Täglicher Kampf 05.12.2008 Die Bilder aus meinem Unterbewußtsein verursachen Schmerzen. Diese Schmerzen blockieren meine Seele und stürzen mich ins Dunkle. Diese Schmerzen lassen meinen Körper auf seine ganz eigene Art reagieren. Jeden Tag kämpfe ich mit den Dämonen, die mich aus der Vergangenheit bedrohen. Meine hartnäckige Erkältung ist ein Zeichen dafür, dass mein Körper kaum noch Kraft hat. Die Heiserkeit lähmt meine Stimmbänder, ich kann mich deshalb kaum noch verständlich machen. Die innere Unruhe verstärkt die vorhandenen Ekzeme, die tiefen Risse in meiner Haut schmerzen und behindern mich. Die Augen bleiben fast immer verschleiert, spiegeln meine innere Qual wieder, lassen die lang angestauten Tränen nicht laufen. Als Krönung des Ganzen dann noch ein Sturz in der Nacht, eine Schiene soll meine gezerrten Gelenkbänder stützen. Vorher konnte ich nicht erklären, dass mein Körper den Anforderungen des Alltags nicht mehr gewachsen ist. Nun nimmt sich mein Körper die Ruhe und Auszeit, die er dringend zur Regeneration benötigt. Wann wird es besser? Wann ist das Licht am Ende meines persönlichen Tunnels wenigstens schon zu erahnen? 12
17.07.2009 Sehnsucht Das Leben in der Gegenwart ist beschwerlich, der Körper schmerzt, die Seele weint. Die Vergangenheit bleibt eine Belastung mit Schmerzen, das Reden fällt schwer, die Tränen schmecken bitter. Die Sehnsucht nach meinem Traumland ist groß, Vergangenheit und Gegenwart vergessend --- glücklich. 13
18.07.2009 Sommergewitter 2009 Donnergrollen weckt mich aus tiefem Schlaf. Blitze erhellen sekundenlang die Nacht. Regentropfen prasseln auf die Fensterbretter. Sturmböen peitschen die Bäume, reißen Äste ab. Das Lampenlicht flackert, als wolle es verlöschen. Zaghafte Angst im Herzen lässt mich nicht wieder einschlafen. 14
19.07.2009 Aufarbeitung der Vergangenheit Düstere Bilder tauchen aus dem tiefsten Unterbewusstsein. Erinnerungen an schlimme Erfahrungen aus ferner Vergangenheit. Das Reden darüber fällt unendlich schwer, auch nach so langer Zeit. Ich fühle die Schmerzen im Heute mit derselben Intensität wie damals. Die Frage nach eigener Schuld und Unvermeidbarkeit stellt sich wieder neu. Es will kaum gelingen, die Sequenzen des Gesterns mit dem nötigen Abstand zu betrachten. Mich überkommt Wut auf den Täter, der mich immer wieder so leiden lässt. Ich suche die Kraft, mich den Erinnerungen zu stellen, ohne mich erneut zu verletzen. Ich suche die Stärke, mich innerlich von den unsichtbaren Fesseln der Gewalt zu befreien. Ich suche den Weg, mit erhobenem Kopf und ohne Angst dem Täter gedanklich entgegen zu treten. Nie wieder darf mir so etwas geschehen. Ich werde stark und mutig und kampfbereit sein. Am Ende gehe ich aus dem Leiden gestärkt hervor. - und so bin ich dem Täter moralisch überlegen und nehme ihm seine Bedeutung. 15
21.07.2009 Aprilwetter im Sommer und im Gemüt: Mal Sonne, mal Regen, mal warm, mal kalt. Die Stimmungen wechseln stündlich von einem Extrem ins andere. Die Gedankenbilder aus der Vergangenheit quälen mich unsagbar und ohne Ende. Meine körperliche Kraft ist verbraucht, doch ich brauche von derselben immer noch ein bißchen mehr. Tränen im Herzen, sie stehen bereits auch in den Augen. Ich verbiete mir das Weinen mit aller Macht. Die Traurigkeit drückt mich unendlich nieder. Ich kann mich kaum noch bewegen. Alles ist nur Qual und Kampf. Ich sehe keine Besserung meines Zustandes. Musik im Ohr, die Augen geschlossen - Der (wievielte?) Versuch, abzuschalten. Ich möchte gedanklich ins Traumland driften: da ist es hell und warm, dort spüre ich mich selbst. Es will mir nicht gelingen, meine bedrückte Seele blockert mein Fühlen. Und so versinke ich immer mehr in den Tiefen meiner Traurigkeit und der Depression. 16
04.08.2009 Die Sonne schickt mit ihren Strahlen Licht und Wärme, die Vögel zwitschern den ganzen Tag voller Lebensfreude, die ausgetrocknete Erde sehnt sich schon wieder nach Wasser. So hell wie das Licht - so dunkel ist es in mir drin. So warm wie die Luft - so kalt fühlt sich mein Innerstes an. So schön wie der Sommertag - so schlimm geht es meiner Seele. Meine Augen sehen das Schöne, meine Seele fühlt es nicht. Meine Haut spürt die Wärme, meine Seele erwärmt sich nicht. Meine Tränen könnten den Durst der Pflanzen löschen. Die Bilder meiner Vergangenheit überdecken das Fühlen und Denken im Jetzt. Die Schmerzen meiner Erlebnisse wirken unverändert stark im Heute. Die Auseinandersetzung mit dem Gestern tut so unglaublich weh. Ich möchte das helle Licht reinlassen in meine Seele. Ich möchte die Wärme der Sonne spüren im tiefsten Inneren. Ich möchte den Sommertag genießen in vollen Zügen -und glücklich sein. 17