Michael Gelinsky 1/44



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Transkript:

Michael Gelinsky Herstellung von patientenindividuellen Implantaten und Tissue Engineering- Konstrukten mit dem Verfahren des 3D-Plottens: Perspektiven und Limitationen Zentrum für Translationale Knochen-, Gelenk- und Weichgewebeforschung Medizinische Fakultät und Klinikum Technische Universität Dresden 1/44

Patienten-individuelle Implantate biomedical.materialise.com www.worldrecordacademy.com

CAD/CAM-Verfahren zur Implantatherstellung D. W. Hutmacher, M. Sittinger, M. V. Risbud: Scaffold-based tissue engineering: rationale for computer-aided design and solid free-form fabrication systems. Trends Biotechnol. 2004, 22, 354-362.

Methoden des Rapid Prototyping 3D-Plotten A. Pfister, R. Landers, A. Laib, U. Hübner, R. Schmelzeisen, R. Mühlhaupt: Biofunctional Rapid Prototyping for Tissue- Engineering Applications: 3D Bioplotting versus 3D Printing. J. Polym. Sci. Part A Polym. Chem. 2004, 42, 624-638.

Bio-Scaffold-Printer Entwickelt am Fraunhofer IWS Dresden auf Basis des Nano-Plotters TM der GeSiM GmbH Dreiachs-Bewegungssystem, basierend auf dem Nano-Plotter Dreikanal- Dosiersystem http://www.gesim.de/en/bio-scaffold-printer/

3D-Plotten Pastöse Materialien werden zu porösen Strukturen mit angepasster (patientenindividueller) Geometrie verarbeitet Schichtweises Ablegen von Strängen Stabilisierung während des Plottens oder danach Vorteile: Physiologische Prozess-Bedingungen Plotten unter sterilen Bedingungen Biopolymere können geplottet werden Zellen, Wirkstoffe oder Wachstumsfaktoren können integriert werden Fraunhofer IWS Dresden Erzeugung von individuellen, Patienten-spezifischen Implantaten

3D-Plotten eines Calciumphosphat-Zements 37 C A. Lode et al., J. Tissue Eng. Reg. Med. 2012 (im Druck; DOI 10.1002/term.1563)

Biopolymer/Bioglas-Komposit-Scaffolds Ch. Wu, Y. Luo, G. Cuniberti, Y. Xiao, M. Gelinsky, Acta Biomater. 2011, 7, 2644-2650

3D Plotten eines Bioglas/Alginat-Komposits Y. Luo, Ch. Wu, A. Lode, M. Gelinsky: Biofabrication 2013, 5, 015005

Scaffolds für Defekte an Gewebs-Grenzflächen Bsp.: Scaffolds für die Behandlung von osteochondralen Defekten Y. Luo, A. Lode, Ch. Wu, M. Gelinsky: 3D-plotting of bioceramic scaffolds under physiological conditions for bone tissue engineering. In: Ch. Wu, J. Chang, Y. Xiao (Hrsg.): Advanced Bioactive Inorganic Materials for Bone Regeneration and Drug Delivery CRC Press, Boca Raton (FL, USA) 2013 (im Druck)

Direkte Erzeugung von TE-Konstrukten A. Pfister, R. Mühlhaupt et al.: Biofunctional Rapid Prototyping for Tissue-Engineering Applications: 3D Bioplotting versus 3D Printing. J. Polym. Sci. Part A Polym. Chem. 2004, 42, 624-638.

Diskussionsgrundlage (1) Was bedeutet patientenindividuell in Bezug auf Implantate, Biomaterialien und Tissue Engineering- Konstrukte? Welche Systemerweiterungen des aktuell genutzten 3D-Plotters (in Bezug auf Hardware und Software) erscheinen sinnvoll, um eine erweiterte Funktionalität zu erreichen? Schnittstellen zur med. Bildgebung? Welche Veränderungen müssten am 3D-Plotter vorgenommen werden, wenn der Einsatzbereich die Klinik (Operationssaal) wäre? (z. B. intuitives Benutzerinterface, Selbstreinigung, Sterilisierbarkeit, Programmierung/Steuerung durch Smartphone, usw.)

Diskussionsgrundlage (2) Welche Vorteile bringt das direkte Verplotten von Material plus Zellen und/oder pharmakologischen Wirkstoffen bzw. autologen Komponenten (Knochenmarkskonzentrat, plättchenreiches Plasma etc.) und was ist hierbei zu beachten? Welche neuen Anwendungsfelder gibt es auch außerhalb der Medizin (Nano, Mikro, Makro; andere Branchen, private Nutzung)? Welche neuen Geschäftsmodelle für Servicedienstleister könnte es im Bereich des Rapid Prototyping von Implantaten/Biomaterialien/TE-Konstrukten geben und wie müsste eine zugehörige Prozesskette anforderungsorientiert zusammengestellt sein?

Kontakt tu-dresden.de/med/tfo michael.gelinsky@tu-dresden.de