ERASMUS Erfahrungsbericht PERSÖNLICHE DATEN Name des/der Studierenden (freiwillige Angabe) Konrad Bystron E-Mail (freiwillige Angabe) Konrad.Bystron@student.i-med.ac.at Gasthochschule Faculdade de Medicina da Universidade de Lisboa Aufenthaltsdauer von 09/2012 bis 03/2013 vorbreitender Sprachkurs EILC von bis Ich habe das 07. Semester im Ausland absolviert. ALLGEMEINES Wo haben Sie Informationen über die Gastuniversität gefunden? http://www.fm.ul.pt/#3937 Welche Unterstützung bei der Organisation wird im Gastland vom International Office geboten und wer ist der Ansprechpartner? Ansprechpartner ist Maria Baiao. Man wird durchaus unterstützt, bei der Wahl der Praktika, jedoch muss man sich u,u. darauf einstellen, dass man öfter vorbeikommen muss, da alles etwas langsamer geht. http://www.fm.ul.pt/#3940 man muss sich für die Bewerbung einen der Timetables aussuchen, die angeboten werden. davon passt 100% keiner, Wo findet man Informationen zum Studium (Kursplan, etc.)? aber man kann dann dort den Stundenplan nochmal individuell ändern. Aber nur EINMAL, das heißt, wenn man überlegt auf 2 Semester zu verlängern, muss man gleich den Stundenplan auch für das Sommersemester zusammenstellen. Hinterher kann man es sich ja trotzdem noch überlegen Welche Kurse wurden besucht? Ich habe Ginecologia e Obstetricia(P)+ (TP), Medicina Geral e Familiar, Medicina Labatorial, und Orthopedia belegt. Welche Kurse sind empfehlenswert? Vor allem Ginecologia e Obstetricia fand ich sehr gut. Sehr zu empfehlen für das 7. Semester, einerseits, da man mit dem einen Fach Pol (mit(tp)) und ÄGF(mit(P)) abdecken kann. (man muss schon aufpassen, dass man nicht für z.b. 1 ECTS unverhältnismäßig viel macht )
Andererseits ist es auch sehr praxisorientiert, und ich habe dort am meisten gesehen und gelernt. Nein. Maria sagte uns zuerst: Das ist unmöglich. Es sei an der FMUL nicht üblich, da die einheimischen Studenten das auch nicht machen müssen, usw. Ist die Organisation von Famulaturen einfach? Entweder man geht also selbst zu den einzelnen Instituten, und fragt dort selbst nach. Aber es ist nicht unbedingt ganz einfach, den Dozenten/Profs. zu erklären was man überhaupt genau will, weil die teilweise nichts damit anfangen können. Oder aber man nervt die gute Maria so lange, bis es dann doch möglich ist. Kurz: Nein, einfach ist es nicht, n bisschen Hartnäckigkeit gehört auf jedenfall dazu, aber dann durchaus realisierbar. KOSTEN Wie hoch waren die monatlichen Kosten? Unterbringung 300 Verpflegung 150 An-/Abreise (Flug, Zug, Auto) 80 Kosten für Unterlagen, Bücher, etc. 50 Sonstiges 2/6
SPRACHKURS (FALLS ZUTREFFEND) Haben Sie im Jahr vor dem Aufenthalt einen vorbereitenden Sprachkurs absolviert? Wenn ja, wo/bei welcher Einrichtung (z.b. MUI-Sprachkurs, etc.): Wie zufrieden waren Sie? Ja Nein Kosten des Sprachkurses: UNTERKUNFT Wie haben Sie Ihre Unterkunft im Gastland gefunden? Wie zufrieden waren Sie? selbst gesucht Gasthochschule hat Wohnungs-/Zimmersuche übernommen/war behilflich Freunde andere: Sehr zufrieden. Hatte eine WG mit Portugiesen in in Uninähe, aber auch an der blauen Metrolinie (zum Zentrum) http://www.bquarto.pt/ Tipps für andere Studierende (z.b. Homepages, Zeitungen, Preis, ) Viele Tipps gibt es auch hier: http://www.esn-lisboa.org/article/surviving-first-days-lisbon NARRATIVER ERFAHRUNGSBERICHT (MINDESTENS 1-2 SEITEN): Reisevorbereitungen, Versicherung, Vorbereitung auf die Gastuniversität Abreise und Ankunft am Studienort Betreuung an der Gasthochschule (International Office, Lehrende, Veranstaltungen für Erasmus- StudentInnen) Unileben am Studienort Studium (fachlicher Nutzen, welche Kurse haben Sie belegt, Niveau der Kurse, ) Tipps für zukünftige Erasmus-Outgoings Anfangs habe ich mir schon ein wenig Gedanken gemacht, wie das wohl in der ersten Zeit wird, mit Wohnungssuche, usw. doch dann erfuhr ich, dass eine Freundin zufällig ihren Lissaboner Freund besucht, und sogar im selben Flugzeug mit mir sitzt. Ich hatte also gleich Kontakt zu Einheimischen. Gebucht habe ich von Memmingen nach Porto (ist das günstigste, Ryan-Air fliegt Lissabon leider nicht an) aber so konnten wir auch noch einen Tag Sight-Seeing in Porto einlegen. 3/6
Weiter gings dann mit dem Bus nach Lissabon, wo ich für den Anfang bei der Familie des Freundes aufgenommen wurde, als wäre ich ein Teil davon. Ich wurde sogar mit auf Familienfeste genommen, und durfte großartige portugiesische Gastfreundschaft genießen. War also ein perfekter Start in Lissabon. In den nächsten Tagen wohnte ich dann in einem Hostel am Rande des Bairro Alto, direkt an der Erasmus Corner. wo man jeden Abend Erasmus-Studenten antrifft, für mich war das Ideal, weil man sehr schnell mit anderen ins Gespräch kommt, Kontakte knüpft, und nicht wenige haben so ihre Wg gefunden. Ich habe meine Wohnungssuche von diesem Hostel aus gemacht, mit der o.g. Internetseite, und eine Woche gebraucht, mit zirka 10 Besichtigungen. (Allerdings nebenher Sightseeing und Strand^^) Für die Wohnungssuche zu empfehlen ist auch, dass man vorher in dem ESN (Erasmus Student Network) vorbeischaut, dort bekommt man eine Prepaidkarte, mit der kann man für 5 im Monat gratis SMS/Telefon netzintern nutzen, was aber zumindest alle Erasmusstudenten haben. Anfangs habe ich mir mit der Sprache doch schwerer getan als ich erwartet hatte. Ich hatte zwar gute brasilianisch-sprachkenntnisse, aber zumindest in der Vorlesung hab ich anfangs genausowenig verstanden, wie die anderen, die den Sprachkurs machten. Ich habe schon einige Zeit gebraucht, um mich an die deutlich andere Aussprache zu gewöhnen. Die Unterstützung vom International Office fand ich ganz gut soweit, man muss sich nur darauf einstellen dass alles ein bisschen länger dauert, dass man auch mal öfter nachfragen muss. Zu empfehlen wäre auch, schon gut zwei wochen bevor die Uni beginnt bei Maria Baiao im International Office vorbeizuschauen, weil später muss man dann ewig Schlange stehen. Das Unileben fand ich besser als in Innsbruck, wo ein richtiger Campus fehlt, das hat sich dort schon deutlich mehr nach einer Universität angefühlt. Die Medizinfakultät hat ihre eigenen Einrichtungen, aber man kann auch die der anderen Fakultäten nutzen, da sie sich alle in der "Cidade Universitaria", der "Universitätsstadt" also auf einem Haufen befinden. Die Kurse an der Uni fand ich unterschiedlich gut. Ginecologia e Obstetricia fand ich am besten. Das Fach ist nämlich aufgeteilt in ein Seminar in Kleingruppen (Ginlogia e Obstetricia (TP)), und in einen praktischen Teil, mit viel Patientenkontakt (TP). Ich fand diese Aufteilung sehr vorteilhaft, vor allem da es dadurch sehr Praxisorientiert ist, und dadurch hatte ich meistens irgendwas über die Fälle/Krankheitsbilder schon gehört, die ich dann sah, was das Verständniss natürlich immens erleichterte. In dem Fach hab ich sehr viel gelernt. Orthopedia fand ich anfangs eine interessante Vorlesung, aber es kommt auf den lehrenden Dozenten an, wurde dann zunehmend uninteressanter. Später hat man dann aber einen kurzen Praxiseinsatz in der Notaufnahme. Medicina Labatorial (für 2.36) ist ein Seminar, viel mitgenommen habe ich nicht davon, man kommt nämlich ein wenig durcheinander, da so gut wie alle medizinischen Abkürzungen anders, oder die Buchstaben verdreht sind. Das Nachtleben in Lissabon finde ich unvergleichlich. Den Abend fängt man an im Bairro Alto, es ist ein ganzes Viertel das eigentlich nur aus Bars, kleinen Diskos und Restaurants besteht, aber auch die gesamten Gassen sind, zumindest am Wochenende, prall gefüllt. Man kauft die Getränke in den Bars, und nimmt sie mit nach draußen. Das war für mich am Anfang immer ein beeindruckendes Ambiente. 4/6
Oder aber man setzt sich mit seiner Gruppe an einen der vielen Miradouros(Aussichtspunkt). Lissabon ist ziemlich hügelig, und oben gibt es wunderschöne Plätze, wo man die herrliche Aussicht über den Nachthimmel Lissabons genießen kann. Wer nach 2 Uhr dann noch nicht genug hat, zieht weiter Richtung Fluss, und verbringt den restlichen Abend in einem der zahlreichen Clubs. Was noch an Lissabon unschlagbar ist, ist die Nähe zum Strand. In 30 min ist man mit Bus oder Bahn an wunderschönen Stränden, die sich optimal ganzjährig zum surfen eignen. Aufsuchen sollte man auch das ESN Büro, eine Erasmus - Organisation, wo man neben der Prepaidkarte auch eine Mitgliedskarte mit zahlreichen Rabatten bekommt, z.b. für Surfen, oder Mietwagen, außerdem bieten die auch viele Tipps rund ums Erasmus-Leben, und organisieren auch viele Events, auch Reisen. Ich war z.b. Paragliden. :) Gerne werden auch Trips gemacht, empfehlen kann ich Porto, Peniche zum Surf-Weltcup im Oktober und Sevilla. Falls wer Fragen hat, meld dich gerne! Leider hab ich nicht sehr viele Fotos, da mir meine Kamera "abhandenkam". 5/6
FOTOS VON IHREM AUFENTHALT 6/6