Ubuntu-LAMP Server 8.10 Installation Vorwort: Ich habe diese Anleitung in erster Linie für mich selbst erstellt um nach einiger Zeit, falls ein System- oder Hardwarefehler auftritt, meine Server und den Webauftritt möglichst schnell wiederherstellen zu können. Alle verwendeten Namen sind eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Firmen. Diese Anleitung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit. Es müssen nicht alle Befehle der Reihenfolge nach eingegeben werden. Es sind oft auch diejenigen Befehle angegeben, welche die vorangegangene Aktion wieder aufheben. Hat Ihnen die Anleitung gefallen, geholfen oder haben Sie weitere fragen, so können Sie mich unter Bert.Computer@gmx.de kontaktieren. Inhaltsverzeichnis Ubuntu-LAMP Server 8.10 Installation...1 Vorwort:...1 Ubunut Server (8.10) Grundinstallation...2 Voraussetzungen:...2 Schematischer Netzplan...2 Grundinstallation...3 Nach der Grundinstallation:...4 Ubuntu-Server manuell updaten / upgraden...5 Apache2 Webserver und nützliches Zubehör installieren...5 Samba nachinstallieren (optional)...5 Webalizer mit Passwortabfrage einrichten...5 vsftpd konfigurieren...6 Hilfreiche Dokumente und Internetadressen...6 Seite 1 von 6
Ubunut Server (8.10) Grundinstallation Voraussetzungen: ISO-Image von www.ubuntu.com herunterladen und auf CD brennen. Internetverbindung für Paketaktualisierung. Domainnamen ohne TopLevelDomain (.de) (echte Domain oder DynDNS-Domain). IP-Adresse, Netzmaske, Standardgateway (besser feste IP, nicht über DHCP). Domainnamen von z.b. DynDNS.org oder eine echte registriete Domain. Internetzugang mit fester IP (kein DynDNS nötig!) oder mit dynamischer IP (DynDNS Registrierung notwendig!). Schematischer Netzplan Seite 2 von 6
Grundinstallation In meiner Beispielumgebung ist in den internen Netzwerken kein DHCP-Server aktiviert. Der Server sollte ja auch immer mit einer festgelgten, bekannten IP-Adresse ansprechbar sein. Ist im Netzwerk der DHCP-Serverdienst aktiviert, sollte während der Grundinstallation der Server noch nicht am Netzwerk angeschlossen sein. Hierdurch verhindert man, dass sich der Server per DHCP eine IP Adresse zieht. Kommt man an den Punkt der Netzwerkinstallation, so gibt man folgende Daten an: statische IP Adresse (z.b. 192.168.10.1) passende Subnetzmaske (z.b. 255.255.255.0) passendes Gateway (z.b. 192.168.10.254) passenden DNS-Server (z.b. 194.25.2.129) anschließend sollte der Server an das Internetnetz angeschlossen werden, da nach Internetzeitserver gesucht wird. Dies kann jedoch auch nachträglich konfiguriert werden. Nächster Schritt ist die Partitionierung der Festplatte. Wird eine Partitionierung mit LVM durchgeführt, kann mit weiteren Festplatten die logische Festplatte erweitert werden. Wir partitionieren herkömlich, Geführt verwende vollständige Festplatte. Hierbei schlägt Ubuntu eine Aufteilung in eine / (root)-partition mit ext3 Dateisystem und eine Swap-Partition vor. Diese Einstellungen werden übernommen und Ubuntu beginnt das Kopieren der Daten und Installiert den Server. Nachteil des ext3-dateisystems: Ich konnte mit Acronis True Image Home nur ein Abbild im Sektor für Sektor verfahren durchführen. D.h. eine 40GB Partition beansprucht auch 40GB als Image.Auf meinem Ubuntu Desktop- PC mit verwendetem ext2-dateisystem wurde das Image von Acronis True Image Home schneller und vor allen Dingen wesentlich kleiner ausgeführt. Sind die Dateien für das Grundsystem installiert, wird der Ubuntu Server konfiguriert. Abfrage Software auswählen und installieren : Hier stellen wir sinnvollerweise Install security updates automatically ein. Softwareauswahl: LAMP server (ist eigentlich ausreichend) OpenSSH server (für verschlüsselten Telnetzugriff, z.b. mit Putty) Samba file server (für später? Eventuell für Backups? Kann eine Sicherheitslücke darstellen!) MySQL root-benutzer Kennwort vergeben: (z.b. 0!Weg_hier8) Anschließend die Installations-CD aus dem Laufwerk entfernen und den Server neu starten. Seite 3 von 6
Nach der Grundinstallation: 1. root-kennwort vergeben sudo passwd root 2. Neuen Benutzer anlegen sudo adduser [Benutzer] 3. Benutzer löschen sudo deluser [Benutzer] 4. Passwort [für Benutzer] sudo passwd [Benutzer] 5. Bootmanager GRUB anpassen (Nur nötig wenn noch weitere Betriebssysteme installiert waren!): Nach dem ersten Start des Bootmanagers wird von oben nach unten gezählt, der wievielte Eintrag die Standardoption darstellen soll. Achtung es wird der oberste Eintrag mit 0 gezählt. Folgende Datei als root öffnen oder dem Befehl sudo voranstellen! vi /boot/grub/menu.lst Den alten Eintrag löschen, indem man mit dem Cursor unterhalb des zu löschenden Eintrags platziert. Anschließend mit x löschen. Um den neuen Wert eintragen zu können i drücken, gefolgt vom gewünschten Zahlenwert. Die Eingabe mit ESC verlassen und mit :wq speichern. Soll der Editor vi ohne Speicherung verlassen werden, so ist :q! einzugeben. Mit dd kann die aktuelle Zeile gelöscht werden. Mit Ndd können die nächsten N Zeilen gelöscht werden. 6. Server herunterfahren. (als root oder mit sudo vorneweg) init 0 7. Server neu starten. (als root oder mit sudo vorneweg) init 6 8. Kopieren eines Verzeichnisses / Ordners mit allen enthaltenen Dateien. cp -r directory1 directory2 directory1 ist der aktuelle komplette Pfad incl. dem zu kopierendem Directory. directory2 ist der komplette Pfad wo alles hin soll. (Nachteil hierbei, dass in directory2 das komplette directory1 kopiert wird. Schlecht z.b. wenn nur die Joomla!-Dateien erneuert werden sollen. 9. Alternativ hierzu das Kopieren in ein vorhandenes Verzeichnis in welchem man sich z.b. gerade befindet: cp -r directory1 /* Hier wird rekursiv das komplette directory1 in das aktuelle Verzeichnis geschrieben. 10. Netzwerkkarte statisch einstellen. Mit ifconfig kann die bisherige Netzwerkkonfiguration angesehen werden. Hier kann auch erkannt werden, wie die einzustellende Schnittstelle benannt ist, z.b. eth0, eth1 oder eth2. Danach mit dem vi die Datei interfaces mit vi /etc/network/interfaces bearbeiten. 11. Netzwerkinterface stoppen und starten mit ifdown eth 0; ifstart eth 0; ifup eth 0 12. Handbuch für interfaces man interfaces Seite 4 von 6
Ubuntu-Server manuell updaten / upgraden 1. alle verfügbaren Updates installieren apt-get update 2. alle verfügbaren Upgrades installieren apt-get upgrade 3. Installationspakete suchen, z.b. Network apt-cache search Network 4. installiert das angegebene Paket apt-get install Paket 5. entfernt das angegebene Paket apt-get remove Paket Apache2 Webserver und nützliches Zubehör installieren 1. Nachinstallation des Apache 2 Webservers apt-get install apache2 2. Neustart des Apache2 Webservers /etc/init.d/apache2 restart 3. Dokumentenverzeichnis des Apache2 Webservers /var/www (ab hier eigene Verzeichnisse) 4. PHP5 installieren apt-get install php5 5. FTP-Server installieren apt-get install vsftpd 6. PHP MyAdmin installieren apt-get install phpmyadmin (Konfigurieren von phpmyadmin: Auswählen für Webserver apache2) 7. Unzip installieren apt-get-install unzip 8. open ssh nachinstallieren apt-get install openssh-server 9. Webalizer nachinstallieren apt-get install webalizer Samba nachinstallieren (optional) 1. Samba nachinstallieren apt-get install samba smbclient apt-get install smbfs 2. Die smb.conf sichern! cp /etc/samba/smb.conf /etc/samba/smb.conf.original 3. Konfigurieren der Samba Konfigurationsdatei /etc/samba/smb.conf 4. Handbuch aufrufen über man smb.conf 5. Samba neu starten /etc/init.d/samba restart 6. Samba Passwort für Netzzugriff vergeben mit smbpasswd smbpasswd klaus 7. Samba Benutzer sperren smbpasswd -d klaus 8. Samba Benutzer wieder freischalten smbpasswd -e klaus Webalizer mit Passwortabfrage einrichten Um eine Passwortabfrage auf dem Webserver zu erreichen müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: In der Apache Grundkonfiguration müssen die Schlüsselwörter mit AllowOverride None auf AllowOverwrite All gesetzt werden. Im zu schützenden Verzeichnis des Webservers muß eine Datei.htaccess (erstellen mit vi) mit unten aufgeführten Einträgen erstellt werden. Seite 5 von 6
Zusätzlich wird noch mit dem Hilfsprogramm htpasswd eine.htusers mit verschlüsseltem Passwort erstellt. Hierzu ist es sinnvoll erst in das gewünschte Verzeichnis, in welchem die.htusers liegen soll, zu wechseln. Das Passwort wird mit folgendem Befehl für den Benutzer meier erzeugt..htpasswd -c.htusers meier Apache Konfigurationsdatei unter /etc/apache2/sites-available/default mit dem vi bearbeiten. Alle Einträge AllowOverride None auf AllowOverride All ändern. vsftpd konfigurieren Es muss die Konfigurationsdatei unter /etc/vsftpd.conf angepasst werden. In der Basiskonfiguration dürfen sich lokale Benutzer nicht per ftp anmelden. Zudem ist standardmäßig der anonyme Zugang erlaubt, jedoch nur lesend im Verzeichnis /home/ftp/. Allgemeines Schreibrecht zulassen mit write_enable=yes Anonymes Schreiben zulassen oder sperren anon_enable=yes / NO Anonymen Benutzern Verzeichnis erstellen lassen anon_mkdir_write_enable=yes Lokale Benutzer zulassen (auskommentieren) local_enable=yes Lokale Benutzer auf das ftp-home-verzeichnis beschränken chroot_local_user=yes Anschließend muß der ftp Dienst neu gestartet werden. /etc/init.d/vsftpd restart Hilfreiche Dokumente und Internetadressen Linuxhandbücker aufrufen über z.b.: man interfaces Handbuchmodus verlassen mit q Analysetool Webalizer, stellt grafisch verschiedenste Informationen zur Verfügung. Unter http://wiki.ubuntuusers.de finden sich viele benötigte Themen gut erklärt. Einen kostenlosen Account mit der Möglichkeit von bis zu 5 Websites einzutragen bietet DynDNS.org an. (Free Dynamic DNS) So kann man eine echte Domain, z.b. www.bert-computer.de beim Provider auf bertcomputer.selfip.org umleiten. Durch den eingerichteten Account bei DynDNS.org ist die Adresse des eigenen Servers, welcher zu Hause über den DSL-Anschluß läuft weltweit erreichbar. Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist nur aus den eigenen Erfahrungen heraus entstanden. Klaus Hofmann Seite 6 von 6