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Transkript:

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Mit Highspeed über Steinbrocken und Wurzelschlingen moderne Superenduros zeigen sich geländegängig wie Mini-er. Wie hier in wilder Verfolgungs-Hatz auf den Wettkampf-Trails von Finale Ligure. Text: Dimitri Lehner, Fotos: W. Watzke, D. Roos, D. Simon I ch fliege mit meinem Hosenboden, sagte Testpilot Chuck Yeager auf die Frage nach dem Geheimnis seiner Testerei. Der US-Fliegerheld prüfte Düsenjäger zu Hunderten und durchbrach im legendären Raketenflugzeug X-1 als erster Mensch die Schallmauer. Als Biketester haben wir über die Jahre auch ein Gefühl in der Hose entwickelt. Den sogenannten Popometer. Dieser Sensor aktiviert sich erst mit zunehmender Erfahrung und nach zig Vergleichsfahrten. Wenn man viele Bikes gefahren hat, schärfen sich die Sinne. Unser Team besteht aus routinierten Testfahrern. Und um den Vergleich so objektiv wie möglich zu machen, rücken wir im Rudel aus. Fünf Tester, neun Bikes, vier Tage Vollgas. Tatort: die Trails von Finale Ligure. Wir kennen sie von vielen Testfahrten eine Art natürliches Labor. Später werden die Bikes noch Hänge hochgescheucht und 50 Kilometer durch die Landschaft getreten. Und damit wir uns voll und ganz auf die Bikes konzentrieren können, montierten wir Einheitsreifen. Diesmal: den bewährten Enduro-Pneu Hans Dampf von Schwalbe. GEHT NICHT Gibt s nicht! Kein anderes Gravity-Bike besitzt so einen breiten Einsatzbereich wie das Superenduro. Bergtouren, Trailfahrten, Bikeparkeinsätze alles ist möglich. In der Lesergunst steht diese Bike- Klasse daher ganz oben. Wir haben neun deutsche Versender-Bikes für euch getestet. Superenduro: Was ist das eigentlich genau? Enduro kennt jeder: gut hoch, besser runter. Mit der Definition Superenduro dagegen hadern selbst die Hersteller. Deswegen teilten wir mit, was wir darunter verstehen: maximaler Fahrspaß bergab, bikeparkfähig und tourentauglich. Kurz: EIN Bike für alles, ohne dass man zu große Kompromisse eingehen muss. Da in der Vergangenheit öfter die Kritik zu hören war, ein Vergleich zwischen Versender- und Einzelhandels-Bikes sei ungerecht (Preisvorteil der Versender), haben wir diesmal ausschließlich Direktvertriebler getestet: neun Bikes aus Deutschland für maximal 3500 Euro. Nur Propain überzog leicht da drückten wir ein Auge zu. Im Superenduro-Test vor einem Jahr lautete unsere Vorgabe: Federweg ab 160 Millimeter. Das führte dazu, dass sich sehr straffe Bikes mit wenig Parkeignung ins Testfeld mischten. Um nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen, forderten wir in diesem Test: eine 170-Millimeter-Gabel ist Minimum. Einzige Ausnahme: die RockShox Pike. Diese neue 160-Millimeter-Gabel arbeitet so hervorragend, dass sie selbst den Vergleich zur großhubigen Konkurrenz nicht scheuen muss. Laufradgrößen: Ist 27,5 Zoll ein Muss? Wie schlagen sich die 26-Zöller im Vergleich zu den neuen 650B- Laufrädern, die den Bikemarkt wie ein Grippevirus infizieren? Da waren wir selbst gespannt und freuten uns über ein gemischtes Testfeld. Mit dem Propain war sogar ein Kandidat dabei, der vorne auf 27,5 Zoll rollte und hinten auf 26. Am Ende der Prüfungsfahrten lautete das Urteil der Tester einstimmig: Wir spüren keinen Unterschied. Wirklich nicht! Zumindest, wenn man unterschiedliche Bikes vergleicht. 650B also doch ein Verkaufs- Coup der Marketing-Abteilung? Es scheint so. Lest dazu unseren Techtalk (Seite 62). Ausstattung: alles dran? In der Vergangenheit ärgerten wir uns über Testbikes, die durch Mankos bei der Ausstattung leichtfertig Punktabzug riskierten. Jetzt haben die Hersteller ihre Hausaufgaben gemacht: Breiter Lenker, Variostütze, kräftige Bremsen, sinnvolle Bereifung da ist größtenteils alles dran. Viele statten ihre Bikes mit 1x11-fach- FREERIDE 1 14 47

> TEST Detail-Check: Superenduro Worauf wir achten Dämpfer: Federbeine mit zuschaltbarer Druckstufe erleichtern den. Moderne Kinematiken kommen sogar ohne aus und wippen bergauf kaum. Antrieb: Zweifachkettenblätter mit Zehnfachritzel sind eine gute Wahl. Damit lassen sich auch steile Anstiege gut erkurbeln. Alternative: 1x11-fach. Vorteil: leichter, cleaner Look, zudem macht der hohe Kettenzug die Führung fast überflüssig. Dafür erfordert 1x11-fach mehr Beinkraft. Variostützen: Teleskopstützen mit Fernbedienung vom Lenker sind ein absolutes Muss für diese Bike-Klasse. Ideal bei Gegenanstiegen. Reach: Entscheidender als die Oberrohrlänge ist der Reach (Abstand Tretlagermitte bis Steuerrohrkante). Steht der Biker zum Beispiel beim auf den Pedalen, engt ein zu kurzer Reach den Fahrer ein. Ein zu langer Reach dagegen überstreckt den Biker. Folge in beiden Fällen: weniger Kontrolle. Moderne Geometrie: Sie erzeugt einen Draufsitzen-wohlfühlen-Effekt. Es gilt: je länger der Radstand, desto laufruhiger und träger wird das Bike, je kürzer, desto agiler und nervöser. Kurze Kettenstreben machen das Bike wendig und sprungfreudig. Ein flacher Lenkwinkel (zirka 65,5 Grad) sorgt für Laufruhe. Cockpit: Breite Lenker geben Kontrolle. Unser Tipp: 760 780 Millimeter. Die Vorbaulänge sollte 60 Millimeter nicht überschreiten. Federgabel: Viel Hub bedeutet Komfort, Fehlertoleranz und damit Fahrsicherheit. 170 oder 180 Millimeter Federweg sind ideal, da Superenduros auch im Bikepark zum Einsatz kommen. Für lange, steile Anstiege: ist eine Absenkoption hilfreich. Stabile Reifen: Breite Schlappen um 2,4 Zoll Breite garantieren Pannensicherheit, Grip und Fahrspaß. Tipp: Für Einsätze in besonders felsigem Gelände oder Bikeparks, sollte man sich einen Satz -Reifen zulegen. Bremsen: Bissig sollen sie sein, einfach zu verstellen, zuverlässig und mit Hebeln ausgestattet, die gut in der Hand liegen. Große Scheiben (200 Millimeter) erhöhen die Bremskraft. Schaltungen aus. Ein Trend, der vom Enduro-Racing herüberschwappt. Vorteil: Es spart Gewicht und sieht aufgeräumt aus, verlangt aber etwas mehr Pedaldruck, wenn s steil bergauf geht. Unser Urteil: super! Durch den starken Kettenzug wird sogar eine extra Kettenführung überflüssig. Das Testfeld: viel Licht, wenig Schatten Der Trend in dieser Bike-Klasse geht eindeutig zu leichten Bikes unter 14 Kilo mit daher sehr breitem Einsatzbreich. Das gefällt uns, schließlich wollen wir alles: Vollgas bergab blockern, flink über gewellte Trails surfen, locker den Gipfel erreichen und dennoch den fetten Drop nicht auslassen müssen. Radon und YT beweisen eindrucksvoll, dass leichte Bikes viel Fahrsicherheit und Reserven bieten können. Dagegen wirken zum Beispiel die schwereren Boliden von Rose oder Nox wie klassische Freerider Trailfahrten werden damit zur Kraftanstrengung. Ganz anders: das straffe Votec. Hier ist das Einsatzspektrum am anderen Ende beschnitten. Trailfahren und Touren: ja, Bikepark-Bolzen und Stunts: eher nein. Auffällig im diesjährigen Testfeld: So viele Räder in dieser hohen Leistungsdichte gab es selten. Drei Bikes mit der Top-Note stechen heraus: Alutech, Radon und YT. Den Carbon-Flitzer von YT mit seinem potenten prämierten wir zusätzlich mit dem Testsieg, da das Bike mit Top-Leistung und einem Rekordgewicht aufwartet! Gewichte im Vergleich Gesamtgewicht ohne Pedale, in Kilo* 13 YT Capra 14,7 Nox EDF 6.7 SL Expert Laufräder in Gramm* 4 127 Alutech 13,7 Propain Tyee 4 223 Radon Swoop 13,8 Solid Magix 4 314 Propain Tyee 13,8 Votec VE 160 4 315 Solid Magix 13,9 Radon Swoop 175 4 398 Votec VE 160 14,1 Alutech Fanes 4.0 V2 4 504 YT Capra Comp 14,3 Canyon Torque EX 4 518 Canyon Torque EX 4 889 Rose Soul Fire 2 15,5 Rose Soul Fire 2 4 975 Nox EDF 6.7 SL Expert Test-Bereifung: Für eine bessere Vergleichbarkeit montierten wir auf alle Testbikes den bewährten Enduro-Pneu Hans Dampf 2,35 Trailstar. Top 3 DOWNHILL 1. 2. 3. Radon YT Alutech Top 3 PARK 1. 2. 3. Rose Alutech YT Top 3 TOUR 1. 2. 3. YT Radon Propain Unser Testrevier Finale Ligure: Kaum ein anderes Gebiet besitzt eine solche Vielfalt flowiger Trails wie das italienische Dorf an der Mittelmeerküste nahe Genua. Ideales Testgelände für unsere Superenduros. Die Trails bieten flowige Passagen, schnelle Kurvenwechsel, technische Abschnitte und Knüppelpisten. Wir danken Yoyo Marienfeld und Ricardo Negro für die Unterstützung vor Ort. (www.finaleligure-bikeresort.com) Die Gretchen-Frage: Bieten 27,5 Zoll ein Plus an Fahrsicherheit? Die Antwort Während unserer Testfahrten konnten wir keinen Unterschied zwischen 26 Zoll und 27,5 Zoll erfühlen obwohl die Tester schon Hunderte von Bikes getestet haben. Wenn es einen spürbaren Vorteil von 27,5 Zoll geben sollte, ist er minimal und nur im direkten Vergleich zwischen ein und demselben Bikemodell mit unterschiedlichen Laufrädern feststellbar. Interessant: In der letzten Saison waren die schnellsten Biker ob in Enduro- oder -Rennen mit 26-Zoll-Bikes unterwegs. 48 FREERIDE 1 14 * Gewogen mit Einheitsreifen Schwalbe Hans Dampf 2,35 Trailstar

brandnamic.com Foto: Saalbach Hinterglemm/Yorick Carroux Bist du sattelfest? Ein Hochgefühl für Biker Top-Infrastruktur sowie Routen aller Schwierigkeitsgrade und für alle Disziplinen machen Saalbach Hinterglemm zum Bike-Eldorado der Extraklasse. Wir übertrumpfen die anderen. Mit der JOKER CARD genießt du Vorteile und Ermäßigungen wie sonst nirgendwo etwa die kostenlose Nutzung aller Lifte und Aufstiegsanlagen. www.saalbach.com FREERIDE 1 14 49

> TEST Versender Alutech baut das Fanes auch nach Wunsch auf. Gegen Aufpreis gibt es das Bike sogar in knalligen Farben. Everybody s Darling Kursänderung: Vor Jahren galten die Bikes der norddeutschen Kleinschmiede Alutech in der Szene als unzerstörbare Freeride-Panzer. Dann kam das Fanes, ein eleganter, leichter Viergelenker mit geschwungenem Oberrohr und tiefem Schwerpunkt. Dieses One 4 All -Bike mit seinem Komfort- räumte Bestnoten ab. Wir waren daher gespannt, ob das überarbeitete Fanes seine Pole-Position behaupten würde. Das Alutech (wahlweise auch in 27,5 Zoll) ist mit bewährten Komponenten bestückt. Vorne federt die potente Lyrik 170 mit -Kartusche, im Hinterbau steckt CaneCreeks Double Barrel mit Antiwipp-Funktion. Super: das breite Cockpit, die aufgeräumte Optik mit innenverlegten Zügen und die leichten Laufräder. Pfiffig: die verschraubte Mini-Führung fürs Zweifach-Kettenblatt. Schon beim Aufsitzen fühlt man sich auf dem Alutech wohl. Da passt alles. Eine gelungene Geometrie, die das Gefühl vermittelt, schön tief im Bike zu sitzen. Die Kettenstrebenlänge ist variabel wir bevorzugten die lange Einstellung. Hier erzeugt das Bike mehr Laufruhe für schnelle, rumpelige Passagen. Das satte liefert das nötige Selbstvertrauen, um im Bikepark selbst fiese Stunts zu wagen. Wendig, verspielt, sprungfreudig, direkt, schnell, sicher, das Fanes vereint Wunsch-Attribute und wurde auch bei diesem Test zu Everybody s Darling. Genau so muss ein Bike dieser Klasse funktionieren! Trailfahrten und s sind mit dem Rad ebenfalls gut zu meistern. Für lange Gipfelfahrten lassen sich sogar Lenk- und Sitzwinkel um 1 Grad steiler stellen. 14,1 Kilo: Das ist ein gutes Gewicht die Serie soll mit einer optimierten Schwinge sogar etwas leichter sein. Fazit: Fahrspaß garantiert das Fanes kann alles sehr gut. Wer ein verspieltes, wendiges, potentes Bikes sucht, wird hier fündig. Die FREERIDE-Tester waren sich einig: ein Top-Bike! Alutech Fanes 4.0 V2 Alutech Cycles www.alutech-cycles.com Alu/S,M,L,XL,XXL 3 500 Euro/14,1 kg 170 mm/170 mm Viergelenker Gabel/Dämpfer RockShox Lyrik RC2 DH/ CaneCreek Double Barrel CS Kurbeln/Schaltung Shimano SLX/Shimano SLX Shimano XT Laufräder Sun Ringle Charger Pro SL Systemlaufradsatz, Schwalbe Hans Dampf Evo Snake Skin FR 2,35 Reifen 50 Reach Stack BB-Drop 412 mm 587 mm mm 440 584 74 1164 349 427 65,2 120 Handling Geometrie Innenverlegte Züge und die Stealth -Variante der bewährten Reverb -Variostütze erzeugen eine aufgeräumte Optik. Der steile Sitzwinkel (74 ) unterstützt effektives Bergauf-Pedalieren. Bitte anfassen! Die XT -Bremshebel liegen so gut in der Hand, dass man sich jedesmal freut, in die Eisen zu gehen. Schön technisch sehen sie ebenfalls aus. Gut: die schnelle Griffweiten-Verstellung. 50 FREERIDE 1 14 *: Gewogen mit Einheitsreifen Schwalbe Hans Dampf 2,35 Trailstar FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von - und -Punkten.

Rovidenditi velent vernate mquibus sandis atur re ersperro Auf dem Radon war te dolum hilluptatur? ich am schnellsten und Cus et et minimi, sus quia non habe mich am sichersten gefühlt. Dazu ist es rerum adi cor asperup tatiber chicipsunt am quidem iliquaecabo. Giae sumet, consequati leicht und uphill-stark. optae videl eiciundamet ipitium Nur das Alutech hat mir fugitatque optat. durch seine Wendigkeit noch etwas besser gefallen. Laurin Lehner, FREERIDE-Tester Leicht, kletterwillig und gleichzeitig potent bergab mit viel sreserven das muss kein Widerspruch sein. Das Radon Swoop kriegt diesen Spagat besonders gut hin. FREERIDE 1 14 51

> TEST Das Erfolgsbike Torque EX gibt es in drei Modellen für unterschiedliche Einsatzschwerpunkte. Die Preis-Leistung ist kaum zu schlagen. SpaSSgarantie Nimm das Torque damit liegst du richtig, lautet ein oft genannter Tipp der FREERIDE- Tester auf die Frage nach einem Allerskönner-Bike mit schier unschlagbarer Preis-Leistung. Daran hat sich auch nach diesem Test nichts geändert. Das Torque ist ein Dauerbrenner im Programm des Koblenzer Direktversenders. Über die Jahre konnte das Bike so manchen Testsieg und FREERIDE-Tipp absahnen. Ausreißer gab es keine das Teil funktioniert. Auch 2014 hat Canyon nichts dem Zufall überlassen und sein Preisschlager-Bike in der Trailflow -Variante (das günstigste Bike im Test) mit bewährten und angesagten Komponenten bestückt. Das des Viergelenkers besteht aus der hervorragenden Lyrik Solo Air 170 mit -Kartusche, im Heck steckt der CaneCreek-Abfahrtsdämpfer Double Barrel CS. Das Cockpit stammt von Renthal mit straffen Griffen und sehr aufgeräumt, da die 1x11-fach- Schaltung den linken Daumenschalter überflüssig macht. Um ganz sicher zu gehen, dass die Kette im wilden Geblockere auf dem Blatt bliebt, verbaute Canyon zusätzlich eine Führung. Durchgestylt: Das Rot-Schwarz-Thema zieht sich durchs ganze Bike. Draufsetzen wohlfühlen!, so kennen wir das vom Torque. Für mehr Druck aufs Vorderrad nahmen wir alle Spacer raus mehr Feinabstimmung war nicht nötig. Der 26-Zöller fährt sich direkt, wendig und entwickelt trotz kürzestem Radstand genügend Laufruhe. Kurzer Zug am Lenker schon lässt sich das Canyon willig in den Manual ziehen. Die sreserven ermutigen zu Stunts und Vollgas-Einlagen und geben Sicherheit. Dennoch: Das Canyon blieb eher unauffällig. Es gab keinen wirklichen Anlass zur Kritik, stach aber auch nicht so heraus wie die Konkurrenten von Alutech oder YT. Fazit: Auch 2014 punktet das Torque mit sehr guter Allround- Leistung und ausgewogenen Fahreigenschaften. Ein sicherer Tipp nicht nur für Sparfüchse! Canyon Canyon Bicycles www.canyon.com Alu/S,M,L,XL 2 799 Euro/14,3 kg 170 mm/180 mm Viergelenker Gabel/Dämpfer RockShox Lyrik RC2 DH/ CaneCreek Double Barrel Air CS Kurbeln/Schaltung SRAM X1/SRAM XO1 Avid Elixir 7 Trail Laufräder Sun Ringle Charger Comp XD Systemlaufradsatz, vorne: Maxxis Highroller II 2,4, hinten: Maxxis Minion DHF 2,5 Reifen 55 Reach 400 mm Stack 603 mm 581 135 BB-Drop 14 mm 446 Torque EX Trailflow 73,6 66,0 Gabel Ausstattung Preis/Leistung 1145 352 422 Gewicht 9 Bedienerfreundlich: Der Sag-Indikator hilft, die Federrate des Dämpfers zu finden. Das Feintuning des Double Barrel -Dämpfers ist mangels spürbarer Rasterung aber noch immer kniffelig. Sicher ist sicher, dachte sich Canyon und verpasste der SRAM XO1 -Schaltung mit seiner hohen Kettenspannung eine zusätzliche Führung. 52 FREERIDE 1 14 *: Gewogen mit Einheitsreifen Schwalbe Hans Dampf 2,35 Trailstar FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von - und -Punkten.

Länge läuft! Die Berliner schickten uns ihre Waffe für kompromisslosen Superenduro- und Freeride-Einsatz (Nox-Homepage). Eine ideale Beschreibung, um es schnell durchs Casting unseres Tests zu schaffen. Denn das Wunschbike soll maximalen -Spaß bringen bei vernünftigen -Eigenschaften und angenehmer Beschleunigung für Trail-Fahrten. Bei einer ersten Inspektion wunderten wir uns allerdings über einige Ausstattungsdetails: keine Variostütze, nicht einmal ein Schnellspanner, fach-rennradkassette bei nur einem Kettenblatt wollen die Berliner nur im Park fahren? Ja, kontert Nox. Das Bike sei für den Einsatz im Bikepark ausgerüstet, könne aber als Rahmen-Kit individuell aufgebaut werden. Typisch Nox: die martia lische Optik. Das Rahmendesign mit geraden Kantrohren und wuchtigen Blechen im Rahmendreieck wirkt eher konservativ. Bei Vollgas in der Falllinie macht das Nox tatsächlich keine Gefangenen. Es walzt auf seinen 27,5-Zöllern alles nieder. Verantwortlich ist das potente 170er-. Eine Kombina tion aus der neuen X-Fusion Metric -Gabel und RockShoxs -Dämpfer Vivid Air. Ein Blick auf die Technikdaten erklärt die Praxis: längster Radstand, längste Kettenstrebe, längster Reach im Test, ein flacher Lenkwinkel. Länge läuft ein Bolzgerät, bringt es ein Tester auf den Punkt. In Highspeed-Passagen mischte das Nox ganz vorne mit. Die Laufruhe fordert ihren Tribut in schnellen Kurvenwechseln. Dann kommt man mit dem Steuern kaum nach und vermisst Spritzigkeit und Agilität. Wer auf verspieltes Freeriden steht, sollte das berücksichtigen. 14,7 Kilo (ohne Pedale) und genannte Ausstattungsmankos drücken die Allround-Eignung. Das gibt leider Punktabzug. Fazit: Das Nox mag s schnell bergab. Da kann es mit seinem satten punkten. Limitierter Einsatz: Trail-Ausflüge mit Gegenanstiegen und s erfordern viel Muskelschmalz. Vario-Federweg: Der Hinterbau lässt sich mit 170 oder 150 Millimetern Federweg fahren. In dieser Ausstattung macht allerdings nur der volle Hub Sinn. Nox EDF 6.7 SL Expert Hawk Bikes E&M GmbH www.noxcycles.com Alu/S,M,L 3 399 Euro/14,7 kg 170 mm/150 170 mm Viergelenker Gabel/Dämpfer X-Fusion Metric HLR/ RockShox Vivid Air R2C Kurbeln/Schaltung Truvativ Holzfeller OCT/SRAM XO Avid XO Trail Laufräder Nox Naben, Mavic EN 321 650B Felgen, vo. Conti. Mount. King Prot. 2,4, hi. Conti. Trail King Prot. 2,4 50 Reach Stack BB-Drop 421 mm 608 mm - 4 mm 425 587 125 75,1 65,1 Laufruhe 1187 350 437 Gewicht Ausstattung wenig verspielt 8 Nox sieht den Einsatz seines Bikes hauptsächlich im Bikepark. Daher gibt s weder Schnellspanner noch Variostütze. Schade, bei den Features könnte man mit dem Bike mehr anstellen. Cola-Dose: Im Nox-Hinterbau steckt der dicke Vivid Air -Dämpfer. Er erzeugt ein sattes, komfortables, das zu Vollgasabfahrten animiert und viel Ruhe ins Bike bringt. FREERIDE 1 14 53

> TEST Augenstress: Wem das Notarzt-Rot zu grell ist, kriegt das Propain in vielen Wunschfarben. Individualist Ingenieur Robert Kraus kam von einem Kanada-Biketrip zurück, war voller Ideen und Insprirationen und schwupps war die Idee zu einer neuen Bike-Kinematik geboren. Er berechnete vier Drehpunkte für seinen VPP-Hinterbau, um Antriebseinflüsse zu eliminieren, und nannte das ganze Pro. Seit zwei Jahren gibt es den Direktversender aus Ravensburg mit dem etwas missverständlichen Namen Propain (pro Schmerz?). Dank Baukastensystem kann man sich sein Bike individuell zusammenstellen, unterschiedliche Farben und die Laufradgrößen auswählen. Uns schickte Propain sein Top-Modell Tyee XX1 in den Test. Es überschritt das Preislimit nur knapp, so dass wir ein Auge zudrückten. Besonderheit: Im Testbike verbaute Propain vorne 27,5-Zoll und hinten 26 Zoll. Laut unserer Testanforderung sollten die Bikes mindestens mit 170-Millimeter-Gabeln ausgestattet sein das Tyee besitzt nur 160. Kein Problem, versicherte Geschäftsführer David Assfalg, die Pike kann locker mithalten! Und tatsächlich: Das Tyee machte selbst in wildem Gerumpel eine gute Figur. Die Gabel und der sehr flache Lenkwinkel (64,3 Grad) spendierten dem Bike so viel Führung, dass der straffe Hinterbau kaum auffiel. Lebendig, agil, direkt, gut zu kontrollieren ein Superenduro, wie man es sich wünscht, formulierte ein Tester begeistert. Einem anderen war der Lenkwinkel etwas zu flach; er glaubte in Kurven leichtes Untersteuern festzustellen. Mit 13,7 Kilo ist das Tyee das zweitleichteste Bike im Test. Es beschleunigt gut und punktet bei Trailfahrten in gewelltem Gelände. Geht s bei Bergtouren steil bergauf, bewahrt das Tyee die Contenance der Hinterbau wippt kaum; die Gabel ist absenkbar. Fazit: Leicht, lebendig, direkt und doch potent genug, um hartes Geläuf zu meistern. Das Propain begeisterte die FREERIDE-Tester. Propain Tyee XX1 Gabel/Dämpfer Kurbeln/Schaltung Laufräder Reach 399 mm Stack 600 mm BB-Drop 8 mm Propain Bicycles GmbH www.propain-bikes.com Alu/S,M,L,XL 3 599 Euro/13,7 kg 130 160 mm/160 mm VPP RockShox Pike Dual Position Air/ RockShox Monarch Plus RCT3 SRAM XX1/SRAM XX1 Avid XO Trail DT Swiss EX 1501 Spline Systemlaufradsatz, Hans Dampf Evo Snake Skin 2,35 Reifen, 27,5 Zoll vorne, 26 Zoll hinten 445 73,6 580 1171 346 436 64,3 50 125 Gewicht Gabel Cockpit straffes Heck 9,5 Gute Führung: Die Pike spricht sensibel an, nutzt den Federweg gut aus und besitzt angenehme Endprogression. Der flache Lenkwinkel des Tyee erzeugt Laufruhe im Holterpolter. Der Dämpfer des Propain sitzt tief hinterm Sitzrohr und generiert recht straffe 160 Millimeter Federweg. Ein Carbon-Schmutzfang soll den Dreckbeschuss vom 26-Zoll-Hinterrad stoppen. 54 FREERIDE 1 14 *: Gewogen mit Einheitsreifen Schwalbe Hans Dampf 2,35 Trailstar FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von - und -Punkten.

Das Propain hat mir besonders gut gefallen ein Superenduro, wie man es sich wünscht: spielerisches Handling, stabil bei Speed und gut zu pedalieren. Auch die Ausstattung finde ich sehr stimmig! Florian Haymann, FREERIDE-Tester Volle Kontrolle: Ein breiter Lenker am kurzen Vorbau gibt immer ein gutes Gefühl ob man durch flowige Trails kurvt oder bei Highspeed durchs Gerümpel blockert. FREERIDE 1 14 55

> TEST Das Top-Modell des Swoop (leider 200 teurer als ursprünglich angegeben) zeigt keine Ausstattungsschwäche. Komplett innenverlegte Züge wären allerdings schön. Sichere Bank Im letzten Test beeindruckte uns das Swoop wie kaum ein anderes Bike. Konstrukteur Bodo Probst war es gelungen, die eines Freeriders mit der Allround-Tauglichkeit eines Enduros zu kombinieren. Eine kleine Revolution, wie wir fanden. Denn bisher quälten wir uns mit übergewichtigen Freeridern auf die Berge, um maximalen Spaß bergab erleben zu dürfen. Bikes wie das Radon schaufeln das Grab der klassischen Freerider (typischer Vertreter: das SX Trail von Specialized) denn warum schwer, wenn s auch leicht geht. Fakt ist und da haben wir über diesen Test hinaus viel Erfahrung sammeln können das Radon ist ein ideales Do it all -Bike mit voller Bikepark-Tauglichkeit. Sprich: Bikepark geht nicht nur, es macht richtig Spaß! Das statte erzeugt Komfort und Sicherheit wie kein anderes Bike im Testfeld. Da kannst du das Gas voll stehen lassen, urteilten die Tester. Das neu verbaute Fox-Federbein Float X mit Kashima- Beschichtung holt noch mehr aus dem Hinterbau als der Vorgänger. Die Geometrie gefällt angenehmer Reach (wir tauschten den 65er-Vorbau gegen einen 40er), langer Radstand, tiefes Tretlager. Das Radon zog der Konkurrenz bergab auf seinen leichten 26er-Laufrädern davon, ohne unhandlich zu wirken. Es steuert sich mit seinem breiten Lenker direkt, lässt sich willig in Kurven drücken und schnellt bei Armzug zum Geländesprung in die Höhe. So spritzig und handlich wie zum Beispiel das Alutech ist das Radon allerdings nicht. Auf gewellten Trails beschleunigt das Swoop mit seinen 13,9 Kilo angenehm. Für lange Anstiege ist es ebenfalls gewappnet: steiler Sitzwinkel, Variostütze, Absenkgabel, Zweifach-Kettenblatt. So erklettert man jeden Alpengipfel. Fazit: Das Radon zählt zu den Spitzenreitern und zeigt, zu welchem breiten Einsatzspektrum ein Bike dieser Klasse fähig ist. Radon Swoop 175 9.0 H&S Bike Discount GmbH www.radon-bikes,de Alu/16,18,20 3 499 Euro/13,9 kg 140-180 mm/175 mm Viergelenker Gabel/Dämpfer Fox 36 Talas Fit RC2/Fox Float X Factory CTD Kurbeln/Schaltung RaceFace SixC/SRAM XO Avid XO Trail Laufräder DT-Swiss EX 1750 EX Spline Systemlaufradsatz, Schwalbe Hans Dampf Evo Snakeskin 2,35 Reifen 65 Reach Stack BB-Drop 405 mm 608 mm 1 mm 455 590 73,5 1175 341 437 65,2 120 Ausstattung Allround-Einsatz Zugverlegung Die Gabel ist die Macht!, entfuhr es einem Tester voller Euphorie. Überhaupt: Die edlen Feder elemente von Fox stehen dem Radon gut und bringen auch bei Vollgas Ruhe ins. Mit 13,9 Kilo ist das Radon schon leicht, doch eine 1x11-Schaltung könnte das Bike noch leichter machen, ohne die -Leistung groß zu drücken etwas Muskelschmalz vorausgesetzt. 56 FREERIDE 1 14 *: Gewogen mit Einheitsreifen Schwalbe Hans Dampf 2,35 Trailstar FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von - und -Punkten.

Wuchtbrumme Es scheint, als ob sich jeder Hersteller seine ganz eigene Interpretation der Bike-Klasse: Superenduro zusammenreimt. Die einen setzen auf eher knappe Federwege und geringes Gewicht (Propain, Votec), die anderen auf sreserven, robuste Bauweise und damit einhergehend auf üppiges Gewicht. Das komplett neu entwickelte Gravity-Bike von Rose vertritt die zweite Philosophie: maximale Leistung bergab, doch noch aus eigener Kraft nach oben. Daher verwundert es nicht, dass Konstrukteur Max Sistenich seinem Bike 185 Millimeter Federweg im Heck spendierte. Schick: Statt der recht konservativen Optik der letzten Jahre überrascht das Soul Fire mit geschwungenen Rohren und modernem Look. Die Ausstattung ist stimmig: Abfahrtsdämpfer Vivid Air im Heck, hubstarke 180er-Gabel Durolux, hervorragende Code - mit 200er-Scheiben für zuverlässige Bremsmanöver selbst in Extremsituationen und stabile Laufräder. Um s zu erleichtern, lässt sich die Gabel absenken und die Kette auf ein kleines Blatt schalten natürlich klettert das Rose etwas träger Richtung Gipfel als die Konkurrenz, gut hoch kommt man dennoch. Der Test wurde erschwert durch einen Gabelausfall. Die erste Durolux federte so zäh, als wäre Honig in den Holmen. Die Ersatzgabel funktionierte besser. Das Rose entwickelt viel Laufruhe, liegt dank schluckfreudigem Heck satt auf und gibt so viel Selbstvertrauen, dass man selbst 5-Meter-Drops wagt. Das Handling gefällt doch unter dem satten leidet etwas die Lebendigkeit. Gerade bei Trailfahrten versackt Energie und man muss mehr Kraft für Vortrieb aufwenden und aktiver mit dem Bike arbeiten als bei der leichteren Konkurrenz. Fazit: Das Soul Fire ist mehr Freerider als Superenduro. Bergab- Bolzen, harte Stunts und Bikepark-Missionen sind die Vorlieben des Rose. Kurzum: ein Großkaliber, das ohne Shuttle auskommt. Rose bietet das Soul Fire in drei Modellen und drei Farben. Mittels Konfigurator kann man sein Bike mit Wunschteilen bestücken. Rose Soul Fire 2 Rose Versand GmbH www.roseversand.de Alu/S,M,L,XL 2 802 Euro/15,5 kg 140-180 mm/185 mm Viergelenker Gabel/Dämpfer SR Suntour Durolux RC2/RockShox Vivid Air R2C Kurbeln/Schaltung Race Face Atlas/SRAM XO Avid Code R Laufräder Spank Spoon 32 Systemlaufradsatz, Schwalbe Hans Dampf Evo Snakeskin 2,35 Reifen 40 Reach Stack BB-Drop 419 mm 602 mm mm 455 73,2 605 1175 351 431 65,5 125 Hinterbau Sicherheit Robustheit schwer Preis/Leistung Gabelprobleme 9 Absenkgabel: Für 140 Millimeter Knopf drücken! Der Testgabel wurden vom Hersteller zähe Fettpackungen verpasst. Folge: zu träges Ein- und Ausfedern. Ohne funktionierte die Gabel besser. Wurfanker: Rose setzt die kräftige Code - Bremse mit großen 200er-Scheiben ein. Eine gute Wahl denn die Code zählt zu den besten n auf dem Markt. FREERIDE 1 14 57

> TEST Keep it simple : Solid folgt dem Trend und stattet das Magix mit 1x11fach-Schaltung aus. Etwas Fitness vorausgesetzt ist das eine gute Wahl. Schwaben-Power Solid schickte sein neu entwickeltes 27,5-Zoll-Superenduro Magix in den Test noch als Prototyp mit unfertigen Decalls auf dem rohen Rahmen. Doch der Raw-Look in gebürstetem Alu soll bleiben. Die wuchtigen Rohre wurden hydroformiert das sieht schick und modern aus. Der Dämpfer steckt in einer großen Wippe, die 175 Millimeter Federweg aus dem Heck quetscht. Vorne federt die neue, leichte RockShox Pike mit 160 Millimetern (absenkbar auf 130). Das Bike sieht wuchtig aus doch die Optik täuscht. Gemeinsam mit YT, Propain und Votec zählt das Magix zu den Leichtgewichten im Testfeld. Die Schwaben sparen Gewicht, indem sie auf Schaltung vorne verzichten und 1x11-fach verbauen. Das funktioniert gut. Dank hohem Kettenzug vermissten wir selbst eine Führung nicht. Angenehm: der breite Lenker mit kurzem Vorbau und eine gefällige Geometrie mit tiefem Tretlager. Verblüffend: die Leistung der Pike -Gabel. Sie spricht gut an und arbeitet so effektiv, dass sie selbst mit den 180er-Gabeln mithalten kann und manche 170er alt aussehen lässt. Die Front führt gut, der Hinterbau bringt ausreichend Ruhe ins Bike. Allerdings sollte man nicht mit zu viel Sag fahren, sonst schlägt der Dämpfer bei harten Landungen durch und taucht in Kurven-Kompressionen leicht weg. Der Monarch lässt sich allerdings mit etwas Aufwand progressiver tunen. An die Laufruhe des Radon kommt das Solid nicht heran, auch nicht an die Wendigkeit und das spritzige Handling des Alutech. Doch der Mix aus guter -Leistung, geringem Gewicht und guter -Eigenschaft geben dem Solid die Eigenschaften, die man sich bei einem Bike dieser Klasse wünscht. Fazit: Gutes, angenehmes Handling, sinnvolle Ausstattung das Solid gehörte zu den Favoriten im Testfeld. Wir können dem schwäbischen Hersteller zu seinem Debüt gratulieren. Solid Magix XO1 Solid Bikes Europe www.solidbikes.de Alu/S,M,L 2 990 Euro/13,8 kg 130-160 mm/155-175 mm Mehrgelenker Gabel/Dämpfer RockShox Pike RCT3 Dual Position Air/ RockShox Monarch RT 3 Kurbeln/Schaltung SRAM X1/SRAM XO1 Avid Elixir 9 Trail Laufräder Reverse Evo 9 Naben, Reverse 650B Felgen, vorne: Schwalbe Hans Dampf Evo 2,25, hinten: Schwalbe Nobby Nic 2,35 Reifen 40 Reach 414 mm Stack 617 mm 587 125 BB-Drop - 7 mm 455 74,6 1172 345 437 66 Gabel Gewicht Verarbeitung Heck taucht weg (Tuning nötig) 9 Qualität statt Quantität: Die Pike nutzt ihre 160 Millimeter so gut, dass sie selbst mit der großhubigen Konkurrenz mithalten kann. Bergauf lässt sie sich auf 130 Millimeter absenken. Prototyp: Die massive Alu-Fräswippe soll in der Serien schlanker werden. Sinnvolles Tuning: Auch der Dämpfer soll von RockShox noch besser auf das Solid abgestimmt werden. 58 FREERIDE 1 14 *: Gewogen mit Einheitsreifen Schwalbe Hans Dampf 2,35 Trailstar FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von - und -Punkten.

Sport 2012 räumte das Votec V.SX (180 Millimeter vorne, 170 hinten) unter den Alleskönner- Bikes die begehrte Testnote ab. Dann wurde das Label Votec an Internet-Stores verkauft, die einen Neustart wagten. Das der Bikes blieb gleich: das Float-Link ein von zwei Wippen schwimmend angelenkter Dämpfer. Der 26-Zöller VE 160 Elite sollte laut Ankündigung zur Eurobike mit einer 170er-Gabel ausgerüstet sein (passend zu unserer Testanforderung). Doch in der Serie verbaute Votec dann doch nur eine 160er- Lyrik mit Absenkfunktion. Die Gabel spricht zwar sensibel an, puffert die Schläge aber lange nicht so effi zient ab wie etwa die Pike mit gleichem Federweg. Auch das Heck des leichten Bikes (13,8 Kilo) ist auf der straffen Seite, obwohl mit viel Sag gefahren. Das Votec steuert sich direkt und wendig, lässt sich flink von einem Turn in den nächsten kippen, musste im rumpeligen Geläuf die Konkurrenz aber ziehen lassen. Für ein Superenduro hätten wir uns mehr Laufruhe und sreserven gewünscht. Besonderheit: Votec bestückte sein Bike mit Zweifach-Kettenblatt und Drehgriff-Schaltern, die knackig präzise die Gänge wechseln allerdings rutschen dadurch die Bremsen am 74er-Lenker weit nach innen. Das führt automatisch zu einer engen Griffposition. Im Holterpolter technischer Abfahrten kostet das unnötig Kraft. Bergauf dagegen spielt das straffe Heck seinen Vorteil aus selbst mit offener Druckstufe wippt es kaum und das VE 160 lässt sich mit seinem angenehm steilen Sitzwinkel leicht beschleunigen. Kurzum: ein stimmiges, gut ausgestattetes Enduro. Mit unseren Testanforderungen war es leicht überfordert. Fazit: Leicht, sportlich-direkt, uphill-stark das straffe Votec eignet sich bestens für Trailfahrten und Bergtouren. Im unserem downhill-orientierten Test konnte es nicht voll punkten. Mehr Enduro als leichter Freerider: Wenn s schnell und rumpelig wird, stößt das recht straffe Votec an seine Grenzen. Votec VE 160 Elite Internetstores GmbH www.votec.com Alu/S,M,L,XL 3 199 Euro/13,8 kg 130-160 mm/160 mm Float Link (Viergelenker) Gabel/Dämpfer RockShox Lyrik RC Dual Position Air/ RockShox Monarch RT 3 Kurbeln/Schaltung SRAM S-1400/SRAM X9 Avid XO Trail Laufräder Mavic Crossmax SX Systemlaufradsatz, Schwalbe Hans Dampf Evo 2,35 Reifen 50 Reach 4 mm Stack 589 mm BB-Drop mm 458 581 74,1 1159 349 434 66 124 Gewicht wendig Optik wenig Laufruhe straffes Heck schmales Cockpit 8 Schalten per Drehgriff: Das funktioniert gut. Allerdings rutschen die Bremsen durch die breiten Drehschalter am 74er-Lenker weit nach innen und erzeugen eine enge Griffposition. Straffes Heck: Selbst weich abgestimmt fühlen sich die 160 Millimeter nach weniger an. Vorteil: Das Votec beschleunigt schnell und auf Trailfahrten verpufft wenig Energie in der Federung. FREERIDE 1 14 59

> TEST Die Bergziege Capra gibt es in drei Modellen: dem gestesteten Comp I, dem günstigeren Comp II (3299 ) und der Team-Edition Pro mit BOS- (3999 ). Test ÜBERFLIEGERSIEGER Wie machen die das nur? YT gibt uns Rätsel auf. Zuerst waren die fränkischen Direktversand- Bikes unverschämt günstig. Günstiger als alle anderen und gut. Dann entwickelte Konstrukteur Stefan Willared mit dem Tues ein Big Bike, das nicht nur heiß aussah und super fuhr, sondern selbst für Jugendliche erschwinglich war. Die Erfolgsgeschichte von YT nahm ihren Lauf und gipfelt, wie wir finden, in der neuen 27,5-Zoll-Enduro-Plattform Capra (heißt Bergziege). Besonderheit: Der Rahmen besteht aus Carbon mit Alu-Kettenstreben. Wuchtiges Steuerrohr, tiefes Oberrohr, technischer Look. Das Capra ist durchgestylt wie ein Apple-Produkt. Alles Ton in Ton, schön verlegte Züge, Liebe zum Detail (zum Beispiel Plastikschutz am Unterrohr). Auch die sinnige Ausstattung bezeugt, dass die YT-Truppe Bike-Enthusiasten sind: breites Race-Face-Cockpit, 1x11fach-Schaltung mit E13-Kettenführung, Variostütze Reverb Stealth für eine aufgeräumte Optik, gute Bereifung. Vorne federt die butterweich ansprechende Pike Solo Air, progressiv getuned, hinten stellt der Monarch Plus 170 Millimeter Federweg bereit. Eine stimmige Geometrie führt dazu, dass man sich gleich auf dem Bike wohlfühlt. YT gelingt eine ideale Mischung aus Laufruhe und Wendigkeit. So fährt sich das Capra spritzig, behält aber auch bei schnellem Geblockere die nötige Ruhe. Es steuert sich angenehm direkt durch Turns mit viel Druck auf dem Vorderrad, lässt sich willig aufs Hinterrad ziehen und liebt Geländesprünge. Das Gewicht ist beeindruckend für so ein potentes Bike: 13 Kilo ohne Pedale! Das heißt: sprintstark, viel Vortrieb auf gewellten Trails mit Gegenanstiegen, dank steilem Sitzwinkel (75 ) flink bergauf. Kurz: Das YT besitzt einen enorm breiten Einsatzbereich. Fazit: Das Capra ist ein Enduro mit Freeride-Herz. Das leichteste Bike im Test beeindruckt mit potentem, super Handling und einer schicken Optik. Da können wir nur loben und die Top-Note vergeben. YT Capra Comp I Gabel/Dämpfer Kurbeln/Schaltung Laufräder YT Industries www.yt-industries.com Carbon/S,M,L 3 499 Euro/13 kg 160 mm/170 mm Viergelenker RockShox Pike RCT3 Solo Air/ RockShox Monarch Plus RC3 Race Face Turbine/SRAM XO Avid Elixir 7 Trail E13 TRS+ Systemlaufradsatz, Maxxis Highroller II 2,4 Reifen 40 Reach Stack BB-Drop 428 mm 591 mm - 3 mm 460 585 75,2 1167 346 426 65,7 115 leicht, Optik Ausstattung Lenkzentrale: Die organisch geformten Carbongestänge (mit Rohren hat das nichts mehr zu tun) vereinen sich in einem wuchtigen Steuerkopf in Sanduhren-Shape. Wirkt unverwüstlich! Durchgestylt: SDG-Sattel mit Schriftzug und Ton in Ton, schicke Decals auf den Innenseite des Hinterbaus, elegante Zugverlegung das YT scheint mehr Design-Objekt als Sportgerät. 60 FREERIDE 1 14 *: Gewogen mit Einheitsreifen Schwalbe Hans Dampf 2,35 Trailstar FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von - und -Punkten.

Foto: Daniel Roos Geht nicht, gibt s nicht! Auch im Bikepark und bei Freeride-Stunts sollen die Kleinkaliber Spaß machen und genug s reserven bieten. Gewicht limitiert den Einsatzbereich und entscheidet, ob die Fahrt über gewellte Trails noch Spaß macht. Das YT setzt mit sensationellen 13 Kilo Maßstäbe. Gleichzeitig ist es richtig hart im Nehmen, verträgt Drops und harte Abfahrten. Dimitri Lehner, FREERIDE-Tester FREERIDE 1 14 61