Wirtschaftsdaten Oberfranken

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80,8 65,8 64,3 60,8 46,5 38,0 19,9 16,8 12,6 11,2 10,9 10,5 10,4 9,9 9,6 8,5 8,1 7,2 5,6 5,5 5,4 5,1 4,6 4,5 4,2 2,9 2,1 2,0 1,8 1,7 1,3 1,3 1,2 1,1

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Transkript:

Wirtschaftsdaten Oberfranken Hoher Industriebesatz, aber unterdurchschnittliche Arbeitsmarktentwicklung Wachstum und Wohlstand Oberfranken konnte in den letzten Jahren nur ein unterdurchschnittliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Das BIP je Einwohner bzw. das BIP je Erwerbstätigen nahm in Oberfranken allerdings schneller zu als im bayerischen Schnitt. Grund ist die schwächere Bevölkerungs- bzw. Erwerbstätigenentwicklung. Trotz der überdurchschnittlichen Zunahme liegen beide Größen vom Niveau her deutlich unter dem Landesschnitt. Nominale Werte Bayern Oberfranken BIP-Wachstum BIP/Erwerbstätigen, 2013 in Euro BIP/Erwerbstätigen, 2013 Bayern=100 BIP/Erwerbstätigen, BIP/Einwohner, 2013 in Euro BIP/Einwohner, 2013 Bayern=100 BIP/Einwohner, +33,5 % +29,1 % 71.209,- 58.661,- 100,0 82,4 +20,5 % +21,8 % 39.691,- 31.259.- 100,0 78,8 +30,3 % +35,0 % Seite 1

Arbeitsmarkt Oberfranken weist nach Mittelfranken die höchste Arbeitslosigkeit in Bayern auf. Innerhalb des Regierungsbezirks ist die Erwerbslosigkeit in Agenturbezirk Bamberg-Coburg unterdurchschnittlich, im Agenturbezirk Bayreuth-Hof überdurchschnittlich. Arbeitslosenquote Jahresdurchschnitt 2015 Bayern 3,6 % Oberfranken 4,1 % Agenturbezirke Bamberg-Coburg 3,7 % Bayreuth-Hof 4,6 % Landkreise und kreisfreie Städte Kfr. Stadt Bamberg 2,7 % Kfr. Stadt Bayreuth 4,9 % Kfr. Stadt Coburg 3,4 % Kfr. Stadt Hof 5,8 % Lkr. Bamberg 3,8 % Lkr. Bayreuth 5,7 % Lkr. Coburg 2,9 % Lkr. Forchheim 3,7 % Lkr. Hof 6,7 % Lkr. Kronach 4,0 % Lkr. Kulmbach 4,5 % Lkr. Lichtenfels 4,4 % Lkr. Wunsiedel im Fichtelgebirge 5,2 % Quelle: BA, Regionaldirektion Bayern Seite 2

Beschäftigung Sowohl mittelfristig als auch im vergangenen Jahr nahm die Beschäftigung in Oberfranken schwächer zu als im bayerischen Durchschnitt. 2005 bis 2015 2014 bis 2015 Bayern +21,4% +2,4% Oberfranken +14,9% +1,6% Wirtschaftsstruktur Oberfranken ist etwas stärker industriell geprägt als Bayern insgesamt - zu Lasten des Dienstleistungssektors. Hier ist insbesondere der Bereich Banken, Versicherungen und unternehmensnahe Dienstleistungen unterrepräsentiert. Anteil an der Bruttowertschöpfung, 2013 Land- u. Forstwirtschaft Produzierendes Gewerbe darunter: Industrie Dienstleistungen Bayern 0,9 % 34,3 % 26,5 % 64,8 % Oberfranken 1,3 % 35,7 % 27,1 % 63,0 % Seite 3

Industrie In der oberfränkischen Industrie waren 2015 118.227 Personen beschäftigt, das waren 9,5 Prozent aller Industriebeschäftigten Bayerns. Beschäftigte 2015 Anteil an Bayern Oberbayern 348.977 27,8% Niederbayern 128.044 10,3% Oberpfalz 132.917 10,7% Oberfranken 118.227 9,5% Mittelfranken 186.479 15,0% Unterfranken 134.408 10,8% Schwaben 198.285 15,9% Bayern 1.247.337 Der Industriebesatz (Industriebeschäftigte je 1.000 Einwohner) liegt mit 111 deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 96. Industriebesatz 2014 Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe je 1.000 Einwohner 140 120 100 105 120 111 107 103 107 96 80 75 60 40 20 0 Oberbayern Niederbayern Oberpfalz Oberfranken Mittelfranken Unterfranken Schwaben Bayern Seite 4

Die größte Industriebranche in Oberfranken ist mit Abstand der Maschinenbau, dessen Beschäftigtenanteil auch etwas über dem bayernweiten Gewicht liegt. Die zweitgrößte Branche ist die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren, deren Gewicht in Oberfranken mehr als doppelt so groß ist wie in Bayern insgesamt. Überdurchschnittlich vertreten sind auch die Herstellung von Glas, Glaswaren, Keramik / Verarbeitung von Steinen und Erden, die Textil- und Bekleidungsindustrie sie wie die Herstellung von Möbeln. Beschäftigte, Anteile an Industrie insgesamt, 2014 (Daten für 2015 liegen noch nicht vor) Oberfranken Bayern Maschinenbau 21,1% 18,2% Herst. v. Gummi- u. Kunststoffwaren 13,7% 6,3% Herst. v. Glas, -waren, Keramik, Verarb. v. Steinen und Erden 8,1% 3,7% Herst. v. Metallerzeugnissen 8,3% 8,0% Textil- und Bekleidungsindustrie 7,9% 1,8% Nahrungs- u. Futtermittel-, Getränkeindustrie 7,9% 9,9% Herst. von Möbeln 7,4% 1,8% Elektrische Ausrüstungen 5,5% 9,0% Elektronik, EDV-Geräte 4,1% 6,5% Straßenfahrzeugbau 3,4% 15,3% Chemische Industrie 1,4% 4,9% Ansprechpartner Volker Leinweber Leiter Volkswirtschaft Telefon 089-551 78-133 Telefax 089-551 78-294 volker.leinweber@vbw-bayern.de www.vbw-bayern.de Seite 5