Instructions for use Mode d emploi GRANDE COMPLICATION POCKET WATCH Calibre 2860 Hand-wound
7 LÉPINE 1 SAVONNETTE 9 6 6 1 2 8 7 c e 4 d 2 j : : c 3 4 3 8 9 j B e A i 5 g 5 d f f A g h h i B
Deut sch
1. Einführung S. 79 Die Manufaktur Audemars Piguet Die Taschenuhr mit Grande Complication Der Schleppzeiger-Chronograph Die Minutenrepetition Der Ewige Kalender 2. Beschreibung des Uhrwerks S. 90 Ansichten des Werks Technische Daten des Uhrwerks Anzeigen und Funktionen der Uhr 3. Grundfunktionen S. 95 Einstellen der Uhrzeit Zeitverschiebungen Aufziehen der Uhr Funktionen und Bedienung des Chronographen mit Schleppzeiger Funktionen und Bedienung der Minutenrepetition Einstellung der Anzeigen des Ewigen Kalenders Die Mondphase Der Schaltjahrzyklus Korrekturen nach einem Stillstand bis zu 3 Tagen Korrekturen nach einem Stillstand von mehr als 3 Tagen 1. Kalender 2. Wochentag 3. Mondphase 4. Monat und Schaltjahrzyklus 5. Einstellen der aktuellen Uhrzeit 4. Zubehör S. 107 Klangverstärker- Flügel Korrekturstift 5. Hinweise S. 109 Deutsch Inhaltsverzeichnis 76 77
I Die Manufaktur Audemars Piguet Das Vallée de Joux, Wiege der Uhrmacherkunst m Herzen des Schweizer Jura, etwa 50 Kilometer nördlich von Genf, befindet sich eine Landschaft, die ihren unverfälschten Charme bis heute bewahrt hat : das Vallée de Joux. Das rauhe Klima dieser Bergregion und ihr karger Boden veranlassten die dort angesiedelten Bauern, sich in der Mitte des 18. Jahrhunderts nach alternativen Erwerbszweigen umzusehen. Hohe manuelle Geschicklichkeit, unverbrauchte Kreativität und ein enormes Durchhaltevermögen prädestinierte die Talbewohner, Combiers genannt, geradezu für die Uhrmacherei. 1. Einführung Deutsch Die im Vallée de Joux gefertigten Werke erfreuten sich wegen ihrer hohen Qualität großer Beliebtheit bei den Genfer Uhrenfirmen, welche sie zu kompletten Uhren zusammenbauten und so vollendeten. Ab 1740 konnte sich die Uhrmacherei dann als freies Gewerbe im Vallée de Joux entfalten. Fortan entwickelte sich diese Region, wie aus einer Chronik des Jahres 1881 hervorgeht, zu einem Schlaraffenland, in dem die Armut schon bald einmal verschwunden war. 78 79
Zwei Namen für ein großes Abenteuer m Jahre 1875 beschlossen zwei junge, ambitionierte Uhrmacher, Jules-Louis Audemars und I Edward-Auguste Piguet, ihre Talente gemeinsam einzuset zen, um im Vallée de Joux Uhren mit Komplikationen zu entwerfen und herzustellen. Ihre Entschlossenheit, Erfindungsgabe und Disziplin brachte ihnen schnell den Erfolg. Um 1885 eröffneten sie eine Niederlassung in Genf, und 1889 ergaben sich anlässlich der 10. Weltausstellung in Paris, auf der sie «Grande- Complication»-Taschenuhren präsentierten, neue Geschäf t sbez iehungen. D ie junge Manufaktur Audemars Piguet gelangte rasch zu internationalem Ruhm. Ihre Kreationen schrieben Geschichte in der Haute Horlogerie: 1892 mit der ersten Armbanduhr mit Minuten- Repetierschlagwerk oder 1915 mit dem kleinsten je realisierten 5-Minuten- Repetierschlagwerk. Ab 1918 f ühr ten die Söhne der Firmengründer die Arbeit ihrer Väter fort. Sie erweiterten ihre Kenntnisse in der Herstellung von Damen- und Herrenarmbanduhren und entwarfen völlig neue, hochkomplizierte und ultraflache Werke. Nachdem sie die Weltwirtschaftskrise von 1929 mit voller Wucht getroffen hatte, führten die beiden Geschäftsführer mit Ausdauer und Initiative die Skelett- Armbanduhren wieder ein, um sich dann der Herstellung von Chronographen zu widmen. Dieser neue Elan wurde jedoch jäh durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Nach Kriegsende drängte sich eine Neuorganisation auf. Ihrer innovativen Tradition folgend, konzentrierte sich die Manufaktur auf die Herstellung besonders hochwertiger Stücke. Eine Strategie, die sich als fruchtbar erweisen sollte, um so mehr, als sie mit grossem kreativen Mut einherging. Gestärkt durch den internationalen Erfolg, führ te Audemars Piguet ihre kreative Arbeit über Jahrzehnte fort und brachte 1972 die Royal Oak als erste hochwertige Sportarmbanduhr aus Edelstahl auf den Markt. Sie fand sofort großen Anklang. Als weitere Weltpremiere folgte 1986 die erste ultraflache Tourbillon- Armbanduhr mit Automatikaufzug. Dank dem kreativen Geist, der die Manufaktur nach w ie vor beflügelte, entstanden Zeitmesser mit innovat iver Ästhet ik und einzigartigen Uhrwerken. Ende der achtziger Jahre wurde die Renaissance der mechanischen Komplikationen eingel äutet. Legendäre histor ische Vo r b i l d e r i n s p ir i e r t e n z u n e u e n Meisterwerken mit erlesenen Kalibern. 1999 präsentierte Audemars Piguet die außergewöhnliche Kollektion Tradition d Excellence. Lauter Beweise für einen in der Tradition verankerten wagemut igen Geist und ein Versprechen für die Zukunft. 80 81 1. Einführung Deutsch
Die Taschenuhr mit Grande Complication Was ist eine große Komplikation? Ein Labyrinth, würde der Laie raten. Eine Uhr, die etwas mehr als nur die Stunde und Minute anzeigt, antwortet der Uhrmacher. Als Virtuose im Kombinieren von Mechanismen, die andere für unvorstellbar halten, setzt er ebenso sehr auf perfekte Handarbeit wie auf Spitzentechnologie. Deshalb weiß er, dass eine große Komplikation ihm höchste Meisterschaft bis ins kleinste Detail abverlangt. Was einmal mehr beweist, dass die Hand des Menschen für den entscheidenden Unterschied sorgt. Komplikat ionsmechanismen l assen sich in drei Familien einteilen : Chronographen, Chronographen mit Schleppzeiger und «Seconde foudroyante» oder blitzende Sekunde gehören zur ersten Familie der Uhren, die über einen oder mehrere zusätzliche Zeiger für die Zeitanzeige verfügen. Die zweite umfasst alle Uhren mit Schlagwerken und die dritte Mechanismen f ür Anzeigen astronomischer Ar t w ie Kalender, Mondphasen, Ze itgle ichung usw. Al s «Gr ande Complication» wird eine Uhr bezeichnet, die mindestens vier Funktionen dieser drei Familien vereint. Um bei solchen Zeitmessern ein sowohl von der Ä sthet ik al s auch von der Zuverl ässigkeit und Ganggenauigkeit her harmonisches Ensemble zu erzielen, ist höchste Meisterschaft erforderlich. Der Taschenuhr Grande Complication von Audemars Piguet gelingt dieses Kunststück : Sie verbindet Schleppzeiger- Chronographenfunktion, Minutenrepetition und Ewigen Kalender mit Mondphasenanzeige in einer Uhr. 1. Einführung Deutsch 82 83
Der Schleppzeiger-Chronograph Schon für sich genommen ist der Chronograph eine der aufwendigsten Komplikationen der Uhrmacherkunst und noch dazu eine der am schwersten beherrschbaren. Ein Schleppzeigermechanismus adelt einen Chronographen zusätzlich - und wenn diese Kombination wiederum durch einen Ewigen Kalender und eine Minutenrepetition abgerundet wird, so hat man es wahrhaftig mit einem seltenen und bemerkenswert komplexen Mechanismus zu tun der Grande Complication. Durch ihre Schleppzeiger Chronographenfunktion wird die Grande Complication-Taschenuhr zur ausgeklügeltsten mechanischen Form der Messung kurzer Zeitspannen. Die zwei Säulenräder verdeutlichen die Tatsache, dass es sich hier um zwei unabhängige Chronographenmechanismen handelt für die schleichende Sekunde und für den Schleppzeiger. Dass Audemars Piguet diese komplexen Sy s teme beher r scht, is t unter anderem dem nunmehr 130 Jahre währenden Streben nach Perfektion der Uhrenmanufaktur von Le Brassus zu verdanken. So kreuzte sich die Geschichte von Audemars Piguet häufig mit der Geschichte des Chronographen bzw. seines Vorgängers, der seconde morte indépendante der unabhängigen toten Sekunde. Hierbei handelt es sich um ein Prinzip, das bereits im Jahr 1899 in einer Taschenuhr mit großer Komplikation aus den Händen der Manufaktur aus Le Brassus Verwendung fand und das vor kurzem neu interpretiert wurde. Der Chronograph mit seiner Kombinat ion von Alltagsnut zen und bemerkenswer ter technischer Komplexität gehört unbestritten zu den attraktivsten Komplikationen der Uhrmacherkunst. Seine Erfindung verdanken wir dem Uhrmacher Henri Féréol Piguet, der das System im Jahr 1845 erstmals konzipierte und anfertigte. Seit der Firmengründung im Jahr 1875 hat das Haus Audemars Piguet eine ganze Reihe von Chronographen entwickelt, die zu den komplexesten und leistungsfähigsten der Welt zählen. Der buchstäbliche Chronographen-Boom der letzten fünfzehn Jahre darf nicht vergessen machen, dass es sich bei dieser Komplikation um einen äußerst komplexen Mechanismus handelt vor allem in seiner edelsten Ausführung : dem Säulenrad-Chronographen. Bei dem im Jahr 1838 erfundenen Schleppzeiger- Chronographen handelt es sich um eine der eindrucksvollsten Demonstrationen uhrmacherischen Könnens. Ebenso w ie die Taschenuhr mit großer Komplikation ist der Schleppzeiger- Chronograph mit einem zweiten Sekundenzeiger ausgestattet, der angehalten werden kann, um die Zwischenzeit zu messen oder eine Referenzzeit zu speichern; auf einfache Betätigung eines Drückers holt" der zweite Zeiger den ersten wieder ein. Dieser extrem raffinierte Kupplungsmechanismus gilt als eine der am schwierigsten umzusetzenden Komplikationen. Wird der Schleppzeiger der Grande Complication- Taschenuhr nicht betätigt, so läuf t er einfach mit dem Chronographenzeiger mit. Durch die Betätigung des linksseitigen Drückers wird der Schleppzeiger angehalten, es wird eine Zwischenzeit oder Referenzzeit gemessen. Eine zweite Betätigung desselben Drückers bewirkt ein Zurückspringen des Schleppzeigers über den Chronographenzeiger, so dass beide Zeiger gemeinsam ihren Weg fortsetzen. 84 85 1. Einführung Deutsch
Die Minutenrepetition Uhren mit Schl agwerk gehören in der hohen Uhrmacherkunst zu den größeren Komplikationen. Audemars Piguet hat seine Kompetenz hier bereits überzeugend unter Beweis gestellt : In der mehr als 130 Jahre währenden Firmengeschichte konnte sich die Manufaktur aus Le Brassus als einer der großen Virtuosen auf dem Gebiet der Minutenrepetitionsuhren hervortun. Tonfedern in einem Stück, innovative Schlagwerksysteme, exklusive Auslösemechanismen im dem Bestreben, Klang und Bedienungskomfort dieser kleinen Wunderwerke der Mechanik zu optimieren, hat Audemars Piguet es schon immer verstanden, Wege der Innovation zu beschreiten und Konventionen zu hinterfragen. Denn die Uhrmacher aus dem Vallée de Joux mit ihrem angeborenen" Talent für Schlagwerkmechanismen hegten schon immer eine besondere Leidenschaf t für diese Art der Komplikation. Das mag an der Stille der Berge und dem tiefen Frieden der langen verschneiten Winter liegen, in denen der kristallklare Klang dieser winzigen musikalischen Wunderwerke noch reiner widerklingt. Oder aber daran, dass ein derart komplizierter Mechanismus den legendären Erfindergeist besonders anstachelt. Die Minutenrepetition schlägt auf Abruf einen tiefen Ton für jede volle Stunde, einen Doppelton hoch-tief für jede Viertelstunde und einen hohen Ton für jede in der letzten Viertelstunde verstrichene Minute. Sie verfügt über zwei kleine Hämmer sowie zwei kleine Tonfedern, d.h. zwei um ein Werk gewickelte Stahlfäden, die wie ein Musikinstrument sorgfältig gestimmt wurden. Die Uhrmacher von Audemars Piguet haben eine exklusive Technik entwickelt, anhand derer Tonfedern in einem Stück angefertigt werden können. Dies verhindert, dass die Schwingungen durch Lötnähte gestört oder gedämpft werden, der Klang gewinnt an Intensität. Die Minutenrepetition erfordert einen besonders raffinierten Mechanismus, muss die Uhr doch nicht nur möglichst schön klingen, sondern gleichzeitig auch jederzeit wissen", wie viele Töne wann geschlagen werden müssen. Die Rolle dieses mechanischen Gedächtnisses" übernehmen drei Kurvenscheiben, die so genannten Staf feln (Stundenstaffel, Viertelstundenstaffel und Minutenstaffel), die durch ihre Position die Anzahl der erforderlichen Schläge festlegen. W ird der Repe t i t ionsme c hanismu s ausgelöst, fallen die Taster der drei Rechen genannten gezahnten Komponenten auf die Staffeln, um diese Information aufzunehmen. Die Rechen schwingen herum und heben die Hebel der Hämmer, die wiederum die Tonfeder anschlagen. Für eine optimale Klangreinheit werden die Hämmer sofort nach dem Anschlagen der Tonfeder leicht angehoben. Eine sogenannte Alles-oder-nichts-Sicherung" (Schlagauslösungshebel) verhindert eine unbeabsichtigte Betätigung der Minutenrepetition, d.h. das Schlagwerk wird nur dann ausgelöst, wenn Schieber oder Drücker bis zum Anschlag geführt werden. Im Laufe des 20. Jahrhunder ts stellte Audemars Piguet sein besonderes Können in Form einer Reihe von bei Kennern hochbegehrten Zeitmessern unter Beweis. Die Schlagwerke werden häufig von zusätzlichen Komplikationen ergänzt, eben so wie es bei der Taschenuhr mit großer Komplikation der Fall ist. 1. Einführung Deutsch 86 87
Der Ewige Kalender Der Ewige Kalender ist eine mechanische Reproduktion der Zeit. Die mechanische Anzeige der unterschiedlich langen Monate und Schaltjahreszyklen stellt für die Uhrmacher eine große Herausforderung dar. Bei einfachen Kalendern ist eine manuelle Datumskorrektur für jeden Monat mit weniger als 31 Tagen nötig. In den etwas komplexeren Kalendern, den sogenannten Jahreskalendern, ist diese Korrektur nur einmal jährlich bzw. im Februar erforderlich. Ein Glanzstück der Uhrmacherkunst ist jedoch ohne je den Zwe if el der Me chanismu s de s Ew igen Kalenders, eine besonders geschätzte und nützliche Komplikation, die Wochentag, Datum und Monat unter Berücksichtigung des Schaltjahreszyklus anzeigt, ohne dass eine Korrektur von Hand erforderlich ist. Die ersten Ew igen Kalender gab es bereit s im XVII Jahrhundert. Es war Louis Benjamin Audemars, der im Jahre 1811 den Ewigen Kalender mit einer zirkularen Anzeige erfand. Seitdem war Audemars Piguet immer maßgeblich an der Entwicklung dieser Komplikat ion beteiligt und set zte Meilensteine, wie 1978 anlässlich der Präsentation des weltweit flachsten Ewigen Kalenders mit Automatikaufzug und Zentralrotor (Dicke 4,05 mm) oder 1989 mit der kleinsten mechanischen Damen-Armbanduhr mit Ewigem Kalender (23 mm Durchmesser), die auf einem automatischen Kaliber (Dicke 4,75 mm) basiert. Das heutige Meisterwerk ist die Krönung einer langen Tradition der Innovationen und Meisterleistungen. Deutsch 1. Einführung 88 89
Ansichten des Werks Brückenseite Schleppzeiger-Chronographenmechanismus und Tonfeder der Minutenrepetition Zifferblattseite Kaliber 2860 Technische Daten des Uhrwerks Gesamthöhe : 8,50 mm Gesamtdurchmesser : 40,40 mm Innendurchmesser des Werkhalterings : 39,50 mm (17 Linien) Frequenz : 18 000 Halbschwingungen / Stunde (2,5 Hz) Anzahl der Rubine : 37 Gangreserve : ca. 30 Stunden Handaufzug Unruh mit Schrauben für die Einstellung des Trägheitsmoments Spiralfeder mit Phillips-Endkrümmung (Breguet) Stoßsicherungssystem KIF Elastor Anzahl der Einzelteile : 637 2. Beschreibung des Uhrwerks Deutsch Mechanismus des Ewigen Kalenders Mechanismus der Minutenrepetition 90 91
Anzeigen und Funktionen der Uhr (siehe Abbildung auf der Innenseite des Umschlags) 1 Stundenzeiger 2 Minutenzeiger 3 Zeiger der kleinen Sekunde 4 Chronographenzeiger 5 Schleppzeiger 6 Zeiger des 30-Minuten-Zählers 7 Zeiger der Wochentaganzeige 8 Zeiger des Datumindikators 9 Zeiger der Monats- und Schaltjahresanzeige : Mondphasenanzeige Der Chronograph : c Drücker der Stoppuhrfunktion 1x drücken : Start 2x drücken : Stopp 3x drücken : Nullstellen Das System des Schleppzeigers : d Drücker der Schleppzeigerfunktion 1x drücken: Stopp (Ablesen der Zwischenzeit) 2x drücken: Der Schleppzeiger schließt deckungsgleich zum Chronographenzeiger auf Die Minutenrepetition : e Spannhebel des Schlagwerks Die Korrekturdrücker : f Korrekturdrücker für Wochentags-, Datums-, Monats- und Schaltjahrzykluskorrektur g Korrektor des Wochentags (ausschließlich) h Korrektordrücker der Mondphase (ausschließlich) i Korrektordrücker des Monats und des Schaltjahrzyklus (ausschließlich) Öffnung des Deckels : j Drücker zur Öffnung des Deckels Ihre Uhr hat eine Krone mit zwei Stellungen : A Stellung der Krone für den manuellen Aufzug des Werkes B Stellung der Krone zum Einstellen der Uhrzeit Die Grande Complication von Audemars Piguet bietet folgende Anzeigen : Stunde, Minute und Sekunde (mit kleiner Sekunde bei 6 Uhr) Datum, Tag und Monat Schaltjahrzyklus Mondkalender mit Mondphasen Sie schlägt auf Verlangen : die Stunden, Viertelstunden und Minuten Sie misst dank dem Stoppuhrmechanismus mit Schleppzeiger : Zeiten auf die Fünftelsekunde genau, unter Zählung der Minuten bis zu einer halben Stunde den Zeitintervall verschiedener Ereignisse mit gemeinsamem Start, aber unterschiedlicher Dauer. 2. Beschreibung des Uhrwerks Deutsch 92 93
Einstellen der Uhrzeit Krone in Position B herausziehen. Jetzt kann die Uhrzeit problemlos vor- oder zurückgestellt werden. Es wird empfohlen, die Zeit bis zur gewünschten Uhrzeit exakt einzustellen, dies durch vorsichtiges Vorrücken der Zeiger. Achtung : Stellen Sie die Uhrzeit nie, während dem das Schlagwerk aktiviert ist. 12 Uhr mittags und Mitternacht dürfen nicht verwechselt werden. Zeitverschiebungen Der Mechanismus des Ewigen Kalenders sollte am besten zwischen 1.00 Uhr morgens und 18.00 Uhr abends korrigiert werden. Müssen die Zeiger wieder auf eine Uhrzeit vor Mitternacht zurückgestellt werden, gehen die Datums- und Tagesanzeigen einen Tag vor. Diese Abweichung ist nur vorübergehend und muss nicht korrigiert werden. 3. Grundfunktionen Deutsch Aufziehen der Uhr Ihre Uhr hat ein mechanisches Werk mit Handaufzug. Wir empfehlen, die Uhr jeden Tag zur selben Uhrzeit vollständig aufzuziehen (Krone in Position A ). Wenn die maximale Spannung erreicht ist, sollten Sie keinen weiteren Druck ausüben. 94 95
Funktionen und Bedienung des Chronographen mit Schleppzeiger Schleppzeigerfunktion Zu diesem Mechanismus gehören z wei über einanderliegende Stoppuhr-Sekundenzeiger aus der Mitte (Chronographen- und Schleppzeiger genannt). 3. Grundfunktionen Ein Chronograph mit Schleppzeiger erlaubt, gle ichze it ig ver schie dene Ze it abl äuf e mit gemeinsamem Beginn, aber unterschiedlicher Dauer zu messen. Deutsch Bei l aufendem Chronographen kann der Schleppzeiger über den Drücker D angehalten werden. Dies ermöglicht die Anzeige einer ersten Zwischenzeit. Setzt der Chronographenzeiger seinen Lauf fort. d Nur Chronographenfunktion Mit dem Drücker C werden der Chronographen zeiger und der Schleppzeiger gleichzeit ig gestartet und gestoppt. Die beiden Zeiger laufen jetzt deckungsgleich und machen eine Umdrehung pro Minute. c c Durch einmaliges Betätigen des Drückers d wird der Schleppzeiger gestoppt, so dass die Zeit eines ersten Ereignisses abgelesen werden kann. Der Chronographenzeiger setzt unterdessen seinen Lauf fort. Der Stoppuhrmechanismus startet durch Betätigen des Drückers c. Durch erneutes Bet ät igen des Drückers c w ird der Chronographenzeiger gestoppt. 96 97
c 3. Grundfunktionen d Nach der letzten Zeitnahme müssen beide Zeiger w ieder übereinander gebracht werden. Dies geschieht über den Drücker D. Anschließend werden beide Zeiger über die Betät igung des Drückers C (Nullstellen) in ihre Ausgangsposition gebracht. Deutsch Durch erneutes Betätigen des Drückers D schließt der Schleppzeiger wieder zum Chronographen zeiger auf, und die beiden drehen sich erneut deckungsgleich. Der Zeiger des Minutenzählers, je nach Modell bei 12 Uhr oder bei 3 Uhr gelegen, zählt die Minuten (eine Umdrehung entspricht 30 Minuten). Wichtig : Der Mechanismus des Chronographen mit Schleppzeiger ist für das Messen von Zeit intervallen konzipiert, nicht für kontinuierlichen Betrieb. Achten Sie zudem darauf, die Drücker C und D nie gleichzeitig zu betätigen, das könnte den Mechanismus ernsthaft beschädigen. 98 99
Funktionen und Bedienung der Minutenrepetition Die Taschenuhr mit Grande Complication schlägt auf Abruf die vollen Stunden, Viertelstunden und Minuten: zwei Hämmer schlagen die Tonfeder auf zwei Tonhöhen an einen tiefen Ton für die Stunden, einen hohen Ton für die Minuten, beide Töne erklingen im Doppelton für die Viertelstunden. Beispiel : 3 Uhr 37 Minuten Die Feder, die den Schlagwerkmechanismus auslöst, wird durch Verschieben des Schlagwerkhebels E auf der linken Seite des Mittelteils gespannt. Eine Sicherheitsvorrichtung sorgt dafür, dass das Schlagwerk erst ausgelöst wird, wenn der Hebel vollständig gespannt wurde. Hinweis : Die Länge dieses Spannwegs variiert je nach Anzahl der Stunden, die zu schlagen sind. Achtung : Während das Schlagwerk in Betrieb ist, muss der Hebel völlig frei von äußeren Behinderungen gleiten können. Ansicht des Mechanismus für das Schlagen der Viertelstunden Ansicht des Mechanismus für das Schlagen der Stunden Ansicht des Mechanismus für das Schlagen der Minuten Deutsch 3. Grundfunktionen Ansicht des Mechanismus für die Repetition der Stunden, Viertelstunden und Minuten 100 101
Einstellen der Anzeigen des Ewigen Kalenders Vorbemerkungen Das unsachgemäße Benutzen der Korrektordrücker kann das korrekte Zusammenspiel der Funktionen beeinträchtigen. Die Korrektordrücker sollen daher nur benutzt werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Dabei sind die nachstehenden Hinweise zu beachten. Die Mondphase Ein Mondumlauf oder Mondmonat dauert 29 Tage, 12 Stunden, 44 Minuten und 2,8 Sekunden. Hinweis : Die beigelegte Tabelle informiert Sie über die Daten der verschiedenen Mondphasen. Der Schaltjahrzyklus Jedes durch 4 teilbare Jahr ist ein Schaltjahr, also ein Jahr, in dem der Februar 29 Tage hat. Beispiele : 1916, 1920 2008, 2012, 2016, 2020. Volle Jahrhundertjahre (1900, 2100) sind jedoch keine Schaltjahre, mit Ausnahme derjenigen, die durch 400 teilbar sind. Beispiele : 1600, 2000 und 2400. Korrekturen nach einem Stillstand bis zu 3 Tagen Ziehen Sie die Aufzugkrone in Position B und drehen Sie die Zeiger im Uhrzeigersinn bis zu den richtigen Anzeigen. Korrekturen nach einem Stillstand von mehr als 3 Tagen Vorsichtsmaßnahmen Vor der Bedienung der Korrekturdrücker werden die Zeiger (Krone in Position B ) so weit gedreht bis die Datumsanzeige einen Tag weiterspringt, dabei ist immer im Uhrzeigersinn vorzugehen. Anschließend die Zeiger auf die Position 12 Uhr bringen. In dieser Position sind alle Funktionen des Mechanismus ausgeschaltet, und die Korrektordrücker können bedient werden, ohne den Kalendermechanismus zu beschädigen. Betätigen Sie die Korrektordrücker vorsichtig mit dem mitgelieferten Korrekturstift, bis die gewünschte Anzeige eingestellt ist. 3. Grundfunktionen Deutsch 102 103
Vorgehen für eine Korrektur Korrigieren und programmieren Sie die Anzeigen in dieser Reihenfolge : 1. Kalender mit dem Korrektordrücker F. Die Wochentags-, Datums-, Monats- und Schaltjahreskorrektur erfolgt gleichzeitig. 2. Wochentag mit dem Korrektordrücker G. 3. Mondphase mit dem Korrektordrücker H. Stellen Sie diese Anzeige mit dem Korrektordrücker H ein und gehen Sie dabei wie folgt vor : a) Betätigen Sie den Korrektordrücker H, bis die Vollmondscheibe vollständig sichtbar ist, was dem 15. Tag des Mondmonats entspricht. b) Ermitteln Sie das Datum des letzten Vollmonds und betätigen Sie den Korrektordrücker H einmal für jeden Tag, der das Datum des letzten Vollmonds vom aktuellen Datum trennt. 4. Monat und Schaltjahreszyklus mit dem Korrektordrücker I. 5. Erneutes Einstellen der aktuellen Uhrzeit : Wenn die tatsächliche Uhrzeit vor der auf der Uhr angezeigten Uhrzeit liegt (d.h. vor 12 Uhr), sind die Zeiger gegen den Uhrzeigersinn zu bewegen. Wenn die tatsächliche Uhrzeit nach der auf der Uhr angezeigten Uhrzeit liegt (d.h. nach 12 Uhr), sind die Zeiger im Uhrzeigersinn zu bewegen. 3. Grundfunktionen Deutsch 104 105
Klangverstärker-«Flügel» Das Herz dieser Schatulle in Form eines Flügels bilden zwei Resonanztische aus Fichtenholz mit einem Abstand von einigen Zentimetern. Ein Gestell sorgt für die Übertragung der Vibrationen von der Uhr auf die Resonanztische. Der Flügeldeckel drückt heruntergeklappt exakt auf die Uhr und leistet Gewähr für maximale Schallverstärkung des Schlagwerks. Er hat aber noch eine zweite Funktion : Aufgestellt richtet er den Klang in Richtung des Hörers. Damit wurde dieser Klangverstärker wie ein eigentliches Musikinstrument konzipiert. 4. Zubehör Deutsch Korrekturstift Es wird dringend empfohlen, für das Betätigen der Korrektordrücker nur den zusammen mit der Uhr gelieferten Korrekturstift zu verwenden. 106 107
Garantie und Wartung Alle Informationen über die Garantie und die Empfehlungen für die Wartung Ihrer Uhr finden Sie im beigelegten Ursprungs- und Garantiezertifikat. 5. Hinweise Deutsch 108 109