sequenzen (Speicherplätze richten sich nach Datenmenge der einzelnen Sequenzen). Beim Verlassen des Aufnahmemodus fehlt eine Erinnerungsfunktion zum bewussten Abspeichern im Cebis. Deutz-Fahr Agrotron K 430 System: Das Comfortip arbeitet ausschließlich manuell per Joystick-Klick. Deshalb ist auch nur hier der Fahrtrichtungs-Wechsel integriert. Programmieren: Aktivierungsknopf drücken und den Joystick länger als 3 Sekunden nach links drücken. Aufnahme auch im Stand ohne Stress. Durch einen weiteren Links-Klick plus Knopfdruck wird die Aufnahme abgeschlossen. Eine nachträgliche Korrektur der Sequenz ist nicht möglich. Durch das Aufnehmen im Stand kommt es aber eher

Die Symbole laufen beim Abspielen im Display weiter. selten zu Fehlern. Anzeigen: Das Display vorne im Armaturenbrett zeigt maximal fünf Symbole gleichzeitig an. Sobald beim Abspielen die Funktion ausgeführt ist, erscheint das nächste Symbol. Abspielen: Drückt man beim Aktivieren den Griff zu lange nach links, löscht das System die Sequenz und geht wieder in den Aufnahmemodus. Zum Abspielen klickt der Fahrer mit dem Joystick Schritt für Schritt durch die Sequenz. Das geht einfach, nur bei schnell aufeinander folgenden Schritten wird s etwas lästig, weil ein Piepton jede Aktion bestätigt. Speichern: Das System speichert automatisch immer die letzte Sequenz. Fendt 412 Vario Die Tasten für die vier Sequenzen sind eindeutig markiert. Fotos: Heil,Höner System: Variotronic Ti mit einer Fülle von Möglichkeiten. Aktivieren der Aktionen wahlweise nach Weg, Zeit, Position von Heck- oder Frontkraftheber sowie manuell. Diese Trigger lassen sich ändern und miteinander kombinieren. Programmieren: Nur während der Fahrt dabei ist Konzentration gefragt. Die Menüführung ist für geübte Fahrer okay. Über vier Köpfe auf dem Fahrhebel lassen sich vier unabhängige Sequenzen aufnehmen und abspielen. Im manuellen Modus schaltet das System die Aktionen Schritt für Schritt. Nachträglich kann man zwar die Trigger ändern, aber eine Korrektur, z.b. der einzelnen Strecken, 130 top agrar 3/2009 ist im Stand nicht möglich. Das geht nur während der Fahrt. Die Prozedur ist etwas anspruchsvoller als bei den anderen Systemen mit Korrekturfunktion. Anzeigen: Das Varioterminal zeigt bei der Aufnahme parallel fünf Aktionen mit den dazugehörenden Triggern an. Bei den Triggern gibt s keine Zahlenangaben (z. B. 1,5 m oder 3 sec.) Abspielen: Über den Fahrhebel stehen die vier Sequenzen sofort zur Verfügung. Die Tasten sind mit Go und End gut gekennzeichnet. Darüber gibt s eine Stopp-Taste. Speichern: Das System speichert vier Sequenzen für vier unterschiedliche Geräte. Der Name der Geräte lässt sich frei eingeben (max. 8 Buchstaben). Beim Verlassen des Programms haben wir eine Aufforderung zum Speichern vermisst. John Deere 6430 Premium System: Das John Deere HMS arbeitet ausschließlich wegeabhängig. Programmieren: Aufnahme von Sequenzen bei der Arbeit und im Stand. Vor allem das Programmieren im Stand ist über den Monitor sehr einfach gelöst: Per Auswahlrad Symbol für die Funktion aussuchen. Direkt dahinter gibt es ein Feld für die Wegstrecke bis zur nächsten Aktion. Die Strecke lässt sich in 0,1 m-schritten elegant per Drehrad verstellen. Über die Korrekturfunktion lassen sich Distanzen anpassen oder Bedienschritte löschen bzw. einfügen. Das klappt Am Bedienteil der EHR gibt es Knöpfe für zwei Sequenzen. Die Sequenz lässt sich einfach zusammenstellen. auch ohne Bedienungsanleitung. Anzeigen: Das kompakte CommandCenter zeigt die Symbole für sechs gespeicherte Aktionen gleichzeitig, komplett mit der programmierten Distanz. Abspielen: Es gibt zwei Knöpfe (An- fang und Ende) griffgünstig am Bedienteil der EHR. Das System arbeitet ausschließlich wegeabhängig. Es gibt keine Pause-Funktion, d.h. die Sequenzen laufen komplett durch. Ein Weiterklicken Schritt für Schritt ist nicht möglich. Speichern: Jede Sequenz enthält bis zu 20 Bedienschritte, 10 Sequenzen lassen sich speichern. Das System enthält reichlich vorgegebene Bezeichnungen für übliche Anbaugeräte. Eine freie Eingabe (z.b. PflugOpal ) ist aber nicht möglich. MF 6470 Die Sequenzen lassen sich auch am Bildschirm programmieren. System: Das Management-System ist in der Datatronic 3 integriert. Es arbeitet zeitund wegeabhängig. Programmieren: Aufnahme von Sequenzen bei der Arbeit und Programmieren im Stand möglich. Per Drehregler wählt man am Display Symbole für die Funktionen aus. Distanzen und Zeiten kann man in festen Werten auswählen (0,5 m, 1, 2, 3 und 5 m bzw. 1 bis 5 sec.). Für längere Distanzen oder Zeitabschnitte kombiniert man mehrere Werte. Die programmierte Sequenz lässt sich nachträglich ändern und ergänzen. Anzeige: Übersichtliche Anzeige der Sequenz mit Symbolen auf dem Monitor der Datatronic (bis zu 35 gleichzeitig). Abspielen: Nur ein Knopf, vorne auf der Armlehne, die Sequenz ist durch Pause unterteilt. Durch längeres Drücken des Knopfs lassen sich Schritte überspringen. Außerdem kann man die Sequenz manuell Schritt für Schritt abspielen. Speichern: Der Speicher für die einzelnen Schritte ist laut MF nicht begrenzt. 6 Sequenzen lassen sich speichern, über den Export per SD-Karte ist der Speicherplatz theoretisch unendlich.

Valtra N 121 Advance Programmierte Sequenz links in der Ganganzeige des New-Holland. New Holland T 6040 Elite System: Beim Schleppervergleich konnte das HTS nur Getriebe, Hubwerk und Drehzahl. Hydraulikfunktionen sind auch möglich, doch der Testschlepper hatte nur mechanische Steuergeräte. Allrad, Sperre und Zapfwelle sind nicht integriert, hierfür gibt s getrennte Auto-Funktionen, die z.b. über das Hubwerk in das HTS eingebunden sind. Das System arbeitet zeitabhängig oder manuell. Programmieren: HTS-Kippschalter 3 Sekunden gedrückt halten, Aufnahme mit dem Abspielknopf vorne am EHR-Bedienteil starten. Durch Drücken des Knopfs lassen sich Pausen einfügen. Zum Speichern wieder kurz den Kippschalter drücken. Das Ganze läuft in Echtzeit, man kann also nicht beim Aufnehmen langsamer fahren. Der komplette Ablauf wird in einer Sequenz aufgenommen und durch eine Pause getrennt. Änderungen der Sequenzen sind nicht möglich. Anzeigen: Die Sequenz erscheint in der Ganganzeige des Getriebes, die sieben Funktionen gleichzeitig zeigt. Abspielen: Aktivieren per Kippschalter auf der Konsole und Abspielen mit dem einzelnen Knopf vorne am EHR-Bedienteil. Im automatischen Modus läuft die Sequenz zeitabhängig ab man muss also am Vorgewende immer gleich schnell fahren. In manuell kann man die Sequenz Schritt für Schritt durchklicken. Speichern: Nach dem Aufzeichnen kurz den Aufnahmeknopf drücken, und die Sequenz ist gespeichert. 28 Funktionen sind möglich. Das System kann 2 Sequenzen speichern, allerdings ohne Bezeichnung. System: Der U-Pilot arbeitet wegeabhängig. Er kann eine Sequenz aufnehmen. Das System steuert auch den Tempomaten an. Programmieren: Ein Taster an der Konsole macht das System scharf. Die Sequenz kann durch Pausen getrennt werden. Programmierung nur während der Fahrt. Korrekturen sind nicht möglich. Anzeigen: Das Display Proline im Armaturenbrett zeigt die Funktionen als laufendes Band (max. 5 gleichzeitig), die Nummer der aktuellen Funktion, die Gesamtmenge der Aktionen und die Distanz zur nächsten Funktion. Abspielen: Per Kippschalter in der Seitenkonsole das System aktivieren und die Sequenz per Knopf in der Armlehne starten. Direkt darunter liegt eine Stopptaste. Wenn Pausen programmiert wurden, kann man Schritt für Schritt arbeiten. Speichern: Das System speichert 1 Sequenz mit maximal 30 Schritten. Zum Speichern Aufnahmeschalter mind. 2 Sekunden drücken. Lässt man ihn zu früh los, ist die Sequenz futsch. Saved zeigt im Display die erfolgreiche Speicherung. Die gespeicherte Sequenz bleibt auch nach Stopp des Motors erhalten. Das kleine Display liegt vorne im Armaturenbrett. Der U- Pilot kann auch die Tempo- mat- Funktion des Valtra aufnehmen. top agrar 3/2009 131