HAMServerPi RepeaterBox Stand: 03.05.2016 Grundlage dieser Anleitung ist die mit fast allen SMD-Bauteilen fertig bestückte Platine der RepeaterBox. Es müssen dann nur noch wenige Bauteile aufgelötet werden. Dazu ist geeignetes Werkzeug sowie entsprechende Löterfahrung erforderlich. Alle erforderlichen Unterlagen und Pläne sind auf www.hamserverpi.de zu finden. Beim Aufbau der RepeaterBox sind ein paar Besonderheiten zu beachten: Teilbestückung Die Leiterkarte ist für einen optionalen Hardware-DTMF-Auswerter vorbereitet. Dieser ist für das IRLP-System vorgesehen und zum Betrieb mit SvxLink nicht erforderlich. Die entsprechenden Bauteile sind daher in der aktuellen Version nicht bestückt. USB-Buchse Über die vier vergoldeten Prüfstifte wird die mittlere USB-Buchse des Raspberrys kontaktiert. Dazu muss der rückseitige Deckel der Buchse entfernt werden. Dieser ist nur eingeklipst und kann relativ einfach mit einem kleinen spitzen Schraubendreher ausgehebelt werden. Bei manchen Versionen der Buchse müssen dazu vorher die seitlichen Befestigungslaschen des Deckels leicht umgebogen werden. Das Entfernen des Deckels sollte sehr vorsichtig erfolgen damit keine benachbarten Bauteile beschädigt werden. Prüfstifte Die Prüfstifte zur Kontaktierung der USB-Buchse müssen sorgfältig aufgelötet werden. Hierzu sollten zunächst die zur Platineninnenseite liegenden Lötpads mit ein wenig (!) Lötzinn versehen werden. Die Stifte werden dann einzeln positioniert und mit geringer Temperatur angeheftet. Eine Korrektur ist durch kurzzeitiges Erwärmen möglich.
Das Ende der Prüfstifte schließt zur Platineninnenseite hin jeweils bündig mit dem entsprechenden Lötpad ab. Die Spitze der Stifte liegt dann ebenfalls bündig zur äußeren Platinenkante. Die Stifte müssen zudem genau mittig auf den Lötpads liegen. Die richtige Positionierung sollte vor dem endgültigen Festlöten durch Anhalten an die USB-Buchse des Raspberrys überprüft werden. Achtung: Besonders bei den zur Platineninnenseite liegenden Lötpads darf nicht mit zu viel Hitze und auch nicht mit zu viel Lötzinn gearbeitet werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass durch die Öffnung am Ende der Prüfstifte Lötzinn ins Innere gelangt und dadurch der Federmechanismus beschädigt wird. Beim erstmaligen Anheften sollte das jeweilige Lötpad möglichst nur auf der vom Stiftende abgewandten Hälfte verzinnt werden. Leuchtdioden Vor dem Einlöten der LEDs müssen die Anschussbeine ca. 1,5mm hinter dem Leuchtkörper rechtwinklig nach unten umgebogen werden. Dabei ist die Polarität (+ = langes Anschlussbein) zu beachten. Das Maß wird sehr gut eingehalten wenn man die Kante der Platine (1,5mm) als Hilfsmittel zum Umbiegen benutzt. Die Farben sollten wie folgt gewählt werden: ON=Grün, RX=Gelb und TX=Rot. Kontaktfedern Mit den beiden Kontaktfedern wird das Aluminiumgehäuse über die leitfähige Rückseite der Frontplatte an die Gerätemasse angeschlossen. Dies ist zwar nicht zwingend erforderlich, gegebenenfalls werden damit aber eventuelle Störungen durch Einstrahlungen etc. vermieden. Bei der Montage der Kontaktfedern sollten die Lötpads auf der Platine vorher mit etwas Lötzinn versehen und anschließend die Federn mit einer Pinzette positioniert werden. Mit geringer Temperatur können diese dann angeheftet und die endgültige Position durch kurzzeitiges Erwärmen korrigiert werden. Die Federn müssen so positioniert bzw. eingestellt werden das bei geschlossenem Gehäuse nur ein leichter Federdruck vorhanden ist.
Sockelleiste Die Sockelleiste zur Kontaktierung mit der GPIO-Stiftleiste des Raspberrys hat nicht die volle Länge (40-polig) sondern ist 26-polig ausgeführt. Die Leiste muss entsprechend dem Bestückungsdruck platziert werden. Schaltregler Der auf der Unterseite der Platine vorgesehene Schaltregler versorgt das RepeaterBoard und den Raspberry mit 5V Gleichspannung. Sollen die 5V über eine der rückseitigen USB-Buchsen eingespeist werden kann der Schaltregler entfallen. Die 12V-Versorgung ist in diesem Fall allerdings weiterhin erforderlich. Zusammenbau Vor dem Aufstecken der Platine sollten die vier Abstandsbolzen bereits auf dem Raspberry montiert sein. Die Platine wird anschließend mit den Prüfstiften voran hin zur USB-Buchse geführt. Bevor die GPIO-Sockelleiste auf die Stiftleiste des Raspberrys gedrückt wird, müssen die Prüfstifte bereits in der richtigen Position sein. Das Aufstecken sollte langsam und vorsichtig erfolgen, damit die Prüfstifte nicht von den Kontakten abrutschen.
Funktionstest Sobald die RepeaterBox über den 15-poligen SUB-D-Steckverbinder mit 12V-Gleichspannung versorgt wird sollte die grüne LED (ON) leuchten. Eine geöffnete Rauschsperre wird unabhängig von der Software durch Leuchten der gelben LED (RX) angezeigt. Die rote LED (TX) wird von der Software gesteuert. Gleichzeitig mit dem Aufleuchten dieser LED wird die PTT aktiviert und dadurch der Sender eingeschaltet. Einen Test des auf dem RepeaterBoard bestückten Audiochips kann man per Software vornehmen. Hierzu muss der Raspberry mit einem auf der SD-Karte installierten Betriebssystem gestartet werden. Nach Eingabe des Kommandos lsusb in einem Terminalfenster sollte die angezeigte Liste den Eintrag Texas Instruments Japan PCM2904 Audio Codec enthalten. Bei vorhandenem Eintrag wurde der Audiochip ordnungsgemäß erkannt. Anschlussbelegung Die 15-polige SUB-D-HD-Buchse an der Frontseite des Gerätes ist genauso belegt wie die SUB-D-Buchse an der klassischen WX-Steuerung. Da die Konfiguration und Fernsteuerung des kompletten Systems nun bequem über das Netzwerk (via Internet und/oder HAMNET) erfolgen kann, ist ein zusätzlicher Fernsteuerungsempfänger nicht mehr erforderlich. Dieser wird daher hardwaremäßig auch nicht unterstützt. Pin1-12 Volt Pin2 - Squelch (gegen Masse) Pin3 - frei Pin4 - NF vom Empfänger (max. 1Vss) Pin5 - frei Pin6 - NF zum Sender (max. 1Vss) Pin7 - Squelch (gegen 12V) Pin8 - frei Pin9 - PTT (gegen 12V) Pin10 - In1 (gegen Masse) Pin11 - In2 (gegen Masse) Pin12 - Out1 (gegen Masse) Pin13 - Out2 (gegen Masse) Pin14 - PTT (gegen Masse) Pin15 - Masse PTT und Squelch-Signal sind sowohl positiv (gegen 12V schaltend) als auch negativ (gegen Masse schaltend) herausgeführt. Die beiden Eingänge (In1, In2) und die Ausgänge (Out1, Out2) sind ebenfalls kompatibel zur WX- Steuerung. Die Weiterverarbeitung der Signale ist dabei von der jeweils verwendeten Software abhängig. Die Schaltschwelle aller Eingänge liegt bei etwa 1,2 Volt.
Weitere Hinweise Das Audiosignal des Empfängers wird nicht direkt auf den Sender geschaltet sondern durchläuft die interne Signalverarbeitung. Dadurch sind u.a. das Unterdrücken von Ruftönen (1750Hz) und DTMF-Signalen sowie die Ausblendung des Aufrauschens kurz vor dem Schließen des Rauschsperre (Squelch-Tail-Elimination) möglich. Die mittlere, obere USB-Buchse ist intern vom RepeaterBoard belegt. Daher kann und sollte hier kein externes USB-Gerät angeschlossen werden da es sonst zu Fehlfunktionen kommt. Software Die RepeaterBox kann mit einer geeigneten (und entsprechend konfigurierten) Software weiter getestet und in Betrieb genommen werden. Wir empfehlen hierzu das Programmpaket HAMServerPi (www.hamserverpi.de). Die im Paket enthaltene Software (SvxLink) ist optimal für den Betrieb mit der RepeaterBox geeignet und auch entsprechend vorbereitet. Es sind nur wenige Konfigurationsschritte erforderlich. Alle weiteren Informationen zu Einrichtung und Betrieb können der zugehörigen Dokumentation entnommen werden.