Fachbeitrag Juli 2012

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Fachbeitrag Juli 2012 Lernverhalten von Pferden Clickertraining Das Clickertraining wurde zum ersten Mal erfolgreich bei Delphinen getestet und ist bei Hunden mittlerweile eine beliebte Trainingsmethode. Aber funktioniert das auch bei Pferden? Ja tut es... Clicker vs. Lobwort Natürlich kann man sehr gut auch ohne Clicker ein Pferd trainieren. Ein Pferd lässt sich ebenso auf ein Lobwort konditionieren wie auf einen Clicker. Jedoch hat ein Clicker den entscheidenden Vorteil, dass er immer gleich klingt und nicht beeinflusst ist von der momentanigen Stimmungslage, einer Erkältung oder dergleichen, wodurch die Pferde noch ein klein wenig schneller konditioniert werden. Den meisten Menschen fällt der Einstieg in die Arbeit mit Clicker leichter, da man gerne dazu neigt, zu viel mit seinem Pferd zu sprechen. Ein Clicker vereinfacht die Situation. Warum mit Clicker/ Lobwort arbeiten? Dafür gibt es mehrere Gründe. Oft besteht die Angst des Pferdebesitzers, sein Liebling könnte anfangen zu betteln, wenn er zu oft Leckerchen bekommt. Das ist natürlich nicht unbegründet. Aber wie kommt es dazu? Da wird ein Leckerchen gegeben zur Begrüßung, während des Putzens oder einfach als Liebesbekundung zwischendurch. Das Pferd hat aber keinen bestimmten Grund ein Leckerchen zu erwarten und denkt sich, wenn ich nur lange genug nachfrage, dann bekomme ich bestimmt noch eines. Dies ist beim Clickertraining anders: das Pferd weiß, dass es nur ein Leckerchen zu erwarten hat, wenn es vorher ein Click gehört hat. Ein weiterer großer Vorteil ist die Belohnung auf Entfernung. Wenn das Pferd auf den Clicker konditioniert ist, dann sieht es das Click als Bestätigung für eine richtige Handlung an, nicht mehr die Gabe des Leckerchen. Das ist äußerst praktisch, da man sekundengenau eine bestimmte Sache belohnen kann ohne sich dem Pferd zu nähern. Wer schon einmal versucht hat, seinem Pferd Rolle beizubringen und ihm eine Leckerchen zu geben, während vier Füße mit Eisen drauf durch die Luft wirbeln, weiß wovon ich spreche. Meine Erfahrungen mit diversen Pferden verschiedensten Alters zeigen, dass sich nahzu jedes Pferd auf den Clicker konditionieren lässt und viel Spaß daran hat. Die meisten Pferde lernen mit Clickertraining deutlich schneller.

Richtiges Handling des Clickers Wichtig ist immer das richtige Timing: man nimmt sich etwas vor, das man erarbeiten möchte und muss genau in der Sekunde clickern, in der das Pferd die gewünschte Reaktion zeigt. Seien Sie vorsichtig, ganz schnell hat man dem Pferd eine unerwünschte Verhaltensweise anerzogen. Üben Sie am besten erst mal das richtige Handling ohne Pferd. Es kann am Anfang etwas schwierig sein, Gerte, Clicker und Führstrick in zwei Händen zu halten. Wenn Sie geclickt haben, dann hat das Pferd sein Leckerchen auch verdient, also nach Möglichkeit nicht aus Versehen clickern. Wie beginnen? In erster Linie ist es wichtig, das Pferd auf den Clicker zu konditionieren. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens: lediglich die Verknüpfung herstellen zwischen Leckerchen und Clicker. Das heißt, man clickt und gibt sofort darauf ein Leckerchen. Dies wiederholt man, bis das Pferd auf den Clicker reagiert. Zweitens: über Arbeit die Verknüpfung herstellen. Das heißt man verlangt vom Pferd bestimmte Dinge die es gut und gerne anbietet. Das kann von Pferd zu Pferd verschieden sein. Entweder bietet man ihm einen Gegenstand an (z.b. Ball) und wenn es ihn berührt clickt man und gibt sofort darauf ein Leckerchen. Das funktioniert gut bei jungen und neugierigen Pferden. Mit Pferden, die nicht mehr so verspielt sind, hat es sich gut bewährt bekannte Lektionen abzurufen. Z.B. man geht mit dem Pferd, gibt das Kommando zum Halten, clickt und gibt ein Leckerchen. Ich persönlich bevorzuge diese Variante, da das Pferd gleich lernt, den Zusammenhang zwischen Arbeit und Leckerchen herzustellen. Wichtig ist zu diesem Zeitpunkt, dass die Zeit zwischen Click und Leckerchengabe maximal 2-3 Sekunden betragen darf. Dieses Anfangsstadium behält man solange bei, bis das Pferd auf den Clicker konditioniert ist. Das lässt sich leicht überprüfen: man clickt und das Pferd zeigt sofort die Reaktion, dass es ein Leckerchen erwartet. Ist dies der Fall, kann man mit dem Clicker beginnen zu arbeiten. Weiterführende Arbeit mit dem Clicker Rein theoretisch lässt sich alles Clickern. Am besten sucht man sich zur Festigung der Konditionierung ein bis zwei Übung aus. Z.B. stehen bleiben auf Entfernung oder Berühren von bestimmten Gegenständen. Bis das Pferd die Arbeit mit dem Clicker komplett verinnerlicht hat. Dann lassen sich damit sämtliche Zirkuslektionen bis hin zur Freiheitsdressur erarbeiten. Viele Übungen entstehen auch durch Zufall, in dem man so lange Wartet, bis das Pferd die gewünschte Reaktion zeigt.

Am Beispiel des Apportierens: Zuerst vermittle ich dem Pferd, dass der Ball das gewünschte Objekt ist. Es berührt ihn, ich clickere. Hat es das verstanden, kann ich den Ball mal werfen. Das Pferd wird hinterhergehen und ihn wieder berühren. So weit so gut, jetzt wird es etwas schwieriger. Ich will, dass das Pferd den Ball in den Mund nimmt, also clickere ich nur noch, wenn es den Ball am Griff berührt. Dann gehe ich einen Schritt weiter, ich clickere nur noch, wenn es in den Griff beißt. Das steigere ich solange, bis es den Ball halten und aufheben kann. Dann kommt ein weiterer Schritt hinzu: ich clickere nur noch, wenn das Pferd den Ball hält und damit meine ausgestreckte Hand berührt. Wenn es das sicher beherrscht sollte es den Ball auch bringen, wenn ich ihn weiter weg werfe. Wichtig ist, gehen Sie keinen Schritt zurück: sie wollen, dass das Pferd den Ball am Griff berührt, dann bleiben Sie auch dabei. Nicht mehr clickern, wenn es den Ball irgendwo berührt. Apportieren ist eine der langwierigsten und schwierigsten Übungen. Was ich daran verdeutlichen will, ist dass man viele Sachen in kleine Einzelschritte zusammensetzen muss, um dem Pferd verständlich zu machen, was man von ihm will. In diesem Sinne: überlegen Sie sich, was sie erreichen möchten und wie Sie es dem Pferd am Besten erklären. Weitere Beispiele die sich mit dem Clicker gut erarbeiten lassen: Spanischer Gruß/ Spanischer Schritt Hinlegen, Rolle, totes Pferd Sitzen Verbeugen, Kompliment Aufsteigen von einer Aufstiegshilfe Bergziege Seitengänge (z.b. bei der Freiheitsdressur) Arbeit mit einem Targetstick (z.b. beim Verladetraining) und viele andere Sachen, lassen Sie ihrer Kreativität freien Lauf

Tips und Tricks In erster Linie ist Konsequenz besonders wichtig. Geben Sie in der Anfangszeit dem Pferd kein Leckerli mehr ohne Clicker. Ganz besonders im Hinblick auf unerwünschtes Betteln. Lernen Sie ihrem Pferd auch, dass man Leckerchen bekommt und sie sich nicht einfach nimmt. Zögern Sie dafür die Leckerchengabe nach dem Click immer etwas mehr hinaus und seien Sie konsequent, Schnappen, Herumziehen an Jackenärmeln und dergleichen ist nicht erwünscht. Ihr Pferd wird das nach einiger Zeit ohne Probleme verstehen und akzeptieren. Seien Sie geduldig. Clickertraining ist eine Art der Arbeit, die auf das Verständnis des Pferdes abzielt. Auch wenn es anfangs nicht sofort das gewünschte Verhalten zeigt, bleiben Sie entspannt und haben Sie Geduld. Manchmal muss man innehalten und einfach abwarten was passiert. Je mehr ein Pferd mit der Arbeit des Clickertrainings vertraut ist, umso schneller wird es reagieren. Deshalb kann es anfangs schon mal passieren, dass man fünf Minuten in der Halle steht und das Pferd den blöden Ball einfach nicht zur Kenntnis nimmt. Tief durchatmen und Ruhe bewahren! Das Click ist die Belohnung. Geraten Sie nicht in Versuchung, das Pferd noch mit ein paar Feins und Guts zusätzlich belohnen zu wollen. Weniger ist in diesem Falle mehr. Ebenso funktioniert es bei Pferden, im Gegensatz zu Hunden leider nicht irgendwann auf das Leckerchen zu verzichten. Ausserdem hat es sich bewährt, wenn man viel mit Leckerchen arbeitet, sich eine Leckerlitasche oder ähnliches zuzulegen, damit man das Pferd nicht zu sehr auf Hosen- oder Jackentaschen fixiert. Darin kann man auch seinen Clicker verstauen und hat zur Arbeit alles griffbereit. Und denken Sie daran genügend Leckerli einzustecken. Nichts ist ärgerlicher als mitten in einem gut laufenden Training eine Unterbrechung zu haben. Kaufen Sie einen Clicker, der laut genug ist. Da gibt es ziemliche Qualitätsunterschiede. Arbeiten Sie nicht mit Sachen, die Sie im alltäglichen Leben häufig benutzen, das kann extrem nervig sein. Z.B. Sie lernen ihrem Pferd das Apportieren mit einem Führstrick. Mit dem Erfolg, dass es nach jedem Führstrick schnappen wird, den es findet. Arbeiten Sie im Roundpen, der Halle oder auf dem Platz. Auf gar keinen Fall auf dem Putzplatz oder in der Box. Es ist nicht schön, wenn ihr Pferd auf dem harten Betonboden des Putzplatzes mittendrin beschließt Kompliment zu zeigen. Clickertraining ist Arbeit und sollte deshalb auch nur auf dem Arbeitsplatz des Pferdes geübt werden.

Es wird zwar immer wieder behauptet, dass man unerwünschte Verhaltensweisen wegclickern kann, meine Erfahrung zeigt jedoch dass das in 95% aller Fälle nach hinten los geht. Abschließend sei noch erwähnt: Leckerchen gibt es nur für Arbeit, nicht einfach mal so zwischendurch, auch nicht zur Begrüßung in der Box. Das Pferd erhält ein Kommando, reagiert darauf und bekommt etwas dafür. Wenn man diesen Arbeitsgrundsatz berücksichtigt kann man auch gefahrlos mit Leckerchen arbeiten. Von Julia Kunath und Doris Wiesinger, Juli 2012, www.pferdegerecht.info Quellen- und Literaturangaben: Bodenarbeit: Pferdetraining an der Hand von Christa Arz (27. Februar 2009) Nathalie Penquitts Pferdeschule: Zauber der Verständigung. Gymnastizierende Übungen an der Hand - Bodenarbeit - Zirkuslektionen von Nathalie Penquitt (10. Juni 2010)